Die besten Gold ETFs | LYNX Online Broker

Viele dachten in den letzten Jahren, Gold wäre dauerhaft uninteressant geworden. Doch sie waren im Irrtum: Gold ist wieder da. Und dieses Comeback fällt beeindruckend aus: Gold hatte im Jahr 2019 mit +18 Prozent sogar manchen Aktienindex hinter sich gelassen. Und das war nur der Anfang einer beeindruckenden Hausse. Die Bilanz des Goldpreises von Jahresbeginn bis Ende August 2020: +29,5 Prozent.

Wie deutlich Gold z.B. den DAX in den vergangenen Jahren schlagen konnte, zeigt der nachfolgende Chart:

Und diese beeindruckende Entwicklung kann mehr sein als eine kurze Episode, die nur auf den Irritationen basiert, welche die Corona-Pandemie an den Börsen ausgelöst hat. Denn der Goldpreis stieg nicht parallel zu einem einbrechenden Aktienmarkt. Gold fiel im Februar und März 2020 ebenso wie die grossen Aktienindizes und stieg dann mit dem, statt gegen den Trend des Aktienmarkts.

Aber das bedeutet nicht, dass Gold auch mit den Aktien fallen müsste, wenn deren Hausse endet. Am Aktienmarkt steigen in diesem Spätsommer 2020 die Risiken, dass die Hausse den Bogen überspannt, die in den Aktien eingepreisten Hoffnungen enttäuscht werden könnten. Der Aktienmarkt ist dadurch in einem schwierigen Umfeld gefährlich teuer geworden. Was bleibt?

Gold! Wie Sie am besten an diesem beeindruckenden Comeback des Goldes profitieren, ist Thema dieses Beitrags

Der folgende Chart zeigt den Goldpreis über die letzten 30 Jahre in logarithmischer Skalierung. Sie sehen, dass Gold nach der 2011 beendeten, zehn Jahre andauernden Hausse eine perfekte Bodenbildung vollzogen und diese im Sommer 2019 mit grosser Dynamik vollendet hat. Damit hat Gold klar gezeigt, was noch in ihm steckt (siehe dazu auch den Artikel „Goldpreis-Prognose 2020“). Das bisherige Rekordhoch von knapp über 1.900 US-Dollar wurde zur Jahresmitte 2020 mit Schwung überboten. Und wie eingangs geschrieben, muss das noch keineswegs das Ende der neuen Karriere des Edelmetalls sein. Da lohnt es sich, genau hinzusehen, bei günstigen Gelegenheiten einzusteigen. Nur … wie will man das als „normaler“ Anleger bewerkstelligen?

Goldbarren zu kaufen oder, um die Sache erschwinglicher und „handlicher“ zu gestalten, Goldmünzen wie die Krügerrand-Münzen, das wäre durchaus eine Option. Aber dann gilt es, dieses Gold sicher zu verwahren. Zudem ist es aufwändiger, physisches Gold zu kaufen und zu verkaufen, als dieses in anderer Form zu handeln.

Doch wie handelt man Gold als normaler Anleger am einfachsten? Bieten sich nur Derivate an, also Optionen, Optionsscheine, Zertifikate auf Gold, die einen Hebel aufweisen, somit also spekulativ und darüber hinaus auch noch oft in ihrer Laufzeit begrenzt sind? Eine Zeitlang war das tatsächlich so. Aber dann kamen die ETFs auf den Markt, die „Exchange Traded Funds“. Und das ist gerade für Investments im Rohstoffbereich eine perfekte Lösung! Diese ETFs gibt es zwar auch mit Hebel, aber eben auch ohne, womit man dem Goldpreis fast 1:1 folgen kann.

ETFs sind eine ideale Basis, um beim Gold dabei zu sein

Im Bereich der Rohstoffe heissen die ETFs eigentlich „ETC“, „Exchange Traded Commodities“. Sie sind teilweise geringfügig anders aufgebaut, haben aber dieselben, entscheidenden Eigenschaften: Es handelt sich bei den ETCs um zeitlich unbefristete Schuldverschreibungen des Emittenten, die hinterlegt sind, indem die Emittenten das Anlagevolumen mit physischem Gold besichern.

