Die besten Divideden-Aktien Europas | Online-Broker LYNX

In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen sind Dividenden-Titel besonders attraktiv. Doch es kommt nicht nur allein auf die Rendite, sondern – und das gilt vor allem in Krisen-Zeiten wie der Corona-Pandemie – auch auf Stabilität und Nachhaltigkeit an. Daher haben wir recherchiert, um für Sie die besten Dividenden-Aktien Europas für 2021 und darüber hinaus zu finden.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich grosser Beliebtheit

Die Dividendensaison 2021 ist zwar schon vorbei, aber trotzdem lohnt es sich einen Blick auf Unternehmen zu werfen, die auch im kommenden Jahr mit den stabilsten und höchsten Ausschüttungen glänzen könnten. Denn nach der Dividendensaison ist bekanntlich vor der Dividendensaison.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich unter Investoren nicht nur rund um die Termine der Hauptversammlungen immer grösserer Beliebtheit. In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen werfen Zinspapiere wie Anleihen kaum etwas ab oder haben sogar Minuszinsen. Für zehnjährige deutsche Staatspapiere liegt die Rendite aktuell bei -0,13 % Kupon pro Jahr. Wer nicht draufzahlen möchte, benötigt renditeträchtigere Alternativen. Die Auswahl ist nicht allzu gross. Börsennotierte Konzerne sind auf jeden Fall einen Blick wert. Sie zahlen zumeist sogar höhere Dividenden für ihre Aktien als Zinsen für langlaufende Unternehmensanleihen.

Dividenden nach dem Corona-Einbruch wieder im Aufwärtstrend

Bis zum Corona-Einbruch waren die Unternehmen dank guter Geschäfte und mangels lukrativer Parkmöglichkeiten für freie Mittel jahrelang in Ausschüttungslaune. So gab es bis zum Jahr 2019 eine Reihe von Dividenden-Rekorden, allein für den DAX wurden im Jahr vor der Corona-Pandemie rund 38 Mrd. Euro ausgeschüttet. Doch obwohl die Geschäfte auch 2019 meist sehr ordentlich liefen, traten die Unternehmen ab Anfang 2020 in Sachen Dividenden stark aufs Bremspedal. Die weltweite Covid-19 Pandemie machte die Dividendenhoffnungen vieler Anleger im letzten Jahr abrupt zunichte und es kam reihenweise zu Dividendenkürzungen oder Dividendenstreichungen. Auch etliche DAX-Konzerne nahmen schmerzhafte Kürzungen der Ausschüttung vor. Doch nachdem die Gewinne der meisten Konzerne weniger stark belastet wurden als befürchtet, sind die Gewinnbeteiligungen für Aktionäre bereits wieder im Aufwärtstrend. Für 2021 sehen die Dividenden-Aussichten bei vielen Werten wieder recht freundlich aus. Trotzdem kommt es für Dividendenjäger auf die richtige Auswahl der Aktien an.

In Dividendenwerte zu investieren lohnt sich

Wird der DAX-Performance-Index, also der „DAX“, mit dem weniger bekannten DAX-Kursindex (kurz K-DAX) verglichen, so wird offenbar, welch hohen Einfluss Dividenden auf den langfristigen Vermögensaufbau haben. Zur Berechnung eines Performance-Index wird nicht nur die Kursentwicklung der enthaltenen Werte herangezogen, sondern es wird auch die Dividendenausschüttung berücksichtigt und rechnerisch in den Index „reinvestiert“. Deshalb zeigt der Vergleich der beiden Indizes, welchen Anteil Dividenden an der Gesamtrendite haben. Während der K-DAX Anfang Oktober 2021 bei etwa 6.400 Zählern stand, notierte der DAX-Performance-Index bei 15.200 Punkten. Mit der Reinvestition von Dividenden konnte in den vergangenen 34 Jahren also deutlich mehr als das Doppelte der reinen Kursentwicklung verdient werden, denn beide Indizes waren 1987 mit 1.000 Punkten gestartet. Eine Dividendenstrategie, bei der auf besonders hohe Renditen geachtet wird, vergrössert diesen Effekt entsprechend und macht langfristig einen enormen Unterschied.

Bevorzugen Sie die Aktien dividendenstarker Grosskonzerne

Als Dividenden-Titel besonders attraktiv sind Wertpapiere von Grossunternehmen, die ein stabiles Geschäftsmodell, vorhersehbare Gewinne und einen soliden Cashflow vorweisen können, so dass regelmässig ein grösserer Teil des Überschusses an die Anleger ausbezahlt werden kann. Es sollte sich bei den Dividenden Aktien um stabile Standardwerte handeln, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Versorger und Basiskonsumgüterhersteller, aber auch Firmen aus anderen Branchen wie Finanzen, Industrie und Energie. Dividendenstarke Aktien sind zudem oftmals konjunkturresistenter als Wachstumsaktien, da die Vorhersehbarkeit der Gewinne grösser ist. Das Wachstum hingegen fällt häufig moderater aus.

Auf was Sie bei Dividendenaktien noch achten sollten

Historisch gesehen unterliegen Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, geringeren Kursschwankungen als der allgemeine Aktienmarkt, was sich im Falle von Markteinbrüchen als sehr vorteilhaft erweisen kann. Dabei sind in akuten Krisenzeiten (wie z.B. 2008 in der Finanzkrise oder zuletzt in der Corona-Krise) vor allem finanzstarke Grossunternehmen deutlich weniger pleitegefährdet als Small- und Midcaps. Denn grossen Konzernen fällt es auch in schweren Zeiten leichter, an Kapital zu kommen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Geschäftsaussichten des Unternehmens. Sind diese negativ, so drohen für die Folgejahre Dividendenkürzungen oder gar Dividendenstreichungen. Investoren sollten zudem unbedingt prüfen, ob die Ausschüttungen an der Substanz des Unternehmens zehren. Der operative Gewinn je Aktie sollte daher in der Regel grösser sein als die Dividende und so eine tatsächlich hohe Ertragskraft belegen.

Mehr zu Dividenden-Aktien

Falls Sie sich auf dem deutschen Aktienmarkt umsehen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren aktuellen Artikel: Die 15 besten Dividenden-Aktien Deutschlands.
Für Dividendenaktien weltweit können Sie folgenden Artikel lesen: Die besten Dividenden-Aktien weltweit

ETF mit den 30 höchsten Dividendenrenditen in Europa

Besonders attraktiv sind unter den Standardwerten Dividenden-Titel, deren Ausschüttungen seit Jahren steigen oder die zumindest zuverlässig stabil sind. Es gibt auch einen ETF der sich auf europäische Dividendentitel spezialisiert hat: Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF bildet die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus der Eurozone ab. Weitere Ideen für ETFs finden Sie in unserem Bereich ETF der Woche, in welchem wir Ihnen regelmässig interessante ETFs vorstellen.

Die besten Dividenden-Aktien Europas 2021

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien Liste von zehn europäischen Dividenden-Aktien für 2021. Drei dieser Dividendenwerte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Dividenden Aktien Liste Europa:

Dividenden Aktie EuropaISINSymbolWährungDividendenrendite 2021
BASFDE000BASF111BASEUR5.20%
Banco SantanderES0113900J37BSD2EUR3.70%
BayerDE000BAY0017BAYNEUR4.40%
Deutsche TelekomDE0005557508DTEEUR3.90%
EniIT0003132476ENIEUR5.60%
Münchener RückDE0008430026MUV2EUR4.20%
NovartisCH0012005267NOVNCHF3.90%
SanofiFR0000120578SANEUR3.80%
Swiss ReCH0126881561SRENCHF7.30%
TotalFR0000120271FPEUR6.10%

Mit diesen europäischen Dividenden Aktien können Sie hohe Dividendenrenditen erzielen.

Sanofi: Dividende 27 Jahre in Folge erhöht

Sanofi (ISIN: FR0000120578 – Symbol: SAN – Währung: EUR) ist ein weltweit tätiger französischer Pharmakonzern, der 2004 durch Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis entstand. Mit den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf, Diabetes, Thrombose, Schilddrüse und Zentrales Nervensystem sowie Generika und Impfstoffen deckt man ein weites Tätigkeitsspektrum an. Der Hauptfokus liegt dabei in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Arzneien für seltene oder immunologische Erkrankungen. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich mehr als 6 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung.

