Die besten Aktien | LYNX Online Broker

Welche Aktien steigen 2022?

Die Aktienmärkte blicken auf ein sehr positives Jahr 2021 zurück. Die im Frühjahr 2020 gestartete Kursrallye setzte sich trotz der anhaltenden Corona-Pandemie weiter fort. In einem von Corona-Folgen, wie unterbrochenen Lieferketten, Knappheiten und steigenden Teuerungsraten, geprägten wirtschaftlichen Umfeld, legten die grossen Börsenindizes beeindruckende Entwicklungen aufs Parkett. Hohe Gewinne verzeichneten insbesondere Big Tech-Unternehmen wie Apple, Microsoft, Tesla oder Nvidia. Doch welche Werte könnten sich in diesem Jahr als beste Aktien 2022 entpuppen? Was sind die möglichen Top Aktien des Jahres? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2022 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial für steigende Aktienkurse sehen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2022: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Die besten Aktientipps 2022 von Wendelin Probst

Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten

Aktientipp 1:
Denbury Aktie

Aktientipp 2:
AEM Aktie

Aktientipp 3:
Qualys Aktie

Aktientipp 4:
AirBnB Aktie

Aktientipp 1: Denbury: Klimafreundlicher Ölproduzent

Der texanische Energiekonzern Denbury (ISIN: US24790A1016 – Symbol: DEN – Währung: USD) fördert mit innovativen Methoden Öl und reduziert dabei sogar CO2. Die Projekte von Denbury, in denen laut geologischen Gutachten über 143 Mio. Barrel Öl lagern, befinden sich in den Bundesstaaten Mississippi, Montana, North Dakota sowie an der Golfküste und in den Rocky Mountains. Das Unternehmen fördert pro Tag ca. 50.000 Barrel Erdöl mittels der Enhanced Oil Recovery Methode. Dabei wird in bereits ausgebeutete Ölfelder Kohlendioxid aus Industrieanlagen gepumpt. Dieses CO2 verbleibt anschliessend im Boden, so dass sich ein positiver Effekt für das Klima ergibt. Auf diese Weise „entsorgt“ das Unternehmen jährlich bereits mehr als drei Mio. Tonnen CO2. Insgesamt hat es sich das erfahrene Management von Denbury zum Ziel gesetzt, die im Zuge der Ölförderung entstehenden CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 vollständig zu kompensieren – und zwar bis hin zu Scope 3. Dabei wird nicht nur der eigene CO2-Ausstoss berücksichtigt, sondern auch alle CO2-Emissionen, die anschliessend bei Transport, Weiterverarbeitung und Verbrennung entstehen.

Der Ölpreiseinbruch Anfang 2020 brachte das Unternehmen kurzzeitig in eine finanzielle Notlage, so dass sogar Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt werden musste. Dieser Prozess konnte dank der steigenden Ölpreise schnell abgeschlossen werden, so dass das Unternehmen anschliessend eine saubere Bilanz aufwies. Für das abgelaufene Jahr 2021 erwarten Experten einen Umsatzanstieg um +55 % auf 1,16 Mrd. USD und eine Gewinnsteigerung um +183 % auf 2,49 USD Gewinn je Aktie. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 sollen den Analysten zufolge bei 1,25 Mrd. USD Umsatz Gewinne in Höhe von 5,29 USD je Aktie geschrieben werden (+112%). Die Aktie dürfte vor allem dann weiter zulegen, wenn die Ölpreise im Jahr 2022 weiter Stärke zeigen. Früher oder später könnte die Denbury Aktie dreistellige Kurse erreichen.

Aktientipp 2: Agnico Eagle Mines: Gold-Aktie mit glänzenden Aussichten

Der Goldpreis legte im Jahr 2021 eine Pause ein. Doch 2022 könnte sich der Anstieg der Vorjahre fortsetzen – nicht zuletzt aufgrund der anziehenden Inflation. Agnico Eagle Mines (ISIN: CA0084741085 – Symbol: AEM – Währung: USD) könnte davon profitieren. Der kanadische Goldproduzent kommt nach dem Zusammenschluss mit Kirkland Lake Gold auf 12 kostengünstig produzierende Minen in Kanada, Finnland, Australien und Mexiko. In diesen Ländern, sowie in den USA und Schweden befinden sich weitere spannende Goldprojekte in der Explorations- und Entwicklungsphase. Nach dem Zusammenschluss steigt die jährliche Gesamtproduktion auf ca. 3,5 Mio. Unzen Gold. Die geschätzten Goldreserven des neuen Konzerns belaufen sich auf 48 Mio. Unzen, wovon 32 Mio. Unzen als bestätigt gelten. Auch das Bankkonto des Konzerns ist mit 2,3 Mrd. USD an Barmitteln gut gefüllt, so dass weitere Bergbauprojekte zur Produktion gebracht werden können. Neben einem um +23 % höheren Umsatz von 3,9 Mrd. USD, erwarten Analysten auf der Ergebnisseite für 2021 eine Steigerung um +29 % auf 2,74 USD Gewinn je Aktie. Im laufenden Jahr 2022 soll bei 5,3 Mrd. USD Umsatz ein Gewinn von 3,12 USD je Aktie erzielt werden.

 Aufgrund der insgesamt guten Geschäftsergebnisse wurde die Quartalsdividende zuletzt um +75 % von 0,20 USD je Aktie auf 0,35 USD je Aktie erhöht. Das entspricht einer Jahresdividende von 1,40 USD und auf dem aktuellen Aktienkursniveau von 50 USD einer Dividendenrendite von ca. 2,8 %. Das ist für einen Goldwert ein vergleichsweise hoher Wert. Der Bergbaukonzern schüttet seit 1983, also mittlerweile seit 39 Jahren durchgehend eine Bardividende aus und gehört damit zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern. Durch die Fusion mit Kirkland Lake Gold entsteht einer der weltgrössten Goldkonzerne mit vergleichsweise günstigen Produktionskosten. Die deutliche Korrektur des Aktienkurses bietet aus unserer Sicht im Bereich von 50 USD eine hervorragende mittel- bis langfristige Einstiegsgelegenheit, um sich für einen Goldpreisanstieg im Jahr 2022 zu positionieren.

Aktientipp 3: Qualys: Cyber-Security in Zeiten der Digitalisierung

Im Zuge der Digitalisierung nehmen auch Hackerangriffe und sonstige Attacken auf IT-Systeme immer mehr zu. Um sich gegen Schäden von Cyber-Angriffen, erpresserischen Ransomware-Attacken, Datenverlusten oder -missbrauch abzusichern, engagieren Unternehmen IT-Sicherheitsfirmen. Eine davon ist Qualys (ISIN: US74758T3032 – Symbol: QLYS – Währung: USD). Das Unternehmen gilt als Pionier und führender Anbieter für cloudbasierte Sicherheits- und Compliance-Lösungen in Firmen und Organisationen. Die angebotene Plattform basiert auf einer modernen, Cloud- und Microservices-basierten Architektur, die eine erweiterbare, leistungsstarke und vor allem sicherere IT-Umgebung gewährleistet. Verschiedene Apps helfen dabei, die IT-Sicherheit zu vereinfachen und die Compliance-Kosten zu senken. Mittels künstlicher Intelligenz werden Sicherheitsanwendungen bei Bedarf bereitgestellt, so dass das komplette Spektrum an IT-Sicherheit, Kontrolle und Compliance abgedeckt und automatisiert werden kann.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 gehen die Analysten bei einer Umsatzsteigerung von +13 % auf 410 Mio. USD von einer Gewinnsteigerung um +11 % auf 3,18 USD je Aktie aus. Im laufenden Jahr 2022 sollen dann bei einem Umsatz in Höhe von 464 Mio. USD (+13 %) immerhin 3,33 USD Gewinn je Aktie erzielt werden. Die Aktie von Qualys befindet sich seit dem Börsengang im Jahr 2012 (Ausgabepreis 12 USD) in einem Aufwärtstrend, mittlerweile beträgt der Börsenwert des Unternehmens bei einem Aktienkurs von 125 USD in etwa 4,9 Mrd. USD. Qualys bewegt sich mit innovativen Lösungen auf einem absoluten Zukunftsmarkt. Je mehr Daten im Zuge der Digitalisierung entstehen und fliessen, desto mehr Absicherungsbedarf besteht. Mit der Small Cap Aktie können Sie im Jahr 2022 also hervorragend auf den Trend Cyber Security setzen.

Aktientipp 4: AirBnB: Vermietungsplattform Nummer eins bei Ferienhäusern und privaten Unterkünften

AirBnB (ISIN: US0090661010 – Symbol: ABNB – Währung: USD) betreibt die weltweit führende digitale Plattform zur Vermittlung von privaten Zimmern und Ferienwohnungen an Reisende auf der ganzen Welt. Das Geschäftsmodell ist sehr gut skalierbar und ein grosser Teil der Kosten ist variabel. Das Unternehmen, das im Jahr 2008 gegründet wurde, kommt mittlerweile auf mehr als 1 Mrd. vermittelte Aufenthalte und mehr als 4 Mio. Gastgeber. Für das Jahr 2021 rechnen Analysten – allerdings im Vergleich mit dem schwachen Coronajahr 2020 – mit einem starken Umsatzanstieg von +75 % auf 5,9 Mrd. USD. Dabei soll nochmals ein überschaubarer Verlust von -0,64 USD je Aktie anfallen. Für das laufende Jahr 2022 wird dann allerdings bei einem Umsatzwachstum von +24 % auf 7,3 Mrd. USD erstmals mit einem Gewinn in Höhe von 0,93 USD je Aktie gerechnet.

Die AirBnB-Aktie wurde Ende 2020 inmitten der Corona-Pandemie zu einem Kurs von 68 USD an die Börse gebracht. Anschliessend stiegen die Kurse bis Februar 2021 auf knapp 220 USD, bevor die AirBnB-Aktie in eine Korrektur fiel. Die Corona-Krise ging auch an AirBnB nicht spurlos vorüber, wenngleich die Auswirkungen deutlich schwächer ausfielen als bei anderen Reise- und Tourismus-Unternehmen. Von den Tiefstständen im Sommer 2021 hat sich die Aktie mittlerweile ein gutes Stück erholt und könnte bald wieder höhere Kurse ansteuern – vor allem dann, wenn sich die Pandemie-Lage entspannt und der nachhaltige Sprung in die Gewinnzone gelingt.

Die besten Aktientipps 2022 von Ronald Gehrt

Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten

Aktientipp 1:
Adobe Aktie

Aktientipp 2:
Netflix Aktie

Aktientipp 3:
Zalando Aktie

Aktientipp 4:
Nordex Aktie

Aktientipp 1: Adobe

Das US-Softwareunternehmen Adobe (ISIN: US00724F1012 – Symbol: ADBE – Währung: USD) gehört zu den eher stillen Stars der Nasdaq. Doch auch, wenn Adobe weniger Schlagzeilen macht als Apple, Tesla oder andere aus der ersten Reihe der Publikumslieblinge, so steht es diesen in Sachen Wachstum in nichts nach, im Gegenteil. Die vor allem für Anwendungen wie Acrobat oder Photoshop bekannte Softwareschmiede sticht durch über Jahre hinweg stark und zugleich konstant steigende Umsätze und eine sukzessiv ausgebaute Gewinnmarge heraus. Im Geschäftsjahr 2020/2021, das am 30.11.2021 endete, kam es zwar erstmals seit Jahren zu einem geringen Rückgang des Nettogewinns, das lag aber nur am untypisch starken Gewinnsprung im Jahr 2019/2020 als Folge der Corona-Problematik. Derzeit spricht viel dafür, dass Adobe auch im laufenden Jahr in Sachen Unternehmensgewinn glänzen wird. Und der Umstand, dass die sogenannten „Mega-Caps“ unter den US-Hightech-Aktien seit Mitte November massiv verkauft werden, bietet jetzt, Mitte Januar, die Chance, eine Aktie, die vor zwei Monaten noch bei 700 US-Dollar notierte, deutlich günstiger einzusammeln.

Aktientipp 2: Netflix

Viele Publikumslieblinge und Top-Performer des Jahres 2020 wurden 2021 zu Flops. Auch für die Aktie des Streaming-Dienstes und Film-/Serienproduzenten Netflix (ISIN: US64110L1061 – Symbol: NFLX– Währung: USD) galt in der Bilanz 2021: Ausser Spesen nichts gewesen. Das kann sich 2022 ändern. Denn ebenso wie für die ebenfalls in die 2022er-Aktientipps beförderte Adobe gilt auch hier: Dass die Aktie seit Mitte November massiv unter Druck steht, liegt nicht an der Entwicklung von Umsatz und Gewinn des Unternehmens. Ursache dieser Abgaben dürfte vielmehr sein, dass man speziell bei diesen Top-Performern viel auf Kredit spekuliert hatte und dem „billigen Geld“ für solche Aktionen durch eine jetzt doch konsequenter agierende US-Notenbank der Boden entzogen wird. Zu grosse, spekulative Positionen mussten abgebaut werden und bieten für besonnene Investoren jetzt, da die Spekulationsblase geplatzt ist, interessante Einstiegschancen. Denn die zuvor ambitioniert hohe Bewertung ist jetzt auf Basis der 2021er-Gewinnschätzungen der Analysten langsam günstig. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 56 für den 2021er-Gewinn und von knapp über 40 auf Basis der Schätzungen für 2022 ist eben schon etwas anderes als das Kurs/Gewinn-Verhältnis von 90, das man bezahlen musste, hätte man Netflix vor einem Jahr gekauft. Auf Sicht eines Jahres dürfte der derzeitige Kurslevel eine lukrative Chance bieten.

Aktientipp 3: Zalando

Zalando (ISIN: DE000ZAL1111 – Symbol: ZAL – Währung: EUR) ist ein typischer Fall von zu grossen Erwartungen seitens der Investoren. Obwohl es gelungen ist, den Vorteil, den der Online-Händler durch die Lockdowns des Jahres 2020 bei Umsatz und Gewinn erreichte, ins Jahr 2021 hinüber zu retten, hatten zu viele Akteure noch deutlich mehr von der Bilanz des Schuh- und Modehändlers erwartet. Die derzeit nervösen Verbraucher in Verbindung mit einer problematisch hohen Inflation lassen die Erwartungen jetzt ins Gegenteil umschlagen. Doch während man zuvor mit dem Optimismus überzogen hatte, ist man derzeit eher zu pessimistisch eingestellt. Das neue Jahr dürfte weiteres Wachstum bringen. Und auch, wenn man von den Gewinnmargen durch die fortbestehenden Lieferengpässe und wegen der hohen Erzeugerpreise keine Wunder erwarten sollte: Nach einer ausführlichen Korrektur der Aktie von (vom Rekordhoch im Juli gerechnet) über 35 Prozent ist diese Aktie günstig bewertet. Dies in Kombination mit der Tatsache, dass der Onlinehandel weiterhin eine Branche mit solider Wachstumsperspektive ist, befördert Zalando in die Liste meiner 2022er-Aktientipps.

Aktientipp 4: Nordex

Die Aktie des Hamburger Windkraftanlagenbauers Nordex (ISIN: DE000ZAL1111 – Symbol: ZAL – Währung: EUR) gehörte 2020 zu den grössten Gewinnern am Markt, 2021 aber war die Luft ab Mai raus. Mit in der Spitze 27,25 Euro war die Aktie einfach zu heiss gelaufen. Aber die Perspektive, die Nordex im Frühjahr 2021 für die kommenden Jahre lieferte und bislang Bestand hat, ist beeindruckend. Denn die Gewinnmarge, die 2020 ebenso wie 2021 Corona-bedingt massiv unter Druck stand, soll 2023 so deutlich positiv werden, so dass eine gute Chance besteht, dass der bisherige Rekordgewinn von einem Euro netto pro Aktie, der 2016 erzielt wurde, wieder erreicht, im Idealfall überboten werden kann. Zwar drückte im Herbst 2021 noch eine grosse Kapitalerhöhung auf den Kurs. Aber die scheint seitens der Anleger mittlerweile verdaut zu sein, zumal das dadurch eingenommene Kapital eine umso bessere Basis für zukünftiges Wachstum darstellt. Nordex ist eine spekulative und volatile Aktie und sollte daher eher als Beimischung im Depot liegen. Sie hat aber, wenn man ein wenig Geduld und Nerven mitbringt, auf dem derzeitig gedrückten Niveau mittelfristig einiges an Chancen zu bieten.

Die besten Aktientipps 2022 von Achim Mautz

Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten

Aktientipp 1:
Lucid Group Aktie

Aktientipp 2:
Ford
Aktie

Aktientipp 3:
Micron Technology Aktie

Aktientipp 4:
GSK
Aktie

Aktientipp 1: Lucid Group: Mein möglicher Geheimtipp unter den Elektrofahrzeugherstellern

Das US-amerikanische Unternehmen wurde im Jahr 2007 gegründet und hat sich auf die Produktion von Elektroautos spezialisiert. Das Börsendebüt feierte die Lucid Group Aktie (ISIN: US5494981039 – Symbol: LCID – Währung: USD) im Jahr 2020 und nur wenige Wochen nach dem IPO schoss der Kurs um mehr als +400% nach oben. Dies zeigte, wie gross das Interesse der Marktteilnehmer an Elektromobilität ist. Nach dem Absturz der Wachstumsaktien im Segment der Small Caps musste aber auch die Lucid-Aktie im vorigen Jahr einige Federn lassen. Doch die Schwäche nutzten zahlreiche Investoren, um Ende Oktober erneut den Turbo zu zünden. Zwar sind einige Gewinne bereits wieder dahingeschmolzen, doch grösstenteils zeigt die Aktie seit einigen Wochen relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt.

Die Stärke der letzten Wochen ist überaus beeindruckend. Und wenn Aktien in Korrekturphasen wenig oder kaum an Wert verlieren, führen sie häufig die nächste Rallye an. Dies könnte auch für Lucid-Group der Fall sein. Die Lucid Aktie gehört zweifelsohne zu den spekulativen Werten an der Wall Street. Es muss daher unbedingt auf einen guten Einstieg geachtet werden, um das Risiko von Verlusten zu minimieren. Anleger sollten deshalb auf solide Setups im Tageschart warten. Generell würde es mich aber nicht wundern, wenn wir diesen Titel schon bald im dreistelligen Kursbereich sehen.

Aktientipp 2: Ford: Auf dem Weg zur Mega-Rallye?

Die Ford-Aktie (ISIN: US3453708600 – Symbol: F – Währung: USD) könnte in diesem Jahr für Furore sorgen. Das Unternehmen will rund 30 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung neuer Elektroautos stecken und bis 2030 sollen 40 Prozent aller Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden. Die Kunden scheinen diesen Weg zu begrüssen, wie die hohe Zahl an Reservierungen für den neuen Elektro-Pick-up Ford F-150 Lightning zeigen. Alles in allem dürfte das Unternehmen in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle im Bereich der E-Mobilität spielen. Aktionäre sind bereits jetzt von dem Titel überzeugt. Vor allem die relative Stärke der Aktie in den letzten Monaten gegenüber dem Gesamtmarkt ist überaus beeindruckend. Während wir im S&P 500 und an der Nasdaq immer wieder mit heftigen Einbrüchen zu kämpfen hatten, ging es hier stetig immer weiter nach oben.

Auch der Start ins neue Jahr hätte kaum besser laufen können. Nach dem Ausbruch aus der Konsolidierung über das Niveau von 21 USD zündete die Aktie den Turbo und konnte sich gegen den allgemeinen Markttrend behaupten. Die Stimmung ist gut und Ford scheint 2022 durchstarten zu wollen. Nun müssen noch die Fundamentaldaten mit den Erwartungen Schritt halten. Immerhin erwarten Analysten einen satten Gewinnsprung von mehr als +300%. Ist Ford also die nächste Tesla? Das gilt es abzuwarten, doch die nächsten Quartalsergebnisse, welche für den 03. Februar erwartet werden, könnten eine Richtung vorgeben. Bereits das letzte Quartal überzeugte und sorgte Ende Oktober für Begeisterung unter den Anlegern. Wenn alles gut läuft, könnte der Siegeszug der Ford Aktie im Jahr 2022 eine Fortsetzung finden. 

Aktientipp 3: Micron Technology: Für mich die beste Chipaktie 2022

Halbleiteraktien gehören zu den Wachstumsaktien und sollten im Fall einer Fortsetzung der Börsenrallye unbedingt mit auf die Beobachtungsliste. Die Klassifikation als Wachstumsaktie garantiert allerdings keine steigenden Kurse. Dies wurde von November bis Dezember 2021 sehr deutlich, als viele Werte unter die Räder kamen und nur wenige relative Stärke zeigten, wie z.B. die Aktie des Chipunternehmens Micron Technology (ISIN: US5951121038 – Symbol: MU– Währung: USD). Dass die Micron Technology Aktie so gut wie keinen Kursverlust verzeichnete und sich nach wie vor knapp unter ihrem Allzeithoch behaupten kann, ist ein Zeichen von starkem institutionellem Interesse. Analysten gehen in diesem Jahr von einem Gewinnsprung in Höhe von 116.2% aus. Für mich ganz klar die Nummer 1 unter den aussichtsreichsten Kandidaten im Chipsektor.

Im Wochenchart ist die Aktie mittlerweile an einer markanten Marke angekommen. Sollte der Ausbruch über das Niveau von 100 USD gelingen, stünde einer Fortsetzung der Rallye nichts mehr im Weg. Mein persönliches Kursziel geht auf bis zu 150 USD. Bei entsprechender Börsenlage könnte die Aktie eventuell sogar noch weiter steigen. Langfristig wäre es definitiv nicht hilfreich, wenn die Kurse unter das Niveau von 80 USD fallen. Vorerst aber sieht es nicht danach aus und die Bullen haben das Zepter fest in der Hand. Die Kombination aus einem starken Chart und soliden Fundamentaldaten machen die Aktie überaus interessant. 

Aktientipp 4: GlaxoSmithKline: Ein Covid Profiteur

Das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (ISIN: GB0009252882 – Symbol: GSK – Währung: GBP) ist mit den Unternehmensbereichen GSK Vaccines und Biologicals (GSK Bio) ein bedeutender Hersteller von Impfstoffen. Dennoch schaffte es das Unternehmen nicht, einen eigenen Impfstoff gegen das Corona Virus auf den Markt zu bringen. Die Aktionäre zeigten sich dementsprechend enttäuscht. Mittlerweile ist GlaxoSmithKline jedoch am Tübinger Unternehmen Curevac beteiligt und kann auch in diesem Bereich mitmischen. Auch das Medikament Sotrovimab sollte weiteren Auftrieb geben. Dabei handelt es sich um monoklonale SARS-CoV-Antikörper, welche in einem frühen Behandlungsstadium von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, eingesetzt werden. Auch bei Omikron soll die Wirkung mittlerweile bestätigt worden sein. Anleger haben in den letzten Wochen bereits zugegriffen und der Kurs der Aktie ist bereits deutlich gestiegen.

Die klassischen Impfstoffaktien scheinen aktuell nicht mehr im Fokus der Anleger zu stehen, hier bahnt sich eher ein Verdrängungswettbewerb an. Dies führte beispielsweise bereits bei den Aktien von BioNTech und Moderna in den letzten Wochen zu herben Kursverlusten. Pharmaunternehmen wie GlaxoSmithKline sind hier wesentlich besser aufgestellt, da diese auch Medikamente zur Behandlung bei einer Covid-Infektion bereitstellen. Aus technischer Sicht haben wir es mit einem soliden Aufwärtstrend zu tun, welcher sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen dürfte. Für mich der Top-Pick im Bereich Pharma- und Biotechnologie.

Beste Aktien Liste:

Unternehmen ISIN Symbol Währung Kurs 1 W 1 M 6 M YTD 1 J 5 J
Adobe Systems Inc. Adobe Systems Inc. US00724F1012 US00724F1012 ADBE ADBE USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ford Motor Co. Ford Motor Co. US3453708600 US3453708600 F F USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Micron Technology Inc Micron Technology Inc US5951121038 US5951121038 MU MU USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Nordex SE Nordex SE DE000A0D6554 DE000A0D6554 NDX1 NDX1 EUR EUR 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netflix Inc. Netflix Inc. US64110L1061 US64110L1061 NFLX NFLX USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zalando SE Zalando SE DE000ZAL1111 DE000ZAL1111 ZAL ZAL EUR EUR 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Agnico Eagle Mines Ltd. Agnico Eagle Mines Ltd. CA0084741085 CA0084741085 AEM AEM USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Qualys, Inc Qualys, Inc US74758T3032 US74758T3032 QLYS QLYS USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Airbnb, Inc. Airbnb, Inc. US0090661010 US0090661010 ABNB ABNB USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Lucid Group, Inc. Lucid Group, Inc. US5494981039 US5494981039 LCID LCID USD USD 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
GlaxoSmithKline plc GlaxoSmithKline plc GB0009252882 GB0009252882 GS7 GS7 EUR EUR 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Aktientipps  2021

Die Aktienmärkte blicken auf ein sehr positives Jahr zurück. Die im Frühjahr 2020 gestartete Kursrallye setzte sich trotz der anhaltenden Corona-Pandemie weiter fort. In einem von Corona-Folgen, wie unterbrochenen Lieferketten, Knappheiten und steigenden Teuerungsraten, geprägten wirtschaftlichen Umfeld, legten die grossen Börsenindizes beeindruckende Entwicklungen aufs Parkett: Der deutsche DAX 40 Index kletterte immerhin um knapp +16 % und legte von 13.719 Punkten auf 15.873 Punkte zu. Damit verzeichnete das wichtigste deutsche Aktienbarometer den neunten Jahresgewinn in zehn Jahren.

Die US-Börsen konnten sogar noch mehr glänzen: Der S&P 500 Index legte im Jahr 2021 rund +26 % zu, während die Technologiebörse Nasdaq sogar ein Jahresplus von knapp +30 % verzeichnete. Hohe Gewinne verzeichneten insbesondere Big Tech-Unternehmen wie Apple, Microsoft, Tesla oder Nvidia.

Doch auch in anderen Bereichen zeigte sich die Wirtschaft sehr robust. Automobilhersteller beispielsweise konnten ihre Produktionskapazitäten aufgrund von Lieferengpässen bei Halbleitern nicht voll auslasten. Dennoch stiegen deren Gewinne, da die hohe Nachfrage dazu führte, dass keine Rabatte gewährt werden mussten und Kunden im Gegenteil sogar Preiserhöhungen akzeptierten. Experten gehen davon aus, dass die Lieferschwierigkeiten in der Chipbranche bis weit ins Jahr 2022 anhalten dürften und die Folgen weiterhin in verschiedenen Industriebereichen zum Tragen kommen.

Die Kapitalmarktexperten von LYNX hatten Ihnen Anfang des Jahres jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2021 präsentiert. Sehen wir uns an, welche Performance Ronald Gehrt, Achim Mautz und Wendelin Probst mit ihren jeweiligen Favoriten im Börsenjahr 2021 erzielen konnten.

Auswertung zum Jahresende 2021

Das sind die Gewinner-Aktien 2021 (maximale Performance in USD)

PositionAktie
1.Peabody Energy (+467%)
2.Inmode (+314%)
3.Secunet (+146%)
4.AMD (+71 %)
5.Evotec (+58 %)

Welche Aktien steigen 2021?

Die Aktienmärkte blicken – bedingt durch die Corona-Krise – auf ein aussergewöhnlich turbulentes Jahr 2020 zurück.  Auf einen Aktiencrash zu Jahresbeginn folgte anschliessend eine beeindruckende Kurserholung, trotz einer schweren wirtschaftlichen Rezession stiegen die Kurse der meisten Aktien stetig und erreichten vielfach sogar neue Bestmarken. Doch welche Werte könnten sich in diesem Jahr als beste Aktien 2021 entpuppen? Was sind die möglichen Top Aktien des Jahres? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2021 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial für steigende Aktienkurse sehen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2021: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Die besten Aktientipps 2021 von Wendelin Probst

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Aktientipp 2:
InMode Aktie

Aktientipp 3:
Canadian Solar Aktie

Aktientipp 4:
Nutrien Aktie

Aktientipp 1: Horizon Therapeutics (ISIN: IE00BQPVQZ61 – Symbol: HZNP – Währung: USD)

Wachstumsschub dank neuem Blockbuster-Medikament

Das Biopharma-Unternehmen Horizon Therapeutics mit Sitz in Irland entwickelt Spezial-Arzneimittel für eine Reihe von Krankheiten. Dabei konzentriert man sich auf Behandlungen bei Arthritis, Schmerzen, Schilddrüsen- und Entzündungs-Erkrankungen. Insgesamt verfügt das Unternehmen bereits über zwölf zugelassene Therapeutika. Darunter befinden sich beispielsweise die Arzneimittel Krystexxa für chronische Gicht sowie RAVICTI zur Behandlung von Störungen des Harnstoffzyklus. Richtig „eingeschlagen“ hat zuletzt ein Medikament zur Behandlung der „Schilddrüsen-Augen-Krankheit“ namens TEPEZZA, eine der erfolgreichsten Arzneimittelzulassungen des Jahres 2020.

Augen-Medikament TEPEZZA übertrifft alle Erwartungen

Das Unternehmen gab Anfang Januar bereits bekannt, dass aufgrund der TEPEZZA-Verkaufserfolge das mehrmals angehobene Umsatzziel für 2020 in Höhe von 2,14 Mrd. USD übertroffen wurde und dass damit ein Umsatzwachstum von mehr als +65 % erzielt wurde. Zu Jahresbeginn war noch ein Umsatzziel von ca. 1,41 Mrd. USD ausgegeben worden.  Auch das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll demnach höher ausfallen als die zuletzt angestrebten 940 Mio. USD, was einer Steigerung von mehr als +95 % zum Vorjahr entspricht.

Allein im Jahr der Zulassung wurden mit TEPEZZA Umsätze in Höhe von mehr als 800 Mio. USD erzielt – ein Vielfaches der anfangs erwarteten 30 Mio. USD bis 40 Mio. USD. Es wird erwartet, dass das Mittel zur Standard-Behandlung der Schilddrüsen-Augen-Krankheit wird, die bei den Betroffenen unter anderem dazu führt, dass die Augen aus der Augenhöhle ragen. Mittlerweile liegen die eigenen Schätzungen für das jährliche Umsatzpotenzial nicht mehr wie ursprünglich bei 750 Mio. USD, sondern bei sage und schreibe 3 Mrd. USD. Allerdings wird im ersten Quartal 2021 mit Lieferschwierigkeiten gerechnet, da Produktionspartner Catalent die Fertigungs-Kapazitäten vorübergehend zur Herstellung von Covid19-Impfstoffen benötigt. Dies sollte sich dem Unternehmen zufolge jedoch nur kurzfristig auswirken, da die Produktionskapazitäten entsprechend ausgeweitet werden.

Fazit: Beste Wachstumsaussichten auch im Jahr 2021

Die Biotech-Aktie ist trotz des starken Kursanstiegs im Jahr 2020 nicht teuer bewertet. Analysten erwarten pro Aktie 3,61 USD Gewinn im Jahr 2020 und für 2021 mindestens 4,28 USD Gewinn je Aktie (+19 %). Positive Überraschungen sind aufgrund der TEPEZZA-Erfolge nicht ausgeschlossen. Ausserdem ist das Unternehmen mit seinem Wirkstoffportfolio zudem ein interessanter Übernahmekandidat für grössere Unternehmen der Pharma- und Biotechbranche. Die Aktie, die aktuell bei 78 USD notiert, könnte über kurz oder lang dreistellige Kurse erreichen.

Aktientipp 2: InMode (ISIN: IL0011595993 – Symbol: INMD – Währung: USD)

Spannendes Medizintechnik-Unternehmen aus Israel

InMode ist ein in Israel ansässiges Medizintechnik-Unternehmen, das als Technologieführer im Bereich nicht- bzw. minimalinvasiver chirurgischer Eingriffe und Schönheitsoperationen gilt. Die Geräte von InMode kommen unter anderem in der plastischen Chirurgie, der Gynäkologie, der Dermatologie, sowie in den Bereichen HNO und Augenheilkunde zum Einsatz. Anwendungsfelder sind beispielsweise Konturierungen, Hautbehandlungen, Akne, Haarentfernungen, Anti-Aging & Wellness sowie Pigment- und Gefässprobleme. Dazu nutzt InMode unter anderem innovative Technologien, die auf Radiofrequenz (RF) oder Laser basieren. Die Lösungen des Unternehmens sind bestehenden Verfahren technologisch überlegen, so dass es eine steigende Nachfrage nach den Produkten gibt.

Milliardenmarkt Schönheitschirurgie

Der lukrativste Markt des Unternehmens ist der Wachstumsmarkt Schönheitschirurgie, der ein aktuelles Volumen von ca. 12 Mrd. USD hat und in den kommenden fünf Jahren jährlich knapp zweistellig wachsen soll. Die Gewinnspannen sind in diesem Markt besonders hoch, so dass sich der Fokus des Unternehmens auf diesen Bereich bezahlt machen dürfte. In den letzten drei Jahren legte der Umsatz des Unternehmens im Schnitt um +59 % zu. Gleichzeitig stieg der Gewinn um +100 % p.a.. Fürs Gesamtjahr 2020 erhöhte InMode Mitte Januar die Umsatzprognose auf 206 Mio. USD und die Ergebnisprognose auf 2,09 USD je Aktie. Das übertrifft die Analystenschätzungen deutlich, die zu diesem Zeitpunkt bei 195 Mio. USD Umsatz und 1,79 USD Gewinn je Aktie lagen. Im laufenden Jahr 2021 erwartet InMode einen Umsatz von 250 Mio. USD bis 260 Mio. USD, ebenfalls deutlich mehr als die Marktschätzungen in Höhe von 245 Mio. USD. Eine Gewinnschätzung gab InMode für das laufende Geschäftsjahr nicht ab, Analysten erwarten ca. 2,20 USD pro Aktie. Gut möglich, dass diese Schätzung in den kommenden Wochen deutlich nach oben angepasst wird.

Fazit: Technologieführer und Übernahmekandidat

InMode ist eindeutiger Technologieführer bei nicht- bzw. minimalinvasiven chirurgischen Eingriffen und Technologien für Schönheits-OPs. Die Corona-Krise konnte überraschend schnell abgehakt werden, mittlerweile können die allermeisten OPs ohne Ansteckungsgefahr durchgeführt werden. Viele Behandlungen mit InMode-Technologien werden ohnehin nicht in Krankenhäusern, sondern in privaten Schönheitskliniken und spezialisierten Praxen durchgeführt. Die Analysten dürften ihre Umsatz- und Gewinnziele für 2021 in Kürze deutlich anheben. Das mit 1,6 Mrd. USD Börsenwert noch recht kleine Unternehmen ist zudem ein interessanter Übernahmekandidat für grössere Medizintechnik-Konzerne.

Aktientipp 3: Canadian Solar (ISIN: CA1366351098 – Symbol: CSIQ – Währung: CAD)

Canadian Solar: Auf bestem Weg zum grössten Modulhersteller der Welt

Solarstrom gilt aufgrund der stark gesunkenen Modulpreise inzwischen als wettbewerbsfähigste nachhaltige Energieform und in einigen Ländern mit besonders vielen Sonnenstunden sogar als günstigste verfügbare Stromquelle überhaupt. In den warmen Regionen ist es bereits gelungen Solarstrom zu (fast) unschlagbar günstigen 0,01 USD/kWh zu produzieren. Kein Wunder, dass Solarstrom stark im Kommen ist. Zwar deckt Sonnenstrom laut der Internationalen Energie Agentur IEA erst rund 3 % des weltweiten Strombedarfs, aber rund die Hälfte der weltweit neu installierten Stromerzeugung entfällt derzeit auf Sonnenenergie. Von dieser Entwicklung profitieren Solar-Unternehmen.

Die kanadische Solarfirma Canadian Solar ist der zweitgrösste Solarmodul-Hersteller der Welt. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat Canadian Solar eigenen Angaben zufolge bereits Solarmodule mit insgesamt mehr als 46 GW Leistung ausgeliefert. Derzeit verfügt das Unternehmen über eine Modul-Fertigungskapazität von ca. 16 GW. Neben Modulen werden Wechselrichter und Stromspeicherlösungen, sowie Servicedienstleistungen angeboten. Canadian Solar entwickelt, baut, betreibt und verkauft daneben auch ganze Solarparks. Derzeit werden eigene Parks mit einer aktuellen Gesamtleistung von 1 GW betrieben, in der Pipeline befinden sich weitere Grossprojekte im Gesamtvolumen von 15 GW. Dieses Projektgeschäft, bei dem in der Regel fertige Anlagen und Parks an Energiekonzerne übergeben werden, soll zukünftig stark ausgebaut werden. Während dieses Jahr mit der Fertigstellung von Grossprojekten im Gesamtvolumen von 1,1 bis 1,3 GW geplant wird, sollen es 2024 bereits 3,6 bis 4,1 GW sein.

Auf dem Sprung zur Nummer eins der Solarbranche?

Einen grossen Sprung erwartet das Unternehmen für das kommende Jahr. Von erwarteten 11 bis 12 GW im Jahr 2020 sollen die Auslieferungen im Jahr 2021 auf 18 bis 20 GW anziehen. Damit könnte man – was die Leistung betrifft – wenn auch nur knapp am aktuellen Marktführer JinkoSolar vorbeiziehen und zur Nummer eins der Branche aufsteigen. Da man in China und Südostasien über einige der weltweit grössten Fertigungsstätten für Solarzellen verfügt, könnte dieses Vorhaben durchaus gelingen. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Weltmarktanteil von aktuell 10 % auf 14 % steigen wird. Durch die Standort- und Grössenvorteile und Skaleneffekte erhofft man sich einen enormen Schub in Sachen Profitabilität. Und hier liegt Canadian Solar ohnehin schon gut im Rennen. Seit 2016 wurde die Bruttomarge von 15 % auf mittlerweile 24 % gesteigert, die Konkurrenz liegt hier im Schnitt noch unter 20 %. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 erwarten Analysten ein Ergebnis je Canadian Solar Aktie von 1,67 USD, im laufenden Jahr 2021 sollen dann 2,01 USD Gewinn erzielt werden. Die Umsätze sollen dabei von 3,43 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 4,93 Mrd. USD im nächsten Jahr zulegen.

Fazit: Nur für spekulative Anleger geeignet

Canadian Solar gehört zu den Photovoltaik-Firmen, die vor allem auf der Kosten- bzw. Preis-Ebene und weniger auf der Technologie-Ebene konkurrieren. Da es hier einen grossen Konkurrenzdruck gibt, sind die Gewinnmargen noch recht niedrig. Deshalb liegt die Marktkapitalisierung von Canadian Solar mit aktuell ca. 3,2 Mrd. USD deutlich unter dem erwarteten Jahresumsatz in Höhe von 4,9 Mrd. USD. Entspannt sich die Wettbewerbslage, weil die Nachfrage nach Solarmodulen anzieht, so wirkt sich das – wie zuletzt er Fall – sehr positiv auf die Gewinnmargen aus. Die Canadian Solar Aktie jedoch nichts für konservative Anleger und eher für spekulative Anleger geeignet. Langfristig orientierte Anleger können bei einem Rücksetzer in den Bereich 45 USD bis 50 USD einsteigen und darauf setzen, dass sich die Modulpreise aufgrund der steigenden Nachfrage zukünftig deutlich stabiler entwickeln. Denn dann könnte der Kursanstieg im Jahr 2020 erst der Auftakt zu einer längerfristigen Aufwärtsbewegung sein. Wer mehr zur Solarbranche und zur Aktie von Canadian Solar wissen möchte, dem empfehlen wir unseren Artikel Solarboom 2.0: Die besten Solar Aktien 2021.

Aktientipp 4: Nutrien (ISIN: CA67077M1086 – Symbol: NTR– Währung: CAD)

Düngemittel-Hersteller profitiert von steigenden Lebensmittelpreisen

Seit Beginn der Corona-Krise beginnen die Preise für Agrar-Rohstoffe zu klettern. Kein Wundern, denn in vielen Ländern der Welt gab es Lockdown-Bestimmungen die dazu führten, dass viele Saisonarbeiter die Felder verliessen und in ihre Heimat zurückkehrten. Doch nicht nur aus diesem Grund fallen die Ernten in vielen Ländern schwächer aus. Seit die Nachfrage aus den Bereichen Hotellerie und Gaststätten, Reise und Tourismus plötzlich wegbrach oder ausländische Einkäufer fernblieben, kommen vor allem in ärmeren Ländern immer mehr Landwirte in finanzielle Schwierigkeiten. Denn wer ohnehin von der Hand in den Mund lebt, dem gehen rasch die Reserven aus, um ausreichend Saatgut zu kaufen oder Arbeiter zu bezahlen. Klimatische Einflüsse wie anhaltende Dürreperioden wie zuletzt unter anderem in der Ukraine, der „Kornkammer Europas“, führten in wichtigen Anbaugebieten ebenfalls zu erheblich schwächeren Ernten. Gibt es jedoch weltweit weniger landwirtschaftliche Erzeugnisse, so steigen gemäss den Gesetzen des Marktes die Preise. Eine Lebensmittelpreis-Inflation ist daher – leider – ein realistisches Szenario. Entsprechend sind viele Agrar-Aktien dabei einen neuen Aufwärtstrend auszubilden.

Steigende Lebensmittelpreise befeuern die Preise für Düngemittel

Im Einklang mit den Lebensmittelpreisen stiegen zuletzt auch die Preise für Düngemittel z.B. Phosphat, Ammoniak und Kaliumkarbonat seit Mitte 2020 deutlich an. Das Researchhaus Argus Media erwartet, dass die Düngerpreise in den kommenden Monaten weiter anziehen und den Düngemittelherstellern einen sehr lukrativen Frühling bescheren werden. In der Branche hatte seit dem letzten Rohstoffboom eine Konsolidierung stattgefunden, so dass die verbliebenen Unternehmen umso mehr profitieren. Ein Unternehmen, das von der steigenden Nachfrage nach Agrargütern und Düngemitteln profitiert ist der kanadische Düngemittelhersteller Nutrien. Bis zur Fusion mit dem Wettbewerber Agrium im Jahr 2018 firmierte das Unternehmen unter dem Namen PotashCorp. Nutrien hat seine marktführende Stellung in Nordamerika und Australien durch den Zusammenschluss deutlich ausbauen können und verfügt in den Kernmärkten über ein enges Endkunden-Vertriebsnetz.

Grösster Kali-Hersteller der Welt mit 3,5 % Dividendenrendite

Nutrien betreibt im kanadischen Bundesstaat Saskatchewan sechs sehr kostengünstig operierende Kali-Minen und gilt als der grösste Kali-Hersteller der Welt. Das Unternehmen produziert aber auch Phosphat und Ammoniak (Stickstoff). Insgesamt setzt der Konzern jährlich rund 25 Mio. Tonnen Düngemittel ab. Daneben werden auch Saatgut, Pflanzenschutzmittel und andere landwirtschaftlichen Bedarfe gedeckt, die ebenfalls direkt an Endkunden vermarktet werden. In den letzten drei Jahren stiegen die Umsätze und Gewinne des Unternehmens im Schnitt um +62 % beziehungsweise +58 %. Für 2020 rechnen Analysten zwar mit einem Ergebnisrückgang um -23 % auf 1,73 USD je Aktie, 2021 sollen es aber bereits wieder 2,24 USD je Aktie sein und im darauffolgenden Jahr sollen sogar 2,26 USD Gewinn je Aktie drin sein. Da die Düngemittelpreise als Gewinnhebel fungieren könnte es im besten Fall auch deutlich mehr sein.

Fazit: Erstklassige Wachstums- und Dividendenaktie

Dadurch dass das Unternehmen vom Abbau der Düngemittel bis zum Vertrieb an Endkunden voll integriert ist, wird ein hoher Cashflow erzielt, der auch eine ordentliche Dividende in Höhe von 1,80 USD ermöglicht. Beim aktuellen Aktienkurs in Höhe von 52 USD errechnet sich eine attraktive Rendite von 3,5 %, die auch für Dividendenjäger interessant sein dürfte. Mit der erstklassigen Aktie können Sie darauf setzen, dass die Landwirtschaft nach der Corona-Krise einen neuen Boom erlebt.

Die besten Aktientipps 2021 von Ronald Gehrt

Ronald-Gehrt

Aktientipp 1:
Evotec Aktie

Aktientipp 2:
S&T Aktie

Aktientipp 4:
SAP Aktie

Aktientipp 1: Evotec Aktie (Symbol: EVT — ISIN: DE0005664809 — Währung: EUR)

Evotec ist bereits seit zwei Jahren Teil meiner Empfehlungsliste und ich halte meinen Tipp auch für das Jahr 2021 aufrecht. Die im TecDAX ebenso wie im MDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen grossen Pharma- und Biotechunternehmen Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu der handverlesenen Gruppe mittelgrosser Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die seit Jahren konstant schwarze Zahlen schreiben und solide Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn vorweisen. Das dürfte sich, das sehen ausser mir auch die Analysten so, 2021 fortsetzen. Diese Aktie ist als mittel- und langfristiges Investment hochinteressant, nicht zuletzt, weil Evotec mit seiner seit Jahren gehaltenen Profitabilität einen Vorsprung vor anderen, noch tiefrote Zahlen schreibenden Biotech-Unternehmen hat. Kurzfristig zeigt sich diese Aktie hochvolatil, daher würde es sich anbieten, schnelle, kräftige Rücksetzer, wie sie immer wieder einmal auftauchen, zu nutzen, um sich hier eine Anfangsposition aufzubauen oder bestehende Bestände zu vergrössern, um diese dann über einige Jahre zu halten.

Aktientipp 2: S&T Aktie (Symbol: SANT1 — ISIN: AT0000A0E9W5 — Währung: EUR)

Die im TecDAX gelistete S&T AG ist vielen Anlegern kaum bekannt. Das liegt zum einen daran, dass das Unternehmen eigentlich in Österreich beheimatet ist, zum anderen daran, dass S&T vor allem in Mittel- und Osteuropa agiert. S&T ist ein IT-Dienstleister, der sich nicht an Privatkunden, sondern an Unternehmen richtet, auch das dürfte dazu geführt haben, dass so mancher Investor mit dem Namen S&T nichts anfangen kann. Doch ein geringer Bekanntheitsgrad bremst nicht auf der Erfolgsspur. S&T kann auf jahrelang konstante Umsatz- und Gewinnsteigerungen zurückblicken und hat das Jahr 2020 mit Bravour bewältigt. Auf Basis der im November angehobenen, unternehmenseigenen Gewinnprognose dürfte S&T 2020 ein Gewinnplus um die 15 Prozent gelingen. Was die Aktie aus meiner Sicht für 2021 interessant macht ist der Umstand, dass diese starke Entwicklung an den Anlegern schlicht vorbeiging. Während Aktien von Unternehmen, die dramatische Umsatz- und Gewinneinbrüche hinnehmen musste, die Erholung längst vorweggenommen haben, indem sie im Jahressaldo 2020 weit im Plus lagen, beendete die S&T-Aktie das vergangene Jahr im Minus. Was dazu führte, dass sie von der Bewertung her billiger wurde. Auf Basis der unternehmenseigenen 2020er-Prognose läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis per Mitte Januar bei 23, für die durchschnittliche 2021er-Gewinnschätzung der Analysten sogar nur bei 18. Das ist im Vergleich zum derzeitigen Wachstumstempo sehr günstig. Ob und wann die Anleger die Aktie „entdecken“, ist natürlich nicht in einer Glaskugel zu entdecken, aber ich sehe diese Aktie auch als gezielt mittelfristiges Investment.

Aktientipp 3: secunet Security Networks Aktie (Symbol: YSN — ISIN DE0007276503 — Währung: EUR)

Daten- und IT-Sicherheit ist eine mit der Dimension potenzieller Bedrohungen wachsende Branche. secunet Security Networks ist ein in Essen beheimateter Dienstleister, der die gesamte Palette des Bereichs IT-Sicherheit abdeckt, von der Sicherheitsanalyse über die Implementierung und Wartung von Sicherheitssystemen bis hin zu Schulungen. Umsatz und Gewinn wachsen hier schon seit Jahren mit beeindruckender Stetigkeit und bislang spricht nichts dagegen, dass dieser Wachstumspfad weiter beschritten wird. Die Aktie hat in den letzten vier Monaten des Jahres 2020 einen mehrmonatigen, starken Anstieg konsolidiert und hat sich dadurch der mittelfristig wichtigen Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie angenähert. Diese Aktie ist spannend, aber auch markteng. Wie immer bei Nebenwerten sollte man den Einstieg behutsam angehen, mit moderatem Kapitaleinsatz agieren und grundsätzlich einen mittel- bis langfristigen Zeithorizont verfolgen.

Aktientipp 4: SAP Aktie (Symbol: SAP — ISIN DE0007164600 — Währung: EUR)

Als der Softwarekonzern SAP Ende Oktober das Ergebnis des dritten Quartals 2020 vorlegte, brach die Aktie wie vom Blitz getroffen ein. Dabei lagen die Ergebnisse gar nicht weit unter den Erwartungen der Analysten. Zusammen mit dieser Quartalsbilanz korrigierte SAP die eigenen Erwartungen für 2020 nach unten, das führte unter den Marktteilnehmern zu einer nahezu panischen Reaktion. Doch genau betrachtet waren diese Korrekturen geringfügig. So sah man das Betriebsergebnis in einer Spanne von 8,1 bis 8,5 Milliarden Euro, zuvor waren 8,1 bis 8,7 Milliarden angepeilt worden. Diese moderate Reduzierung der Perspektive stand einem Kurseinbruch gegenüber, der die Aktie binnen weniger Tage um in der Spitze 28 Prozent drückte. Das deutet an, dass manche Marktteilnehmer überzogene Erwartungen hegten. Aber diejenigen, die zu grosse Brötchen backen wollten, wurden damit aus dem Markt geworfen. Aus meiner Sicht ist damit das Potenzial positiver Überraschungen gegeben. Während man bei vielen anderen Aktien Mitte Januar 2021 immer noch eine gefährlich hohe Erwartungshaltung im Kurs eingepreist hat, ist hier eine gesunde Skepsis eingekehrt, die die Chance für positive Überraschungen bietet.

Die besten Aktientipps 2021 von Achim Mautz

Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsennews-Experte

Aktientipp 2:
Apple Aktie

Aktientipp 3:
Peabody Energy Aktie

Aktientipp 4:
Carnival Corp Aktie

Aktientipp 1: Advance Micro Devices (AMD, US0079031078)

Die jüngsten Nachrichten rund um den neuen und alten CEO bei Intel haben der Aktie des Halbleiterkonzerns AMD etwas zugesetzt. Dennoch gehe ich davon aus, dass der Konzern in den kommenden Jahren immer mehr Marktanteile hinzugewinnen wird. Die Übernahme von Xilinx war strategisch sinnvoll und auch die Zusammenarbeit mit Alphabet im Bereich von Streaming-Videospielen sieht langfristig äusserst interessant aus.
Aus technischer Sicht ist die Aktie gerade an der psychologisch wichtigen Marke von 100 USD angelangt. Dass diese Hürde nicht so ohne Weiteres gebrochen wird, war zu erwarten und so trägt die aktuelle Konsolidierung dazu bei, dass der Titel sogar noch attraktiver wird. Ein Breakout über diesen Bereich könnte ein klares längerfristiges Kaufsignal auslösen, das für weitere Anstiege sorgt.  Im Technologiebereich für mich kein Weg an AMD vorbei. Solange die Börsen steigen, dürfte dieser Titel ein Outperformer bleiben.

Aktientipp 2: Apple (AAPL, US0079031078)

Mit Apple habe ich einen weiteren guten alten Technologiewert mit auf meiner persönlichen Favoritenliste. Ich selbst bin zwar kein Apple Fan, was die Produkte angeht, aber was viel wichtiger ist, könnte in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Dabei handelt es sich um den Bereich der Elektromobilität, in welcher der Konzern nun zusammen mit Hyundai eine Kooperation bis März dieses Jahres abschliessen will. Ob dies ein grosser Gewinnbringer wird oder nicht, sei momentan dahingestellt. Was für mich eher zählt ist das Thema Fantasie und Erwartungen. Die Aktie könnte zu einer weiteren Kursexplosion ansetzen, weil sich sowohl Grossanleger als auch die breite Masse ein weiteres Mal auf den Titel stürzen könnten.
Aus technischer Sicht finden wir im Bereich bei 138 USD einen harten Widerstand. Im Wochenchart bildet sich hier ein sogenanntes „Cup and Handle“ aus. Wenn dieses vollendet ist, könnte die Aktie schon bald in den Bereich von 170 USD oder mehr vordringen.

Aktientipp 3: Peabody Energy (BTU, US7045511000)

Der US-amerikanische Konzern ist derzeit das grösste private Bergbauunternehmen der Welt. Leider glänzt der Titel nicht gerade durch gute Fundamentaldaten. In den letzten 12 Monaten lag der Verlust bei satten 20.85 USD je Aktie und die Erwartungen für das kommende Jahr sehen mit einem Minus von 2.27 USD je Aktie alles andere als vielversprechend aus. Diese Entwicklung spiegelt auch die Entwicklung der Kurse wider. Allein seit 2018 mussten Anleger einen Verlust von über 90 Prozent hinnehmen. Für mich ist Peabody Energy keine klassische Turnaround-Story, sondern vielmehr ein spekulativer Wert, welcher aus technischer Sicht sehr interessant erscheint. Sowohl im Wochen- als auch im Monatschart sind derzeit deutliche Kauftendenzen ersichtlich. Sollte nun auch der Bereich bei 4.17 USD nachhaltig gebrochen werden, könnte sich die Aktie schnell verdoppeln oder gar verdreifachen. Ein Lotterie-Ticket, welches für Anleger mit kleineren Positionsgrössen recht attraktiv sein dürfte.  

Aktientipp 4: Carnival Corp. (CCL, PA1436583006)

Keine Branche wurde durch die Corona-Pandemie so hart getroffen, wie die Reisebranche. Hotels, Reiseveranstalter, Fluglinien und viele andere Branchen gerieten heftig unter Beschuss. Auch das grösste Kreuzfahrtunternehmen der Welt konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Am Jahresende blieb ein Minus von rund 60 Prozent in der Aktie übrig. Dennoch dürfte das Schlimmste überstanden zu sein. Aus technischer Sicht haben wir es aktuell mit einer klaren Bodenbildung zu tun und solange die Tiefs von August bis Oktober des vorigen Jahres nicht nach unten gebrochen werden, könnten die Bullen alsbald einen Zahn zulegen. Die neuen Impfstoffe könnten auch im Rahmen der Corona-Pandemie langsam, aber stetig den Turnaround bringen. Zwar erwarten sich Analysen auch 2021 noch keine Gewinne bei Carnival, doch bewegt sich die Börse bekanntlich nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft. Sollten die nächsten Quartalsergebnisse halbwegs vernünftig aussehen, könnte sich möglicherweise ein Potential von 100 Prozent oder mehr ergeben.

Aktientipps 2020

Die Aktienmärkte blicken – bedingt durch die Corona-Krise – auf ein aussergewöhnlich turbulentes Jahr 2020 zurück. Nach einem positiven Start ins Jahr und Höchstständen im Februar löste die grosse Unsicherheit bezüglich der rapide um sich greifenden Covid-19-Pandemie einen Crash der weltweiten Aktienindizes aus. Die meisten Börsen verloren durch Panikverkäufe der Anleger innerhalb weniger Wochen -30 % bis -40 % an Wert. Umso beeindruckender war die anschliessende Kurserholung, denn trotz einer schweren wirtschaftlichen Rezession stiegen die Kurse der meisten Aktien stetig und erreichten vielfach sogar neue Bestmarken. Insbesondere Technologieaktien profitierten von einer Digitalisierungswelle, aber auch die Branchen Pharma & Biotech, grüne Energien sowie Elektromobilität brachten zahlreiche Krisengewinner mit beeindruckenden Kursanstiegen hervor. Blickt man nur auf den Punktestand, so hat sich beim DAX-Index nicht viel getan. Denn das deutsche Börsenbarometer, in dem sich etliche Krisen-Verlierer der “Old Economy” tummeln, notiert zum Jahresende in etwa dort wo er ins Jahr gestartet war – im Bereich von etwas mehr als 13.000 Zählern. Dazwischen liegt jedoch ein wilder Ritt auf 8.255 Punkte und zurück.

Die Kapitalmarktexperten von LYNX hatten Ihnen Anfang des Jahres jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2020 präsentiert. Sehen wir uns an, welche Performance Ronald Gehrt, Tobias Krieg und Wendelin Probst mit ihren jeweiligen Favoriten im “verrückten” Börsenjahr 2020 erzielen konnten.

Auswertung zum Jahresende 2020

Das sind die Gewinner-Aktien 2020 (maximale Performance in USD)

PositionAktie
1.Zoom Video Communications (+707%)
2.Amazon (+89%)
3.Barrick Gold (+69%)
4.Tencent (+63 %)
5.Tencent Music (+49 %)

Welche Aktien steigen 2020?

