RWE Aktie Prognose RWE: Was ist hier noch möglich?

News: Aktuelle Analyse der RWE Aktie

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Gestern hat die EU-Kommission endlich einen Vorschlag für den „Gaspreis-Deckel“ vorgelegt. Ein Problem für RWE? Nein, die Aktie reagierte nicht negativ. Warum, erschliesst sich aus den Details des Vorschlags. Aber ob mit oder ohne Deckel: Was ist bei RWE noch drin?

So wirklich wehtun wollte man in der EU-Kommission wohl niemandem im Bereich der Energieproduktion. Es ist ein Kompromiss, der so „weich“ ist, dass diejenigen Länder, die eine Deckelung forderten, sie bekamen, ohne dass Länder wie Deutschland, die davor warnten, ihre Sorgen bestätigt finden. Die EU-Kommission hat am Dienstag eine Deckelung des Gaspreises bei 275 Euro pro Megawattstunde vorgeschlagen. Das ist weit höher, als man das seitens der Energieversorger im Vorfeld befürchtet und seitens der Verbraucher erhofft hatte. Zumal:

Dieser „Deckel“ gilt nur für den nächsten Liefermonat über den Future und nicht für den Spot-Preis. Er würde nur greifen, wenn der Preis für Flüssiggas (LNG) nicht vergleichbar mit steigen würde. Und er kann von der EU-Kommission einseitig ausgesetzt werden, wenn man feststellt, dass man für diesen Maximalpreis nicht genug Gas bekommt. Das klingt nicht gerade beeindruckend, vorsichtig formuliert. Und zudem müssten die EU-Staaten das dann auch erst einmal so durchwinken. Man wird sehen, was daraus wird. Aber für die Energieversorger ist damit ein Unsicherheitsfaktor erst einmal vom Tisch. Und da des Kanzlers „Doppelwumms“ den Versorgern ebenso nicht wehtut, ist die Erwartung, dass RWE 2022 Rekordgewinne einfahren wird und diese 2023 nicht wesentlich kleiner werden, bislang nicht erschüttert worden. Aber hat die Aktie dadurch weiteres Aufwärtspotenzial?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur RWE Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Bilanz der ersten neun Monate unterstreicht, dass RWE von dieser Energiesituation massiv profitiert. Zum einen, weil man die Gestaltung des Strompreises auf Basis der teuersten der verschiedenen Produktionsquellen auf politischer Ebene nicht wirklich angegangen ist, dieser EU-Gaspreisdeckel-Vorschlag ist nur ein Schatten dessen, was einige im Vorfeld im Sinn hatten, um die sogenannten „Über- oder Zufallsgewinne“ zu begrenzen. Zum anderen hatte RWE kaum Gas aus Russland bezogen und konnte daher schnell und effektiv eine stabile Energieversorgung sicherstellen. Aber das ist das „Ist“. Für einen Trader stellt sich die Frage, wie es mit den Unternehmensgewinnen weitergeht, ob die Aktie jetzt noch günstig wäre oder nicht. Das Problem dabei:

Die Gewinnentwicklung bei RWE in den vergangenen zehn Jahren gleicht einer Achterbahn. Mal waren die Gewinne immens, mal schrieb man rote Zahlen, was weniger durch die Energiepreise als durch Zu- oder Verkäufe von Unternehmensteilen oder Investitionen bedingt war. Ob RWE mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von derzeit 9,4 auf Basis der 2022er-Gewinnprognosen teuer ist, ob ein KGV von 12,3, das auf diesem Kursniveau für die 2023er-Gewinnprognosen gälte, angemessen ist, ist nur subjektiv zu beurteilen. Festhalten liesse sich:

Die Analysten sind bei RWE fast durchweg bullisch, nahezu alle raten zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel von 52 Euro wirkt zwar ambitioniert. Aber dass sich die Aktie durch die jetzt erneut angesteuerte Widerstandszone 41,83/43,97 Euro ein gutes Stück nach oben absetzen könnte, wäre durchaus realistisch, dieser schwammige „Gaspreisdeckel“ aus Brüssel ist dafür kein Hindernis. Sollte RWE klar über 44 Euro schliessen, wäre ein leichtes Aufstocken bestehender Long-Positionen also eine Überlegung wert.

RWE-Aktie: Chart vom 22.11.2022, Kurs 41,30 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der RWE Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gestern war ein schwerer Handelstag für den deutschen Aktienmarkt und am Ende blieben nur wenige Gewinner übrig. Während Wachstumswerte wie Zalando oder HelloFresh wieder einmal heftig unter die Räder kamen, war es gerade der führende deutsche Energiekonzern, welcher einen Lichtblick am Parkett lieferte.

Die RWE-Aktie näherte sich im Tagesverlauf ihrem 52-Wochen-Hoch. Die Marke bei rund 44 EUR wird somit zum dritten Mal seit Mai dieses Jahres getestet und ein Durchbruch nach oben wird somit immer wahrscheinlicher. Der Chart bleibt vorerst aber noch in einer neutralen Gesamtsituation.

Expertenmeinung: Zuletzt hatte ich die Aktie im August auf neutral abgestuft. Grund war die heftige Verkaufskerze vom 26.08. Wenig später verlor das Papier schnell weitere 10% an Wert und die Warnung kam zum richtigen Zeitpunkt.

Durch die geplanten Neuregelungen am europäischen Energiemarkt haben die Bullen jetzt aber wieder das Zepter übernommen und es scheint sogar möglich, dass RWE die Marke bei 44 EUR endgültig brechen könnte. Dennoch wäre eine Zwischenkonsolidierung auf aktuellem Niveau wünschenswert, um einen soliden Ausbruch zu ermöglichen. Sollten die Kurse diese Woche zwischen 41 und 44 EUR verschnaufen, wäre dies ein absoluter Pluspunkt für die kommenden Handelstage.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 13.09.2022 Kurs: 42.81 Kürzel: RWE | Online Broker LYNX

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Zu Handelsbeginn krachte die in den vergangenen Tagen ohnehin schwer gebeutelte RWE-Aktie am Montag bis zu 5,5 Prozent nach unten, schloss dann aber minimal im Plus. Wer hatte das Richtige getan: Die, die am Montagmorgen verkauften oder die, die RWE einsammelten?

Diese Frage zu beantworten ist knifflig. Und gerade weil die Antwort so schwer fällt, ist es auch zu diesen heftigen Ausschlägen gekommen. Basis dieser Turbulenzen ist die Entscheidung der Regierungskoalition am Wochenende, doch eine „Übergewinnsteuer“ einzuführen, die man zwar „Abschöpfung von Zufallsgewinnen“ getauft hat, aber es kommt auf das gleiche heraus. Der Ankerpunkt der Sache ist folgender:

Bislang ist es so, dass der höchste erzielte Preis einer Stromart den Preis für alle Stromarten bestimmt. Das bedeutet, dass der exorbitant gestiegene Gaspreis dafür sorgt, dass auch diejenigen hohe Strompreise kassieren können, die ihren Strom kaum oder gar nicht auf Erdgas-Basis produzieren. Während Unternehmen wie Uniper derzeit nur noch künstlich am Leben erhalten werden können, weil man dort Gas zu Mondpreisen egal wo auf der Welt beschaffen muss, steigen bei Unternehmen wie RWE die Gewinnmargen, weil der hohe Strompreis aufgrund des geringeren Anteils von Gas an der Stromerzeugung zu immensen Gewinnen führt. Dem soll jetzt ein Riegel vorgeschoben werden. Doch noch ist offen, wie genau man das anstellen will, in welchem Umfang und ab wann. Also, alles falscher Alarm?

Expertenmeinung: Das sicher nicht. Dass man versucht, eine Strompreis-Bremse zu installieren, war entscheidend dafür, dass die Aktie Ende August genau auf Höhe des bisherigen Jahreshochs vom Mai scharf nach unten drehte. Man hatte verstanden, dass die vorherige Überzeugung, RWE werde sich durch diese besondere Situation explodierender Gaspreise aufgrund der eigenen, geringen Abhängigkeit vom Gas eine goldene Nase verdienen, so nicht haltbar sein werde.

