Airbus Aktie Prognose Airbus: Was treibt diese Aktie eigentlich an?

News: Aktuelle Analyse der Airbus Aktie

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So richtig auf die Beine kommt der Flugverkehr ja bislang nicht. Erst war es Corona, dann die Explosion der Energiepreise. Irgendwas ist halt immer. Und wenn die Airlines nicht so recht auf Touren kommen, können es Flugzeugbauer wie Airbus eigentlich auch nicht … oder doch?

Wenn man sich die Airbus-Aktie so ansieht, scheint es dort im Gegenteil tadellos zu laufen. Und der Flugzeugbauer selbst hat als Ziel für 2022 die Auslieferung von 700 Verkehrsflugzeugen ausgegeben, was hiesse, man würde wieder an die Rekordlevels anknüpfen, die vor der Corona-Phase erreicht wurden. Das EBIT würde, wenn man dieses Ziel erreicht, mit 5,5 Milliarden Euro einen neuen Rekord bedeuten. Grund:

Viele Airlines sind im Zuge des Abflauens der Corona-Problematik davon ausgegangen, dass der Luftverkehr jetzt nicht nur wieder auf alte Höhen zurückkommen, sondern neue Rekorde erreichen würde und hatten reichlich neue Maschinen geordert. Damit hat Airbus ein volles Auftragsbuch. Und die auch hier wie überall gestiegenen Kosten lassen sich offenbar gut kompensieren, für das dritte Quartal hatte Airbus am 28. Oktober ein EBIT von 836 Millionen Euro gemeldet, 25 Prozent mehr als im dritten Quartal 2021. Wenn man die Sache nur aus dieser Warte betrachtet, könnte man mit Blick auf ein noch moderates Kurs/Gewinn-Verhältnis von 22 für die 2022er-Gewinnprognose und auf durch die Bank bullische Analysten, deren durchschnittliches Kursziel für die Aktie mit 148 Euro klar über dem bisherigen Rekordhoch von 139,40 Euro lieg, sogar die Frage stellen:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Airbus Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wieso notiert der Kurs nicht längst auf alten Höhen? Aber nachdem der Luftfahrtkonzern zuletzt avisierte, die Produktion von Mittelstreckenjets 2023 massiv hochzufahren, kam zuletzt die Vermutung auf, Airbus könnte das eigene 2022er-Auslieferungsziel aufgrund von Materialengpässen verfehlen. Laut Medien-Meldungen hat das Unternehmen im November knapp 60 Maschinen ausgeliefert, so dass nur noch ein Monat bliebe, um die 150 Maschinen auszuliefern, die man liefern müsste, um die avisierten 700 Maschinen zu erreichen. Diese Meldung hatte die Aktie zum Wochenstart erst einmal ausgebremst. Und bislang ist noch unklar, wie sich die Lage genau darstellt, die Anleger rechnen jeden Moment mit konkreten Aussagen des Unternehmens.

Aber auch, wenn Materialknappheit 2023 ein sukzessive kleiner werdender Faktor sein dürfte: Falls die Weltwirtschaft den momentan wahrscheinlichen Weg einer rezessiven Phase beschreiten wird, würde das auch auf die Airlines negativ wirken. Es wäre durchaus möglich, dass das auf die Preisgestaltung bei Airbus durchschlägt und so mancher Auftrag dann storniert wird. Es wäre daher gewagt, sich blind darauf zu verlassen, dass der grosse Optimismus der Analysten in Stein gemeisselt ist.

Der Chart zeigt, dass die Aktie jetzt erst einmal am unteren Ende einer sehr massiven, bis Anfang 2019 zurückreichenden Widerstandszone zwischen 113 und 122,50 Euro gestoppt wurde. Zumindest das letzte Zwischenhoch bei 115,66 Euro sollte die Aktie jetzt zügig überwinden, um sich ihre Aufwärtschancen zu erhalten. Rutscht der Kurs jedoch weiter ab, wäre Vorsicht angesagt, denn 2023 kann für Airbus eben auch leicht weit weniger positiv verlaufen, als es die Käuferseite mit Rückenwind der Analysten momentan unterstellt.

Airbus-Aktie: Chart vom 01.12.2022, Kurs 110,14 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Airbus Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatten wir uns die Aktie des Flugzeugherstellers Mitte Juli angesehen. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Boden bei rund 90 EUR verteidigt werden und die Bullen machten sich gerade auf, den Widerstand knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 100 EUR zu testen.

Der positive Tenor setzte sich in den letzten Wochen weiter fort und mittlerweile konnte sich die Airbus-Aktie sogar nachhaltig über dieser Ebene halten. Ein überaus solides Zeichen und die Bullen scheinen nun die Dynamik weiter voranzutreiben. Mit dem Breakout aus der Konsolidierung konnte im gestrigen Handel ein zusätzliches Kaufsignal gesetzt werden. Weitere Anstiege sind somit durchaus denkbar.    

Expertenmeinung: Die bärische Gesamtlage scheint überwunden zu sein und der Kaufdruck beginnt jetzt wieder anzusteigen. Solange die Kurse die wichtige Barriere bei 100 EUR nicht wieder nach unten durchbrechen, gebe ich dem Papier positive Aussichten mit auf den Weg.

Das nächste charttechnische Kursziel ist offensichtlich und so könnte Airbus noch im August den Bereich von 113 EUR ansteuern. Knapp darüber bildeten sich im März und Ende Mai wichtige Pivot-Hochs, welche nun im Visier der Anleger stehen. Ob die Reise danach weitergehen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest für die kommenden Wochen ist wohl noch mit weiteren Anstiegen zu rechnen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 08.08.2022 Kurs: 106.06 Kürzel: AIR | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits vorige Woche hatten wir den Flugzeughersteller genauer unter die Lupe genommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich vor allem auf die überaus wichtige Support-Ebene bei 90 EUR hingewiesen. Zwar hat die Airbus-Aktie diese Marke kurzfristig nach unten gebrochen, doch den Bären gelang keine Bestätigung des Durchbruches. Hierzu wäre ein weiterer Schlusskurs unter der Signalkerze notwendig gewesen.

Somit holten die Bullen zu einem Fehlausbruch aus und konnten zumindest vorerst das Zepter zurückerobern. Die Kurse schossen wieder Richtung Norden und stiegen sogar kurzfristig über 20-Tage-Linie. Ein eindrucksvolles Comeback.

Expertenmeinung: Es ist wieder mal schön, etwas Kaufdruck zu sehen. Zwar gehe ich nicht von einer atemberaubenden Rallye aus, aber zumindest die bislang bärische Gesamtlage hat sich aktuell doch ein wenig beruhigt. Aus technischer Sicht könnte es mit den Kursen bis hin zur gebrochenen Unterstützung zurückgehen. Diese lag bei rund 101 EUR und könnte das nächste Zielniveau der aktuellen Aufwärtsbewegung darstellen.

Danach wird sich zeigen, wieviel Kraft die Bullen wirklich haben, denn hier wird sich dieser Tage auch der fallende 50-Tage-Durchschnitt einfinden. Diese Widerstandsebene wird nur schwer zu knacken sein.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.07.2022 Kurs: 96.71 Kürzel: AIR | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Airbus-Aktie gerät immer weiter unter Druck. Nachdem die Bullen im Juni die psychologisch wichtige Marke bei 100 EUR nicht verteidigen konnten, fiel die Aktie des Flugzeugherstellers bis auf das Tief von März dieses Jahres zurück. Danach versuchten einige Schnäppchenjäger ihr Glück, doch die Kurse wollten das Niveau auf Dauer einfach nicht verlassen.

Nach mehreren Tests nach unten brach die Support-Ebene schliesslich im gestrigen Handel. Der intakte Abwärtstrend bekommt somit erneut Zündstoff und der Chart liefert ein klares Verkaufssignal. Die Wahrscheinlichkeit auf weiter fallende Kurse ist somit deutlich gestiegen.

Expertenmeinung: Was sind die nächsten Kursziele und wie weit könnte die Aktie noch fallen? Grundsätzlich besteht noch immer die Hoffnung, dass es sich um einen Fehlausbruch handelt. In diesem Fall würden die Kurse den gestrigen Bruch schnell wieder negieren und im besten Fall sofort wieder über 95 EUR klettern. Eine gewisse Restchance bleibt, wenngleich ich die Wahrscheinlichkeit hierfür eher als gering erachte.

Die nächste Landezone könnte das Pivot-Tief von Januar 2021 sein. Dieses befindet sich bei 81.83 EUR und scheint das nächste Kursziel der Bären zu werden. Vorerst besteht für die Aktie also Alarmstufe Rot!

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.07.2022 Kurs: 90.16 Kürzel: AIR | Online Broker LYNX
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Das liess aufhorchen: Zu Beginn des zweiten Halbjahres kamen aus China Neubestellungen für Airbus-Maschinen. Und nicht nur ein paar wenige, sondern insgesamt fast 300! Die Aktie reagierte mit einem ordentlichen Plus, das die Chance auf eine Bodenbildung festigt.

Bislang hinkt Airbus den eigenen Zielen für 2022 noch ein wenig hinterher, das hat die Aktie zuletzt spürbar gebremst. Aber es waren vor allem die mageren Neubestellungen und die Befürchtung, dass die mit Blick auf den Druck auf die Weltwirtschaft noch weniger werden, die die Anleger dazu brachten, die Airbus-Aktie zu denen zu zählen, die im Fall einer Rezession noch viel Luft nach unten hätten. Aber auch, wenn die Aktie daraufhin nicht sofort durch die Decke ging … womöglich auch, weil die Meldungen über die Neubestellungen von China Southern Airlines, Air China, China Eastern, und Shenzhen Airlines über den Tag verteilt hereinkamen: Das stärkt das Auftragsbuch natürlich immens und reduziert die Sorge, dass man in den kommenden Jahren seitens der Auftragslage austrocknen könnte.

Aber diese positiven Nachrichten müssen sich auch im Chartbild niederschlagen. Bislang hat die Airbus-Aktie dadurch nur eine grössere Chance auf eine erfolgreiche Bodenbildung, abgeschlossen ist die aber noch nicht. Nichtsdestotrotz ist die Vorlage dafür eine gute:

Expertenmeinung: Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass es gelang, das März-Tief bei 90,24 Euro zu halten. Wichtig dabei: Die vorvergangene Woche endete mit einer roten Kerze direkt an dieser Unterstützung, so dass das Risiko, dass diese Linie fällt und den Weg aus charttechnischer Sicht in Richtung der nächsten Unterstützungszone 82/85 Euro freigibt, äusserst hoch war. Dass es gelang, diese Linie in der vergangenen Woche doch noch zu verteidigen und dies in eine grüne Wochenkerze mündete, ist eine klar positive Vorlage in Form eines „Tweezer Bottom“, einem potenziell bullischen Signal in der Candlestick-Lehre. Was muss jetzt gelingen, damit die Aktie wieder einen Long-Trade wert wäre?

Der erste Schritt muss sein, wieder in den vorherigen Seitwärtstrendkanal zurückzukommen, der zwischen 100,54 und 113,74 Euro verläuft. Sobald die Airbus-Aktie diese Zone zurückgewonnen hätte, wäre ein Anlauf an die obere Begrenzung des Seitwärtstrendkanals eine recht wahrscheinliche Perspektive. Aber:

Zu viel sollte man auch trotz dieser erfreulich hohen Zahl neuer Aufträge von der Aktie nicht erwarten. Die füllen das Auftragsbuch für die kommenden Jahre auf, aber zunächst einmal bleibt die Frage, ob und wie gut sich Airbus gegen die auch hier natürlich gestiegenen Kosten und die Materialknappheit hat stemmen können und weiter stemmen wird. Sollten die Ergebnisse des zweiten Quartals nicht absolut stark und überzeugend ausfallen, dürfte der Spielraum der Aktie nach oben zumindest nicht über die mittelfristige, bei 122,52 Euro nach oben begrenzte Seitwärtsspanne hinausreichen.

Airbus Aktie: Chart vom 01.07.2022, Kurs 95,21 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX
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Als Airbus im Mai die Bilanz des ersten Quartals vorlegte, hielt man dabei an den bisherigen, ambitionierten Jahreszielen für 2022 fest. Aber mit den gestern gemeldeten Auslieferungen und Bestellungen entsteht der Eindruck, dass die Aktie eher Luft nach unten hätte.

Gestern nach Handelsende wurde gemeldet, Airbus habe im Mai 47 Maschinen ausgeliefert und 13 neue Bestellungen erhalten. Das ist beides eher dünn. Insgesamt ergibt sich damit für die ersten fünf Monate 2022 ein Saldo von 237 Auslieferungen, 364 Neubestellungen und 170 Stornierungen. Netto liegt die Zahl der Neubestellungen also bei knapp 200 und damit unter den Auslieferungen. Dabei will Airbus im Gesamtjahr 720 Maschinen ausliefern, hat also in den ersten fünf Monaten nur etwa ein Drittel des Ziels erreicht.

Wird das noch anziehen, das Ziel also im zweiten Halbjahr näherkommen? Auch das Gewinnziel ist ja davon abhängig. In den ersten drei Monaten erzielte Airbus ein bereinigtes EBIT (i.e. Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 1,22 Milliarden Euro. Was stattlich ist, aber das Jahresziel liegt bei 5,5 Milliarden Euro nach den 4,87 Milliarden, die 2021 zu Buche standen. Auch da wäre man also … zumindest bislang … noch hinter dem Plan. Wann zeichnet sich ab, ob Airbus seine Ziele relativieren müsste oder nicht?

Expertenmeinung: Bis zur Bilanz des zweiten Quartals dauert es noch, die steht erst für den 28. Juli im Terminkalender. Dann wird man auch sehen, ob die Jahresprognose zu halten ist. Was fängt man so lange mit dieser Aktie an?

Der Kurs bewegt sich seit eineinviertel Jahren in einer breiten Seitwärtsrange zwischen 93 und 121 Euro. Wobei sich die Handelsspanne nach einem erfolgreich gekonterten Ausbruchsversuch nach unten im März sogar auf den Bereich 100 zu 114 Euro verkleinert hat. Das reicht für ganz kurzfristiges Range-Trading, aber für Trend-Trader ist diese Aktie momentan ein Totalausfall, erst recht, wenn man da auf mittelfristiger Ebene agiert.

Aber wollte man derzeit auf einen Ausbruch spekulieren, dann deuten diese gestern gemeldeten Zahlen zu Auslieferungen und Bestellungen an, dass es die Unterseite der Handelsspanne wäre, die am ehesten durchlässig sein könnte. Was hiesse: Wer auf Trading-chancen lauert, sollte die Airbus-Aktie vor allem auf der Unterseite im Auge behalten … aber eben bislang nur beobachten.

Airbus-Aktie: Chart vom 08.06.2022, Kurs 108,24 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX