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Aktuelle Analyse:
Airbus: Des einen Leid …

Die Nachricht, dass Hauptkonkurrent Boeing die Produktion der 737 gedrosselt hat, führte zum Wochenstart zu Käufen bei Airbus. Was Boeing nicht produziert und verkauft, wird Airbus verkaufen, sagen sich manche Investoren. Und dass das Thema der 737 MAX 8 noch nicht vom Tisch ist, schadet Boeings Ruf, das kann für Airbus als „lachendem Dritten“ nur gut sein. Ist das so?

Kurzfristig mag das stimmen, aber mittelfristig bestimmen andere Aspekte die Preisbildung der Airbus-Aktie. Richtig ist zwar, dass der Konzern zwei sehr starke Jahre hinter sich hat und für 2019 mit weiteren Steigerungen rechnet. Richtig ist aber auch, dass das Geschäft der Flugzeugbauer ein wankelmütiges ist. Bislang ist der Daumen der meisten Analysten noch steil nach oben gerecht.

Das Gros der Experten bewertet die Aktie mit „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt mit 144 Euro noch ein gutes Stück über dem am Montag markierten, neuen Schlussrekord von 120,94 Euro. Aber ob die Bäume hier wirklich in den Himmel wachsen, ist zweifelhaft. Wer sich die aktuellen Zahlen genauer ansieht, wird zumindest vorsichtiger.

Expertenmeinung: Zum einen war die Meldung, dass Airbus im Zuge der Europa-Visite von Chinas Präsident Xi Jinping neue Aufträge über 300 Maschinen erhalten habe, nach Angabe von informierten Kreisen übertrieben, weil in dieser Zahl bereits bestehende Aufträge mit enthalten seien. Aber noch interessanter ist ein Blick ins Auftragsbuch. Airbus hatte am vergangenen Donnerstag die Auftragslage des ersten Quartals gemeldet.

Der Auftragsbestand ging gegenüber Ende 2018 um 220 Maschinen auf 7.357 zurück. Zwar kamen im März wenigstens 58 neue Aufträge herein, während es in den ersten beiden Monaten insgesamt nur fünf waren. Aber einige Aufträge wurden auch storniert. Und das ist die Achillesferse des Konzerns. Der derzeitige Auftragsbestand bedeutet zwar eine Auslastung auf Jahre hinaus. Aber wenn das Wachstum weiter nachlässt, können recht viele dieser in den Büchern stehenden Aufträge storniert werden. Es kommen immer mal wieder schwierige Jahre. Dass der Gewinn pro Aktie im Jahr 2016 von zuvor 3,43 Euro auf 1,29 Euro zurückging, war eine Reaktion auf das vom Wachstum her insgesamt eher schwache Jahr 2016.

Sollten die optimistischen Erwartungen vieler Anleger, dass Trumps Handelskonflikte sich zum Guten wenden, der BrExit glimpflich verlaufen wird und das Wachstum daraufhin von alleine wieder anzieht, nicht bestätigen, kann eine Aktie wie Airbus wie in einem defekten Fahrstuhl nach unten sausen. Das neue Hoch ist charttechnisch selbstredend bullisch, aber eine Absicherung, die mit einem „Rangierabstand“ von drei Prozent unter der diese Rallye wie ein Leitstrahl führenden 20-Tage-Linie läge, wäre daher für den „Fall der Fälle“ unbedingt zu überlegen.

Chart vom 08.04.2019, Kurs 120,94 Euro, Kürzel AIR | LYNX Aktienempfehlungen

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