Axel Springer SE – Europas Mediengigant

Fundamentale Betrachtung

Axel Springer hat etwas mit Microsoft gemeinsam – zwar begann die Gründungszeit des Konzerns nicht in einer Garage, doch oberhalb eines Lagers von Tee und Gewürzen in der Hamburger Speicherstadt im Jahre 1946, und dies eigenen Angaben aus der Konzernhistorie zufolge sogar mit geliehenen Schreibmaschinen und oft ohne Strom. Heute gehört die Axel Springer SE zu den internationalen Playern im Mediengeschäft – über 40 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet. Das Unternehmen ist in mehr als 40 Ländern aktiv, hat 12.843 Mitarbeiter und ist im Heimatmarkt Deutschland Marktführer. Die Axel Springer SE verlegte den Unternehmenssitz von Hamburg nach Berlin. Seit 1985 ist die Firma börsennotiert, am 05.07.2007 wurde sie Mitglied des SDAX, seit 20.09.2010 gehört sie zum MDAX. Besonders im bereits sehr weit fortgeschrittenen digitalen Geschäft will der Konzern konsequent weiter wachsen und weiter ein renditestarkes Digitalportfolio aufbauen. Bekannte Produkte des Hauses sind zum Beispiel „Die Welt“, „Bild“, „Geo“, „Forbes“, „Manager Magazin“, „Newsweek“ und „Rolling Stone“.

Die Analysen im Jahr 2014 geben ein gemischtes Bild zur Aktie der Axel Springer SE ab. Die Analysen   von Deutscher Bank, Close Brothers Seydler, Berenberg Bank, Kepler Cheuvreux, DZ Bank, JPMorgan, Barclays, Société Générale, Goldman Sachs, Commerzbank, HSBC, Morgan Stanley, Warburg Research, NordLB und Bankhaus Lampe weisen eine Kurszielbandbreite von 40,00 Euro (Kepler Cheuvreux vom 22.04.2014) bis 52,00 Euro (NordLB vom 25.07.2014) auf. Kumuliert man die Kursziele der 15 Analysen aus dem Jahr 2014, so ergibt sich ein Durchschnittskursziel in Höhe von 47,36 Euro. Am Freitag ist das Papier mit einem Kurs von 41,75 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen. Demnach könnte sich für das Wertpapier noch ein Kurspotenzial von rund 13 Prozent ergeben. Derzeit hat das Unternehmen einen Marktwert von 2,42 Mrd. Euro.

Für 2013 weist die Gewinn- und Verlustrechnung (bilanziert wird zum Stichtag des 31.12. nach IFRS) einen Umsatz von 2,801 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag bei 359,7 Mio. Euro, das Beteiligungsergebnis bei 25,70 Mio. Euro, das Zinsergebnis war mit 27,0 Mio. negativ, was insgesamt zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 197,1 Mio. Euro führte. Je Aktie netto ergab dies 1,81 Euro. Die Ausschüttungssumme für 2013 lag bei 178,1 Mio. Euro, die Dividende für Stammaktien bei 1,80 Euro je Anteilsschein. Bei Axel Springer verzeichnet man seit Jahren steigende Dividenden. Der Konzern verfügte zum Stichtag 31.12.2013 über liquide Mittel in Höhe von 248,6 Mio. Euro, 1,7 Mrd. Euro an wirtschaftlichem Eigenkapital, 98,9 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital, Verbindlichkeiten von 1,7 Mrd. Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 156,2 Mio. Euro. Die Bilanzsumme des Unternehmens lag bei 4,8 Mrd. Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 47,0066 Prozent. Für 2014 könnten gemäß Bilanzprognose Gesamtumsätze von 2,97 Mrd. Euro entstehen, für 2015 gar 3,05 Mrd. Euro. Das EBIT für 2014 könnte 384,40 Mio. Euro erreichen, das für 2015 415,00 Mio. Euro. Demnach würde auch der Gewinn je Aktie von 2,23 Euro für 2014 auf 2,41 Euro 2015 steigen, was eine Dividende von 1,80 Euro für 2014 und 1,90 Euro für 2015 bedeuten könnte. Die Cashflow-Projektion weist für 2014 3,70 Euro, für 2015 4,20 Euro je Anteilsschein aus. Damit läge das Nettovermögen je Aktie bei 22,97 Euro 2014 und 23,51 Euro 2015. Axel Springer könnte 2014 eine Nettoverschuldung von 59,20 Mio. Euro haben, diese aber 2015 in einen Nettogeldbestand in Höhe von 41,00 Mio. Euro umwandeln. Am 05.08. legt das Unternehmen seinen Halbjahresbericht für 2014 vor.

Die Aktie der Axel Springer SE lag auf 52-Wochen-Sicht bei einem Hoch von 51,48 Euro und einem Tief von 36,36 Euro. Auf Sicht von fünf Jahren weist die Aktie eine Performance von beinahe 100 Prozent auf (95,70 Prozent). Vorstandsvorsitzender ist Dr. Mathias Döpfner, Vorsitzender des Aufsichtsrates Dr. Giuseppe Vita. Die Aktien von Axel Springer befinden sich zu 40,2 Prozent im Streubesitz, 51,5 Prozent der Papiere werden von der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik gehalten, 5,00 Prozent von Dr. h.c. Friede Springer und 3,3 Prozent von Vorstand Dr. Mathias Döpfner (Stand: 31.12.2013).

Charttechnische Betrachtung

Die Aktie von Axel Springer SE hat sich in den vergangenen fünf Jahren recht gut entwickelt. Von 21,00 Euro kommend, rangierte der Kurs zum Wochenschluss nahe 42,00 Euro, was einem Anstieg von  rund 100 Prozent entspricht. Das zwischenzeitliche Hoch lag bei rund 51,50 Euro. Seit dem zweiten Quartal 2014 ging es dann jedoch etwas abwärts, was auf etwas kurzfristigerer Ebene schon zu einer Trendwende von long auf short führte. Etwas langfristiger ist das charttechnische Bild noch long, aber damit dies so bleibt, dürfen hier kaum noch neue Tiefs ausgebaut werden. Für sofortige Handlungen lässt das aktuelle Chartbild nicht viel Spielraum. Wie angesprochen befindet sich der Wert etwas langfristiger gerade noch so auf der Long-Seite, kurzfristig ist er schon short. Beide Ansichten zusammen bieten somit kaum einen Vorteil. Als etwas aggressive Trading-Idee würde sich aktuell lediglich ein erneuter Anstieg über die Marke von 43,00 Euro für Käufe anbieten, wobei es hier nicht mit Trade-Anläufen übertrieben werden sollte. Defensiv wären Kurse oberhalb der Marke von 48,00 Euro wieder interessant für Käufe und unterhalb der 40,00 Euro gegebenenfalls für Verkäufe. Für diese beiden Szenarien wäre dann aber eine nochmalige Analyse von Vorteil.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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