Die besten Gold Aktien + Goldpreisprognose 2019 | LYNX Online Broker

Wie könnte sich der Goldpreis 2021 entwickeln?

Knapp +27 % legte der Goldpreis im Jahr 2020 auf USD-Basis zu und knüpfte damit an die positive Performance des Vorjahres in Höhe von +18 % an. Dabei konnte der Goldpreis mit einem neuen Allzeithoch von 2.063 USD zwischenzeitlich sogar die Marke von 2.000 USD erstmals überschreiten, ehe im letzten Jahresdrittel eine Konsolidierung einsetzte. Die erfreuliche Performance hatte mehrere Gründe. Zum einen gab es natürlich die Corona-Krise, die viele Anleger in den „Sicheren Hafen“ der Gold-Investments trieb. Die Milliarden an Wirtschaftshilfen und die damit einhergehende massive Ausweitung der Geldmenge wirkte dabei ebenfalls preistreibend, so dass Gold rasch zu einem Krisengewinner avancierte. Zum anderen waren die politischen Verhältnisse rund um den Globus alles andere als stabil und insbesondere in den USA von scharfer Rhetorik und Misstrauen geprägt, was den Investoren einen weiteren Anlass für Goldkäufe lieferte. Unterstützend wirkten zudem die anhaltend niedrigen Realzinsen, denn je weniger Rendite sich mit Zinspapieren erzielen lässt, desto attraktiver sind Gold-Investments.

Schmucknachfrage bricht im Jahr 2020 ein

Die Zentralbank-Käufe liessen im Jahr 2020 deutlich nach. Nach zwei Jahren mit sehr starken Netto-Kaufvolumina durch nationale Notenbanken wie z.B. der Türkei, Russland, Polen oder China, erreichten deren Käufe im abgelaufenen Jahr Schätzungen zufolge mit ca. 312 Tonnen gerade mal die Hälfte des starken Vorjahreswerts. Zentralbanken gehören mit einem Gesamtbestand von mehr als 34.000 Tonnen zu den grössten Goldeigentümern der Welt. Goldexperten erwarten, dass vor allem die Zentralbanken der Schwellenländer ihre Goldbestände im Jahr 2021 wieder etwas stärker aufstocken werden. Schwach war im Jahr 2020 aber vor allem die Schmucknachfrage, denn aufgrund der Corona-Krise konnten oder wollten sich viele Menschen keinen Goldschmuck zulegen. Dazu kam, dass bedingt durch Lockdown-Massnahmen weltweit viele Feierlichkeiten wie z.B. grosse Hochzeitsfeiern verschoben wurden. Die Nachfrage der Schmuckindustrie brach daher um fast ein Drittel auf ca. 1.327 Tonnen ein. Auch die industrielle Nachfrage war 2020 um einige Prozentpunkte schwächer als 2020.

Investoren schliessen die Nachfragelücke

Das steigende Preisniveau sowie anziehende Inflationserwartungen verleiten aber auch wieder mehr Anleger zu Goldkäufen. So wächst die Nachfrage nach Anlagegold seit 2 Jahren beständig. Laut den Schätzungen des Analysehaus Refinitiv Metals Research hat sich allein die Nachfrage der Gold-ETFs im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr krisenbedingt auf mehr als 1.200 Tonnen Gold verdreifacht und die Nachfragelücke der Notenbanken, Industrie und Schmuckbranche damit geschlossen. Im Jahr 2021 soll, den Analysten zufolge, die Nachfrage durch börsengehandelte Gold-Fonds sogar auf stolze 1.362 Tonnen des gelben Edelmetalls anziehen. Auch die Nachfrage nach Barren und Münzen, die im Jahr 2020 Schätzungen zufolge fast um die Hälfte zulegte, soll dieses Jahr erneut um +13 % steigen und deutlich mehr als 1.000 Tonnen ausmachen.

Ein weiterer Faktor, der die Attraktivität von Gold erhöht, sind die Negativzinsen, die weltweit immer mehr Banken von Kunden mit grossen Einlagen verlangen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Krisenlage, der wieder anziehenden Anlegernachfrage, sowie der etwas stärker erwarteten Zentralbankkäufe sollte die Preisentwicklung auch 2021 in Summe positiv ausfallen.

