Die besten Dividenden-Aktien weltweit | LYNX Online Aktien Broker

Die besten Dividenden-Aktien, mit denen Sie auch in Niedrigzinszeiten ein Passiveinkommen mit ansprechenden Renditen erzielen können

An Dividenden führt auch nach der Corona-Krise kein Weg vorbei

In Zeiten der Corona-Krise dürfte das Zinsniveau auf absehbare Zeit im Bereich der historischen Tiefststände bleiben. Die meisten Zinspapiere wie Anleihen werfen nichts mehr ab, selbst in den USA nähern sich die Renditen der zehnjährigen US-Anleihen zusehends dem Nullpunkt. Dort konnten Anleger bis Anfang 2020 wenigstens kleine Renditen im Bereich von 2 % erwirtschaften, aktuell gibt es für 10jährige US-Bonds nur noch mickrige 0,9 %. Zehnjährige deutsche Staatspapiere sind noch erheblich unattraktiver und notieren mit einer weiterhin negativen Rendite von -0,6 %. Wer sein Geld nicht unverzinst auf der Bank liegen lassen will, benötigt renditebringende Alternativen. Die Auswahl ist nicht allzu gross. Börsennotierte Konzerne zahlen zumeist sogar höhere Dividenden für ihre Aktien als Zinsen für langlaufende Unternehmensanleihen. In Zeiten von Nullzinsen auf dem Konto werden daher ausschüttungsstarke und krisenfeste Aktien immer beliebter und gelten als Top-Empfehlung. Für Anleger auf der Suche nach Verzinsung führt an Dividendenaktien kein Weg vorbei. Doch es kommt nicht nur allein auf die Rendite, sondern auch auf Stabilität und Nachhaltigkeit an. Daher haben wir recherchiert, um für Sie weltweit die besten Dividenden-Aktien zu finden.

Langfristig höhere Wertzuwächse mit Dividendenpapieren

Unternehmen, die nachhaltig Gewinne erwirtschaften und ihre Aktionäre am Erfolg beteiligen, gehören in jedes Depot. Zahlreiche Studien belegen, dass Unternehmen, die ihre Anleger regelmässig am Erfolg beteiligen, langfristig die höchsten Wertzuwächse verzeichnen. Und selbst wenn es an der Börse wieder mal etwas unruhiger werden sollte, sorgen die Dividenden für eine Begrenzung der Kursrisiken. Das gilt besonders für Werte mit einer überdurchschnittlichen Rendite. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um moderat wachsende Unternehmen mit einem etablierten, stabilen Geschäft. Im Vergleich zu Wachstums- und Technologieunternehmen ist der Investitionsbedarf geringer, was dem Vorstand Spielraum für höhere Ausschüttungsquoten gibt. Gibt es dennoch Wachstumspotenziale, umso besser!

Passives Einkommen: Der Traum eines jeden Anlegers

Eines Tages nur noch von den Zinsen auf sein Erspartes leben zu können, davon träumt fast jeder Anleger. Dazu ist jedoch ein recht hohes sechs- oder siebenstelliges Kapital notwendig, das viele Privatinvestoren nicht aufbringen können. Zumindest ein passives Zusatzeinkommen ist jedoch auf alle Fälle machbar, denn ein geschickt zusammengestelltes Dividenden-Portfolio erfüllt diesen Zweck optimal. Mit Dividendentiteln lässt sich durchaus eine Rendite von vier Prozent im Jahr erzielen, Steuern bereits berücksichtigt. So kann beispielsweise schon ein Anlagekapital von 30.000 Euro pro Jahr Erträge in Höhe von 1.200 Euro erwirtschaften, das sind immerhin rund 100 Euro pro Monat mehr im Geldbeutel. Bei 120.000 Euro läge die monatliche Zusatzrente entsprechend schon bei 400 Euro. Passive Einkommensquellen sind in Niedrigzinszeiten zwar Mangelware, aber mit ausgewählten Dividendenaktien können Sie sich dennoch ein zusätzliches Einkommen schaffen.

