Die besten Wasserstoff Aktien & Brennstoffzellen Aktien | Online Broker LYNX

Wasserstoff Aktien gehörten in den vergangenen Jahren zu den Lieblingen der Anleger. Nach einem unglaublichen Höhenflug, der einer Blasenbildung gleichkam, befinden sich Wasserstoff- und Brennstoffzellen Werte seit Anfang 2021 im Korrekturmodus. Entsprechend hat sich die Anlegerstimmung in den letzten Monaten spürbar eingetrübt. In diesem Beitrag sehen wir uns an, ob die starken Kursverluste vieler Wasserstoff Aktien langfristige Einstiegsgelegenheiten eröffnen oder ob Anleger lieber vorsichtig bleiben sollten.

Die Welt der Automobile ist im Umbruch, dank des technologischen Fortschritts sind die Tage der konventionellen Verbrennungsmotoren gezählt. In zahlreichen Ländern gibt es bereits politisch vorgegebene Zeitvorgaben und Ziele für die Umstellung auf alternative, emissionsfreie Antriebe. Die staatlichen Förderungen und Zuschüsse wurden im Zuge der Corona-Pandemie in vielen Ländern nochmals erhöht. Neben Elektroautos mit Akku und Hybridmotoren gilt vor allem die Brennstoffzellentechnologie als am aussichtsreichsten für den Verkehr der Zukunft. Denn in Sachen Wirkungsgrad toppt die Brennstoffzelle jeden konventionellen Verbrennungsmotor, während aus dem Auspuff nur ein paar Tropfen Wasser kommen.

Wasserstoff Aktien: Explosives Marktwachstum erwartet

Die Prognosen der Marktforschungsunternehmen zum Wachstum des Brennstoffzellenmarktes gehen allesamt von starkem Wachstum aus. Von etwa 5 Mrd. USD im Jahr 2020 soll das weltweite Umsatzvolumen laut QYReserach bis 2026 bereits auf 40 Mrd. USD ansteigen und sich somit verachtfachen. Ein Grossteil des explosiven Wachstums dürfte aus dem Automobilsektor kommen: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht in der Studie „Antrieb im Wandel – Auswirkungen der Brennstoffzellentechnologie auf den Maschinen- und Anlagenbau und die Zulieferindustrie“ davon aus, dass 2040 allein in Europa 11 Mrd. Euro Umsatz für Brennstoffzellenkomponenten in PKW möglich sind. Dadurch könnten hierzulande bis zu 68.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Laut Navigant Research sollen im Jahr 2024 weltweit bereits knapp 230.000 Autos und Busse mit Brennstoffzellentechnologie abgesetzt werden. Und auch die Beratungsgesellschaft McKinsey ist sehr optimistisch und erwartet, dass es bis 2030 weltweit dann bereits zwischen 10 Mio. und 15 Mio. mit Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge gibt. Im Jahr 2020 lag die Zahl trotz einer Steigerung von +56 % noch bei bescheidenen ca. 28.000 Einheiten, wovon sich rund 1.000 Fahrzeuge auf deutschen Strassen bewegten. Das durchschnittliche Marktwachstum in den letzten drei Jahren beträgt ca. +60 %. Kein Wunder, dass Brennstoffzellen-Aktien zuletzt enorm in den Fokus der Anleger gerückt sind.

Hohe Kursgewinne seit Herbst 2018: Alle drei vorgestellten Wasserstoff Aktien in der Spitze mehr als verzehnfacht

Seit unserer Erstvorstellung im Herbst 2018 entwickelten sich unsere Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Tipps allesamt herausragend. In der Spitze legten die Aktien von Ballard Power um bis zu +1.060 %, Nel um +1.017 % und Powercell Sweden sogar um sensationelle +1.578 % zu. Nach den steilen Anstiegen rieten wir bei allen drei heiss gelaufenen Aktien zu Gewinnmitnahmen, denn die Risiken eines starken Rückschlags nahmen mit den steil ansteigenden Kursen stetig zu. Im Wasserstoffsektor mehrten sich zu diesem Zeitpunkt die Anzeichen einer Blasenbildung, viele Unternehmen waren teilweise bereits mit dem 40 – 50fachen Umsatz (!) bewertet. Dieser Ratschlag erwies sich als goldrichtig, denn von den Höchstständen Anfang 2021 verzeichneten alle drei Aktien schmerzhafte Kurrückschläge von -60 % bis -70 %. Werfen wir also einen erneuten Blick auf die Aktien, ob damit nun eine Einstiegsgelegenheit gekommen ist oder ob es dafür noch zu früh ist.

Zahlreiche Nachteile bei batteriegestützten Elektroantrieben

In den Medien werden Elektroautos mit grossen Akkus als die Antriebslösung für eine Revolution auf der Strasse gepriesen. Als Hindernisse gelten hierbei jedoch nicht nur die explodierenden Preise bei den knappen Batterierohstoffen Kobalt und Lithium. Auch die nach wie vor begrenzte Reichweite von wenigen hundert Kilometern, die durch Heizung, Klimaanlage, Radio und Licht oder auch bei Minusgraden im Winter teilweise erheblich eingeschränkt wird, macht Batteriefahrzeuge für viele Verbraucher unattraktiv. Als Haupthindernisse gelten darüber hinaus die nach wie vor langen Ladezeiten, sowie die notwendige Infrastruktur für Ladestationen. Um zukünftig mehrere Millionen Fahrzeuge mit Strom zu versorgen, müsste in der Stadt, vor allem aber auch auf dem Land eine extrem grosse Zahl an Parkplätzen mit Ladestationen ausgerüstet werden. Allein das Infrastrukturproblem dürfte sich deshalb als enorme Hürde für batteriebetriebene Fahrzeuge erweisen.

