Die besten Aktien 2021 | LYNX Online Broker
Inhalt

Welche Aktien steigen 2021?

Die Aktienmärkte blicken – bedingt durch die Corona-Krise – auf ein aussergewöhnlich turbulentes Jahr 2020 zurück. Auf einen Aktiencrash zu Jahresbeginn folgte anschliessend eine beeindruckende Kurserholung, trotz einer schweren wirtschaftlichen Rezession stiegen die Kurse der meisten Aktien stetig und erreichten vielfach sogar neue Bestmarken. Doch welche Werte könnten sich in diesem Jahr als beste Aktien 2021 entpuppen? Was sind die möglichen Top Aktien des Jahres? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2021 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial für steigende Aktienkurse sehen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2021: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Wendelin-Probst_200x200

Aktientipp 2:
InMode Aktie

Aktientipp 3:
Canadian Solar Aktie

Aktientipp 4:
Nutrien Aktie

Die besten Aktientipps 2021 von Wendelin Probst

Aktientipp 1: Horizon Therapeutics (ISIN: IE00BQPVQZ61 – Symbol: HZNP – Währung: USD)

Wachstumsschub dank neuem Blockbuster-Medikament

Das Biopharma-Unternehmen Horizon Therapeutics mit Sitz in Irland entwickelt Spezial-Arzneimittel für eine Reihe von Krankheiten. Dabei konzentriert man sich auf Behandlungen bei Arthritis, Schmerzen, Schilddrüsen- und Entzündungs-Erkrankungen. Insgesamt verfügt das Unternehmen bereits über zwölf zugelassene Therapeutika. Darunter befinden sich beispielsweise die Arzneimittel Krystexxa für chronische Gicht sowie RAVICTI zur Behandlung von Störungen des Harnstoffzyklus. Richtig „eingeschlagen“ hat zuletzt ein Medikament zur Behandlung der „Schilddrüsen-Augen-Krankheit“ namens TEPEZZA, eine der erfolgreichsten Arzneimittelzulassungen des Jahres 2020.

Augen-Medikament TEPEZZA übertrifft alle Erwartungen

Das Unternehmen gab Anfang Januar bereits bekannt, dass aufgrund der TEPEZZA-Verkaufserfolge das mehrmals angehobene Umsatzziel für 2020 in Höhe von 2,14 Mrd. USD übertroffen wurde und dass damit ein Umsatzwachstum von mehr als +65 % erzielt wurde. Zu Jahresbeginn war noch ein Umsatzziel von ca. 1,41 Mrd. USD ausgegeben worden. Auch das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll demnach höher ausfallen als die zuletzt angestrebten 940 Mio. USD, was einer Steigerung von mehr als +95 % zum Vorjahr entspricht.

Allein im Jahr der Zulassung wurden mit TEPEZZA Umsätze in Höhe von mehr als 800 Mio. USD erzielt – ein Vielfaches der anfangs erwarteten 30 Mio. USD bis 40 Mio. USD. Es wird erwartet, dass das Mittel zur Standard-Behandlung der Schilddrüsen-Augen-Krankheit wird, die bei den Betroffenen unter anderem dazu führt, dass die Augen aus der Augenhöhle ragen. Mittlerweile liegen die eigenen Schätzungen für das jährliche Umsatzpotenzial nicht mehr wie ursprünglich bei 750 Mio. USD, sondern bei sage und schreibe 3 Mrd. USD. Allerdings wird im ersten Quartal 2021 mit Lieferschwierigkeiten gerechnet, da Produktionspartner Catalent die Fertigungs-Kapazitäten vorübergehend zur Herstellung von Covid19-Impfstoffen benötigt. Dies sollte sich dem Unternehmen zufolge jedoch nur kurzfristig auswirken, da die Produktionskapazitäten entsprechend ausgeweitet werden.

Fazit: Beste Wachstumsaussichten auch im Jahr 2021

Die Biotech-Aktie ist trotz des starken Kursanstiegs im Jahr 2020 nicht teuer bewertet. Analysten erwarten pro Aktie 3,61 USD Gewinn im Jahr 2020 und für 2021 mindestens 4,28 USD Gewinn je Aktie (+19 %). Positive Überraschungen sind aufgrund der TEPEZZA-Erfolge nicht ausgeschlossen. Ausserdem ist das Unternehmen mit seinem Wirkstoffportfolio zudem ein interessanter Übernahmekandidat für grössere Unternehmen der Pharma- und Biotechbranche. Die Aktie, die aktuell bei 78 USD notiert, könnte über kurz oder lang dreistellige Kurse erreichen.

Aktientipp 2: InMode (ISIN: IL0011595993 – Symbol: INMD – Währung: USD)

Spannendes Medizintechnik-Unternehmen aus Israel

InMode ist ein in Israel ansässiges Medizintechnik-Unternehmen, das als Technologieführer im Bereich nicht- bzw. minimalinvasiver chirurgischer Eingriffe und Schönheitsoperationen gilt. Die Geräte von InMode kommen unter anderem in der plastischen Chirurgie, der Gynäkologie, der Dermatologie, sowie in den Bereichen HNO und Augenheilkunde zum Einsatz. Anwendungsfelder sind beispielsweise Konturierungen, Hautbehandlungen, Akne, Haarentfernungen, Anti-Aging & Wellness sowie Pigment- und Gefässprobleme. Dazu nutzt InMode unter anderem innovative Technologien, die auf Radiofrequenz (RF) oder Laser basieren. Die Lösungen des Unternehmens sind bestehenden Verfahren technologisch überlegen, so dass es eine steigende Nachfrage nach den Produkten gibt.

Milliardenmarkt Schönheitschirurgie

Der lukrativste Markt des Unternehmens ist der Wachstumsmarkt Schönheitschirurgie, der ein aktuelles Volumen von ca. 12 Mrd. USD hat und in den kommenden fünf Jahren jährlich knapp zweistellig wachsen soll. Die Gewinnspannen sind in diesem Markt besonders hoch, so dass sich der Fokus des Unternehmens auf diesen Bereich bezahlt machen dürfte. In den letzten drei Jahren legte der Umsatz des Unternehmens im Schnitt um +59 % zu. Gleichzeitig stieg der Gewinn um +100 % p.a.. Fürs Gesamtjahr 2020 erhöhte InMode Mitte Januar die Umsatzprognose auf 206 Mio. USD und die Ergebnisprognose auf 2,09 USD je Aktie. Das übertrifft die Analystenschätzungen deutlich, die zu diesem Zeitpunkt bei 195 Mio. USD Umsatz und 1,79 USD Gewinn je Aktie lagen. Im laufenden Jahr 2021 erwartet InMode einen Umsatz von 250 Mio. USD bis 260 Mio. USD, ebenfalls deutlich mehr als die Marktschätzungen in Höhe von 245 Mio. USD. Eine Gewinnschätzung gab InMode für das laufende Geschäftsjahr nicht ab, Analysten erwarten ca. 2,20 USD pro Aktie. Gut möglich, dass diese Schätzung in den kommenden Wochen deutlich nach oben angepasst wird.

Fazit: Technologieführer und Übernahmekandidat

InMode ist eindeutiger Technologieführer bei nicht- bzw. minimalinvasiven chirurgischen Eingriffen und Technologien für Schönheits-OPs. Die Corona-Krise konnte überraschend schnell abgehakt werden, mittlerweile können die allermeisten OPs ohne Ansteckungsgefahr durchgeführt werden. Viele Behandlungen mit InMode-Technologien werden ohnehin nicht in Krankenhäusern, sondern in privaten Schönheitskliniken und spezialisierten Praxen durchgeführt. Die Analysten dürften ihre Umsatz- und Gewinnziele für 2021 in Kürze deutlich anheben. Das mit 1,6 Mrd. USD Börsenwert noch recht kleine Unternehmen ist zudem ein interessanter Übernahmekandidat für grössere Medizintechnik-Konzerne.

Aktientipp 3: Canadian Solar (ISIN: CA1366351098 – Symbol: CSIQ – Währung: CAD)

Canadian Solar: Auf bestem Weg zum grössten Modulhersteller der Welt

Solarstrom gilt aufgrund der stark gesunkenen Modulpreise inzwischen als wettbewerbsfähigste nachhaltige Energieform und in einigen Ländern mit besonders vielen Sonnenstunden sogar als günstigste verfügbare Stromquelle überhaupt. In den warmen Regionen ist es bereits gelungen Solarstrom zu (fast) unschlagbar günstigen 0,01 USD/kWh zu produzieren. Kein Wunder, dass Solarstrom stark im Kommen ist. Zwar deckt Sonnenstrom laut der Internationalen Energie Agentur IEA erst rund 3 % des weltweiten Strombedarfs, aber rund die Hälfte der weltweit neu installierten Stromerzeugung entfällt derzeit auf Sonnenenergie. Von dieser Entwicklung profitieren Solar-Unternehmen.

Die kanadische Solarfirma Canadian Solar ist der zweitgrösste Solarmodul-Hersteller der Welt. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat Canadian Solar eigenen Angaben zufolge bereits Solarmodule mit insgesamt mehr als 46 GW Leistung ausgeliefert. Derzeit verfügt das Unternehmen über eine Modul-Fertigungskapazität von ca. 16 GW. Neben Modulen werden Wechselrichter und Stromspeicherlösungen, sowie Servicedienstleistungen angeboten. Canadian Solar entwickelt, baut, betreibt und verkauft daneben auch ganze Solarparks. Derzeit werden eigene Parks mit einer aktuellen Gesamtleistung von 1 GW betrieben, in der Pipeline befinden sich weitere Grossprojekte im Gesamtvolumen von 15 GW. Dieses Projektgeschäft, bei dem in der Regel fertige Anlagen und Parks an Energiekonzerne übergeben werden, soll zukünftig stark ausgebaut werden. Während dieses Jahr mit der Fertigstellung von Grossprojekten im Gesamtvolumen von 1,1 bis 1,3 GW geplant wird, sollen es 2024 bereits 3,6 bis 4,1 GW sein.

Auf dem Sprung zur Nummer eins der Solarbranche?

Einen grossen Sprung erwartet das Unternehmen für das kommende Jahr. Von erwarteten 11 bis 12 GW im Jahr 2020 sollen die Auslieferungen im Jahr 2021 auf 18 bis 20 GW anziehen. Damit könnte man – was die Leistung betrifft – wenn auch nur knapp am aktuellen Marktführer JinkoSolar vorbeiziehen und zur Nummer eins der Branche aufsteigen. Da man in China und Südostasien über einige der weltweit grössten Fertigungsstätten für Solarzellen verfügt, könnte dieses Vorhaben durchaus gelingen. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Weltmarktanteil von aktuell 10 % auf 14 % steigen wird. Durch die Standort- und Grössenvorteile und Skaleneffekte erhofft man sich einen enormen Schub in Sachen Profitabilität. Und hier liegt Canadian Solar ohnehin schon gut im Rennen. Seit 2016 wurde die Bruttomarge von 15 % auf mittlerweile 24 % gesteigert, die Konkurrenz liegt hier im Schnitt noch unter 20 %. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 erwarten Analysten ein Ergebnis je Canadian Solar Aktie von 1,67 USD, im laufenden Jahr 2021 sollen dann 2,01 USD Gewinn erzielt werden. Die Umsätze sollen dabei von 3,43 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 4,93 Mrd. USD im nächsten Jahr zulegen.

Fazit: Nur für spekulative Anleger geeignet

Canadian Solar gehört zu den Photovoltaik-Firmen, die vor allem auf der Kosten- bzw. Preis-Ebene und weniger auf der Technologie-Ebene konkurrieren. Da es hier einen grossen Konkurrenzdruck gibt, sind die Gewinnmargen noch recht niedrig. Deshalb liegt die Marktkapitalisierung von Canadian Solar mit aktuell ca. 3,2 Mrd. USD deutlich unter dem erwarteten Jahresumsatz in Höhe von 4,9 Mrd. USD. Entspannt sich die Wettbewerbslage, weil die Nachfrage nach Solarmodulen anzieht, so wirkt sich das – wie zuletzt er Fall – sehr positiv auf die Gewinnmargen aus. Die Canadian Solar Aktie jedoch nichts für konservative Anleger und eher für spekulative Anleger geeignet. Langfristig orientierte Anleger können bei einem Rücksetzer in den Bereich 45 USD bis 50 USD einsteigen und darauf setzen, dass sich die Modulpreise aufgrund der steigenden Nachfrage zukünftig deutlich stabiler entwickeln. Denn dann könnte der Kursanstieg im Jahr 2020 erst der Auftakt zu einer längerfristigen Aufwärtsbewegung sein. Wer mehr zur Solarbranche und zur Aktie von Canadian Solar wissen möchte, dem empfehlen wir unseren Artikel Solarboom 2.0: Die besten Solar Aktien 2021.

Aktientipp 4: Nutrien (ISIN: CA67077M1086 – Symbol: NTR– Währung: CAD)

Düngemittel-Hersteller profitiert von steigenden Lebensmittelpreisen

Seit Beginn der Corona-Krise beginnen die Preise für Agrar-Rohstoffe zu klettern. Kein Wundern, denn in vielen Ländern der Welt gab es Lockdown-Bestimmungen die dazu führten, dass viele Saisonarbeiter die Felder verliessen und in ihre Heimat zurückkehrten. Doch nicht nur aus diesem Grund fallen die Ernten in vielen Ländern schwächer aus. Seit die Nachfrage aus den Bereichen Hotellerie und Gaststätten, Reise und Tourismus plötzlich wegbrach oder ausländische Einkäufer fernblieben, kommen vor allem in ärmeren Ländern immer mehr Landwirte in finanzielle Schwierigkeiten. Denn wer ohnehin von der Hand in den Mund lebt, dem gehen rasch die Reserven aus, um ausreichend Saatgut zu kaufen oder Arbeiter zu bezahlen. Klimatische Einflüsse wie anhaltende Dürreperioden wie zuletzt unter anderem in der Ukraine, der „Kornkammer Europas“, führten in wichtigen Anbaugebieten ebenfalls zu erheblich schwächeren Ernten. Gibt es jedoch weltweit weniger landwirtschaftliche Erzeugnisse, so steigen gemäss den Gesetzen des Marktes die Preise. Eine Lebensmittelpreis-Inflation ist daher – leider – ein realistisches Szenario. Entsprechend sind viele Agrar-Aktien dabei einen neuen Aufwärtstrend auszubilden.

Steigende Lebensmittelpreise befeuern die Preise für Düngemittel

Im Einklang mit den Lebensmittelpreisen stiegen zuletzt auch die Preise für Düngemittel z.B. Phosphat, Ammoniak und Kaliumkarbonat seit Mitte 2020 deutlich an. Das Researchhaus Argus Media erwartet, dass die Düngerpreise in den kommenden Monaten weiter anziehen und den Düngemittelherstellern einen sehr lukrativen Frühling bescheren werden. In der Branche hatte seit dem letzten Rohstoffboom eine Konsolidierung stattgefunden, so dass die verbliebenen Unternehmen umso mehr profitieren. Ein Unternehmen, das von der steigenden Nachfrage nach Agrargütern und Düngemitteln profitiert ist der kanadische Düngemittelhersteller Nutrien. Bis zur Fusion mit dem Wettbewerber Agrium im Jahr 2018 firmierte das Unternehmen unter dem Namen PotashCorp. Nutrien hat seine marktführende Stellung in Nordamerika und Australien durch den Zusammenschluss deutlich ausbauen können und verfügt in den Kernmärkten über ein enges Endkunden-Vertriebsnetz.

Grösster Kali-Hersteller der Welt mit 3,5 % Dividendenrendite

Nutrien betreibt im kanadischen Bundesstaat Saskatchewan sechs sehr kostengünstig operierende Kali-Minen und gilt als der grösste Kali-Hersteller der Welt. Das Unternehmen produziert aber auch Phosphat und Ammoniak (Stickstoff). Insgesamt setzt der Konzern jährlich rund 25 Mio. Tonnen Düngemittel ab. Daneben werden auch Saatgut, Pflanzenschutzmittel und andere landwirtschaftlichen Bedarfe gedeckt, die ebenfalls direkt an Endkunden vermarktet werden. In den letzten drei Jahren stiegen die Umsätze und Gewinne des Unternehmens im Schnitt um +62 % beziehungsweise +58 %. Für 2020 rechnen Analysten zwar mit einem Ergebnisrückgang um -23 % auf 1,73 USD je Aktie, 2021 sollen es aber bereits wieder 2,24 USD je Aktie sein und im darauffolgenden Jahr sollen sogar 2,26 USD Gewinn je Aktie drin sein. Da die Düngemittelpreise als Gewinnhebel fungieren könnte es im besten Fall auch deutlich mehr sein.