Dass dieser gestrige Abverkauf erst einmal aufgefangen wurde, mag daran liegen, dass die Aktie zum einen schon sehr schnell sehr weit gefallen war und man zum anderen knapp über der wichtigen mittelfristigen Aufwärtstrendlinie (aktuell bei 36 Euro) die am Tagestief bereits unterbotene 200-Tage-Linie retten wollte. Aber es ist weniger wahrscheinlich, dass diejenigen, die da am Montag die Hand aufhielten, wirklich glauben, dass die Gewinne für RWE trotz dieser Planungen des Bundes so immens steigen werden, wie man das im August noch unterstellt hatte. Daher:

Für eine Gegenbewegung nach oben kann eine solche Rückkaufwelle, nicht zuletzt mit Blick auf die kurzfristig überverkaufte Markttechnik (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) immer gut sein, aber man muss aus aktueller Sicht in der Tat unterstellen, dass diese „Abschöpfung von Zufallsgewinnen“ als Entlastung der Verbraucher für die Aufwärts-Chancen der Aktie einen „Game Changer“ darstellt. Ein Bruch dieser mittelfristigen Aufwärtstrendlinie ist damit wahrscheinlicher geworden, auch, wenn sich die Käufer am Montag noch erfolgreich dagegen gewehrt haben.

RWE-Aktie: Chart vom 05.09.2022, Kurs 39,00 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Vorige Woche hatten wir uns den deutschen Energiekonzern genauer angesehen und die technische Gesamtlage war überaus vielversprechend. Die Bullen hatten im Juli vorläufig das Zepter übernommen und die Chance auf einen Breakout über die Marke von 44 EUR war zum Greifen nah. Der Absturz von Freitag macht diese Hoffnungen jedoch zunichte.

Der Grund für den Absturz der RWE-Aktie dürfte wohl die tags zuvor gemeldete Ankündigung der Übernahme des polnischen Photovoltaik-Anbieters Alpha Solar gewesen sein. Dies in Kombination mit den schwachen Vorgaben der Wall Street führte zu massiven Kursverlusten. Zahlreiche Anleger schmissen das Handtuch und es bildete sich eine grosse rote Abverkaufs-Kerze. Markant war vor allem auch das Handelsvolumen, welches fast doppelt so hoch war, wie in den Tagen zuvor.   

Expertenmeinung: Der Schlusskurs nahe dem Tief der Woche legt nahe, dass wir hier gerade erst den Beginn eines nachhaltigen Abverkaufs gesehen haben dürften. Somit gibt es keinen Grund mehr, an der bislang bullischen Haltung für das Papier festzuhalten. Das nächste Kursziel ist wohl die 50-Tage-Linie, welche sich mit dem Zwischenhoch von Mitte Juli deckt. Im Bereich von 39 EUR wird sich zeigen, ob die Bullen sich gegen die Verkaufsflut stemmen werden. Ansonsten wäre sogar ein Rücklauf aus bis zu 35/36 EUR denkbar.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 26.08.2022 Kurs: 40.99 Kürzel: RWE | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Rohstoff- und Energiepreise gehen derzeit durch die Decke und vor allem Öl- und Energiekonzerne profitieren enorm von diesem Umstand. So kann sich auch die RWE-Aktie derzeit wesentlich besser in Szene setzen als der DAX. Die Relative Stärke gegenüber dem Leitindex ist kaum zu übersehen und auch ein Blick auf die Performance im Jahr 2022 in unserer Top Flop DAX Aktien Übersicht unterstreicht die Stärke.

In den letzten Wochen haben erneut die Bullen das Zepter übernommen und die Kurse kurzerhand wieder in Richtung des Widerstands bei 140 EUR katapultiert. Hier gönnt sich das Papier derzeit eine kleine Verschnaufpause, doch alles scheint auf einen möglichen Ausbruch hinzudeuten. Der Trend befindet sich aktuell in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Bereits das gesamte Jahr über konnte sich RWE gegen die allgemeine Marktschwäche stemmen. Zwar gab es hier und dort auch stärkere Einbrüche, doch der langfristige Trend nach oben scheint nicht aufzuhalten zu sein. Sollte nun auch noch die Barriere bei 44 EUR gebrochen werden, dann stünde einer Fortsetzung des Erfolgslaufes wohl nichts mehr im Wege.