Auch das Nachhaltigkeitskriterium wird bei Akku-Fahrzeugen nur sehr bedingt erfüllt. Denn zu den teilweise massiven Umweltbelastungen durch den Abbau der Batterierohstoffe Kobalt, Nickel und Lithium und der problematischen Entsorgung gebrauchter Akkus kommt hinzu, dass der notwendige Strom aus dem Netz weiterhin zu erheblichen Teilen aus fossilen Brennstoffen wie Gas und Kohle gewonnen wird. Emissionen werden damit quasi zum Teil nur von der Strasse in Kraftwerke verlagert, so dass die CO2-Bilanz unterm Strich nicht sehr vorteilhaft ausfällt.

Durchbruch: Brennstoffzellentechnik in Serienfahrzeugen befeuern Wasserstoff-Aktien

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Expleo vertreten rund 85 % der Manager von deutschen, französischen und englischen Fahrzeugherstellern die Meinung, dass Wasserstoff-Antriebe ihren Beitrag dazu leisten werden, die CO2-Emissionen von Fahrzeugen zu verringern. 80 % der Befragten glauben zudem, dass ihr Unternehmen das notwendige Know How besitzt, um bezahlbare Wasserstofffahrzeuge zu entwickeln. Aufgrund der enormen Fortschritte in den letzten Jahren feiert die Technologie nach langem Warten gerade ihren Durchbruch. Etliche grosse Automobilhersteller setzen auf den Brennstoffzellenantrieb als Ergänzung zum Elektromotor. Die ersten in Deutschland erhältlichen Serienfahrzeuge sind der Hyundai Nexo sowie der Toyota Mirai, von dem nach Angaben des Herstellers weltweit schon mehr als 10.000 Stück verkauft wurden.

Eine spannende Entwicklung ist in Südkorea zu beobachten: Dort möchte die Regierung bis 2022 ein Netz von 310 Wasserstoff Tankstellen aufbauen, bis 2040 sollen es sogar bereits 1.200 sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen in Südkorea bereits 6,2 Mio. Wasserstoffautos produziert sein – mehr als die Hälfte davon für den Export. Um diese Pläne zu verwirklichen, nimmt die Regierung Milliardenbeträge in die Hand. Passenderweise fällt in einigen grossen südkoreanischen Industrieparks Wasserstoff als Nebenprodukt an, so dass mittlerweile jährlich fast 2 Mio. Tonnen davon für Brennstoffzellen verwendet werden können.

Der südkoreanische Autobauer Hyundai startete mit dem Rückenwind der Regierung um die demokratische Partei eine regelrechte Wasserstoff-Offensive und kündigte an umgerechnet 6 Mrd. Euro in Produktionskapazitäten für Brennstoffzellen-Systeme zu investieren, um statt den bislang ca. 3.000 Fahrzeugen bis 2030 schrittweise bis zu 700.000 produzieren zu können. Darüber hinaus investiert Korea Gas (KoGas) ebenfalls rund 3,6 Mrd. Euro in den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur und will allein 25 Produktionsanlagen für Wasserstoff errichten. Auch Daimler verwendet in der Vorserie GLC F-Cell Brennstoffzellentechnik. Daneben setzen u.a. auch die Hersteller BMW, VW, Audi, Ford und Honda auf die Weiterentwicklung der Wasserstofftechnik.

Auch interessant



Kurze Betankung, höhere Reichweiten und kleinere Batterien

Zunächst wird Wasser mittels Strom in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Dieser Wasserstoff kann dann in Brennstoffzellen wieder mit Sauerstoff zu Wasser zusammengeführt werden. Bei dieser umgekehrten Elektrolyse entsteht elektrischer Strom, der für einen Elektromotor genutzt werden kann. Die Idee auf diese Weise Autos anzutreiben ist nicht neu, Automobilkonzerne haben bereits um die Jahrtausendwende intensiv mit Forschung und Entwicklung begonnen. Doch erst jetzt ist die Technik ausgereift und könnte durch Serienproduktion günstig genug für den Massenmarkt werden. Der grosse Vorteil liegt vor allem darin, dass Brennstoffzellenfahrzeuge den Wasserstoff als Stromquelle mit an Bord haben. Dieser hat eine fast dreimal so hohe Energiedichte wie Benzin. Daher sind hohe Reichweiten von mehr als 700 km, kleinere Batterien und 3-minütige Tankvorgänge über ein entsprechend aufgerüstetes Tankstellen-Netz möglich. Für eine Strecke von 100 km ist in etwa 1 kg Wasserstoff notwendig, so dass pro Tankvorgang gerade mal 6-7 kg Wasserstoff als Treibstoff aufgenommen werden müssen.

