Tesla Aktie Prognose Tesla: Grossanleger scheinen in Scharen zu kaufen – Wird die Aktie 2023 zum Überflieger?

News: Aktuelle Analyse der Tesla Aktie

von |
In diesem Artikel

Tesla
ISIN: US88160R1014
|
Ticker: TSLA --- %

---
USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Tesla Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die jüngsten Ergebnisse des Elektrofahrzeugherstellers konnten sich sehen lassen. Weiterhin wächst das Unternehmen überaus solide, was der Blick auf die letzten drei Quartalsergebnisse zeigt. Hierbei konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr jeweils um +41.61%, +55.95% und +37.24% gesteigert werden. Auch die Gewinne entwickelten sich hervorragend. Hier betrug das Wachstum jeweils +56.55%, +69.35% und +40.55%, Somit scheint die Angst vor einem Einbruch der Geschäftsentwicklung durch den Nachfragerückgang aus China vorerst unberechtigt.

Entsprechend positiv konnte sich die Tesla-Aktie in den letzten Tagen entwickeln. Besonderes Augenmerk sollten Anleger vor allem auf das hohe Handelsvolumen der letzten Wochen werfen. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass hier scheinbar einige Grossanleger ordentlich zukaufen.

LYNX Premium
Exklusiv für Börsenblick-Leser

Um den Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie Abonnent unseres Newsletters LYNX Börsenblick sein.
Noch kein Abonnent? Melden Sie sich jetzt kostenfrei mit Ihrer E-Mail-Adresse an.
Sie erhalten den Freischaltungslink sofort per E-Mail!
Wenn Sie schon Abonnent sind, geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein.

Loading...

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Tesla Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Vorerst sehen wir zwar kein adäquates Setup, welches zum Einstieg einlädt, aber es sieht ganz danach aus, als ob sich Tesla gerade erst am Beginn einer ordentlichen Rallye in Richtung  Norden befindet.

Die Zahlen sind gut und Grossanleger scheinen erstmals seit Monaten die intakte Aufwärtsbewegung zu unterstützen. Solange das Gap der vorigen Woche bei rund 150 USD und somit die 20- und 50-Tage-Linie verteidigt werden können, sehe ich der weiteren Entwicklung der Aktie vorerst positiv entgegen.

Aussicht: BULLISCH

Chart Tesla Aktie vom 31.01.2023 Kurs: 173.22 Kürzel: TSLA | Online Broker LYNX

Top Flop Aktien – Übersicht der Gewinner und Verlierer

Welche Aktien in den wichtigen Indizes sind in letzter Zeit am meisten gestiegen oder gefallen? Was sind die Top-Aktien 2023? Welche Aktien haben die beste Performance über die letzten 5 Jahre und welche Aktien sind stark gefallen? Hier finden Sie es heraus: DAX Top FlopMDAX Top FlopEuro Stoxx Top FlopDow Jones Top FlopNasdaq 100 Top Flop

Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Achim Mautz
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der Tesla Aktie

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Die Achterbahnfahrt bei Tesla geht in die nächste Runde. Nach dem Absturz von 400 auf knapp über 100 USD kommt es aktuell zu einer massiven Rallye.
Inzwischen steht der Kurs wieder bei 160 USD.

Ist die Rallye damit zu Ende, oder hat sie gerade erst begonnen?

In letzter Zeit mache ich mir gerne den Spass und lese zumindest die Überschriften der Artikel, die auf Quartalszahlen folgen.
In Bezug auf Tesla wird hier besonders häufig von „Rekorden“ und „übertroffenen Erwartungen“ gesprochen und auf den Gewinn von 12,6 Mrd. USD verwiesen.

Sind die Kommentatoren zu optimistisch? Wir werden es sehen.

Zahlenwerk

Die langfristige Entwicklung von Tesla kann sich sehen lassen, keine Frage. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr sieht es auch nicht schlecht aus.

Zeitweise musste man zwar zu Rabatten greifen, aber unter dem Strich war das Ergebnis ordentlich.
Der Konzernumsatz kletterte um 51% auf 81,46 Mrd. USD. Die Dynamik liess im Jahresverlauf allerdings deutlich nach, in Q4 lag das Umsatzplus „nur“ noch bei 37%.

Das Nettoergebnis konnte allerdings auf 12,56 Mrd. USD mehr als verdoppelt werden. Um das einordnen zu können, muss man aber verstehen, dass Tesla erst 2020 den Sprung in die Profitabilität gelungen ist.
In der ersten Phase, nachdem das gelingt, sind die Steigerungsraten oft sehr hoch und flachen dann drastisch ab.

Das liegt schon darin begründet, dass Tesla die Bruttomarge nicht unendlich steigern kann. Auf der Oberseite ist also der Deckel drauf.
Das gilt vor allem, da die Konkurrenz deutlich zunimmt. Tesla ist nicht mehr der einzige Hersteller von Elektroautos.

Wenn man jetzt allerdings unterstellt, dass Tesla den Umsatz auch zukünftig um 30% pro Jahr oder mehr steigern kann, sollte der Gewinn mindestens im selben Umfang steigen.

Das dürfte das Kernstück des Bull-Case sein und wer dieser These folgt, für den ist Tesla auf dem aktuellen Niveau vermutlich ein Kauf, umso mehr bei knapp über 100 USD.

Der erste Haken

Die ganze Sache hat nur 1-2 kleine Haken. Ich hatte bereits in früheren Analysen darauf hingewiesen, dass man nicht ewig mit dieser Geschwindigkeit weiterwachsen kann.
Denn der Automobilmarkt ist natürlich nicht unendlich gross. Tesla hat aber auf Jahre hinweg 50% an Wachstum in Aussicht gestellt.

Hier ein Auszug aus der damaligen Analyse zu diesem Thema (Link):

Derzeit stellt man auf Jahre hinweg ein Umsatzwachstum von 50% p.a. in Aussicht.

Das könnte gelingen, doch an einem gewissen Punkt stellt sich die Frage, wie realistisch das ist. Denn der Automobilmarkt ist zwar gigantisch, aber endlich.

Im laufenden Geschäftsjahr soll ein Umsatz von etwa 83 Mrd. USD erreicht werden. Dreht man die Uhr fünf oder gar zehn Jahre weiter und zieht Wachstumsraten von 50% heran, dann müsste der Umsatz bis dahin auf 630 respektive 4.784 Mrd. USD steigen.

Das Problem dabei ist, dass der weltweite Umsatz im Automobilmarkt in diesem Jahr „nur“ etwa 2.950 Mrd. USD betragen wird.

Daher wird auch erwartet, dass das Wachstum zukünftig sukzessive sinken wird. Für das kommende Jahr stellt Tesla selbst die Produktion von 1,8 Millionen Fahrzeugen in Aussicht.
Das ist ein enormes Tempo, aber wesentlich weniger als ein Plus von 50%.

Der zweite Haken

Wir werden sehen, ob diese Prognose erfüllt werden kann, aber es gibt noch einen weiteren Faktor, der sich niederschlagen wird und das ist die Zahl der ausstehenden Aktien.

Die steigt im Fall von Tesla mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit. Daher soll der Umsatz je Aktie im kommenden Jahr „nur“ um 25% steigen.

Dennoch hat man bei Tesla auch im Zuge dieses Quartalsberichts wieder von einem Wachstum von 50% gesprochen („to remain ahead of long-term 50% CAGR“).
Was hier suggeriert wird, passt also mit Aussagen, die man an anderer Stelle getroffen hat, nicht wirklich zusammen.

Der dritte Haken

Solange der Gewinn in einem ähnlichen Tempo steigt (25% pro Jahr), könnten die meisten Anleger wohl noch gut damit leben.
Bisher dürften also die bullischen Argumente noch überwiegen.  

Es gibt aber noch ein Problem. Der freie Cashflow liegt mit 7,6 Mrd. USD weit unter dem gemeldeten Gewinn von 12,6 Mrd. USD.
Denn ein Grossteil der operativ erwirtschafteten Mittel mussten postwendend reinvestiert werden.

Das bedeutet, dass die realwirtschaftliche Profitabilität niedriger ist, als suggeriert wird.
Statt einer ohnehin schon ambitionierten P/E von 38, sprechen wir plötzlich über einen P/FCF von 63.

Das dürfte schwer zu rechtfertigen sein, denn der FCF soll 2023 „nur“ um 17% steigen.

Je nachdem, welche der bisherigen Thesen und Bewertungsansätze Sie wählen, kommen Sie vermutlich auf vollkommen unterschiedliche Schlussfolgerungen und genau das wollte ich an diesem Beispiel aufzeigen.

Die Sache ist nicht so eindeutig, wie man denkt. Die meisten Bullen oder Bären suchen sich einfach nur eins der verschiedenen Modelle heraus und ignorieren dann die anderen Überlegungen.

Der vierte Haken

Wir sind aber noch nicht fertig. Das beste Argument für die Bären haben wir uns noch gar nicht richtig vorgenommen.

Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Unternehmen einen Gewinn von 12,6 Mrd. USD und/oder 7,6 Mrd. USD an freiem Cashflow meldet, im selben Zeitraum aber neue Aktien mit einem Wert von 50 Mrd. USD ausgibt?

Genau das ist die Situation bei Tesla. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist im zurückliegenden Geschäftsjahr um etwa 200 Millionen Stück gestiegen.

Das ist eine sehr schwierige Frage und ich würde gerne wissen, welche Antwort die brennenden Anhänger von Tesla darauf haben.
Bisher hat es die Anleger nicht sonderlich interessiert, aber wird das auch so bleiben?

Da wären wir also. Viele verschiedene Perspektiven und je nachdem, welche man einnimmt, kommt man zu einer grob unterschiedlichen Einschätzung der Aktie.

Chart vom 27.01.2023 – Kurs: 163,51 Kürzel: TSLA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.01.2023 – Kurs: 163,51 Kürzel: TSLA – Wochenkerzen

Durch die jüngste Rallye ist Tesla eine Rückkehr in den übergeordneten Abwärtstrendkanal gelungen. Für die Bullen ist das eine sehr gute Nachricht, die Bären sind aber längst nicht aus dem Spiel.

Über 150 USD ist es zu einem Kaufsignal gekommen, welches jetzt den Weg in Richtung 166 und 180 USD freigemacht hat.
Kann der Widerstand bei 180 USD durchbrochen werden, wäre ein Anstieg in Richtung 200 USD möglich.

Fällt Tesla jedoch wieder unter 150 USD, könnte das Sentiment unmittelbar drehen. In diesem Szenario drohen erneute Verluste in Richtung 125 oder 110 USD.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits im September des vorigen Jahres hatte ich die Aktie des US-Elektrofahrzeugherstellers abgestuft. Im Oktober war die technische Lage sogar so schlecht, dass die Erwartungen abermals nach unten revidiert werden mussten.

Das hohe Volumen im Abverkauf war ein Zeichen dafür, dass sich hier eventuell auch einige Grossinvestoren von der Tesla-Aktie trennten. Die Unsicherheiten rund um die Twitter-Übernahme und die bekannten Probleme in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte für Elektromobilität, lieferten weiteren Zündstoff für den Weg der Aktie Richtung Süden. Innerhalb von nur vier Monaten verlor das Papier 60% und Anleger, die bislang nur den Weg nach oben kannten, waren schockiert. Die Einbahnstrasse ist zu Ende und der ehemalige Wachstumskonzern hat sichtlich Probleme.

Expertenmeinung: Der Trend befindet sich derzeit sowohl mittel- als auch langfristig in einer klar bärischen Gesamtsituation. Aus technischer Sicht sehe ich derzeit kein Licht am Ende des Tunnels. Eventuell besteht die Möglichkeit auf einen technischen Bounce, welche in Richtung der Marke bei 150 USD gehen könnte. Das mag zwar viel erscheinen, ist aber aus Sicht des gesamten Kursverfalls eher der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.

Spannend wird es bei Tesla wieder am 25. Januar, wenn die Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentiert werden. Die Aussichten für 2023 sind wiederum gar nicht mal so schlecht. Erwartet wird ein Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von +42% und der Gewinn soll um +79% steigen. Mal abwarten, ob Elon Musk das Ruder erneut herumreissen wird.

Aussicht: BÄRISCH

Tesla Aktie Chart vom 11.01.2023 Kurs: 123.22 Kürzel: TSLA | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

In den letzten Jahren ist die Tesla -Aktie komplett durch die Decke gegangen. Ist man der Sonne wie Ikarus zu nahe gekommen?
Am Hoch war das Unternehmen rund 1.300 Mrd. USD wert und somit mehr als alle anderen Autobauer gemeinsam.
Aktuell sind es noch 384,7 Mrd. USD.

Die Bullen werden zurecht anführen, dass Tesla sehr viel mehr als nur ein Autobauer ist, aber man darf sich durchaus die Frage stellen, wie sinnvoll das noch war.

Dass die Kurse ein wenig über das Ziel oder die Sinnhaftigkeit hinausgeschossen sind, das dürfte inzwischen feststehen. Die Kursentwicklung spricht jedenfalls eine klare Sprache.

Das Problem an der ganzen Sache ist nämlich, dass ein Unternehmen so gut sein kann wie es will, ab einer gewissen Grössenordnung schlägt die Gravitation gnadenlos zu.
Damit will ich sagen, dass der globale (Auto-)Markt nur eine begrenzte Grösse hat. Tesla kann also nicht ins Unendliche wachsen.

Leider hat man das aber suggeriert. Immerhin hat Tesla ein Wachstum von 50% p.a. in Aussicht gestellt und das auf Jahre hinweg.
Ich kann verstehen, dass viele Anleger solchen Aussagen Glauben schenken, da Tesla in der Vergangenheit erstaunliche Erfolge gefeiert hat.

Aber die Grössenordnung macht eben einen grossen Unterschied. Es ist eine andere Sache, ob man den Umsatz von 1 auf 10 oder eben von 100 auf 1000 Mrd. USD steigern möchte.

Jeder Markt ist endlich 2.0

Wenn man bereits eine Grössenordnung wie Tesla erreicht hat und einen Jahresumsatz von 74,9 Mrd. USD erzielt hat, wird es mit Wachstumsraten von 50% zunehmend schwierig.
Ich hatte auf dieses Problem bereits vor Monaten und noch bei einem Kurs von über 200 USD hingewiesen:
Tesla stellt 50% Wachstum in Aussicht, auf Jahre hinweg

Die Überlegungen dazu sind eigentlich recht simpel, denn jeder Markt ist endlich:

Bisher ist es Tesla gelungen, in atemberaubenden Tempo zu wachsen und so soll es nach dem Willen des Unternehmens auch weitergehen.
Derzeit stellt man auf Jahre hinweg ein Umsatzwachstum von 50% per annum in Aussicht.

Das könnte gelingen, doch an einem gewissen Punkt stellt sich die Frage, wie realistisch das ist. Denn der Automobilmarkt ist zwar gigantisch, aber endlich.

Im laufenden Geschäftsjahr soll ein Umsatz von etwa 83 Mrd. USD erreicht werden. Dreht man die Uhr fünf oder gar zehn Jahre weiter und zieht Wachstumsraten von 50% heran, dann müsste der Umsatz bis dahin auf 630 respektive 4.784 Mrd. USD steigen.

Das Problem dabei ist, dass der weltweite Umsatz im Automobilmarkt in diesem Jahr „nur“ etwa 2.950 Mrd. USD betragen wird.

Doch nicht so leicht

Das ein Wachstum von 50% und mehr nicht ewig fortgeführt werden kann, sollte aber ohnehin klar sein.
Dass ein anvisiertes Wachstum auf diesem Niveau auch nicht erst in 5-8 Jahren eine Herausforderung ist, zeigen die jüngsten Absatzzahlen.

Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg im vierten Quartal 2022 um 31% auf 405.278.
Das ist ein neuer Absatzrekord, aber es ist weniger als die Analystenschätzung von 420.000 und vor allem sehr viel weniger als „50% auf Jahre hinweg“.

Es knirscht ein wenig im Gebälk und das dürfte nicht nur mit der schwachen Konjunktur zu tun haben. Elon Musk hat zuletzt sicherlich nicht zur Beliebtheit der Marke beigetragen, das dürften selbst Fans des Tesla-Chefs unterschreiben.

Hinzu kommen, wie bei eigentlich allen Autobauern auch immer wieder technische Mängel.

Ausblick und Bewertung

Wie das Schlussquartal insgesamt ausgefallen ist, werden wir vermutlich am 25. Januar erfahren.

Selbstverständlich stehen die Bullen auch nicht mit leeren Händen da. Die Profitabilität hat sich zuletzt sukzessive verbessert und auch Wachstumsraten von 30% können sich natürlich sehen lassen. Sie sind nur dann ein Problem, wenn man noch mehr erwartet.

Man darf wohl annehmen, dass die Prognosen jetzt gesenkt werden und ein erreichbareres Niveau erreichen.
Für das Bullenlager ist das eine gute Nachricht, denn die niedrigeren Erwartungen kann Tesla dann mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder übertreffen, was die Kurse stützen oder sogar wieder beflügeln könnte.

Was die Bewertung angeht, sind wir so langsam wieder auf einem halbwegs sinnvollen Niveau angekommen. Die P/E 2022 dürfte vermutlich bei knapp 30 liegen.
Das ist für die Branche zwar ausserordentlich viel, kann Tesla den Gewinn in den kommenden beiden Jahren aber tatsächlich um 27 – 33% p.a. steigern, ist das durchaus vertretbar.

Was hat man wirklich verdient?

Das grösste Problem für Tesla ist aus meiner Sicht, dass man den Gewinn grundsätzlich anzweifeln kann.
Ich hatte diese Rechnung bereits in älteren Analysen für Sie angestellt.

Nehmen wir beispielsweise das laufende Geschäftsjahr (2022). Tesla dürfte in etwa einen Jahresgewinn von 12,8 Mrd. USD melden.
Wie hoch ist allerdings der realwirtschaftliche Gewinn, wenn im selben Zeitraum Aktien mit einem sehr viel grösseren Wert ausgegeben wurde?

Die Zahl der ausstehenden Papiere ist im Jahresverlauf um 200 Millionen Stück gestiegen. Heute haben sie einen Wert von 24,6 Mrd. USD.
Rechnet man mit dem Durchschnittskurs des vergangenen Jahres, dann sprechen wir sogar über 60 Mrd. USD.

Chart vom 03.01.2023 – Kurs: 123,18 Kürzel: TSLA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.01.2023 – Kurs: 123,18 Kürzel: TSLA – Wochenkerzen

Ein belastbarer Boden wurde bisher nicht gefunden, die Aktie ist zuletzt aber bei 110 USD auf Interesse gestossen und hat dort vorerst gedreht.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 125 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 150 USD einleiten.

Solange dieser Ausbruch jedoch nicht gelungen ist, droht jederzeit ein Rückfall in Richtung 110 USD.
Rutscht Tesla unter 110 USD, muss eine Ausdehnung des Abverkaufs in Richtung 90 USD eingeplant werden.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Der einstige Überflieger wird für die Bullen zum Waterloo: Die Tesla-Aktie hat seit ihrem letzten Zwischenhoch vor drei Monaten 60 Prozent verloren … und es wirkt, als gäbe es hier kein Halten mehr. Ist die Aktie nicht längst überverkauft? Warum decken die Short-Seller nicht ein?

Die Zahl negativer Analysten-Einschätzungen nimmt zwar zu. Aber noch bewertet die Mehrheit der Experten Tesla als „Kauf“. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 270 Euro mehr als doppelt so hoch wie der letzte Kurs. Das ist keine gewöhnliche Abwärtsbewegung, zumal Tesla den Markt nach unten zieht und nicht umgekehrt. Das muss Gründe haben, die über normale Skepsis hinsichtlich der Gewinne des kommenden Jahres hinausgehen.

Auch interessant



Und das ist auch so. Tesla wird weiterhin von seinem Gründer Elon Musk dominiert. Versuche, seine Macht einzugrenzen, scheiterten. Was kein Problem wäre, wenn man sicher wäre, dass Elon Musk genau der richtige Mann auf dem Chefsessel wäre. Aber genau das sind immer mehr Investoren nicht. Die seltsame Aktion mit dem „Delisting“ der Aktie vor einigen Jahren hinterliess im Kurs nur eine Delle, blieb aber im Hinterkopf.

Und als Musk jetzt Twitter kaufte, dort für Verwirrung und Unmut sorgte und zugleich massiv eigene Tesla-Aktien verkaufte, verwandelte sich Musks Bild vom dem eines Genies zum Risiko für Tesla. Entscheidungen aus dem Bauch heraus, die womöglich kurz danach zurück genommen werden … das kommt manchem US-Investor unangenehm bekannt vor und bringt das Vertrauen in die Zukunft Teslas ins Wanken. Die Short-Seller, die „Bären“, hatten dadurch freie Bahn. Aber das kann ja nicht einfach bis zur Nulllinie weitergehen, schliesslich hat sich Tesla am Markt etabliert und schreibt mittlerweile solide wirkende, schwarze Zahlen?

Expertenmeinung: Es ist auch nicht zu erwarten, dass Tesla einfach jeden Tag weiter fällt. Dass genau das im Dezember beinahe jeden Tag der Fall war, hatte neben der unglücklichen Figur, die Musk bei Twitter machte, auch charttechnische Gründe. Sie sehen im Chart, dass die Aktie an einer soliden Widerstandszone im Bereich 198/209 US-Dollar abprallte, an der sie schon im November nach unten drehte. Das führte zu stärkeren Abgaben, die durch den Bruch des November-Tiefs um 166 US-Dollar in eine Zone vordrangen, in der es keine charttechnischen Auffangmarken gab, an der potenzielle Käufer ihren Einstieg hätten festmachen und einen engen Stopp setzen können. Aber das könnte anders werden, denn:

Tesla-Aktie: Chart vom 23.12.2022, Kurs 123,15 US-Dollar, Kürzel TSLA | Online Broker LYNX

Die Aktie nähert sich der unteren Begrenzung eines breiten Abwärtstrendkanals, die heute um 117 US-Dollar liegen wird. Ob das eine Basis ist, um mit mittel- und langfristigem Zeithorizont einzusteigen? Wenn die Kunden Tesla treu bleiben, wenn seitens der Unternehmensführung keine bösen Überraschungen kommen, könnte man damit richtig liegen. Aber das kann man definitiv nicht wissen, daher wäre man wohl besser beraten, hier mit Käufen zumindest sehr vorsichtig zu sein. Aber diese untere Begrenzungslinie wäre eine Basis für das bärische Lager, um auf der Short-Seite auch mal Gewinne mitzunehmen … was bei Aktien, die so dermassen massiv „verprügelt“ wurden, auch mal sehr drastische Kurssprünge auslösen kann.

Solche „Short Squeezes“ sind, solange das Umfeld kritisch ist, keine Basis für Käufe, sofern man nicht gezielt spekulativ und kurzfristig agiert, zumal solche Eindeckungen in diesem Bereich aufkommen können, aber natürlich nie müssen. Aber jetzt noch Short zu gehen, das sollte man sich angesichts dieses Chartbilds besser zweimal überlegen.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Der Markt erholt sich weiter, aber bei Tesla scheint nichts mehr zu gehen. Brechen jetzt alle Dämme? Wo liegen mögliche Kursziele und Kaufmarken?

Ich hatte auf die schwierige charttechnische Lage bereits vor einiger Zeit hingewiesen:
Tesla: Das ist brandgefährlich

Seitdem haben die Bären mehrere Punktsiege davongetragen, für die Bullen wird es zunehmend problematisch.

Aber schauen wir uns zunächst gemeinsam die Grosswetterlage an. Unter dem Strich ist mit dem einstigen Überflieger bereits seit längerer Zeit nichts mehr zu holen.
Inzwischen notiert die Aktie wieder auf dem Niveau von Ende 2020.

Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 Kürzel: TSLA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 Kürzel: TSLA – Wochenkerzen

Dass auf die sagenhafte Rallye von 25 auf über 400 USD eine Durststrecke folgen würde, war so gut wie sicher, die Bäume wachsen schliesslich nicht in den Himmel.
Dass die Korrektur allerdings so lange dauern und derartige Ausmasse annehmen würde, damit hätten wohl die wenigsten gerechnet.

Inzwischen hat der wertvollste Autobauer der Welt, der natürlich noch so viel mehr als das ist, sagenhafte 700 Mrd. USD an Börsenwert verloren.

Der Aufwärtstrend ist lange dahin, doch damit könnte das Ende der Negativ-Serie für die Anleger leider noch nicht zu Ende sein.

Das zeigt sich bereits bei dem Blick auf die Grosswetterlage. Tesla hat die Unterstützungen, die der Aktie in den letzten Monaten Halt gegeben haben, unterschritten.

Chart vom 13.12.2022 - Kurs: 171 - Kürzel: TSLA - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.12.2022 – Kurs: 171 – Kürzel: TSLA – Tageskerzen

Wechselt man in den Tageschart, wird das Ausmass der Probleme immer offensichtlicher. Tesla hat den Support bei 200 USD unterschritten, zweimal von unten angesteuert und ist dort gescheitert.

Damit ist nun auch übergeordnet der Weg zur Unterseite offen. Daraus lassen sich beispielsweise Kursziele bei 150 USD ableiten.

Doch auch die Bullen haben noch einen Pfeil im Köcher. Die untere Abwärtstrendkanalbegrenzung verläuft in etwa bei 162 USD und könnte die Kurse vorerst stützen.
Erst wenn diese Trendlinie fällt, wäre der Weg in Richtung 150 USD frei.

Aus Sicht der Bullen muss dringend eine Rückkehr über 180 USD gelingen, dadurch würde sich die Lage spürbar entspannen und eine Erholung in Richtung 180 USD ermöglichen.
Spätestens bei Kursen von über 200 USD, sässen die Bullen wieder fest im Sattel.