ETCs sind an den Börsen jederzeit handelbar. Die hier vorgestellten ETCs haben dabei ein Anlagevolumen, das sicherstellt, dass Sie immer mit ausreichendem Handelsvolumen rechnen können, wenn Sie ein- oder aussteigen möchten. Dabei liegen die jährlichen Gebühren, die hier wie z.B. bei Fonds anfallen, immer in einer Dimension des Bruchteils eines Prozents.

Da ein Gold-ETC unmittelbar an der Entwicklung des Goldpreises teilhat, könnte man meinen, dass es egal wäre, für welchen Gold-ETC man sich entscheidet. Aber so ganz egal ist das nicht, denn man sollte einen immens bedeutsamen Aspekt bedenken und ihn in seine Entscheidung mit einbeziehen:

Gold-ETFs und der Währungsaspekt

Gold wird, wie alle Rohstoffe, in US-Dollar fakturiert. Für uns als Anleger in der Eurozone sind damit zwei Dinge wichtig, wenn es um die Wertentwicklung unserer Gold-ETFs geht (wir nennen die ETCs ab hier wieder ETFs, weil das einfach der gängigere Begriff ist). Zum einen ist natürlich der Goldpreis selbst ausschlaggebend. Aber auch die Veränderung im Wert des US-Dollars zum Euro spielt eine ganz wesentliche Rolle. Dass die keineswegs zu unterschätzen ist, zeigt uns der folgende Chart, der den Goldpreis über zehn Jahre einmal in Euro (grün) und zum anderen in US-Dollar (rot) zeigt:

In Euro gerechnet lag der Gewinn bei einem Gold-Investment sehr deutlich höher. Der Grund ist einfach: Der Euro hat in diesen zehn Jahren unter dem Strich an Wert zum US-Dollar verloren. Der US-Dollar hat also an Wert zugelegt und dem europäischen Gold-Investor einen zusätzlichen Gewinn eingebracht. Ein konkretes Beispiel dazu:

Anfang Januar 2015 kostete eine Feinunze Gold 1.200 US-Dollar. Anfang Februar 2016 lag Gold erneut bei 1.200 US-Dollar. Für einen US-Anleger, für den ein US-Dollar immer ein US-Dollar bleibt, lag der Gewinn im Saldo dieser 13 Monate also bei null. Anders aber, wenn die eigene Währung der Euro war. Denn der Euro/US-Dollar-Kurs lag im Januar 2015 bei 1,1840 US-Dollar pro Euro, im Februar 2016 aber nur noch bei 1,1260 US-Dollar pro Euro. Der US-Dollar wurde somit teurer und führte dazu, dass ein Investor im Euro-Raum in dieser Zeit gut fünf Prozent Gewinn mit Gold machte, während ein US-Anleger leer ausging.

Diese durch die Kursveränderung der Euro/US-Dollar-Relation ausgelösten Unterschiede wirken natürlich auch anders herum, so z.B. in den vergangenen zwölf Monaten, wie unser folgender Chart zeigt. Hier haben wir die vier der unten folgenden fünf ETFs unserer Top-Liste eingeblendet, die NICHT währungsgesichert sind, bei denen also die Veränderung der Relation Euro/US-Dollar zusätzlich wirkt. Dadurch, dass der US-Dollar über die vergangenen zwölf Monate hinweg an Wert verloren hat, fiel die Performance der in Euro gehandelten Gold-ETFs niedriger aus als der Kursanstieg des Goldpreises in US-Dollar.

Unser nächstes Chartbild zeigt die Unterschiede, die sich ergeben, wenn man entweder einen nicht währungsgesicherten oder aber einen währungsgesicherten Gold-ETF einsetzt. Der in rot gehaltene, währungsgesicherte ETF, den wir in fünfter Position auf unserer folgenden ETF-Übersicht zeigen, hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr Gewinn erzielt als die nicht währungsgesicherten Xetra Gold-ETFs, weil die Differenz, die durch den Wertverlust des US-Dollars zum Euro entstand, durch diese Währungsabsicherung grossenteils ausgeglichen wurde.

Sich gegen Währungsschwankungen abzusichern, ist eine gute Idee, könnte man anhand dieser so unterschiedlichen Performance der letzten zwölf Monate denken. Immerhin ist dieser währungsgesicherte ETF zuletzt besser gelaufen. Aber!

Währungsgesicherte Gold ETFs: Nicht immer die bessere Wahl!

In den letzten Monaten hätte man mit einem Gold-ETF, der gegen die Schwankungen des US-Dollars zum Euro schützt, Vorteile gehabt, das stimmt. Ein solcher währungsgesicherter ETF, wie ihn der vorstehende Chart zeigt und den wir an 5. Position in unserer Top Gold ETF-Liste haben, hat besser performt als ein in US-Dollar laufender Gold-ETF, auch, wenn er die Ergebnisse des Goldpreises selbst nicht ganz erreicht hat. Letzteres liegt daran, dass zur Währungsabsicherung ein permanentes „Hedging“ gegen Währungsschwankungen über den Terminmarkt erfolgen muss. Und das kostet Geld und damit Performance, ob die Absicherung nun sinnvoll gewesen wäre oder nicht. Aber was, wenn sich der Spiess umdreht, wenn der US-Dollar an Wert zum Euro zulegt, die Euro/US-Dollar-Relation also wieder fällt?

Dann wäre man mit einem solchen währungsgesicherten ETF nicht gut beraten. Solche ETFs sollte man im Hinterkopf behalten, sie werden aber nur dann zu Favoriten, wenn Euro/US-Dollar in einem Aufwärtstrend läuft, wie das aktuell der Fall ist. Über viele Jahre zuvor war das jedoch anders, da war es der Euro, der an Wert verlor, so dass man da dann mit einem währungsgesicherten ETF weit schlechter gefahren wäre als ohne Absicherung. Zu welcher Variante man greift, sollte daher immer von einem Seitenblick auf die Trendrichtung von Euro/US-Dollar abhängig gemacht werden.

Unsere 5 besten Gold-ETFs 2020

Wir haben Ihnen hier eine Liste mit fünf Gold-ETFs (eigentlich wie gesagt „ETCs“) abgebildet. Die Gold ETFs sind alle in Deutschland handelbar. Sie sehen, dass sich die Performances auf Sicht eines Jahres ebenso wie über drei Jahre relativ wenig unterscheiden. Letzten Endes kein Wunder, denn die einzige Orientierung ist ja der Goldpreis, der nur einen Kurs hat. Die einzige Ausnahme ist die Position 5, der „hedged“ ETC, der gegen Währungsschwankungen gesichert ist, was zuletzt durchaus einen Vorteil brachte. Aber wie vorstehend erwähnt muss das keineswegs immer so bleiben.

Sinnvoll wäre, dass man sich vorzugsweise auf die etablierten Gold ETFs stützt. Unsere hier gezeigten ETFs sind alle schon mehrere Jahre am Markt und haben ein sehr hohes Fondsvolumen. Achten Sie zudem darauf, dass ein solcher Gold-ETF moderate jährliche Gebühren aufweist, bis zu 0,4 Prozent sind in Ordnung, mehr sollte man nicht bezahlen (auch hier ist der währungsgesicherte ETF eine Ausnahme, die Absicherung kostet eben zusätzlich Geld).

Unsere Top 5 ETCs auf Gold

Name des ETFFondsvolumenwährungsgesichert?Performance 1 Jahr
in Euro
Performance 3 Jahre
in Euro
jährl. KostenBasiswährungISIN
iShares Physical Gold ETC12,35 Mrd.nein16.77%45.76%0.19%USDIE00B4ND3602
Xetra-Gold11,8 Mrd.nein17.79%47.17%0.00%EURDE000A0S9GB0
WisdomTree Physical Gold7,5 Mrd.nein17.34%46.24%0.39%USDDE000A0N62G0
Gold Bullion Securities4,3 Mrd.nein17.31%45.63%0.40%USDDE000A0LP781
Xtrackers Physical Gold Euro Hedged3,0 Mrd.ja23.70%32.74%0.59%EURDE000A1EK0G3

Fazit Gold ETF Investment: Eine gute Wahl für private Investoren!

Ein ETF (ETC) auf Gold ist für einen privaten Investor die beste Möglichkeit, unmittelbar an einem Trend bei Gold teilzuhaben, ohne gleich mit einem Hebel und damit zusätzlich spekulativ zu agieren. Die ETFs bilden die Entwicklung des Goldpreises sehr präzise ab, die Gebühren sind günstig, die Handelbarkeit jederzeit gewährleistet. Ein guter Weg, bei der nächsten Gold-Hausse mit dabei zu sein.

* Kurse vom 02.09.2020, Charts von marketmaker pp4

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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