Alibaba Aktie Prognose Alibaba: Werden China-Aktien bald wieder interessant?

News: Aktuelle Analyse der Alibaba Aktie

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Alibaba
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Alibaba Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während die Indizes in den USA und auch der DAX an der Börse aktuell immer weiter nach oben gehen, können sich chinesische Papiere noch nicht gegen die Bären durchsetzen. Seit Anfang 2023 geht es mit dem China 25 Index stetig nach unten und mittlerweile ist dieser an den Tiefs des Bärenmarktes von 2022 angekommen.

Die Katerstimmung hat auch vor der Alibaba-Aktie keinen Halt gemacht. Das Papier hat seit dem Hoch im Januar 2023 rund 40% verloren und eine Trendwende ist nach wie vor nicht in Sicht. Der Trendkanal zeigt nach unten und auch der mittelfristige Trend, welcher durch die 50-Tage-Linie angezeigt wird, konnte bislang nicht positiv hervorstechen.            

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Alibaba Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Bemühungen des Staates, die Börsen in China etwas zu stützen, könnten als Signal der Verzweiflung verstanden werden. Ohne nachhaltige langfristige Investoren wird es schwer sein, den Karren wieder in aus dem Dreck zu ziehen.

Bei Alibaba würde ich über dem Hoch von Ende Januar, besser noch über dem Hoch von Ende Dezember, eine erste Besserung der allgemeinen Lage sehen. Die Situation im Chart scheint zwar attraktiv, aber es braucht noch positive Impulse, um sich hier an eine Spekulation heranzuwagen.

Aussicht: BÄRISCH

Alibaba Aktie: Chart vom 02.02.2024, Kurs: 71.85 USD Kürzel: BABA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alibaba Aktie: Chart vom 02.02.2024, Kurs: 71.85 USD Kürzel: BABA | Quelle: TWS
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Vorherige Analysen der Alibaba Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit den in der vorigen Woche veröffentlichten Quartalsergebnissen zeigten sich Anleger des chinesischen IT-Unternehmens alles andere als zufrieden. Zwar konnten die allgemeinen Erwartungen der Analysten leicht übertroffen werden, doch waren die Ergebnisse deutlich unter den Flüsterschätzungen. Diese lagen bei einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2.23 USD und tatsächlich konnten nur 2.14 USD je Aktie erwirtschaftet werden. Der Umsatz lag bei 30.8 Milliarden USD und lag damit ebenfalls einen Deut unter dem Konsens.

Für eine Überraschung sorgte auch die Ankündigung des Konzerns, dass die Cloud-Intelligence-Einheit nicht vollständig ausgegliedert werden soll. Die Folge war ein Absturz der Alibaba-Aktie auf ein neues Jahrestief.



Expertenmeinung:
Der Trend bleibt vorerst in der Hand der Bären und die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs setzt sich unvermindert fort. Doch kann die Aktie wieder ein Kaufkandidat werden?

Nun, hierzu müssten die Kurse die gerade gebrochenen Unterstützungsebenen zurückerobern.  Schlusskurse oberhalb der Marke von 80 USD würden einen möglichen Fehlausbruch nach unten zeigen und könnten in Folge wieder für frisches Momentum sorgen. Solange die Kurse jedoch darunterbleiben, gibt es keinen Grund, von einer bärischen Gesamthaltung abzuweichen.

Aussicht: BÄRISCH

Alibaba Aktie: 17.11.2023, Kurs: 77.05 USD, Kürzel: BABA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alibaba Aktie: 17.11.2023, Kurs: 77.05 USD, Kürzel: BABA | Quelle: TWS

Quelle:
EarningsWhispers – Quartalsergebnisse Alibaba 16.11.2023; https://www.earningswhispers.com/epsdetails/BABA

Dereinst waren die Aktionäre von Alibaba erfolgsverwöhnt. Über Jahre hinweg ging es mit den Kursen bergauf. Dann kam der Kollaps. Geht es jetzt in neuer Struktur endlich mal wieder aufwärts?

Es war so schön

Schaut man sich die Zahlen an, versteht man sofort warum. In den etwas mehr als sechs Jahren zwischen dem Börsengang und dem bisherigen Allzeithoch, welches 2020 markiert wurde, kletterte der Konzernumsatz von 12,29 auf 109,46 Mrd. USD.

Das Nettoergebnis stieg von 3,91 auf 22,98 Mrd. USD. Die Verwässerung der Aktienbasis hielt sich in Grenzen und daher konnte der Gewinn von 2,25 auf 9,94 USD je Aktie.

Doch dann kam der grosse Knall. Die Absage des Ant-Börsengangs, ein Handelsstreit zwischen den USA und China, das Delisting einiger Aktien, grundlegende wirtschaftliche Probleme auf beiden Seiten des Pazifiks und obendrein noch eine Regulierungswelle im Reich der Mitte.
Man könnte es auch als handfeste Konfrontation zwischen den grossen Tech-Konzernen des Landes, im speziellen Jack Ma, und der Zentralregierung bezeichnen.

Die Machthaber in Peking haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie am längeren Hebel sitzen – und zwar bei weitem.
Ohne die Gnade von der Partei geht im Riesenreich gar nichts. Alibaba und Jack Ma wurden gehörig die Flügel gestutzt.

Dann war’s nicht mehr so schön

Konkret bedeutet das mehr Regulierung und obendrein kassierte man noch eine Rekordstrafe.
Die Folge davon war eine rückläufige Profitabilität, im laufenden Geschäftsjahr verzeichnete der Konzern zudem erstmals kein Wachstum.

Es kam alles zusammen, was man sich vorstellen kann. Ein perfekter Sturm, wie man ihn selten erlebt.
Für die Aktionäre führte das zu einem Kursverfall von 320 auf 60 USD.

Ein Grossteil der Probleme ist inzwischen aber ausgeräumt. Die Streitigkeiten zwischen den chinesischen und amerikanischen Börsenaufsichtsbehörden wurden beispielsweise beigelegt.
Die Regulierungsrunde in China wurde höchst offiziell beendet, die Tech-Giganten sollen fortan wieder für Wachstum sorgen, so der O-Ton aus Peking.

So sieht die neue Struktur aus

Das hatte die Laune der Anleger deutlich aufgehellt, zwischenzeitlich konnte sich der Kurs von Alibaba sogar von 60 auf 120 USD verdoppeln und das ohne einen Paukenschlag wie den gestrigen.

Da gab Alibaba bekannt, dass man sich in sechs Einheiten aufspalten wird. Jede davon soll die Möglichkeit haben, sich externe Finanzmittel zu beschaffen und an die Börse zu gehen.

Die Teilung soll wie folgt aussehen.
Alibaba wird zukünftig als Holdinggesellschaft fungieren und behält das lokale Einzelhandelsgeschäft in China unter vollständiger Kontrolle.
Darauf entfällt rund zwei Drittel des Konzerngeschäfts.

Als semi-autonome Geschäftseinheiten mit eigenen Vorständen entstehen:
Die Cloud Intelligence Group, zu der die Cloud- und KI -Projekte des Unternehmens gehören. Zuletzt entfielen auf das Cloud-Segment rund 9% der Konzernumsätze, was umgerechnet einem Jahresumsatz von rund 11,6 Mrd. USD entspricht.

Ein halbes Dutzend Milliarden-Konzerne

Das Logistik-Geschäft von Alibaba firmiert zukünftig als Cainiao Smart Logistics. Auf diese Sparte entfallen rund 6,4% der Konzernumsätze, was umgerechnet einem Jahresumsatz von rund 8,2 Mrd. USD entspricht.

Global Digital Commerce Group umfasst das internationale E-Commerce-Geschäft von Alibaba, darunter AliExpress und Lazada.
Zuletzt entfielen auf den Bereich rund 7,7% der Konzernumsätze, was umgerechnet einem Jahresumsatz von rund 9,9 Mrd. USD entspricht.

Die Local Services Group umfasst unter anderem den zu Alibaba gehörenden Essenslieferdienst Ele.me sowie dessen Mapping.
Vermutlich entspricht das der bisherigen Einheit „Local Comsumer Services“. In diesem Fall erzielt der Bereich rund 5,7% der Konzernumsätze, was umgerechnet einem Jahresumsatz von rund 7,3 Mrd. USD entspricht.

Das Streaming- und Filmgeschäft gehört fortan zur Digital Media and Entertainment Group. Auf die kleinste Sparte entfielen zuletzt rund 3,5% der Konzernumsätze, umgerechnet rund 4,51 Mrd. USD.

Geht jetzt die Party los?

Wie die exakten Zahlen der jeweiligen Sparten sowie ihre Entwicklung aussehen, werden wir erst erfahren, sobald sie gesondert vorgelegt werden.
interessanterweise verzeichnete das Logistik-Segment zuletzt das höchste Wachstum.

Was bedeutet das für die Anleger? Tatsächlich ändert sich nicht so viel, wie man auf den ersten Blick auf eine Schlagzeile wie „Alibaba spaltet sich in sechs Einheiten auf“ vermuten würde.
Das gilt vor allem, solange die neuen Töchter nicht an die Börse gehen, was aber das Ziel sein dürfte.

Der grosse Vorteil der neuen Struktur sind schnellere Entscheidungswege und für Anleger eine klarere Sichtbarkeit der einzelnen Segmente.
Sollte es dann zu Börsengängen kommen und die Bewertungen entsprechend hoch ausfallen, könnte das die Alibaba-Aktie beflügeln.

Aktuell beflügelt vor allem die Hoffnung darauf, dass das passieren wird. An den operativen Kennzahlen dürfte die Aufspaltung vorerst wenig ändern.

Im laufenden Geschäftsjahr, das zum Monatsende abgeschlossen sein wird, soll das Ergebnis um 7% auf 7,78 USD je Aktie sinken.
In den kommenden beiden Jahren werden jedoch jeweils Gewinnsteigerungen von 12% p.a. erwartet.

Alibaba Aktie: Chart vom 29.03.2023, Kurs: 97,60 - Kürzel: BABA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alibaba Aktie: Chart vom 29.03.2023, Kurs: 97,60 – Kürzel: BABA | Quelle: TWS

Kann man geschäftlich endlich wieder an die alten Erfolge anknüpfen, dürfte das zu einer Neubewertung von Alibaba führen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die P/E zeitnah wieder auf das Niveau steigt, welches früher normal war (etwa 30), aber auch schon viel weniger würde erhebliches Potenzial bieten.

Die P/E von Alibaba liegt aktuell bei 12,6. Können Gewinnsprünge von 12% oder mehr erzielt werden, würde das wesentlich mehr rechtfertigen.
Selbst wenn man nur eine P/E von 15 unterstellt, ergäbe sich auf Sicht von 8 bis 12 Monaten ein Kursziel von 130,50 USD.