Goldpreis-Chart: Neue Allzeithochs bestätigen Aufwärtstrend

Werfen wir einen Blick auf den längerfristigen Gold-Chart. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 war der Preis einer Unze Feingold von etwas über 700 USD regelrecht auf ein Allzeithoch von 1.900 USD explodiert. Danach wurde jedoch ein Grossteil der Gewinne wieder abgegeben.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung des Goldpreises seit Juni 2010 | Online Broker LYNX

Seit Mitte 2013 bewegte sich das gelbe Edelmetall in einer Seitwärtsspanne zwischen 1.050 USD und 1.400 USD. Ein wichtiges Widerstandslevel lag im Bereich 1.350 USD bis 1.375 USD, wo sich die Hochpunkte der letzten fünf Jahre befanden. Mitte 2019 brach der Goldpreis nach oben aus der Seitwärts-Konsolidierung aus. Dadurch etablierte sich ein neuer Aufwärtstrend im Chart des Edelmetalls. Dieser sollte auch im Jahr 2021 intakt bleiben. Im besten Fall wird dabei das Allzeithoch des Jahres 2008 nachhaltig überschritten und die 2.000 USD-Marke nachhaltig geknackt.

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Der Einfluss des Realzinses auf die Goldpreis-Entwicklung

Die Aussichten für das gelbe Edelmetall sind vor allem dann glänzend, wenn der Realzins negativ ist oder sich zumindest verringert. Denn wenn sich die Inflationsrate über das Zinsniveau bewegt, verlieren Festgeld-Anlagen gemessen in Kaufkraft an Wert. Gold hingegen rückt in einem solchen Umfeld als Sachwert und einzige Anlageklasse ohne Verzinsung verstärkt in den Anleger-Fokus. Umgekehrt erfährt der Goldmarkt vor allem dann Verkaufsdruck, wenn die Realzinsen in USD steigen und Goldbesitzern somit Opportunitätskosten in Form entgangener Zinseinnahmen entstehen. Auch wenn das Zinsniveau langsamer steigt als die Inflationsrate, gewinnt Gold aus Investorensicht zunehmend an Attraktivität. Da die Zinsen im Zuge der Coronavirus-Krise weltweit abermals unter Druck gerieten und seitdem moderater steigen als die Inflationserwartungen, ist Gold aus Anlegersicht weiterhin ein sehr interessantes Investment.

Gold-Sentiment noch nicht übermässig bullisch

Obwohl der Goldpreis seit Mitte 2019 steigt und auch Anleger verstärkt zugreifen, spielt das gelbe Edelmetall beim Anstieg der Asset-Preise eher eine Mitläufer-Rolle. Technologie-Aktien und andere Anlagetrends wie Bitcoin und Co. stehen wesentlich mehr im Rampenlicht und geben den Ton an. Viele Anleger sehen Gold, das physisch gelagert werden muss, als altmodisch an und setzen auf Aktien oder Kryptowährungen. Die erfolgreiche Entwicklung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus, sowie das Ende der turbulenten Trump-Ära in den USA sorgten bei Investoren ab Ende 2020 für Erleichterung – und schwächere Goldpreisnotierungen. Doch die laufende Goldpreis-Korrektur könnte Anlegern eine perfekte Einstiegsgelegenheit für 2021 bescheren.

Goldpreis-Ausblick 2021: Gibt es 2021 neue Goldpreis-Rekorde

Alles in Allem sind die Aussichten und Rahmenbedingungen für einen weiteren Goldpreisanstieg sehr gut. Neben der bei weitem noch nicht ausgestandenen Corona-Krise sind einer der Hauptfaktoren für weitere Goldpreisanstiege die steigenden Inflationserwartungen bei geringen Realzinsen. Deshalb dürfte vor allem die Nachfrage seitens der Investoren stark bleiben. Aber auch Zentralbanken und Schmuckindustrie dürften ihre Käufe 2021 wieder ausweiten. Darüber hinaus könnten sich auch (geo)politische Risiken als Preistreiber erweisen. Die Investmentbank Goldman Sachs beispielsweise hat für 2021 ein Preisziel von 2.300 USD ausgegeben, die Citibank sieht sogar ein 12-Monats-Kursziel von 2.400 USD. Aus charttechnischer Sicht sind die Ampeln für den Goldpreis auf Grün. Wichtig ist allerdings, dass möglichst bald das Allzeithoch aus dem Jahr 2008 bei ca. 1.920 USD zurückerobert wird. Dann dürfte auch das erneute Überschreiten der 2.000 USD-Marke nur noch eine Frage der Zeit sein.