Welche Werte könnten sich in diesem Umfeld als beste Aktien 2020 entpuppen? Was sind mögliche Top Aktien? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2020 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial sehen, dass diese Aktien steigen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen.  Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2020: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Wendelin-Probst_200x200

Aktientipp 1:
Zoom Video Communications Aktie

(seit Empfehlung +442,5%)

Aktientipp 2:
Proofpoint Aktie (seit Empfehlung -7,2%)

Aktientipp 3:
Splunk Aktie (seit Empfehlung
31,6%)

Aktientipp 4:
Barrick Gold Aktie
(seit Empfehlung +19,9%)

Die besten Aktientipps 2020 von Wendelin Probst

Der Finanzjournalist Wendelin Probst ist seit seiner Schulzeit rund 21 Jahre an der Börse aktiv und hat sich im Laufe der Zeit auf aufstrebende Wachstums- und Technologieaktien des US-Börsenmarktes spezialisiert. Er analysiert die Unternehmen fundamental vor allem im Hinblick auf Wachstumsparameter, Geschäftsmodell und Innovationsfaktor. Neben dem passenden Börsenumfeld setzt er für konkrete Einstiege eine hohe relative Stärke der betrachteten Aktien voraus, damit das Chartbild die vorangegangene Analyse bestätigt. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Zoom Video Communications Aktie (ISIN: US98980L1017 – Symbol: ZM – Währung: USD) | +442,5%

Zoom Video Communications bietet via Cloud Video-Konferenzdienste, Online-Meetings, Chats und weitere Lösungen zur mobilen Zusammenarbeit in Unternehmen an. Unter Experten gelten die Dienste von Zoom Video als führend, denn sie sind extrem zuverlässig, stabil und störungsarm. Das ist vor allem dann relevant, wenn sehr viele Teilnehmer miteinander verbunden sind. Via künstlicher Intelligenz können am Ende eines Online-Meetings Ergebnisse zusammengefasst oder Inhalte protokolliert werden. Zoom Video Communications ist erst seit Mitte des Jahres 2019 börsennotiert, der Emissionspreis lag bei 36 USD, der aktuelle Aktienkurs von 73 USD liegt also bereits in etwa doppelt so hoch.

Stürmisches Umsatzwachstum mit dreistelligen Wachstumsraten

In den letzten drei Jahren stieg der Umsatz im Schnitt dreistellig, wobei das Unternehmen noch rote Zahlen schrieb. Zuletzt wurden die Gewinnerwartungen fürs dritte Quartal in Höhe von 0,03 USD je Aktie mit einem tatsächlichen Ergebnis von 0,09 USD je Aktie deutlich übertroffen. Auch der Umsatz lag mit einem Wachstum von +85% auf 167 Mio. USD über den Markterwartungen von 156 Mio. USD. Für das abgeschlossene Jahr 2019 wird von Analysten erstmals ein Gewinn in Höhe von 0,27 USD je Aktie erwartet. Da sich Zoom Video auf Wachstum und Marktanteile fokussiert soll das Ergebnis je Aktie im laufenden Jahr 2020 nur unwesentlich auf 0,30 USD steigen. Positive Überraschungen sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Fazit: Kurspotenzial trotz steigendem Wettbewerbsdruck

Der Wettbewerbsdruck nimmt zwar zu, beispielsweise durch eine Video-Funktion in der Workplace-App von Facebook, aber Zoom Video hat sich mittlerweile eine starke, führende Marktposition und ein Qualitätsimage für unterbrechungsfreie Video- und Tonübertragung erarbeitet. Vom aktuellen Kursniveau von ca. 73 USD (Marktkapitalisierung: 20,5 Mrd. USD) bietet die Zoom Video-Aktie bei anhaltend rasantem Wachstum weiterhin Kurspotenzial.

Update zum Jahresende: +442,5%

Zoom Video Communications war wohl der Volltreffer des Jahres schlechthin. Auch wenn es Anfang 2020 noch niemand ahnen konnte, welche drastischen Auswirkungen die damals in China erst leicht brodelnde Corona-Krise auf unser Leben haben wird, war das junge Technologie-Unternehmen bestens für starkes Wachstum gerüstet. Mit extrem zuverlässigen und störungsarmen Videokommunikationsdiensten verzeichnete Zoom bereits vor Corona beeindruckende Wachstumsraten und galt als eindeutiger Technologieführer. Doch die Pandemie liessen Nutzerzahlen, Umsätze und Gewinne förmlich explodieren. Die vorher relativ unbekannte Firma war auf einmal in aller Munde. Kein Wunder, dass die Aktie im Jahr 2021 zu den absoluten Top-Performern gehörte, denn auch die steigenden Erwartungen der Analysten wurden Quartal für Quartal weit übertroffen. Von 73 USD stieg die Aktie in der Spitze auf 588,84 USD und verachtfachte sich somit. Im aktuellen Kursbereich von 400 USD ist die Aktie ambitioniert aber fair bewertet. Ob Umsätze und Nutzerzahlen auch nach der Corona-Pandemie d.h. nach grossen Impfkampagnen weiterwachsen oder stagnieren, muss abgewartet werden. Neuengagements drängen sich aktuell nicht mehr auf.

Aktientipp 2: Proofpoint Aktie (ISIN: US7434241037 – Symbol: PFPT -Währung: USD) | -7,2%

Das Cyber Security-Unternehmen Proofpoint bietet führende, cloudbasierte Sicherheitslösungen mit denen Unternehmen Bedrohungen wie Hacker-Angriffe, Datenverluste und Computerviren abwehren können. Mit stetig steigenden Datenmengen und deren immer grösseren Bedeutung steigt auch der Bedarf zur Absicherung. Denn durch unberechtigte Zugriffe, Datenklau, Cyberattacken und gestohlene Kundendaten entstehen in der Wirtschaft jährlich Schäden, die sich auf Milliardenhöhe summieren. Proofpoint hat sich auf den IT-Security-Markt spezialisiert und eine intelligente, Cloud-gestützte Plattform entwickelt. Mit deren Hilfe werden täglich hunderte Millionen Emails gescannt sowie etliche Millionen Apps und Social-Media Accounts kontrolliert. Der Schutz und die sichere Übertragung von sensiblen Daten ist mit der Plattform von Proofpoint ebenfalls möglich.

Seit Jahren starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Die Umsätze von Proofpoint verzeichnen seit Jahren starkes Wachstum, die Wachstumsrate der vergangenen drei Jahre lag im Schnitt bei +36%. Die Gewinne stiegen im selben Zeitraum überproportional und zwar im Schnitt um +88%. Für 2019 wird beim Gewinn nochmals ein Zuwachs von mindestens +19% auf 1,73 USD pro Aktie erwartet, im laufenden Geschäftsjahr wird mit einem etwas moderateren Wachstum auf 1,85 USD je Aktie gerechnet.

Fazit: Hochkarätiger Kundenkreis untermauert marktführende Position

Proofpoint gilt als marktführend in vielen Bereichen des Datenverkehrs, Datenschutzes und der Datensicherheit. Unter den laut Umfragen hochzufriedenen Kunden befinden sich eigenen Angaben zufolge fünf der weltgrössten Banken, sieben der zehn grössten Einzelhandelsketten, sowie fünf der zehn grössten Pharmaunternehmen. Viele Unternehmen haben im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin starken Nachholbedarf in Sachen Daten- und Netzwerkschutz, so dass ein enormes Potenzial an neuen Kunden besteht. Die Erfolgsgeschichte von Proofpoint dürfte daher auch im Jahr 2020 weitergeschrieben werden. Der Aktienkurs von Proofpoint liegt aktuell bei 125 USD (Marktkapitalisierung: 7,2 Mrd. USD) und hat Luft nach oben.

Update zum Jahresende: -7,2 %

Proofpoint erfüllte die Erwartungen im Jahr 2020 nicht. Auch wenn die Digitalisierungswelle viele Unternehmen aus dem Bereich IT-Sicherheit beflügelte, tendierte Proofpoint im Jahr 2020 seitwärts. Nach durchschnittlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen von +28 % bzw. +27 % wird für 2020 unterm Strich nur ein leichtes Ergebnisplus von +7 % von 1,77 USD je Aktie auf 1,90 USD erwartet. Der Umsatz soll laut Analysten jedoch um +18 % auf 1,04 Mrd. USD steigen. Im kommenden Jahr werden 1,19 Mrd. USD Umsatz und 2,05 USD Gewinn je Aktie erwartet. Grund für die verhaltene Aktienkursentwicklung dürfte die im Vergleich zum Umsatz zuletzt unterdurchschnittliche Entwicklung des Unternehmensgewinns sein. Dennoch hat die Aktie Aufholpotenzial und könnte nach einer Überwindung der langjährigen Widerstandszone zwischen 125 USD und 133 USD einen Aufwärtsschub machen. Erst in diesen Kursbereich wird die Aktie für Anleger wieder spannend, die Aktie ist deshalb etwas für die Watchlist.

Aktientipp 3: Splunk Aktie (ISIN: US8486371045 – Symbol: SPLK – Währung: USD) | +31,6%

Der Fokus des Big Data-Unternehmens Splunk liegt darauf enorme Mengen an maschinell gewonnenen Daten zu überwachen, zu analysieren und nutzbar zu machen. Die Softwarelösungen von Splunk erfassen und indexieren die relevanten Daten, Ereignisse und Logdateien und macht diese so durchsuchbar und wertvoll. Basierend darauf können dann beispielsweise Warnmeldungen bei möglichen Störfällen, Grafiken oder Reports erstellen.

Lukratives Geschäftsmodell im Boom-Markt Big Data und Künstliche Intelligenz (KI)

Auch als Grundlage für Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) kommen die von Splunk strukturierten Daten zum Einsatz. Kundenaktivitäten, Klickverhalten oder Transaktionsdaten können in Echtzeit ausgewertet werden, so dass Optimierungspotenziale sichtbar werden. Splunk vermarktet seine Produkte über Cloud-basierte Abo-Modelle, die dem Softwareunternehmen ein sehr lukratives und skalierbares Geschäftsmodell mit hoher Kundenbindung bieten. Unter den Kunden befinden sich etliche bekannte Namen wie Adobe, Bosch, Porsche, Coca-Cola oder die Deutsche Bahn.

Starkes Umsatzwachstum und überproportionale Gewinnsteigerungen

Für das dritte Quartal 2019/20 meldete Splunk eine Umsatzsteigerung von +30% im Vergleich zum Vorjahr auf 626 Mio. USD. Das lag deutlich über den Analystenerwartungen von 604 Mio. USD. USD. Auch die um +53% gesteigerten Gewinne lagen mit 0,58 USD pro Aktie deutlich über den Analystenschätzungen von 0,54 USD je Aktie deutlich. Für das noch bis Ende Januar laufende Geschäftsjahr wird eine Gewinnsteigerung von +38% auf 1,88 USD je Aktie erwartet, im kommenden Jahr 2020/21 wird dann bereits ein Gewinn in Höhe von 2,36 USD je Aktie erwartet.

Fazit: Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends wahrscheinlich

Die Splunk-Aktie, die kürzlich ein neues Allzeithoch erzielte, befindet sich bereits seit Anfang 2016 in einem Aufwärtstrend. Und dieser könnte auch in den kommenden Jahren weiterlaufen. Denn immer mehr Unternehmen werden durch effiziente Datenanalyse ihre Potenziale in vielen Bereichen zukünftig besser ausschöpfen wollen. Der Datenspezialist Splunk kann daher weiterhin mit steigenden Umsätzen und Gewinnen planen. Eine fortgesetzt positive Kursentwicklung der Splunk-Aktie, die aktuell bei 157 USD notiert (Börsenwert: 25 Mrd. USD), ist sehr wahrscheinlich.

Update zum Jahresende | +31,6%

Big Data und Künstliche Intelligenz (Englisch: Artificial Intelligence) sind weiter in aller Munde. Das Big Data- Unternehmen Splunk profitiert von der Digitalisierungswelle und verzeichnet steigende Umsätze und Gewinne. Der Aktienkurs kletterte von 157 USD bis zum April auf knapp 226 USD, bevor eine Konsolidierung einsetzte. Im dritten Quartal gab es jedoch eine negative Überraschung, denn Splunk verfehlte die Analystenerwartungen in allen Belangen erheblich. Der Übergang zur Cloud sowie ein erhöhter Wettbewerb seien für die schwächeren Ergebnisse verantwortlich, vor allem bei grossen Deals gab es starke Einbussen. Analysten strichen darauf reihenweise ihre Kursziele zusammen und der Kurs fiel auf den Stand des Jahresanfangs zurück. Zwar wurden bereits Massnahmen in Angriff genommen, um Splunk rasch wieder auf Kurs zu bringen, aufgrund der heftigen negativen Überraschung sollten Anleger vorerst keine neue Positionen in dem Wert eingehen.

Aktientipp 4: Barrick Gold Aktie (ISIN: CA0679011084 – Symbol: GOLD – Währung USD) | +19,9%

Geopolitische Spannungen und politische Unsicherheiten haben den Goldpreis im Jahr 2019 in einen neuen Aufwärtstrend befördert, der auch im Jahr 2020 weiter anhalten dürfte. Für Anleger könnte es also interessant sein, sich zumindest zur Risikominimierung auch bei Gold-Aktien zu positionieren.

Der führende Goldproduzent der Welt profitiert von steigenden Goldpreisen

Mit einer Jahresförderung von ca. 4,5 Mio. Unzen Gold im Jahr 2018 und Goldminen in aller Welt ist Barrick Gold der weltgrösste Produzent des gelben Edelmetalls. Das Bergbau Unternehmen mit Sitz in Toronto, Kanada kommt inklusive aller Kosten auf Produktionskosten in Höhe von rund 800 USD je Unze, so dass bei einem aktuellen Goldpreis in Höhe von 1.570 USD eine ordentliche Gewinnmarge erzielt wird, die sich mit jedem weiteren Anstieg des Goldpreises weiter erhöht. Die Jahre zuvor hat der Bergbaukonzern genutzt, um unprofitable Minen zu verkaufen, die Bilanz zu verbessern und Schulden abzubauen. Das Management strebt an, die Nettoverschuldung im laufenden Geschäftsjahr sogar komplett auf null zu bringen. Dieses Vorhaben dürfte – sofern der Goldpreis nicht unerwartet stark abstürzt – auch gelingen.

Gewinnerwartungen im dritten Quartal 2020 bei Weitem geschlagen & Dividendenerhöhung

Im dritten Quartal 2019 konnte Barrick den Umsatz aufgrund einer gestiegenen Produktionsmenge, sowie dank des hohen Goldpreises erheblich, um +46% auf 2,68 Mrd. USD steigern. Der Gewinn legte sogar noch stärker, nämlich um +88% auf 0,15 USD je Aktie zu. Vor allem beim Gewinn wurden die Markterwartungen in Höhe von 0,10 USD je Aktie bei Weitem geschlagen. Analysten erwarten, dass Barrick Gold den Gewinn je Aktie im Jahr 2019 um starke +43% auf 0,50 USD steigern konnte. Im laufenden Geschäftsjahr 2020 soll der Gewinn dann bereits bei 0,70 USD liegen, was einem weiteren Zuwachs in Höhe von +40% entsprechen würde. Die aufgrund des hohen Goldpreises sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung erlaubt dem Unternehmen auch eine Anhebung der Dividendenausschüttung. Mit den Zahlen zum dritten Quartal gab Barrick Gold auch eine Erhöhung der Quartalsdividende um +25% auf immerhin 0,05 USD bekannt.

Fazit: Krisenfeste Aktie mit Potenzial nach oben

Zurzeit könnte es für Barrick Gold nicht besser laufen: Der Goldpreis notiert auf einem Mehrjahres-Hoch und der Goldpreis bietet einen Gewinnhebel:  Mit jedem weiteren USD, den der Goldpreis anzieht, erhöht sich der Jahresgewinn von Barrick Gold um einen mittleren siebenstelligen Betrag. Bei stabilen oder weiter steigenden Goldpreisen gibt es für die Aktie durchaus noch einige Luft nach oben. Besonders attraktiv macht die Aktie vor allem die geringe Korrelation mit anderen Aktien wie Wachstums- und Technologiewerten. Zur Diversifikation und Krisenabsicherung (Stichwort: Iran) ist eine Aktie wie die des Gold-Marktführers Barrick auf jeden Fall eine Überlegung wert. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 18,50 USD ist das Unternehmen an der Börse mit gut 32 Mrd. USD bewertet.

Update zum Jahresende | +19,9%

Bis Anfang August legte der Goldpreis stark zu und erreichte mit Kursen von mehr als 2.000 USD neue Allzeithochs. Dadurch beflügelt stiegen auch die Aktien von Goldproduzenten stark an. Die Aktie von Barrick Gold, einem der weltweit grössten Goldminenbetreiber profitierte besonders von dieser Entwicklung und erzielte ein Sieben-Jahres-Hoch von 31,22 USD. Im Laufe des Jahres investierte sogar Investorenlegende Warren Buffet in die Aktie. Allerdings baute das „Orakel von Omaha“ seine Position bereits im Herbst wieder etwas ab. Auch der Goldpreis war zwischenzeitlich in eine Korrekturbewegung übergegangen. Im Gleichschritt mit den zurückgehenden Preisen für das gelbe Edelmetall fielen auch die Goldaktien deutlich von ihren Höchstständen zurück. Dem konnte sich auch Barrick Gold nicht entziehen, die Aktie gab einen grossen Teil der Gewinne wieder ab. Die aktuell recht ausgebombten Kurse können von langfristig orientierten Anlegern durchaus zum Einstieg genutzt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der wartet ab, bis der Goldpreis und auch Barrick Gold wieder Stärkesignale senden.

Die besten Aktientipps 2020 von Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Evotec (ISIN DE0005664809 – Symbol: EVT – Währung: EUR) | +5,3%

Die im TecDAX ebenso wie im MDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen Pharmaunternehmen wie Bayer, Astra Zeneca oder Genentech Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu der handverlesenen Gruppe mittlerer Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die seit Jahren konstant schwarze Zahlen schreiben und solide Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn vorweisen können.

Auch für 2020 rechnen die Experten mit einem soliden Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Diese Aktie ist als mittel- und langfristiges Investment hochinteressant und findet sich daher seit Jahren immer wieder auf meiner persönlichen Tipp-Liste wieder. Kurzfristig zeigt sich diese Aktie hochvolatil, daher würde es sich anbieten, schnelle, kräftige Rücksetzer, wie sie immer wieder einmal auftauchen, zu nutzen, um sich hier eine Anfangsposition aufzubauen oder bestehende Bestände zu vergrössern und diese dann über einige Jahre zu halten.

Update zum Jahresende: +5,3%

Evotec hat 2020 gehalten, was man sich von Unternehmen und Aktie 2020 erhoffen durfte. Der Gewinn ist zwar leicht zurückgegangen, das haben die Marktteilnehmer aber problemlos hingenommen, weil dieser Rückgang nur auf Corona-bedingt auf der Zeitachse verschobenen Meilensteinzahlungen der Partnerunternehmen basierte. Der Umsatz wird im jetzt endenden Jahr um etwa zehn Prozent zugelegt haben, für 2021 sehen die Analysten derzeit ein Wachstumspotenzial um 15 Prozent. Diese Aktie würde ich weiter halten, eine Stoppkurs-Absicherung knapp unter der aktuell bei 23,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie wäre ein sinnvoller Schutz gegen eine (nie auszuschliessende) Eintrübung der Lage.

Aktientipp 2: amazon.com (ISIN: US0231351067 – Symbol: AMZN – Währung: USD) | +69,5%

Amazon kaufen? Schon viel zu teuer! Dieses Argument hört man heute oft … aber das hörte ich auch schon vor fünf oder zehn Jahren. In den vergangenen vier Jahren hat sich der Kurs dieses Online-Handelsriesen zwar in der Spitze mehr als verdreifacht. Aber auch, wenn es mittelfristig immer wieder zu Korrekturen kommen kann (und wird), ist nach oben noch einiger Spielraum vorhanden. Denn nach all den vielen Jahren, in denen die Anleger geduldig darauf warteten, dass Amazon nicht nur seinen Umsatz steigert, sondern endlich auch Gewinne ausweist, ist diese Zeit jetzt angebrochen und wohl kaum umkehrbar.

Derzeit hinkt die Aktie vielen anderen grossen Hightech-Aktien wie Apple und Alphabet oder Software-Riesen wie Microsoft und Adobe hinterher. Aber der Grund, unerwartet magere Gewinne, liegt in gesteigerten Investitionen in noch kürzere Lieferzeiten. Das wird sich auszahlen, daher wäre ein mittelfristiges Investment jetzt, da so viele noch skeptisch sind, allemal einen Gedanken wert.

Update zum Jahresende: +69,5%

Als wir unsere Aktientipps für 2020 ablieferten, konnte noch niemand ahnen, was das Jahr 2020 an Herausforderungen für uns alle bringen würde. Herausforderungen, von denen der Online-Handelsriese amazon.com besonders profitierte. Aber auch ohne die Corona-Pandemie hätte amazon.com sicherlich ein gutes Jahr gesehen. Umsatz und Gewinn legten weiter zu, für 2021 ist weiteres Wachstum wahrscheinlich. Denn auch, wenn viele Menschen wegen der Einschränkungen im klassischen Einzelhandel vermehrt auf Online-Services zurückgriffen: Die Vorteile, die man dadurch hat, werden viele auch dann weiter nutzen, wenn die Pandemie-Beschränkungen irgendwann im kommenden Jahr vom Tisch sein werden. In der zweiten Jahreshälfte bewegte sich die Aktie nach der Super-Rallye des ersten Halbjahrs seitwärts. Solange der Kurs nicht aus dieser zwischen 2.871 und 3.552 US-Dollar gelegenen Handelsspanne nach unten ausbricht, würde ich Amazon behalten.

Aktientipp 3: Allianz (ISIN DE0008404005 – Symbol: ALV – Währung: EUR) | -12,9%

Die Allianz-Aktie sehe ich als Teil des Fundaments für mittel- und langfristige Depots. Eine Aktie, mit der man nicht tradet, sondern die man langfristig hält. Damit wird man keinen Performance-Wettstreit gewinnen, aber über Jahre hinweg eine gute Basis für ansehnliche Renditen vorfinden. Dem Finanz- und Versicherungskonzern gelingt es seit Jahren, seine Gewinne trotz des für die europäische Finanzindustrie äusserst schwierigen Umfelds in kleinen Schritten zu steigern. Das ist aller Ehren wert und würde die Chance bieten, so richtig durchzustarten, wenn sich dieses Umfeld wieder günstiger darstellen sollte.

Aber schon jetzt hat die Allianz solide wirkende mittel- und langfristige Aufwärtstrends zu bieten und, vor allem, eine sehr lukrative Dividendenrendite. Dieses „Zubrot“ lag in den vergangenen Jahren von der am Aktienkurs gemessenen, prozentualen Rendite her immer zwischen vier und fünf Prozent und nominal zuletzt bei stattlichen neun Euro pro Aktie.

Update zum Jahresende: -12,9%

Der Finanz- und Versicherungskonzern Allianz hat das Pandemie-Jahr 2020 recht gut überstanden. Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen aus konjunktursensiblen Industriebranchen rechnen die Experten damit, dass der Allianz-Konzern 2021 bereits über die Umsatz- und Gewinnlevels des starken Jahres 2019 hinauskommen wird. Dem DAX, der kurz vor Weihnachten das Start-Niveau des Jahres 2020 zurückerobern konnte, hinkt die Aktie zwar hinterher. Aber mit Blick auf die immense Dividendenrendite, die selbst bei moderaten Kürzungen (die derzeit aber gar nicht im Raum stünden) über vier Prozent betragen würde, würde ich die Aktie als das, was sie meines Erachtens sein sollte, nämlich ein Teil des Fundaments für mittel- und langfristige Depots, halten, in Schwäche sogar behutsam zukaufen.

Aktientipp 4: Tencent (ISIN KYG875721634 – Symbol: TECHY – Währung: USD) | +35,4%

Der Name des Unternehmens lässt an eine US-Supermarktkette denken, aber tatsächlich ist Tencent ein chinesischer Internet-Allrounder der besonderen Art. Basis ist die Instant-Message-Plattform QQ, aber letztlich Tencent ein breit gefächertes Online-Portal, das Shopping, Online-Payment, verschiedenste Internet- und Kommunikationslösungen und mehr bietet. Aber das ist nur ein Standbein, denn: Tencent hält eine dreistellige Zahl wichtiger Patente und betätigt sich als Investor in Technologieunternehmen weltweit. So breit gestreut wie die eigene Angebotspalette investiert Tencent auch sein Kapital und wirkt wie ein Internetunternehmen, das sich in eigener Rechnung zugleich als Investmentfonds betätigt.

Tencents Heimatbörse ist Hongkong, die Aktie wird aber in den USA ebenso wie auch hierzulande gehandelt. Umsatz und Gewinn steigen seit Jahren kontinuierlich. Mit umgerechnet ca. 55 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2019 gehört Tencent längst zu den grösseren Playern des Internet-Geschäfts, aber damit ist Tencent auch eine Aktie mit höherer Volatilität, bei der höheren Chancen auch höhere Risiken gegenüberstehen: Nur etwas für risikofreudige Anleger!

Update zum Jahresende: +35,4%

Mit 43,71 US-Dollar hatte die Tencent-Aktie das Jahr 2019 beendet, am 14. Dezember 2020 schloss sie in den USA bei 59,51 US-Dollar. Ich würde die Aktie halten, aber in jedem Fall mit einem Stoppkurs absichern. Entscheidend ist aus aktueller Sicht die Unterstützungszone 54/55 US-Dollar, die derzeit zusätzlich durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird. Sollte die Aktie diese Zone auf Schlusskursbasis durchbrechen, wäre es an der Zeit, den Gewinn mitzunehmen. Ansonsten würde ich hier einfach investiert bleiben und dem Aufwärtstrend folgen. Auch 2020 konnte Tencent Umsatz und Gewinn steigern, diese jahrelange Erfolgsgeschichte ununterbrochenen Wachstums fortsetzen. Und bislang gibt es keinen Grund zu zweifeln, dass das nicht auch 2021 gelingen könnt. Zudem ist die vor einigen Jahren noch kritisch hohe Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis momentan angemessen, zu teuer wäre Tencent aus dieser Warte heraus also auch nicht: halten!

Ronald-Gehrt
Aktientipp 1:
Evotec Aktie (seit Empfehlung +5,3%)

Aktientipp 2:
amazon.com Aktie (seit Empfehlung +69,5%
)

Aktientipp 3:
Allianz Aktie
(seit Empfehlung -12,9%)

Aktientipp 4:
Tencent Aktie
(seit Empfehlung +36,1%)

Die besten Aktientipps 2020 von Tobias Krieg

Tobias Krieg ist seit mehr als 10 Jahren leidenschaftlicher und professioneller Aktienhändler. Sein Ansatz beruht auf einem Zusammenspiel von fundamentaler Analyse und Charttechnik. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Biller Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch. Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend. Nach über sieben Jahren als Analyst der BörseGo AG, ist Tobias Krieg seit Januar 2018 für den Broker LYNX tätig.

Aktientipp 1: Berkshire Hathaway (ISIN: US0846707026 – Symbol: BRK.B – Währung: USD) | -1,7%

Vorab möchte ich sagen, dass Amazon und Tencent ebenfalls zu meinen Top-Empfehlungen gehört hätten. Da mein Kollege Ronald Gehrt diese Aktien aber bereits besprochen hat, bringt Ihnen einen Doppelnennung keinen Mehrwert.

Ebenso aussichtsreich ist aus meiner Sicht Berkshire Hathaway. Das Konglomerat der Investorenlegende Warren Buffett wird vollkommen unterschätzt und ist in Wirklichkeit sehr viel günstiger bewertet, als ein Blick auf die P/E vermuten lässt.

Berkshire sitzt auf einem gigantischen Berg von Aktienbeteiligungen und Bargeld. Der Wert der Apple-Aktien ist seit der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen beispielsweise um mehr als 30 Mrd. USD gestiegen.

Inzwischen dürften sich die Vermögenswerte auf nahezu 400 Mrd. USD summieren.
Dadurch ist das hochprofitable operative Geschäft von Berkshire womöglich nur noch mit einem KGV von 8 bewertet und somit sehr viel günstiger als der Gesamtmarkt.

Update zum Jahresende: -1,7%

Die Aktie von Berkshire-Hathaway hat im Jahresverlauf kaum Kursgewinne verzeichnet.
Das ist in Anbetracht der gigantischen Vermögenswerte mehr als erstaunlich. Inzwischen dürfte das Unternehmen von Investoren-Legende Warren Buffett der günstigste Grosskonzern der Welt sein.
Derzeit kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von 540 Mrd. USD. Berkshire hält allerdings Aktienpakete mit einem Wert von 245 Mrd. USD. Drüber hinaus hat man 142 Mrd. USD an Barmitteln und kurzlaufenden Anleihen sowie weitere 19 Mrd. USD an langlaufenden Anleihen.
Der Wert aller Aktien, Anleihen und Cash summieren sich also auf vier Fünftel des Börsenwerts von Berkshire.
Das operative Geschäft, welches den Kauf all dieser Beteiligungen erst ermöglicht hat, kommt daher nur auf ein KGV von 5.

Aktientipp 2: Wirecard (ISIN: DE0007472060 – Symbol: WDI – Währung: EUR) | -99,6%

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.
In den letzten Monaten hatte ich mich mehrfach positiv zum Unternehmen geäussert. Jedes Mal, wenn die Aktie unter Druck kam, haben wir die Chance genutzt. Vielleicht werden wir abermals eine Möglichkeit bekommen.
Ab 127 Euro dürfte die Aktie auf vermehrtes Kaufinteresse stossen. Bei 113 und 103 Euro wäre das Chance-Risiko-Verhältnis umso besser.

Auslöser für erneute Kursverluste könnte abermals die FT sein. Es ist vollkommen unklar, sogar unwahrscheinlich, dass die FT Ruhe geben wird.
Man sollte auch nicht leichtfertig davon ausgehen, dass ein gutes Ergebnis der Bilanzprüfung durch KPMG zu weiteren Kursgewinnen führt. „Sell the News“ kennen Sie sicherlich.

Update zum Jahresende: -99,6%

Vieles von dem, was 2020 passiert ist, hätten wir uns Anfang des Jahres nicht träumen lassen. Für mich gehörte dazu auch ein Bilanzskandal, der einen DAX-Konzern auslöschen könnte. 

Bei Wirecard kam es genau dazu und hoffentlich bleibt es ein einmaliger Vorgang. 
Ich möchte die Verantwortung nicht auf die Verfehlungen der Finanzaufsicht oder der Wirtschaftsprüfer abwälzen und entschuldige mich daher bei unseren Kunden und Lesern. 

Aktientipp 3: Tencent Music (ISIN: US88034P1093 – Symbol: TME – Währung: USD) | +47,2 %

Tencent Music ist die mit Abstand grösste Musikstreaming-Plattform in China. Da die Regierung in Peking der internationale Konkurrenz den Markteintritt verwehrt, konnte man eine monopolartige Stellung erreichen.
Das Unternehmen wächst profitabel und mit einem enormen Tempo. Die Zahl der Abos ist im letzten Quartal auf Jahressicht um 42% gestiegen. Mit 661 Millionen monatlich aktiven Nutzern ist man ein wahrer Gigant.
Im laufenden Geschäftsjahr dürfte sich der Gewinn daher nahezu verdoppelt. In den kommenden beiden Jahren wird jeweils ein Umsatz und Gewinnwachstum von 23-36% p.a. erwartet.
Gleichzeitig erhält man Rückendeckung von der Konzernmutter. Ein Konsortium um Tencent hat kürzlich eine Beteiligung von 10% am französischen Medienkonzern Vivendi erworben. Sicherlich geht es bei diesem Deal auch um Musikrechte, denn die Vivendi-Tochter Universal ist der weltweite Marktführer in diesem Bereich.

Update zum Jahresende: +47,2 %

Die Aktie von Tencent Music hat sich erfreulich entwickelt und ist im Jahresverlauf um über 40% gestiegen. 

Das Unternehmen konnte anhaltend starke Zahlen vorlegen und hat mehrfach die Erwartungen übertroffen. 

Tencent Music gelingt es zunehmend die hunderten Millionen von Nutzern in zahlende Kunden zu wandeln.
Inzwischen hat man 51,7 Millionen Abonennten, was auf Jahressicht einem Anstieg um 46% entspricht. 

Aktientipp 4: Sabra Health (ISIN: US78573L1061 – Symbol: SBC – Währung: USD) | -21,4%

Sabra Health ist ein US-REIT, der sich auf den Bereich Altersheime mit ärztlicher Betreuung spezialisiert hat. Es ist und bleibt eine attraktive Branche mit Potenzial, doch vor allem bietet sie gut planbare Einkommensströme. Daher hatte ich die Aktie auch in den letzten zwei Jahren vorgestellt. In beiden Fällen konnte man im Januar zu einem attraktiven Preis einsteigen, jeweils 40-50% an Kursgewinnen und mehr als 10% an Dividende einstreichen.

Derzeit notiert die Aktie eine ganze Ecke höher, doch vielleicht bescheren uns die Börsengötter eine abermalige Gelegenheit.
Auf dem aktuellen Niveau ist der REIT fair bewertet und bietet eine Dividendenrendite von 8,07%. Selbst ohne Kursgewinne könnte man also zufrieden sein.
Dennoch sollte man über einen schrittweisen Einstieg nachdenken. Die wichtigsten Unterstützungen liegen bei 20,50 sowie 19,00 und 16,00 USD.

Update zum Jahresende: -21,4%

Sabra Healthcare ist durch Corona gehörig unter die Räder gekommen, hat sich seitdem aber wieder nachhaltig erholt. 

Der Betreiber von Altenheimen wurde von der Pandemie weniger hart getroffen, als zunächst angenommen wurde. 

In den ersten neun Monaten des Jahres sind die Funds from Operations „nur“ von 1,41 auf 1,20 USD je Aktie gesunken.
Operativ läuft es bei dem Unternehmen also vergleichsweise gut und man kann sich die hohe Dividendenrendite von 6,88% weiterhin leisten. 

Aktien Tipps im Börsenblick

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