Traton Aktie Prognose TRATON: Diese Meldung sollte man im Hinterkopf behalten

News: Aktuelle Analyse der Traton Aktie

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Am Montagmorgen meldete die VW-Nutzfahrzeug-Tochter TRATON die Zahl der 2023 verkauften Fahrzeuge und den Auftragseingang. Die Verkäufe sind nur ein Blick zurück, der Auftragseingang aber einer nach vorne. Und den sollte man besser im Hinterkopf behalten.

Was war, interessiert die Anleger in der Regel eher wenig, sofern es da nicht zu gewaltigen Überraschungen kommt. Dass TRATON am Montag die Zahl der im Vorjahr verkauften Fahrzeuge meldete, war daher nicht kursbewegend, zumal das Unternehmen am 12. Januar die Zahl der Auslieferungen des vierten Quartals vorgelegt hatte. Dadurch konnte man sich im Vorfeld ausrechnen, dass 2023 ein Rekordabsatz erreicht wurde: Mit 338.200 Fahrzeugen verkaufte TRATON so viel wie nie und elf Prozent mehr als 2022. Gut.

Aber der Auftragseingang des vergangenen Jahres ist eben nur bedingt ein Blick zurück, denn diese Zahl ist wegweisend dafür, wie es derzeit beim Absatz läuft und ob es 2024 den nächsten Auslieferungsrekord gibt oder nicht. Und danach sieht es nicht aus. Denn TRATON meldete Neuaufträge von 264.800 Fahrzeugen. Weit weniger also, als 2023 ausgeliefert wurde und im Vergleich zum Auftragseingang 2022 ein sattes Minus von 21 Prozent. Nicht gut.

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Expertenmeinung: Der CEO erklärte zwar in der Pressemeldung, dass er zuversichtlich sei, dass auch 2024 ein erfolgreiches Jahr werde. Aber das Wort „erfolgreich“ ist ebenso dehnbar und unpräzise wie die Aussage, dass das Auftragsbuch aktuell bis ins zweite Halbjahr reiche. Das wäre viel, wenn da von Dezember die Rede wäre (wobei man dann „bis Jahresende“ geschrieben hätte). Das wäre allerdings dünn, wenn Juli gemeint wäre. Grundsätzlich ist der sehr deutliche Rückgang des Auftragseingangs um 21 Prozent also keine gute Nachricht. Zumal schon der Auftragseingang 2022 ein Rückgang von sieben Prozent gegenüber 2021 war.

Die Marktteilnehmer reagierten, wie Sie im Chart sehen, so gut wie gar nicht. Das kann einerseits daran liegen, dass TRATON als SDAX-Titel eher niedrige Umsätze zeigt. Aber andererseits auch daran, dass die Bewertung via Kurs/Gewinn-Verhältnis auch bei einem 2024 fallenden Gewinn pro Aktie noch eher niedrig wäre: Auf Basis der durchschnittlichen Schätzung eines gegenüber 2023 fünf Prozent niedrigeren Gewinns pro Aktie läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer noch bei niedrigen 4,5. Da hätte man also noch einen Puffer für negative Überraschungen, bevor man die Aktie als „zu teuer“ einordnen müsste, aber:

Gerade in der konjunktursensiblen Automobilindustrie kann bereits eine moderat wirkende Verschlechterung der Lage immense Folgen haben, indem Umsatz und Gewinnmarge gleichzeitig fallen, so dass daraus eine negative Hebelwirkung erwächst. Wer hier investiert ist, sollte diesen Rückgang beim Auftragseingang daher unbedingt im Hinterkopf haben.

TRATON Aktie: Chart vom 22.01.2024, Kurs 22,26 Euro, Kürzel: 8TRA | Online Broker LYNX
TRATON Aktie: Chart vom 22.01.2024, Kurs 22,26 Euro, Kürzel: 8TRA | Quelle: TWS

Aus charttechnischer Sicht sollte man da die Supportzone aus der 200-Tage-Linie bei derzeit 19,70 Euro und dem Hoch von Anfang Oktober bei 20,30 Euro im Auge behalten, zumal dieses Hoch durch den jüngsten Rücksetzer als relevant bestätigt wurde. Diese Zone sollte die seit Herbst 2022 sehr stark gelaufene Aktie nicht unterbieten. Käme es dazu, brennt hier etwas an.

Quellen:
Pressemeldung TRATON, 22.01.2024: https://traton.com/de/newsroom/pressemitteilungen/TRATON-GROUP-verkauft-2023-erstmals-338.200-Fahrzeuge.html

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