Die besten Gold ETFs 2019

Viele dachten in den letzten Jahren, Gold wäre dauerhaft uninteressant geworden. Doch sie waren im Irrtum: Gold ist wieder da. Und dieses Comeback fällt beeindruckend aus: Gold hat im laufenden Jahr 2019 bis Mitte Oktober genauso kräftige Gewinne aufzuweisen wie der DAX. Und es spricht einiges dafür, dass das erst der Anfang ist.

Denn Gold hat nicht nur eine charttechnisch einwandfreie Super-Wende hingelegt. Es bietet sich derzeit auch als perfekte Alternative zu Aktien und Anleihen an. Denn so sehr die USA versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass es in Sachen Handelskrieg vorangeht: Die Investoren sehen sehr wohl, dass das nicht so ist. Trotzdem sind Aktien zuletzt deutlich gestiegen, sind in einem Umfeld kippenden Wachstums deshalb gefährlich teuer. Und Anleihen haben bereits mehrere weitere Maßnahmen der Notenbaken eingepreist und wirken damit ausgereizt. Was bleibt?

Gold! Wie Sie am besten an diesem beeindruckenden Comeback des Goldes profitieren, ist Thema dieses Beitrags.

Partizipieren Sie von den großen Trends – So folgen Sie dem Goldpreis

Der folgende Chart zeigt den Goldpreis über die letzten 30 Jahre in logarithmischer Skalierung. Sie sehen, dass Gold nach der 2011 beendeten Super-Hausse eine perfekte Bodenbildung vollzogen hat und diese im Sommer 2019 mit großer Dynamik vollendet hat. Damit hat Gold klar gezeigt, was noch in ihm stecken könnte (siehe dazu auch den Artikel „Goldpreis-Prognose 2019“). Das bisherige Rekordhoch von knapp über 1.900 US-Dollar wäre ein mögliches Kursziel. Aber je nachdem, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, könnte sogar diese alte Bestmarke nur eine Etappe auf dem Weg zu noch höheren Notierungen sein. Da lohnt es sich, genau hinzusehen, bei günstigen Gelegenheiten einzusteigen. Nur … wie will man das als „normaler“ Anleger bewerkstelligen?

Die besten Gold ETFs: Entwicklung Goldpreis von 1989 bis 2019 | Online Broker LYNX

Goldbarren zu kaufen oder, um die Sache erschwinglicher und „handlicher“ zu gestalten, Goldmünzen wie die Krügerrand-Münzen, das wäre durchaus eine Option. Aber dann gilt es, dieses Gold sicher zu verwahren. Zudem ist es aufwändiger, physisches Gold zu kaufen und zu verkaufen, als dieses in anderer Form zu handeln.

Doch wie handelt man Gold als normaler Anleger am einfachsten? Bieten sich nur Derivate an, also Optionen, Optionsscheine, Zertifikate auf Gold, die einen Hebel aufweisen, somit also spekulativ sind und darüber hinaus auch noch oft in ihrer Laufzeit begrenzt sind? Eine Zeitlang war das tatsächlich so. Aber dann kamen die ETFs auf den Markt, die „Exchange Traded Funds“. Und das ist gerade für Investments im Rohstoffbereich eine perfekte Lösung! Diese ETFs gibt es zwar auch mit Hebel, aber eben auch ohne, womit man dem Goldpreis fast 1:1 folgen kann.

ETFs sind eine ideale Basis, um beim Gold dabei zu sein

Im Bereich der Rohstoffe heißen die ETFs eigentlich „ETC“, „Exchange Traded Commodities“. Sie sind teilweise geringfügig anders aufgebaut, haben aber dieselben, entscheidenden Eigenschaften: Es handelt sich bei den ETCs um zeitlich unbefristete Schuldverschreibungen des Emittenten, die hinterlegt sind, indem die Emittenten das Anlagevolumen mit physischem Gold besichern.

ETCs sind an den Börsen jederzeit handelbar. Die hier vorgestellten ETCs haben dabei ein Anlagevolumen, das sicherstellt, dass Sie immer mit ausreichendem Handelsvolumen rechnen können, wenn Sie ein- oder aussteigen möchten. Dabei liegen die jährlichen Gebühren, die hier wie z.B. bei Fonds anfallen, immer in einer Dimension des Bruchteils eines Prozents.

Da ein Gold-ETC unmittelbar an der Entwicklung des Goldpreises teilhat, könnte man meinen, dass es egal wäre, für welchen Gold-ETC man sich entscheidet. Aber so ganz egal ist das nicht, denn man sollte einen immens bedeutsamen Aspekt bedenken und ihn in seine Entscheidung mit einbeziehen:

Gold-ETFs und der Währungsaspekt

Gold wird, wie alle Rohstoffe, in US-Dollar fakturiert. Für uns als Anleger in der Eurozone sind damit zwei Dinge wichtig, wenn es um die Wertentwicklung unserer Gold-ETFs geht (wir nennen die ETCs ab hier wieder ETFs, weil das einfach der gängigere Begriff ist). Zum einen ist natürlich der Goldpreis selbst ausschlaggebend. Aber auch die Veränderung im Wert des US-Dollars zum Euro spielt eine ganz wesentliche Rolle. Dass die keineswegs zu unterschätzen ist, zeigt uns der folgende Chart, der den Goldpreis über zehn Jahre einmal in Euro (grün) und zum anderen in US-Dollar (blau) zeigt:

Die besten Gold ETFs: Vergleich Entwicklung Goldpreis in Euro und Dollar von 2009 bis 2019 | Online Broker LYNX

In Euro gerechnet lag der Gewinn bei einem Gold-Investment sehr deutlich höher. Der Grund ist einfach: Der Euro hat in diesen zehn Jahren unter dem Strich an Wert zum US-Dollar verloren. Der US-Dollar hat also an Wert zugelegt und dem europäischen Gold-Investor einen zusätzlichen Gewinn eingebracht. Ein konkretes Beispiel dazu:

Anfang Januar 2015 kostete eine Feinunze Gold 1.200 US-Dollar. Anfang Februar 2016 lag Gold erneut bei 1.200 US-Dollar. Für einen US-Anleger, für den ein US-Dollar immer ein US-Dollar bleibt, lag der Gewinn im Saldo dieser 13 Monate also bei null. Anders aber, wenn die eigene Währung der Euro war. Denn der Euro/US-Dollar-Kurs lag im Januar 2015 bei 1,1840 US-Dollar pro Euro, im Februar 2016 aber nur noch bei 1,1260 US-Dollar pro Euro. Der US-Dollar wurde somit teurer und führte dazu, dass ein Investor im Euro-Raum in dieser Zeit gut fünf Prozent Gewinn mit Gold machte, während ein US-Anleger leer ausging.

Wie markant dieser Währungsaspekt gerade in den vergangenen fünf Jahren war, zeigt der folgende Gold ETF Chart. Hier haben wir die vier der unten folgenden fünf ETFs unserer Top-Liste eingeblendet, die NICHT währungsgesichert sind, bei denen also die Veränderung der Relation Euro/US-Dollar zusätzlich wirkt:

Die besten Gold ETFs: Vergleich Entwicklung Gold ETFs und Goldpreis in Dollar von 2014 bis 2019 | Online Broker LYNX

Unser nächstes Chartbild zeigt das noch einmal aus einer anderen Perspektive. Hier haben wir neben dem schwarz gestrichelt abgebildeten Goldpreis drei ETFs abgebildet. Den iShares Gold ETF in Euro in grün, der, aufgrund des Wertzuwachses des US-Dollars in den letzten Jahren, eine deutlich bessere Performance auswies, als hätte man denselben ETF in US-Dollar gekauft (das ist die blaue Linie, diesen ETF könnte man ebenso in US-Dollar erwerben).

Dazu haben wir als rote Linie den fünften ETF aus unserer Top-Liste mit dabei. Das ist der db Physical Gold Euro Hedged ETF. „Hedged“ bedeutet, dass dieser ETF gegen Währungsschwankungen gesichert ist. Eine schlechte Idee, könnte man denken. Immerhin ist das der einzige ETF, der in den vergangenen Jahren wirklich schwach gelaufen ist. Aber!

Die besten Gold ETFs: Vergleich Entwicklung verschiedener Gold ETFs und Goldpreis von 2014 bis 2019 | LYNX Online Broker

Währungsgesicherte Gold ETFs: Manchmal die bessere Wahl!

In den letzten Jahren hätte man mit einem Gold-ETF, der gegen die Schwankungen des US-Dollars zum Euro schützt, ein Eigentor geschossen, das stimmt. Denn ein solcher währungsgesicherter ETF, wie ihn der vorstehende Chart zeigt und den wir an 5. Position in unserer Top Gold-ETF-Liste haben, hat nicht nur nicht besser performt wie ein in US-Dollar laufender Gold-ETF, sondern schlechter. Das liegt daran, dass zur Währungsabsicherung ein permanentes „Hedging“ gegen Währungsschwankungen über den Terminmarkt erfolgen muss und das kostet Geld und damit Performance, ob die Absicherung nun sinnvoll gewesen wäre oder nicht. Aber was, wenn sich der Spieß umdreht, wenn der US-Dollar an Wert zum Euro verliert, die Euro/US-Dollar-Relation also steigt? Dann wäre man mit einem solchen währungsgesicherten ETF ideal beraten. Solche ETFs sollte man daher im Hinterkopf behalten. Sie werden zum Favorit, sobald Euro/US-Dollar in einen nachhaltigen Aufwärtstrend übergehen sollte.

Die Trailing Stop-Order: Gewinne sichern, Verluste begrenzen.

Die Trailing-Stop Verkaufsorder ist eine abgewandelte Stop-Order. Hierbei wird der Stop-Preis in einem festgelegten Folgeabstand (Trailing-Wert) an den Kurs gekoppelt. Wenn dieser Wert steigt und somit der Abstand größer als der Trailing-Wert ist, wird der Stop-Preis nach oben angepasst.

Unsere Besten 5 Gold-ETFs 2019

Wir haben Ihnen hier eine Liste mit fünf Gold-ETFs (eigentlich wie gesagt „ETCs“) abgebildet. Die Gold ETFs sind alle in Deutschland handelbar. Sie sehen, dass sich die Performances auf Sicht eines Jahres ebenso wie über drei Jahre relativ wenig unterscheiden. Letzten Endes kein Wunder, denn die einzige Orientierung ist ja der Goldpreis, der nur einen Kurs hat. Die einzige Ausnahme ist die Position 5, der „hedged“ ETC, der gegen Währungsschwankungen gesichert ist, was zuletzt mehr Schaden als Nutzen brachte. Aber wie vorstehend erwähnt muss das keineswegs immer so bleiben.

Sinnvoll wäre, dass man sich vorzugsweise auf die etablierten Gold ETFs stützt. Unsere hier gezeigten ETFs sind alle schon mehrere Jahre am Markt und haben ein sehr hohes Fondsvolumen. Achten Sie zudem darauf, dass ein solcher Gold-ETF moderate jährliche Gebühren aufweist, zwischen 0,25 und 0,50 Prozent sind in Ordnung, mehr sollte man nicht bezahlen (auch hier ist der währungsgesicherte ETF eine Ausnahme, die Absicherung kostet eben zusätzlich Geld).

Unsere Top 5 ETCs auf Gold

Name des ETFISINBasiswährungFondsvolumenwährungsgesichert?Performance 1 JahrPerformance 3 Jahrejährl. Kosten
Xetra-GoldDE000A0S9GB0USD8,46 Mrd.nein26.88%17.43%0.36%
iShares Physical Gold ETCIE00B4ND3602USD5,66 Mrd.nein27.22%16.73%0.25%
db Physical Gold ETC (EUR)DE000A1E0HR8USD2,94 Mrd.nein26.52%16.27%0.25%
ETFS Physical GoldDE000A0N62G0USD7,12Mrd.nein26.35%15.81%0.39%
db Physical Gold Euro Hedged ETCDE000A1EK0G3Euro2,00 Mrd.ja16.63%5.89%0.59%

Fazit Gold ETF Investment: Eine gute Wahl für private Investoren!

Ein ETF (ETC) auf Gold ist für einen privaten Investor die beste Möglichkeit, unmittelbar an einem Trend bei Gold teilzuhaben, ohne gleich mit einem Hebel und damit zusätzlich spekulativ zu agieren. Die ETFs bilden die Entwicklung des Goldpreises sehr präzise ab, die Gebühren sind günstig, die Handelbarkeit jederzeit gewährleistet. Ein guter Weg, bei der nächsten Gold-Hausse mit dabei zu sein.

* Kurse vom 11.10.2019, Charts von marketmaker pp4

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Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv, aktuell ist er u.a. Chefanalyst des Börsendienstes Stock Selection Europe bei Finanzen100. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.
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