Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Grenke bricht nach Downgrade ein. Und jetzt?

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

Ich liebe es

Ende letzten Jahres hatte das Unternehmen mehr als eine halbe Million laufender Leasingverträge. Man ist also breit aufgestellt.
Das Geschäft von Grenke ist weder kompliziert noch aufregend, sondern kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen.

An Wachstum fehlt es ebenfalls nicht. In den letzten fünf Jahren stieg der Umsatz von 1,30 Mrd. auf 2,44 Mrd. Euro.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,08 auf 2,74 Euro je Aktie.

Ausblick und Bewertung

Im laufenden Geschäftsjahr konnte nahtlos an die positive Entwicklung angeknüpft werden. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 22% auf 1,72 Mrd. Euro zu. Der Gewinn kletterte von 1,74 auf 2,06 Euro je Aktie, ein Plus von 18%.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich, das Neukundengeschäft erreichte einen neuen Rekord, ebenso wie Umsatz und Gewinn.

Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 2,78 Euro erwartet und 2019 dann 3,30 Euro je Aktie.

Grenke kommt dementsprechend auf ein KGV von 25,6. Der Wert dürfte im neuen Jahr dann auf 21,6 sinken.

Die Aktie geht also nicht als klassisches Schnäppchen durch. Bei dem hohen und profitablen Wachstum ist die Bewertung gerechtfertigt.
Auch in der Vergangenheit war die Aktie selten günstiger und dennoch ein großer Outperformern. In den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 27.

Diese Analysten wieder

Die Privatbank Berenberg scheint allerdings nicht zu diesem Schluss zu kommen und hat die Aktie von buy auf hold abgestuft. Das Kursziel wurde von 99 auf 81 Euro gesenkt.
Demnach sei 2019 für Grenke ein Übergangsjahr, das Wachstum solle sich verlangsamen und die Profitabilität sinken.

Am Ende ist das wie immer eine Einzelmeinung, am Unternehmen selbst ändert das gar nichts. Die Aktie ist dennoch abgetaucht und notiert aktuell rund 5% im Minus. Warum Anleger überhaupt auf Ratings reagieren, ist mir schleierhaft.

Alle Auswertungen zeigen, dass die öffentlichen Verlautbarungen von Banken ein miserabler Indikator sind. Im Endeffekt werden Kursziele größtenteils „hinterhergezogen“.
Ist eine Aktie gestiegen, wird das Kursziel erhöht. Sind die Papiere gefallen, wird das Kursziel gesenkt.
Welchen Nutzen bringt das dem Anleger?

Oft genug stellen sich Kursquerelen nach Downgrades als Einstiegsgelegenheit heraus. Bechtle rauschte letztes Jahr nach einem negativen Analystenkommentar ebenfalls in die Tiefe. Wir nutzen die Gelegenheit. Anschließend legte die Aktie um knapp 30% zu und markierte ein neues Allzeithoch.

Was sagt der Chart?

Grenke ist langfristig bullisch und hat sich im Dezember gut gehalten.

Bisher wurden durch den heutigen Kurssturz auch noch keine Verkaufssignale generiert.
Grenke notiert nach wie vor über der Unterstützung bei 70 Euro, wo sie seit einigen Wochen gekauft wird.

Fallen die Papiere allerdings nachhaltig unter diese Marke, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 66 und 62 Euro. Hier würden sich antizyklische Käufe anbieten.

Können die Bullen die Unterstützung bei 70 Euro hingegen verteidigen, sind erneute Kursgewinne bis 74 und 77,50 Euro jederzeit möglich. Darüber hellt sich das Chartbild deutlich auf und es kommt zu prozyklischen Kaufsignalen.

Chart vom 08.01.2019 Kurs: 70,00 Kürzel: GLJ - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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