KWS Saat SE - Saatgutspezialist aus Deutschland

KWS Saat SE – weltweit der viertgrößte Saatguthersteller

Das Unternehmen KWS Saat SE ist die Muttergesellschaft der KWS-Gruppe und bündelt die globalen Aktivitäten unter einem Dach. Der Unternehmenssitz ist im niedersächsischen Einbeck in der Nähe von Göttingen. Die KWS Saat SE wird von CEO Dr. Hagen Duenbostel geleitet, Aufsichtsratsvorsitzender ist Andreas J. Büchting.

KWS ist seit der Gründung im Jahre 1856 auf die Züchtung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Sorten und Saatgut spezialisiert. Während seiner über 160-jährigen Firmengeschichte hat sich der Konzern von einem Zuckerrübenzüchter zu einem internationalen und vor allem innovativen Anbieter mit einem diversifizierten Kulturpflanzenportfolio gewandelt. Primär liegt der Fokus auf der Züchtung neuer, leistungsstarker Sorten, mit dem Ziel, diese an die regionalen Bedürfnisse der Landwirte und vor allem auf die Klima- und Bodenverhältnisse vor Ort anzupassen. Das genetische Potenzial wird mit Forschungs- und Zuchtprogrammen verbessert. Heute ist die KWS-Gruppe mit Züchtungs- und Vertriebsaktivitäten in über 70 Ländern vertreten und hat derzeit 70 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in 33 Ländern.

Konzernstruktur und Portfolio

Der KWS-Konzern ist in vier Geschäftseinheiten untergliedert. Der umsatzstärkste Bereich ist Mais. Im Bereich Silo-Mais ist KWS europäischer Marktführer. Dazu kommen die Produktion und der Vertrieb von Saatgut für beispielsweise Sojabohnen, Sonnenblumen und Sorghum. Ein weiteres Segment lautet Zuckerrüben; es beinhaltet auch die Entwicklung von sogenannten dipoliden Hybridkartoffeln. Das dritte Segment heißt Getreide. Dazu gehören unter anderem auch die Produktion und der Vertrieb von Saatgut für Raps, Roggen, Weizen, Gerste, Erbsen und Triticale, einer Kreuzung aus Roggen und Weizen. Schließlich gibt es noch das Segment Corporate. Hier werden die Erlöse der konzerneigenen Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland gebündelt.

Entwicklung, Forschung und Optimierung – Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda

Heute sind weltweit rund 350.000 Pflanzenarten bekannt. Die Vision der KWS SE mit ihren 160 Jahren an Erfahrung in der Pflanzenzüchtung ist es, Generationen von Landwirten mit ertragsstarkem Saatgut zu versorgen und dabei auch die Nachhaltigkeit nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Das Unternehmen leistet einen Beitrag mittels der Schaffung von neuen, ertragsreichen und ressourcenschonenden Pflanzenmerkmalen. Mittels der Expertise des Konzerns werden standortangepasste Sorten gezüchtet und den Landwirten vor Ort die optimalen Anbautechniken vermittelt. Futuristisch kommt der Begriff Precision Farming daher. Dahinter verbirgt sich in der Tat moderne Technik, denn mit dem Einsatz von Drohnen über den Feldern können bei der Auswertung des Bildmaterials präzise Rückschlüsse auf das Pflanzenwachstum getroffen werden. Dies alles hilft bei der weiteren Entwicklung von speziell auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmtem Saatgut.

Details zur KWS Saat Aktie

Die Aktie der KWS SE hat das Handelssymbol KWS und wird an der Frankfurter Wertpapierbörse im Handelssegment Prime Standard geführt. Die Börsenhistorie geht bis auf die erste Zulassung für den amtlichen Handel in Hannover im Jahr 1954 zurück. Die Aktie ist seit Juni 2006 Mitglied im SDAX. Am 22. März 2019 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis von 1:5 vollzogen. Das Grundkapital wurde im Zuge dieser Neueinteilung von 19,8 Mio. EUR auf 99,0 Mio. EUR erhöht und von 6,6 Mio. Stückaktien auf 33 Mio. Stückaktien angepasst. Die größten Aktionäre sind mit 54,5 Prozent die Familien Büchting und Arend Oetker. Ferner werden 15,4 Prozent der Aktien von der Tessner Beteiligungs GmbH gehalten. Der Streubesitz liegt bei 30,1 Prozent. In den letzten fünf Jahren konnte die Aktie um rund 17,5 Prozent an Wert zulegen, während zum Beispiel der SDAX-Performance-Index im Vergleichszeitraum um rund 64 Prozent zulegte. Das Wertpapier ist somit ein klarer Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 1,99 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 70,90 EUR im Hoch und 50,40 EUR im Tief (bereits Split-bereinigt).

Aktuelle Analysen

Aufgrund des am 22. März 2019 vollzogenen Aktiensplits werden die meisten Analysten ihre Kursziele in den nächsten Wochen möglicherweise anpassen. Mit dem Stand dieser Analyse hat bisher nur die NordLB ihr Kursziel nach dem Split angepasst. Sie geht von einem Kursziel von 65,00 Euro aus. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Kurs von 60,40 EUR aus dem Xetra-Handel.

Langfristige Chartanalyse der KWS Saat Aktie

Mit Blick auf die vergangenen fünf Handelsjahre der Aktie von KWS Saat SE lässt sich grundlegend ein leichtes Plus ablesen. Die Bewegung startete nahe der Marke von 52,00 EUR und aktuell konnte am vergangenen Freitag ein Schlusskurs knapp oberhalb von 60,00 EUR markiert werden. Zwischenzeitlich ist jedoch im positiven wie auch negativen Bereich einiges passiert. So kann ein Bewegungstief Anfang 2016 unter 48,00 EUR und ein Bewegungshoch Ende 2017 nahe der 70,00-EUR-Marke abgelesen werden. Der aktuelle Schlusskurs nahe 60,00 EUR befindet sich an einem markanten Unterstützungsniveau, welches durchaus die zukünftige Richtung des Wertes entscheiden könnte.

Schafft es die Aktie somit, sich dauerhaft oberhalb der 60,00 EUR Marke zu halten, wäre eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz vom Anfang des Jahres durchaus denkbar und somit Käufe eine nicht auszuschließende Option. Realistisch könnten eventuell die Ziele 67,00 EUR und auch 71,00 EUR für Kalkulationen genutzt werden. Rutscht der Wert jedoch erneut unter 60,00 EUR, käme dies der Aufwärtsseite nicht wirklich zugute und ein weiteres Absacken in Richtung 54,00 EUR und auch 52,00 EUR wäre möglich, was letzten Endes eher kontraproduktiv für die Käuferseite ist. Die Marke von 60,00 EUR ist somit richtungsentscheidend und sollte genau im Auge behalten werden.

KWS Saat – Fundamentaldaten 2017/2018

Bei der KWS Saat SE wird jeweils zum 30.06. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Die abschließenden Daten für das Geschäftsjahr 2017/2018 sind somit die aktuellsten. In diesem Zeitraum erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1,068 Mrd. EUR. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2016/2017 erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,075 Mrd. EUR; 2015/2016 1,037 Mrd. EUR; 2014/2015 986,0 Mio. EUR und 2013/2014 923, Mrd. EUR. In den letzten Geschäftsjahren ist somit eine Steigerung abzulesen. Die größten Umsatzregionen sind Deutschland mit 22,0 Prozent, das restliche Europa mit 47,3 Prozent, Nord- und Südamerika mit 25,2 Prozent und die restliche Welt mit 5,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde mit 132,556 Mio. EUR und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 137,990 Mio. EUR angegeben.

Der Jahresüberschuss wurde mit 99,657 Mio. EUR testiert. In den letzten Jahren konnte der Jahresüberschuss kontinuierlich gesteigert werden – im Geschäftsjahr 2013/2014 betrug er noch 80,3 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 15,08 EUR. Je Anteilsschein betrug die Dividende 3,20 EUR. Insgesamt liegt die Ausschüttungssumme somit bei 21,1 Mio. EUR. Der Konzern wies für 2018 liquide Mittel in Höhe von 174,300 Mio. EUR aus. Das Eigenkapital lag bei 881,783 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote bei 58,1 Prozent, das gezeichnete Kapital lag bei 19,8 Mio. EUR und die Gesamtverbindlichkeiten mit 635,898 Mio. EUR angegeben. Die Bilanzsumme betrug 1,518 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017/2018 5.147 Mitarbeiter, davon bereits rund 1.900 im Bereich Forschung und Entwicklung. 37,9 Prozent der Belegschaft arbeitet in Deutschland.

Bilanzprognose für das Geschäftsjahr 2018/2019

Gemäß den Angaben der Konzernleitung geht man von einem leichten Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2018/2019 bei einer EBIT-Marge von 10 – 12 Prozent aus. Die Investitionen werden sich auf über 100 Mio. EUR erhöhen. Der Gesamtumsatz könnte auf rund 1,11 Mrd. EUR ansteigen, das EBIT bei etwa 132,5 Mo. EUR liegen. Der Gewinn je Aktie könnte sich bei 2,91 EUR einpendeln und eine künftige Dividende von etwa 0,65 EUR ermöglichen. Die Nettoverschuldung könnte der Prognose zufolge bei 126,77 Mio. EUR liegen.

Termine

Der Konzern publiziert am 16. Mai 2019 den Quartalsbericht für das dritte Quartal (Neunmonatsquartalsmeldung) 2018/2019. Am 23. Oktober wird der Jahresabschluss 2018/2019 veröffentlicht.

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