Aussichtsreicher Covid-19 Impfstoff in entscheidender Phase-3

Auch dem neuartigen Coronavirus hat das Unternehmen den Kampf angesagt. Wie zahlreiche kleinere und grössere internationale Pharmakonzerne sucht Sanofi nach Medikamenten oder einem Impfstoff gegen den Virus Sars-Cov-2. Vor allem in Sachen Impfstoff, den man zusammen mit dem britischen Konkurrenten Glaxosmithkline entwickelt, ist man trotz ein paar Verzögerungen weiterhin zuversichtlich, was die Zulassung angeht – auch wenn Konkurrenten bereits Impfstoffe auf dem Markt haben. Laut Vorstandschef Paul Hudson will Sanofi seinen Impfstoff auf jeden Fall im Jahr 2021 auf den Markt bringen und steht dazu in engem Kontakt mit Zulassungsbehörden. Letzten Informationen zufolge befindet sich der Impfstoff aktuell in der entscheidenden Phase-3-Studie und könnte frühestens im Dezember verfügbar sein. Möglicherweise gibt es also schon bald eine weitere Alternative für Impfwillige oder für Auffrischungsimpfungen. Die Entwicklung eines weiteren Covid-Impfstoffs auf mRNA-Basis hingegen, wurde trotz positiver erster Studienergebnisse eingestellt. Der Vorsprung von BioNTech und Moderna war dem Unternehmen zu gross.

Moderates Umsatz- und Gewinnwachstum

In den letzten drei Jahren stagnierten die Umsätze und bereinigten Gewinne unterm Strich, was jedoch vor allem am Corona-bedingt schwachen Jahr 2020 lag.

Im Jahr 2020 erzielte Sanofi ein Umsatzwachstum von +3 % auf 36 Mrd. EUR und ein Gewinnwachstum um +9,2 % auf 5,86 EUR je Aktie. Für 2021 wird von Analysten mit einer leichten Umsatzsteigerung auf ca. 38,2 Mrd. EUR gerechnet, die Gewinne sollen dabei um ca. +9 % auf 6,39 EUR je Aktie zulegen. Positiv hervorzuheben ist die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens in Höhe von 56 %.

Europäischer Dividendenaristokrat

Aufgrund der hohen Finanzkraft kann es sich das Unternehmen leisten, eine Dividende auszuschütten, die sogar über dem Gewinn pro Aktie liegt. Mit einer Dividende von aktuell 3,20 Euro steigerte Sanofi die Gewinnausschüttung mittlerweile sage und schreibe 27-mal in Folge und gilt damit seit kurzem als sogenannter „Dividenden-Aristokrat“. Es gibt nur wenige Unternehmen, denen es gelingt ihre Dividendenausschüttung an Investoren ähnlich kontinuierlich zu steigern. Ab 25 aufeinander folgenden Jahren mit Dividenden-Erhöhungen wird Unternehmen daher das Prädikat Dividenden-Aristokrat verliehen. Um in den Dividendenadel aufgenommen zu werden, genügt es nicht über einige Jahre hinweg eine gute Geschäftsentwicklung zu haben. Da ein Zeitraum von 25 Jahren auch Krisen und Rezessionen umfasst gibt die Betrachtung Aufschluss über die Fähigkeit eines Unternehmens auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich zu wirtschaften und seine Aktionäre daran zu beteiligen. In diesen elitären Klub ist Sanofi vorgestossen.

3,8 % Dividendenrendite, Kontinuität und Zuverlässigkeit

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung Sanofi Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Die Aussichten für Dividendenjäger sind bei Sanofi auch in den aktuellen Krisenzeiten besonders gut: Denn wenn in Zeiten des Corona-Virus in einen Bereich investiert wird, dann in den Gesundheitsbereich. Sanofi kann zwar nicht unbedingt mit hohen Wachstumsraten glänzen, bietet dafür aber neben grundsoliden Geschäftsaussichten auch eine attraktive Dividendenauszahlung. Die Rendite belegt mit 3,8 % zwar keinen Spitzenplatz unter den Dividendenzahlern, aber dafür bekommen Anleger Kontinuität und Zuverlässigkeit. Mit aktuell 84,00 Euro befindet sich die Aktie aus mittelfristiger Sicht in Reichweite der Allzeithochs aus dem Jahr 2015 bei ca. 100 Euro. Der Wert eignet sich hervorragend für konservative Anleger.

Swiss Re: Trotz Corona gute Geschäftsaussichten beim Schweizer Rückversicherungskonzern

Die Swiss Re (ISIN: CH0126881561 – Symbol: SREN – Währung: CHF) mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, ist nach der Munich Re das weltweit zweitgrösste Rückversicherungsunternehmen. Das Unternehmen fokussiert sich dabei vor allem auf das Sachversicherungs- und das Lebensversicherungsgeschäft. Im vergangenen Geschäftsjahr 2020 wurde zwar Corona-bedingt ein Verlust geschrieben, Ausblick und Dividende überzeugen trotzdem.

Corona-Krise belastet das Rückversicherungsgeschäft im Jahr 2020

Das Rückversicherungsgeschäft verlief zuletzt eher durchwachsen. Zu den üblichen Naturkatastrophen wie Waldbränden, Überschwemmungen, Hurrikanen und Taifunen kamen zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie hinzu, z.B. die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele oder Auszahlungen für Betriebsunterbrechungen von Unternehmen. Das Unternehmen beziffert die Corona-bedingten Kosten im Jahr 2020 auf ca. 3,9 Mrd. USD. Ohne diese Belastungen wäre laut Unternehmen statt dem Verlust in Höhe von 0,9 Mrd. USD ein Gewinn in Höhe von 2,2 Mrd. USD angefallen. Aufgrund der hohen Finanzreserven in Höhe von 27 Mrd. USD und einem sehr positiven Geschäftsausblick rüttelte der Vorstand nicht an der Dividende in Höhe von 5,90 CHF je Aktie.

Nach der Corona-Krise trübt Hurrikan Ida den positiven Ausblick

Wir sind für 2021 zuversichtlich, denn die Covid-19-Schäden liegen grösstenteils hinter uns“, sagte Konzernchef Mumenthaler Anfang 2021. Positiv stimmten den Vorsitzenden der Geschäftsleitung vor allem die steigenden Prämien, die zuletzt beispielsweise bei Schadensversicherungen im Schnitt um +6,5 % erhöht werden konnten. Im ersten Halbjahr 2021 liefen die Geschäfte dann auch glänzend. Der Konzerngewinn lag bei 1 Mrd. USD und hätte ohne Covid-19-Schäden sogar 1,7 Mrd. USD betragen, verglichen mit 0,9 Mrd. USD in der Vorjahresperiode. Im zweiten Halbjahr dürfte allerdings vor allem Hurrikan Ida spürbar aufs Ergebnis drücken. Das Unternehmen schätzt die eigene Schadensbelastung auf rund 750 Mio. USD. Auch die Schäden der Juli-Unwetter in Europa dürften sich mit ca. 500 Mio. USD bemerkbar machen.

Bis 2019 wurde die Dividende sechs Jahre stetig bis auf 5,90 CHF (5,50 EUR) erhöht. Die Ausschüttung für das Jahr 2020 wurde erneut auf diesen Betrag festgelegt und Mitte April ausgeschüttet. Bei Swiss Re wurde die Dividende damit vorübergehend aus der Substanz bezahlt, was durch die hohen Überschussreserven möglich war. Dadurch sollten die Aktionäre zumindest teilweise für das im Jahr 2020 Corona-bedingt heruntergefahrene Aktienrückkaufprogramm „entschädigt“ werden.

Analysten erwarten, dass die offensive Ausschüttungspolitik des Managements auch in Zukunft beibehalten wird. Für 2021 sollte es im kommenden Jahr 2022 trotz der zahlreichen Unwetterschäden zumindest eine stabile Dividende geben.

Starke Rendite von 7,3%

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 75 Euro und einer Dividende von umgerechnet 5,50 Euro beträgt die Dividendenrendite von Swiss Re aktuell starke 7,3 %. Die Vielzahl von Naturkatastrophen und Krisen wirkt sich für Rückversicherungsunternehmen nicht nur negativ aus. Im Gegenteil, denn vor allem das Neugeschäft fällt nach Jahren mit überdurchschnittlichen Schäden erfahrungsgemäss deutlich höher aus, denn hohe Schäden steigern die Nachfrage und Preise von Rückversicherungen. Marktexperten rechnen damit, dass der Rückversicherungsmarkt für Naturkatastrophen in den nächsten vier Jahren von derzeit 30 Mrd. USD auf mehr als 40 Mrd. USD anschwellen wird. Davon dürfte auch die Swiss Re in Form von steigenden Einnahmen profitieren. Wenn sich die versicherten Corona-Schäden sowie Naturkatastrophen in der kommenden Zeit einigermassen im Rahmen halten, stehen die Aussichten, dass auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich starke Dividenden gezahlt werden, bestens.

Einstiegschance für Anleger mit Dividendenfokus

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung Swiss Re Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Die Swiss Re-Aktie erreichte Anfang 2020 ein neues 10-Jahres-Hoch von 117,05 CHF (109 EUR), bevor die Corona-Krise zu einer zwischenzeitlichen Kurshalbierung auf 53 CHF (49 EUR) führte. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder auf rund 80 CHF (75 EUR) erholt. Die aus unserer Sicht relativ moderat bewertete Aktie der Swiss Re eignet sich trotz der Corona-Krise und zunehmenden Naturkatastrophen für Anleger, die von der meist hohen Ertragskraft des Rückversicherungsunternehmens profitieren wollen. In einzelnen Jahren schwankt der Gewinn zwar aufgrund von grösseren Schadensereignissen wie der Corona-Krise oder besonders starken Hurrikanen, aber dank der Kapitalpolster und der hohen Gewinne des Konzerns in normalen Zeiten werden die branchenspezifischen Geschäftsrisiken mittel- und langfristig sehr gut abgefedert. Das aktuelle Kursniveau könnte weiterhin eine interessante Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Anleger bieten. Das Potenzial für Aktienkurssteigerungen ist bei Rückversicherungsaktien im Vergleich zu Werten aus anderen Branchen aber meist eher moderat.

BASF SE: Weltgrösster Chemiekonzern

Der weltgrösste Chemiekonzern BASF SE (ISIN: DE000BASF111 – Symbol: BAS – Währung: EUR) mit Sitz in Ludwigshafen ist mit mehr als 122.000 Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern vertreten und betreibt knapp 400 Produktionsstandorte für Chemikalien. Das im Jahr 1865 als Badische Anilin & Soda-Fabrik gegründete Unternehmen produzierte ursprünglich Färbemittel für die Textilbranche, später Ammoniak, Düngemittel und Filmmaterial sowie Magnetbänder beispielsweise für Video- bzw. Hörkassetten. Heute werden vor allem Industrie- und Textilchemikalien, Kunststoffe und Veredelungsprodukte hergestellt. Aber auch Reinigungs- und Pflanzenschutzmittel sowie Nahrungsergänzungsprodukte zählen zum breiten Produktportfolio des Unternehmens.

Nach der Corona-Krise steigen Umsätze und Gewinne

Im vergangenen Jahr 2020 wirkte sich auch bei BASF vor allem die Corona-Krise belastend aus. Das Unternehmen erwirtschaftete zwar einen im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz von 59 Mrd. EUR, musste allerdings ein negatives Ergebnis je Aktie in Höhe von -1,51 EUR (2019: 9,17 EUR) verbuchen. Die Geschäftsergebnisse fielen damit jedoch bei weitem nicht so schlimm aus wie erwartet und übertrafen die Analystenerwartungen deutlich. Vor allem im zweiten Halbjahr verlieft die Geschäftsentwicklung sehr erfreulich. Auch der Ausblick überzeugt. Im Jahr 2021 sollen die Umsätze Analysten zufolge um starke +26 % auf 74,5 Mrd. EUR steigen und auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll sich von 3,6 Mrd. EUR auf 7,6 Mrd. EUR verdoppeln. Das Ergebnis je Aktie soll bereits wieder bei 6,35 Euro liegen. Für das kommende Jahr 2022 erwarten die Marktexperten dann allerdings einen moderaten Umsatzrückgang auf 72,6 Mrd. EUR und auch ein etwas schwächeres Ergebnis pro Aktie von 5,66 EUR.

Dividendenerhöhungen für 2021 erwartet

Der BASF-Konzern erhöhte seine Dividende seit dem Jahr 2010 stetig von 1,70 Euro je Aktie auf 3,30 Euro im Ausschüttungsjahr 2020. Bis dahin wurde die Dividende zuletzt acht Mal in Folge um 10 Cent erhöht, da es ausdrücklich zur Dividendenpolitik des Managements gehört, die Dividende möglichst jährlich zu steigern. Für das vergangene Corona-Jahr hätte eine Dividendensteigerung durch das Negativ-Ergebnis allerdings kaum gerechtfertigt werden können und so entschied man sich für eine stabile Auszahlung in Höhe von 3,30 EUR, die aus den Rücklagen getätigt wurde. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 64 Euro liegt die Dividendenrendite damit bei attraktiven 5,2 %. Verläuft die Geschäftsentwicklung zum Jahresende hin erwartungsgemäss positiv, so dürfte die Dividende im kommenden Jahr 2022 wieder gesteigert werden, möglicherweise sogar deutlich um 20 oder 30 Cent.

Spekulatives Investment für Dividendenjäger

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Kursentwicklung BASF Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Für etwas spekulativere Einkommensinvestoren mit Dividendenfokus ist BASF definitiv einen Blick wert. Nach einer Schwächephase in den letzten Jahren inklusive Corona-Krise ging es im Jahr 2021 bei Umsatz und Gewinn wieder aufwärts. Die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dividendenpapier gemausert, was aber natürlich auch an der vergleichsweise mässigen Aktienkursentwicklung liegt. Nun schaut es so aus als hätte BASF die Kurve bekommen, so dass Anleger 2021 und darüber hinaus mit ordentlichen Dividenden rechnen können.

Fazit: Eine hohe Dividende ist nicht alles

Im vergangenen Jahr 2020 hat sich gezeigt, dass auch hohe Dividendenrenditen ihre Tücken haben können. Wer beispielsweise auf die seit Jahren stabilen, relativ hohen Renditen von Automobilherstellern, Reiseanbietern, Fluggesellschaften oder Ölkonzernen gesetzt hatte, verzeichnete im März 2020 teilweise heftigste Kursverluste – und im weiteren Jahresverlauf natürlich Dividendenstreichungen und Dividendenkürzungen. Denn die genannten Sektoren gerieten zu Beginn der Corona-Krise mit am heftigsten unter Druck. Mittlerweile geht es zum Glück fast überall wieder aufwärts und in einigen Branchen laufen die Geschäfte besser denn je. Trotzdem sollten Anleger eines beachten: Aktien von Unternehmen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – eher auf dem absteigenden Ast befinden, bezahlen (aufgrund eines niedrigen Aktienkurses) oftmals eine vergleichsweise hohe Dividende. Bei einer richtigen Krise ist die Dividende dann meist der erste Ansatzpunkt für Kürzungen oder Streichungen. Völlig in Ordnung ist es hingegen, wenn solide Unternehmen – wie beispielsweise Swiss Re und BASF – ein einzelnes schwaches Jahr wie 2020 mit einer Ausschüttung aus der Substanz überbrücken – vorausgesetzt die Geschäftsaussichten insgesamt haben sich nach dem Einbruch wieder aufgehellt. So lassen sich auch im Jahr 2021 und darüber hinaus erstklassige Aktien mit attraktiven Dividendenrenditen finden – zum Beispiel die drei vorgestellten Unternehmen.

Noch mehr Dividenden Aktien

Sie möchten in europäische Dividenden-Aktien investieren?

Als Aktien-Broker bieten wir Ihnen den Börsenhandel der vorgestellten europäischen Dividendenperlen direkt an den Heimatbörsen der Unternehmen an. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und engen Spreads.

Über den Online-Broker LYNX profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von einem ausgezeichneten Angebot, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Wendelin Probst
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.