HelloFresh Aktie aktuell HelloFresh: (Erstes) Kursziel 56/57 Euro?

News: Aktuelle Analyse der HelloFresh Aktie

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HelloFresh
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Zur HelloFresh Aktie

Die gestern vorgelegte Bilanz zum ersten Quartal und der Ausblick auf das Gesamtjahr waren bereits Mitte April als vorläufiges Ergebnis gemeldet worden. Es gab also keine Überraschung – ausser einer: Die HelloFresh-Aktie brach ein. Warum?

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Umsatz und Gewinn waren in den ersten drei Monaten 2021 markant gestiegen, zugleich sieht der Mahlzeiten-Lieferservice ein starkes Umsatzwachstum zwischen 35 und 45 Prozent für das Gesamtjahr und eine starke Gewinnmarge auf EBITDA-Basis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) zwischen 10 und 12 Prozent. Wie kann es sein, dass ausgerechnet an einem solchen Tag die Aktie kippt … auch, wenn man diese Daten schon kannte?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur HelloFresh Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Womöglich gerade deswegen. Als die Vorab-Ergebnisse am Abend des 15. April über die Nachrichtenticker liefen, reagierte die Aktie am Folgetag zunächst mit einem Kurssprung. Dieser Anstieg reichte fast an den bisherigen Verlaufsrekord der Aktie, Mitte Februar bei 77,95 Euro markiert, heran. Doch schon im Verlauf dieses Tages kamen Gewinnmitnahmen auf, HelloFresh schloss unter dem Eröffnungskurs. Und in den beiden Handelstagen danach blieben Anschlusskäufe aus. Der Effekt der Zahlen war dadurch verpufft, die ersten Trader nahmen Gewinne mit. Und damit wurde es knifflig.

Denn natürlich hofften viele, dass die Aktie vielleicht doch wieder anzieht, wenn die endgültige Bilanz vorgelegt wird. Zumal der Kurs dafür mit einer Korrektur an die kurzfristige März-Aufwärtstrendlinie, verstärkt durch die 20-Tage-Linie, eine günstige Ausgangsbasis erreicht hatte. Und genau das blieb gestern aus.

Das mag einerseits darauf zurückzuführen sein, dass die Prognose nicht erneut angehoben wurde, wenngleich man darauf eigentlich, kaum drei Wochen nach den Vorab-Zahlen, nicht hätte hoffen dürfen. Aber vor allem war es wohl der insgesamt kippende Aktienmarkt, der, als die Käufe am gestrigen Morgen ausblieben, viele dazu bewog, hier lieber doch noch auszusteigen, solange man noch gute Kurse bekommt.

Das deutliche Minus dieses Dienstags hat diesen kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen. Das allein wäre ungünstig, aber nicht wirklich dramatisch, hätte es zuvor nicht diesen vergeblichen Versuch gegeben, das bisherige Rekordhoch zu bezwingen. So dürften viele Akteure im Kursbild ein drohendes Doppelstopp erkennen. Das wäre zwar erst vollendet, wenn die HelloFresh-Aktie die Unterstützungszone 51,30/56,45 Euro und die innerhalb dieser Zone laufende 200-Tage-Linie durchbrochen hätte und damit das Zwischentief vom März unterboten wäre. Aber das erste Kursziel wäre jetzt erst einmal das obere Ende eben dieser Zone, d.h. das Hoch des Oktobers bei 56,45 Euro und die 200-Tage-Linie bei derzeit 55,76 Euro. Bis dahin könnte HelloFresh allemal zügig zurücksetzen, jetzt direkt in dieses „fallende Messer“ zu greifen, könnte somit ungut ausgehen.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der HelloFresh Aktie

Das Ergebnis des ersten Quartals und eine angehobene Prognose wurden am Freitag mit einem Kurssprung honoriert, doch die HelloFresh-Aktie blieb am alten Rekordhoch hängen. Aber da könnte noch ein zweiter Anlauf folgen.