Fazit: Erstklassige Wachstums- und Dividendenaktie

Dadurch dass das Unternehmen vom Abbau der Düngemittel bis zum Vertrieb an Endkunden voll integriert ist, wird ein hoher Cashflow erzielt, der auch eine ordentliche Dividende in Höhe von 1,80 USD ermöglicht. Beim aktuellen Aktienkurs in Höhe von 52 USD errechnet sich eine attraktive Rendite von 3,5 %, die auch für Dividendenjäger interessant sein dürfte. Mit der erstklassigen Aktie können Sie darauf setzen, dass die Landwirtschaft nach der Corona-Krise einen neuen Boom erlebt.

Die besten Aktientipps 2021 von Ronald Gehrt

Ronald-Gehrt

Aktientipp 1:
Evotec Aktie

Aktientipp 2:
S&T Aktie

Aktientipp 4:
SAP Aktie

Aktientipp 1: Evotec Aktie (Symbol: EVT — ISIN: DE0005664809 — Währung: EUR)

Evotec ist bereits seit zwei Jahren Teil meiner Empfehlungsliste und ich halte meinen Tipp auch für das Jahr 2021 aufrecht. Die im TecDAX ebenso wie im MDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen grossen Pharma- und Biotechunternehmen Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu der handverlesenen Gruppe mittelgrosser Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die seit Jahren konstant schwarze Zahlen schreiben und solide Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn vorweisen. Das dürfte sich, das sehen ausser mir auch die Analysten so, 2021 fortsetzen. Diese Aktie ist als mittel- und langfristiges Investment hochinteressant, nicht zuletzt, weil Evotec mit seiner seit Jahren gehaltenen Profitabilität einen Vorsprung vor anderen, noch tiefrote Zahlen schreibenden Biotech-Unternehmen hat. Kurzfristig zeigt sich diese Aktie hochvolatil, daher würde es sich anbieten, schnelle, kräftige Rücksetzer, wie sie immer wieder einmal auftauchen, zu nutzen, um sich hier eine Anfangsposition aufzubauen oder bestehende Bestände zu vergrössern, um diese dann über einige Jahre zu halten.

Aktientipp 2: S&T Aktie (Symbol: SANT1 — ISIN: AT0000A0E9W5 — Währung: EUR)

Die im TecDAX gelistete S&T AG ist vielen Anlegern kaum bekannt. Das liegt zum einen daran, dass das Unternehmen eigentlich in Österreich beheimatet ist, zum anderen daran, dass S&T vor allem in Mittel- und Osteuropa agiert. S&T ist ein IT-Dienstleister, der sich nicht an Privatkunden, sondern an Unternehmen richtet, auch das dürfte dazu geführt haben, dass so mancher Investor mit dem Namen S&T nichts anfangen kann. Doch ein geringer Bekanntheitsgrad bremst nicht auf der Erfolgsspur. S&T kann auf jahrelang konstante Umsatz- und Gewinnsteigerungen zurückblicken und hat das Jahr 2020 mit Bravour bewältigt. Auf Basis der im November angehobenen, unternehmenseigenen Gewinnprognose dürfte S&T 2020 ein Gewinnplus um die 15 Prozent gelingen. Was die Aktie aus meiner Sicht für 2021 interessant macht ist der Umstand, dass diese starke Entwicklung an den Anlegern schlicht vorbeiging. Während Aktien von Unternehmen, die dramatische Umsatz- und Gewinneinbrüche hinnehmen musste, die Erholung längst vorweggenommen haben, indem sie im Jahressaldo 2020 weit im Plus lagen, beendete die S&T-Aktie das vergangene Jahr im Minus. Was dazu führte, dass sie von der Bewertung her billiger wurde. Auf Basis der unternehmenseigenen 2020er-Prognose läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis per Mitte Januar bei 23, für die durchschnittliche 2021er-Gewinnschätzung der Analysten sogar nur bei 18. Das ist im Vergleich zum derzeitigen Wachstumstempo sehr günstig. Ob und wann die Anleger die Aktie „entdecken“, ist natürlich nicht in einer Glaskugel zu entdecken, aber ich sehe diese Aktie auch als gezielt mittelfristiges Investment.

Aktientipp 3: secunet Security Networks Aktie (Symbol: YSN — ISIN DE0007276503 — Währung: EUR)

Daten- und IT-Sicherheit ist eine mit der Dimension potenzieller Bedrohungen wachsende Branche. secunet Security Networks ist ein in Essen beheimateter Dienstleister, der die gesamte Palette des Bereichs IT-Sicherheit abdeckt, von der Sicherheitsanalyse über die Implementierung und Wartung von Sicherheitssystemen bis hin zu Schulungen. Umsatz und Gewinn wachsen hier schon seit Jahren mit beeindruckender Stetigkeit und bislang spricht nichts dagegen, dass dieser Wachstumspfad weiter beschritten wird. Die Aktie hat in den letzten vier Monaten des Jahres 2020 einen mehrmonatigen, starken Anstieg konsolidiert und hat sich dadurch der mittelfristig wichtigen Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie angenähert. Diese Aktie ist spannend, aber auch markteng. Wie immer bei Nebenwerten sollte man den Einstieg behutsam angehen, mit moderatem Kapitaleinsatz agieren und grundsätzlich einen mittel- bis langfristigen Zeithorizont verfolgen.

Aktientipp 4: SAP Aktie (Symbol: SAP — ISIN DE0007164600 — Währung: EUR)

Als der Softwarekonzern SAP Ende Oktober das Ergebnis des dritten Quartals 2020 vorlegte, brach die Aktie wie vom Blitz getroffen ein. Dabei lagen die Ergebnisse gar nicht weit unter den Erwartungen der Analysten. Zusammen mit dieser Quartalsbilanz korrigierte SAP die eigenen Erwartungen für 2020 nach unten, das führte unter den Marktteilnehmern zu einer nahezu panischen Reaktion. Doch genau betrachtet waren diese Korrekturen geringfügig. So sah man das Betriebsergebnis in einer Spanne von 8,1 bis 8,5 Milliarden Euro, zuvor waren 8,1 bis 8,7 Milliarden angepeilt worden. Diese moderate Reduzierung der Perspektive stand einem Kurseinbruch gegenüber, der die Aktie binnen weniger Tage um in der Spitze 28 Prozent drückte. Das deutet an, dass manche Marktteilnehmer überzogene Erwartungen hegten. Aber diejenigen, die zu grosse Brötchen backen wollten, wurden damit aus dem Markt geworfen. Aus meiner Sicht ist damit das Potenzial positiver Überraschungen gegeben. Während man bei vielen anderen Aktien Mitte Januar 2021 immer noch eine gefährlich hohe Erwartungshaltung im Kurs eingepreist hat, ist hier eine gesunde Skepsis eingekehrt, die die Chance für positive Überraschungen bietet.

Die besten Aktientipps 2021 von Achim Mautz

Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsennews-Experte

Aktientipp 2:
Apple Aktie

Aktientipp 3:
Peabody Energy Aktie

Aktientipp 4:
Carnival Corp Aktie

Aktientipp 1: Advance Micro Devices (AMD, US0079031078)

Die jüngsten Nachrichten rund um den neuen und alten CEO bei Intel haben der Aktie des Halbleiterkonzerns AMD etwas zugesetzt. Dennoch gehe ich davon aus, dass der Konzern in den kommenden Jahren immer mehr Marktanteile hinzugewinnen wird. Die Übernahme von Xilinx war strategisch sinnvoll und auch die Zusammenarbeit mit Alphabet im Bereich von Streaming-Videospielen sieht langfristig äusserst interessant aus.
Aus technischer Sicht ist die Aktie gerade an der psychologisch wichtigen Marke von 100 USD angelangt. Dass diese Hürde nicht so ohne Weiteres gebrochen wird, war zu erwarten und so trägt die aktuelle Konsolidierung dazu bei, dass der Titel sogar noch attraktiver wird. Ein Breakout über diesen Bereich könnte ein klares längerfristiges Kaufsignal auslösen, das für weitere Anstiege sorgt. Im Technologiebereich für mich kein Weg an AMD vorbei. Solange die Börsen steigen, dürfte dieser Titel ein Outperformer bleiben.

Aktientipp 2: Apple (AAPL, US0079031078)

Mit Apple habe ich einen weiteren guten alten Technologiewert mit auf meiner persönlichen Favoritenliste. Ich selbst bin zwar kein Apple Fan, was die Produkte angeht, aber was viel wichtiger ist, könnte in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Dabei handelt es sich um den Bereich der Elektromobilität, in welcher der Konzern nun zusammen mit Hyundai eine Kooperation bis März dieses Jahres abschliessen will. Ob dies ein grosser Gewinnbringer wird oder nicht, sei momentan dahingestellt. Was für mich eher zählt ist das Thema Fantasie und Erwartungen. Die Aktie könnte zu einer weiteren Kursexplosion ansetzen, weil sich sowohl Grossanleger als auch die breite Masse ein weiteres Mal auf den Titel stürzen könnten.
Aus technischer Sicht finden wir im Bereich bei 138 USD einen harten Widerstand. Im Wochenchart bildet sich hier ein sogenanntes „Cup and Handle“ aus. Wenn dieses vollendet ist, könnte die Aktie schon bald in den Bereich von 170 USD oder mehr vordringen.

Aktientipp 3: Peabody Energy (BTU, US7045511000)

Der US-amerikanische Konzern ist derzeit das grösste private Bergbauunternehmen der Welt. Leider glänzt der Titel nicht gerade durch gute Fundamentaldaten. In den letzten 12 Monaten lag der Verlust bei satten 20.85 USD je Aktie und die Erwartungen für das kommende Jahr sehen mit einem Minus von 2.27 USD je Aktie alles andere als vielversprechend aus. Diese Entwicklung spiegelt auch die Entwicklung der Kurse wider. Allein seit 2018 mussten Anleger einen Verlust von über 90 Prozent hinnehmen. Für mich ist Peabody Energy keine klassische Turnaround-Story, sondern vielmehr ein spekulativer Wert, welcher aus technischer Sicht sehr interessant erscheint. Sowohl im Wochen- als auch im Monatschart sind derzeit deutliche Kauftendenzen ersichtlich. Sollte nun auch der Bereich bei 4.17 USD nachhaltig gebrochen werden, könnte sich die Aktie schnell verdoppeln oder gar verdreifachen. Ein Lotterie-Ticket, welches für Anleger mit kleineren Positionsgrössen recht attraktiv sein dürfte.

Aktientipp 4: Carnival Corp. (CCL, PA1436583006)

Keine Branche wurde durch die Corona-Pandemie so hart getroffen, wie die Reisebranche. Hotels, Reiseveranstalter, Fluglinien und viele andere Branchen gerieten heftig unter Beschuss. Auch das grösste Kreuzfahrtunternehmen der Welt konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Am Jahresende blieb ein Minus von rund 60 Prozent in der Aktie übrig. Dennoch dürfte das Schlimmste überstanden zu sein. Aus technischer Sicht haben wir es aktuell mit einer klaren Bodenbildung zu tun und solange die Tiefs von August bis Oktober des vorigen Jahres nicht nach unten gebrochen werden, könnten die Bullen alsbald einen Zahn zulegen. Die neuen Impfstoffe könnten auch im Rahmen der Corona-Pandemie langsam, aber stetig den Turnaround bringen. Zwar erwarten sich Analysen auch 2021 noch keine Gewinne bei Carnival, doch bewegt sich die Börse bekanntlich nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft. Sollten die nächsten Quartalsergebnisse halbwegs vernünftig aussehen, könnte sich möglicherweise ein Potential von 100 Prozent oder mehr ergeben.

Aktientipps 2020

Die Aktienmärkte blicken – bedingt durch die Corona-Krise – auf ein aussergewöhnlich turbulentes Jahr 2020 zurück. Nach einem positiven Start ins Jahr und Höchstständen im Februar löste die grosse Unsicherheit bezüglich der rapide um sich greifenden Covid-19-Pandemie einen Crash der weltweiten Aktienindizes aus. Die meisten Börsen verloren durch Panikverkäufe der Anleger innerhalb weniger Wochen -30 % bis -40 % an Wert. Umso beeindruckender war die anschliessende Kurserholung, denn trotz einer schweren wirtschaftlichen Rezession stiegen die Kurse der meisten Aktien stetig und erreichten vielfach sogar neue Bestmarken. Insbesondere Technologieaktien profitierten von einer Digitalisierungswelle, aber auch die Branchen Pharma & Biotech, grüne Energien sowie Elektromobilität brachten zahlreiche Krisengewinner mit beeindruckenden Kursanstiegen hervor. Blickt man nur auf den Punktestand, so hat sich beim DAX-Index nicht viel getan. Denn das deutsche Börsenbarometer, in dem sich etliche Krisen-Verlierer der „Old Economy“ tummeln, notiert zum Jahresende in etwa dort wo er ins Jahr gestartet war – im Bereich von etwas mehr als 13.000 Zählern. Dazwischen liegt jedoch ein wilder Ritt auf 8.255 Punkte und zurück.

Die Kapitalmarktexperten von LYNX hatten Ihnen Anfang des Jahres jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2020 präsentiert. Sehen wir uns an, welche Performance Ronald Gehrt, Tobias Krieg und Wendelin Probst mit ihren jeweiligen Favoriten im „verrückten“ Börsenjahr 2020 erzielen konnten.

Auswertung zum Jahresende 2020

Das sind die Gewinner-Aktien 2020 (maximale Performance in USD)

PositionAktie
1.Zoom Video Communications (+707%)
2.Amazon (+89%)
3.Barrick Gold (+69%)
4.Tencent (+63 %)
5.Tencent Music (+49 %)

Welche Aktien steigen 2020?

Welche Werte könnten sich in diesem Umfeld als beste Aktien 2020 entpuppen? Was sind mögliche Top Aktien? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2020 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial sehen, dass diese Aktien steigen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2020: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Die Aktienmärkte blicken – bedingt durch die Corona-Krise – auf ein aussergewöhnlich turbulentes Jahr 2020 zurück. Nach einem positiven Start ins Jahr und Höchstständen im Februar löste die grosse Unsicherheit bezüglich der rapide um sich greifenden Covid-19-Pandemie einen Crash der weltweiten Aktienindizes aus. Die meisten Börsen verloren durch Panikverkäufe der Anleger innerhalb weniger Wochen -30 % bis -40 % an Wert. Umso beeindruckender war die anschliessende Kurserholung, denn trotz einer schweren wirtschaftlichen Rezession stiegen die Kurse der meisten Aktien stetig und erreichten vielfach sogar neue Bestmarken. Insbesondere Technologieaktien profitierten von einer Digitalisierungswelle, aber auch die Branchen Pharma & Biotech, grüne Energien sowie Elektromobilität brachten zahlreiche Krisengewinner mit beeindruckenden Kursanstiegen hervor. Blickt man nur auf den Punktestand, so hat sich beim DAX-Index nicht viel getan. Denn das deutsche Börsenbarometer, in dem sich etliche Krisen-Verlierer der „Old Economy“ tummeln, notiert zum Jahresende in etwa dort wo er ins Jahr gestartet war – im Bereich von etwas mehr als 13.000 Zählern. Dazwischen liegt jedoch ein wilder Ritt auf 8.255 Punkte und zurück.

Die Kapitalmarktexperten von LYNX hatten Ihnen Anfang des Jahres jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2020 präsentiert. Sehen wir uns an, welche Performance Ronald Gehrt, Tobias Krieg und Wendelin Probst mit ihren jeweiligen Favoriten im „verrückten“ Börsenjahr 2020 erzielen konnten.

Auswertung zum Jahresende 2020

Das sind die Gewinner-Aktien 2020 (maximale Performance in USD)

PositionAktie
1.Zoom Video Communications (+707%)
2.Amazon (+89%)
3.Barrick Gold (+69%)
4.Tencent (+63 %)
5.Tencent Music (+49 %)

Welche Aktien steigen 2020?

Welche Werte könnten sich in diesem Umfeld als beste Aktien 2020 entpuppen? Was sind mögliche Top Aktien? Unsere spekulativen Aktienempfehlungen für das Jahr 2020 haben allesamt eine spannende „Story“, so dass unsere Experten jeweils ein erhebliches Potenzial sehen, dass diese Aktien steigen. Deshalb denken wir, dass es sich für Sie lohnt, diese aussichtsreichen Aktien näher anzusehen. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Beste Aktien 2020: Diese Aktien sollten nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Wendelin-Probst_200x200

Aktientipp 1:
Zoom Video Communications Aktie

(seit Empfehlung +442,5%)

Aktientipp 2:
Proofpoint Aktie (seit Empfehlung -7,2%)

Aktientipp 3:
Splunk Aktie (seit Empfehlung
31,6%)

Aktientipp 4:
Barrick Gold Aktie
(seit Empfehlung +19,9%)

Die besten Aktientipps 2020 von Wendelin Probst

Der Finanzjournalist Wendelin Probst ist seit seiner Schulzeit rund 21 Jahre an der Börse aktiv und hat sich im Laufe der Zeit auf aufstrebende Wachstums- und Technologieaktien des US-Börsenmarktes spezialisiert. Er analysiert die Unternehmen fundamental vor allem im Hinblick auf Wachstumsparameter, Geschäftsmodell und Innovationsfaktor. Neben dem passenden Börsenumfeld setzt er für konkrete Einstiege eine hohe relative Stärke der betrachteten Aktien voraus, damit das Chartbild die vorangegangene Analyse bestätigt. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Zoom Video Communications Aktie (ISIN: US98980L1017 – Symbol: ZM – Währung: USD) | +442,5%

Zoom Video Communications bietet via Cloud Video-Konferenzdienste, Online-Meetings, Chats und weitere Lösungen zur mobilen Zusammenarbeit in Unternehmen an. Unter Experten gelten die Dienste von Zoom Video als führend, denn sie sind extrem zuverlässig, stabil und störungsarm. Das ist vor allem dann relevant, wenn sehr viele Teilnehmer miteinander verbunden sind. Via künstlicher Intelligenz können am Ende eines Online-Meetings Ergebnisse zusammengefasst oder Inhalte protokolliert werden. Zoom Video Communications ist erst seit Mitte des Jahres 2019 börsennotiert, der Emissionspreis lag bei 36 USD, der aktuelle Aktienkurs von 73 USD liegt also bereits in etwa doppelt so hoch.

Stürmisches Umsatzwachstum mit dreistelligen Wachstumsraten

In den letzten drei Jahren stieg der Umsatz im Schnitt dreistellig, wobei das Unternehmen noch rote Zahlen schrieb. Zuletzt wurden die Gewinnerwartungen fürs dritte Quartal in Höhe von 0,03 USD je Aktie mit einem tatsächlichen Ergebnis von 0,09 USD je Aktie deutlich übertroffen. Auch der Umsatz lag mit einem Wachstum von +85% auf 167 Mio. USD über den Markterwartungen von 156 Mio. USD. Für das abgeschlossene Jahr 2019 wird von Analysten erstmals ein Gewinn in Höhe von 0,27 USD je Aktie erwartet. Da sich Zoom Video auf Wachstum und Marktanteile fokussiert soll das Ergebnis je Aktie im laufenden Jahr 2020 nur unwesentlich auf 0,30 USD steigen. Positive Überraschungen sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Fazit: Kurspotenzial trotz steigendem Wettbewerbsdruck

Der Wettbewerbsdruck nimmt zwar zu, beispielsweise durch eine Video-Funktion in der Workplace-App von Facebook, aber Zoom Video hat sich mittlerweile eine starke, führende Marktposition und ein Qualitätsimage für unterbrechungsfreie Video- und Tonübertragung erarbeitet. Vom aktuellen Kursniveau von ca. 73 USD (Marktkapitalisierung: 20,5 Mrd. USD) bietet die Zoom Video-Aktie bei anhaltend rasantem Wachstum weiterhin Kurspotenzial.

Update zum Jahresende: +442,5%

Zoom Video Communications war wohl der Volltreffer des Jahres schlechthin. Auch wenn es Anfang 2020 noch niemand ahnen konnte, welche drastischen Auswirkungen die damals in China erst leicht brodelnde Corona-Krise auf unser Leben haben wird, war das junge Technologie-Unternehmen bestens für starkes Wachstum gerüstet. Mit extrem zuverlässigen und störungsarmen Videokommunikationsdiensten verzeichnete Zoom bereits vor Corona beeindruckende Wachstumsraten und galt als eindeutiger Technologieführer. Doch die Pandemie liessen Nutzerzahlen, Umsätze und Gewinne förmlich explodieren. Die vorher relativ unbekannte Firma war auf einmal in aller Munde. Kein Wunder, dass die Aktie im Jahr 2021 zu den absoluten Top-Performern gehörte, denn auch die steigenden Erwartungen der Analysten wurden Quartal für Quartal weit übertroffen. Von 73 USD stieg die Aktie in der Spitze auf 588,84 USD und verachtfachte sich somit. Im aktuellen Kursbereich von 400 USD ist die Aktie ambitioniert aber fair bewertet. Ob Umsätze und Nutzerzahlen auch nach der Corona-Pandemie d.h. nach grossen Impfkampagnen weiterwachsen oder stagnieren, muss abgewartet werden. Neuengagements drängen sich aktuell nicht mehr auf.

Aktientipp 2: Proofpoint Aktie (ISIN: US7434241037 – Symbol: PFPT -Währung: USD) | -7,2%

Das Cyber Security-Unternehmen Proofpoint bietet führende, cloudbasierte Sicherheitslösungen mit denen Unternehmen Bedrohungen wie Hacker-Angriffe, Datenverluste und Computerviren abwehren können. Mit stetig steigenden Datenmengen und deren immer grösseren Bedeutung steigt auch der Bedarf zur Absicherung. Denn durch unberechtigte Zugriffe, Datenklau, Cyberattacken und gestohlene Kundendaten entstehen in der Wirtschaft jährlich Schäden, die sich auf Milliardenhöhe summieren. Proofpoint hat sich auf den IT-Security-Markt spezialisiert und eine intelligente, Cloud-gestützte Plattform entwickelt. Mit deren Hilfe werden täglich hunderte Millionen Emails gescannt sowie etliche Millionen Apps und Social-Media Accounts kontrolliert. Der Schutz und die sichere Übertragung von sensiblen Daten ist mit der Plattform von Proofpoint ebenfalls möglich.

Seit Jahren starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Die Umsätze von Proofpoint verzeichnen seit Jahren starkes Wachstum, die Wachstumsrate der vergangenen drei Jahre lag im Schnitt bei +36%. Die Gewinne stiegen im selben Zeitraum überproportional und zwar im Schnitt um +88%. Für 2019 wird beim Gewinn nochmals ein Zuwachs von mindestens +19% auf 1,73 USD pro Aktie erwartet, im laufenden Geschäftsjahr wird mit einem etwas moderateren Wachstum auf 1,85 USD je Aktie gerechnet.

Fazit: Hochkarätiger Kundenkreis untermauert marktführende Position

Proofpoint gilt als marktführend in vielen Bereichen des Datenverkehrs, Datenschutzes und der Datensicherheit. Unter den laut Umfragen hochzufriedenen Kunden befinden sich eigenen Angaben zufolge fünf der weltgrössten Banken, sieben der zehn grössten Einzelhandelsketten, sowie fünf der zehn grössten Pharmaunternehmen. Viele Unternehmen haben im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin starken Nachholbedarf in Sachen Daten- und Netzwerkschutz, so dass ein enormes Potenzial an neuen Kunden besteht. Die Erfolgsgeschichte von Proofpoint dürfte daher auch im Jahr 2020 weitergeschrieben werden. Der Aktienkurs von Proofpoint liegt aktuell bei 125 USD (Marktkapitalisierung: 7,2 Mrd. USD) und hat Luft nach oben.

Update zum Jahresende: -7,2 %

Proofpoint erfüllte die Erwartungen im Jahr 2020 nicht. Auch wenn die Digitalisierungswelle viele Unternehmen aus dem Bereich IT-Sicherheit beflügelte, tendierte Proofpoint im Jahr 2020 seitwärts. Nach durchschnittlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen von +28 % bzw. +27 % wird für 2020 unterm Strich nur ein leichtes Ergebnisplus von +7 % von 1,77 USD je Aktie auf 1,90 USD erwartet. Der Umsatz soll laut Analysten jedoch um +18 % auf 1,04 Mrd. USD steigen. Im kommenden Jahr werden 1,19 Mrd. USD Umsatz und 2,05 USD Gewinn je Aktie erwartet. Grund für die verhaltene Aktienkursentwicklung dürfte die im Vergleich zum Umsatz zuletzt unterdurchschnittliche Entwicklung des Unternehmensgewinns sein. Dennoch hat die Aktie Aufholpotenzial und könnte nach einer Überwindung der langjährigen Widerstandszone zwischen 125 USD und 133 USD einen Aufwärtsschub machen. Erst in diesen Kursbereich wird die Aktie für Anleger wieder spannend, die Aktie ist deshalb etwas für die Watchlist.

Aktientipp 3: Splunk Aktie (ISIN: US8486371045 – Symbol: SPLK – Währung: USD) | +31,6%

Der Fokus des Big Data-Unternehmens Splunk liegt darauf enorme Mengen an maschinell gewonnenen Daten zu überwachen, zu analysieren und nutzbar zu machen. Die Softwarelösungen von Splunk erfassen und indexieren die relevanten Daten, Ereignisse und Logdateien und macht diese so durchsuchbar und wertvoll. Basierend darauf können dann beispielsweise Warnmeldungen bei möglichen Störfällen, Grafiken oder Reports erstellen.

Lukratives Geschäftsmodell im Boom-Markt Big Data und Künstliche Intelligenz (KI)

Auch als Grundlage für Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) kommen die von Splunk strukturierten Daten zum Einsatz. Kundenaktivitäten, Klickverhalten oder Transaktionsdaten können in Echtzeit ausgewertet werden, so dass Optimierungspotenziale sichtbar werden. Splunk vermarktet seine Produkte über Cloud-basierte Abo-Modelle, die dem Softwareunternehmen ein sehr lukratives und skalierbares Geschäftsmodell mit hoher Kundenbindung bieten. Unter den Kunden befinden sich etliche bekannte Namen wie Adobe, Bosch, Porsche, Coca-Cola oder die Deutsche Bahn.

Starkes Umsatzwachstum und überproportionale Gewinnsteigerungen

Für das dritte Quartal 2019/20 meldete Splunk eine Umsatzsteigerung von +30% im Vergleich zum Vorjahr auf 626 Mio. USD. Das lag deutlich über den Analystenerwartungen von 604 Mio. USD. USD. Auch die um +53% gesteigerten Gewinne lagen mit 0,58 USD pro Aktie deutlich über den Analystenschätzungen von 0,54 USD je Aktie deutlich. Für das noch bis Ende Januar laufende Geschäftsjahr wird eine Gewinnsteigerung von +38% auf 1,88 USD je Aktie erwartet, im kommenden Jahr 2020/21 wird dann bereits ein Gewinn in Höhe von 2,36 USD je Aktie erwartet.

Fazit: Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends wahrscheinlich

Die Splunk-Aktie, die kürzlich ein neues Allzeithoch erzielte, befindet sich bereits seit Anfang 2016 in einem Aufwärtstrend. Und dieser könnte auch in den kommenden Jahren weiterlaufen. Denn immer mehr Unternehmen werden durch effiziente Datenanalyse ihre Potenziale in vielen Bereichen zukünftig besser ausschöpfen wollen. Der Datenspezialist Splunk kann daher weiterhin mit steigenden Umsätzen und Gewinnen planen. Eine fortgesetzt positive Kursentwicklung der Splunk-Aktie, die aktuell bei 157 USD notiert (Börsenwert: 25 Mrd. USD), ist sehr wahrscheinlich.

Update zum Jahresende | +31,6%

Big Data und Künstliche Intelligenz (Englisch: Artificial Intelligence) sind weiter in aller Munde. Das Big Data- Unternehmen Splunk profitiert von der Digitalisierungswelle und verzeichnet steigende Umsätze und Gewinne. Der Aktienkurs kletterte von 157 USD bis zum April auf knapp 226 USD, bevor eine Konsolidierung einsetzte. Im dritten Quartal gab es jedoch eine negative Überraschung, denn Splunk verfehlte die Analystenerwartungen in allen Belangen erheblich. Der Übergang zur Cloud sowie ein erhöhter Wettbewerb seien für die schwächeren Ergebnisse verantwortlich, vor allem bei grossen Deals gab es starke Einbussen. Analysten strichen darauf reihenweise ihre Kursziele zusammen und der Kurs fiel auf den Stand des Jahresanfangs zurück. Zwar wurden bereits Massnahmen in Angriff genommen, um Splunk rasch wieder auf Kurs zu bringen, aufgrund der heftigen negativen Überraschung sollten Anleger vorerst keine neue Positionen in dem Wert eingehen.

Aktientipp 4: Barrick Gold Aktie (ISIN: CA0679011084 – Symbol: GOLD – Währung USD) | +19,9%

Geopolitische Spannungen und politische Unsicherheiten haben den Goldpreis im Jahr 2019 in einen neuen Aufwärtstrend befördert, der auch im Jahr 2020 weiter anhalten dürfte. Für Anleger könnte es also interessant sein, sich zumindest zur Risikominimierung auch bei Gold-Aktien zu positionieren.

Der führende Goldproduzent der Welt profitiert von steigenden Goldpreisen

Mit einer Jahresförderung von ca. 4,5 Mio. Unzen Gold im Jahr 2018 und Goldminen in aller Welt ist Barrick Gold der weltgrösste Produzent des gelben Edelmetalls. Das Bergbau Unternehmen mit Sitz in Toronto, Kanada kommt inklusive aller Kosten auf Produktionskosten in Höhe von rund 800 USD je Unze, so dass bei einem aktuellen Goldpreis in Höhe von 1.570 USD eine ordentliche Gewinnmarge erzielt wird, die sich mit jedem weiteren Anstieg des Goldpreises weiter erhöht. Die Jahre zuvor hat der Bergbaukonzern genutzt, um unprofitable Minen zu verkaufen, die Bilanz zu verbessern und Schulden abzubauen. Das Management strebt an, die Nettoverschuldung im laufenden Geschäftsjahr sogar komplett auf null zu bringen. Dieses Vorhaben dürfte – sofern der Goldpreis nicht unerwartet stark abstürzt – auch gelingen.

Gewinnerwartungen im dritten Quartal 2020 bei Weitem geschlagen & Dividendenerhöhung

Im dritten Quartal 2019 konnte Barrick den Umsatz aufgrund einer gestiegenen Produktionsmenge, sowie dank des hohen Goldpreises erheblich, um +46% auf 2,68 Mrd. USD steigern. Der Gewinn legte sogar noch stärker, nämlich um +88% auf 0,15 USD je Aktie zu. Vor allem beim Gewinn wurden die Markterwartungen in Höhe von 0,10 USD je Aktie bei Weitem geschlagen. Analysten erwarten, dass Barrick Gold den Gewinn je Aktie im Jahr 2019 um starke +43% auf 0,50 USD steigern konnte. Im laufenden Geschäftsjahr 2020 soll der Gewinn dann bereits bei 0,70 USD liegen, was einem weiteren Zuwachs in Höhe von +40% entsprechen würde. Die aufgrund des hohen Goldpreises sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung erlaubt dem Unternehmen auch eine Anhebung der Dividendenausschüttung. Mit den Zahlen zum dritten Quartal gab Barrick Gold auch eine Erhöhung der Quartalsdividende um +25% auf immerhin 0,05 USD bekannt.

Fazit: Krisenfeste Aktie mit Potenzial nach oben

Zurzeit könnte es für Barrick Gold nicht besser laufen: Der Goldpreis notiert auf einem Mehrjahres-Hoch und der Goldpreis bietet einen Gewinnhebel: Mit jedem weiteren USD, den der Goldpreis anzieht, erhöht sich der Jahresgewinn von Barrick Gold um einen mittleren siebenstelligen Betrag. Bei stabilen oder weiter steigenden Goldpreisen gibt es für die Aktie durchaus noch einige Luft nach oben. Besonders attraktiv macht die Aktie vor allem die geringe Korrelation mit anderen Aktien wie Wachstums- und Technologiewerten. Zur Diversifikation und Krisenabsicherung (Stichwort: Iran) ist eine Aktie wie die des Gold-Marktführers Barrick auf jeden Fall eine Überlegung wert. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 18,50 USD ist das Unternehmen an der Börse mit gut 32 Mrd. USD bewertet.

Update zum Jahresende | +19,9%

Bis Anfang August legte der Goldpreis stark zu und erreichte mit Kursen von mehr als 2.000 USD neue Allzeithochs. Dadurch beflügelt stiegen auch die Aktien von Goldproduzenten stark an. Die Aktie von Barrick Gold, einem der weltweit grössten Goldminenbetreiber profitierte besonders von dieser Entwicklung und erzielte ein Sieben-Jahres-Hoch von 31,22 USD. Im Laufe des Jahres investierte sogar Investorenlegende Warren Buffet in die Aktie. Allerdings baute das „Orakel von Omaha“ seine Position bereits im Herbst wieder etwas ab. Auch der Goldpreis war zwischenzeitlich in eine Korrekturbewegung übergegangen. Im Gleichschritt mit den zurückgehenden Preisen für das gelbe Edelmetall fielen auch die Goldaktien deutlich von ihren Höchstständen zurück. Dem konnte sich auch Barrick Gold nicht entziehen, die Aktie gab einen grossen Teil der Gewinne wieder ab. Die aktuell recht ausgebombten Kurse können von langfristig orientierten Anlegern durchaus zum Einstieg genutzt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der wartet ab, bis der Goldpreis und auch Barrick Gold wieder Stärkesignale senden.

Die besten Aktientipps 2020 von Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Evotec (ISIN DE0005664809 – Symbol: EVT – Währung: EUR) | +5,3%

Die im TecDAX ebenso wie im MDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen Pharmaunternehmen wie Bayer, Astra Zeneca oder Genentech Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu der handverlesenen Gruppe mittlerer Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die seit Jahren konstant schwarze Zahlen schreiben und solide Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn vorweisen können.

Auch für 2020 rechnen die Experten mit einem soliden Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Diese Aktie ist als mittel- und langfristiges Investment hochinteressant und findet sich daher seit Jahren immer wieder auf meiner persönlichen Tipp-Liste wieder. Kurzfristig zeigt sich diese Aktie hochvolatil, daher würde es sich anbieten, schnelle, kräftige Rücksetzer, wie sie immer wieder einmal auftauchen, zu nutzen, um sich hier eine Anfangsposition aufzubauen oder bestehende Bestände zu vergrössern und diese dann über einige Jahre zu halten.

Update zum Jahresende: +5,3%

Evotec hat 2020 gehalten, was man sich von Unternehmen und Aktie 2020 erhoffen durfte. Der Gewinn ist zwar leicht zurückgegangen, das haben die Marktteilnehmer aber problemlos hingenommen, weil dieser Rückgang nur auf Corona-bedingt auf der Zeitachse verschobenen Meilensteinzahlungen der Partnerunternehmen basierte. Der Umsatz wird im jetzt endenden Jahr um etwa zehn Prozent zugelegt haben, für 2021 sehen die Analysten derzeit ein Wachstumspotenzial um 15 Prozent. Diese Aktie würde ich weiter halten, eine Stoppkurs-Absicherung knapp unter der aktuell bei 23,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie wäre ein sinnvoller Schutz gegen eine (nie auszuschliessende) Eintrübung der Lage.

Aktientipp 2: amazon.com (ISIN: US0231351067 – Symbol: AMZN – Währung: USD) | +69,5%

Amazon kaufen? Schon viel zu teuer! Dieses Argument hört man heute oft … aber das hörte ich auch schon vor fünf oder zehn Jahren. In den vergangenen vier Jahren hat sich der Kurs dieses Online-Handelsriesen zwar in der Spitze mehr als verdreifacht. Aber auch, wenn es mittelfristig immer wieder zu Korrekturen kommen kann (und wird), ist nach oben noch einiger Spielraum vorhanden. Denn nach all den vielen Jahren, in denen die Anleger geduldig darauf warteten, dass Amazon nicht nur seinen Umsatz steigert, sondern endlich auch Gewinne ausweist, ist diese Zeit jetzt angebrochen und wohl kaum umkehrbar.

Derzeit hinkt die Aktie vielen anderen grossen Hightech-Aktien wie Apple und Alphabet oder Software-Riesen wie Microsoft und Adobe hinterher. Aber der Grund, unerwartet magere Gewinne, liegt in gesteigerten Investitionen in noch kürzere Lieferzeiten. Das wird sich auszahlen, daher wäre ein mittelfristiges Investment jetzt, da so viele noch skeptisch sind, allemal einen Gedanken wert.

Update zum Jahresende: +69,5%

Als wir unsere Aktientipps für 2020 ablieferten, konnte noch niemand ahnen, was das Jahr 2020 an Herausforderungen für uns alle bringen würde. Herausforderungen, von denen der Online-Handelsriese amazon.com besonders profitierte. Aber auch ohne die Corona-Pandemie hätte amazon.com sicherlich ein gutes Jahr gesehen. Umsatz und Gewinn legten weiter zu, für 2021 ist weiteres Wachstum wahrscheinlich. Denn auch, wenn viele Menschen wegen der Einschränkungen im klassischen Einzelhandel vermehrt auf Online-Services zurückgriffen: Die Vorteile, die man dadurch hat, werden viele auch dann weiter nutzen, wenn die Pandemie-Beschränkungen irgendwann im kommenden Jahr vom Tisch sein werden. In der zweiten Jahreshälfte bewegte sich die Aktie nach der Super-Rallye des ersten Halbjahrs seitwärts. Solange der Kurs nicht aus dieser zwischen 2.871 und 3.552 US-Dollar gelegenen Handelsspanne nach unten ausbricht, würde ich Amazon behalten.

Aktientipp 3: Allianz (ISIN DE0008404005 – Symbol: ALV – Währung: EUR) | -12,9%

Die Allianz-Aktie sehe ich als Teil des Fundaments für mittel- und langfristige Depots. Eine Aktie, mit der man nicht tradet, sondern die man langfristig hält. Damit wird man keinen Performance-Wettstreit gewinnen, aber über Jahre hinweg eine gute Basis für ansehnliche Renditen vorfinden. Dem Finanz- und Versicherungskonzern gelingt es seit Jahren, seine Gewinne trotz des für die europäische Finanzindustrie äusserst schwierigen Umfelds in kleinen Schritten zu steigern. Das ist aller Ehren wert und würde die Chance bieten, so richtig durchzustarten, wenn sich dieses Umfeld wieder günstiger darstellen sollte.

Aber schon jetzt hat die Allianz solide wirkende mittel- und langfristige Aufwärtstrends zu bieten und, vor allem, eine sehr lukrative Dividendenrendite. Dieses „Zubrot“ lag in den vergangenen Jahren von der am Aktienkurs gemessenen, prozentualen Rendite her immer zwischen vier und fünf Prozent und nominal zuletzt bei stattlichen neun Euro pro Aktie.

Update zum Jahresende: -12,9%

Der Finanz- und Versicherungskonzern Allianz hat das Pandemie-Jahr 2020 recht gut überstanden. Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen aus konjunktursensiblen Industriebranchen rechnen die Experten damit, dass der Allianz-Konzern 2021 bereits über die Umsatz- und Gewinnlevels des starken Jahres 2019 hinauskommen wird. Dem DAX, der kurz vor Weihnachten das Start-Niveau des Jahres 2020 zurückerobern konnte, hinkt die Aktie zwar hinterher. Aber mit Blick auf die immense Dividendenrendite, die selbst bei moderaten Kürzungen (die derzeit aber gar nicht im Raum stünden) über vier Prozent betragen würde, würde ich die Aktie als das, was sie meines Erachtens sein sollte, nämlich ein Teil des Fundaments für mittel- und langfristige Depots, halten, in Schwäche sogar behutsam zukaufen.

Aktientipp 4: Tencent (ISIN KYG875721634 – Symbol: TECHY – Währung: USD) | +35,4%

Der Name des Unternehmens lässt an eine US-Supermarktkette denken, aber tatsächlich ist Tencent ein chinesischer Internet-Allrounder der besonderen Art. Basis ist die Instant-Message-Plattform QQ, aber letztlich Tencent ein breit gefächertes Online-Portal, das Shopping, Online-Payment, verschiedenste Internet- und Kommunikationslösungen und mehr bietet. Aber das ist nur ein Standbein, denn: Tencent hält eine dreistellige Zahl wichtiger Patente und betätigt sich als Investor in Technologieunternehmen weltweit. So breit gestreut wie die eigene Angebotspalette investiert Tencent auch sein Kapital und wirkt wie ein Internetunternehmen, das sich in eigener Rechnung zugleich als Investmentfonds betätigt.

Tencents Heimatbörse ist Hongkong, die Aktie wird aber in den USA ebenso wie auch hierzulande gehandelt. Umsatz und Gewinn steigen seit Jahren kontinuierlich. Mit umgerechnet ca. 55 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2019 gehört Tencent längst zu den grösseren Playern des Internet-Geschäfts, aber damit ist Tencent auch eine Aktie mit höherer Volatilität, bei der höheren Chancen auch höhere Risiken gegenüberstehen: Nur etwas für risikofreudige Anleger!

Update zum Jahresende: +35,4%

Mit 43,71 US-Dollar hatte die Tencent-Aktie das Jahr 2019 beendet, am 14. Dezember 2020 schloss sie in den USA bei 59,51 US-Dollar. Ich würde die Aktie halten, aber in jedem Fall mit einem Stoppkurs absichern. Entscheidend ist aus aktueller Sicht die Unterstützungszone 54/55 US-Dollar, die derzeit zusätzlich durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird. Sollte die Aktie diese Zone auf Schlusskursbasis durchbrechen, wäre es an der Zeit, den Gewinn mitzunehmen. Ansonsten würde ich hier einfach investiert bleiben und dem Aufwärtstrend folgen. Auch 2020 konnte Tencent Umsatz und Gewinn steigern, diese jahrelange Erfolgsgeschichte ununterbrochenen Wachstums fortsetzen. Und bislang gibt es keinen Grund zu zweifeln, dass das nicht auch 2021 gelingen könnt. Zudem ist die vor einigen Jahren noch kritisch hohe Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis momentan angemessen, zu teuer wäre Tencent aus dieser Warte heraus also auch nicht: halten!

Ronald-Gehrt
Aktientipp 1:
Evotec Aktie (seit Empfehlung +5,3%)

Aktientipp 2:
amazon.com Aktie (seit Empfehlung +69,5%
)

Aktientipp 3:
Allianz Aktie
(seit Empfehlung -12,9%)

Aktientipp 4:
Tencent Aktie
(seit Empfehlung +36,1%)

Die besten Aktientipps 2020 von Tobias Krieg

Tobias Krieg ist seit mehr als 10 Jahren leidenschaftlicher und professioneller Aktienhändler. Sein Ansatz beruht auf einem Zusammenspiel von fundamentaler Analyse und Charttechnik. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Biller Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch. Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend. Nach über sieben Jahren als Analyst der BörseGo AG, ist Tobias Krieg seit Januar 2018 für den Broker LYNX tätig.

Aktientipp 1: Berkshire Hathaway (ISIN: US0846707026 – Symbol: BRK.B – Währung: USD) | -1,7%

Vorab möchte ich sagen, dass Amazon und Tencent ebenfalls zu meinen Top-Empfehlungen gehört hätten. Da mein Kollege Ronald Gehrt diese Aktien aber bereits besprochen hat, bringt Ihnen einen Doppelnennung keinen Mehrwert.

Ebenso aussichtsreich ist aus meiner Sicht Berkshire Hathaway. Das Konglomerat der Investorenlegende Warren Buffett wird vollkommen unterschätzt und ist in Wirklichkeit sehr viel günstiger bewertet, als ein Blick auf die P/E vermuten lässt.

Berkshire sitzt auf einem gigantischen Berg von Aktienbeteiligungen und Bargeld. Der Wert der Apple-Aktien ist seit der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen beispielsweise um mehr als 30 Mrd. USD gestiegen.

Inzwischen dürften sich die Vermögenswerte auf nahezu 400 Mrd. USD summieren.
Dadurch ist das hochprofitable operative Geschäft von Berkshire womöglich nur noch mit einem KGV von 8 bewertet und somit sehr viel günstiger als der Gesamtmarkt.

Update zum Jahresende: -1,7%

Die Aktie von Berkshire-Hathaway hat im Jahresverlauf kaum Kursgewinne verzeichnet.
Das ist in Anbetracht der gigantischen Vermögenswerte mehr als erstaunlich. Inzwischen dürfte das Unternehmen von Investoren-Legende Warren Buffett der günstigste Grosskonzern der Welt sein.
Derzeit kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von 540 Mrd. USD. Berkshire hält allerdings Aktienpakete mit einem Wert von 245 Mrd. USD. Drüber hinaus hat man 142 Mrd. USD an Barmitteln und kurzlaufenden Anleihen sowie weitere 19 Mrd. USD an langlaufenden Anleihen.
Der Wert aller Aktien, Anleihen und Cash summieren sich also auf vier Fünftel des Börsenwerts von Berkshire.
Das operative Geschäft, welches den Kauf all dieser Beteiligungen erst ermöglicht hat, kommt daher nur auf ein KGV von 5.

Aktientipp 2: Wirecard (ISIN: DE0007472060 – Symbol: WDI – Währung: EUR) | -99,6%

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.
In den letzten Monaten hatte ich mich mehrfach positiv zum Unternehmen geäussert. Jedes Mal, wenn die Aktie unter Druck kam, haben wir die Chance genutzt. Vielleicht werden wir abermals eine Möglichkeit bekommen.
Ab 127 Euro dürfte die Aktie auf vermehrtes Kaufinteresse stossen. Bei 113 und 103 Euro wäre das Chance-Risiko-Verhältnis umso besser.

Auslöser für erneute Kursverluste könnte abermals die FT sein. Es ist vollkommen unklar, sogar unwahrscheinlich, dass die FT Ruhe geben wird.
Man sollte auch nicht leichtfertig davon ausgehen, dass ein gutes Ergebnis der Bilanzprüfung durch KPMG zu weiteren Kursgewinnen führt. „Sell the News“ kennen Sie sicherlich.

Update zum Jahresende: -99,6%

Vieles von dem, was 2020 passiert ist, hätten wir uns Anfang des Jahres nicht träumen lassen. Für mich gehörte dazu auch ein Bilanzskandal, der einen DAX-Konzern auslöschen könnte.

Bei Wirecard kam es genau dazu und hoffentlich bleibt es ein einmaliger Vorgang.
Ich möchte die Verantwortung nicht auf die Verfehlungen der Finanzaufsicht oder der Wirtschaftsprüfer abwälzen und entschuldige mich daher bei unseren Kunden und Lesern.

Aktientipp 3: Tencent Music (ISIN: US88034P1093 – Symbol: TME – Währung: USD) | +47,2 %

Tencent Music ist die mit Abstand grösste Musikstreaming-Plattform in China. Da die Regierung in Peking der internationale Konkurrenz den Markteintritt verwehrt, konnte man eine monopolartige Stellung erreichen.
Das Unternehmen wächst profitabel und mit einem enormen Tempo. Die Zahl der Abos ist im letzten Quartal auf Jahressicht um 42% gestiegen. Mit 661 Millionen monatlich aktiven Nutzern ist man ein wahrer Gigant.
Im laufenden Geschäftsjahr dürfte sich der Gewinn daher nahezu verdoppelt. In den kommenden beiden Jahren wird jeweils ein Umsatz und Gewinnwachstum von 23-36% p.a. erwartet.
Gleichzeitig erhält man Rückendeckung von der Konzernmutter. Ein Konsortium um Tencent hat kürzlich eine Beteiligung von 10% am französischen Medienkonzern Vivendi erworben. Sicherlich geht es bei diesem Deal auch um Musikrechte, denn die Vivendi-Tochter Universal ist der weltweite Marktführer in diesem Bereich.

Update zum Jahresende: +47,2 %

Die Aktie von Tencent Music hat sich erfreulich entwickelt und ist im Jahresverlauf um über 40% gestiegen.

Das Unternehmen konnte anhaltend starke Zahlen vorlegen und hat mehrfach die Erwartungen übertroffen.

Tencent Music gelingt es zunehmend die hunderten Millionen von Nutzern in zahlende Kunden zu wandeln.
Inzwischen hat man 51,7 Millionen Abonennten, was auf Jahressicht einem Anstieg um 46% entspricht.

Aktientipp 4: Sabra Health (ISIN: US78573L1061 – Symbol: SBC – Währung: USD) | -21,4%

Sabra Health ist ein US-REIT, der sich auf den Bereich Altersheime mit ärztlicher Betreuung spezialisiert hat. Es ist und bleibt eine attraktive Branche mit Potenzial, doch vor allem bietet sie gut planbare Einkommensströme. Daher hatte ich die Aktie auch in den letzten zwei Jahren vorgestellt. In beiden Fällen konnte man im Januar zu einem attraktiven Preis einsteigen, jeweils 40-50% an Kursgewinnen und mehr als 10% an Dividende einstreichen.

Derzeit notiert die Aktie eine ganze Ecke höher, doch vielleicht bescheren uns die Börsengötter eine abermalige Gelegenheit.
Auf dem aktuellen Niveau ist der REIT fair bewertet und bietet eine Dividendenrendite von 8,07%. Selbst ohne Kursgewinne könnte man also zufrieden sein.
Dennoch sollte man über einen schrittweisen Einstieg nachdenken. Die wichtigsten Unterstützungen liegen bei 20,50 sowie 19,00 und 16,00 USD.

Update zum Jahresende: -21,4%

Sabra Healthcare ist durch Corona gehörig unter die Räder gekommen, hat sich seitdem aber wieder nachhaltig erholt.

Der Betreiber von Altenheimen wurde von der Pandemie weniger hart getroffen, als zunächst angenommen wurde.

In den ersten neun Monaten des Jahres sind die Funds from Operations „nur“ von 1,41 auf 1,20 USD je Aktie gesunken.
Operativ läuft es bei dem Unternehmen also vergleichsweise gut und man kann sich die hohe Dividendenrendite von 6,88% weiterhin leisten.

Aktientipps 2019

Welche Aktie standen 2019 auf unserer Watchliste?

Bringt das Börsenjahr 2019 eine Trendwende oder hat die Baisse gerade erst begonnen? Es wird Niels Bohr in den Mund gelegt, er habe einst erklärt, dass Prognosen deswegen so knifflig seien, weil sie die Zukunft betreffen. Die ist ohnehin nie sicher. Aber mit der derzeitigen US-Regierung ist erst recht offen, wie sich die Rahmenbedingungen für das neue Jahr darstellen. Wird der Handelskrieg zügig und mit Vereinbarungen zum Vorteil aller beendet oder eskaliert er? Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Welche Werte könnten sich somit als beste Aktien 2019 entpuppen? Was sind mögliche Top Aktien? Unsere Aktienempfehlungen für das Jahr 2019 sind allesamt spekulativ, haben aber wiederum alle ihre eigene „Story“, so dass diese aussichtsreichen Aktien auch dann zulegen könnten, wenn der Gesamtmarkt weiter nachgibt – also Aktien die es sich lohnt, genauer zu analysieren. Lesen Sie hier die exklusiven Aktien Tipps von unseren Experten – vielleicht ist ja ein Geheimtipp für Sie dabei.

Wendelin-Probst_200x200
Aktientipp 1:
Tencent Music Aktie (seit Empfehlung +0,3%)


Aktientipp 2:
Cyberark Software Aktie (seit Empfehlung +63,9%)


Aktientipp 3:
ServiceNow Aktie (seit Empfehlung +55,5%)


Aktientipp 4:
Alarm.com Aktie (seit Empfehlung -10,6 %)

Die besten Aktientipps 2019 von Maximilian Ritter

Der Finanzjournalist Maximilian Ritter ist seit seiner Schulzeit rund 21 Jahre an der Börse aktiv und hat sich im Laufe der Zeit auf aufstrebende Wachstums- und Technologieaktien des US-Börsenmarktes spezialisiert. Er analysiert die Unternehmen fundamental vor allem im Hinblick auf Wachstumsparameter, Geschäftsmodell und Innovationsfaktor. Neben dem passenden Börsenumfeld setzt er für konkrete Einstiege eine hohe relative Stärke der betrachteten Aktien voraus, damit das Chartbild die vorangegangene Analyse bestätigt. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Tencent Music (ISIN: US88034P1093 – Symbol: TME – Währung: USD)

Der chinesische Musikstreaming Dienst Tencent Music ist im Dezember 2018 in einem denkbar schlechten Marktumfeld an die Börse gekommen. Der erzielte IPO-Preis von 13 USD je Aktie lag dabei am unteren Rand der angestrebten Preisspanne, insgesamt wurden 1,1 Mrd. USD eingesammelt. Das Unternehmen, dessen Konzernmutter Tencent Holdings weiterhin die Kontrollmehrheit behielt, betreibt die grösste Online-Musik-Plattform in China mit mehr als 800 Millionen aktiven Nutzern pro Monat. Am ehesten kann das chinesische Unternehmen mit der schwedischen Firma Spotify verglichen werden. Doch im Gegensatz zum unprofitablen Wettbewerber wird ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnet. Im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017 stiegen die Gewinne beispielsweise um +377% auf 18 Cent je Aktie.

Zum Angebot gehören auch die Top 4 Musik-Apps in China QQ Music, Kugou und Kuqo sowie die Karaoke App We Sing. Analysten der Bank KeyBanc Capital Markets erwarten von 2018 bis 2020 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 36%. Im dritten Quartal 2018 wurde ein Gewinnwachstum von +100% auf 10 Cent je Aktie erzielt, das insgesamt siebte Quartal mit dreistelligen Zuwächsen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 wird mit einer Ergebnissteigerung um +33% auf 0,24 USD je Aktie gerechnet, im Jahr 2019 sollen dann bereits mindestens 0,32 USD je Aktie erzielt werden. Der Aktienkurs liegt aktuell bei 14,95 USD.

Update zur Jahresmitte: Anstieg um +34 % und wieder zurück

Vom Empfehlungsniveau knapp unter 15 USD kletterte die Aktie bis März um +34% auf annähernd 20 USD, ehe eine deutliche Korrektur einsetzte. Aktuell notiert der Wert wieder knapp über dem Ausgangsniveau bei rund 15 USD. Die Analystenerwartungen hatte das Unternehmen zuletzt fürs erste Quartal 2019 nur leicht schlagen können: Statt erwarteter 850 Mio. USD Umsatz und 10 Cent Gewinn je Aktie, meldete Tencent Music 855 Mio. USD Umsatz und 11 Cent Gewinn je Anteilsschein. Auf dem aktuellen Kursniveau ist die Tencent Music Aktie weiterhin ein klarer Kauf, bestehende Positionen sollten gehalten werden.

Aktientipp 2: Cyberark Software (ISIN: IL0011334468 – Symbol: CYBR – Währung: USD)

Die israelische Firma Cyberark Software ist ein weltweit führender Anbieter von Sicherheitslösungen für privilegierte User-Accounts in Unternehmen. Cyberark Software entwickelt Lösungen, die es Unternehmen und Behörden ermöglichen die Sicherheit ihrer Daten, Systeme und Netzwerke effektiv zu überwachen und zu schützen. Je komplexer und umfangreicher der Datenverkehr zwischen Unternehmen und Maschinen, desto höher sind entsprechend auch die Anforderungen an Sicherheitssysteme. In den digitalisierten Fabriken der Zukunft gibt es zahlreiche unterschiedliche Nutzerprivilegien und Zugangspunkte die effizient verwaltet, überwacht und geschützt werden müssen. Denn durch unberechtigte Zugriffe, Datenklau, Cyberattacken und gestohlene Kundendaten entstehen jährlich Schäden, die sich auf Milliardenhöhe summieren. Nicht selten stecken Insider oder entlassene Mitarbeiter dahinter, die es auf die Daten eines Unternehmens abgesehen haben. Deshalb nutzen mittlerweile rund die Hälfte der 500 grössten US-Unternehmen die Cloud-Software der Israelis.

Die Umsätze von Cyberark verzeichnen seit Jahren starkes Wachstum, das in den vergangenen drei Jahren im Schnitt bei +27% lag. In den vergangenen fünf Quartalen beschleunigte sich nun auch das Gewinnwachstum, das für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 bei +55% gelegen haben soll. Für 2019 wird nochmals ein Zuwachs von mindestens +15% auf knapp 2 USD pro Aktie erwartet. Der Aktienkurs von Cyberark Software liegt aktuell bei 77 USD.

Update zur Jahresmitte: Dank glänzender Geschäftsentwicklung bis zu +80% Gewinn

Kurz nach der Empfehlung explodierte die Aktie förmlich und kletterte in der Spitze um +80% auf bis zu 138,73 USD. Aktuell notiert die Aktie bei 126 USD. Der Grund für den steilen Anstieg liegt in der sensationell starken Geschäftsentwicklung: Im ersten Quartal 2019 wurden statt erwarteter 92 Mio. USD rund 96 Mio. USD umgesetzt. Die Gewinne übertrafen die Erwartungen von 41 Cents mit 56 Cents erheblich. Auch der Ausblick fürs zweite Quartal lag deutlich über den Erwartungen. Fürs Gesamtjahr rechnen Markexperten nun statt 2 USD mit 2,16 USD Gewinn je Aktie. Die Aussichten für die Aktie sind weiterhin sehr positiv, halten Sie daher an Ihren Aktien fest.

Aktientipp 3: ServiceNow (ISIN: US81762P1021 – Symbol: NOW – Währung: USD)

ServiceNow ist ein führender US-Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen für Unternehmen. Die Softwareschmiede aus Kalifornien bietet eine Reihe von cloudbasierten Services an, die Prozesse innerhalb und zwischen Abteilungen eines Unternehmens digitalisieren. So werden Abläufe automatisiert, optimiert und vereinfacht oder Entwicklungen anhand von Datenmengen prognostiziert, um effizienter zu wirtschaften. Die Software, die als Abo angeboten wird, kommt in den unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz. Beispielsweise zählen Adidas, Allianz, General Electric, Siemens, Sony oder die Royal Bank of Scotland zu den mittlerweile mehr als 5.000 Kunden. Mit über 600 Kunden davon werden bereits Umsätze von mehr als 1 Mio. USD pro Jahr erzielt.

Auch das Wachstum stimmt: In den letzten drei Jahren erzielte das Unternehmen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von +38% und ein beeindruckendes Gewinnwachstum von +87%. Für das abgelaufene Jahr 2018 wird mit einer Gewinnsteigerung von mindestens +98% auf 2,37 USD je Aktie gerechnet, im Jahr 2019 soll das Ergebnis je Aktie dann nochmals um +32% auf 3,12 USD je Aktie zulegen. Da die Digitalisierung in der heutigen Geschäftswelt eine immer grössere Rolle spielt, hat ServiceNow allerbeste Zukunftsaussichten. Der Aktienkurs liegt aktuell bei knapp 184 USD.

Update zur Jahresmitte: +59 % Gewinn, Aktie am Allzeithoch

Auch die ServiceNow-Aktie entwickelte sich aufgrund einer phänomenalen Geschäftsentwicklung glänzend. Vom Ausgangsniveau 184 USD kletterte der Wert bis auf ca. 293 USD, was einem starken Gewinnplus von +59% entspricht. Aktuell notiert die Aktie bei rund 286 USD und damit nur knapp unter dem tags zuvor notierten Allzeithoch. Wie bei Cyberark Software, war auch hier die starke Geschäftsentwicklung ausschlaggebend. Statt erwarteter 766 Mio. USD Umsatz wurden im ersten Quartal 2019 788 Mio. USD erlöst und statt 0,54 USD Gewinn je Aktie verbuchte ServiceNow satte 0,67 USD pro Anteilsschein. Die Analystenerwartungen fürs Gesamtjahr liegen mittlerweile bei 3,17 USD Gewinn je Aktie. Auch die ServiceNow-Aktie sollten Sie weiterhin nicht aus der Hand geben.

Aktientipp 4: Alarm.com (ISIN: US0116421050 – Symbol: ALRM – Währung:USD)

Die Firma Alarm.com aus dem US Bundesstaat Virginia entwickelt intelligente, vernetzte Sicherheits- und Überwachungssysteme im Bereich Home & Corporate Security. Heutzutage wird es für viele Menschen immer wichtiger, ihre private Sicherheit zu Hause zu erhöhen, so dass auch die innovativen Produkte von Alarm.com immer grösseren Anklang finden. Mittlerweile setzen bereits einige Millionen Haushalte und Firmen auf die Lösungen der Firma, die über Grossabnehmer vertrieben werden. Durch Cloudsoftware und lukrative Abo-Modelle verdient Alarm.com glänzend. Kürzlich gab das Unternehmen bekannt in neue Geschäftsfelder vorstossen zu wollen. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden Produkte vorgestellt, mit denen sich Verwandte und Pflegekräfte beruhigt aus der Distanz über das Wohlergehen alleinstehender älterer Menschen informieren können. Werden jedoch aussergewöhnliche Vorkommnisse wie das nächtliche Öffnen von Aussentüren oder ungewöhnliche Verhaltensmuster registriert, so wird dies den Angehörigen live mitgeteilt. Das Unternehmen rechnet für die neue Produktkategorie mit einer enormen Nachfrage.

Das Umsatzwachstum lag in den letzten drei Jahren bei durchschnittlich +27%. Die Gewinne legten im selben Zeitraum deutlich stärker, nämlich im Schnitt um +62% zu. Auch für das abgelaufene Jahr 2018 wird ein Gewinnzuwachs von +45% erwartet, im Jahr 2019 wird dann vorübergehend mit einem einstelligen Ergebniswachstum von +8% gerechnet. Alarm.com könnte diese Schätzung deutlich übertreffen und ist ausserdem ein interessanter Übernahmekandidat für grössere Unternehmen aus der Branche. Aktuell notiert die Aktie bei etwa 60 USD.

Update zur Jahresmitte: +19 % Anfangsgewinn und anschliessende Korrektur

Zunächst sah es für Alarm.com sehr gut aus. Die Aktie kletterte ausgehend vom Startniveau bei ca. 60 USD um +19% auf 71,50 USD, um dann in eine relativ starke Korrekturbewegung überzugehen. Aktuell notiert die Aktie wieder rund -10% unter dem Ausgangsniveau bei knapp 54 USD. Zwar wurden die Umsätze im ersten Quartal um +21% auf 112 Mio. USD gesteigert, der Gewinn jedoch stagnierte auf Vorjahresniveau bei 0,34 USD je Aktie. Die Analysten hatten zwar mit weitaus weniger gerechnet (Umsatz 103 Mio. USD und Gewinn von 0,31 USD je Aktie), der Aktie half dies jedoch wenig. Fürs Gesamtjahr rechnet Alarm.com mit einem Umsatz von 451 Mio. USD und einem Gewinn von 1,39 USD je Aktie. Gelingt im zweiten oder dritten Quartal eine positive Überraschung, so könnte die recht schwankungsfreudige Aktie durchaus wieder anspringen. Der Wert eignet sich allerdings nur für etwas spekulativere Anleger.

Die besten Aktientipps 2019 von Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Aktientipp 1: Evotec (ISIN DE0005664809 – Symbol: EVT – Währung: EUR)

Die im TecDAX sowie im MDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen Pharmaunternehmen Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu den wenigen kleineren Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die bereits schwarze Zahlen schreiben. Und nicht nur das: Die Entwicklung von Umsatz und Gewinn ist äusserst dynamisch, das Ergebnis einer klugen Expansions- und Kooperationspolitik. Erst im Dezember hob Evotec die 2018er Gewinnprognose von zuvor +30 auf jetzt +45 Prozent gegenüber 2017 an. Evotec gehörte bereits zu meinen Aktientipps 2018 und hat da im Berechnungszeitraum zwischen der Empfehlung am 11. Januar 2018 und dem 11. Januar 2019 43 Prozent zugelegt. Aber hier sehe ich angesichts der dynamischen Wachstumsstory, den tadellosen Zukunftsperspektiven der Branche an sich und aufgrund des Umstands, dass die derzeit den Aktienmarkt weltweit belastende US-Politik den Bereich der Biotechnologie kaum tangieren wird, auch für 2019 grosses Potenzial.

UPDATE zur Jahresmitte: Evotec hat ein überzeugendes erstes Quartal abgeliefert. Die Perspektiven sind unverändert sehr positiv, wobei immer wieder Meilensteinzahlungen durch erreichte Forschungsziele Geld in die Kasse spülen. Mit dem Zukauf von Just Therapeutics verbreitert Evotec seine Möglichkeiten erneut. Gut durchdachte Zukäufe hatten bereits 2018 ein positives Echo bei den Investoren erzeugt. Wie sehr Evotec mittlerweile auch international Beachtung und Anerkennung findet, äussert sich unter anderem darin, dass die Bill & Melinda Gates-Stiftung dem Unternehmen 23,8 Millionen US-Dollar für die Tuberkulose-Forschung zur Verfügung stellt, wie Anfang Juni bekannt wurde. Weiterhin gilt: halten!

Aktientipp 2: Wirecard (ISIN DE0007472060 – Symbol: WDI – Währung: EUR)

Das 2018 in den DAX aufgestiegene Unternehmen Wirecard ist ein Spezialist für moderne Bezahlsysteme. Eine zukunftsweisende Branche, denn gerade dann, wenn es bei Umsatz und Gewinn enger wird, die Konkurrenz an Boden gewinnt, ist es für Unternehmen aller Branchen und Grössen wichtig, in Bezug auf Bezahlsysteme ebenso wie auf damit korrespondierende Risikomanagement-Lösungen auf den neuesten Stand zu kommen. Entsprechend dynamisch wachsen bei Wirecard seit Jahren Umsatz und Gewinn. Das blieb den Investoren nicht verborgen, was dazu führte, dass die Wirecard Aktie noch deutlich schneller stieg als die Gewinne zulegen konnten und Wirecard im Spätsommer 2018 mit knapp 200 Euro sehr teuer bewertet war. Aktuell jedoch rangiert der Kurs zwischen 130 und 140 Euro – und das ist eine Bewertung, die schon recht lukrativ ist, denn die Gewinne wuchsen ja, während die Aktie um die 30 Prozent korrigierte, weiter. Auf Sicht eines Jahres ist diese Aktie damit derzeit sehr interessant.

UPDATE zur Jahresmitte: Meldungen über angebliche Unregelmässigkeiten führten dazu, dass die Wirecard-Aktie im ersten Quartal extremen Schwankungen unterlag und zeitweise unter 100 Euro abrutschte. Wer das Engagement mittelfristig sah und die Ruhe bewahrte, statt sich von dem hektischen Auf und Ab mitreissen zu lassen, findet mittlerweile aber wieder einen Aufwärtstrend vor. Die Wachstumsperspektiven sind weiterhin ungebrochen stark. Und als Spezialist für Bezahlsysteme und Sicherheitslösungen agiert Wirecard zwar weltweit, wird aber im Gegensatz zu konjunktursensiblen Branchen im Fall eskalierender Handelskonflikte oder eines harten BrExit kaum, womöglich sogar gar nicht betroffen sein: dranbleiben!

Aktientipp 3: Commerzbank (ISIN DE000CBK1001 – Symbol: CBK – Währung: EUR)

Das Jahr 2018 war für die Commerzbank-Aktie ein einziger Abstieg. Nicht nur vom Kurs her, sie musste auch noch in den MDAX absteigen. Basis dieser Baisse war, dass das Geldhaus zwar seine Restrukturierung vollzogen hat und diese durchaus Effekte zeigt, dass aber das Zinsumfeld für taugliche Gewinnmargen weiterhin sehr ungünstig bleibt. Hinzu kommen die unabwägbaren Konsequenzen des „BrExit“. Bislang haben die zunehmenden Hinweise auf eine Fusion mit der Deutschen Bank immer nur kurzzeitig positiv gewirkt. Aber das könnte sich 2019 ändern. Es ist gut möglich, dass man da im laufenden Jahr konkreter wird, dieses Zusammengehen womöglich dann schon 2020 umsetzt. Und für den „Juniorpartner“, der die Commerzbank dann wäre, könnte sich das durchaus vorteilhaft entwickeln. Da im Kurs jetzt schon viele „bad news“ inklusive einer fortgesetzten konjunkturellen Abkühlung eingepreist sind, dürfte der Spielraum nach oben in diesem neuen Jahr klar grösser sein als der nach unten.

UPDATE zur Jahresmitte: Die Chance, mit der Deutschen Bank zu fusionieren, ist vom Tisch. Wie erwartet wurden konkrete Gespräche geführt, aber diese wurden abgebrochen. Das gab zwar den Weg frei für andere europäische Geldhäuser, um sich die Commerzbank als ideale Ergänzung ihres Portfolios mit dem Zweck eines breiten Marktzugangs in Deutschland einzuverleiben. Aber bislang winkten bereits mehrere Banken ab: Die Commerzbank ist eine Braut, die offenbar niemand haben will. Das Umfeld für europäische Banken ist aufgrund des Niedrigzinsniveaus weiterhin ungünstig. Und nachdem aus der seitens der EZB im vergangenen Herbst noch angedeuteten Zinswende mittlerweile die Erwartung des Gegenteils, sprich noch tiefer sinkender Zinsen, wurde, wird sich das vorerst auch nicht ändern. Eine gute Aufwärtsbewegung zwischen Januar und April ist mittlerweile wieder abverkauft, daher: Hier wäre der Verkauf zu überlegen!

Aktientipp 4: Nordex (ISIN DE000A0D6554 – Symbol – NDX1 – Währung: EUR)

Über Jahre hinweg gehörte die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex zu den grossen Überfliegern im TecDAX. Doch Anfang 2016 endete die Hausse, ging in einen sehr dynamischen Abwärtstrend über und dieser seit einem Jahr in den Versuch einer Bodenbildung. Aber die hätte 2019 gute Chancen, mit einer Aufwärtstrendwende abgeschlossen zu werden. Nordex hatte zwar in den vergangenen Jahren erhebliche Umsatz- und vor allem Gewinneinbussen zu verzeichnen. Aber mit einem gerade am 15. Januar gemeldeten Zuwachs von 73 Prozent bei den Neuaufträgen 2018 gegenüber dem Vorjahr sind die Voraussetzungen geschaffen, das Ruder jetzt herumzureissen. Nordex ist eine sehr spekulative Aktie, weil hier vor allem die Trader das Kursgeschehen bestimmen und daher nichts für schwache Nerven. Auf Sicht eines Jahres aber gilt auch hier: Da wäre aus heutiger Sicht mehr Luft nach oben als nach unten.

UPDATE zur Jahresmitte: Ausgehend vom Empfehlungsdatum des 15. Januar legte die Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex bis Anfang April zweitweise gut 80 Prozent zu. Seither sehen wir eine lang anhaltende Konsolidierung, aber immer noch sind gut 40 Prozent Zugewinn übrig. Und solange die Zone 11,80/12,00 Euro nicht nachhaltig unterboten wiürde (die man als Orientierung für einen Stop Loss sehen könnte) stehen die Chancen gut, dass die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen wird, denn die Auftragslage entwickelt sich offenbar sehr erfreulich. Und selbst, wenn die Gewinnmargen auch 2019 angesichts der harten weltweiten Konkurrenz nicht explodieren können: Die Lage und die Perspektiven für Nordex hellen sich nach und nach auf. Halten!

Ronald-Gehrt
Aktientipp 1:
Evotec Aktie (seit Empfehlung +23,95%)


Aktientipp 2:
Wirecard Aktie (seit Empfehlung +9,52%)


Aktientipp 3:
Commerzbank Aktie (seit Empfehlung -0,65%)


Aktientipp 4:
Nordex Aktie (seit Empfehlung +44,8%)

Experte Tobias Krieg
Aktientipp 1:
Amazon Aktie (seit Empfehlung +27,03%)


Aktientipp 2:
Palo Alto Networks Aktie (seit Empfehlung +8,50%)


Aktientipp 3:
AbbVie Aktie (seit Empfehlung -13%)


Aktientipp 4:
Sabra Health Aktie (seit Empfehlung +23,30%)

Die besten Aktientipps 2019 von Tobias Krieg

Tobias Krieg ist seit mehr als 10 Jahren leidenschaftlicher und professioneller Aktienhändler. Sein Ansatz beruht auf einem Zusammenspiel von fundamentaler Analyse und Charttechnik. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Biller Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch. Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend. Nach über sieben Jahren als Analyst der BörseGo AG, ist Tobias Krieg seit Januar 2018 für den Broker LYNX tätig.

Aktientipp 1: Amazon (ISIN: US0231351067 – Symbol: AMZN – Währung: USD)

Amazon ist der weltweit führende Online-Versandhändler und in mehr als 150 Ländern aktiv. Darüber hinaus hat man mit dem Cloud-Anbieter AWS eine Gelddruckmaschine erschaffen. Von vielen unbemerkt ist man zu einem der grössten Advertising-Verkäufer der Welt aufgestiegen. Auch dieser Bereich ist hochprofitabel und wächst mit enormer Geschwindigkeit. Bei Amazon stehen alle Ampeln auf Grün.

UPDATE zur Jahresmitte: Der Versandriese hat seit der Empfehlung zweimal Quartalszahlen vorgelegt. In beiden Fällen lagen sowohl Umsatz als auch Gewinn weit über den Erwartungen. Vor allem beim Ergebnis scheint Amazon endlich die gewünschten Fortschritte zu machen. Die Margen steigen auf breiter Front.
Man könnte es auch anders ausdrücken: Advertising und Cloud werfen derart hohe Gewinne ab, dass selbst Amazon keinen Weg mehr findet, all das Geld zu reinvestieren, wie man es bisher getan hat.
Auf Jahressicht notiert die Akte 27% im Plus und sollte sich bei den anhaltend guten Geschäftszahlen weiter positiv entwickeln.

Aktientipp 2: Palo Alto Networks (ISIN: US6974351057 – Symbol: PANW – Währung: USD)

Die Datenmengen steigen exponentiell und komplexe Netzwerke können nicht mehr manuell überwacht werden. Es sind moderne Technologien wie Machine Learning notwendig, um Cyberattacken abzuwehren. Hier kommt Palo Alto Networks ins Spiel. Das Unternehmen ist der Marktführer im Bereich hochentwickelter Cybersecurity. Das Wachstum ist enorm und auf Cashflow-Basis ist Palo Alto erstaunlich attraktiv bewertet.

UPDATE zur Jahresmitte: Beim Cybersecurity-Spezialist Palo Alto Networks läuft das Geschäft weiter rund. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres konnte der Umsatz um 29% auf 2,09 Mrd. USD gesteigert werden. Das Ergebnis kletterte um 40% auf 3,98 USD je Aktie.
Zwischenzeitlich notierte die Aktie daher auch 44% im Plus, hat einen Grossteil aber wieder abgegeben. Derzeit kommt Palo Alto noch auf einen Kursgewinn von 8,5%.
Die Übernahme von zwei kleineren Konkurrenten für geschätzte 500 Mio. USD kam nicht gut an. Seitdem hat Palo Alto Networks mehr als 4 Mrd. USD an Börsenwert verloren. Der Markt überreagiert.

Aktientipp 3: AbbVie (ISIN: US00287Y1091 – Symbol: ABBV – Währung: USD)

AbbVie ist einer der führenden Pharmakonzerne im Bereich schwerer Krankheiten. Zu den wichtigsten Forschungsgebieten zählen Hepatitis, Krebs, Immun-, Nieren- sowie Nervenerkrankungen.
Die Aktie kommt derzeit auf eine P/E von 11 und eine forward P/E von 10. Im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum von 10% p.a. erscheint das sehr attraktiv. Die Dividendenrendite des Aristokraten ist mit 5,0% ebenfalls attraktiv.

UPDATE zur Jahresmitte: AbbVie hat im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch Gewinn die Erwartungen deutlich übertroffen. Darüber hinaus wurde die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Mehrfach konnte man positive Forschungsresultate präsentieren. Der Aktie hat das bisher leider nicht geholfen. Die Healthcare-Branche wurde zuletzt von einem Skandal nach dem anderen erschüttert und steht daher bei Anlegern nicht hoch im Kurs. Tatsächlich ist in diesem Jahr kein anderer Sektor schlechter gelaufen. Für AbbVie bedeutet das, dass trotz der hohen Dividende ein realer Verlust von 13% zu Buche steht. Anleger können wohl nur abwarten. Mit Blick auf das gut laufende Geschäft, Aktienrückkäufe, der forward P/E von 8,9 und einer Dividendenrendite von 5,4% sollte es einem aber leicht fallen.

Aktientipp 4: Sabra Health (ISIN: US78573L1061 – Symbol: SBC – Währung: USD)

Sabra Health ist ein US-REIT, der sich auf den Bereich Altersheime mit ärztlicher Betreuung spezialisiert hat. Die Aktie gehörte bereits im Vorjahr zu meinen Empfehlungen. Anschliessend ging es kräftig aufwärts und man konnte inklusive Dividende knapp 40% Gewinn einsammeln. Zuletzt ist Sabra Health Aktie wieder zurückgekommen und daher bietet sich ein erneuter Einstieg an. Die Dividendenrendite liegt bei 9,6% und es ist wieder Kurspotenzial vorhanden.

UPDATE zur Jahresmitte: Altersheime sind zwar keine spannende Tätigkeit, es ist dennoch ein Wachstumsmarkt. Ausserdem bietet die Branche gut planbare Einkommensströme. Daher gab es auch bei den Quartalszahlen von Sabra Health Care keine grossen Überraschungen. Business as Usual und so dürfte es wohl auch bleiben.
Die Aktie konnte im neuen Jahr um 18,7% zulegen. Hinzu kamen zwei Dividendenzahlungen, wodurch der Gesamtgewinn auf 23,3% steigt.

Vorläufige Performance Ende Juni 2019

Hier noch ein kleiner Zwischenstand zur Entwicklung unserer Aktien. Das Investmentjahr 2019 ist jetzt zur Hälfte rum und nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Top 5 Aktien unserer Tipps zum Jahresanfang:

PositionAktie
1.Cyberark Aktie (+63,9%)
2.ServiceNow Aktie (+55,5%)
3.Nordex Aktie (+44,8%)
4.Amazon Aktie (+27,03%)
5.Evotec Aktie (+23,95%)
Auswertung zum Jahresende 2018

Wie entwickelten sich unsere Aktienempfehlungen im Jahr 2018?

Die Aktienmärkte blicken auf ein äusserst schwieriges Jahr 2018 zurück. Die drei grossen US-Aktienindizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq registrierten hohe Schwankungen und beendeten das Jahr allesamt mit einem einstelligen Minus. Besonders hart traf es den deutschen DAX-Index, dessen Minus sich im Jahresverlauf auf -18% summierte.

Die Kapitalmarktexperten von LYNX hatten Ihnen Mitte Januar 2018 jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2018 präsentiert. Sehen wir uns an, welche Performance Achim Mautz, Ronald Gehrt und Tobias Krieg mit ihren jeweiligen Favoriten im herausfordernden Börsenjahr 2018 erzielen konnten.

Das sind die Gewinner-Aktien 2018 (maximale Performance)

PositionAktie
1.Twitter Aktie (+102%)
2.Evotec Aktie (+65%)
3.Micron Technology (+51%)
4.Sabra Health (+34 %)
5.Fortuna Silver Mining (+25 %)

achim-mautz
Tipp 1: Twitter Aktie (seit Empfehlung +37%)

Tipp 2: Waddell & Reed Aktie (seit Empfehlung -27%)

Tipp 3: Ambarella Aktie (seit Empfehlung -29%)

Tipp 4: Fortuna Silver Mining Aktie (seit Empfehlung -25%)

Aktienempfehlungen – Achim Mautz

Der Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US-Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit 2013 ist er für LYNX als Experte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Börsenblick-Analysen geschätzt.

Tipp 1: Twitter mit Kursverdopplung

Die Aktie des Kurznachrichtendiensts Twitter (ISIN: US90184L1026 – Symbol: TWTR – Währung: USD) gehörte im vergangenen Börsenjahr zu den grossen Gewinnern. Seit der Empfehlung am 19.01.2018 bei 23,66 USD konnte sich die Aktie in der Spitze um +102% auf 47,79 USD verdoppeln. Ab den Sommermonaten setzte eine Korrektur ein, in welcher die Aktie bis auf 26,26 USD zurückfiel. Aktuell notiert die Twitter-Aktie wieder bei 32,37 USD d.h. gegenüber dem Empfehlungskurs rund +37% im Plus. Die Twitter-Aktie ist damit bei allen Empfehlungen die Nummer eins in Sachen Kursgewinne.

Tipp 2: Waddell & Reed: Deutliche Kursverluste

Die Aktie der Investmentberatungsfirma Waddell & Reed (ISIN: US9300591008 – Symbol: WDR – Währung: USD) entwickelte sich weniger erfreulich. Vom Ausgangsniveau bei knapp 23 USD ging es nur um wenige Prozentpunkte auf 23,82 USD hinauf, ehe ab Januar eine Korrektur einsetzte in welcher die Aktie bis heute steckt. Mit einem Kurs von 16,75 USD und einem Minus von -27% notiert die Aktie derzeit nur leicht über dem Jahrestief 2018 bei 16,45 USD.

