Covestro Aktie Prognose Covestro: Prognosesenkung … aber diese Messe ist noch nicht gelesen

News: Aktuelle Analyse der Covestro Aktie

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Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Auch der Polymerspezialist Covestro weist diese für eine Inflationsphase typische Entwicklung in den Ergebnissen des 3. Quartals aus. Die Gesamtjahresprognose wird gesenkt, die Aktie fällt. Aber ein Short-Signal ist das noch nicht.

Der Umsatz legte im Sommerquartal um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) fiel deutlich um 65 Prozent auf 302 Millionen, stärker noch als von den Analysten im Vorfeld erwartet. Dementsprechend grenzte Covestro die EBITDA-Zielzone für das Gesamtjahr auf der Oberseite ein, jetzt gilt eine Erwartung zwischen 1,7 und 1,8 Milliarden Euro nach zuvor 1,7 bis 2,2 Milliarden. Nicht gut, keine Frage, aber:

Die Aktie fiel zwar zu Handelsbeginn deutlicher, konnte sich aber noch relativ gut fangen. Dass der Kurs dadurch am unteren Ende der Widerstandszone 36,88 zu 39,50 Euro abgewiesen wurde, ist zwar ein Punkt für die Bären. Aber dadurch, dass die Kursverluste gebremst werden konnten, hielt andererseits die Kreuzunterstützung aus dem September-Hoch und der 20-Tage-Linie bei 32,70 Euro. Erst, wenn dieser Support auf Schlusskursbasis fallen sollte, wäre der Weg nach unten frei. Und möglich wäre es durchaus, dass Covestro diesen Bereich hält, das wird von zwei Aspekten abhängen:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Covestro Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Gesamtmarkt müsste seine momentan von Hoffnung geprägte Grundstimmung aufrechterhalten. Das wird stark von drei in den kommenden zwei Tagen anstehenden Faktoren abhängen: der EZB-Sitzung, den deutschen Vorab-Inflationsdaten für Oktober und der ersten Berechnung des deutschen Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal.

Darüber hinaus sollte der Gaspreis nicht erneut deutlich anziehen. Momentan ist der Erdgas-Preis auf den tiefsten Stand seit März gefallen. Bliebe er dort, wäre das Hauptproblem, das Covestros Gewinne derart massiv gedrückt hat, nämlich der hohe Gaspreis, erst einmal keines mehr und würde die Hoffnung unterfüttern, dass der Gewinneinbruch ein vorübergehender bleibt. Einem Bruch der jetzt erst einmal gehaltenen Unterstützung vorzugreifen, wäre daher äusserst riskant. Aber dass noch kein Short-Signal entstanden ist, bedeutet nicht automatisch, dass der Weg nach oben frei wäre, denn:

Diese Widerstandszone 36,88 zu 39,50 Euro ist nicht zu unterschätzen, zumal sie am oberen Ende durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird. Und da der Rückzug der Hausse-Spekulanten beim Gaspreis nicht bedeutet, dass das Gas im Winter nicht doch noch knapp und damit wieder deutlich teurer werden könnte, im schlimmsten Fall sogar die Produktion eine Zeitlang gestoppt wird, sollte man besser abwarten, bis die Rahmenbedingungen und die Charttechnik entsprechend positive Signale abliefern, bevor man hier Long zu geht.

Chart vom 25.10.2022, Kurs 34,37 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Covestro Aktie

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Covestro ist bei seiner Produktion vom Gas abhängig. Das wusste man schon lange, aber erst jetzt macht sich die Angst vor dem Winter richtig breit: Covestro wird fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel. Aber heisst es nicht, man soll kaufen, wenn sonst niemand kaufen will?

Das ist immer so eine Sache mit diesen Faustregeln an der Börse. Kaufen, wenn die Kanonen donnern, das klingt grundsätzlich ja logisch. Wenn alle aussteigen, Panik um sich greift, dann haben eben relativ bald alle verkauft, die verkaufen wollten. Also muss das Tief nahe sein und man kann getrost einsteigen. Soweit die Theorie. Aber in der Praxis hat die Sache ihre Haken.

Denn gerade dann, wenn die Marktteilnehmer extrem unruhig sind, ist die Dimension eines Abwärtsimpulses nicht einzugrenzen, weder auf der Zeitachse noch vom Ausmass her. Richtig ist zwar, dass der kunststoff-Spezialist Covestro seine Gesamtjahresprognose bereits zweimal gesenkt hat und jetzt für den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) nur noch 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro erwartet, während man ursprünglich 2,5 bis 3,0 Milliarden angepeilt hatte. Richtig ist auch, dass man vermuten darf, dass diejenigen, die trotz der schon grossen Verluste der Aktie seit Jahresanfang jetzt noch aussteigen, einen noch einmal niedrigeren EBITDA-Gewinn unterstellen. Ausserdem dürften jetzt immer mehr spekulative Short-Trades dabei sein, die, wenn sie eingedeckt werden, in eine Short Squeeze münden können, welche den Kurs schnell und weit nach oben zieht. Aber:

Expertenmeinung: Trotz alledem lässt sich nicht absehen, wie weit Covestro kurzfristig noch fällt. Die Kursziele der Analysten gehen immer tiefer. Die Gasversorgung, die Inflation, die nervösen Verbraucher dominieren immer mehr die Schlagzeilen. Und nachdem der Gesamtmarkt gerade sang- und klanglos nach unten dreht, werden die Leerverkäufer, sprich die Bären, immer mutiger.

Vor allem, weil die Covestro-Aktie mit dem kräftigen Minus des Montags den Abwärtstrend bestätigt hat, indem das bisherige Jahres-Verlaufstief, Anfang Juli bei 30,72 Euro markiert, jetzt unterboten wurde. Und die nächste charttechnische Unterstützung würde erst bei 23,54 Euro warten, das war das Corona Crash-Tief 2020. Zudem wäre die Markttechnik durch die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) auch mit diesem kräftigen Minus von gestern noch nicht überverkauft.

Und dieses 2020er-Tief dürfte die Bären allemal locken. In einem Umfeld wie diesem, in dem Hoffnung unverhofft wieder in Angst umgeschlagen ist, könnte man es womöglich sogar brechen. Denn niemand könnte heute bereits sagen, ob ein Kursniveau auf Höhe des Tiefs des Jahres 2020 dann bereits ein „Schnäppchen“ ist … oder aber sich die Lage so entwickelt, dass man womöglich noch froh sein könnte, hätte man da noch verkauft. Daher:

Solche Faustregeln wie „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ klingen eingängig und machen manch einem, der immer nur Long agiert und die Chancen der Short-Seite nicht nutzt, womöglich Mut. Aber niemand weiss, wie lange die Kanonen donnern, ob die Verkäufe bereits überzogen sind oder es mit dem Abwärtsdruck erst richtig losgeht. Daher wäre ein anderer Spruch wohl eher als Guidance für die unmittelbaren Entscheidungen geeignet:

Greife niemals in ein fallendes Messer! Wenn Covestro mit Schlusskursen über 33 Euro zumindest auf kurzfristiger Ebene wieder bullische Signale zeigen sollte und damit deutlich wird, dass die Bären hier nicht mehr gar so aktiv drücken, könnte man sich vorsichtige Käufe mit einem relativ engen Stop Loss überlegen. Jetzt aber, während die Kanonen durch das neue Jahrestief gerade besonders laut donnern, wäre ein Kauf nicht mutig, sondern waghalsig.

Covestro-Aktie: Chart vom 22.08.2022, Kurs 29,33 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX
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Bei einigen läuft es noch, bei anderen ganz und gar nicht. Das Spezialchemieunternehmen Covestro legte am Freitagabend nach Handelsende Vorab-Ergebnisse zum zweiten Quartal vor und senkte dabei die Gesamtjahresprognose … zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Bereits Anfang Mai kappte Covestro seinen bisherigen 2022er-Ausblick, damals waren die Lockdowns in China und die Inflationsentwicklung Basis dieser Neueinschätzung der Perspektive. Jetzt war das Thema China zwar nicht mehr dabei, aber neben den erneut gestiegenen Energiekosten spürt Covestro deutlich, dass sich die Weltwirtschaft weiter abschwächt.

Das führte dazu, dass das Unternehmen den Ausblick für den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) zum zweiten Mal im laufenden Jahr senkte. Die bis Mai geltende Perspektive von 2,5 bis 3,0 Milliarden Euro wurde über die „Zwischenstation“ Anfang Mai, als der Ausblick auf 2,0 bis 2,5 Milliarden zurückgenommen wurde, auf jetzt 1,7 bis 2,2 Milliarden gesenkt. Wird die Aktie daraufhin heute wegbrechen?

Expertenmeinung: Es wäre zumindest keine Überraschung, wenn die zaghaften Bodenbildungsversuche der letzten vier Wochen dadurch zur Eröffnung erst einmal zu Staub zerfallen. Ob dadurch auch das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 30,72 Euro brechen wird, dürfte davon abhängen, wie man diese Meldung ins Gesamtbild setzt.