Was kann man als Aktionär mehr wollen als solche Ergebnisse. Das, was HelloFresh zum ersten Quartal auf Basis vorläufiger Zahlen zu melden hatte, war ohne Wenn und Aber stark. Im ersten Quartal stieg der Umsatz des Mahlzeiten-Services um 114 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag mit 1,435 Milliarden Euro weit über der durchschnittlichen Analystenprognose von 1,174 Milliarden. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wird in einer Spanne zwischen 155 und 165 Millionen Euro erwartet, klar mehr als die von den Experten im Schnitt vorher gesehenen 128,5 Millionen und weit über den 63,1 Millionen des ersten Quartals 2020.

Das starke Abschneiden in den ersten drei Monaten des Jahres veranlasste HelloFresh zur Anhebung der Gesamtjahresprognose. Statt den bislang prognostizierten 20 bis 25 Prozent soll der Umsatz jetzt zwischen 35 und 45 Prozent zulegen. Und was EBITDA-Marge angeht, hob HelloFresh das untere Ende der Prognosespanne an, hier sieht man jetzt eine Marge zwischen 10 und 12 Prozent nach zuvor 9 bis 12 Prozent. Warum fiel die Reaktion auf eine solche Meldung eher mager aus?

Expertenmeinung: An den Analysten lag es nicht. Drei Analysten reagierten auf die am Donnerstagabend vorgelegten Zahlen bereits am Freitagmorgen, die neuen Kursziele dieser drei Experten lauteten auf 95, 105 und sogar 115 Euro. Bis dahin lag das durchschnittliche Kursziel bei 79 Euro, mit diesen drei Anhebungen schraubt es sich knapp über 95 Euro.

Rechnet man mit den Mittelwerten der neuen Unternehmens-Prognose, käme man auf einen EBITDA-Gewinnanstieg von etwa 24 Prozent. Bislang hatten die meisten Experten damit gerechnet, dass der starke Gewinn des Vorjahres durch die Reduzierung der Corona-Einschränkungen im Jahr 2021 zurückgehen werde, wenngleich nicht deutlich. So aber sieht die Perspektive schon anders aus … und würden die jetzt avisierten Ziele erreicht, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis der Aktie für das laufende Jahr knapp unter 30. Das ist geradezu günstig. Warum also brach die Aktie am Freitag nicht nach oben aus? Verlagerten die Anleger ihre Zweifel über die Wachstumschancen einfach auf 2022 und bleiben somit skeptisch?

Manche mögen so gedacht haben und den Anlauf an das im Februar bei 77,90 Euro markierte Rekordhoch genutzt haben, um Gewinne mitzunehmen, nachdem die Aktie in den Wochen zuvor deutlich angezogen hatte. Aber auch die am Freitag absolvierte Abrechnung an der Terminbörse könnte eine wichtige Rolle gespielt haben. Denn am Optionsmarkt konnte man sehen, dass einiges an Call-Optionen mit Basispreisen zwischen 74 und 80 Euro auslief. Wer die als sogenannter „Stillhalter“ verkauft hat, hätte einiges zu verlieren gehabt, wären diese Optionen so unmittelbar vor der am Freitag um 17:30 Uhr erfolgten Abrechnung deutlich ins Geld gekommen. Gut möglich also, dass das dazu führte, dass der Ausbruchsversuch erst einmal ausgebremst wurde. Gut möglich wäre damit aber auch, dass die Bullen jetzt, nachdem die Abrechnung am Terminmarkt über die Bühne ist, einen zweiten Anlauf unternehmen, den „Deckel“ zu sprengen und die Aktie über das bisherige Hoch von 77,90 Euro zu tragen.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte März hatten wir den Hersteller von Kochboxen im Visier. Die Kurse der HelloFresh-Aktie konnten kurz zuvor das wichtige Support-Level bei 57.50 EUR, trotz kurzer Unterschreitung, nachhaltig verteidigen und zogen bereits kräftig an. Der Widerstand im Bereich bei rund 68 EUR war kaum zu übersehen und exakt hier nahmen zahlreiche Anleger die kurzfristigen Gewinne mit. Die Frage war nun, ob sich ein dringend benötigtes höheres Tief ausbilden kann. So wie es aussieht, hat sich dieses nun über der psychologisch wichtigen Marke bei 60 EUR gebildet und die Bullen unternehmen bereits erneut einen Versuch, den Widerstand nach oben zu durchbrechen. Im gestrigen Handel ist die Aktie erneut dort angekommen.

Expertenmeinung: Wir bekräftigen erneut unsere bullische Haltung auf die Aktie. Der Durchbruch Richtung Norden ist wohl nicht mehr aufzuhalten und somit könnte auch der Trend wieder in eine bullische Phase zurückkehren. Dennoch ist dieses Szenario noch nicht in Stein gemeisselt. Wichtig bleibt, dass das gebildete höhere Tief nicht mehr nach unten verletzt wird. Somit bleibt alles oberhalb der Ebene bei 60 EUR überaus produktiv. Schlusskurse darunter würden die Erholung bremsen und könnten zu einer Fortsetzung der Korrektur führen.

Aussicht: BULLISCH

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn der vorigen Woche hatte ich die überaus attraktive Situation im Chart der HelloFresh-Aktie besprochen. Die Aktie hatte sich dem Support-Bereich bei 56/57 EUR genähert und es war anzunehmen, dass die Bullen hier eine mögliche technische Gegenreaktion nach oben einleiten würden. Gesagt, getan. Zwar ging es einen Tag später noch einen Deut tiefer, doch bildete sich danach ein recht eindrucksvoller Hammer. Dieser wurde durch eine weitere grüne Kerze tags darauf bestätigt und sorgte somit für ein technisch sauberes Kaufsignal. Die Bullen zündeten in Folge ein regelrechtes Kursfeuerwerk und sorgten für ein ordentliches Kursplus. Das erste Kursziel nach oben im Rahmen der technischen Gegenreaktion waren die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50. Diese wurden mittlerweile erreicht – Chapeau!    

Expertenmeinung: Die Aktie hat von letzter auf diese Woche alles richtig gemacht. Nun aber wird die Lage etwas schwieriger für frische Einstiege, denn der Anstieg der letzten Tage war nicht ohne. Wenn die Party weitergehen soll, dann braucht HelloFresh dringend ein höheres Tief. Eine kleine Korrekturbewegung wäre demnach nicht unbedingt negativ, sondern könnte für einen nachhaltigen Anstieg überaus förderlich sein. Nach wie vor besteht nämlich die Gefahr, dass wir es hier lediglich mit einer technischen Gegenbewegung nach oben zu tun haben könnten. Aktuell heisst es also abwarten.

Aussicht: BULLISCH

HelloFresh gehört definitiv zu den Krisengewinnern und dementsprechend ist der Kurs auch durch die Decke gegangen. War das zu viel oder steht die Aktie vor der nächsten Rallye?

Willkommene Alternative

HelloFresh ist ein Lebensmittel -Lieferservice für vorportionierte Gerichte und inzwischen in einer ganzen Reihe von Ländern aktiv.

Das Unternehmen gehört sicherlich zu den Krisengewinnern. In Zeiten von Corona kann man nicht ins Restaurant und für viele scheinen die Angebote von Hellofresh eine willkommene Alternative zu sein.

Die Kunden können aus einer Vielzahl an Gerichten auswählen und erhalten alle Zutaten in der richtigen Menge geliefert.
Dazu gibt es ein Rezept mit Anweisungen zur Zubereitung.

Durch die Vorportionierung gibt es wenig Reste, doch vor allem ist es bequem. So sehen es zumindest die Kunden, sonst wären sie nicht so zahlreich.

Umweltfreundlich ist die ganze Sache aber eher nicht. Schliesslich schickt man Kleinstmengen an Lebensmitteln mit Paketdiensten durchs Land und alles ist einzeln verpackt.

Geht auch so

Für HelloFresh war die Pandemie aus wirtschaftlicher Sicht ein Segen. Der Umsatz ist regelrecht explodiert.
Sicherlich wird ein Teil der Kunden dem Unternehmen auch nach der Krise treu bleiben. Die positiven Effekte dürften also länger anhalten.