Goldpreis-Prognose 2021

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Die besten Gold Aktien 2021

Für Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um von einem neuen Aufwärtstrend des wertvollen Rohstoffs zu profitieren: Physisch in Form von Goldbarren und Goldmünzen oder über Gold-Zertifikate, Gold-Fonds und Gold ETFs. Am besten legen Sie sich jedoch zwei bis drei besonders starke Goldaktien ins Depot, denn diese versprechen bei steigenden Goldnotierungen aufgrund der meist relativ stabilen Produktionskosten einen Gewinnhebel. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Gold-Aktien für 2021. Drei dieser Werte mit aussergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Gold-Aktien-Liste:

Gold AktieISINSymbolWährung
Agnico-Eagle MinesCA0084741085AEMUSD
Barick GoldCA0679011084GOLDUSD
Franco NevadaCA3518581051FNVUSD
Gold FieldsUS38059T1060GFIUSD
Kinross GoldCA4969024047KGCUSD
Kirkland Lake GoldCA49741E1007KLUSD
NewmontUS6516391066NEMUSD
Royal GoldUS7802871084RGLDUSD
SSR MiningCA7847301032SSRMUSD
Wheaton Precious MetalsCA9628791027WPMUSD

Mit diesen Gold Aktien können Sie vom Aufwärtstrend des Rohstoffs Gold profitieren.

Royal Gold: Geniales Geschäftsmodell

Statt selbst kostenintensiv Exploration zu betreiben, vergibt der an der NASDAQ notierte US-Edelmetallkonzern Royal Gold (ISIN: US7802871084 – Symbol: RGLD – Währung: USD) als „Streaming & Royalty Company“ Bergbau-Konzessionen an Minenbetreiber und unterstützt diese zudem bei der Finanzierung ihrer Projekte.

Beteiligungen an 40 produzierenden Minen

Im Gegenzug partizipiert Royal Gold direkt am Erfolg der Minenbetreiber. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder darf das geförderte Edelmetall später zu besonders günstigen Preisen kaufen (sog. Streaming). Royal Gold bezahlt bei einem seiner grössten Projekte, dem Berg Milligan in Kanada beispielsweise nur 435 USD pro Unze Gold. Der aktuelle Gold-Preis liegt mit ungefähr 1.850 USD mehr als viermal so hoch. Royal Gold verdient mit diesem Geschäftsmodell also prächtig. Interessant an dieser smarten Strategie ist auch, dass das Unternehmen nicht vom Erfolg einer oder weniger Minen abhängig ist. Vielmehr erzielt Royal Gold mittlerweile Einnahmen aus bereits 40 produzierenden Goldminen weltweit. Weitere 18 Minen befinden sich in der Entwicklungsphase und darüber hinaus ist Royal Gold an über 130 weiteren Rohstoffprojekten auf sechs Kontinenten beteiligt, die sich in den Stadien Exploration und Evaluierung befinden. Rund 79 % der Produktion entfallen auf Gold, der Rest auf Silber und Kupfer.

Ein weiterer klarer Vorteil des cleveren Geschäftsmodells ist es, dass im Vergleich zu Goldproduzenten kaum Mitarbeiter benötigt werden. So beschäftigt das Unternehmen gerade mal etwas mehr als 20 hochqualifizierte Mitarbeiter, die sich um die Beteiligungen kümmern. Der Produzent Newmont Mining kommt hingegen auf knapp 40.000 Mitarbeiter.

Seit 2001 jährliche Dividendenerhöhungen

Besonders hervorzuheben ist, dass Royal Gold die Dividende trotz der heftigen Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt seit mittlerweile 20 Jahren in Folge (!) angehoben hat. Zuletzt wurde die Jahresdividende von 1,12 USD auf 1,20 USD erhöht. Das durchschnittliche jährliche Dividendenwachstum seit dem Jahr 2001 beträgt beachtliche 17 %. Ausgezahlt werden die Dividenden, wie in den USA üblich, quartalsweise, entsprechend gibt es für die Aktionäre derzeit alle drei Monate 0,30 USD. Die stetigen Dividendenanhebungen sind nur deshalb möglich, weil in Zeiten niedriger Edelmetallpreise besonders lukrative Royality & Streaming-Deals mit den Bergbau-Unternehmen abgeschlossen werden können. Royal Gold profitiert daher auch von Zeiten mit fallenden Edelmetallpreisen.

Beeindruckend: 15 % Umsatzwachstum p.a. über 13 Jahre

In den letzten 13 Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate beim Umsatz bei beeindruckenden 15 %. Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 wurde ein Ergebnis je Aktie von 2,43 USD erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 werden von Analysten bereits +49 % mehr, genauer gesagt 3,63 USD Gewinn je Aktie erwartet. Im kommenden Jahr 2021/22 sollen es dann 3,88 USD pro Anteilsschein sein. Eventuell weiter steigende Goldpreise sind hierbei jedoch noch nicht einberechnet und würden sich als Gewinnhebel überproportional positiv auswirken. Mit 1,1 Mrd. USD an Barmitteln ist das Unternehmen finanziell hervorragend für neue Projekte und weiteres Wachstum aufgestellt.

Rücksetzer kann für Einstiege genutzt werden

Royal Gold ist bei einem Aktienkurs von 105 USD mit ca. 7 Mrd. USD Marktkapitalisierung ein mittelgrosses Edelmetall-Unternehmen, das mit einem hervorragenden Management und einem einzigartigen Geschäftsmodell fast jedes Jahr Gewinnsteigerungen erzielt. Besonders hervorzuheben ist die grosse Diversifizierung mit Beteiligungen an rund 40 produzierenden Minen weltweit. Dies macht die Aktie auch für etwas konservativere Anleger interessant.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Royal Gold Inc Aktie | Online Broker LYNX

Nach neuen Allzeithochs Mitte 2019 kam der Aktienkurs seit Sommer 2019 deutlich unter Druck und auch der Coronavirus-Crash verschonte die Aktie nicht. Zwischenzeitlich fiel der Wert von knapp 139 USD bis auf ca. 60 USD, bevor eine starke Gegenbewegung einsetzte, die das Papier bis Sommer 2020 sogar auf neue Höchstkurse von mehr als 147 USD trieb. Danach folgte mit der Goldpreis-Korrektur eine erneute Korrekturbewegung. Dass diese etwas stärker ausfiel als bei anderen Goldaktien liegt sicherlich auch daran, dass die Goldproduktion im Jahr 2020 – nicht zuletzt bedingt durch Corona-Lockdowns – in der Summe aller Projekte hinter den Erwartungen zurückblieb. Mit aktuell 104 USD notiert die Aktie sehr deutlich unter dem Allzeithoch. Langfristig orientierte Anleger können den Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Ein Investment in die Royal Gold Aktie im Bereich von 100 bis 105 USD könnte sich bezahlt machen.

Kirkland Lake Gold: Klein aber fein

Der Goldproduzent Kirkland Lake Gold (ISIN: CA49741E1007 – Symbol: KL – Währung: USD) ist im Jahr 2016 aus dem Zusammenschluss dreier kleinerer Goldunternehmen hervorgegangen: Kirkland Lake Gold, St Andrew Goldfields und Newmarket Gold. Das Unternehmen, in dessen Aufsichtsrat der Milliardär und weltweit anerkannte Rohstoffinvestor Eric Sprott sitzt, verfügt über mehrere sehr lukrative Goldminenprojekte in Kanada und Australien. Seit der Erstaufnahme in unsere Analysen im Januar 2018 bei 15,50 USD konnte die Aktie im Hoch bereits um +272 % auf 57,69 USD zulegen.

Zwei hochprofitable Goldminen bilden das Rückgrat des Goldkonzerns

Die Goldproduktion des mit rund 8,4 Mrd. USD Marktkapitalisierung bereits mittelgrossen Goldminen-Unternehmens stammte bislang vor allem aus zwei hochgradigen und gleichzeitig extrem kostengünstig operierenden Goldabbau-Projekten: Die Macassa Mine im Nordosten von Ontario und die Fosterville Mine im Bundesstaat Victoria in Australien. Diese beiden qualitativ hochwertigen Goldminen sind die Cashcows des Konzerns, die zu durchschnittlichen Cash Kosten von 284 USD und Gesamtkosten von 564 USD je Unze operieren. In der Branche absolute Spitzenwerte. Daneben verfügt der Konzern in Ontario noch über zwei weitere produzierende Minen. Die Minen Taylor und Holt steuern zusammen knapp ein Fünftel der Produktion bei. Darüber hinaus verfügt Kirkland Lake Gold über etliche weitere aussichtsreiche Goldprojekte in der Erschliessungsphase.

Übernahme von Detour Gold für 3 Mrd. USD

Mit der Ende 2019 abgeschlossenen Übernahme von Dertour Gold wurde eine dritte produzierende Mine erworben, die jährlich rund 600.000 Unzen Gold zur Gesamtproduktion, die 2019 bei 975.000 Unzen lag, beisteuern soll. Der Kaufpreis in eigenen Aktien lag bei 3 Mrd. USD und erfolgte mit einer Prämie von 24 % auf den Börsenkurs des kleineren kanadischen Rivalen. Dertour-Aktionäre erhielten 0,43 Kirkland-Aktien für eine Dertour Aktie. Das Management von Kirkland verspricht sich in den kommenden Jahren erhebliche Kosteneinsparungen.

Produktions- und Dividendensteigerung im Jahr 2020

Für das Jahr 2020 wurde eine Produktion von ca. 1,37 Mio. Unzen Gold gemeldet, was im zuletzt prognostizierten Korridor von 1,35 bis 1,4 Mio. lag. Vor allem Lockdown-Massnahmen bei der neuen Konzerntochter Dertour sorgten dafür, dass die Produktionsziele im Jahresverlauf von 1,5 Mio. Unzen nach unten angepasst werden mussten. Nach starken Zahlen zum dritten Quartal wurde die Dividende um +50 % auf 0,1875 USD angehoben, was einer Jahresdividende von 0,75 USD entspricht. Zu den Dividenden kommen bei Kirkland Lake Gold regelmässige Aktienrückkauf-Programme. Allein im Jahr 2020 wurden 20 Mio. Aktien im Gesamtwert von 732 Mio. USD zurückgekauft, so dass zusammen mit den ausgeschütteten Dividenden rund 848 Mio. USD an die Aktionäre zurückgegeben wurden.

Die Gewinnsteigerung lag im Jahr 2019 bei beeindruckenden +111 %, pro Aktie wurden 2,74 USD verdient. Für 2020 werden von Analysten 3,35 USD je Aktie erwartet, im Jahr 2021 bei einer Produktion zwischen 1,3 und 1,4 Mio. Unzen rund 3,83 USD Gewinn je Aktie. Dank grösserer Investitionen, die zuletzt vor allem in der australischen Fosterville-Mine getätigt wurden, soll die Goldproduktion mittelfristig wieder steigen und bis 2023 bei bis zu 1,55 Mio. Unzen liegen.

Weiterhin spekulative Wette auf steigende Goldpreise

Die Aktie, die seit August 2017 an der New Yorker Börse notiert ist, hat nicht ohne Grund die höchste Gewichtung im Best of Gold Miners Index. Der Kirkland-Aktienkurs hat seinen mehrjährigen Aufwärtstrend jedoch Ende 2019 verlassen und fiel im Zuge des Corona-Crashs bis auf 18 USD. Von dort erfolgte eine atemberaubende Rallye, die den Kurs bis auf 57,69 USD führte. Von dort ging es mit zurückgehenden Goldpreisen auf das aktuelle Kurslevel von ca. 39 USD zurück.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Kirkland Lake Gold Ltd Aktie | Online Broker LYNX

Bei einem aktuellen Aktienkurs von 39 USD mit knapp 11 Mrd. USD Marktkapitalisierung ist Kirkland Lake Gold mittlerweile nicht mehr unter den kleinen Playern. Dennoch ist die Aktie im Vergleich zu den anderen beiden vorgestellten Goldwerten möglicherweise ein etwas spekulativeres Investment. Dafür winken im Erfolgsfall jedoch auch weiterhin höhere Gewinnaussichten. Neben steigenden Goldnotierungen könnten auch weitere positiv überraschende Unternehmensmeldungen zu stattlichen Kursgewinnen und einer weiteren Fortsetzung des Aufwärtstrends führen. Die Aktie ist in Relation zu den Gewinnerwartungen relativ moderat bewertet und bietet im Kursbereich 36 USD bis 39 USD eine spekulative längerfristige Einstiegsgelegenheit.

Agnico Eagle Mines

Genau wie Kirkland Lake Gold hat auch Agnico Eagle Mines (ISIN: CA0084741085 – Symbol: AEM – Währung: USD) seinen Hauptsitz im kanadischen Toronto. Der Name des bereits im Jahr 1957 gegründeten Unternehmens Agnico ist ein Akronym und besteht aus den Elementsymbolen für Silber (Ag), Nickel (Ni) und Cobalt (Co). Heute ist Agnico Eagle jedoch ein Goldproduzent mit bereits acht produzierenden Minen in Kanada, Finnland und Mexiko. In diesen Ländern, sowie in den USA und Schweden befinden sich weitere spannende Goldprojekte in der Explorations- und Entwicklungsphase. Agnico Eagle steht eigenen Angaben zufolge für kostengünstigen, sicheren und verantwortungsbewussten Bergbau.

Erwartete Produktionssteigerung auf 2,05 Mio. Unzen im Jahr 2021

Mit insgesamt acht relativ kostengünstig produzierenden Goldminen ist Agnico Eagle im Vergleich zu ähnlich grossen Goldproduzenten relativ breit aufgestellt. Durch Produktionssteigerungen, sowie die bevorstehende Produktionsaufnahme von mindestens drei weiteren Minen, soll das Produktionsvolumen von 1,68 bis 1,73 Mio. Unzen im Jahr 2020 auf 2,05 Mio. Unzen im Jahr 2021 gesteigert werden. Der durchschnittliche Goldgehalt liegt bei den Förderprojekten des Konzerns mit 2,4 Gramm je Tonne doppelt so hoch wie der Branchenschnitt von 1,2 Gramm je Tonne. Unter anderem deshalb kann das Unternehmen Gold zu vergleichsweise niedrigen Kosten abbauen.

Niedrige Produktionskosten pro Unze sorgen für Gewinnpuffer

Die profitabelste Mine des Unternehmens ist die bereits seit 1988 in Betrieb befindliche LaRonde Mine in Quebec, eine der grössten Goldlagerstätten in Kanada. Die Mine steuerte bei reinen Produktionskosten je Unze von gerade mal 502 USD im Jahr 2019 rund 403.000 Unzen zur Gesamtproduktion von 1,88 Mio. Goldunzen bei. Werden alle Minen betrachtet, so kostet Agnico die reine Goldförderung pro Unze aktuell ca. 764 USD. Auch die Gesamtkosten bewegen sich bei Agnico mit ca. 1000 USD in einem vergleichsweise niedrigen Bereich. Dies verschafft dem Unternehmen bei aktuellen Goldpreisen von über 1.800 USD einen komfortablen Gewinnpuffer. Agnico Eagle kann es sich daher im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern auch erlauben, grundsätzlich kein Gold vorab d.h. auf Termin zu verkaufen. Goldpreissteigerungen schlagen sich so vollständig und mit entsprechender Hebelwirkung im Gewinn nieder. Anfang 2021 wurde mit TMAC Resources ein kleinerer kanadischer Wettbewerber für 287 Mio. CAD aufgekauft.

Für das Jahr 2020 wird seitens des Unternehmens aufgrund von Corona-bedingten Unterbrechungen der Produktion mit einer geringeren Gesamtproduktion von 1,68 bis 1,73 Mio. Unzen gerechnet. Die Produktionsziele von 2,05 Mio. Unzen im Jahr 2021 und 2,10 Mio. Unzen im Jahr 2022 wurden ausdrücklich bestätigt.

Gewinnausschüttung um +50 % angehoben: 2 % Dividendenrendite

Im Jahr 2020 wird seitens Analysten mit einem deutlichen Gewinnanstieg von 0,96 USD pro Aktie auf 1,89 USD gerechnet. Die hohe Steigerung von +97 % ist vor allem dem deutlichen Goldpreisanstieg zu verdanken. Aufgrund der insgesamt guten Geschäftsergebnisse wurde kürzlich beschlossen, die Quartalsdividende um +50 % von 0,20 USD je Aktie auf 0,35 USD je Aktie zu erhöhen. Das entspricht einer Jahresdividende von 1,40 USD und auf dem aktuellen Aktienkursniveau von 71 USD einer Dividendenrendite von ca. 2 %. Das ist für einen Goldwert ein vergleichsweise hoher Wert. Neben einem um +30 % höheren Umsatz von 4,1 Mrd. USD erwarten Analysten auf der Ergebnisseite für dieses Jahr eine Steigerung um +96 % auf 3,70 USD Gewinn je Aktie.

Erstklassige Goldaktie für mittel- bis langfristig orientierte Goldanleger

Das Unternehmen ist an der NYSE notiert und kommt bei einem aktuellen Aktienkurs von 71 USD auf eine Marktkapitalisierung von etwa 17 Mrd. USD. Im Coronavirus-Crash fiel die Aktie kurzzeitig auf 31 USD, ehe wie bei allen Goldaktien eine starke Kursrallye einsetzte. Im September 2020 war sogar hauchdünn ein neues Allzeithoch von 89,23 USD erzielt worden, bevor die Aktie parallel zum Goldpreisrückgang wieder nachgab. Der Bergbaukonzern schüttet seit 1983, also mittlerweile seit 38 Jahren durchgehend eine Bardividende aus und gehört damit zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern. Seit 1998 wurde sowohl der Goldpreis, als auch der Gold- und Silberminen-Index XAU mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs der Aktie von ca. +14 % pro Jahr deutlich geschlagen.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Agnico Eagle Mines Ltd Aktie | Online Broker LYNX

Agnico Eagle ist auch deshalb beliebt bei den Investoren, weil der Konzern in der Vergangenheit im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, auch bei einem schwächeren Goldpreis nur einen sehr geringen Margenrückgang zu verbuchen hatte. Aufgrund der günstigen Produktionskosten, der geplanten Produktionsausweitung sowie der sehr aktionärsfreundlichen Unternehmenspolitik, könnte Agnico Eagle ein ideales, mittel- bis langfristiges Investment sein, um sich für einen weiteren Goldpreisanstieg im Jahr 2021 zu positionieren.

Fazit: Gold vor neuen Preisanstiegen im Jahr 2021

Aufgrund der Corona-Krise werden weltweit immense Milliardensummen in die Wirtschaft gepumpt, um eine gewaltige Pleitewelle zu vermeiden. Die damit verbundene Ausweitung der Geldmenge führte in den letzten Monaten bei fast allen Sachwerten zu enormen Preisanstiegen. Die Preise für Aktien, Immobilien oder auch Edelmetalle zogen stark an. Im letzten Jahresdrittel 2020 setzte bei Gold und Silber jedoch eine Korrekturbewegung ein. Aus dieser gesund wirkenden Konsolidierung heraus könnte sich – unterstützt von inflationären Tendenzen – bald schon ein neuer Aufwärtsschub für das gelbe Edelmetall ergeben. Der längerfristige Aufwärtstrend beim Goldpreis dürfte intakt bleiben und die Wahrscheinlichkeit neuer Höchststände beim Goldpreis ist im Jahr 2021 insgesamt betrachtet recht hoch.

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Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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