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In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen sind Dividenden-Titel besonders attraktiv. Doch es kommt nicht nur allein auf die Rendite, sondern – und das gilt vor allem auch in Zeiten des Corona-Virus – auch auf Stabilität und Nachhaltigkeit an. Daher haben wir recherchiert, um für Sie die besten Dividenden-Aktien Europas zu finden.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich grosser Beliebtheit

Die Dividendensaison 2021 hat gerade begonnen, deshalb lohnt es sich einen Blick auf Unternehmen zu werfen, die auch dieses Jahr mit den stabilsten und höchsten Ausschüttungen glänzen könnten. Dividendenstarke Aktien erfreuen sich unter Investoren besonders um die Termine der Hauptversammlungen immer grösserer Beliebtheit. In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen werfen Zinspapiere wie Anleihen kaum etwas ab oder haben sogar Minuszinsen. Für zehnjährige deutsche Staatspapiere liegt die Rendite aktuell bei -0,34% Kupon pro Jahr. Wer nicht draufzahlen möchte, benötigt renditeträchtigere Alternativen. Die Auswahl ist nicht allzu gross. Börsennotierte Konzerne sind auf jeden Fall einen Blick wert. Sie zahlen zumeist sogar höhere Dividenden für ihre Aktien als Zinsen für langlaufende Unternehmensanleihen.

Corona-Krise führt nach Rekordjahr zu Dividendenkürzungen und -streichungen

In den letzten Jahren waren die Unternehmen dank guter Geschäfte und mangels lukrativer Parkmöglichkeiten für freie Mittel in Ausschüttungslaune. So gab es zuletzt im Jahr 2019 einen weiteren Dividenden-Rekord, allein für den DAX wurden rund 38 Mrd. Euro ausgeschüttet. Da die Geschäfte auch 2019 meist sehr ordentlich liefen, wurden auch für das vergangene Jahr dicke Dividenden erwartet. Bis die Corona-Krise kam. Die weltweite Covid-19 Pandemie machte die Dividendenhoffnungen vieler Anleger im letzten Jahr zunichte und es kam reihenweise zu Dividendenkürzungen oder -streichungen. Auch etliche DAX-Konzerne nahmen schmerzhafte Kürzungen der Ausschüttung vor. Für 2021 sehen die Dividenden-Aussichten bei vielen Werten wieder recht freundlich aus. Trotzdem kommt es für Dividendenjäger auf die richtige Auswahl der Aktien an.

In Dividendenwerte zu investieren lohnt sich

Wird der DAX-Performance-Index, also der „DAX“, mit dem weniger bekannten DAX-Kursindex (kurz K-DAX) verglichen, so wird offenbar, welch hohen Einfluss Dividenden auf den langfristigen Vermögensaufbau haben. Zur Berechnung eines Performance-Index wird nicht nur die Kursentwicklung der enthaltenen Werte herangezogen, sondern es wird auch die Dividendenausschüttung berücksichtigt und rechnerisch in den Index „reinvestiert“. Deshalb zeigt der Vergleich der beiden Indizes, welchen Anteil Dividenden an der Gesamtrendite haben. Während der K-DAX Mitte März 2021 bei etwa 6.300 Zählern stand, notierte der DAX-Performance-Index bei 14.500 Punkten. Wer Dividenden reinvestiert hat, konnte in den vergangenen 33 Jahren also deutlich mehr als das Doppelte verdienen, denn beide Indizes waren 1987 mit 1.000 Punkten gestartet. Eine Dividendenstrategie, bei der auf besonders hohe Renditen geachtet wird, vergrössert diesen Effekt entsprechend und macht langfristig einen enormen Unterschied.

Bevorzugen Sie die Aktien dividendenstarker Grosskonzerne

Als Dividenden-Titel besonders attraktiv sind Papiere von Grossunternehmen, die ein stabiles Geschäftsmodell, vorhersehbare Gewinne und einen soliden Cashflow vorweisen können, so dass regelmässig ein grösserer Teil des Überschusses an die Anleger ausbezahlt werden kann. Es sollte sich bei den Dividenden Aktien um stabile Standardwerte handeln, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Versorger und Basiskonsumgüterhersteller, aber auch Firmen aus anderen Branchen wie Finanzen, Industrie und Energie. Dividendenstarke Aktien sind zudem oftmals konjunkturresistenter als Wachstumsaktien, da die Vorhersehbarkeit der Gewinne grösser ist. Das Wachstum hingegen fällt häufig moderater aus.