Das Geschäft lief aber auch zuvor schon sehr gut. Der Umsatz legte in den Jahren zuvor jeweils um 30-50% p.a. zu.
Insgesamt konnten die Einnahmen von 2016 bis 2019 von 597 Mio. auf 1,81 Mrd. Euro mehr als verdreifacht werden.

Im Verhältnis dazu war die Bewertung durchaus attraktiv. Daher hatte ich mich Ende 2019 auch schon positiv zur Aktie geäussert (Link).
Damals notierte der Wert bei 18,60 Euro und das KUV lag unter 2.

Der Rest ist Geschichte.

Aktuelle Lage und Ausblick

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr hat sich der Umsatz von 1,81 auf 3,75 Mrd. Euro abermals mehr als verdoppelt.

Die Zahl der aktiven Kunden kletterte um 78,3% auf 5,29 Millionen. Die Bestellungen pro Kunden legten ebenfalls zu.

Darüber hinaus ist der Sprung in die Profitabilität gelungen. Das Ergebnis lag bei 2,09 Euro je Aktie.

All das rechtfertigt selbstverständlich auch eine höhere Bewertung als damals. Der Kurs hat sich seit meiner damaligen Analyse zwar mehr als verdreifacht, die geschäftliche Entwicklung hat aber nahezu mitgehalten.

Der Umsatz ist zwar nicht im gleichen Mass gestiegen, die Makrotrends sind aber positiver und inzwischen ist man profitabel. Das senkt das Risiko grösserer Kapitalerhöhungen massgeblich.

Mit einem KUV von 2,67 und einem KGV von 28,9 ist HelloFresh attraktiv bewertet.

Das gilt vor allem, wenn man die anvisierten Ziele erreichen kann. Für 2021 stellt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 20-25% in Aussicht, wenngleich das Ergebnis auch wieder etwas rückläufig sein dürfte.
Bei dem anhaltend hohen Wachstum ist das aber vollkommen in Ordnung, die Expansion kostet eben Geld.

Chart

HelloFresh ist übergeordnet klar bullisch und scheint nach dem Rücksetzer zu den Aufwärtstrends wieder zur Oberseite zu starten.

Über 60 Euro wäre jetzt der Weg in Richtung 63 sowie 67 Euro frei. Über 68 käme es zu einem weiteren prozyklischen Kaufsignal.

Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie allerdings nicht unter 53 Euro fallen.

Chart vom 11.03.2021 Kurs: 60,45 Kürzel: HFG – Wochenkerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Hersteller von Kochboxen konnte seinen Siegeszug bis Februar dieses Jahres fortsetzen. Die Serie von höheren Tiefs und höheren Hochs bei der HelloFresh-Aktie wurde erst vor wenigen Tagen gebrochen und somit ist der Aufwärtstrend vorerst einmal vorüber. Doch die Korrektur der letzten Wochen war bereits mehr als überfällig. Nachdem sich die Kurse seit Herbst des vorigen Jahres verdoppeln konnten, gönnt sich der Titel nun eine Verschnaufpause. Eine recht ähnliche Korrektur fand bereits im Oktober 2020 statt. Dies gehört zu einer gesunden Kursbewegung dazu und sollte demnach nicht zu negativ gesehen werden. Die Kurse sind mittlerweile an einem wichtigen Punkt im Chart angekommen. Das Niveau rund um die Marke von 56.45 EUR war lange Zeit über ein heiss umkämpftes Terrain. Werden diese exakt hier wieder nach oben drehen?

Expertenmeinung: Wenn die Bullen weiterhin die Oberhand behalten wollen, dann darf dieses Niveau keinesfalls nach unten gebrochen werden. Ansonsten könnte aus der Korrektur ein Totalabverkauf werden und ein Kursziel von 38 EUR wäre angebracht. Dreht das Papier jedoch von hier aus wieder nach oben, könnten sich überaus attraktive Einstiegspunkte mit geringen Risiken ergeben. Noch bleibt die Chance, doch nun sind die Käufer gefragt. Vorläufig gefällt uns das Gesamtbild und wir sehen hier durchaus Potential nach oben. Daher geben wir dem Titel positive Aussichten mit auf den Weg.


Aussicht: BULLISCH