SAP Aktie aktuell SAP: An dieser Linie wird es sich entscheiden

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

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Zur SAP Aktie

Die SAP-Aktie begann den Tag mit kräftigen Kursgewinnen, nachdem am Mittwochmorgen die vorläufige Bilanz des ersten Quartals vorgelegt wurde. Doch am Ende des Tages stand ein Patt: die Bullen müssten umgehend nachlegen!

Die SAP-Bilanz stellte sich diesmal ziemlich kompliziert dar, weil der Vergleich zum Vorjahresquartal durch den Verkauf von SAP Digital Interconnect und den Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics erschwert wurde. Unter dem Strich aber blieben zwei Aussagen: Das erste Quartal war dank starker Margen sehr gut verlaufen und SAP hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Mit diesen Fakten im Hinterkopf griffen die Anleger am Mittwochmorgen zu, die SAP-Aktie gewann in der Spitze 5,1 Prozent. Doch am Ende des Tages blieb nur ein Plus von 1,1 Prozent. Wo klemmte es?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SAP Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Was bei genauem Hinsehen störte war, dass SAP die Prognose nicht wirklich nennenswert anhob. So sieht man jetzt für Umsatz der Hauptbereiche Cloud und Softwareerlöse eine Spanne von 23,4 bis 23,8 Milliarden Euro nach 23,23 Milliarden im Jahr 2020. Vorher hatte diese Spanne bei 23,3 bis 23,8 Milliarden gelegen … das war nichts, was die Beurteilung der Perspektiven nennenswert verändern würde, zumal SAP die Gewinnprognose beibehielt: Das Betriebsergebnis soll nach wie vor zwischen einem und sechs Prozent unter dem des Jahres 2020 liegen. Ist das so schlecht, wie es klingt?

Eigentlich nicht, denn das Jahr 2020 hatte einen Rekordgewinn gebracht. Und da zwischen einem und sechs Prozent darunter zu blieben hiesse, immer noch komfortabel über den Ergebnissen der Vorjahre zu bleiben. Aber wie klein das „Rückwärts“ auch ausfällt, so etwas kommt bei Anlegern, die derzeit mit gewaltigen Gewinnsteigerungsprognosen anderer Unternehmen verwöhnt werden, nicht gerade gut an. Denn nicht alle setzen das in Relation und erkennen, dass die meisten, die jetzt massive Gewinnsteigerungen gegenüber dem Vorjahr avisieren, 2020 auch heftig unter die Räder gekommen waren.

Als gescheitert muss man den Ausbruchsversuch nach oben deswegen noch nicht ansehen. Aber dass die Aktie ausgerechnet an der wichtigen 200-Tage-Linie hängen blieb, ist wohl kaum ein Zufall. Das ist ein wichtiger, aktuell bei 116,45 Euro verlaufender Widerstand, den bärische Trader aktiv zu verteidigen pflegen. An dem muss die SAP-Aktie im „Nachschuss“ vorbei, um sich die Chance zu erhalten, die wichtige Marke von 124,58 Euro zu erreichen und dadurch die grosse Abwärts-Kurslücke vom Oktober 2020 zu schliessen. Die Lücke also, die entstand, als SAP die Anleger mit einer verhaltenen Umsatz- und Gewinnprognose aus ihren bullischen Träumen riss.

SAP muss mit 117 Euro oder höher zeitnah ausreichend deutlich über dieser jetzt umkämpften 200-Tage-Linie schliessen, um sich dieses Aufwärtspotenzial zu erhalten. Gelingt das nicht, wäre mit einem Rücksetzer an die jetzt als Unterstützung fungierende Zone 111/112 Euro zu rechnen … die dann, angesichts eines gescheiterten Ausbruchsversuchs, nicht halten muss.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der SAP Aktie

Seit Oktober wissen die Anleger, dass sie den Gewinnanstieg besser nicht mit dem Lineal hätten verlängern sollen: SAP wird 2021 kleinere Brötchen backen. Trotzdem könnte die Aktie jetzt nach oben ausbrechen.

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Der Grund liegt nicht darin, dass die Investoren glauben, SAP könnte sich verrechnet haben und 2021 doch ein Jahr mit einem Rekordgewinn werden. Der Ende Januar ausgegebene Ausblick auf 2021 machte noch einmal deutlich, dass die beeindruckenden Gewinne des Jahres 2020 nicht sofort zu wiederholen sind, auch, wenn der Wachstumskurs mittelfristig erhalten bleiben wird. Denkbar wäre zwar schon, dass die für den 22. April erwarteten Zahlen zum ersten Quartal 2021 die Investoren positiv stimmen. Aber dass die Aktie seit dem 31. März auf einmal wieder anzieht, hat eher andere Gründe.

 

Expertenmeinung: Zum einen gehörte SAP zu den Verlierern des ersten Quartals, denn die Aktie blieb weit hinter dem Anstieg des DAX zurück. Im Zuge des „Window Dressings“ der Fonds, die durch gezielte Käufe von Index-Outperformern versuchen, zu einem Stichtag wie dem Quartalsende ihre Performance zu optimieren, blieb SAP daher liegen. Doch mit einem neuen Quartal werden oft auch die Strategien der grossen Adressen überarbeitet und angepasst. Bei überkauften Bereichen werden dann gerne Gewinne mitgenommen und das freiwerdende Kapital in Nachzügler investiert, die Potenzial haben könnten.

Was SAP angeht, hat diese Aktie darüber hinaus noch eine andere Qualität: ihr hohes Gewicht im DAX. SAP macht fast zehn Prozent des DAX aus. Zieht eine SAP an, ist das für die DAX-Bullen also eine Menge wert. Und da diese Aktie seit dem Kurseinbruch im Oktober 2020 immer noch in der Bodenbildungsphase ist und zugleich zuletzt weit gestiegene DAX-Titel korrigieren könnten, wäre aus Sicht der Bullen ein Gegengewicht ideal, das solche Gewinnmitnahmen – z.B. bei den Autobauern – ausgleichen könnte. Deshalb käme ein bullisches Signal bei SAP jetzt gerade recht. Zumal man vermuten dürfte, dass viele kurzfristige, rein charttechnisch agierende Trader dann auf den Zug aufspringen und die Bewegung weiterführen würden.

Noch ist dieser Ausbruch nach oben nicht vollzogen, aber die Aktie ist „dran“: SAP visierte gestern das bisherige Hoch der Bodenbildungsphase an, das am 27. Januar bei 111,94 Euro markiert wurde. Sollte der Kurs diese Hürde nehmen, wären die nächsten Kursziele aus charttechnischer Sicht die 200-Tage-Linie bei derzeit 116,65 Euro und das obere Ende der gewaltigen, Ende Oktober entstandenen Kurslücke bei 124,58 Euro. Es dürfte sich also lohnen, die Aktie in den kommenden Tagen im Auge zu behalten.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach mehr als fünf Monaten konnte der deutsche Softwarekonzern die Kurslücke von Oktober des vorigen Jahres noch immer nicht schliessen. Obwohl die globalen Indizes eine extrem bullische Phase durchlebten, hielten sich die Bullen in der SAP-Aktie sichtlich zurück. Das Wertpapier zeigt somit auf lange Sicht weiterhin relative Schwäche. Bis Ende Januar sah das Chartbild zumindest noch vielversprechend aus. Das Gapwindow, also das untere Ende der Kurslücke, wurde attackiert, doch die Kurse konnten das Niveau nicht allzu lange halten. Von hier aus ging es wieder eine Etage tiefer. Nachdem sich ein tieferes Tief bildete, konnte auch das letzte Zwischenhoch von März nicht wirklich überzeugen. Der Trend bleibt somit in einer neutralen Verkaufsphase.

Expertenmeinung: In den letzten Wochen bildete sich eine klare Unterstützungslinie. Mit dieser konnte zumindest die psychologisch wichtige Marke bei 100 EUR gehalten werden. Doch der Verkaufsdruck wird von Tag zu Tag grösser. Sollte dieser Boden brechen, müssten Anleger wohl mit einem erneuten Test des November-Tiefs rechnen. Zudem befinden sich die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 oberhalb der Kurse und agieren somit als Widerstände. Erst wenn diese und vor allem das Zwischenhoch von Mitte Märze bei 107.38 EUR wieder gebrochen werden würden, sehen wir etwas Licht am Ende des Tunnels. Vorläufig senken wir unsere Aussicht auf die bärischen Seite.

Aussicht: BÄRISCH

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt ist es reicht leise geworden, was Nachrichten rund um die SAP-Aktie anging, denn diese sind nach dem Abverkauf im Oktober wieder etwas verstummt. Gleichzeitig konnte der freie Fall der Kurse gestoppt und auf mittelfristiger Ebene konnten wichtige höhere Tiefs generiert werden. Zudem wurde der Rücklauf in Richtung des sogenannten „Gap-Windows“ erreicht. Dies ist der Punkt, an dem die Kurslücke aufgerissen wurde. Ein technisch ungemein wichtiges Niveau im aktuellen Chartbild. Die vorläufigen Jahreszahlen sollen am 29. Januar präsentiert werden und diese werden wohl darüber entscheiden, ob sich die nun gestartete Zwischenerholung auch weiter fortsetzen wird. Aus technischer Sicht ist zumindest der Abwärtstrend gebrochen worden.

Expertenmeinung: Sollte der Bereich bei 105 bis 110 EUR nachhaltig nach oben verlassen werden, stünde das nächste mögliche Kursziel bereits fest. Es wäre der Gap-Fill, welcher Anleger wohl wie einen Magneten anziehen würde. Gleichzeitig bleibt aber das Restrisiko weiterer möglicherweise schlechter fundamentaler Daten bestehen. Dieses sollte keineswegs unterschätzt werden. Ob die Bullen bereits jetzt, oder gar erst Ende Januar eine Attacke Richtung Norden versuchen, bleibt abzuwarten. Über kurz oder lang gehe ich zwar von einer nachhaltigen Erholung der SAP-Aktie aus, doch ein möglicher Einstieg sollte wenn möglich mit engen Stopps abgesichert werden, um die Gefahren nach unten abzusichern.

Aussicht: NEUTRAL

Am Dienstagmorgen meldete der Softwarekonzern SAP, dass seine Tochter Qualtrics den Börsengang an der US-Börse Nasdaq beantragen werde. Das sorgte zwar nicht gerade für eine Kursexplosion. Aber immerhin ging die SAP-Aktie mit +1,46 Prozent aus dem Handel, während der DAX anfängliche Gewinne wieder abgab.

[emaillocker]Und so unbedingt verwunderlich ist es nicht, dass die Reaktion eher überschaubar war, denn vielen ist diese Firma Qualtrics unbekannt. Dieses Unternehmen wollte eigentlich mal selbst an die Börse gehen, wurde dann aber vor knapp zwei Jahren von SAP geschluckt und wird jetzt als „Spinoff“ des Konzerns an den Start gehen. Was den Vorteil hat, auf weit solideren Kapital-Füssen zu stehen.

Also – wer oder was ist Qualtrics? Grob gesagt ist das Unternehmen ein analysierender Datensammler. Qualtrics sammelt Daten, anhand derer Unternehmen z.B. Feedback zur Kundenzufriedenheit, der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter oder zur Qualität ihrer Produkte erhalten. Grundsätzlich also eine Branche, die interessant und insgesamt im Kommen ist. Ob die Investoren das auch so sehen werden, wird sich zeigen. Splunk, ein einigermassen ähnliches Unternehmen, hatte die Anleger zuletzt in Sachen Umsatz und Gewinn enttäuscht. Nichtsdestotrotz hat diese Nachricht bei der SAP-Aktie etwas bewegt, was charttechnisch interessant ist:

Expertenmeinung: Mit dem Plus des Dienstags hat sich die SAP-Aktie erstmals in den Bereich der grossen Abwärts-Kurslücke vorgearbeitet, die Ende Oktober als Reaktion auf eine ernüchternde Quartalsbilanz entstanden war. Würde man dieses „Gap“ nach klassischem Lehrbuch zeichnen, müsste es bis hinunter zum Eröffnungskurs des Gap-Tages reichen, d.h. bis 100,00 Euro. Aber heute sieht man eine Kurslücke gemeinhin als die Distanz zwischen dem Tagestief des Vortages und dem Tageshoch des Gap-Tages an. Letzteres liegt bei 105,40 Euro. Und dass die Akteure diesen Level als entscheidend sehen, erkennt man gut im Chart, denn die Aktie mäanderte lange unterhalb dieser Linie seitwärts und wurde genau dort vergangene Woche erst einmal wieder nach unten abgewiesen. Jetzt ist sie über diese Hürde hinaus … kommt jetzt wieder Zug in SAP?

Das ist gut möglich, wenn die grösseren Investoren dieses so deutlich unter dem Level vor der Bilanz zum dritten Quartal liegende Kursniveau als attraktiv einstufen und auch entsprechend handeln. Was im neuen Jahr eher denkbar wäre als in diesen letzten Tagen des alten Jahres, denn SAP gehört durch diesen Abriss Ende Oktober zu den grossen Verlierern in DAX und TecDAX, sowohl auf Jahres- wie auch auf Quartalssicht. Einen Verlierer kurz vor dem Ultimo noch einzusammeln, ist nicht gerade eine gute Destination für verbleibende Barreserven. Aber im neuen Jahr könnte die Aktie, wenn sie denn von genug Tradern als Aufholkandidat angesehen wird, einiges zuwege bringen. Wichtig ist dabei aber, dass der Kurs diesen jetzt begonnenen Gap-Close nicht komplett wieder abbricht. Ein Rücksetzer an die Aufwärtstrendlinie bei aktuell 101,20 Euro wäre da noch hinnehmbar, ein Bruch dieser Linie hingegen wäre ein deutliches Signal, dass es mit der Aufholjagd vorerst doch nichts wird.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach wie vor können wir unsere Prognose für die SAP-Aktie nicht nach oben anheben, denn der Chart wirkt noch deutlich angeschlagen. Zwar konnte sich der Titel nach dem riesigen Gap im Oktober wieder stabilisieren, doch von einer nachhaltigen Trendwende ist derzeit nichts zu sehen. Das sogenannte Gap-Window, also der Anfang der Kurslücke, wurde zwar attackiert, doch kurz vor Erreichen der Marke von 105 EUR ist den Bullen die Zuversicht wieder von abhandengekommen. Die leichten Kursgewinne der letzten Wochen wurden eher genutzt, um Kasse zu machen. Das technische Bild wird zudem nicht leichter, denn nun schliesst noch die 50-Tage-Linie zu den Kursen auf und wird als Widerstand auf das Tagesgeschehen einwirken. Der Trend bleibt vorerst auf der bärischen Seite.

Expertenmeinung: Durchaus möglich, dass hier noch einmal die Tiefs von Anfang November getestet werden, bis sich die Gesamtsituation allmählich bessert. Ein Licht am Ende des Tunnels sehen wir erst, wenn das eingezeichnete Widerstandsband knapp unter der Marke von 105 EUR nachhaltig nach oben durchbrochen werden kann (siehe Chart). Zudem muss auch die 50-Tage-Linie zurückerobert werden. Erst wenn dieses Szenario eintrifft, wäre mit einem sprunghaften Kursanstieg zu rechnen. Solange dies nicht der Fall ist, bleiben wir mit unseren Aussichten lieber auf der neutralen Ebene.

Aussicht: NEUTRAL