Der Abstand zum letzten bedeutenden Pivot-Tief beträgt über 9 EUR. Wenn wir nun diese Spanne zum Ausbruchspunkt hinzufügen, ergäbe sich ein theoretisches Kursziel in Richtung der Marke von 53 EUR. Dies können wir auch als vorläufiges Kursziel stehen lassen, vorausgesetzt, den Bullen gelingt tatsächlich der Breakout Richtung Norden.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 22.08.2022 Kurs: 43.07 Kürzel: RWE | Online Broker LYNX

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Während einige Energieversorger in dem momentan angespannten Umfeld erhebliche Probleme haben, legte RWE eine Halbjahresbilanz vor, die durch die Bank grandios ausfiel. Und so soll es auch bleiben. Da stellt sich die Frage, ob man hier noch einsteigen könnte.

Vergangene Woche legte RWE das Ergebnis des ersten Halbjahres vor. Der Gewinn auf EBITDA-Basis (operativ, vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) stieg zum Vorjahreszeitraum um sagenhafte 63 Prozent auf 2,858 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr sieht der Energieversorger jetzt eine Range zwischen 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro, diese Prognose war bereits Ende Juli von zuvor 3,6 bis 4,0 Milliarden auf diesen Level angehoben worden. Für 2023 gab man noch keine Guidance ab, aber die Formulierung, dass man einen neuen 2023er-Ausblick oberhalb der bisherigen Prognose erst zu einem späteren Zeitpunkt festlegen wolle, macht schon klar, dass man davon ausgeht, dass die Gewinne weiterhin auf der Überholspur bleiben.

Wieso verdient RWE ausgerechnet in einem solchen, schwierigen Umfeld so gut? Weil der Atomausstieg von gut zehn Jahren dazu führte, dass sich der Konzern schon damals auf einen Ausbau der erneuerbaren Energien im Portfolio der Energiequellen fokussierte, so dass man da jetzt Vorteile hat. Zugleich war der Anteil an Gas aus Russland bei RWE schon vor der Krise ausserordentlich gering. Dadurch steigert RWE seinen Gewinn, während andere Versorger wie Uniper massiv draufzahlen. Aber wie lange bleibt das so?

Expertenmeinung: Dass RWE selbst offenbar davon ausgeht, dass die Gewinne auch 2023 ausserordentlich hoch bleiben, ohne aber bislang konkret zu werden, muss nicht heissen, dass es auch so kommt. Die Analysten erwarten, zumindest derzeit, dass der 2023er-Gewinn zwar solide über dem des Jahres 2021, andererseits aber auch deutlich unter dem des laufenden Jahres liegen dürfte. Behielten sie Recht, wäre die Aktie zum aktuellen Kurs nicht mehr billig.

Zwar ist kurzfristig alles offen und somit für eine Aktie wie RWE, die im Moment vom defensiven, eher langweiligen Titel zu einem heissen Spekulationsobjekt geworden ist, in beide Richtungen nichts unmöglich. Aber wer nicht kurzfristig traden, sondern mittelfristig investieren will, sollte zumindest im Hinterkopf haben, dass der Kurs momentan nahe am bisherigen Jahres-Verlaufshoch von 43,97 Euro notiert, das wiederum den höchsten Kurs der RWE-Aktie seit 2011 bedeutet. Wir sehen also aktuell ein Kursniveau wie vor dem Atom-Ausstieg.

Hinzu kommt, dass die obere Begrenzung des 2016 entstandenen, keilförmigen Aufwärtstrendkanals, an dessen Ober- wie Unterseite die Aktie bereits mehrfach gedreht hat, derzeit bei 46,50 Euro läge. Ausgeschlossen wäre es zwar nicht, dass die Aktie auch diese Hürde überwindet, wenn sich die wirtschaftliche Gesamtsituation für die RWE-Gewinnperspektive entsprechend günstig entwickelt. Aber darauf zu wetten, wäre gewagt … und bis zu diesem Widerstand ist nicht mehr allzu viel Luft, daher:

Grundsätzlich wäre es sicher opportun, bei RWE dabei zu sein. Aber wer noch nicht investiert ist, wäre wohl gut beraten, nur nach Korrekturen, auf günstigerem Niveau, den Einstieg zu versuchen.

RWE-Aktie: Chart vom 17.08.2022, Kurs 43,07 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX