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Anleger haben mit dem hier vorgestellten ETF die Möglichkeit, mittels eines globalen Ansatzes in einen breit gestreuten Korb aus Wertpapieren aus dem Bereich Infrastruktur zu investieren.

Informationen zum Referenzindex – FTSE Global Core Infrastructure

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist der FTSE Global Core Infrastructure Index. Der Indexanbieter FTSE Russell bietet eine Serie von Infrastrukturindizes, die neben entwickelten Ländern auch die Emerging Markets abdecken. Ein davon konzipierter Index ist der vorliegende für den ETF heranzuziehende Index mit einem globalen Ansatz.

Der FTSE Global Core Infrastructure Index bietet ein globales Exposure im Investmentbereich der Infrastruktur. Die im Index enthaltenen Unternehmen betreiben, managen oder besitzen Infrastrukturprojekte oder Infrastrukturnetze. Die jeweiligen Konzerne stellen demnach die Infrastruktur bereit, wie zum Beispiel Strassennetze, Schienennetze, Netze für den Transport von Energie oder auch Daten und mehr.

Um in den Index aufgenommen zu werden verlangt die Indexmethodik zumindest Umsätze von 65 Prozent, die im Bereich Infrastruktur generiert werden. Der Index wurde am 31. März 2011 lanciert und hat eine Basis vom 16. Dezember 2005, die bei 1.000,00 Indexpunkten liegt. Die hier genutzte Variante wird in US-Dollar berechnet, es gibt aber auch Berechnungen in Euro, britischen Pfund, japanischen Yen und in australischen Dollar. Eine Indexüberprüfung findet jeweils halbjährlich im März und September statt.

Der FTSE Global Core Infrastructure Index besteht aus 243 Einzelpositionen, die zum Stichtag des 30. September 2022 eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von 2,281 Billionen US-Dollar aufwiesen. So enorm viel sich das anhören mag, allein Apple kommt auf so eine Marktkapitalisierung. Die Durchschnittsdividendenrendite von 3,41 Prozent wirkt nach einem bereits seit Anfang des Jahres 2022 recht stark eingebrochenen Gesamtmarkt aber recht annehmbar. (Daten gemäss FTSE Russell-Factsheet vom 30. September 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Der ETF nutzt die vollständig physische Abbildungsmethode. Folglich besteht zwischen den Positionen des ETF-Portfolios und denen des Referenzindex eine recht hohe Deckungsgleichheit.

Die grössten Positionen sind mit 6,72 Prozent Nextera Energy, mit 5,33 Prozent Union Pacific, mit 4,34 Prozent American Tower REIT, mit 3,29 Prozent Enbridge mit 3,14 Prozent Southern, mit 3,12 Prozent Duke Energy, mit 2,91 Prozent Canadian National Railway, mit 2,72 Prozent Canadian Pacific Railway, mit 2,72 Prozent Crown Castle und mit 2,51 Prozent Dominion Energy.

Diese Top 10 erreichen eine Gewichtung von 36,80 Prozent. Im vorliegenden Fall kann man folglich von einer ausreichenden Diversifikation sprechen – das Gesamtportfolio besteht insgesamt noch aus 229 weiteren Positionen. (Quelle: iShares vom 30. September 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation – USA mit hoher Gewichtung

Das ETF-Portfolio besteht zu 99,60 Prozent aus Wertpapieren und zu 0,40 Prozent aus Cash- und Derivatebeständen.

Der Sektor mit dem höchsten Gewicht ist der Bereich Versorger mit 52,25 Prozent Anteil am Portfolio. Der Sektor Industrie liegt bei 24,31 Prozent, der Sektor Energie bei 12,71 Prozent, der Sektor Immobilien bei 7,84 Prozent und der Sektor Kommunikation bei 2,38 Prozent.

In Bezug auf die Länderallokation befinden sich die USA mit 63,71 Prozent auf dem ersten Platz und dominieren damit klar. Auf den weiteren Positionen liegen mit 13,41 Prozent Kanada, mit 3,55 Prozent Japan, mit 2,59 Prozent Grossbritannien, mit 1,87 Prozent Indien, mit 1,87 Prozent Australien, mit 1,79 Prozent China, mit 1,74 Prozent Spanien, mit 1,68 Prozent Hongkong, mit 1,56 Prozent Italien und mit 1,16 Prozent Brasilien.

Aufgrund der Länderaufteilung dominiert der US-Dollar, der hier zusätzlich die Rolle der Fonds- und Handelswährung innehat. (Quelle: iShares vom 07. Oktober 2022)

iShares Global Infrastructure ETF im Detail

Der ETF (Symbol: IDIN – ISIN: IE00B1FZS467 – WKN: A0LEW9) kann über die Börse London in US-Dollar erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,65 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fonds- und Handelswährung ist der US-Dollar. Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 20. Oktober 2006 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 10. Oktober 2022 ein Fondsvermögen in Höhe von rund 1,789 Milliarden US-Dollar auf. (Quelle: iShares vom 11. Oktober 2022)

Performance seit Jahresbeginn enttäuschend – langfristig aber mehr als solide

Der Gesamtmarkt hat in diesem Jahr bis dato noch keine Sternstunden vorzuweisen. Der Referenzindex verlor seit Jahresbeginn 2022 13,78 Prozent an Wert, während der ETF ein Minus von 13,99 Prozent aufwies.

Im Jahr 2021 konnte der Index noch um 17,0 Prozent und der ETF um 16,6 Prozent hinzugewinnen, in 2020 gab es für den Index hingegen ein Minus von 1,4 Prozent und für den ETF ein Minus von 1,6 Prozent. Die Performancedifferenzen sind mitunter durch Gebühren und Transaktionskosten und auch aufgrund von Währungsschwankungen zu erklären und im vorhanden Ausmass nicht der Rede wert. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und der ETF gemäss iShares mit dem Stand des 30. September 2022)

Expertenmeinung – Infrastrukturinvestments mit Chancen – stabile Erträge möglich

Die Welt von heute ist geplagt von hoher Inflation in den meisten G10-Staaten. Die Industriestaaten wachsen mehrheitlich betrachtet nur noch mässig bis gar nicht mehr oder drohen bereits in eine Rezession abzugleiten. Zu einem nicht unerheblichen Anteil zeichnet sich die US-Notenbank mit ihrer brutalen Zinswende und ihrer bullenstarken Zinserhöhungspolitik dafür verantwortlich. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine führt zu extremen Bedingungen auch für Europa und viele Teile der Welt. In Europa jedenfalls spürt man den Krieg in Form eines Energie- und Wirtschaftskriegs. Viele Probleme werden einmal mehr mit noch vorhandenem Geld zugeschüttet – damit erkauft man sich vermeintlich Zeit, bis wieder neue Probleme auf der Tagesordnung stehen. In so einem Marktumfeld sucht jeder Investor und auch Privatanleger nach geeigneten Alternativen für langfristige Anlagen.

Die Experten der US-Vermögensverwaltung BlackRock sehen einer aktuellen Markteinschätzung zufolge „eine riesige Investitionswelle, die durch die Energiekrise und die Digitalisierung angetrieben wird“ und damit Chancen für Infrastrukturinvestments. Die BlackRock-Experten gehen davon aus, dass „Infrastruktur das Potenzial hat, die Renditen zu diversifizieren und für stabile langfristige Cashflows zu sorgen. Infrastrukturerträge sind weniger an Konjunkturzyklen gebunden als Unternehmensanlagen“, so die Strategen.

Mitunter könnten sich Anleger mit Infrastrukturinvestments ein wenig von üblichen Korrelationen und Zyklen am Markt entkoppeln und sich auf diese Weise einen stetigen Return ins Portfolio holen. Vor allem registriert man über viele Jahre, dass private Infrastrukturinvestments über eine längere Phase von Marktunsicherheiten recht stabile Erträge bieten und sogar zu einem nicht geringen Anteil als Hedge gegen eine starke Abwärtsbewegung in einem Portfolio helfen können.

Infrastrukturinvestments können auch in einem Umfeld mit höherer Inflation ausreichende Erträge bieten. Ein Beispiel: Konzerne in wichtigsten Infrastrukturbereichen haben im Vergleich zu vielen anderen Konzernen eine recht überzeugende Preisdurchsetzungsmacht, denn man benötigt deren Leistung. Gebühren für die Nutzung der Stromnetze werden angehoben, Autobahngebühren werden angehoben, Kosten für den Transport von Energie werden angehoben – viele ähnliche Beispiele lassen sich aufzählen.

Die Länderallokation des ETFs zeigt deutlich, dass man mit dem vorliegenden Produkt nicht nur diversifiziert, sondern auch aus der Sicht eines Anlegers aus der Eurozone und auch aus deutscher Sicht sein Risiko grösstenteils ausserhalb der Eurozone und auch ausserhalb Deutschlands streut. Deutschland kommt hier im Fonds überhaupt nicht vor. Das kann gegenwärtig alles andere als dumm sein, sondern auch als Hedge gegenüber den Entwicklungen im eigenen Land dienen.

In Bezug auf die Währungslastigkeit nimmt der Euro mit rund 3,3 Prozent eine enorm untergeordnete Rolle in der Portfoliostruktur ein. Der Anlagehorizont wäre hier definitiv auf viele Jahre auszulegen. Auch eignet sich der ETF für einen langfristigen Vermögensaufbau, ein monatliches Sparen oder ein Zukaufen bei Kursschwäche.

Mögliches Setup

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Nach einem weiteren Kursrücksetzer könnte eine Positionierung eingegangen werden. Ein Kauf könnte bei beispielsweise 27,50 US-Dollar erfolgen, mit einem möglichen Ziel bei 32,00 US-Dollar. Die Position könnte mit einem Stoploss von 26,00 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.

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