Tipp 3: Ambarella: Im Abwärtstrend gefangen

Der dritte Tipp von Achim Mautz war Ambarella (ISIN: KYG037AX1015 – Symbol: AMBA – Währung: USD), ein führender Hersteller von HD und Ultra HD Videokameras. Die Aktie, die Mitte Januar 2018 zu einem Kurs von 51,38 USD vorgestellt wurde, konnte die Erwartungen ebenfalls nicht erfüllen. Nach einem kurzen Zwischenhoch im Mai bei 55,50 USD und einem moderten Plus von +8% ging es für die Aktie um bis zu -42% auf 30 USD bergab. Aktuell hat sich die Aktie bei 36,22 USD (-29%) etwas stabilisiert. Ambarella markiert damit das Schlusslicht unter den Experten-Empfehlungen.

Tipp 4: Fortuna Silver Mining mit wilden Kursschwankungen

Die Aktie des mittelständigen Silberunternehmens Fortuna Silver Mining (ISIN: CA3499151080 – Symbol: FSM – Währung: USD) notierte am 19.01.2018 bei 4,88 USD. Von dort ging es drei Monate stetig nach oben. In der Spitze erreichte die Aktie Kurse von 6,08 USD und damit ein zwischenzeitliches Plus von knapp +25%. Danach allerdings setzte ein Abwärtstrend ein, bei dem sich der Wert mit einem Tief bei 3,16 USD fast wieder halbierte. Mit 3,67 USD liegt die Aktie derzeit rund -25% unter dem Ausgangswert.

Aktienempfehlungen – Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Tipp 1: Evotec im Aufwärtstrend

Die Empfehlung der Biotech-Aktie Evotec (ISIN: DE0005664809 – Symbol: EVT – Währung: EUR) erfolgte im Januar 2018 bei ca. 14,20 EUR. Bis September 2018 konnte die Aktie dann in der Spitze um knapp +65% zulegen, ehe heftige Kursschwankungen einsetzten. Nach einem Rücksetzer auf 15 EUR kletterte die Aktie wieder auf 21,80 EUR, ehe erneut Verkaufsdruck aufkam. Aktuell notiert der Wert bei 19,30 EUR und damit +36% über dem Empfehlungsniveau. Mit dieser herausragenden Performance erreichte der Evotec-Tipp den zweiten Platz auf dem Treppchen, nur knapp hinter Twitter.

Tipp 2: T-Mobile US mit leichten Kursgewinnen

Die US-Tochter der Deutschen Telekom T-Mobile US (ISIN: US8725901040 – Symbol: TMUS – Währung: USD) hat Ronald Gehrt Ihnen zu 63,75 USD vorgestellt. Die Aktie zeigte eine vergleichsweise ruhige Aufwärtsentwicklung und kletterte bis Herbst 2018 in der Spitze um bis zu +11% auf knapp 71 USD. Aktuell notiert die Aktie bei 67,91 USD und damit immerhin +6% über dem Empfehlungsniveau. Diese Performance reicht für Platz drei in der Jahresbetrachtung.

Tipp 3: E.ON fast unverändert

Die Aktie des Energieversorgers E.ON (ISIN: DE000ENAG999 – Symbol: EOAN – Währung: EUR) notierte Mitte Januar 2018 bei ca. 8,92 EUR. Von dort stieg die Aktie zwischenzeitlich um rund 1 EUR oder +11,5% auf 9,95 EUR, ehe eine Korrektur einsetzte. Vom Zwischentief bei 8,17 EUR im Oktober ging es erneut um ca. 1 EUR höher. Derzeit notiert die E.ON-Aktie rund +1% oberhalb des Empfehlungskurses bei 9,03 EUR.

Tipp 4: Wal-Mart mit mässiger Kursentwicklung

Die Aktie des Einzelhandelsunternehmens Wal-Mart (ISIN: US9311421039 – Symbol: WMT – Währung: USD) wurde Mitte Januar bei ca. 104,59 USD zum Kauf empfohlen. Nach einem kurzen Vorstoss um +5% auf 110 USD korrigierte die Aktie bis Mitte des Jahres und stabilisierte sich bei ca. 82 USD. Bis Herbst eroberte Wal-Mart kurzzeitig das Empfehlungsniveau zurück, fiel dann aber erneut auf 86 USD. Aktuell notiert die Aktie bei knapp 95 USD, was einem überschaubaren Minus von -9% entspricht.

Ronald-Gehrt
Tipp 1: Evotec Aktie (seit Empfehlung +36%)

Tipp 2: T-Mobile US Aktie (seit Empfehlung +6%)

Tipp 3: E.ON Aktie (seit Empfehlung +1%)

Tipp 5: Wal-Mart Aktie (seit Empfehlung -9%)
Experte Tobias Krieg
Tipp 1: Walgreens Boots Alliance Aktie (seit Empfehlung -3%)

Tipp 2: Micron Technology Aktie (seit Empfehlung -19%)

Tipp 3: Southwest Airlines Aktie (seit Empfehlung -25%)

Tipp 4: Sabra Health Aktie (seit Empfehlung +17%)

Aktienempfehlungen – Tobias Krieg

Tobias Krieg ist seit mehr als 10 Jahren leidenschaftlicher und professioneller Aktienhändler. Sein Ansatz beruht auf einem Zusammenspiel von fundamentaler Analyse und Charttechnik. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Biller Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch. Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend. Nach über sieben Jahren als Analyst der BörseGo AG, ist Tobias Krieg seit Januar 2018 für den Broker LYNX tätig.

Tipp 1: Walgreens Boots Alliance mit leichtem Minus

Die Aktie der Drogeriemarktkette Walgreens Boots Alliance (ISIN: US9314271084 – Symbol: WBA – Währung: USD) notierte am 19. Januar 2018 bei 75,83 USD. Kurz darauf fiel die Aktie in den Korrekturmodus und unterschritt kurzzeitig die Marke von 60 USD. Ab Sommer kletterte der Wert dann stark an und erreichte Anfang Dezember mit Kursen von 86,30 ein Plus von maximal +14%. Es erfolgte ein erneuter heftiger Rückschlag bis auf 64,53 USD, ehe sich die Aktie stabilisierte. Aktuell liegt der Kurs bei 71,99 USD, inklusive Dividende ergibt sich daraus ein Minus von 3%.

Tipp 2: Micron Technology verzeichnet turbulente Kursentwicklung

Die Aktie des Halbleiterherstellers Micron Technology (ISIN US5951121038 – Symbol: MU – Währung: USD) verzeichnete hohe Kursschwankungen. Vom Ausgangsniveau bei 42,77 USD kletterte die Aktie in der Spitze um bis zu +51% auf 64,68 USD, ehe ein stetiger Abwärtstrend einsetzte, der erst bei 28,47 USD endete. Aktuell notiert das Papier bezogen auf den Empfehlungskurs rund -19% im Minus bei 34,67 USD.

Tipp 3: Southwest Airlines im Sinkflug

Die Aktie der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines (ISIN: US8447411088 – Symbol: LUV – Währung: USD) notierte Mitte Januar bei rund 65,08 USD. Dieses Kursniveau wurde im Jahresverlauf nicht mehr erreicht. Aktuell steht die Aktie bei ca. 48,76 USD und damit rund -25% unter dem Empfehlungskurs.

Tipp 4: Sabra Health gibt Kursgewinne wieder ab

Sabra Health (ISIN: US78573L1061 – Symbol: SBC – Währung: USD) ist ein US-REIT (Real Estate Investment Trust), der sich auf den Bereich Altersheime mit ärztlicher Betreuung spezialisiert hat. Die Aktie notierte bei der Empfehlung am 19.01.2018 bei 17,71 USD. Von dort stieg der Wert bis Herbst um bis zu +34% auf ein Kursniveau von 23,84 USD. Es folgte ein steiler Abwärtstrend, der die Aktie bis auf 15,71 USD zurückwarf. Von dort kletterte der Wert erneut und eroberte das Empfehlungsniveau zurück. Derzeit notiert Sabra Health bei 18,94 USD, daraus ergibt sich inklusive Dividende ein Plus von 17%.

Die Top-5 der Lynx-Expertentipps für 2018 (Buy and Hold):

1.Twitter Aktie (+37%)
2.Evotec Aktie (+36%)
3.T-Mobile US (+6%)
4.Sabra Health (+2 %)
5.E.ON (+1%)

Das Ranking basiert auf einer reinen Buy and Hold-Strategie und zeigt, dass unsere Experten auch bei widrigstem Börsenwetter den ein oder anderen Treffer landen. Damit werden auch einzelne Fehlgriff im Depot verziehen. Unterm Strich ergibt sich über alle Positionen gerechnet ein im Vergleich zur Marktentwicklung vergleichsweise moderates Minus von -5 %. Bemerkenswert ist vor allem, dass die beiden Top-Gewinner deutlich höhere Gewinne verzeichneten als die Performance-Schlusslichter.

Herausforderung Kursschwankungen

Doch wie würde das Ranking aussehen, wenn wir in der Performancebetrachtung nur die im Jahr 2018 erzielten Höchstkurse betrachten? Natürlich hätten Sie nicht zu diesen Kursen verkauft, denn das gelingt Ihnen als Anleger nur in höchst seltenen (Zu)Fällen. Und auch eine Stopp-Strategie, die meist sehr sinnvoll ist, hätte Ihnen bei den vorgestellten Aktien wenig gebracht. Denn gerade die Gewinneraktien der Experten verzeichneten auf ihrem Weg nach oben allesamt starke Kursschwankungen von 30 % oder sogar mehr. Bei der Trailing-Stopp-Methode beispielsweise, bei welcher der Stoppkurs mit steigenden Kursen automatisch nachgezogen wird, wären Sie in den meisten Fällen sehr ungünstig ausgestoppt worden. Von den anschliessenden Kursanstiegen zu den Jahreshochs hätten Sie dann natürlich nicht mehr profitieren können.

Das richtige Marktgespür ist gefragt

Anleger, die sich durch die hohen Kursschwankungen im Jahr 2018 emotional aus der Ruhe bringen liessen, liefen Gefahr von einem falschen Bein aufs andere zu springen und entsprechende Verluste einzufahren. Wer seine Gewinne als erfahrener und gelassener Trader rechtzeitig ins Trockene bringen wollte, der musste sich vor allem auf sein Marktgespür verlassen. So konnte sich der ein oder andere von Ihnen bestimmt grössere Teile der Kursanstiege „herausschneiden“, als bei der reinen Buy and Hold-Alternative.

Auswertung zur Jahresmitte 2018

Unsere Empfehlungen aus dem Januar 2018 – Diese Aktien sollten 2018 nicht auf Ihrer Watchlist fehlen:

Die Aktienmärkte sind im zurückliegenden Jahr 2017 gut gelaufen und viele Anleger konnten sich über erhebliche Zuwächse im eigenen Portfolio freuen. Durch die Rallye sind jedoch auch die Bewertungen einzelner Aktien auf einem hohen Niveau angekommen, daher fällt vielen die Auswahl einzelner Titel schwer. Das neue Jahr hat bisher ebenfalls positive Vorzeichen geliefert, doch welche Aktien bieten das grösste Potenzial? Die Kapitalmarktexperten von LYNX lüften den Vorhang und präsentieren exklusiv jeweils ihre vier Favoriten für das Börsenjahr 2018.

achim-mautz
Tipp 1: Twitter Aktie (seit Empfehlung +78,03%)

Tipp 2: Waddell & Reed Aktie (seit Empfehlung -18,58%)

Tipp 3: Ambarella Aktie (seit Empfehlung -18,14%)

Tipp 4: Fortuna Silver Mining Aktie (seit Empfehlung +8,84%)

Achim Mautz

Der Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit 2013 ist er für LYNX als Experte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Börsenblick-Analysen geschätzt.

Tipp 1: Twitter (Sybol: TWTR – ISIN US90184L1026)

Der Kurznachrichtendienst Twitter gehörte in den letzten Jahren nicht gerade zu den Lieblingsaktien der Bullen. Ich vergleiche die Gesamtsituation des Unternehmens gerne mit der des Konkurrenten Facebook, welcher kurz nach dem IPO im Jahr 2012 mehr als 50 Prozent an Wert eingebüsst hat. Nur wenige Aktionäre waren davon überzeugt, dass das Unternehmen je solide Gewinne schreiben wird. Mittlerweile hat sich Facebook mehr als verneunfacht. Nun aber zurück zu Twitter. Auch hier konnten bislang keine soliden Gewinne geschrieben werden, aber die letzten Quartalsergebnisse waren überaus positiv. So auch die Erwartungen für das Gesamtjahr 2018. Ich persönlich sehe hier die Chance auf einen Highflyer und werde mir die Chance nicht nehmen lassen, auch selbst zu investieren.

UPDATE zur Jahresmitte: Dieser Aktien-Tipp des Jahres 2018 ist bereits voll aufgegangen. Die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter konnte bereits mehr als +90% an Wert zulegen und befindet sich nach wie vor in einem starken und robusten Aufwärtstrend. Das Papier gehört bislang zu den grossen Gewinnern in diesem Jahr und ein Ende der Rallye ist derzeit noch nicht in Sicht. Dennoch müssen wir aus aktuellem Anlass einen Hinweis auf das kurzfristig doch recht stark übergekaufte Niveau geben, weshalb sich ein eventueller Einstieg für interessierte Marktteilnehmer wohl erst nach einer Korrektur ergeben würde. Die nächsten Quartalsergebnisse werden für den 25. Juli erwartet.

Tipp 2: Waddell & Reed (Symbol: WDR – ISIN US9300591008)

Das Unternehmen Waddell & Reed ist hierzulande ein völlig unbekanntes Unternehmen. Gegründet wurde die Investmentberatungsfirma bereits im Jahr 1937 und erlebte den Börsengang an der Wall-Street im Jahr 1998. Längerfristig betrachtet fand die Aktie im letzten Jahrzehnt immer wieder einen guten Boden rund um das Niveau von 10 US-Dollar, bevor die Reise meist wieder in Richtung der Marke von 40 US-Dollar ging. Im Jahr 2013 holte das Wertpapier sogar zu einem Höhenflug auf über 70 US-Dollar aus. Nach dem Absacken der Aktie in den letzten Jahren, haben sich die Kurse im abgelaufenen Kalenderjahr wieder stabilisiert und so sehe ich hier einen möglichen Turnaround-Kandidaten. Ein Kursziel im Laufe des Jahres auf bis zu 40 US-Dollar scheint möglich zu sein.

UPDATE zur Jahresmitte: Die längerfristige Trendwende bei Waddel & Reed fand bislang nicht statt. Die Aktie konnte zwar zu Jahresbeginn einen Breakout nach oben vollziehen, doch die Bullen konnten den Ausbruch nur kurzfristig halten. Es fehlte an Folgekäufen und im Februar gab es deutliche Verkaufssignale, nachdem die Pivot-Tiefs aus dem Januar nach unten gebrochen wurden. Auch die zuletzt veröffentlichten Quartalsergebnisse vom 1. Mai konnten die Hoffnungen vieler Marktteilnehmer auf eine mögliche Trendwende nicht bestätigen.

Tipp 3: Ambarella (Symbol: AMBA – ISIN KYG037AX1015)

Ambarella gehört weltweit zu den führenden Herstellern von HD und Ultra HD Videokameras. Die Aktie des Unternehmens wurde zu Beginn ihres Börsendebüts Ende 2012 regelrecht gehypt und die Kurse konnten sich innerhalb von zwei Jahren mehr als verzehnfachen. Doch der Konzern konnte mit den hohen Erwartungen der Aktionäre nicht Schritt halten und so rutschten die Kurse kurze Zeit später wieder kräftig in den Keller. Mittlerweile haben sich diese in einer Bandbreite zwischen 40 und 66 US-Dollar stabilisiert. Sollte der Aktie der Ausbruch über das Nivea von 65 US-Dollar gelingen, wäre eine Rückkehr zum bisherigen Allzeithoch bei 129 US-Dollar im Jahr 2018 durchaus denkbar. Wichtig ist hier aber auf den Ausbruch und somit auf das Kaufsignal zu warten.

UPDATE zur Jahresmitte: Die grosse Frage bei Ambarella war, ob der längerfristige Widerstandsbereich bei 65 US-Dollar gebrochen werden kann. Ein Schlusskurs über dieser Marke hätte zahlreiche neue Käufer angelockt und das Papier wieder deutlich nach oben bringen können. Auf dieses Niveau hatten wir bereits zu Jahresbeginn hingewiesen. Das Kaufsignal blieb bis dato aus und somit gab es auch keinen Grund, im analysierten Wertpapier aktiv zu werden. Von einer möglichen längerfristigen Trendwende ist Ambarella mittlerweile meilenweit entfernt.