Denn mit dieser Prognosesenkung kam auch das EBITDA für das zweite Quartal als Vorab-Information, die eigentliche Bilanz steht am Dienstag an. Zwei Aspekte könnten dazu führen, dass der erste Eindruck, dass das EBITDA des zweiten Quartals so übel doch gar nicht ist, nicht vorhält. Richtig ist zwar, dass Covestro 547 Millionen Euro meldet, während die durchschnittliche Analystenprognose laut Covestro bei 509 Millionen Euro gelegen habe. Aber:

Wenn die Bilanz morgen ansteht, warum war es dann so eilig mit dieser Prognosesenkung? Hätte es da nicht auch gereicht, wenn man die mit der vollständigen Bilanz verkünden würde? Das verführt dazu, mal zu rechnen: Zusammen mit dem EBITDA des ersten Quartals hat Covestro jetzt im ersten Halbjahr auf EBITDA-Basis 1,353 Milliarden Euro verdient. Wenn man dann für das komplette Jahr jetzt von 1,7 bis 2,2 Milliarden ausgeht, hiesse das, dass nur noch ein EBITDA zwischen 0,35 und 0,85 Milliarden dazukommt, in einem ganzen Halbjahr! Da muss es gerade wirklich ziemlich eng zugehen bei Covestro.

Und wer diese Rechnung aufmacht, könnte versucht sein, diesen Abstieg auf 2023 zu übertragen … und täte man das, wäre es allemal einen Gedanken wert, im Bereich des bisherigen Jahrestiefs nicht die Hand aufzuhalten. Das wird heute spannend, aber egal, wie sich der Handel im Tagesverlauf entwickelt, man wäre wohl gut beraten, hier nicht ins fallende Messer zu greifen sondern erst einmal abzuwarten, wie sich der Kurs verhält und wie morgen dann die vollständigen Zahlen aussehen!

Covestro-Aktie: Chart vom 29.07.2022, Kurs 33,23 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX

Das Spezialchemieunternehmen Covestro kappte gestern seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Die Aktie markierte daraufhin zwar ein neues Jahrestief. Aber wenn man genauer hinsieht, ist die Sache hier für die Bullen noch nicht verloren.

Der Umsatz des ersten Quartals 2022 war beeindruckend. Mit 4,68 Milliarden Euro übertraf der Polymerspezialist Covestro die durchschnittliche Prognose der Analysten, die bei 4,27 Milliarden Euro lag, überraschend deutlich. Den Umsatz des Vorjahresquartals von 3,3 Milliarden sowieso. Aber während der Umsatz damit um 41,8 Prozent zulegte, lag der Nettogewinn nur 5,8 Prozent über dem des Vorjahres. Solche Diskrepanzen kennen viele Anleger bislang nur anders herum, weil über Jahre hinweg die Gewinnmargen gestiegen waren. Jetzt läuft es anders. Und deshalb reduzierte Covestro auch seine Gesamtjahres-Prognose:

Statt den bislang prognostizierten 2,5 bis 3,0 Milliarden vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sieht man nur noch 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro. Auch der operative Cashflow wird jetzt deutlich niedriger angesetzt, zwischen 400 und 900 Millionen Euro statt bisher bei 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro. Die Gründe?

Expertenmeinung: Die Gründe, das ist genau der Aspekt, der das kräftige Minus von 4,85 Prozent, das die Covestro-Aktie daraufhin am Dienstag kassierte, als – womöglich – nicht wegweisend einstuft. Denn es sind Faktoren, die jeder Anleger kennt: Massiv gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, die Verwerfungen durch die Lockdowns in China und das wacklig gewordene Wachstum weltweit.

Dass all das da ist, dass das durchweg negativ wirkt, weiss man. Anzunehmen, dass ein Unternehmen wie Covestro von den Auswirkungen dieser Probleme verschon bleiben könnte, wäre naiv gewesen. Und wenn man bedenkt, dass der Automobilindustrie-Zulieferer Dürr am Montagabend mit den gleichen Begründungen seine Prognose senkte, die Dürr-Aktie aber mit dem Argument, das hätten die Anleger ohnehin schon erwartet, stieg, stellt sich die Frage, wie stabil das vermeintlich klar bärische Signal bei Covestro ist. Zumal das so bärisch noch gar nicht ist, wenn man sich einen längerfristigen Chart ansieht.

Denn während der Bruch des März-Tiefs bei 39,50 Euro trotz des Umstands, dass die Aktie nicht auf Tagestief, sondern nahe dem Eröffnungslevel schloss und ein Doji die Chance auf eine Gegenbewegung eröffnet, eindeutig scheint, sieht man beim Blick auf den Wochenchart:

Covestro-Aktie: Wochen-Chart vom 03.05.2022, Kurs 39,40 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX

Das März-Tief ist nur Teil einer Unterstützungszone, die bis ins Jahr 2019 zurückreicht und zwischen 37,30 und 39,50 Euro liegt. Da man in der Tat unterstellen kann, dass die meisten Trader von dieser Gewinnwarnung nicht wirklich überrascht sein konnten, die Aktie seit Jahresanfang deutlich stärker fiel als der Gesamtmarkt und kurzfristig überverkauft ist, wäre ein Short-Trade ausgerechnet jetzt womöglich riskanter, als es auf den ersten Blick scheint.

Covestro-Aktie: Tages-Chart vom 03.05.2022, Kurs 39,40 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX