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Langsam kommen die 2025er-Absatzzahlen der grossen Autokonzerne. Gestern meldeten VW und Mercedes eher flaue Verkaufszahlen, die von Porsche selbst liegen aber noch nicht vor. Trotzdem war die Aktie am Montag die schwächste Automobilaktie … das lässt tief blicken.
Vergleicht man die Kursentwicklung der Porsche AG Vorzugsaktie seit Beginn des zweiten Halbjahres 2025 mit der von BMW, Mercedes-Benz, der Porsche Holding und Volkswagen, fällt sofort auf, dass sich die Aktie der Sportwagenschmiede deutlich weniger erholte als die anderen. Das galt bis Freitag auch schon, aber mit dem satten Minus von 6,0 Prozent, mit dem die Porsche AG-Aktie in diese Woche startete, gilt es erst recht.
Man dürfte mit diesem kräftigen Abverkauf den vermutet enttäuschenden Verkaufszahlen vorgegriffen haben, die indes, Stand Handelsende des Montags, zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht wurden. Daher könnte man darauf hoffen, dass zu viele hier womöglich übervorsichtig waren und die Aktie im Lichte der tatsächlichen Zahlen umgehend wieder anzieht und damit den jüngsten, am Freitag unternommenen Versuch, sich aus der seit April 2025 geltenden Seitwärtsspanne nach oben abzusetzen, wieder aufnimmt. Aber das wäre eine ziemlich gewagte Wette … besser wäre es, erst einmal abzuwarten, wie die Reaktion auf konkrete Zahlen wirklich ausfällt, denn:
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Porsche Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Porsche ist momentan in einer schwierigen Situation. Die Underperformance gegenüber den anderen deutschen Automobiltiteln hat durchaus Gründe.
2024 sollte ein Jahr des Übergangs werden: Man brachte viele neue Modelle heraus, fokussierte sich auf die Elektroantriebe. 2025 sollten Umsatz und Gewinn dann umgehend wieder durchstarten, darauf hoffte das Unternehmen ebenso wie die Anleger, nur: Es lief ganz und gar nicht so wie gedacht. Daraufhin entschied sich Porsche, einen Salto rückwärts zu machen und sich wieder mehr auf Verbrennungsmotoren zu konzentrieren. Was indes Zeit und viel Geld kostet. Und damit lastet auf 2026 die Hypothek des Ungewissen auf der Aktie, was bedeutet:
Die 2025er-Absatzzahlen sind sicherlich wichtig und interessant. Viel wichtiger wäre es indes, zu wissen, wie Porsche die Entwicklung von Umsatz, Marge und Gewinn im neuen Jahr sieht. Aber darauf könnte man noch eine Zeit lang warten müssen, denn wenn da nichts vorab kommen sollte, wäre der offizielle Ausblick erst am 11. März mit dem Gesamtjahresergebnis 2025 fällig. Damit bewegen sich die Akteure weiter in einem Umfeld der Unsicherheit. Und dass viele nervös sind, zeigt der herbe Abschlag gestern, an einem Tag, an dem zwar alle anderen deutschen Automobilwerte ebenfalls zurückkamen, aber keine so deutlich wie die Porsche AG.
Daher sollte man sich nicht zu sicher sein, dass diese Seitwärtsspanne zwischen 39,58 und 49,70 Euro zwingend halten müsste und wenn sie bricht, dass sie dann nach oben verlassen würde. Porsche sieht einem weiteren, kniffligen Jahr entgegen … und die Geduld der Käufer ist endlich, vor allem, wenn die Erfolgserlebnisse ausbleiben sollten. Einem Ausbruch aus einer derart hartnäckigen Handelsspanne nach oben vorzugreifen, wäre verwegen. Aber wer das denn unbedingt tun wollte, sollte zumindest einen Stoppkurs ein, zwei Euro unter das untere Ende der Range platzieren, denn dieser Boden ist alles andere als sicher!

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