Altria Group Aktie Prognose Altria: 6,5% Dividende und Ausbruch. Was lange währt…

News: Aktuelle Analyse der Altria Group Aktie

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Altria Group
ISIN: US02209S1033
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Zur Altria Group Aktie

Die Bodenbildung von Altria hat sich schier endlos hingezogen. Aber eigentlich ist das auch kein Wunder.
Wir haben es sicherlich nicht mit einem dynamischen Unternehmen zu tun und so verhält sich dann auch der Kurs.

Jahr um Jahr ging es stetig aufwärts, bis die Aufwärtsbewegung 2017 plötzlich ein Ende fand. Die Gründe dafür muss man nicht lange suchen.
Durch die langjährige Aufwärtsbewegung wurde das Sentiment der Anleger immer optimistischer und die Kurse kletterten schneller als es die geschäftliche Entwicklung hergegeben hat.

Die P/E kletterte von 2008 bis 2017 in etwa von 9 auf 24. Bei den vorliegenden Wachstumsraten war das schlichtweg zu viel.
Hinzu kamen Fehlinvestments im Vaping-Markt, die in massiven Abschreibungen endeten.

Plötzlich kippte das Sentiment und eine ebenso langwierige Abwärtsbewegung und Bodenbildung setzte sein.
Diese hat sich über ein halbes Jahrzehnt hingezogen.

Zeit

Das zeigt, um welche Zeiträume es an der Börse in Wirklichkeit geht. Die grossen Trends laufen über Jahre. Die meisten Anleger haben allerdings einen Zeithorizont von wenigen Wochen oder Monaten.

Aus meinem Kontakt mit Anlegern weiss ich, dass das bei vielen dazu führt, dass zu schnell gehandelt wird.
Grossartige Aktien werden mit geringem Gewinn oder wegen eines einzelnen schlechten Quartals verkauft.
Einige Jahre später stehen die Kurse viel höher und man wünscht sich nur noch, dass man dabeigeblieben wäre.

Wenn es Ihnen auch so geht, sind sie damit nicht allein, so ergeht es den meisten Anlegern.

Wenn der Zeithorizont hingegen lange genug ist, sind automatisch auch Ihre Ansprüche an potenzielle Investments sehr hoch.
Mittelprächtige Unternehmen schaffen es dann nicht in ihr Depot und bei den wirklich guten Unternehmen ist es am Ende eben das Beste, einfach dabei zu bleiben.

Es sei denn, die Bewertungen steigen auf ein nicht nachhaltiges Niveau, dann sollte man sein Geld vom Tisch nehmen.

Sonst zahlt man mit Zeit, so wie wir es bei Altria erlebt haben.

Die grosse Kunst ist es allerdings, auch an dieser Front nicht zu aktiv zu werden. Weniger ist mehr.
Selten ist es eine gute Idee, bei tollen Unternehmen die komplette Position zu verkaufen. Ich persönlich mache das nie.

Von 9 auf 24 auf 9

Wer bei Altria 2008 bei einer P/E 9 eingestiegen wäre, hätte seinen Einsatz bis heute mehr als verfünffacht.
Ich denke, das kann sich sehen lassen.

In den letzten Monaten hatte man, nach mehr als einem Jahrzehnt Wartezeit, wieder die Möglichkeit mit einer P/E von 9 einzusteigen. Daher hatte ich auch mehrfach auf diese Gelegenheit hingewiesen.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass zukünftig auch wieder eine ordentliche Rendite erzielt wird.

Die Bären werden jetzt sicher anführen, dass der Zigarettenkonsum weltweit nachlässt und Altria daher kein gutes Investment sein kann.
Dem ersten Teil der These würde ich zustimmen, der zweiten allerdings nicht.

Ausblick und Bewertung

Der Zigarettenkonsum ist bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten rückläufig, das hat Altria aber nicht zu einem schlechten Investment gemacht.
Was nämlich gerne vergessen wird, ist, dass der jährlich um 1-2% rückläufige Absatz mit ebenso grossen Kosteneinsparungen in der Produktion einhergehen.

Gleichzeitig steigen die Preise jedes Jahr um 4-5%, wodurch die Margen von Altria stetig steigen. Denn Preiserhöhungen schlagen sich bei gleichbleibenden Kosten unmittelbar auf den Gewinn nieder.

Ausserdem benötigt Altria in diesem Umfeld auch kein Geld zur Expansion und kann daher alle frei verfügbaren Mittel ausschütten.

Daher kann man sich die Dividendenrendite von 6,5% auch leisten. Hinzu kommen der steigende Gewinn und eine gewisse Bewertungslücke.

Im laufenden und den kommenden Geschäftsjahren werden Gewinnsteigerungen von 5-6% p.a. erwartet.
Steigt die P/E wieder auf das historische Normalniveau von 14, ergaben sich daraus entsprechende Kursziele. In diesem Szenario könnte Altria in den kommenden beiden Jahren wieder das Allzeithoch erreichen, was annualisierte Renditen von 18% entsprechen würde.

Selbst wenn man „nur“ die Dividende einstreicht und der Kurs mit den Gewinnsteigerungen mitzieht, käme man auf eine Rendite von rund 12%.

Chart vom 20.04.2022 Kurs: 55,07 Kürzel: MO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.04.2022 Kurs: 55,07 Kürzel: MO – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist es mit dem Anstieg über 51,50 und 52,50 USD zu Kaufsignalen gekommen.
Jetzt könnten zunehmend auch prozyklische Anleger auf den Zug aufspringen. Über 55 USD wäre jetzt der Weg in Richtung 57,50 sowie 62,50 – 65,00 USD frei.

Antizyklische Anleger sollten hingegen darauf hoffen, dass es nochmal zu einem Rücksetzer in den Bereich um 52 oder sogar 49 USD kommt.  

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Vorherige Analysen der Altria Group Aktie

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Aktuell fragen mich viele Anleger, was kann man kaufen? Wo wäre das Geld halbwegs sicher, auch wenn es zu einem offenen Konflikt in der Ukraine kommt?

Die Antwort auf diese Frage ist massgeblich vom Zeithorizont abhängig. Wer auf Sicht von 12 Monaten Geld parken will, für den könnte Altria eine Option sein.

Das Zigarettengeschäft dürfte wohl kaum unter der Krise leiden. Ausserdem denken viele Anleger beim Thema „Geld parken“ auch an Dividende. Die bekommt man hier satt.

Darauf, dass der Sektor interessant sein könnte, hatte ich bereits in einem anderen Beitrag hingewiesen.

Seitdem haben sich die beiden Aktien erfreulich entwickelt. Philip Morris hat genau dort gedreht, wo sie sollte und ist von 86 auf 107 USD gestiegen.
British American Tobacco befindet sich seit Anfang Dezember im Rallyemodus und ist in dieser Zeit von 34 auf 46 USD geklettert.

So schnell kann sich das Blatt wenden und die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass die Rallye weitergeht. Beide Aktien haben gerade erst ein Kaufsignal generiert und bieten auch jetzt noch stattliche Dividenden.

Altria hat sich hingegen kaum bewegt, zumindest bisher.

Platzt endlich der Knoten?

Vorab vielleicht zum grössten Kritikpunkt an Altria und den anderen grossen Tabak-Konzernen. Neben den gesundheitlichen Bedenken ist es sicherlich das fehlende Wachstum.

Jeder weiss, dass die Zahl der Raucher rückläufig ist und das ist auch gut so. Das bedeutet aber nicht, dass Altria, Philip Morris und die wenigen anderen Tabak-Konzerne nicht wachsen würden.

Die Rechnung ist erstaunlich einfach:
Die Absatzmenge sinkt jedes Jahr um 2-3% Prozent, was aber auch zu sinkenden Produktionskosten in ähnlichem Ausmass führt.
Gleichzeitig steigen die Preise um 5% pro Jahr.

In Summe führt das dazu, dass man langsam, aber stetig wächst und sich die Profitabilität verbessert.

Unterfüttert von Buybacks ergibt sich daraus eine ordentliche Rendite.

Summa summarum

Über einen langen Zeitraum ergeben sich dadurch enorme Kapitaleffekte. Der S&P500 ist in den letzten 20 Jahren beispielsweise um 6,6% p.a. gestiegen, Altria um 11,0%.

Darüber hinaus hat Altria meistens eine Dividende von 5-6% ausgeschüttet, der S&P500 kam meistens auf eine Dividende um die 2%, aktuell sind es 1,2%.

In diesem Spannungsfeld erscheint Altria durchaus attraktiv zu sein. Bei einer Dividendenrendite von 7,15% muss die Aktie vermutlich nicht mal steigen, um den Markt in den nächsten Jahren schlagen zu können.
Lesen Sie den letzten Satz besser nochmal.

Altria pendelt seit eh und je um eine P/E von 14, wobei die Schwankungsbreite über die Jahre hinweg natürlich sehr gross ist und von 7 bis 24 reicht.
Die typischen Resultate von zu grossem Pessimismus und Optimismus eben.

Am Ende ist die Aktie aber immer wieder auf dieses Niveau zurückgekehrt und wahrscheinlich wird sie das in Zukunft auch wieder.
Da die P/E aktuell bei 10,9 liegt, ergibt sich entsprechendes Potential.

In Summe sieht die Sache daher wie folgt aus:
Bewegt sich die Aktie nicht, erhält man eine Dividendenrendite von 7,15%. Bleibt die Aktie auf demselben Bewertungsniveau wie derzeit, sollte die Aktie zusätzlich noch um 5-6% p.a. zulegen, denn das sind die erwarteten Gewinnsteigerungen.

Kehrt Altria allerdings zu einer P/E von 14 zurück, könnte die Aktie auf 68 USD steigen.

Chart vom 14.02.2022 Kurs: 50,37 Kürzel: MO - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 14.02.2022 Kurs: 50,37 Kürzel: MO – Wochenkerzen

Über 51,50 und 52,50 USD würde es jeweils zu prozyklischen Kaufsignalen kommen. Mögliche Kurzsiele liegen bei 55 sowie 57,50 und 62,50 USD.

Fällt Altria hingegen unter 49,50 USD, ist der Ausbruch vorerst gescheitert. In diesem Szenario wäre ein Rücksetzer an den Aufwärtstrend nahe 45 USD möglich. Für antizyklische Anleger wäre das interessant.

Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie jedoch keinesfalls unter 42,50 USD sinken.