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Aktienanalyse:
Altria: 8,58% Dividende. Geht das?

Aktuelle Analyse der Altria Group Aktie

Altria ist ein global tätiger Tabak- und Nahrungsmittelkonzern.

Wiedervereinigung gescheitert

Ich möchte nicht die gesamte Geschichte des Konzerns aufarbeiten. Aber es ist schier unglaublich, welche Unsummen Altria in den letzten Jahrzehnten erwirtschaftet hat.

Zwischenzeitlich wusste man nicht mehr, wohin mit all dem Geld. Daher kaufte man ein Unternehmen nach dem anderen. Darunter zum Beispiel Kraft Foods, die später wieder abgespalten wurden.
Philip Morris war gehörte dereinst auch zum Konzern. Die Wiedervereinigung scheiterte kürzlich aber.

Es ist kompliziert

Bis heute besitzt man 12% an Anheuser Busch und zahlreiche weitere Beteiligungen, Weingüter & Co.
In den letzten Jahren hat man eine ganze Reihe von Investitionen im Bereich Vaporizer und Cannabis durchgeführt.
MarkTen wurde übernommen, man ist mit 35% an Juul beteiligt und mit 45% an Cronos Group.
Man wollte diese Trends nicht verpassen, bisher haben sich die Investitionen aber nicht ausgezahlt. Das ist auch einer der Gründe, warum die Altria-Aktie unter Druck gekommen ist.

Das Hauptgeschäft entfällt aber weiterhin auf Zigaretten. Zum Unternehmen gehören unter anderem Marlboro USA, mit einem US-Marktanteil von nahezu 50%, L&M, Parliament, Kentucky Club, John Middleton, Nat Sherman, der Vaporizer-Hersteller Nu Mark und Philip Morris Capital Corp.

Die Kapitalstruktur ist also kompliziert. Den Wert all der Beteiligungen zu bestimmen ist schwierig.
Wir werden uns daher auf das operative Geschäft von Altria konzentrieren und den Wert der Investments als Puffer nutzen. Die Aktie muss auch ohne Töchter und Beteiligungen attraktiv sein.
Der Puffer ist in diesem Fall nicht gerade klein. Das Aktienpaket von Anheuser ist beispielsweise rund 10 Mrd. USD Wert. Das entspricht rund einem Siebtel des Börsenwerts von Altria.

Keine Wachstumsbranche

Es ist kein Geheimnis, dass Zigaretten keine Wachstumsbranche sind. Die Zahl der Raucher ist weltweit leicht rückläufig, wenn es auch Regionen gibt, in denen das anders aussieht.

Dennoch ist es Altria gelungen, den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 16,89 auf 19,79 Mrd. USD zu steigern. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, die operative Marge ist mit 53% außerordentlich hoch.
Der operative Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,90 auf 4,22 USD je Aktie.

Im Vorjahr musste man einige Abschreibungen auf die zuvor genannten Investments tätigen und meldete einen Verlust. Die Betonung liegt auf „meldet“.

Bares ist wahres

Operativ war man natürlich weiterhin hochprofitabel. Ein Blick auf den Cashflow reicht aus, um das zu erkennen.
Dadurch wird auch klar, dass man sich die enorme Dividende leisten kann. Die reale Ausschüttungsquote liegt ungefähr bei 80%.

Aus all diesen Gründen hatte ich mich auf einem ähnlichen Kursniveau bereits positiv zur Aktie geäußert. Da die zwischenzeitliche Rallye durch Corona beendet wurde, könnten Anleger jetzt eine zweite Chance erhalten.

Derzeit kommt Altria neben der Dividendenrendite von 8,58% auf eine P/E von und forward P/E von 9,2.
Viele andere Unternehmen dürften in diesem Jahr wohl nur davon träumen, den Gewinn stabil zu halten. Aber wer raucht, ist eben süchtig…
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 18. Es wäre also durchaus Luft vorhanden.

Chart

Altria bewegt sich in einem stabilen Abwärtstrend. Es spricht jedoch einiges dafür, dass es keine neuen Tiefs geben wird. Schließlich wurden Kurse unter 35 USD nur während einer Panik erreicht.
Für antizyklische Anleger wäre ein Rücksetzer in die Nähe von 35 USD also interessant.

Gelingt hingegen ein nachhaltiger Ausbruch über 40 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 42,50 USD.
Darüber hellt sich das Chartbild weiter auf und der Weg in Richtung 47 und 51 USD wäre frei.

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Chart vom 02.06.2020 Kurs: 39,18 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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