ATOSS Software Aktie Prognose Atoss Software: Ist das DIE Gelegenheit?

News: Aktuelle Analyse der ATOSS Software Aktie

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ATOSS Software
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Atoss Software ist ein langfristiger Outperformer, zuletzt aber gehörig unter die Räder gekommen. Zeit einzusteigen?

Atoss Software ist eines der führenden Unternehmen für Workforce Management.

Das Unternehmen liefert Software sowie Beratungslösungen für bedarfsgerechten Personaleinsatz. Das umfasst alle Themen, vom klassischen Arbeitszeitmanagement, Personaleinsatzplanung, HR Analytics und strategische Kapazitäts- und Bedarfsplanung – sowohl in der Cloud als auch vor Ort.

Wünschenswert

Das ist ein interessantes Betätigungsfeld und das gleich aus mehreren Gründen. Jedes Unternehmen ab einer gewissen Grösse benötigt Lösungen für das Personalmanagement und das dauerhaft.
Das führt für die Anbieter wie Atoss zu wiederkehrenden und planbaren Umsätzen.

Ferner ist das Geschäft mit Software und Cloud-Lösungen in der Regel margenstark und natürlich gut skalierbar.
Die Grenzkosten für jeden weiteren Kunden sind gering. Die Herausforderung liegt also vor allem in der Kundenakquise sowie ihrer Bindung.

Schaut man sich den Trackrecord an, scheint Atoss damit aber keine Probleme zu haben.
Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren von 33 auf 97 Mio. Euro nahezu verdreifacht werden.
Der Gewinn legte im selben Zeitraum von 0,72 auf 2,43 Euro je Aktie überproportional zu.

Wenn es läuft…

Unter dem Strich gab es kaum ein Jahr, in dem nicht auf allen Ebenen neue Rekorde eingefahren wurden.

Da das Geschäft nicht kapitalintensiv ist, konnte man die Expansion vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.
Kapitalerhöhungen waren nicht notwendig und Atoss hat eine saubere Bilanz.

Das Unternehmen konnte es sich sogar leisten, seit anderthalb Dekaden durchgängig eine Dividende auszuschütten.
Derzeit liegt die Dividendenrendite bei 1,40%.

Ausblick und Bewertung

Den meisten Lesern dürfte an dieser Stelle bereits klar sein, dass wir es mit einem massiven Outperformer zu tun haben.
Dennoch ist der Kurs seit dem Jahreswechsel von 225 auf aktuell 130 Euro gefallen. Genau das ist auch der Grund, warum wir die Lage gemeinsam sondieren.

Im ersten Halbjahr hat sich die starke Entwicklung fortgesetzt. Der Umsatz konnte um 17% auf 53,6 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze ist abermals gestiegen und kletterte um 33% auf 30,4 Mio. Euro.
Das EBIT konnte um 16% auf 13,9 Mio. Euro gesteigert werden.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt Atoss einen Umsatz von 110 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von über 25% in Aussicht.
Die Konsensschätzungen liegen bei einem Ergebnis von 2,40 Euro je Aktie.

Das bedeutet, dass in etwa ein Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt wird. Das dürfte vielen Anlegern nicht ausreichen und damit haben sie auch recht, vor allem mit Blick auf die Bewertung.

Man kann die Sache aber auch aus einer anderen Perspektive betrachten. Rückblickend konnte der Gewinn seit 2019 um nahezu die Hälfte gesteigert werden. In Summe sind das hervorragende Resultate.

Ähnlich sieht es für die langfristigen Ziele aus. Atoss erwartet in den kommenden Jahren ein Umsatzwachstum von 13-17% per annum, einen steigenden Anteil an wiederkehrenden Erlösen und eine EBIT-Marge von 25-30%.

Investment oder Trade?

Die Prognostiker erwarten 2023 bereits einen Gewinn von 3,00 Euro und im Folgejahr von 3,75 Euro je Aktie.
Das entspricht Gewinnsprüngen von jeweils über 20% und das rechtfertigt natürlich auch eine entsprechende Bewertung.

Leider ist die Bewertung hier der Knackpunkt. Aktuell liegt das KGVe bei 54,2. Das ist trotz aller der wünschenswerten Eigenschaften und der starken Perspektive zu viel.
Betrachtet man die Zeit vor dem Hype von 2020/2021, stellt man fest, dass das KGV meist zwischen 30 und 40 lag.

So bleibt einem disziplinierten Investor bedeuerlicherweise nur, auf günstigere Gelegenheiten zu warten.
Für Trader könnte das Fundament allerdings stark genug sein.

Chart vom 13.09.2022 – Kurs: 130,40 Kürzel: AOF - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.09.2022 – Kurs: 130,40 Kürzel: AOF – Wochenkerzen

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und hat abermals den Aufwärtstrend sowie die Unterstützungszone bei 120-125 Euro angesteuert.
Ausgehend von dieser Basis, könnte es jetzt zu einem abermaligen Aufwärtsimpuls in Richtung 135 oder 140 Euro kommen.

Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 142 Euro, käme es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 150 und 160 Euro.

Fällt die Aktie jedoch unter 120 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario muss mit weiteren Verlusten in Richtung 112 – 115 oder möglicherweise auch 95 – 100 Euro gerechnet werden.

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Vorherige Analysen der ATOSS Software Aktie

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Das sah gut aus, was ATOSS Software zum Wochenstart zeigte. Basis des Kursanstiegs war eine Halbjahresbilanz, die vorweisen konnte, wovon viele Unternehmen derzeit nur träumen können: Wachstum und stabile Margen. Doch noch ist die Aufwärtswende nicht „durch“.

Die im SDAX gelistete ATOSS Software ist ein Spezialist für Anwendungen im Bereich Arbeits- und Zeitmanagement. Offenkundig ein Bereich, der stark nachgefragt wird, wenn Unternehmen aufs Geld schauen müssen, denn ATOSS selbst, das war in der Meldung unübersehbar, ist mit der Entwicklung hochzufrieden. Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten um 17 Prozent zu, der operative Gewinn stieg um 16 Prozent, die Marge vor Steuern und Zinsen blieb mit 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Zugleich wurde die Gesamtjahresprognose bestätigt, in der ein Umsatzplus von 13 Prozent bei einer EBIT-Marge von 25 Prozent avisiert wurde.

Das klingt tadellos, aber da gibt es eine Achillesferse, wenn es um die Frage geht, ob dieses Zahlenwerk ausreicht, um ATOSS Software über die mittelfristig relevanten Widerstände in eine nachhaltige Aufwärtswende zu tragen: Die Aktie ist sogar jetzt, trotz des markanten Minus seit Jahresbeginn, noch eher hoch bewertet.

Expertenmeinung: Momentan gehen die Analysten zwar im Durchschnitt ihrer Schätzungen davon aus, dass ATOSS 2023 bis 2025 in etwa 25 Prozent pro Jahr mehr Gewinn erzielen wird. Und dann wäre ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von etwa 60, das momentan auf Basis der 2022er-Gewinnerwartung gilt, nur moderat zu hoch, 50 wären da angemessen. Aber wenn ATOSS in laufenden Jahr auf Basis der bestätigten Ausblicks nur knapp 15 Prozent mehr verdient, warum sollte das in den Folgejahren so deutlich mehr sein … und das auch noch konstant?  

Hinzu kommt, dass das durchschnittliche Kursziel der Analysten derzeit zwar bei 186 Euro liegt. Aber die beiden letzten Anpassungen des Ziels durch Analysten waren Senkungen. Und das höchste der Analysten-Kursziele (230 Euro) stammt noch aus dem Januar, als die Gesamtsituation eine andere war. So gesehen wäre es wohl sinnvoll, einer definitiven, mittelfristig relevanten Aufwärtswende nicht vorzugreifen.

Diese Wende wäre dann gelungen, wenn die ATOSS-Aktie die markante, durch den mittelfristigen Abwärtstrend verstärkte Widerstandszone 143,50 zu 159,60 Euro auf Schlusskursbasis bezwungen hätte. Die Käufer versuchen das zwar, aber in einem Umfeld wie derzeit und mit dieser Achillesferse in Form der recht hohen Bewertung können solche Versuche eben auch mal schiefgehen, daher: Besser auf echte, bullische Fakten warten!

