Börsenblick

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Analyse:
Gold: Der Weg nach oben bleibt offen

Die Aktienmärkte steigen immer weiter, aber die meisten, die im „sicheren Hafen“ Gold auf der Long-Seite investiert sind, lassen sich davon offenbar nicht irritieren. Und grundsätzlich haben sie die Argumente seitens der Rahmenbedingungen ja auch auf ihrer Seite. Dass die Einschränkungen durch die Pandemie in den großen Wirtschaftsregionen mittlerweile deutlich rückläufig sind, mag die Stimmung am Aktienmarkt befeuern. Aber wer derzeit eisern im Gold investiert bleibt, tut das, weil er/sie erkennt, dass man den falschen Mond anheulen würde, wollte man wieder geöffnete Restaurants, Boutiquen oder Freizeitparks mit der Rückkehr des Wirtschaftswachstums gleichsetzen.

Eine durch diese Situation nur noch mehr aufgeblähte Schuldenblase, die wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China, die Unruhen in US-Städten und die bislang verdächtig zurückhaltenden Verbraucher, all das spricht dagegen, dass die schon fast wieder euphorische Stimmung am Aktienmarkt von Dauer sein wird, egal, wie weit die Rallye Dow Jones, DAX & Co. noch führen wird. Am Ende, so rechnen sich die Gold-Bullen aus, werden all diejenigen, die jetzt noch von einem Anstieg der großen Aktienindizes über die alten Rekordhochs träumen, in Windeseile nach sicheren Häfen suchen … und Gold finden.

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist diese Denkweise plausibel, dennoch sehen wir beim Gold momentan ein Nervenspiel. Denn solange der Goldpreis nicht weiter anzieht, die Aktienmärkte aber noch zulegen, wäre in Gold investiertes Kapital verlorenes Kapital. Würde es also noch Wochen oder sogar Monate dauern, bis es bei den Aktien zu einem erneuten, kräftigen Abwärtsimpuls käme, kann es gut sein, dass mehr und mehr im Gold Long investierte Akteure aufgeben und ins Lager der Aktien-Bullen überlaufen, alleine, weil dort das Momentum zu finden ist, das Gold vermissen lässt. Noch aber ist der Weg für Gold nach oben offen.

Der Chart zeigt, dass es vergangene Woche gelang, den Ausbruch aus der Dreiecksformation durch einen erfolgreichen Test der unteren Begrenzungslinie des Dreiecks zu bestätigen. Gold setzte auf der unteren Linie auf, schloss aber am selben Tag noch über der oberen Linie. Das bullische Lager hat so bewiesen, dass es imstande ist, Abgabedruck abzufangen.

Doch allzu lange sollte es eben besser nicht dauern, die bisherigen Jahreshochs, am 18. Mai bei 1.765 US-Dollar erzielt, anzugehen. Wenn die Bullen den Schwung der Verteidigung der unteren Begrenzung des Dreiecks nicht in den kommenden ein, zwei Wochen in neue Aufwärtsdynamik umsetzen können, schließt sich das Fenster, das dem Kurs den Weg an die nächste, mittel- und langfristig relevante Widerstandszone um 1.800 US-Dollar öffnen würde. Dann könnten die ersten Bullen von der Fahne gehen. Wichtig wäre dann das vergangene Woche ausgebildete Zwischentief bei 1.693 US-Dollar. Würde der Goldpreis diese kurzfristige Wendemarke brechen, wäre die Dreiecksformation durchschlagen und der Weg nach unten zumindest auf kurzfristiger Ebene frei.

Gold Chart vom 02.06.2020, Kurs 1.727,22 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | Online Broker LYNX

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