Microsoft Aktie Prognose Microsoft: Tech-Schwergewicht mit Problemen – Aktie schwächelt

News: Aktuelle Analyse der Microsoft Aktie

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Microsoft
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Microsoft Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Hoffnung war gross, dass die ehemalige Liga der Führungsaktien der Wall Street durch positive Quartalsergebnisse zu einer möglichen Trendwende beitragen würde. Doch die Enttäuschung der Anleger über die Zahlen von Unternehmen wie Meta, Alphabet oder auch Amazon war um einiges grösser.

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Auch der Softwareriese enttäuschte und die Microsoft-Aktie reihte sich in die Gruppe von Verlierern ein. Die Kurse verloren seit Bekanntgabe der Quartalsergebnisse mittlerweile mehr als 10% und kämpfen bereits um das zuletzt gebildete Pivot-Tief von Mitte Oktober. Die technische Lage bleibt somit angeschlagen und der bärische Trendverlauf setzt sich vorerst weiter fort.

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Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Microsoft Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Zahlen selbst waren gar nicht mal so schlecht. Es waren eher die Aussichten auf das nächste Quartal, welche den Titel in Folge schwer belasteten. So rechnet Microsoft lediglich mit einem Umsatz im Bereich von 52.35 bis 53.35 Milliarden USD, während Analysten bislang von 56.93 Milliarden USD ausgegangen waren.

Nachdem die Aktie in den letzten Jahren nur eine Richtung kannte, müssen sich Anleger mittlerweile auch an nachhaltig bärische Bewegungen gewöhnen. Sollte das Pivot-Tief von Oktober gebrochen werden, würde dem Titel ein Absturz auf bis zu 196 USD drohen. Hier findet sich das nächste wichtige Support-Level, welches im September 2020 gebildet wurde. Die aktuelle Lage bleibt somit vorerst angespannt.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 02.11.2022 Kurs: 220.10 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Microsoft Aktie

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Microsoft übertrifft die Erwartungen, die Aktie schmiert jedoch ab. Was geht da vor sich? Beginnt gerade der nächste Crash, oder ist das eine Gelegenheit?

Nach den letzten Monaten dürften die meisten Anleger ziemlich leiderprobt sein. Die Kurse von nahezu allen Aktien sind gesunken, viele sind regelrecht kollabiert.

Selbst diejenigen unter uns, die nur Top-Unternehmen im Portfolio haben, bleiben davon nicht verschont.
Microsoft hat beispielsweise rund ein Drittel an Wert verloren. Das dürfte die wenigsten Anleger komplett kaltlassen.

Nochmal -6%

Und so wie es aussieht, scheint kein Ende in Sicht zu sein. Microsoft ist nach der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag kurzerhand nochmal um 6% eingebrochen und notiert vorbörslich bei 235,39 USD.

Der Gewinn lag in Q1 mit 2,35 je Aktie über den Erwartungen von 2,30 USD. Der Umsatz übertraf mit 50,12 Mrd. die Analystenschätzungen von 49,5 Mrd. USD ebenfalls.

Man darf also durchaus die Frage stellen, warum der Kurs um 6% einbricht, wenn die Erwartungen übertroffen wurden.
Nun ja, die Börse gleicht eben einem manisch Depressiven.

Phasenweise steigen die Kurse selbst bei mittelprächtigen Zahlen einfach weiter (vielleicht erinnern Sie sich noch an 2021) und in anderen Phasen wird jedes noch so kleine Haar in der Suppe gesucht.
Aktuell ist eher zweiteres der Fall.

Es kommt auf die Details an

Es gibt aber auch handfeste Argumente, warum die Kursreaktion negativ ist.
Meines Erachtens ist der Hauptgrund, dass der Umsatz zwar um 11% gestiegen, das gemeldete Ergebnis je Aktie jedoch um 13% gesunken ist.

Das ist zumindest das, was die Mehrheit in den Überschriften lesen dürfte. Ohne Sondereffekte ist der Gewinn um 4% gestiegen, ohne negative Währungseffekte hätte das Plus sogar bei 11% gelegen.
Es kommt eben auf die Details an.

Microsoft leidet natürlich unter dem schwachen PC-Geschäft, die zugrundeliegenden Trends sind aber intakt.
Als weiteren Grund für den Kurssturz wird in den gängigen Börsenmedien angeführt, dass das Cloud-Geschäft enttäuscht hätte.

Bei dieser Begründung musste ich wahrlich schmunzeln. Denn im Segment Intelligent Cloud wurde ein Umsatz von 20,33 Mrd. USD erzielt und die Analystenschätzungen lagen bei 20,36 Mrd. USD.
Die Überschriften lauteten dann dennoch so ähnlich wie „Wachstum in der Cloud verlangsamt sich“.

Wie wichtig diese Abweichung von den Schätzungen ist, das möge jeder für sich selbst beantworten.

Ausblick und Bewertung

Am Ende des Tages ist eine Diskussion über diese Frage ohnehin müssig. Wie gewohnt messen Anleger der aktuellen Geschäftsentwicklung zu viel Gewicht bei und der langfristigen Perspektive zu wenig.
Kurzfristig siegt eben die Stimmung, langfristig zählen nur Zahlen.

Und das bedeutet, dass sich irgendwann die Erkenntnis durchsetzen wird, dass es wichtiger ist, dass das Cloud-Geschäft um 20% p.a. und mehr wächst und eben nicht, dass die Zahlen in einem beliebigen Quartal marginal unter den Erwartungen lagen.

Darüber hinaus werden die negativen Währungseffekte, die das Wachstum von Microsoft in Dollar um 5 Prozentpunkte gedrückt und die Margen belastet haben, auch nicht ewig anhalten.
Ohne diesen Gegenwind wären nahezu alle Geschäftsbereiche zweistellig gewachsen.

Microsoft notiert vorbörslich bei 235,39 USD und kommt demnach auf eine forward P/E von 23,6.
In Anbetracht der Tatsache, dass das zugrundeliegende Wachstum zweistellig ist, ist das durchaus vertretbar.
Daher lag die in den letzten fünf Jahren auch durchschnittlich bei 28,8 und am Tief bei 20,8.

Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 235,39 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.10.2022 – Kurs: 235,39 Kürzel: MSFT – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist der Rückfall unter 246 USD unerfreulich, grössere Verkaufssignale wurden dadurch aber nicht ausgelöst.
Nachhaltig eintrüben würde sich das Chartbild erst unter 200 USD.

Für antizyklische Investoren könnte sich ein tranchenweiser Einstieg anbieten, beispielsweise nahe 225 und 200 USD.

Klar prozyklische Signale ergeben sich hingegen erst über 250 USD.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im August noch hatte der Softwaregigant einen schönen Ausflug nach Norden, doch die Stärke der Microsoft-Aktie endete danach mit einem Gap nach unten, welches bislang noch nicht gefüllt wurde. Mitte September sorgte ein weiteres Gap für negative Kursreaktionen und die Serie riss danach nicht ab, denn auch Anfang Oktober sehen wir eine Kurslücke, welche den Verkaufsdruck ein weiteres Mal erhöhte.

Zuletzt kamen auch noch negative Nachrichten hinzu. Das Umsatzwachstum soll im dritten Quartal auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren fallen und es soll rund 1% der Belegschaft abgebaut werden. Die ohnehin bereits von Anlegern erwarteten düsteren Aussichten werden jetzt wohl bittere Realität. Wie geht es mit der Aktie weiter?  

Expertenmeinung: Wieder einmal sehen wir deutlich die Kraft offener Kurslücken. Diese technisch leicht erkennbaren Signale haben meist eine grosse Auswirkung auf neu aufgebaute Trends. Der Trend der Microsoft Aktie zeigt vorläufig jedenfalls deutlich nach unten.

Um die Situation zu verbessern, müssten die Bullen beginnen, die noch offenen Kurslücken abzubauen. Der erste Schritt nach vorn wäre demnach ein Anstieg auf zumindest 246 USD. Danach sehen wir weiter. Ob dies gelingen wird, hängt auch von den bevorstehenden Quartalsergebnissen ab. Diese werden für den 25. Oktober erwartet. Danach werden die Karten neu gemischt.

Aussicht: NEUTRAL

Microsoft Aktie: Chart vom 17.10.2022 Kurs: 237.53 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX
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Microsoft notiert wieder am Jahrestief. Ist das eine Gelegenheit oder geht es jetzt noch eine Etage tiefer?

Zwei Seiten einer Medaille

Die künstliche Spaltung zwischen Value und Growth, wie sie an der Börse so gerne betrieben wird, habe ich bis heute nicht verstanden.
Es gibt keinen einzigen Hinweis in der einschlägigen Value-Investing-Literatur, die darauf hindeuten würde, dass Wachstum etwas Schlechtes ist.

Ebenso wenig wird irgendwo behauptet, dass es bei Value lediglich um niedrige Multiples geht.
Der Kerngedanke des Value-Investings ist, weniger für ein Unternehmen zu bezahlen als es wert ist.

Und selbstverständlich ist ein Unternehmen, welches ordentliches Wachstum verzeichnet und verzeichnen wird, perspektivisch mehr Wert, als wenn das nicht der Fall wäre.

Die eigentliche Grenze zwischen Value und Growth lässt sich also weder an einem gewissen KGV, noch an einer bestimmten Wachstumsrate festmachen, sondern nur an den Verhältnismässigkeiten beider Faktoren.

Benjamin Graham, der geistige Vater des Value-Investings, hat mit einer einzigen Aktie mehr verdient als mit allen anderen Deals seines Lebens.
Dabei handelt es sich um den US-Versicherer Geico, welcher inzwischen in Besitz von Berkshire Hathaway ist.

Auf den Kuchen kommt es an

Der Grund für diesen Erfolg war nicht nur, dass er ein niedriges KGV auf den Tisch gelegt hätte, sondern vor allem, dass es sich um ein herausragendes Unternehmen gehandelt hat, welches dank Wachstum mehr und mehr Wert wurde.

Dasselbe gilt auch für andere Value-Investoren. Die wahrlich gigantischen Gewinne wurden dadurch erzielt, dass man den Kuchen für einen vernünftigen Preis gekauft hat, aber auch dadurch, dass der Kuchen immer grösser wurde.

Im Endeffekt ist das Grundkonzept von Value-Investing absolut simpel. In der Praxis ist die Anwendung dennoch schwer.
Denn Aktien sind vor allem dann günstig, wenn sie niemand haben will und die Mehrheit Panik/Angst hat und alles aussichtslos erscheint.

In diesem Moment der Aussichtslosigkeit zu kaufen und sich gegen die Masse zu stellen, verlangt Mut, Durchhaltewillen und (emotionale) Disziplin.
In der Theorie sind die meisten Anleger „langfristige Investoren“ und viele sind „Value Investoren“. Meistens sind sie es aber nur so lange, bis es an der Börse ruppig wird. Dann wirft die Mehrheit das Handtuch.

Genau in diesen Situationen trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie Charlie Munger so schön sagte:
„The big money is not in the buying and selling, but in the waiting.“

Lohnende Untätigkeit

An der Börse verdient man das grosse Geld nicht mit dem Kaufen oder Verkaufen, sondern mit dem Abwarten.

Ein Unternehmen, bei dem sich das Warten in den letzten Jahren gelohnt hat, ist Microsoft. Die Chancen stehen gut, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird, denn der Windows-Konzern wächst und wächst.

Das Betriebssystem, welches dereinst der Motor der Unternehmensgewinne war, rückt mehr und mehr in den Hintergrund.
Microsoft ist zum xten mal gelungen, sich neu zu erfinden und die nächsten grossen Wachstumsmärkte zu erschliessen.

Heute erzielt der Konzern den absoluten Grossteil der Erlöse durch im Cloud-Geschäft, Office, Lösungen für ERP und CRM, LinkedIn, Gaming, Advertising und vieles mehr.

Im Gegensatz zu den erfolgreichsten Investoren, die ihr Geld durch Untätigkeit verdienen, ist Microsoft also alles andere als untätig.

Ausblick und Bewertung

In den letzten zehn Jahren konnte Microsoft den Umsatz von 73,7 auf 168,1 Mrd. USD steigern.
Gleichzeitig hat sich die operative Marge von 29,5 auf 41,6% erheblich verbessert und dementsprechend legte der Gewinn von 17,0 auf 61,3 Mrd. USD stark überproportional zu.

Da die Zahl der ausstehenden Aktien in diesem Zeitraum von 8,40 auf 7,55 Milliarden Stück reduziert wurde, kletterte das Ergebnis von 2,78 auf 9,21 USD je Aktie.

Des Weiteren wurde die Dividende jedes Jahr erhöht, insgesamt von 0,76 auf 2,42 USD je Aktie.

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr, welches bis Ende Juni lief, hat sich die positive Entwicklung nahtlos fortgesetzt.
Der Umsatz konnte um 18% gesteigert werden, das Ergebnis um 16%.

Dem Aktienkurs hat das wenig geholfen. Wie so oft, hat die kurzfristige Kursentwicklung mit den Fundamentaldaten wenig zu tun. Langfristig tendiert die Korrelation allerdings in Richtung 100%.

Wenn Microsoft den Gewinn den nächsten zehn Jahren verfünffachen wird, wird sich auch der Aktienkurs verfünffachen. Abweichungen davon kommen lediglich dadurch zustande, wo das KGV oder der P/FCF am Anfang und am Ende der Rechnung stehen.

Und genau hier sind wir bei dem eigenwilligen Akronym GARP, was für „growth at a reasonable price“ steht und als Kombination von Value- und Growth-Investing gilt.

Genau mit dem könnten wir es hier zu tun haben, mit Wachstum zu einem vernünftigen Preis.
Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte Microsoft den Gewinn in diesem Jahr um 9% auf knapp über 10 USD je Aktie steigern.
In den Folgejahren werden Wachstumsraten von 18-20% erwartet.

Das ist nicht gerade wenig, im Fall von Microsoft aber plausibel, denn in den letzten fünf Jahren wurden ebenfalls Gewinnsteigerungen von durchschnittlich mehr als 20% erreicht.

In diesem Zeitraum lag die P/E durchschnittlich bei 28,8. Aktuell liegt die P/E bei 26,5 und die forward P/E bei 24,3.
Das erscheint als vergleichsweise geringer Abschlag zum Durchschnittswert. Tatsächlich kommt es aber selten vor, dass die Bewertung deutlich tiefer sinkt. Microsoft bewegt sich in einem sehr engen Korridor um die durchschnittliche Bewertung.
Selbst am Crash-Tief von 2020 lag die P/E noch bei 27,9.

Chart vom 20.09.2022 – Kurs: 244 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.09.2022 – Kurs: 244 Kürzel: MSFT – Wochenkerzen

Microsoft notiert am Jahrestief und in der Unterstützungszone bei 238-246 USD. Knapp darunter verläuft der obere Aufwärtstrend.
Antizyklische Investoren könnten auf diesem Niveau eine erste Tranche erwägen.

Geht es noch eine Etage tiefer, könnte man bei 225 USD oder nahe dem unteren Aufwärtstrend, welcher aktuell bei etwa 212 USD verläuft, weiter aufstocken.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Neben dem Technologieriesen Apple übernahm im Juli auch Microsoft eine Führungsrolle im Gesamtmarkt. Die Microsoft-Aktie gehört somit auch weiterhin zu den Leadern und wird in der angelaufenen Korrektur ein wichtiges Puzzleteil für den US-Markt darstellen.

Die letzten Wochen liefen überaus solide. Der Breakout über die Ebene von 270 USD führte zu einem starken Momentumanstieg und die Kurse kamen erst in der Nähe des aufgerissenen Gaps von April zur Ruhe. Die erste wichtige Unterstützung nach unten liefert ebenfalls eine Kurslücke, und zwar jene vom 10. August. Diese befindet sich in der Nähe von 282 USD. Der Trend selbst ist mittlerweile in eine bullische Phase übergegangen und auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 unterstützen die Aufwärtsbewegung.   

Expertenmeinung: Korrekturen gehören zum Grossen und Ganzen einfach dazu. Die Frage ist aktuell nur, ob aus der Korrektur ein neuer Abverkauf wird. Hierzu ist gerade die Ebene bei rund 282 USD entscheidend, denn hier befindet sich nicht nur die letzte Kurslücke, sondern auch die 20-Tage-Linie. Kurse tendieren stark dazu, im Bereich dieses Indikators meist eine gute Unterstützung zu finden.

Wenn die Bullen also die Aufwärtsbewegung beibehalten wollen, dann werden sie spätestens in diesem Bereich wieder aufs Gas drücken. Sollte diese Unterstützung jedoch per Schlusskurs nach unten verletzt werden, könnte sich die Gesamtlage wieder deutlich eintrüben. Vorerst sehe ich hier eher noch eine Kaufgelegenheit.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.08.2022 Kurs: 286.15 Kürzel: MSFT | Online Broker LYNX
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Es dürfte für die wenigsten Anleger eine Neuigkeit sein, dass Microsoft ein tolles Unternehmen ist. Der Trackrecord spricht Bände, die langfristige Kursentwicklung ebenfalls.

Machen Sie es sich einfach

Tagtäglich erreichen mich Fragen nach allen möglichen Unternehmen. Heute war darunter beispielsweise General Electric.

Das ehemals teuerste Unternehmen der Welt wurde über die Jahre zu einem verkrusteten Grosskonzern mit allerlei Problemen, allen voran überbordende Schulden.

In der Spitzen waren es sagenhafte 236 Mrd. USD an langfristigen Verpflichtungen. Wenn man gleichzeitig mit sinkenden Margen und rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hat, ist das kein gutes Omen.

Am Ende, das wissen wir alle, hatte General Electric keine Wahl mehr und musste etliche Töchter verkaufen, um irgendwie von den Schulden runterzukommen.

Jetzt versucht man sich an einem Turnaround. Ob der gelingen wird ist vollkommen ungewiss.
Der neue CEO von General Electric hat einen mehr als beachtlichen Trackrecord und war mehr als ein Jahrzehnt der Chef von Danaher.
Ein Unternehmen, welches sich seit Tag 1 im Musterdepot auf Guidants befindet.

Ob er das Ruder bei GE herumreissen kann, ist dennoch fraglich. Falls doch, hat er unser aller Hochachtung verdient.

Schlechte Idee

Doch warum erzähle ich Ihnen das? Ich spekuliere nie auf Turnarounds und Sie sollten es auch nicht. Statistisch gesehen ist eine Wette auf einen Turnaround eine sehr schlechte Idee.

Manche Turnarounds werden jedes Jahr aufs Neue angekündigt und das schon seit 15 Jahren.
Es liegt nicht daran, dass man es wirklich versuchen würde, aber die Rahmenbedingungen kann man eben nicht ändern.

Ein CEO kann auch noch so begabt sein, es ist aber nahezu unmöglich die Arbeitsmoral und -leistung von rund 168.000 nachhaltig zu verbessern.

Das bedeutet übrigens nicht, dass der Turnaround bei GE nicht gelingen wird. Es bedeutet nur, dass Turnarounds in 9 von 10 Fällen nicht gelingen.

Börse ist ein Zahlenspiel und wer auf Dinge wettet, die in der überwiegenden Zahl schlecht ausgehen, der verliert Geld. Manch einer verliert Haus und Hof.

Machen Sie es sich daher lieber einfach. Konzentrieren Sie sich auf die Unternehmen, bei denen der Erfolg vollkommen offensichtlich ist.

An der Börse bekommt man keine Pluspunkte für Mut oder Kreativität.

Das muss man erstmal nachmachen

Microsoft ist es gelungen, den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 57,46 auf 135,62 Mrd. USD zu steigern.
Das Wachstum hat sich in der jüngeren Vergangenheit weiter beschleunigt.

Darüber hinaus hat sich die Profitabilität verbessert. Die operative Marge kletterte im selben Zeitraum von 35 auf 42%.
Der Gewinn legte dementsprechend überproportional von 21,9 auf 72,7 Mrd. USD zu.

Ferner wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 8,37 auf 7,50 Milliarden Stück reduziert.
Dadurch befeuert kletterte das Ergebnis sogar von 2,78 auf 9,21 USD je Aktie.

Die Dividende wurde im selben Zeitraum von 0,92 auf 2,48 USD je Aktie erhöht.

Das macht den Unterschied

Microsoft war vor Jahren schon eine Cashmaschine, ist es heute noch und wird es vermutlich auch in Zukunft bleiben.
Dazu trägt vor allem eine Eigenschaft bei: Die Fähigkeit, sich immer wieder neue Geschäftszweige zu erschliessen und zu dominieren.

Das jüngste Beispiel ist das Cloud-Geschäft. Inzwischen entfällt mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes auf diesen Bereich und perspektivisch wird es noch viel mehr sein.

Es ist der eigentliche Kern von Microsoft, die Geschichte des Unternehmens basiert auf Anpassungsfähigkeit. Neue Produkte und Trends werden umgehend erkannt und im Zweifelsfall kopiert.

Im Jahr 1980 versprachen Bill Gates und Paul Allen IBM ein Betriebssystem, ohne auch nur eine Code-Zeile parat zu haben. Die beiden kauften kurzerhand für 50.000 USD die Rechte am „Quick and Dirty Operating System“.
Es war die Basis für DOS. Es folgte Windows, der Rest ist Geschichte.

Es ist aber keineswegs das einzige Beispiel. Gates sah ein Gerät, welches erste Züge einer heutigen Computer-Maus hatte. Wenig später hatte Microsoft ein eigenes Produkt.

In ähnlicher Weise lief es bei Office, dem Internet Explorer, der Cloud und unzähligen anderen Fällen. Man kopiert Erfolgsmodelle.

Sieht Microsoft also, dass eine Innovation der Konkurrenz Anklang findet, springt man umgehend auf den Zug auf.
Es ist vielleicht nicht die feine englische Art und auch nicht heldenhaft, dafür aber eine sehr kluge Strategie.

Helden sterben und Innovatoren gehen am laufenden Band unter, doch Microsoft prosperiert.

Ausblick und Bewertung

An der Börse hat man das erkannt, daher ist Microsoft auch kein klassisches Schnäppchen.

Aktuell liegt die P/E bei 28,8. Das ist nicht gerade wenig, aber bei Wachstumsraten von 15-20% ist das gerechtfertigt.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 27,1.

Wahre Stärke zeigt sich vor allem in Krisenzeiten. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr hat man den Gewinn um 16% gesteigert.
Im angebrochenen Geschäftsjahr wird ein Plus von 10% erwartet, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen.

 Für Anleger gibt es also wenig Gründe, die für einen Verkauf der Aktie sprechen.

Verkauft wurde vor allem, weil sich viele Anleger Sorgen um die Konjunktur gemacht haben. Wie wir aber sehen, halten sich die Auswirkungen auf das Geschäft von Microsoft in Grenzen.

Chart vom 01.08.2022 - Kurs: 279 Kürzel: MSFT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.08.2022 – Kurs: 279 Kürzel: MSFT – Wochenkerzen

Grössere Rücksetzer dürften sich demnach als Gelegenheit herausstellen. Für antizyklische Investoren wären beispielsweise die Unterstützungen bei 268 sowie 256 und 247 USD interessant.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über 283 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 300-305 sowie 315 USD.