ATOSS Software-Aktie: Chart vom 25.07.2022, Kurs 148,00 Euro, Kürzel AOF | Online Broker LYNX

Die Aktie von ATOSS Software wurde gestern nach ADVA der Top-Gewinner im SDAX. Auslöser dieses beeindruckenden Kurssprungs von 11,62 Prozent war die Vorlage der 2021er-Bilanz und des Ausblicks auf 2022. Ist das der Befreiungsschlag, ist der Weg nach oben frei?

Ein guter Ansatz dafür ist es zwar, aber bislang ist dieser, einer den ganzen Monat andauernden Abwärtsbewegung folgende Kurssprung nur eine scharfe Gegenreaktion. Sie sehen im Chart, dass die Aktie des Software-Spezialisten für Arbeitszeitmanagement nach der Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation in einer Zone gefangen ist, die auf der Oberseite durch die Zwischenhochs der Zeit zwischen Winter und Herbst 2021 sowie durch die Nackenlinie der Trendwendeformation definiert ist. Diese zwischen 187 und 203 Euro wartenden Linien sind jetzt zu Widerständen geworden.

Es ist zwar positiv, dass die ATOSS-Aktie durch die stark positive Reaktion auf das Zahlenwerk bereits am oberen Ende der breiten Unterstützungszone 142,50/159 Euro aufgefangen wurde, während die markttechnischen Indikatoren nach dem vorherigen, wochenlangen Abstieg noch nahe der überverkauften Zone rangieren und aus dieser Warte heraus ordentlich Luft nach oben gegeben würde. Aber wenn derart markante und zahlreiche Widerstände auf eine Aktie warten, müssten die Ergebnisse der Vorjahres, vor allem aber der Ausblick auf 2022, die Qualität eines „Game Changers“ haben. Haben sie das?

Expertenmeinung: Das wird jeder Marktteilnehmer natürlich unterschiedlich sehen, denn ob etwas gut genug ist, um eine Aktie zu kaufen, ist ja immer subjektiv. Aber tief beeindruckend wirken die Zahlen eher nicht. Der Umsatz stieg 2021 um 12,7 Prozent und lag damit leicht über der unternehmenseigenen Prognose. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) schaffte indes nur ein Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahr. Die EBIT-Gewinnmarge lag bei 28 Prozent.

Würde ATOSS für das laufende Jahr grosse Sprünge avisieren, könnte dieses eher mässige Wachstum der Vergangenheit zu den Akten gelegt werden. Aber für 2022 liegt die aktuelle Umsatzprognose des Software-Unternehmens bei einem Zuwachs zwischen 9 und 13 Prozent, während die Prognose für die EBIT-Gewinnmarge bei „jedenfalls 25 Prozent“ angesiedelt wurde. Angenommen, die Marge würde wirklich nur bei 25 statt wie 2021 bei 28 Prozent liegen, würde das bezüglich des Gewinns den Umsatzzuwachs egalisieren.

Und selbst, wenn ATOSS trotzdem den derzeit seitens der Analysten für 2022 erwarteten Gewinnzuwachs von 10 Prozent erreicht, käme die Aktie dann auf ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 73. Per Ende 2021, vor dem wochenlangen Abstieg und bezogen auf den 2021er-Gewinn, lag dieses KGV zwar sogar bei 100. Aber bei diesem geringen Gewinnwachstum wäre sogar ein KGV von 50 teuer, daher sollte man hier besser mit Bedacht an die Sache herangehen, zumal: Wollte man nach dem Einstieg einen Stoppkurs knapp unter das letzte Tief (am Freitag bei 155,60 Euro erreicht) platzieren, was grundsätzlich sinnvoll wäre, würde das durch diesen Kurssprung bedeuten, dass man einen eher grossen Verlust hinnehmen müsste, falls diese Reaktion auf die Bilanz eben doch nicht mehr wäre als eine Gegenbewegung in einem intakten Abwärtstrend.

Chart vom 31.01.2022, Kurs 176,80 Euro, Kürzel AOF | Online Broker LYNX