Auf was Sie bei Dividendenaktien noch achten sollten

Historisch gesehen unterliegen Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, geringeren Kursschwankungen als der allgemeine Aktienmarkt, was sich im Falle von Markteinbrüchen als sehr vorteilhaft erweisen kann. Dabei sind in akuten Krisenzeiten (wie z.B. 2008 in der Finanzkrise) vor allem finanzstarke Grossunternehmen deutlich weniger pleitegefährdet als Small- und Midcaps. Denn grossen Konzernen fällt es auch in schweren Zeiten leichter, an Kapital zu kommen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Geschäftsaussichten des Unternehmens. Sind diese negativ, so drohen für die Folgejahre Dividendenkürzungen oder gar -streichungen. Investoren sollten zudem unbedingt prüfen, ob die Ausschüttungen an der Substanz des Unternehmens zehren. Der operative Gewinn je Aktie sollte daher in der Regel grösser sein als die Dividende und so eine tatsächlich hohe Ertragskraft belegen.

Falls Sie sich auf dem deutschen Aktienmarkt umsehen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren aktuellen Artikel: Die 15 besten Dividenden-Aktien Deutschlands.
Für Dividendenaktien weltweit können Sie folgenden Artikel lesen: Die besten Dividenden-Aktien weltweit

ETF mit den 30 höchsten Dividendenrenditen in Europa

Besonders attraktiv sind unter den Standardwerten Dividenden-Titel, deren Ausschüttungen seit Jahren steigen oder die zumindest zuverlässig stabil sind. Es gibt auch einen ETF der sich auf europäische Dividendentitel spezialisiert hat: Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF bildet die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus der Eurozone ab. Weitere Ideen für ETFs finden Sie in unserem Bereich ETF der Woche, in welchem wir Ihnen regelmässig interessante ETFs vorstellen.

Die besten Dividenden-Aktien Europas 2021

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien Liste von zehn europäischen Dividenden-Aktien für 2021. Drei dieser Dividendenwerte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Dividenden Aktien Liste Europa:

Dividenden Aktie EuropaISINSymbolWährungDividendenrendite 2021
BASFDE000BASF111BASEUR4.60%
Banco SantanderES0113900J37BSD2EUR4.00%
BayerDE000BAY0017BAYNEUR3.80%
Deutsche TelekomDE0005557508DTEEUR3.60%
EniIT0003132476ENIEUR5.70%
Münchener RückDE0008430026MUV2EUR3.70%
NovartisCH0012005267NOVNCHF3.50%
SanofiFR0000120578SANEUR3.90%
Swiss ReCH0126881561SRENCHF6.20%
TotalFR0000120271FPEUR6.40%

Mit diesen europäischen Dividenden Aktien können Sie hohe Dividendenrenditen erzielen.

Sanofi: Dividende 27 Jahre in Folge erhöht

Sanofi (ISIN: FR0000120578 – Symbol: SAN – Währung: EUR) ist ein weltweit tätiger französischer Pharmakonzern, der 2004 durch Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis entstand. Mit den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf, Diabetes, Thrombose, Schilddrüse und Zentrales Nervensystem sowie Generika und Impfstoffen deckt man ein weites Tätigkeitsspektrum an. Der Hauptfokus liegt dabei in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Arzneien für seltene oder immunologische Erkrankungen. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich mehr als 6 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung.

Aussichtsreicher Covid-19 Impfstoff in der Pipeline

Auch dem neuartigen Coronavirus hat das Unternehmen den Kampf angesagt. Wie zahlreiche kleinere und grössere internationale Pharmakonzerne sucht Sanofi nach Medikamenten oder einem Impfstoff gegen den Virus Sars-Cov-2. Vor allem in Sachen Impfstoff, den man zusammen mit dem britischen Konkurrenten Glaxosmithkline entwickelt, ist man trotz ein paar Verzögerungen weiterhin zuversichtlich, was die Zulassung angeht – auch wenn Konkurrenten bereits Impfstoffe auf dem Markt haben. Laut Vorstandschef Paul Hudson will Sanofi seinen Impfstoff auf jeden Fall im Jahr 2021 auf den Markt bringen und steht dazu in engem Kontakt mit Zulassungsbehörden.

Moderates Umsatz- und Gewinnwachstum

In den letzten drei Jahren stagnierten die Umsätze und bereinigten Gewinne unterm Strich, was jedoch vor allem am Corona-bedingt schwachen Jahr 2020 liegt.

Im Jahr 2020 erzielte Sanofi ein Umsatzwachstum von +3 % auf 36 Mrd. EUR und ein Gewinnwachstum um +9,2 % auf 5,86 EUR je Aktie. Für 2021 wird von Analysten mit einer leichten Umsatzsteigerung auf ca. 37,5 Mrd. EUR gerechnet, die Gewinne sollen dabei um ca. +3 % auf 6,04 EUR je Aktie moderat zulegen. Positiv hervorzuheben ist die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens in Höhe von 55 %.

Europäischer Dividendenaristokrat

Aufgrund der hohen Finanzkraft kann es sich das Unternehmen leisten, eine Dividende auszuschütten, die sogar über dem Gewinn pro Aktie liegt. Mit einer Dividende von aktuell 3,20 Euro steigerte Sanofi die Gewinnausschüttung mittlerweile sage und schreibe 27-mal in Folge und gilt damit seit kurzem als sogenannter „Dividenden-Aristokrat“. Es gibt nur wenige Unternehmen, denen es gelingt ihre Dividendenausschüttung an Investoren ähnlich kontinuierlich zu steigern. Ab 25 aufeinander folgenden Jahren mit Dividenden-Erhöhungen wird Unternehmen daher das Prädikat Dividenden-Aristokrat verliehen. Um in den Dividendenadel aufgenommen zu werden, genügt es nicht über einige Jahre hinweg eine gute Geschäftsentwicklung zu haben. Da ein Zeitraum von 25 Jahren auch Krisen und Rezessionen umfasst gibt die Betrachtung Aufschluss über die Fähigkeit eines Unternehmens auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich zu wirtschaften und seine Aktionäre daran zu beteiligen. In diesen elitären Klub ist Sanofi vorgestossen.

3,9 % Dividendenrendite, Kontinuität und Zuverlässigkeit

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Entwicklung Sanofi Aktie von März 2018 bis März 2021 | Online Broker LYNX

Die Aussichten für Dividendenjäger sind bei Sanofi auch in den aktuellen Krisenzeiten besonders gut: Denn wenn in Zeiten des Corona-Virus in einem Bereich investiert wird, dann im Gesundheitsbereich. Sanofi kann zwar nicht unbedingt mit hohen Wachstumsraten glänzen, bietet dafür aber neben grundsoliden Geschäftsaussichten auch eine attraktive Dividendenauszahlung. Die Rendite belegt mit 3,9 % zwar keinen Spitzenplatz unter den Dividendenzahlern, aber dafür bekommen Anleger Kontinuität und Zuverlässigkeit. Mit aktuell 82,50 Euro befindet sich die Aktie aus mittelfristiger Sicht in Reichweite der Allzeithochs aus dem Jahr 2015 bei ca. 100 Euro. Der Wert eignet sich hervorragend für konservative Anleger.

Swiss Re: Trotz Corona gute Geschäftsaussichten beim Schweizer Rückversicherungskonzern

Die Swiss Re (ISIN: CH0126881561 – Symbol: SREN – Währung: CHF) mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, ist nach der Munich Re das weltweit zweitgrösste Rückversicherungsunternehmen. Das Unternehmen fokussiert sich dabei vor allem auf das Sachversicherungs- und das Lebensversicherungsgeschäft. Im vergangenen Geschäftsjahr 2020 wurde zwar Corona-bedingt ein Verlust geschrieben, Ausblick und Dividende überzeugen trotzdem.

Corona-Krise belastet das Rückversicherungsgeschäft im Jahr 2020

Das Rückversicherungsgeschäft verlief zuletzt eher durchwachsen. Zu den üblichen Naturkatastrophen wie Waldbränden, Überschwemmungen, Hurrikanen und Taifunen kamen zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie hinzu, z.B. die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele oder Auszahlungen für Betriebsunterbrechungen von Unternehmen. Das Unternehmen beziffert die Corona-bedingten Kosten im Jahr 2020 auf ca. 3,9 Mrd. USD. Ohne diese Belastungen wäre laut Unternehmen statt dem Verlust in Höhe von 0,9 Mrd. USD ein Gewinn in Höhe von 2,2 Mrd. USD angefallen. Aufgrund der hohen Finanzreserven in Höhe von 27 Mrd. USD und einem sehr positiven Geschäftsausblick rüttelte der Vorstand nicht an der Dividende in Höhe von 5,90 CHF je Aktie.

Keine Dividendenkürzung: Folgen der Corona-Krise aus Sicht der Swiss Re beherrschbar

Wir sind für 2021 zuversichtlich, denn die Covid-19-Schäden liegen grösstenteils hinter uns“, so Konzernchef Mumenthaler. Positiv stimmen vor allem die steigenden Prämien, die zuletzt beispielsweise bei Schadensversicherungen im Schnitt um +6,5 % erhöht werden konnten.

In den letzten sechs Jahren wurde die Dividende stetig erhöht. Nach 5,60 CHF (5,08 EUR) im Jahr 2018 war die Auszahlung für das Geschäftsjahr 2019 bereits vor der Corona-Krise auf 5,90 CHF (5,36 EUR) festgelegt worden. Die Ausschüttung für das vergangene Jahr wurde erneut auf diesen Betrag festgelegt, der Mitte April nach der Hauptversammlung ausgeschüttet werden soll. Bei Swiss Re wird die Dividende damit von der Substanz bezahlt, was durch die hohen Überschussreserven möglich ist. Dadurch sollen die Aktionäre zumindest teilweise für das im Jahr 2020 heruntergefahrene Aktienrückkaufprogramm „entschädigt“ werden.

Analysten erwarten, dass die offensive Ausschüttungspolitik des Managements auch in Zukunft beibehalten wird.

Starke Rendite von 6,5%

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 83 Euro und einer Dividende von umgerechnet 5,36 Euro beträgt die Dividendenrendite von Swiss Re aktuell starke 6,5 %. Die Vielzahl von Naturkatastrophen und Krisen wirkt sich für Rückversicherungsunternehmen nicht nur negativ aus. Im Gegenteil, denn vor allem das Neugeschäft fällt nach Jahren mit überdurchschnittlichen Schäden erfahrungsgemäss deutlich höher aus, denn hohe Schäden steigern die Nachfrage und Preise von Rückversicherungen. Marktexperten rechnen damit, dass der Rückversicherungsmarkt für Naturkatastrophen in den nächsten vier Jahren von derzeit 30 Mrd. USD auf mehr als 40 Mrd. USD anschwellen wird. Davon dürfte auch die Swiss Re in Form von steigenden Einnahmen profitieren. Wenn sich die versicherten Corona-Schäden sowie Naturkatastrophen einigermassen im Rahmen halten, stehen die Aussichten, dass auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich starke Dividenden gezahlt werden bestens.

Corona-Krise bietet Einstiegschance für Anleger mit Dividendenfokus

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Entwicklung Swiss Re Aktie von März 2018 bis März 2021 | Online Broker LYNX

Die Swiss Re-Aktie erreichte Anfang 2020 ein neues 10-Jahres-Hoch von 117,05 CHF (106 EUR), bevor die Corona-Krise zu einer zwischenzeitlichen Kurshalbierung auf 53 CHF (48 EUR) führte. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder auf rund 91 CHF (83 EUR) erholt. Die aus unserer Sicht relativ moderat bewertete Aktie der Swiss Re eignet sich trotz der Corona-Krise für Anleger, die von der meist hohen Ertragskraft des Rückversicherungsunternehmens profitieren wollen. In einzelnen Jahren schwankt der Gewinn zwar aufgrund von grösseren Schadensereignissen wie der Corona-Krise, aber dank der Kapitalpolster und der hohen Ertragskraft des Konzerns in normalen Zeiten werden die branchenspezifischen Geschäftsrisiken mittel- und langfristig sehr gut abgefedert. Das aktuelle Kursniveau könnte weiterhin eine interessante Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Anleger bieten. Das Potenzial für Aktienkurssteigerungen ist bei Rückversicherungsaktien im Vergleich zu Werten aus anderen Branchen aber meist eher moderat.

BASF SE: Weltgrösster Chemiekonzern

Der weltgrösste Chemiekonzern BASF SE (ISIN: DE000BASF111 – Symbol: BAS – Währung: EUR) mit Sitz in Ludwigshafen ist mit mehr als 122.000 Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern vertreten und betreibt knapp 400 Produktionsstandorte für Chemikalien. Das im Jahr 1865 als Badische Anilin & Soda-Fabrik gegründete Unternehmen produzierte ursprünglich Färbemittel für die Textilbranche, später Ammoniak, Düngemittel und Filmmaterial sowie Magnetbänder beispielsweise für Video- bzw. Hörkassetten. Heute werden vor allem Industrie- und Textilchemikalien, Kunststoffe und Veredelungsprodukte hergestellt. Aber auch Reinigungs- und Pflanzenschutzmittel sowie Nahrungsergänzungsprodukte zählen zum breiten Produktportfolio des Unternehmens.

Corona-Krise belastet die Geschäftsergebnisse

Im vergangenen Jahr 2020 wirkte sich auch bei BASF vor allem die Corona-Krise belastend aus. Das Unternehmen erwirtschaftete zwar einen im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz von 59 Mrd. EUR, musste allerdings ein negatives Ergebnis je Aktie in Höhe von -1,15 EUR (2019: 3,60 EUR) verbuchen. Die Geschäftsergebnisse fielen damit jedoch bei weitem nicht so schlimm aus wie erwartet und übertrafen die Analystenerwartungen deutlich. Vor allem im zweiten Halbjahr verlieft die Geschäftsentwicklung sehr erfreulich. Auch der Ausblick überzeugt. Im Jahr 2021 sollen die Umsätze wieder auf 61 bis 64 Mrd. EUR steigen und auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll deutlich von 3,6 Mrd. EUR auf 4,1 bis 5 Mrd. EUR zulegen

Stetige Dividendenerhöhungen seit 2010

Der BASF-Konzern erhöhte seine Dividende seit dem Jahr 2010 stetig von 1,70 Euro je Aktie auf 3,30 Euro im Ausschüttungsjahr 2020. Bis dahin wurde die Dividende zuletzt acht Mal in Folge um 10 Cent erhöht, da es ausdrücklich zur Dividendenpolitik des Managements gehört, die Dividende möglichst jährlich zu steigern. Für das vergangene Corona-Jahr hätte eine Dividendensteigerung trotz Negativ-Ergebnis allerdings kaum gerechtfertigt werden können und so entschied man sich für eine stabile Auszahlung in Höhe von 3,30 EUR, die aus den Rücklagen getätigt wird. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 70 Euro liegt die Dividendenrendite damit bei attraktiven 4,6 %. Verläuft die Geschäftsentwicklung erwartungsgemäss positiv, so dürfte die Dividende im kommenden Jahr 2022 wieder um 10 oder sogar 20 Cent gesteigert werden.

Spekulatives Investment für Dividendenjäger

Die besten Dividenden-Aktien Europas: Entwicklung BASF Aktie von März 2018 bis März 2021 | Online Broker LYNX

Für etwas spekulativere Einkommensinvestoren mit Dividendenfokus ist BASF definitiv einen Blick wert. Nach einer Schwächephase in den letzten Jahren inklusive Corona-Krise sollte es ab diesem Jahr bei Umsatz und Gewinn wieder aufwärts gehen. Die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dividendenpapier gemausert, was aber natürlich auch an einer vergleichsweise mässigen Aktienkursentwicklung liegt. Nun schaut es so aus als hätte BASF die Kurve bekommen, so dass Anleger 2021 und darüber hinaus mit ordentlichen Dividenden rechnen können.

Fazit: Eine hohe Dividende ist nicht alles

Im vergangenen Jahr 2020 hat sich gezeigt, dass auch hohe Dividendenrenditen ihre Tücken haben können. Wer beispielsweise auf die seit Jahren stabilen, relativ hohen Renditen von Automobilherstellern, Reiseanbietern, Fluggesellschaften oder Ölkonzernen gesetzt hatte, verzeichnete im März 2020 teilweise heftigste Kursverluste – und im weiteren Jahresverlauf natürlich Dividendenstreichungen und -kürzungen. Denn die genannten Sektoren gerieten im Zuge der Corona-Krise mit am heftigsten unter Druck. Mittlerweile geht es zum Glück in fast allen Branchen wieder aufwärts. Trotzdem sollten Anleger eines beachten: Aktien von Unternehmen, die sich eher auf dem absteigenden Ast befinden, bezahlen (aufgrund eines niedrigen Aktienkurses) oftmals eine vergleichsweise hohe Dividende. Bei einer Krise ist die Dividende dann meist der erste Ansatzpunkt für Kürzungen oder Streichungen. Völlig in Ordnung ist es hingegen, wenn Unternehmen – wie beispielsweise Swiss Re und BASF – ein einzelnes schwaches Jahr wie 2020 mit einer Ausschüttung aus der Substanz überbrücken – vorausgesetzt die Geschäftsaussichten insgesamt haben sich nach dem Einbruch wieder aufgehellt. So lassen sich auch im Jahr 2021 erstklassige Aktien mit attraktiven Dividendenrenditen finden, zum Beispiel die drei vorgestellten Unternehmen.

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