Attraktive Standardwerte bevorzugen

Als Dividenden-Titel besonders attraktiv sind Wertpapiere von Grossunternehmen, die ein stabiles Geschäftsmodell, vorhersehbare Gewinne und einen soliden Cashflow vorweisen können, so dass regelmässig ein grösserer Teil des Überschusses an die Anleger ausbezahlt werden kann. Es sollte sich also um stabile Standardwerte handeln, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen und Basiskonsumgüterhersteller, aber auch Firmen aus anderen Branchen wie Finanzen, Versicherung, Industrie und Energie. Dividendenaktien sind zudem oftmals konjunktur- und krisenresistenter als Wachstumsaktien, da die Vorhersehbarkeit der Gewinne grösser ist. Das Wachstum hingegen fällt häufig moderater aus oder stagniert sogar.

Auf was Sie bei Dividendenaktien noch achten sollten

Historisch gesehen unterliegen Unternehmen, die Dividenden ausschütten, geringeren Kursschwankungen als der allgemeine Aktienmarkt, was sich im Falle von Markteinbrüchen wie dem Corona-Crash als sehr vorteilhaft erweisen kann. Dabei sind in akuten Krisenzeiten vor allem finanzstarke Grossunternehmen deutlich weniger pleitegefährdet als Small- und Midcaps. Milliardenschweren Grosskonzernen fällt es auch in schweren Zeiten wie heute leichter, an Kapital oder günstige Staatshilfen wie KFW-Kredite zu kommen. Eine wichtige Rolle spielen auch die langfristigen Geschäftsaussichten des Unternehmens. Sind diese negativ, so drohen für die Folgejahre neben Kursverlusten auch Dividendenkürzungen oder gar -streichungen. Achten Sie also darauf, dass Sie möglichst nicht in Firmen investieren, die sich erkennbar auf dem absteigenden Ast befinden. Denn sonst drohen für die Folgejahre Dividendenkürzungen oder gar Dividendenstreichungen.

Wichtig: Dividendenzahlung aus operativ erwirtschafteten Gewinnen

Investoren sollten zudem unbedingt prüfen, ob die Ausschüttungen möglicherweise an der Substanz des Unternehmens zehren. Der operative Gewinn je Aktie sollte daher in der Regel grösser sein als die Dividende und so eine tatsächlich hohe Ertragskraft belegen. Denn Unternehmen, die immer wieder davon abweichen, werden sich üppige Ausschüttungen meist nicht dauerhaft leisten können.

Der „Club“ der Dividenden-Aristokraten

Es gibt nur wenige Unternehmen, denen es gelingt, ihre Dividendenausschüttung an Investoren im Laufe vieler Jahre kontinuierlich zu steigern. Ab 25 aufeinander folgenden jährlichen Dividenden-Erhöhungen wird Unternehmen in den USA das Prädikat „Dividenden-Aristokraten“ („Dividend Aristocrats“) verliehen – eine besondere Auszeichnung für eine aussergewöhnlich starke Dividenden-Entwicklung. Denn um in den Dividendenadel aufgenommen zu werden, genügt es nicht über einige Jahre hinweg eine gute Geschäftsentwicklung zu haben. Da ein Zeitraum von 25 Jahren auch Krisen und Rezessionen umfasst gibt die Betrachtung Aufschluss über die Fähigkeit eines Unternehmens auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich zu wirtschaften. Firmen, die es sich leisten können, die Dividende unabhängig vom Konjunkturzyklus zu erhöhen haben bewiesenermassen ein äusserst solides Geschäftsmodell.