Tipp 4: Fortuna Silver Mining (Symbol: FSM – ISIN CA3499151080)

Dieses mittelständige Silberunternehmen gehört derzeit zu meinen Geheimtipps unter den Edelmetallaktien. Es sind meist die Monate Januar und Februar eines neuen Jahres, in denen gerne Gold- und Silberaktien von Grossinvestoren gekauft werden. Dieser saisonale Effekt verstärkt sich vor allem dann, wenn der Sektor im Vorjahr recht schlecht performte. So war es auch 2017 und grosse Unternehmen wir First Majestic Silver, Pan American Silver oder auch Coeur Mining schlossen das Gesamtjahr mit Kursverlusten ab. Sollte der Sektor nun wieder Rückenwind bekommen, gehe ich davon aus, dass Fortuna Silver Mining zu den Top Aktien der Branche zählen wird. Auch die fundamentalen Aussichten für 2018 sind sehr positiv und könnten der Aktie weitere Unterstützung bringen.

UPDATE zur Jahresmitte: Der Start ins neue Jahr verlief bei Fortuna Silver etwas holprig und der Boden konnte erst Anfang Februar gefunden werden. Doch seither zeigt das Wertpapier wieder deutlich positive Tendenzen. Neben Pan American Silver gehört diese Aktie zu den Top-Gewinnern unter den Silberproduzenten und konnte gegen den allgemeinen Trend der Branche ein solides Plus erzielen. Sowohl der mittelfristige, als auch der längerfristige Chart sehen überaus vielversprechend aus. Solange die Kurse nicht nachhaltig unter das Niveau von 5.30 US-Dollar fallen, gehen wir von weiter steigenden Kursen aus. Das nächste Ziel wäre bei ca. 6.90 US-Dollar zu finden.

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse. Seit 2016 ist er für LYNX als Experte tätig.

Tipp 1: Evotec (EVT, ISIN DE0005664809)

Die im TecDAX gelistete Evotec ist ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen Pharmaunternehmen wie Bayer oder Genentech Wirkstoff-Forschung und -Entwicklung im Bereich der Biotechnologie betreibt. Evotec gehört zu den wenigen kleineren Unternehmen im Themenbereich Biotechnologie, die bereits schwarze Zahlen schreiben, wobei die vorliegenden Ergebnisse der ersten drei Quartale 2017 eine dynamische Steigerung bei Umsatz und Gewinn auswiesen, die sich im Jahr 2018 fortsetzen sollte. In den letzten Monaten haben überzogene Erwartungen die Aktie in eine kräftige Korrektur geführt. Evotec hat gute Chancen, sich früh in diesem Jahr aus dieser Korrekturphase zu lösen und hätte das Potenzial, das Jahreshoch 2017 bei 22,50 Euro mittelfristig nicht nur zu erreichen, sondern zu überbieten.

UPDATE zur Jahresmitte: Evotec hat zwar seit der Empfehlung am 11. Januar 2018 um 8,7 Prozent zugelegt, damit aber noch nicht einmal einen kleinen Teil des eigentlichen Aufwärtspotenzials ausgeschöpft. In den letzten Monaten hat das Wirkstoff-Forschungsunternehmen zwei grosse, neue Kooperationen mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi und dem US-Biotechunternehmen Celgene geschlossen. Das Wachstum wirkt weiterhin äusserst zielgerichtet und dynamisch. Bislang halten Leerverkäufer die Aktie im Zaum, aber achten Sie auf das bisherige Jahreshoch von 16,92 Euro. Gelingt der Ausbruch über diese Hürde, wäre bei Evotec nach oben nichts unmöglich.

Tipp 2: T-Mobile US (TMUS, ISIN US8725901040)

Die US-Tochter der Deutschen Telekom ist in den letzten Jahren eine einzige Erfolgsgeschichte. Man hatte lange darauf gesetzt, dass T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint fusionieren und so zu den Top 3 der grossen US-Mobilfunkunternehmen aufschliessen würde. Diese Erwartung zerschlug sich im November, aber der daraus resultierende Rücksetzer der Aktie ist längst aufgeholt, denn T-Mobile US wächst und wächst – auch ohne Sprint. Fünf Millionen neue Kunden gewann das Unternehmen 2017 hinzu. Das ist ein Wachstum in einem als ausgereizt wirkenden Markt, das beeindruckt. Das Unternehmen ist immens rührig, erweitert derzeit sein Angebot um den TV-Sektor und hat eine sehr hohe Präsenz bei den Konsumenten: Eine Aktie, die 2018 einen guten Weg nach oben machen kann!

UPDATE zur Jahresmitte: Nachdem es zur Jahreswende sicher schien, dass das Thema einer Fusion mit dem US-Mobilfunk-Konkurrenten Sprint vom Tisch ist, einigte man sich im Frühjahr doch noch. Die Fusion macht aus T-Mobile US einen ernsthaften Mitbewerber der bislang unangefochten dominierenden drei anderen grossen US-Mobilfunkanbieter, ist aber ein komplizierter Prozess. Das wird sich hinziehen. Währenddessen bleibt T-Mobile US auf Wachstumskurs, die Ergebnisse des ersten Quartals waren tadellos. Gedrückt wurde die Aktie durch die offenen Fragen in Bezug auf das Zusammengehen mit Sprint, aber nach einem kräftigen Abwärtsschub Ende April/Anfang Mai kommt die Aktie langsam wieder in Fahrt. Aus aktueller Sicht unbedingt haltenswert.

Tipp 3: E.ON (EOAN, ISIN DE000ENAG999)

Energieversorger sind langweilig, so die landläufige Meinung. Stimmt nicht. E.ON gehörte 2017 zu den Outperformern im DAX. Was sich 2018 durchaus wiederholen kann. Denn derzeit nimmt die Aktie gerade „Anlauf“, vollzieht eine im November begonnene, grössere Korrektur. Dadurch wird der Spielraum nach oben sukzessive grösser, denn E.ON ist nach den harten Jahren, die sich dem 2011 vollzogenen Atom-Ausstieg in Deutschland anschlossen, wieder auf dem Weg nach vorne. Die Entscheidung, die problematischen Bereiche Kohle und Gas in die Tochter Uniper auszulagern, sollte sich bezahlt machen, zumal ein lukrativer Verkauf der Tochter an den finnischen Energieversorger Fortum ansteht. Hinzu kommt eine überdurchschnittliche Dividendenrendite. E.ON wird zwar eher keine Kursrakete sein, ist aber aufgrund seiner relativ geringen Abhängigkeit von Konjunktur und Währungsschwankungen auch dann für mittel- und langfristige Kursgewinne gut, wenn das Wirtschaftswachstum schwindet und der Gesamtmarkt ins Wanken gerät.

UPDATE zur Jahresmitte: Bis Ende Januar ging die im November 2017 begonnene Abwärtsbewegung der E.ON-Aktie weiter. Die Aktien haussierten, „langweilige“ Energieversorger wollte da keiner haben. Und als die Aktienmärkte Ende Januar erstmals einbrachen, fiel E.ON auch noch, vom Gesamtmarkt mitgezogen, mit. Doch nach einer Bodenbildung kam es im März plötzlich zu einem Kurssprung. E.ON hat sich mit RWE zusammengerauft, beide grossen Energieversorger strukturieren sich um, straffen, auch durch den Wechsel von RWE-Tochter innogy zu E.ON, ihre Kernkompetenzen. Das ist ein Prozess, der seine Zeit dauern wird, die mittel- und langfristigen Gewinnperspektive von E.ON aber markant verbessert. Eine klare Halteposition.

Tipp 4: Wal-Mart (WMT, ISIN US9311421039)

Mit dem Siegeszug des Onlinehandels sind viele klassische Einzelhandelsunternehmen in Bedrängnis geraten. Einige sind der wachsenden Konkurrenz endgültig erlegen, andere hingegen nehmen die Herausforderung an. Wal-Mart gehört zur zweiten Gruppe. Und was viele Experten bezweifelten, gelingt: Wal-Mart hat ein attraktives Online-Angebot etabliert, das binnen kurzer Zeit nach Google und amazon.com auf den dritten Platz der Internetseiten vorgeprescht ist, die US-Konsumenten auf der Suche nach Produkten aufrufen. Mit dieser erfolgreichen Expansion in den Online-Bereich hat Wal-Mart sehr gute Chancen, in Bezug auf das Konsumwachstum weiterhin in der ersten Reihe zu sitzen. Diese Aktie hat mittelfristig noch einiges an Potenzial.

UPDATE zur Jahresmitte: Bis zum 20. Februar war die Wal-Mart-Aktie eine Erfolgsstory. Dann wurde sie zu einer heissen Kartoffel, die auf einmal niemand anfassen mochte. Grund: Die Ergebnisse des Weihnachtsquartals hatten den vorher auch durch das Unternehmen selbst geschürten hohen Erwartungen vor allem in Bezug auf den Siegeszug des Online-Geschäfts schlagartig den Boden entzogen. Im März behauptete sogar ein ehemaliger Manager des Einzelhandelsriesen, er sei gefeuert worden, weil er darauf hingewiesen habe, dass Wal-Mart die Wachstumsarten im Online-Handel auf nicht legale Weise positiver dargestellt habe. Die Aktie bildet momentan im Bereich der wichtigen Unterstützung 80,50/82 US-Dollar einen Boden aus. Knapp darunter einen Stoppkurs zu platzieren, wäre ratsam. Fiele Wal-Mart unter diese Zone, sollte sie besser aus dem Depot verschwinden.

Ronald-Gehrt
Tipp 1: Evotec Aktie (seit Empfehlung +8,7%)

Tipp 2: T-Mobile US Aktie (seit Empfehlung -4,8% in USD, -4,1 % in Euro)

Tipp 3: E.ON Aktie (seit Empfehlung +2,2%)

Tipp 5: Wal-Mart Aktie (seit Empfehlung -15,2% in USD, -12,2% in Euro)
Experte Tobias Krieg
Tipp 1: Walgreens Boots Alliance Aktie (seit Empfehlung -10%)

Tipp 2: Micron Technology Aktie (seit Empfehlung +30%)

Tipp 3: Southwest Airlines Aktie (seit Empfehlung -20%)

Tipp 4: Sabra Health Aktie (seit Empfehlung +27%)

Tobias Krieg

Tobias Krieg ist seit mehr als 10 Jahren leidenschaftlicher und professioneller Aktienhändler. Sein Ansatz beruht auf einem Zusammenspiel von fundamentaler Analyse und Charttechnik. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Biller Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch. Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Nach über sieben Jahren als Analyst der BörseGo AG, ist Tobias Krieg seit Januar 2018 für den Broker LYNX tätig.

Tipp 1: Walgreens Boots Alliance (WBA, ISIN US9314271084)

Walgreens Boots Alliance ist ein weltweit agierender Einzelhandelskonzern in der Drogeriebranche und Marktführer in den USA. Der Wert ist im Sog des schwachen Pharma-Sektors ebenfalls unter Druck gekommen, meines Erachtens zu Unrecht. Der Dividenden-Aristokrat glänzt mit anhaltendem Umsatz- und Gewinnwachstum und ist durch den Rücksetzer auf das niedrigste Bewertungsniveau seit 2011 gefallen.

UPDATE zur Jahresmitte: Die fundamentale Entwicklung bei Walgreens ist weiterhin sehr erfreulich. Die jüngsten Quartalszahlen lagen sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz deutlich über den Erwartungen. Infolgedessen wurde die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Leider wurden diese Tatsachen bisher vom Markt vollkommen ignoriert und der Wert liegt seit Jahresbeginn knapp 10% im Minus. Der Aristokrat mit einer Dividendenrendite von 2,4% ist inzwischen umso attraktiver bewertet und kommt für das laufende Geschäftsjahr auf ein KGV von 11, den niedrigsten Werte seit Jahren und liegt weit unter dem historischen Durchschnitt von 16. Walgreens steigt in den Dow Jones Industrial Average auf und ersetzt General Electric, vielleicht bringt das etwas Schwung in den weiteren Kursverlauf.

Tipp 2: Micron Technology (MU, ISIN US5951121038)

Micron Technology gehört zu den fünf grössten Halbleiterherstellern der Welt und ist in einer ganzen Reihe von Zukunftsfeldern gut positioniert. Trotz der Rallye im Vorjahr ist der Wert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (englisch Price-Earnings-Ratio (PER) oder P/E Ratio) von 5 einer der günstigsten US-Werte.

UPDATE zur Jahresmitte: Über die Entwicklung bei Micron Technology kann man sich nicht beklagen. Seit der Empfehlung im Januar hat der Wert um über 30% zugelegt. Die Zahlen lagen durchweg über den Erwartungen und die Prognose musste angehoben werden. Darüber hinaus hat man Aktienrückkäufe über 10,0 Mrd. USD beschlossen, was rund 15% des Börsenwerts entspricht. Auch nach den Kursgewinnen ist der Wert mit einem KGV von 5,0 für 2018 nicht gerade teuer.

Tipp 3: Southwest Airlines (LUV, ISIN US8447411088)

Southwest Airlines zählt zu den führenden Fluggesellschaften in den USA. Nach einem über Jahrzehnte anhaltenden Verdrängungswettbewerb stehen die Sieger fest, die vier Marktführer American Airlines, Delta Air Lines, United Airlines und Southwest Airlines teilen sich den US-Markt weitgehend auf und die Margen steigen. Allesamt sind attraktiv bewertet und arbeiten an langfristigen Kaufsignalen. Die Southwest Aktie hat dieses Kaufsignal bereits generiert, ist auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen und glänzt dennoch mit der niedrigsten Forward P/E seit einem Jahrzehnt.

UPDATE zur Jahresmitte: Die Luftfahrtbranche war zuletzt nicht sonderlich beliebt bei Investoren und alle US-Majors sind deutlich unter Druck gekommen. Daher ist Southwest Airlines ganz klar der Verlierer unter den Empfehlungen und seit Jahresbeginn rund 20% eingebrochen. Durch die Kursverluste ist die fundamentale Bewertung entsprechend attraktiv. Southwest gehört zu den profitabelsten Airlines überhaupt, geniesst eine hohe Kundenzufriedenheit und erwirtschaftet einen erheblichen freien Cashflow. Das KGV liegt bei 12 und das bei einem erwarteten Gewinnsprung von rund 20% in diesem und im nächsten Jahr.
Die jüngsten Übernahmegerüchte und der genannte Kaufpreis oberhalb von 70 USD je Aktie scheinen daher nicht unrealistisch.

Tipp 4: Sabra Health (SBC, ISIN US78573L1061)

Sabra Health ist ein US-REIT, der sich auf den Bereich Altersheime mit ärztlicher Betreuung spezialisiert hat. Die Branche sollte angesichts der alternden US-Gesellschaft weiter wachsen. Durch die jüngsten Kursverluste notiert die Aktie weit unter Buchwert, die Forward P/E ist auf 10,3 gesunken. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Gewinnsprung, da REITS den Unternehmensgewinn weitgehend an die Aktionäre ausschütten, liegt die Dividendenrendite nahe 11%.

UPDATE zur Jahresmitte: Die Entwicklung bei Sabra Health Care REIT ist ebenfalls sehr erfreulich. Seit Veröffentlichung der Empfehlungen ist die Aktie von 17,50 auf zuletzt 21,35 USD gestiegen. Zusätzlich wurden weitere 0,90 USD an Dividenden ausgeschüttet. Insgesamt ergibt sich daraus ein Plus von stattlichen 27%. Die Dividendenrendite von 8,4% erscheint weiterhin attraktiv und ist durch die Funds from Operations gut finanziert. Auf diesem Niveau würden wir aber keinen Einstieg mehr empfehlen, eventuell aber im Falle eines Rücksetzers in Richtung 18,50 bis 19,00 USD.

Vorläufige Performance im Juni 2018

Hier noch ein kleiner Zwischenstand zur Entwicklung unserer Aktien. Das Investmentjahr 2018 ist jetzt zur Hälfte rum und nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Top 5 Aktien unserer Tipps zum Jahresanfang:

PositionAktie
1.Cyberark Aktie (+63,9%)
2.ServiceNow Aktie (+55,5%)
3.Nordex Aktie (+44,8%)
4.Amazon Aktie (+27,03%)
5.Evotec Aktie (+23,95%)
Aktien Tipps im Börsenblick

In unserem LYNX Börsenblick beobachten unsere Experten für Sie die Märkte und analysieren börsentäglich spannende Aktien.

Welche Aktien sollten Sie jetzt kaufen, verkaufen oder halten?

Noch mehr beste Aktien

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen