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Aktienanalyse:
Allianz: Da wäre noch Luft nach oben, wenn …

Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

Natürlich fällt es dem geübten Trader sofort ins Auge: Sollte die Allianz-Aktie in einem Bereich zwischen dem gestrigen Schlusskurs und dem bei 216,20 Euro gelegenen Hoch des Monats Mai nennenswert nach unten abdrehen, würde die Gefahr erheblich steigen, dass sich hier eine Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation ausbildet. Eine abwärts gerichtete Wendeformation, die mit einem Bruch der im August verteidigten Supportzone zwischen 194,66 und 197,48 Euro vollendet wäre und aus rein charttechnischer Sicht reichlich Abwärtspotenzial generieren würde.

Zumal der Bruch dieser Unterstützungszone zugleich den Bruch der im August zweimal verteidigten 200-Tage-Linie bedeuten würde. Doch das ist eben nur eine von zwei Möglichkeiten. Die andere würde lauten: Die Aktie läuft über dieses Mai-Hoch ebenso hinaus wie über das bisherige, im Juli bei 219,05 Euro markierte Jahreshoch.

Im ersten Moment möchte man mit Blick auf die kritische konjunkturperspektive und das für „Kapitalverwalter“ wie die Allianz ungünstige Umfeld negativer Zinsen abwinken: Nach oben ist die Luft mit hoher Wahrscheinlichkeit dünn. Dünn mag sie in der Tat sein. Aber ist der Weg deswegen komplett zugestellt? Nicht, falls sich ein bestimmtes Szenario etabliert.

Expertenmeinung: Rein charttechnisch gesehen wäre hier alleine deshalb noch ein wenig Spielraum nach oben, weil das im August entstandene Doppeltief ein rechnerisches Kursziel von etwa 211 Euro hätte. Solche rechnerischen Kursziele sind aber ohnehin nur ein grober Anhalt. Wenn die Akteure dort einfach weiter kaufen, tritt die Theorie kommentarlos hinter die Praxis zurück. Interessanter sind zwei andere Aspekte, die für die Aktie sprechen:

Zum einen gelingt es der Allianz seit Jahren, moderat, aber konsequent zu wachsen und den Gewinn zu steigern. Trotz wankender Konjunktur, trotz negativer Zinsen. Zum anderen wurden in den letzten Tagen massiv defensive Aktien verkauft. Eigentlich würde die Allianz in diese Kategorie passen. Aber während Immobilientitel oder Konsumgüterhersteller auf der Verkaufsliste landeten, stieg diese Aktie einfach weiter.

Angenommen, die Allianz-Aktie würde die laufende Verkaufswelle der defensiven Aktien charttechnisch schadlos überstehen und dann ein über kurz oder lang wahrscheinliches Platzen der momentan um sich greifenden Hoffnungen vonstattengehen, das die „Defensiven“ wieder in den Vordergrund rückt, könnte der Kurs tatsächlich erneut auf der Kaufliste landen und so übergangslos weiter laufen. Aber:

Das ist letztlich die optimistischste Variante. Denn es kann durchaus sein, dass die Allianz deshalb momentan nicht auf der Verkaufsliste landet, weil man pauschal Finanztitel einsammelt in der Hoffnung, dass die morgen erhofften EZB-Maßnahmen diese Aktien dann neu beleben werden. Sollte das die Motivation der derzeitigen Käufe sein, hieße es:

Vorsicht, denn auf einen Schub nach der EZB-Entscheidung haben im Vorfeld gefährlich viele gewettet! Da die Aktie erst bärisch wäre, wenn sie unter 193 Euro schließen würde, wäre es ratsam, hier nur mit kleinen Positionen auf der Long-Seite zu agieren, die es ermöglichen, einen solchen großzügig bemessenen Stop Loss zu fahren, ohne dadurch zu viel Kapital zu riskieren.

Chart vom 10.09.2019, Kurs 207,60 Euro, Kürzel ALV | Online Broker Aktienempfehlungen

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