Dividenden-ETFs: Die besten Dividendenrenditen weltweit

Besonders attraktiv sind unter den Standardwerten Dividenden-Titel, deren Ausschüttungen seit Jahren steigen oder die zumindest zuverlässig stabil sind. Es gibt auch einen ETF, der sich auf globale Dividendentitel spezialisiert hat: Der 2013 aufgelegte SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF (ISIN: IE00B9CQXS71 – Symbol: ZPRG – Währung: USD) investiert in die weltweit lukrativsten Dividendentitel und schüttet quartalsweise aus. Der ETF mit einem Fondsvolumen von ca. 500 Mio. USD ist in Euro auf Xetra und an der Stuttgarter Börse handelbar. Wer sich für weitere Dividenden ETFs interessiert, dem empfehlen wir unseren Artikel: Die besten Dividenden-ETFs.

International üblich: Die Quartalsdividende

Während es in Deutschland eine sogenannte Dividendensaison gibt, bei der meist direkt nach der Jahreshauptversammlung die Ausschüttung für das vergangene Geschäftsjahr folgt, ist international vor allem die Quartalsdividende sehr verbreitet. Der Vorteil für die Anleger ist, dass sie nicht lange warten müssen, bis die nächste Zahlung auf dem Konto eingeht. Und auch Anleger, die während des Jahres eine Zeitlang investiert sind, kommen in den Genuss einer Dividende. Auch aus diesem Grund stellen wir Ihnen drei Unternehmen vor, die eine vierteljährliche Ausschüttung der Gewinne praktizieren. Im Folgenden finden Sie die besten Dividenden-Aktien weltweit.

Falls Sie sich z.B. aufgrund von Währungsschwankungen auf dem heimischen, in Euro notierten Aktienmarkt, umsehen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel: Die 15 besten Dividenden-Aktien Deutschlands bzw. für einen europäischen Fokus Die besten Dividenden-Aktien Europas.

Die besten Dividenden-Aktien weltweit 2020

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn internationalen Dividenden-Aktien für 2020. Drei dieser Werte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Internationale Dividenden Aktien Liste:

NameISINSymbolWährungDividendenrendite 2020
AT&TUS00206R1023TUSD7.90%
Bank of Novia Scotia CA0641491075BNSCAD6.60%
Deutsche TelekomDE0005557508DTEEUR4.10%
IBMUS4592001014IBMUSD6.10%
Münchener RückDE0008430026MUV2EUR4.80%
NovartisCH0012005267NOVNCHF3.60%
Omnicom GroupUS6819191064OMCUSD5.60%
PfizerUS7170811035PFEUSD4.30%
SanofiFR0000120578SANEUR4.00%
Swiss ReCH0126881561SRENCHF8.90%

Mit diesen Dividenden Aktien können Sie hohe Dividendenrenditen erzielen.

AT&T: Dividenden-Aristokrat mit 6,7% Rendite

AT&T (ISIN: US00206R1023 – Symbol: T – Währung: USD) zählt zu den weltweit grössten Telekommunikationsunternehmen. Die Gründung des Konzerns geht auf das Jahr 1876 zurück, als Alexander Graham Bell das Telefon erfand und 1877 die Bell Telephone Company gründete, die 1885 in die American Telephone and Telegraph Company überging. Heute ist AT&T ein in den USA führender Anbieter von Telefon-, Daten- und Videotelekommunikation sowie Mobilfunk und Internetdienstleistungen für Unternehmen und Privatkunden. In über 220 Ländern ist mobiles Telefonieren mit AT&T möglich, ergänzende mobile Breitbanddienste bietet das Unternehmen mittlerweile in rund 150 Ländern an.

Umbau zum Medienkonzern

Da das klassische Telekommunikationsgeschäft durch das Internet starke Veränderungen und vor allem niedrigere Gewinnmargen abwirft, richtete der Konzern seinen Fokus in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Medienbranche. So wurde 2015 der US-Fernsehsatellitenbetreiber und Programmanbieter DIRECTV erworben, im Jahr 2018 wurde der Medienkonzern Time Warner übernommen, zu dem u. a. die Warner Bros Studios, der Nachrichtensender CNN und der Bezahlsender HBO gehören. Dadurch wird AT&T mehr und mehr ein Medienkonzern, der nicht nur Kommunikationsdienste, sondern auch die dazugehörigen Inhalte bietet. Von der Corona-Krise ist der Konzern weit weniger betroffen als andere Unternehmen.

Mitgliedschaft im Dividendenadel

Die Umsätze von AT&T legten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um +5 % zu. Die Gewinne konnten im selben Betrachtungszeitraum ebenfalls um +5 % gesteigert werden. Konkret wurde im vergangenen Jahr ein bereinigtes Ergebnis von 3,57 USD erzielt, nachdem das Ergebnis im Vorjahr bei 3,52 USD lag. Für das laufende Geschäftsjahr wird nur mit einem moderaten Gewinnrückgang auf 3,17 USD gerechnet. Rund 60 % der Gewinne werden an die Aktionäre ausgeschüttet. Ausserdem darf sich das Unternehmen zum Kreis der Dividenden-Aristokraten zählen. Wie eingangs erläutert bedeutet dieses Prädikat, dass ein Unternehmen seine Dividende seit mindestens 25 Jahren jährlich erhöht hat.

Starke Dividendenrendite von 7,9 %

Aktuell liegt die Quartalsdividende bei 0,52 USD je Aktie, so dass aufs Jahr hochgerechnet rund 2,08 USD pro Anteilsschein ausgezahlt werden. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 32 USD entspricht das einer sehr starken Dividendenrendite von 7,9 %. AT&T dürfte auch in den kommenden Jahren nicht von seiner Dividendenpolitik abweichen, denn natürlich ist der Titel „Dividenden-Aristokrat“ auch eine Auszeichnung, die das Management ungern verlieren würde. Selbst wenn die Gewinne nur langsam steigen oder stagnieren, dürfte die Dividende also weiterhin hoch ausfallen.

Die besten Dividenden-Aktien weltweit: Entwicklung der AT&T Aktie von November 2017 bis November 2020 | Online Broker LYNX

Ideale Aktie für Renditejäger

Die Aktie von AT&T ist eine ideale Aktie für Dividendenjäger. Der Telekom-Riese hat durch seine Grösse einen enormen Wettbewerbsvorteil und verfügt über günstige Kostenstrukturen. Allerdings muss der Konzern auch viel in seine Infrastruktur investieren, um mit der Konkurrenz im Mobilfunkgeschäft schritthalten zu können. Eine Neuausrichtung in den Medienbereich soll neue Wachstumspotenziale erschliessen und damit mögliche Stagnationen in anderen Geschäftsbereichen wettmachen. Wer sich die Aktie ins Depot legt, der kann sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahren auf hohe Ausschüttungen freuen.

Bank of Novia Scotia: Zuverlässige Dividenden seit 1832

Eine beeindruckende Dividendenhistorie weist die Bank of Novia Scotia (ISIN: CA0641491075 – Symbol: BNS – Währung: CAD) aus. Das Finanzinstitut aus Toronto könnte durchaus der weltbeste Dividendenzahler sein. Seit Gründung im Jahr 1832 – also vor 186 Jahren (!) – bekamen die Aktionäre der Bank Jahr für Jahr ohne Ausnahmen Dividenden ausgezahlt. Und die Zahlungen wurden in den meisten Jahren deutlich erhöht. In 46 der letzten 50 Jahre wurde es mehr.

25 Mio. Kunden in 45 Ländern

Die Bank of Nova Scotia, Kanadas drittgrösste Bank, tritt im Kundenverkehr als Scotiabank oder in den französischsprachigen Gebieten Kanadas als Banque Scotia auf. Das Bankinstitut hat eigenen Angaben zufolge mehr als 25 Mio. Kunden und ist vor allem auf dem amerikanischen Kontinent tätig. Insgesamt verfügt die Scotiabank über 960 Niederlassungen in Kanada und 1800 weitere Filialen in mehr als 45 Ländern weltweit. Dabei bietet die Scotiabank ein breites Spektrum an Beratung, Produkten und Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden, sowie Vermögensverwaltung und Investmentbanking.

