Die besten Divideden-Aktien Europas | Online-Broker LYNX

In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen sind Dividenden-Titel besonders attraktiv. Doch es kommt nicht nur allein auf die Rendite, sondern – und das gilt vor allem in Krisen-Zeiten – auch auf Stabilität und Nachhaltigkeit an. Daher haben wir recherchiert, um für Sie die besten Dividenden-Aktien Europas für 2022 und darüber hinaus zu finden.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich grosser Beliebtheit

Die Dividendensaison 2022 läuft gerade an, so dass es sich lohnt, einen Blick auf die europäischen Unternehmen zu werfen, die auch in diesem Jahr mit den stabilsten und höchsten Ausschüttungen glänzen.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich unter Investoren besonders rund um die Termine der Hauptversammlungen immer grösserer Beliebtheit. In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen werfen Zinspapiere wie Anleihen kaum etwas ab, auch wenn die Renditen zuletzt aus dem Negativbereich ins Plus geklettert sind. Für zehnjährige deutsche Staatspapiere liegt die Rendite aktuell bei +0,86 % Kupon pro Jahr. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Inflationsrate – getrieben durch den Ukraine-Krieg – auf Werte von mehr als 7 %. Wer nicht oder zumindest nur wenig draufzahlen möchte, benötigt also renditestarke Alternativen. Die Auswahl ist nicht allzu gross. Börsennotierte Konzerne sind auf jeden Fall einen Blick wert. Sie zahlen zumeist sogar höhere Dividenden für ihre Aktien als Zinsen für langlaufende Unternehmensanleihen und bieten als Sachwerte darüber hinaus auch einen gewissen Inflationsschutz.

Dividenden nach dem Corona-Einbruch wieder im Aufwärtstrend

Bis zum Corona-Einbruch waren die Unternehmen dank guter Geschäfte und mangels lukrativer Parkmöglichkeiten für freie Mittel jahrelang in Ausschüttungslaune. So gab es bis zum Jahr 2019 eine Reihe von Dividenden-Rekorden für die DAX-Konzerne. Anfang 2020 machte die weltweite Covid-19 Pandemie die Dividendenhoffnungen vieler Anleger abrupt zunichte und es kam reihenweise zu Dividendenkürzungen oder Dividendenstreichungen. Auch etliche DAX-Konzerne nahmen schmerzhafte Kürzungen der Ausschüttung vor. Doch nachdem die Gewinne der meisten Konzerne weniger stark belastet wurden als befürchtet, sind die Gewinnbeteiligungen für Aktionäre längst wieder im Aufwärtstrend.

2022: Rekord-Dividendensaison erwartet

Im Jahr 2021 schütteten die DAX-Unternehmen ca. 34,3 Mrd. EUR an ihre Anteilseigner aus – ein wenig mehr als im Vorjahr. Marktanalysten hatten eigentlich deutliche Kürzungen auf ca. 31 Mrd. EUR erwartet. Da allerdings die Geschäfte vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2020 um einiges besser liefen als erwartet, liessen es sich die meisten Konzerne nicht nehmen, die Gewinnbeteiligungen im Vergleich zum Vorjahr stabil zu halten oder leicht zu erhöhen.

Nach der Dividendensaison wurde im September 2021 der DAX dann um 10 neue Mitglieder auf 40 Werte erweitert, was bei zukünftigen Vergleichen berücksichtigt werden muss. Die Ausschüttungen aller 40 Unternehmen des neuen DAX 40 Index dürften 2021 ca. 36,5 Mrd. EUR betragen haben. Für 2022 rechnen Experten mit einer Rekord-Dividendensaison, denn die DAX-Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2021 so viel Gewinn wie noch nie. Schätzungen gehen davon aus, dass die DAX-Werte im laufenden Jahr mehr als 45 Mrd. EUR an Dividenden bezahlen.

In Dividendenwerte zu investieren lohnt sich

Wird der DAX-Performance-Index, also der „DAX“, mit dem weniger bekannten DAX-Kursindex (kurz K-DAX) verglichen, so wird offenbar, welch hohen Einfluss Dividenden auf den langfristigen Vermögensaufbau haben. Zur Berechnung eines Performance-Index wird nicht nur die Kursentwicklung der enthaltenen Werte herangezogen, sondern es wird auch die Dividendenausschüttung berücksichtigt und rechnerisch in den Index „reinvestiert“. Deshalb zeigt der Vergleich der beiden Indizes, welchen Anteil Dividenden an der Gesamtrendite haben. Während der K-DAX Ende April 2022 bei etwa 5.900 Zählern stand, notierte der DAX-Performance-Index bei 14.100 Punkten. Mit der Reinvestition von Dividenden konnte in den vergangenen 34 Jahren also deutlich mehr als das Doppelte der reinen Kursentwicklung verdient werden, denn beide Indizes waren 1987 mit 1.000 Punkten gestartet. Eine Dividendenstrategie, bei der auf besonders hohe Renditen geachtet wird, vergrössert diesen Effekt entsprechend und macht langfristig einen enormen Unterschied.

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Bevorzugen Sie die Aktien dividendenstarker Grosskonzerne

Als Dividenden-Titel besonders attraktiv sind Wertpapiere von Grossunternehmen, die ein stabiles Geschäftsmodell, vorhersehbare Gewinne und einen soliden Cashflow vorweisen können, so dass regelmässig ein grösserer Teil des Überschusses an die Anleger ausbezahlt werden kann. Es sollte sich bei den Dividenden Aktien um stabile Standardwerte handeln, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Versorger und Basiskonsumgüterhersteller, aber auch Firmen aus anderen Branchen wie Finanzen, Industrie und Energie. Dividendenstarke Aktien sind zudem oftmals konjunkturresistenter als Wachstumsaktien, da die Vorhersehbarkeit der Gewinne grösser ist. Das Wachstum hingegen fällt häufig moderater aus.

Auf was Sie bei Dividendenaktien noch achten sollten

Historisch gesehen unterliegen Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, geringeren Kursschwankungen als der allgemeine Aktienmarkt, was sich im Falle von Markteinbrüchen als sehr vorteilhaft erweisen kann. Dabei sind in akuten Krisenzeiten (wie z.B. 2008 in der Finanzkrise oder zuletzt in der Corona-Krise) vor allem finanzstarke Grossunternehmen deutlich weniger pleitegefährdet als Small- und Midcaps. Denn grossen Konzernen fällt es auch in schweren Zeiten leichter, an Kapital zu kommen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Geschäftsaussichten des Unternehmens. Sind diese negativ, so drohen für die Folgejahre Dividendenkürzungen oder gar Dividendenstreichungen. Investoren sollten zudem unbedingt prüfen, ob die Ausschüttungen an der Substanz des Unternehmens zehren. Der operative Gewinn je Aktie sollte daher in der Regel grösser sein als die Dividende und so eine tatsächlich hohe Ertragskraft belegen.

Mehr zu Dividenden-Aktien

Falls Sie sich auf dem deutschen Aktienmarkt umsehen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren aktuellen Artikel: Die 15 besten Dividenden-Aktien Deutschlands.
Für Dividendenaktien weltweit können Sie folgenden Artikel lesen: Die besten Dividenden-Aktien weltweit

ETF mit den 30 höchsten Dividendenrenditen in Europa

Besonders attraktiv sind unter den Standardwerten Dividenden-Titel, deren Ausschüttungen seit Jahren steigen oder die zumindest zuverlässig stabil sind. Es gibt auch einen ETF der sich auf europäische Dividendentitel spezialisiert hat: Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF bildet die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus der Eurozone ab. Weitere Ideen für ETFs finden Sie in unserem Bereich ETF der Woche, in welchem wir Ihnen regelmässig interessante ETFs vorstellen.

Die besten Dividenden-Aktien Europas 2022

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien Liste von zehn europäischen Dividenden-Aktien für 2022. Drei dieser Dividendenwerte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Dividenden Aktien Liste Europa:

Dividenden Aktie EuropaISINSymbolWährungDividendenrendite 2021
BASFDE000BASF111BASEUR5.20%
Banco SantanderES0113900J37BSD2EUR3.70%
BayerDE000BAY0017BAYNEUR4.40%
Deutsche TelekomDE0005557508DTEEUR3.90%
EniIT0003132476ENIEUR5.60%
Münchener RückDE0008430026MUV2EUR4.20%
NovartisCH0012005267NOVNCHF3.90%
SanofiFR0000120578SANEUR3.80%
Swiss ReCH0126881561SRENCHF7.30%
TotalFR0000120271FPEUR6.10%

Mit diesen europäischen Dividenden Aktien können Sie hohe Dividendenrenditen erzielen.

Sanofi: Dividende 28 Jahre in Folge erhöht

Sanofi (ISIN: FR0000120578 – Symbol: SAN – Währung: EUR) ist ein weltweit tätiger französischer Pharmakonzern, der 2004 durch Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis entstand. Mit den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf, Diabetes, Thrombose, Schilddrüse und Zentrales Nervensystem sowie Generika und Impfstoffen deckt man ein weites Tätigkeitsspektrum an. Der Hauptfokus liegt dabei in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Arzneien für seltene oder immunologische Erkrankungen. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich mehr als 6 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung.

Covid-19-Impfstoff: Besser spät als gar nicht

Wie etliche andere Pharmaunternehmen forscht auch Sanofi an Impfstoffen für oder besser gegen das Corona-Virus. Sanofi benötigte für seine Impfstoffentwicklung allerdings erheblich mehr Zeit als andere Unternehmen.

Nachdem die Entwicklung des mRNA-Vakzins MRT5500, der zusammen mit dem US-Unternehmen Translate Bio erforscht wurde, eingestellt wurde, zeigte ein zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelter Corona-Impfstoff auf Protein-Basis zuletzt sehr solide Studiendaten und steht kurz vor der Zulassung. In einer Studie, bei der das Sanofi-Vakzin für Booster-Impfungen verwendet wurde, konnte der Impfstoff die Antikörperkonzentrationen um das 18- bis 30-Fache erhöhen. Daneben zeigte der Impfstoff einen Wirkungsgrad von knapp 58 Prozent zur Verhinderung von symptomatischen Corona-Infektionen, 75 Prozent Erfolgsquote gegen moderate und mittelschwere Erkrankungen und sogar 100 Prozent Schutz vor schweren Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen. Mit diesen Daten dürfte der Sanofi-GSK-Impfstoff als zweiter Protein-Impfstoff neben Novavax in Kürze zu einer weiteren Alternative werden. Zwar sinkt die Nachfrage nach Corona-Impfstoffen, aber es dürfte weiterhin einen hohen jährlichen Grundbedarf geben.

Im vergangenen Jahr gab der Konzern bekannt, massiv in die Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffen zu investieren: Rund zwei Mrd. Euro sollen bis 2025 in die Entwicklung von sechs mRNA-Impfstoff-Kandidaten fliessen. Damit könnte Sanofi bei der Entwicklung dann auch wieder vorn mit dabei sein.

Kleine Gewinnsteigerung für das Jahr 2022 erwartet

Im vergangenen Jahr 2021 erzielte Sanofi ein Umsatzwachstum von +7 % auf 37,7 Mrd. EUR und steigerte den Gewinn dabei um +16 % auf 6,56 EUR. Der aktuelle Haupt-Wachstumstreiber ist Dupixent, ein Mittel gegen Hautekzeme. Für 2022 erwartet Sanofi einen durch Wechselkurse belasteten, leichten Gewinnzuwachs von +2 % bis +3 %, was einem Ergebnis von rund 6,69 EUR bis 6,76 EUR entsprechen würde. Positiv hervorzuheben ist die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens in Höhe von 57 %.

Europäischer Dividendenaristokrat

Aufgrund der hohen Finanzkraft kann es sich das Unternehmen leisten, eine Dividende auszuschütten, die sogar über dem Gewinn pro Aktie liegt. Mit einer Dividende von aktuell 3,33 Euro steigert Sanofi die Gewinnausschüttung mittlerweile sage und schreibe 28-mal in Folge und gilt damit seit kurzem als sogenannter „Dividenden-Aristokrat“. Es gibt nur wenige Unternehmen, denen es gelingt, ihre Dividendenausschüttung an Investoren ähnlich kontinuierlich zu steigern. Ab 25 aufeinander folgenden Jahren mit Dividenden-Erhöhungen wird Unternehmen daher das Prädikat Dividenden-Aristokrat verliehen. Um in den Dividendenadel aufgenommen zu werden, genügt es nicht über einige Jahre hinweg eine gute Geschäftsentwicklung zu haben. Da ein Zeitraum von 25 Jahren auch Krisen und Rezessionen umfasst gibt die Betrachtung Aufschluss über die Fähigkeit eines Unternehmens auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich zu wirtschaften und seine Aktionäre daran zu beteiligen. In diesen elitären Klub ist Sanofi vor drei Jahren vorgestossen.

3,3 % Dividendenrendite, Kontinuität und Zuverlässigkeit

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung Sanofi Aktie von April 2019 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Die Aussichten für Dividendenjäger sind bei Sanofi auch in den aktuellen Krisenzeiten besonders gut. Sanofi kann zwar nicht unbedingt mit hohen Wachstumsraten glänzen, bietet dafür aber neben grundsoliden Geschäftsaussichten auch eine attraktive Dividendenauszahlung. Die Rendite belegt mit 3,3 % nach den jüngsten Kursanstiegen zwar keinen Spitzenplatz unter den Dividendenzahlern mehr, aber dafür bekommen Anleger Kontinuität und Zuverlässigkeit. Mit aktuell 101 Euro befindet sich die Aktie nur knapp unter dem kürzlich erzielten Allzeithoch von 105,52 Euro. Der Wert eignet sich hervorragend für konservative Anleger.

Swiss Re: Trotz Corona gute Geschäftsaussichten beim Schweizer Rückversicherungskonzern

Die Swiss Re (ISIN: CH0126881561 – Symbol: SREN – Währung: CHF) mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, ist nach der Munich Re das weltweit zweitgrösste Rückversicherungsunternehmen. Das Unternehmen fokussiert sich dabei vor allem auf das Sachversicherungs- und das Lebensversicherungsgeschäft. Im vergangenen Geschäftsjahr 2020 wurde zwar Corona-bedingt ein Verlust geschrieben, Ausblick und Dividende überzeugen trotzdem.

Corona-Folgen belasten das Rückversicherungsgeschäft

Das Rückversicherungsgeschäft verlief in den letzten Jahren sehr durchwachsen. Zu den üblichen Naturkatastrophen wie Waldbränden, Überschwemmungen, Hurrikanen und Taifunen kamen zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie hinzu, z.B. die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele oder Auszahlungen für Betriebsunterbrechungen von Unternehmen.

Im Jahr 2021 liefen die Geschäfte wieder um einiges besser. Nachdem im Vorjahr coronabedingt ein Minus von 0,9 Mrd. USD angefallen war, lag der Konzerngewinn 2021 bei +1,4 Mrd. USD. Und das, obwohl im zweiten Halbjahr sowohl Hurrikan Ida als auch die Juli Unwetter in Europa spürbar aufs Ergebnis drückten.

Bis 2019 wurde die Dividende sechs Jahre stetig bis auf 5,90 CHF (5,77 EUR) erhöht. Seither hat das Management die Ausschüttung trotz der Verluste im Jahr 2020 stabil gehalten. Bei Swiss Re wurde die Dividende damit vorübergehend aus der Substanz bezahlt, was durch die hohen Überschussreserven aber kein Problem war.

Und auch für 2021 gibt es in diesem Jahr trotz der zahlreichen Unwetterschäden eine stabile Dividende Analysten erwarten, dass die offensive Ausschüttungspolitik des Managements auch in Zukunft beibehalten wird. Darüber hinaus ist es gut möglich, dass es bald wieder ein neues Aktienrückkaufprogramm geben wird, nachdem der Rückkauf eigener Aktien aufgrund der Corona-Krise vorübergehend eingestellt worden war.

Starke Rendite von 7,4 %

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 80 CHF und einer Dividende von umgerechnet 5,90 CHF beträgt die Dividendenrendite von Swiss Re aktuell starke 7,4 %. Die Vielzahl von Naturkatastrophen und Krisen wirkt sich für Rückversicherungsunternehmen nicht nur negativ aus. Im Gegenteil, denn vor allem das Neugeschäft fällt nach Jahren mit überdurchschnittlichen Schäden erfahrungsgemäss deutlich höher aus, denn hohe Schäden steigern die Nachfrage und Preise von Rückversicherungen. Marktexperten rechnen damit, dass der Rückversicherungsmarkt für Naturkatastrophen in den nächsten drei Jahren von derzeit gut 30 Mrd. USD auf mehr als 40 Mrd. USD anschwellen wird. Davon dürfte auch die Swiss Re in Form von steigenden Einnahmen profitieren. Wenn sich die versicherten Corona-Schäden sowie Naturkatastrophen in der kommenden Zeit einigermassen im Rahmen halten, stehen die Aussichten, dass auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich starke Dividenden gezahlt werden, bestens.

Einstiegschance für Anleger mit Dividendenfokus

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung Swiss Re Aktie von April 2019 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Die Swiss Re-Aktie erreichte Anfang 2020 ein neues 10-Jahres-Hoch von 117,05 CHF (109 EUR), bevor die Corona-Krise zu einer zwischenzeitlichen Kurshalbierung auf 53 CHF (49 EUR) führte. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder auf rund 80 CHF (78 EUR) erholt. Die aus unserer Sicht relativ moderat bewertete Aktie der Swiss Re eignet sich trotz der Corona-Krise und zunehmenden Naturkatastrophen für Anleger, die von der meist hohen Ertragskraft des Rückversicherungsunternehmens profitieren wollen. In einzelnen Jahren schwankt der Gewinn zwar aufgrund von grösseren Schadensereignissen wie der Corona-Krise oder besonders starken Hurrikanen, aber dank der Kapitalpolster und der hohen Gewinne des Konzerns in normalen Zeiten werden die branchenspezifischen Geschäftsrisiken mittel- und langfristig sehr gut abgefedert. Das aktuelle Kursniveau könnte weiterhin eine interessante Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Anleger bieten. Das Potenzial für Aktienkurssteigerungen ist bei Rückversicherungsaktien im Vergleich zu Werten aus anderen Branchen aber meist eher moderat.

BASF SE:  Weltgrösster Chemiekonzern

Der weltgrösste Chemiekonzern BASF SE (ISIN: DE000BASF111 – Symbol: BAS – Währung: EUR) mit Sitz in Ludwigshafen ist mit mehr als 122.000 Mitarbeitern in mehr als 90 Ländern vertreten und betreibt knapp 200 Produktionsstandorte für Chemikalien. Das im Jahr 1865 als Badische Anilin & Soda-Fabrik gegründete Unternehmen produzierte ursprünglich Färbemittel für die Textilbranche, später Ammoniak, Düngemittel und Filmmaterial sowie Magnetbänder beispielsweise für Video- bzw. Hörkassetten. Heute werden vor allem Industrie- und Textilchemikalien, Kunststoffe und Veredelungsprodukte hergestellt. Aber auch Reinigungs- und Pflanzenschutzmittel sowie Nahrungsergänzungsprodukte zählen zum breiten Produktportfolio des Unternehmens. Zu den Kunden von BASF zählen vor allem Unternehmen aus Elektro-, Chemie-, Auto-, und Bauindustrie, sowie Pharma- und Agrarfirmen. Die Vor- und Hauptprodukte der BASF Gruppe werden beispielsweise bei der Produktion von Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen, Farben und Lacken, Papierprodukten, Hygieneartikeln, Pestiziden oder zur Wasseraufbereitung verwendet.

Starker Turnaround nach der Corona-Krise

Im vergangenen Jahr 2021 erholte sich BASF von der Corona-Krise. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um starke +33 % von 59 Mrd. EUR auf 78,6 Mrd. EUR und kehrte mit einem Gewinn von 6,00 EUR je Aktie auch eindrucksvoll in die Gewinnzone zurück. Im Vorjahr war coronabedingt ein Verlust von -1,51 EUR angefallen. Im Jahr 2022 sollen die Umsätze Analysten zufolge um +3,6 % auf 81,4 Mrd. EUR steigen, während der Gewinn je Aktie leicht auf 5,64 EUR zurückgehen dürfte. Für das kommende Jahr 2023 erwarten die Marktexperten dann erneut einen moderaten Umsatzanstieg auf 82,1 Mrd. EUR und ein wieder leicht verbessertes Ergebnis pro Aktie von 5,91 EUR.

Dividendenerhöhungen für 2021: 6,5 % Dividendenrendite

Der BASF-Konzern erhöhte seine Dividende seit dem Jahr 2010 stetig von 1,70 Euro je Aktie auf 3,30 Euro im Ausschüttungsjahr 2020. Bis dahin wurde die Dividende zuletzt acht Mal in Folge um 10 Cent erhöht, da es ausdrücklich zur Dividendenpolitik des Managements gehört, die Dividende möglichst jährlich zu steigern. Für das vergangene Corona-Jahr hätte eine Dividendensteigerung durch das Negativ-Ergebnis allerdings kaum gerechtfertigt werden können und so entschied man sich für eine stabile Auszahlung in Höhe von 3,30 EUR, die aus den Rücklagen getätigt wurde. In diesem Jahr wird der Vorstand auf der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 3,40 EUR vorschlagen. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 52 Euro liegt die Dividendenrendite damit bei attraktiven 6,5 %.

Solides Investment für Dividendenjäger

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung BASF Aktie von April 2019 bis April 2022 | Online Broker LYNX

Für etwas spekulativere Einkommensinvestoren mit Dividendenfokus ist BASF definitiv einen Blick wert. Nach einer Schwächephase in den letzten Jahren inklusive Corona-Krise ging es im Jahr 2021 bei Umsatz und Gewinn wieder aufwärts. Die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dividendenpapier gemausert, was aber natürlich auch an der vergleichsweise mässigen Aktienkursentwicklung liegt. Nun schaut es so aus als hätte BASF die Kurve bekommen, so dass Anleger 2022 und darüber hinaus mit ordentlichen Dividenden rechnen können. BASF ist zwar konjunkturanfällig, aber auf dem aktuellen Kursniveau dennoch ein relativ solides Investment für Dividendenjäger.

Fazit: Eine hohe Dividende ist nicht alles

Im Jahr 2020 hat sich gezeigt, dass auch hohe Dividendenrenditen ihre Tücken haben können. Wer beispielsweise auf die seit Jahren stabilen, relativ hohen Renditen von Automobilherstellern, Reiseanbietern, Fluggesellschaften oder Ölkonzernen gesetzt hatte, verzeichnete im März 2020 teilweise heftigste Kursverluste – und im weiteren Jahresverlauf natürlich Dividendenstreichungen und Dividendenkürzungen. Denn die genannten Sektoren gerieten zu Beginn der Corona-Krise mit am heftigsten unter Druck. Mittlerweile geht es zum Glück so gut wie überall wieder aufwärts und in einigen Branchen laufen die Geschäfte besser denn je. Trotzdem sollten Anleger eines beachten: Aktien von Unternehmen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – eher auf dem absteigenden Ast befinden, bezahlen (aufgrund eines niedrigen Aktienkurses) oftmals eine vergleichsweise hohe Dividende. Bei einer richtigen Krise ist die Dividende dann meist der erste Ansatzpunkt für Kürzungen oder Streichungen. Völlig in Ordnung ist es hingegen, wenn solide Unternehmen – wie beispielsweise Swiss Re und BASF – ein einzelnes schwaches Jahr wie 2020 mit einer Ausschüttung aus der Substanz überbrücken – vorausgesetzt die Geschäftsaussichten insgesamt haben sich nach dem Einbruch wieder aufgehellt. So lassen sich auch im Jahr 2022 und darüber hinaus erstklassige Aktien mit attraktiven Dividendenrenditen finden – zum Beispiel die drei vorgestellten Unternehmen.

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