Regenerative Energien zur Erzeugung von grünem Wasserstoff

Da die Erzeugung von Wasserstoff aus regenerativen Energien sehr wirtschaftlich umsetzbar ist, könnte Wasserstoff dauerhaft zu einer sauberen Alternative zu Benzin und Diesel werden. Überschüssiger Strom aus Wind- und Solarenergie kann in Wasserstoff umgewandelt und über die Zapfsäulen der Tankstellen an Autofahrer vertrieben werden. Denn bei bestimmten Wetterverhältnissen erzeugen Windräder und Solaranlagen deutlich mehr Energie als im Netz benötigt wird. Dieser Strom der „Power to Gas– Technologie“ ist sehr günstig und teilweise sogar umsonst verfügbar. Auf diese Weise würden die Stromnetze entlastet und regenerative Energien gespeichert. Die Zukunft könnte also durchaus in grünem Wasserstoff liegen.

Nachteil: Hohe Preise für Katalysatoren und dünnes Tankstellennetz

Der Onlinehändler Amazon setzt in zahlreichen Logistik-Lagern bereits Gabelstapler mit Brennstoffzellen ein und auch die Maut-Überwachungsflotte des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) wurde bereits mit Brennstoffzellen ausgestattet. Auch Prototypen von Zügen und Flugzeugen werden bereits getestet. Doch natürlich hat auch die Wasserstoff-Technologie Nachteile. Diese liegen vor allem in dem komplizierten Transport des Wasserstoffs zu den Tankstellen, sowie deren geringe tägliche Betankungs-Kapazität. Bei neuen Tankstellen ist die Kapazität mittlerweile jedoch bereits dreimal so hoch wie bei Tankstellen der ersten Generation und liegt bei 120 bis 150 Fahrzeugen pro Tag.

Auch die Kosten sind ein grosses Thema: Die komplexe Technik ist noch äusserst teuer und vor allem der auf Platin basierende Katalysator schlägt stark zu Buche. Durch Ersatzmaterialien, den Einsatz in der Serienproduktion und Skalierungseffekte dürften jedoch auch hier die Preise deutlich sinken. Ausserdem ist das Tankstellennetz bislang noch sehr dünn.

Obwohl im Jahr 2020 mit 107 neuen Stationen so viele Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb gingen wie noch nie, gibt es weltweit noch weniger als 600 Wasserstoff-Tankstellen. Davon befinden sich ca. 142 in Japan, knapp 100 in Deutschland und 75 in Nordamerika, wo sich die meisten wiederum in Kalifornien (49) befinden. Deutschland ist europaweit an der Spitze und verfügt in etwa über so viele Wasserstoff-Tankstellen wie alle anderen europäischen Länder zusammen, die derzeit ebenfalls auf ca. 100 Tankstellen kommen. Um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, wären Experten zufolge deutschlandweit vorerst rund 1.000 Zapfsäulen ausreichend. Das ist mittelfristig durchaus zu bewerkstelligen. Durch die Aufrüstung bestehender Tankstellen will das Konsortium H2 Mobility, an dem Daimler, OMV, Total, Shell, Linde und Air Liquide beteiligt sind, ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen schaffen.

Nationales Wasserstoff-Netz in Planung

Auch an der notwendigen Verteilungs-Infrastruktur wird gearbeitet. Das ist auch dringend notwendig, denn für die in Deutschland bis 2030 geplante jährliche Produktion von rund 14 Terawattstunden Wasserstoff muss Schätzungen zufolge ein ca. 1200 Kilometer langes Wasserstoffnetz aufgebaut werden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL kann dabei auf bestehende Gasleitungen zurückgegriffen werden, die durch die laufende Umstellung der Versorgung auf Gasarten mit höherem Brennwert ohnehin frei werden. Die entsprechenden Leitungen sollen vom Erdgasnetz abgekoppelt und zu einem eigenständigen Wasserstoffnetz verbunden werden. Auf diese Weise könnte das Wasserstoffnetz zu 90 % aus existierenden Gasleitungen bestehen, die durch einige neue Leitungsabschnitte verbunden werden. Der entsprechende Rechtsrahmen für das Vorhaben wurde im Referentenentwurf für die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes geschaffen. Auch in Sachen Finanzierung sieht es positiv aus, denn ein Konjunkturpaket aus dem Juni 2020 sieht für den Aufbau des nationalen Wasserstoffmarktes bis zu sieben Mrd. Euro vor. Dazu kommen weitere zwei Mrd. Euro für den Ausbau von internationalen Partnerschaften.

Zahlreiche Anwendungsgebiete ausserhalb der Fahrzeugbranche

Auch wenn der Kfz-Markt mit Sicherheit das höchste Wachstum verspricht: Die Brennstoffzelle findet Anwendungsmöglichkeiten in zahlreichen Branchen und Bereichen. Neben sämtlichen Mobilitätsformen an Land im Wasser und in der Luft können Kraftwerke durch die Technologie Strom und Wärme generieren oder in Form von Wasserstoff gespeicherte überschüssige Energie bei Nachfrage wieder in Strom umwandeln. Auch in der Militärtechnik kommt die Brennstoffzelle bereits beispielsweise in Funkgeräten, Laptops, zur Grenzsicherung oder als Drohnenantrieb zum Einsatz. Und auch in anderen Bereichen, in denen kein Zugang zum Stromnetz besteht, ist die Technologie eine interessante Option. So könnte die Brennstoffzelle beispielsweise auf Ölfeldern und -plattformen, in Wetterstationen und oder im Campingbereich bisherige Lösungen mit herkömmlichen Stromaggregaten verdrängen.


So einfach kaufen Sie
Wasserstoff- Aktien über LYNX

Erfahren Sie alles zum Handel über den Online Broker LYNX.


Das sind die besten Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien 2022

Die meisten Unternehmen aus der Wasserstoff-Branche befinden sich aufgrund der immens hohen Forschungs- und Entwicklungskosten noch immer in der Verlustzone. Doch mittelfristig könnte sich dies ändern. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Wasserstoff Aktien für 2022. Drei dieser Werte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Wasserstoff Aktien Liste:

Wasserstoff AktieISINSymbolWährung
Air LiquideFR0000120073AIEUR
Ballard PowerCA0585861085BLDPUSD
CumminsUS2310211063CMIUSD
HEXAGON COMPOSITESNO00030679022HXEUR
ITM PowerGB00B0130H42IJ8GBP
LindeIE00BZ12WP82LINEUR
Nel HydrogenNO0010081235D7GEUR
Nikola MotorsUS6541101050NKLAUSD
PLUG POWERUS72919P2020PLUGUSD
Powercell SwedenSE000642581527WEUR

Mit diesen Wasserstoff Aktien können Sie vom Boom der Wasserstoff-Industrie profitieren. Das sind unsere drei besten Wasserstoff-Aktien.

Ballard Power: Der Marktführer unter den Wasserstoff Aktien

Der unangefochtene Weltmarktführer Ballard Power Systems (ISIN: CA0585861085 – Symbol: BLDP – Währung: USD) produziert Brennstoffzellen derzeit vor allem für Schwertransporter, Busse, Züge, Gabelstapler und Schiffe. Aber auch im Automobilsektor ist das bereits vor fast 40 Jahren gegründete kanadische Unternehmen aktiv. So arbeitet beispielsweise die Volkswagen-Tochter Audi beim h-tron mit Ballard Power zusammen, einem Konzeptauto, das rein elektrisch mit Wasserstoff als Energiequelle fährt und in vier Minuten vollgetankt ist. Noch scheinen die deutschen Autobauer in Sachen Brennstoffzellenantrieb im Hintertreffen, denn Hyundai und Toyota bauen – wie eingangs erwähnt – bereits Fahrzeuge in Serie. Mit einer Toyota-Tochter besteht ebenfalls eine Kooperation.

Neue Brennstoffzellengeneration soll in 1.000 Bussen eingesetzt werden

Ballard verfügt über zahlreiche wichtige Patente beispielsweise zum Ersatz von Platin, das die Produktion von Brennstoffzellen bisher noch recht teuer macht. Im Jahr 2019 stellte Ballard Power eine neue Generation von Brennstoffzellen mit verbesserter Produktleistung und niedrigeren Lebenszykluskosten vor. Das sogenannte FCmove-HD-Brennstoffzellenmodul soll unter anderem im H2-Busprojekt eingesetzt werden. Schrittweise sollen damit zunächst 1.000 Brennstoffzellenbusse auf die Strasse gebracht werden.

Starke Präsenz in China

Zusammen mit dem neuen chinesischen Partner Weichai Power, der seit August 2018 rund 19 % an Ballard Power hält, will das Unternehmen Brennstoffzellenantriebe bauen und damit den asiatischen Markt bedienen. Zu diesem Zweck wurde ein Joint Venture gegründet, an dem Weichai 51 % und Ballard Power 49 % hält. Ein gemeinsames Werk in Weifang ist bereits in Betrieb, mittelfristig werden drei Montage- und Fertigungswerke geplant. Für den Anteil investierte der Motoren- und Nutzfahrzeughersteller Weichei damals rund 163 Mio. CAD, umgerechnet rund 3,54 CAD je Aktie. Eine hervorragende Investition, denn heute, rund drei Jahre später, liegt der Aktienkurs bereits bei rund 20 CAD und der Gesamtwert bei 920 Mio. CAD.

Weichai ist nicht der einzige chinesische Partner. Mit Broad Ocean Motor ist ein weiteres Unternehmen aus dem Reich der Mitte an Ballard Power Systems beteiligt. Eine Produktionsstätte in Shanghai wurde bereits in Betrieb genommen, zwei weitere Werke in den Provinzen Hubei und Shangdong sollen mittelfristig hinzukommen. Bislang unbestätigten Meldungen zufolge wollte Broad Ocean seinen Anteil an Ballard Power Ende 2020 deutlich reduzieren und sich von 17,3 Mio. seiner knapp 23 Mio. Anteile trennen.

Insgesamt befinden sich mittlerweile bereits mehr als 2.200 Brennstoffzellen-LKWs und mehr als 1.000 Brennstoffzellen-Busse mit Ballard-Technologie auf chinesischen Strassen. Eine starke Präsenz in China ist für Ballard Power von enormer strategischer Bedeutung, denn dort gibt es den grössten Markt für Wasserstoff-Busse und -Trucks. Bis 2030 möchte die chinesische Regierung rund 1 Mio. Wasserstoff-Fahrzeuge auf die Strassen bringen. Ballard Power war darüber hinaus an der ersten mit Brennstoffzellen angetriebenen Strassenbahn beteiligt, die Ende 2019 in Quingdao ihren Betrieb aufnahm.

Ab 2022 wieder stärkeres Wachstum erwartet

Das Umsatzwachstum stagnierte in den vergangenen drei Jahren und lag im Schnitt nur bei +1 %. Nach einem +10 % Umsatzanstieg im Jahr 2019, gingen die Umsätze im Jahr 2020 wieder um -2 % auf 104 Mio. USD zurück. Die pro Aktie gerechneten Verluste stiegen von -0,16 USD im Vorjahr auf -0,21 USD.

Der 12-Monats-Auftragsbestand lag zum Ende des Geschäftsjahres 2020 bei 83,5 Mio. USD, der Gesamt-Auftragsbestand bei 118 Mio. USD. Kapitalerhöhungen spülten zuletzt frische Mittel in die Kasse, so dass der Cash-Bestand zum Jahresende bei 763 Mio. USD lag. Die finanziellen Mittel sollen zur Wachstumsfinanzierung eingesetzt werden. Für 2021 rechnen Analysten mit einem kleinen Umsatzminus von -1 % auf 103 Mio. USD und einem leicht höheren Verlust je Aktie von -0,25 USD. Für 2022 wird dann mit einem Umsatzsprung von +41 % auf 145 Mio. USD gerechnet, wobei das Ergebnis mit -0,19 USD weiter in der Verlustzone bleiben soll.

Aktie maximal eine sehr spekulative Halteposition

Die besten Wasserstoff-Aktien und Brennstoffzellen-Aktien: Kursentwicklung der Ballard Power Aktie von November 2018 bis November 2021 | Online Broker LYNX

Wer in den letzten Jahren an der Börse vom Boom der Wasserstoff Aktien profitieren wollte, der kam an Ballard Power Systems nicht vorbei. Das Unternehmen ist als Pionier technologisch führend und verfügt über zahlreiche Partnerschaften und Kooperationen. Da sich die Wachstumsaussichten nach einer mehrjährigen Schwächephase wieder stark verbessert haben, zählte Ballard Power Systems zuletzt zu den stärksten Werten des Sektors. Der Marktführer, der um die Jahrtausendwende bereits mit einem zweistelligen Milliardenbetrag bewertet war, kommt beim derzeitigen Aktienkurs von 16 USD auf eine Marktkapitalisierung von 4,8 Mrd. USD.

Die Aktie ist jedoch nichts für schwache Nerven, denn sie schwankte bis Ende 2019 zwischen 2 USD und 6 USD. Dann erfolgte der charttechnische Ausbruch und es ging unter starken Schwankungen bis Februar 2021 steil nach oben bis auf 42 USD. Schon ein wenig davor hatten wir Ihnen Gewinnmitnahmen empfohlen. Nun ist die Aktie zumindest ein Stückweit auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen. Im aktuellen Kursbereich von 16 USD ist die Aktie für uns trotz der starken Kurseinbrüche maximal (!) eine äusserst spekulative Halteposition. Auch wenn Ballard Power Systems aufgrund der marktführenden Position unser langfristiger Favorit unter den Brennstoffzellen-Unternehmen ist, kann bei weitem nicht von einer günstigen Bewertung gesprochen werden, denn das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei enormen 47. Zudem muss das Unternehmen die guten Geschäftsaussichten erst noch in deutliches Wachstum ummünzen. Bis jetzt erwiesen sich die Analystenprognosen meist als zu optimistisch. Deshalb drängen sich aktuell keine Neueinstiege auf.

Nel ASA: Infrastruktur zur Wasserstoff-Herstellung und -Betankung

Auch in Skandinavien wird die Brennstoffzellentechnologie stark vorangetrieben. So spielt Wasserstoff beispielsweise in Norwegen als Antrieb in der Schiffsindustrie eine immer grössere Rolle. Das grösste Unternehmen ist Nel ASA (ISIN: NO0010081235 – Symbol: NEL – Währung: NOK), eine Firma, die seit fast 100 Jahren Elektrolyseure-Geräte zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff – sowie Wasserstoff-Tankstellen herstellt. Nel arbeitet zudem gerade an der Markteinführung des RotoLyzers, der in der Wasserstoffproduktion als geradezu revolutionär gilt. Bei gleicher Produktionskapazität ist das mobile System fast hundertmal kleiner als bisherige Anlagen und kann im Gegensatz zu diesen bei Bedarf per LKW von einem Ort zum anderen bewegt werden.

Das Unternehmen mit Produktionsstandorten in Norwegen, Dänemark und den USA zählt Tankstellenketten, Transport- und Logistikunternehmen sowie Ölkonzerne zu seinen Kunden. Nel gilt mit über 3.500 ausgelieferten Systemen als grösster Elektrolyse-Produzent der Welt. Mit mehr als 50 aufgebauten Wasserstoff-Tankstellen-Systemen in neun Ländern ist das skandinavische Unternehmen zudem der führende Hersteller für Wasserstoff-Tankstellen. Auch das Konsortium H2 Mobility lässt derzeit Tankstellen von Nel bauen.

Kooperation mit Nikola Motors: Grossaufträge in Gefahr?

Das US-Startup und Tesla-Konkurrent Nikola Motors setzt bei seinen Elektro-LKWs ebenfalls auf die Brennstoffzelle. Die notwendige Infrastruktur zur Wasserstofferzeugung und -betankung soll Nel ASA bereitstellen. Läuft alles nach Plan, so wird Nel mittelfristig zahlreiche Elektrolyseure für die Produktion von Wasserstoff an Nikola liefern. Ein erster konkreter Teilauftrag über 30 Mio. USD wurde im Juni 2020 unterzeichnet, langfristig wird das potenzielle Volumen der Kooperation sogar auf bis zu 1,5 Mrd. US geschätzt.

Eigenen Angaben zufolge hat Nikola Motors bereits tausende Vorbestellungen für den Truck Nikola Badger erhalten. Die Reichweite des Trucks wird mit 600 Meilen angegeben, was mit einer einzigen Tankfüllung etwa 965 km entspricht und Logistikunternehmen etliche Tankstellenhalte spart. Ende 2019 stellte Nikola Motors in Turin den mit Nikola-Anteilseigner IVECO zusammen für Europa entwickelten Nikola Tre vor, einen elektrisch betriebenen Sattelschlepper, der bereits 2021 auf die Strasse kommen soll. Im Jahr 2023 soll es davon eine Wasserstoff-Variante geben. Langfristig plant Nikola auch ein Tankstellen-Netz mit bis zu 700 Wasserstoff-Tankstellen. Doch Nikola Motors kam 2020 in den Medien gewaltig unter Druck, als Technologie und grossspurige Pläne des Unternehmens in Frage gestellt wurden, sogar von Betrug war die Rede. Unter anderem wurde bekannt, dass ein Nikola-Prototyp in einem Werbevideo lediglich eine abschüssige Strecke hinunterrollte, anstatt wie suggeriert bereits eigenständig zu fahren. Nikola räumte dies zwar ein, beteuerte aber, dass die Technologie des Unternehmens dennoch einwandfrei funktionieren würde. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von Nikola kam auch der Nel-Aktienkurs vorübergehend unter Verkaufsdruck. Kein Wunder, denn sollten die anvisierten Grossaufträge ausbleiben, so dürfte sich dies auch erheblich auf Nel auswirken.

Internationalisierungsstrategie trägt Früchte

Nicht zuletzt auch durch gezielte Zukäufe hat sich Nel ASA in den vergangenen Jahren als internationaler Infrastrukturanbieter hervorragend im weltweiten Brennstoffzellenmarkt positioniert. Auch in Asien sind die Norweger präsent. Besonders vielversprechend sind die Aktivitäten in Südkorea, wo die Regierung die Brennstoffzellenforschung mit über 2 Mrd. USD fördern will. Bis Ende 2022 sollen dort bereits 310 Wasserstofftankstellen mindestens 16.000 PKWs und 1.000 Busse mit Treibstoff versorgen. Die koreanische Tochtergesellschaft von Nel ASA meldete bereits grosse Auftragserfolge und verzeichnete allein im vergangenen Jahr eine zweistellige Anzahl an Bestellungen. Hyundai ist bereits auf den Zug aufgesprungen und kündigte eine Wasserstoff-Offensive an. Die Produktionskapazitäten sollen von aktuell 3.000 Brennstoffzellen-Systemen bis 2030 auf 700.000 hochgeschraubt werden. Auch davon dürfte Nel stark profitieren. Um die hohen notwendigen Investitionen zum Aufbau der Kapazitäten und der Bewältigung der jüngsten Grossaufträge zu stemmen, wurden zuletzt mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt. Dadurch hat das schuldenfreie Unternehmen nun Mittel in Höhe von umgerechnet 288 Mio. Euro, um mit einem gut gefüllten Auftragsbuch die Gewinnzone zu erreichen.

Erfolgreicher Börsengang der Tochter Everfuel

Ende Oktober 2020 wurde die dänische Tochtergesellschaft Everfuel abgespalten und erfolgreich an die Osloer Börse gebracht. Das auf Europa ausgerichtete Unternehmen entwickelt und betreibt Wasserstoffproduktionsanlagen und ist auch im Bereich Wasserstoffverteilung und -betankung tätig. Die Firma, an der Nel noch mit 17 % beteiligt ist, nahm durch den Börsengang 290 Mio. Norwegische Kronen (ca. 27 Mio. EUR) ein. Zu umgerechnet ca. 2 EUR platziert, stiegen die Aktien bis Anfang 2021 kurzzeitig auf über 18 EUR und stürzten anschliessend wieder ab. Derzeit notieren die Everfuel-Aktien bei rund 5 EUR. Die noch sehr kleine Firma ist damit bereits 400 Mio. EUR wert und nach jeglichen Massstäben überbewertet. Rund 68 Mio. EUR ist damit die verbleibende Beteiligung von NEL wert.

Zweischneidiges Schwert: Hohe Abhängigkeit von Nikola Motors

Bei Aktienkursen von ca. 17 NOK (ca. 1,70 Euro) wird das Unternehmen, das erst seit Ende 2017 börsennotiert ist, mit rund 2,5 Mrd. Euro bewertet. Trotz des hohen Auftragsvolumens von Nikola Motors und einer steigenden Anzahl von Aufträgen aus Korea ist dies eine ambitionierte Bewertung für das noch recht kleine Unternehmen. Es muss beispielsweise bedacht werden, dass es sich beim Kunden Nikola Motors um ein Start-Up Unternehmen handelt, das bis dato noch kein Fahrzeug zur Marktreife gebracht hat. Die Abhängigkeit von Nikola Motors nimmt jedoch mit jedem Grossauftrag von anderen Kunden ab und zuletzt gab es hier durchaus einiges zu vermelden.

Aktie trotz Rückschlägen noch immer zu hoch bewertet

Die besten Wasserstoff-Aktien und Brennstoffzellen-Aktien: Kursentwicklung der Nel ASA Aktie von Februar 2019 bis November 2021 | Online Broker LYNX

Noch handelt es sich bei Nel um ein relativ kleines Unternehmen, das im Jahr 2020 bei einem Verlust von 415 Mio. NOK (ca. 41,5 Mio. EUR) nur rund 652 Mio. NOK (ca. 65 Mio. EUR) umsetzte. Positiv ist, dass der Auftragsbestand zuletzt stark zulegte und zum Jahresende 2020 bei 981 Mio. NOK (98 Mio. EUR) lag.

Das Unternehmen dürfte sich erfolgreich weiterentwickeln, der Weg zum Grosskonzern ist aber noch weit und hängt auch an der Entwicklung bei Nikola Motors. Die Aktie, die sich seit Herbst 2018 wie die meisten Wasserstoffaktien vervielfacht hat, ordnen wir auf dem aktuellen Kursniveau als extrem spekulativ und mit dem ca. 38fachen Umsatz weiterhin als viel zu teuer bewertet ein. Deshalb hatten wir zu Kursen von bis zu 2,80 EUR mehrfach zu Gewinnmitnahmen geraten. Die Wasserstoffaktie Nel ASA hat von den Hochs im Bereich von 3,40 Euro zwar bereits ordentlich Federn gelassen, ist allerdings weiterhin mehr als nur ambitioniert bewertet. Hochspekulative Kaufkurse würden wir erst wieder im Bereich von 1,00 bis 1,20 Euro sehen.

Powercell Sweden: Brennstoffzellen für emissionsfreie Schiffe und Fahrzeuge

Ebenfalls in Skandinavien, genauer gesagt in Schweden, ist die 2008 gegründete Powercell Sweden (ISIN: SE0006425815 – Symbol: PCELL – Währung: SEK) beheimatet. Das Unternehmen, das aus einer Ausgliederung des Volvo-Konzerns hervorging, liefert Brennstoffzellen-Systeme u.a. an Kunden aus den Bereichen Telekommunikation, Schiffsverkehr, Automobil und Stromversorgung. Powercell Sweden kommt mit einer Marktkapitalisierung von rund 11,9 Mrd. SEK (ca. 1,18 Mrd. Euro) ebenfalls auf eine Milliardenbewertung, ist aber gemessen am Umsatz das kleinste und spekulativste der drei vorgestellten Unternehmen. Der aktuelle Aktienkurs liegt bei ungefähr 229 SEK (ca. 22,60 Euro).

Projektpartner der deutschen Autoindustrie

Auch Powercell Sweden richtet sein Geschäft international aus. In Norwegen arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Nel ASA an Wasserstoffantrieben für emissionsfreie Fracht- und Passagierschiffe. Das ist auch aus ökologischer Sicht sehr sinnvoll, denn der Schiffsverkehr produziert pro Passagier und Kilometer die höchsten CO2 Emissionen. Die Schweden sind daneben Brennstoffzellenpartner im deutschen Projekt „Autostack“ das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ins Leben gerufen wurde. Mit diesem Projekt wollen neben Powercell insgesamt neun weitere Unternehmen, darunter die Autohersteller BMW, Daimler, Ford und Volkswagen eine Brennstoffzellen-Fertigung in Deutschland schaffen und zur industriellen Reife bringen. Das Unternehmen ist auch auf dem chinesischen Markt aktiv und liefert dort bereits erfolgreich Brennstoffzellen aus. Zuletzt kamen aus dem Reich der Mitte etliche neue Grossaufträge hinzu, unter anderem vom Konzern Wuhan Tiger, der einen mit Brennstoffzellen angetriebenen Bus produziert.



Zahlreiche Grossaufträge und Kooperationen

Zuletzt meldete Powercell zahlreiche grössere und strategische Aufträge, die dem Unternehmen weiteres Umsatzwachstum bescheren sollten. Unter anderem wurde eine Zusammenarbeit mit dem Nutzfahrzeughersteller Scania geschlossen, um einen LKW mit Brennstoffzellen-Technologie zu bauen. Besondere Bedeutung hat jedoch eine umfangreiche Kooperation mit dem deutschen Bosch-Konzern. Demnach haben PowerCell und Bosch einen Vertrag über die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb des Brennstoffzellenstapels PowerCell S3 für das Automobilsegment unterzeichnet. Bosch bezahlt an die Schweden 50 Mio. Euro für die Lizenz. Seit Ende 2019 ist Bosch mit 11 % Anteil zudem auch Grossaktionär von Powercell Sweden. Das Bosch-Management ist also von der Brennstoffzelle überzeugt und investiert verstärkt in die Technologie. Eigenen Prognosen zufolge sollen bis zum Jahr 2030 rund 20 % aller Elektrofahrzeuge weltweit mit Wasserstoffantrieb ausgestattet sein. Mittlerweile hat Powercell Sweden bereits erste Grossaufträge von Bosch erhalten, die jeweils im einstelligen Millionenbereich liegen. Darüber hinaus wurde mit dem Schweizer Technologiekonzern Hitachi ABB eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der Brennstoffzellen-basierten stationären Stromversorgungslösungen vereinbart.