Dividendenrendite: 6,6 %

Im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 wurde der Umsatz leicht von 8,7 Mrd. CAD auf 8,8 Mrd. CAD gesteigert. Das Ergebnis je Aktie legte minimal von 7,11 CAD auf 7,14 CAD zu. Auch die 3-Jahres-Bilanz sieht solide aus. Die Umsätze wurden im Schnitt um +11 % gesteigert, während die Gewinne zumindest stabil blieben. Derzeit werden pro Aktie rund 0,90 CAD im Quartal ausgeschüttet, aufs Jahr hochgerechnet sind das ca. 3,60 CAD. Bei einem Aktienkurs von 55 CAD liegt die Dividendenrendite somit bei attraktiven 6,6 %. Für das noch laufende Geschäftsjahr 2019/20 sehen die aktuellen Schätzungen der Analysten erneut eine minimale Ergebnissteigerung auf 7,35 CAD je Aktie.

Die besten Dividenden-Aktien weltweit: Entwicklung der Bank of Novia Scotia Aktie von November 2017 bis November 2020 | Online Broker LYNX

Konservative Aktie mit hoher Ausschüttung

Die Aktie der Bank of Nova Scotia ist ein solides Investment, das eher einem „Witwen und Waisenpapier“ gleicht als einer heissen Trendaktie. Dennoch beeindruckt die Dividendenhistorie des Unternehmens. Bei einem Jahresgewinn von rund 7 CAD je Aktie ist sogar noch ein schöner Puffer für weitere Dividendenerhöhungen in den kommenden Jahren vorhanden. Langfristig orientierte Anleger können sich den Wert ins Depot legen und liegen lassen.

Sanofi: Französischer Pharmariese mit zuverlässiger Dividende

Sanofi (ISIN: FR0000120578 – Symbol: SAN – Währung: EUR) ist einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Das französische Unternehmen, das im Jahr 2004 aus der Fusion von Sanofi-Synthelabo mit Aventis entstand, fokussiert sich bei der Medikamentenforschung auf die Bereiche Onkologie, Herz-Kreislauf, Diabetes, Thrombose, Dermatologie, Innere Medizin, Nervensystem sowie die Entwicklung von Impfstoffen. Im Jahr 2011 wurde das US-Biotechunternehmen Genzyme übernommen und eingegliedert. Weltweit verfügt das Unternehmen mittlerweile über Standorte in über 100 Ländern und beschäftigt mehr als 100.000 Mitarbeiter.

Covid-19-Impfstoffe in der Pipeline

Wie etliche andere Pharmaunternehmen forscht auch Sanofi an Impfstoffen für oder besser gegen das Corona-Virus. Sanofi wird für seine Impfstoffentwicklung allerdings deutlich mehr Zeit benötigen als andere Unternehmen. Für den Impfstoffkandidaten MRT5500, der zusammen mit dem US-Unternehmen Translate Bio entwickelt wird, wurden erst kürzlich vorklinische Studiendaten vorgelegt. Die ersten Studien mit Mäusen und Affen führten zu einer signifikanten Antikörperbildung, so dass Sanofi noch für 2020 den Beginn einer ersten klinischen Untersuchung am Menschen anstrebt. Daneben entwickelt Sanofi zusammen mit GlaxoSmithKline noch einen weiteren Corona-Impfstoff, dessen klinische Tests bereits im September starteten. Erste Ergebnisse werden für Ende des Jahres erwartet. Dass Sanofi hier zeitlich hinter einigen anderen Konkurrenten wie Biontech, CureVac und Moderna zurückliegt, muss nicht unbedingt ein grosser Nachteil sein, denn am Ende dürfte sich nicht der am schnellsten entwickelte, sondern der beste und zuverlässigste Impfstoff durchsetzen.

+7 % bis +8 % Gewinnsteigerung für das Jahr 2020 erwartet

Im vergangenen Jahr 2019 erzielte Sanofi ein Umsatzwachstum von +5 % auf 36,1 Mrd. EUR und steigerte den Gewinn dabei um +7 % auf 5,99 EUR. Im Jahr 2020 verlief die Geschäftsentwicklung bei Sanofi insgesamt sehr positiv. Der aktuelle Haupt-Wachstumstreiber ist Dupixent, ein Mittel gegen Hautekzeme. Auch die hohe Nachfrage nach Grippeimpfungen beflügelte das Geschäft zuletzt deutlich. Negative Währungseffekte frassen das Plus im dritten Quartal jedoch auf und sorgten dafür, dass der Umsatz mit 9,5 Mrd. EUR „nur“ stabil blieb. Der Gewinn je Aktie konnte jedoch aufgrund von Kostensenkungen um +9 % auf 1,83 EUR gesteigert werden. Auf Gesamtjahresebene erwartet Sanofi einen Gewinnzuwachs von +7 % bis +8 %, was einem Ergebnis von rund 6,41 EUR bis 6,47 EUR entsprechen würde.

Europäischer Dividendenaristokrat mit 26 Dividendenerhöhungen in Folge

Sanofi schüttete für das vergangene Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 3,15 EUR aus, rund 8 Cent mehr als im Vorjahr. Damit hat das Unternehmen die Dividende nun seit 26 Jahren stetig erhöht und darf sich somit seit einem Jahr mit dem Titel „Dividendenaristokrat“ schmücken. Die aktuelle Dividendenrendite in Höhe von 4 % (Aktienkurs 79 EUR) ist angesichts dieser Kontinuität ausgesprochen attraktiv. Da sich die Gewinne von Sanofi auch im Jahr 2020 positiv entwickeln und sich auch keine Abkehr von der aktuellen Dividendenpolitik abzeichnet, darf auch im kommenden Jahr mit einer kleinen Dividendenanhebung gerechnet werden. Anleger können also eine Ausschüttung in Höhe von 3,20 EUR bis 3,30 EUR einplanen.

Die besten Dividenden-Aktien weltweit: Entwicklung der Sanofi Aktie von November 2017 bis November 2020 | Online Broker LYNX

1A Dividendenpapier für konservative Anleger

Sanofi ist ein breit diversifizierter Pharmakonzern mit Standbeinen in verschiedensten Bereichen der Medizin. Die Kombination einer attraktiven Rendite mit beständigen, jahrzehntelangen Dividendenerhöhungen ist eher selten, meist gibt es für Anleger nur eines von beiden. Durch die Corona-Pandemie rückt die Gesundheit allgemein stärker in den Fokus, so dass auch der Pharmasektor eher zu den Gewinnern der Krise gezählt werden kann. Unterm Strich ist Sanofi aus unserer Sicht ein 1A-Dividendenpapier, das sich auch für konservativere Investoren mit langfristigem Anlagehorizont eignet.

Fazit: Nicht nur auf die Höhe der Dividende achten

Im Jahr 2020 hat sich einmal mehr gezeigt, dass auch hohe Dividendenrenditen ihre Tücken haben können. Wer beispielsweise auf die hohen Renditen von Automobilherstellern oder Ölkonzernen gesetzt hatte, verzeichnete mitunter heftige Kursverluste. Industriezweige, die sich auf dem absteigenden Ast befinden, bezahlen möglicherweise noch eine Weile lang hohe Dividenden aus der Substanz. Sobald der betreffende Sektor jedoch von einer grösseren Krise erschüttert wird, ist die Dividende der erste Ansatzpunkt für Kürzungen oder Streichungen. Wer jedoch weltweit auf die Suche nach erstklassigen Dividendenaktien geht, kann durchaus die ein oder andere „Dividendenperle“ finden, wie zum Beispiel die drei von uns vorgestellten Unternehmen.

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Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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