Börse aktuell

Aktienmärkte durch den neu aufgeflammten Handelskrieg unter Druck – Ubers IPO ein Flop – ThyssenKrupp Aktie haussiert

Die umsatzstärksten europäischen Indizes konnten sich zum Wochenschluss durchweg leicht erholen. So legte Europas führender Index EuroStoxx50 am Freitag um 0,31 Prozent auf 3.361,05 Punkte zu und auch der DAX schloss wieder solide oberhalb der 12.000-Punkte-Marke mit einem Plus von 0,72 Prozent bei 12.059,83 Punkten. Der XDAX kletterte bis zum Wochenschluss sogar auf 12.187,07 Zähler. Auch die drei führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ 100 und S&P 500 konnten sich allesamt etwas erholen. Nach vier Tagen mit Kursverlusten an der Wall Street in Folge kam diese kleinere Erholungswelle nur zustande, weil US-Präsident Trump und US-Finanzminister Mnuchin die derzeitigen Handelsgespräche weiter als „konstruktiv“ bezeichneten.

Einmal mehr wird der Handelskrieg zwischen den USA und China die Börsennachrichten in der kommenden Woche dominieren. Möglicherweise könnte auf diese Weise die seit dem Jahresanfang bestehende Rallye Stück für Stück wieder abverkauft werden, denn Strafzölle sind die größte Bedrohung für das globale Wirtschaftswachstum und werden die künftigen Gewinne der Konzerne abschmelzen lassen. Zweifelsohne wird der Druck auf China durch die nun angekündigten Maßnahmen wachsen. Zum Wochenschluss wurden die Strafzölle auf China-Importe im Wert von 200 Mrd. US-Dollar neu tarifiert und von 10 Prozent auf 25 Prozent angehoben. Peking antwortete daraufhin mit Strafzöllen auf US-Produkte in Höhe von 110 Mrd. US-Dollar. Trump ordnete vorsorglich schon Vorbereitungen für weitere Stufen von Strafzöllen an, die sich dann auf nahezu alle chinesischen Produkte erstrecken könnten.

Am Freitag schmierten die Aktien von Uber Technologies – einem weiteren an der Börse platzierten Einhorn – mit dem ersten Kurs von 42,00 US-Dollar gegenüber dem IPO-Preis von 45,00 US-Dollar kräftig ab. Zum Handelsende an der Wall Street schlossen die Aktien mit einem Minus von 7,62 Prozent bei 41,57 US-Dollar. Das doch recht volatile Börsenumfeld in der vergangenen Woche erschwerte Ubers IPO offenbar stärker als zuvor angenommen. Dennoch sollte Investoren eines klar werden: Das Unternehmen wird in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich keine schwarzen Zahlen schreiben.

Die Aktien des DAX-Konzerns ThyssenKrupp haussierten unterdessen und schlossen via Xetra mit einem Kursplus von 28,17 Prozent bei 14,40 Euro. Das geplanten Stahl-Joint-Venture aus Tata Steel und ThyssenKrupp wird den Angaben beider Konzerne nach nicht zustande kommen. Die jetzt vom Vorstand vorgeschlagene strategische Neuausrichtung von ThyssenKrupp inklusive eines Börsengangs des Aufzugsgeschäfts, die an die Stelle der zuvor angedachten Konzernteilung treten soll, führte zu enormer Kursphantasie. Diese wurde zusätzlich von Äußerungen des ThyssenKrupp-CEOs befeuert, der auch weitere Verkäufe für möglich hält.

In der kommenden Woche berichten von der Unternehmensseite die DAX-Konzerne Allianz, E.ON, Merck KGaA, RWE sowie ThyssenKrupp von ihren aktuellen Quartalszahlen. Außerdem veröffentlichen unter anderem Konzerne wie Alibaba, Cisco Systems und Walmart ihr neuestes Quartalszahlenwerk. Von der volkswirtschaftlichen Seite werden am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone erwartet, sowie die März-Industrieproduktion der Eurozone. Am Mittwoch wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) und das BIP für die Eurozone, jeweils für das ersten Quartal 2019 publiziert. Am Donnerstag folgt der US-Philadelphia Fed Index für den Mai und am Freitag die April-Verbraucherpreise für die Eurozone.

Weiter dunkle Wolken über der Bayer-Aktie – Die Luft für CEO Baumann wirkt vergiftet

„Das hohe Glyphosat-Klagerisiko mit möglichen horrenden Vergleichssummen von 5 – 20 Mrd. US-Dollar lastet wie ein Stein auf der Bayer-Aktie und die Luft für den Vorstandsvorsitzenden Baumann wirkt wahrlich vergiftet“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für den Online Broker LYNX. „Gegenwärtig liegen über 13.400 Klagen vor und im US-Fernsehen läuft täglich Werbung von Kanzleien, um weitere mögliche Betroffene auf ihre Klagemöglichkeiten hinzuweisen. Auf diese Weise könnten sich sogar noch weitere Klagen anhäufen“, erläutert Friczewsky.

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