Anziehendes Umsatzwachstum dank Bosch

Die Umsätze von Powercell sind noch äusserst gering. Und wie die meisten Mitbewerber verzeichnet das Unternehmen zwar Wachstum, schreibt aber nach wie vor Verluste. So war für das Gesamtjahr 2020 dank einiger Grossaufträge inklusive einiger Bosch-Orders zwar eine Umsatzsteigerung um +55 % auf 103,5 Mio. SEK (ca. 10,2 Mio. EUR) gemeldet worden, das Ergebnis blieb jedoch negativ und weitete sich mit einem Verlust von -98 Mio. SEK (ca. -9,7 Mio. EUR) sogar deutlich aus (Vorjahr: -80 Mio. SEK).

Hohe Kursschwankungen einkalkulieren: Aktie weiterhin zu hoch bewertet

Die besten Wasserstoff-Aktien und Brennstoffzellen-Aktien: Kursentwicklung der Powercell Sweden Aktie von Februar 2019 bis November 2021 | Online Broker LYNX

Die Powercell Sweden-Aktie schwankte zwischen 2017 und Anfang 2019 zwischen 24 SEK (ca. 2,20 Euro) und 40 SEK (ca. 3,80 Euro). Anfang 2019 gelang dann der charttechnische Ausbruch und die Aktie erreichte mittlerweile in der Spitze ein Kursniveau von mehr als 45 Euro. Seitdem befindet sich die Aktie im Sinkflug. Doch auch die aktuellen Kurse von 22,60 Euro sind aus unserer Sicht noch immer eine regelrechte „Mondbewertung“. Denn Powercell Sweden wird mit einem dreistelligen Umsatz-Multiple bewertet, was für ein unprofitables Unternehmen sehr teuer ist.

Brennstoffzellenaktien sind ohnehin spekulativ, Powercell ist dennoch der spekulativste der drei vorgestellten Werte. Denn das Unternehmen, das noch kaum Umsätze erzielt, ist mit einem Aktienkurs von aktuell 22,60 Euro und einer Marktkapitalisierung von 1,18 Mrd. Euro trotz der zwischenzeitlichen Kursrückgänge noch immer mit zu vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Rechnen Sie daher für die Aktie, die wir Ihnen im Herbst 2018 zu 2,70 Euro erstmalig zum Kauf vorgestellt hatten, weiterhin mit hohen Kursschwankungen und potenziellen weiteren Rückschlägen. Langfristig hat Powercell durchaus das Potenzial zu einem führenden Unternehmen der Branche aufzusteigen. Kurzfristig bleibt es bei der Empfehlung an starken Tagen einen Verkauf zu erwägen. Gelegenheiten für Neueinstiege sind bis auf weiteres nicht in Sicht.

Fazit Wasserstoff Aktien: Langsame Rückkehr auf den Boden der Realität!

Zweifellos, die Brennstoffzelle ist eine absolute Zukunftstechnologie. Da die Zahl börsennotierter Unternehmen sehr gering ist, gibt es für Anleger nur eine kleine Auswahl an Investitionsmöglichkeiten. Und wenn sich viele Investoren einen Teil vom Kuchen abschneiden möchten, so ist die Nachfrage nach den wenigen Brennstoffzellen exorbitant und treibt die Kurse in abenteuerliche Höhen. Die meist noch sehr kleinen und nicht einmal besonders schnell wachsenden Unternehmen mit Umsätzen im ein oder zweistelligen Millionenbereich und Verlusten wurden in den letzten Jahren mit Kapital regelrecht zugeworfen und an der Börse mit irren Milliardenbeträgen bewertet.

Die fleissig durchgeführten Kapitalerhöhungen ermöglichen den Firmen zwar hohe Investitionen, aber die Bewertungen sind trotz der herben Rückschläge seit Anfang 2021 noch immer mehr als ambitioniert. Es wird daher wohl etliche Jahre dauern, bis die Wasserstoffunternehmen solchen Massstäben gerecht werden können. Und bis dahin werden noch etliche Anlegerträume platzen, denn die Kursschwankungen dürften sich fortsetzen. Es hatte sich bis Februar eine gefährliche – mit Wasserstoff gefüllte – Blase gebildet, aus der mittlerweile schon einige Luft entwichen ist. Offensichtlich kehren Wasserstoff Aktien langsam aber sicher auf den Boden der Tatsachen zurück. Anleger sollten weiterhin abwarten oder noch vorhandene Gewinne ins Trockene bringen. Im Anschluss an die laufende Konsolidierungsphase wird es auf tieferem Niveau früher oder später auch wieder Einstiegskurse geben.

Sie möchten an der Börse in Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien investieren?

Als Aktien-Broker bieten wir Ihnen den Börsenhandel der vorgestellten besten Wasserstoff Aktien und Brennstoffzellen-Aktien Aktien direkt an den Heimatbörsen der Unternehmen an. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und engen Spreads.

Über den Online-Broker LYNX profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von einem ausgezeichneten Angebot, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

Noch mehr beste Aktien

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Wendelin Probst
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.