Stanley Black & Decker Aktie Prognose Stanley Black & Decker: Abgestürzter Dividendenadel

News: Aktuelle Analyse der Stanley Black & Decker Aktie

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Stanley Black & Decker
ISIN: US8545021011
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Was gibt es Schöneres als abgestürzte Outperformer? Womöglich abgestürzte Dividendenaristokraten. Stanley Black & Decker ist beides und könnte jetzt endlich einen Boden gefunden haben.

Die Aktie ist vor allem für defensive Investoren geeignet. Wir haben es hier mit einem grundsoliden international aufgestellten Konzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 16 Mrd. USD zu tun.

Stanley Black & Decker ist viel mehr als der Name, den wir wohl alle kennen, suggeriert. Das Unternehmen stellt nicht nur Elektrowerkzeuge unter diesem Namen her, sondern auch noch in einer ganzen Reihe anderer.
Darunter auch Werkzeuge industrieller Qualität.

Das Angebotsspektrum geht auch weit über Elektrowerkzeuge hinaus, wenngleich man in diesem Bereich der weltweite Marktführer ist.
SWK ist auch in den Bereichen Security und Engineering tätig, unter anderem werden auch Baumaschinen hergestellt.

Trackrecord

In Summe führt das zu einem ordentlichen Wachstum. Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren von 10,2 auf 15,6 Mrd. USD gesteigert werden.

Der Gewinn hat sich von 4,67 auf 10,48 USD je Aktie mehr verdoppelt.

Die Dividende wurde in diesem Zeitraum, wie es sich für einen Aristokraten gehört, von 1,80 auf 2,98 USD je Aktie erhöht.
Die Ausschüttungsquote ist mit rund 30% niedrig, man könnte sich auch weitaus mehr leisten.

Das Wachstum ist stetig, grosse Ausreisser gibt es in beide Richtungen nicht. Daher sollte man eigentlich davon ausgehen, dass die Aktie nicht gerade volatil ist, in den letzten Jahren war es aber ein wilder Ritt.

Der Kurs hat sich 2016 und 2017 verdoppelt, dann nahezu wieder halbiert, dann 2019 nahezu verdoppelt, im 2020-Crash abermals halbiert, dann verdreifacht und nun wieder fast halbiert.

Ausblick und Bewertung

Im Endeffekt ist das kaum nachvollziehbar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass das Ergebnis in diesem Zeitraum von 6,51 auf 10,48 USD gestiegen ist. Aber am Ende folgen die Kurse dem Unternehmensergebnis und Aktien kommen wieder zu einer sinnvollen Bewertung zurück.

Es ist jedenfalls nicht gerechtfertigt, dass eine Aktie um 50% einbricht, nur weil der Gewinn in diesem Jahr um magere 5% sinken soll.
Solche Entwicklungen sind vollkommen belanglos, in diesem Fall auf äussere Umstände zurückzuführen und lassen eine Sache ausser Acht.

Im Vorjahr kam es zu einem Gewinnsprung um 16% und für 2023 und 2024 werden ebenfalls Wachstumsraten von 11-15% p.a. erwartet.

Daher dürfte die Aktie mittelfristig auch wieder zu ihrer fairen oder normalen Bewertung zurückkehren.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 18,7. Aktuell wird Stanley Black & Decker mit einer forward P/E von 12,0 gehandelt.

Nehmen wir beispielsweise an, dass die P/E auf 15 steigt und dass die Prognose für 2024 richtig ist, käme man auf ein Kursziel von 192 USD und annualisierte Renditen von 22%.

Chart vom 08.06.2022 - Kurs: 119,38 Kürzel: SWK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 08.06.2022 – Kurs: 119,38 Kürzel: SWK – Wochenkerzen

Gelingt eine Bodenbildung nahe der Supportzone bei 110-115 USD, könnte das der Auftakt zu einer Erholung in Richtung 125-127 USD sein.

Darüber kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 137 sowie 150-153 USD.

Fällt die Aktie jedoch unter 110 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

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Vorherige Analysen der Stanley Black & Decker Aktie

Aus technischer Sicht wird es jetzt spannend. Stanley Black & Decker ist an den mehrjährigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Hier muss eine Richtungsentscheidung erfolgen.

Unterschätzt

Stanley Black & Decker (SWK) wird gemeinhin unterschätzt. Ich muss zugeben, auch ich denke bei Black & Decker denke ich nicht an Top-Qualität.
Die Elektrowerkzeuge der Marke sind eher im unteren Preissegment angesiedelt und für Privatkunden gedacht. Handwerker setzen in der Regel auf andere Anbieter.

Dabei übersieht man allzu schnell, dass sich hinter dem Namen viel mehr verbirgt. Der Konzern ist selbstverständlich auch im Profi-Segment aktiv und auch in anderen Sektoren gut aufgestellt.
Das Angebotsspektrum geht weit über Elektrowerkzeuge hinaus, wenngleich man in diesem Bereich der weltweite Marktführer ist.

Ferner ist SWK in den Bereichen Security und Engineering. Unter anderem werden auch Baumaschinen hergestellt.

Powerhouse

Das Zahlenwerk von Stanley Black & Decker kann sich wirklich sehen lassen. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 10,19 auf 15,62 Mrd. USD gesteigert werden.
Das Ergebnis legte von 4,67 auf 11,20 USD je Aktie überproportional stark zu.

Ferner ist das Geschäftsmodell nicht kapitalintensiv, wodurch man sich immer wieder Buybacks leisten kann.

Der Vorstand geht hier mit Verstand vor und zieht vor allem dann Aktien ein, wenn der Preis niedrig ist.
Umgekehrt scheut man die Ausgabe von Aktien nicht, um damit sinnvolle Übernahmen zu tätigen.

Kapital

Zukäufe werden vor allem dann getätigt, wenn der Markt unter Druck steht. Der Vorstand nutzt das Auf- und Ab der Börse und Unternehmensbewertungen geschickt.

Während man andernorts während der Finanzkrise zitterte, nutzte Black & Decker die Situation für sich und führte ein Dutzend Übernahmen durch.

Seitdem wurde diese Strategie konsequent fortgeführt. Sie erahnen vielleicht, wann die letzten grösseren Zukäufe stattgefunden haben.
Im Krisenjahr 2020 schnappte man sich für 1,5 Mrd. USD Consolidated Aerospace, um das Luftfahrt- und Rüstungsgeschäft zu stärken.

Darüber hinaus hat man eine Option ausgeübt, wodurch mach die verbleibenden 80% an MDT Products für 1,6 Mrd. USD kaufen konnte. An dem Hersteller für Gartengeräte hatte man sich 2016 bereits für 234 Mio. USD eine Beteiligung von 20% gesichert.

Ausblick und Bewertung

Trotzdem ist Black & Decker zuletzt deutlich unter Druck gekommen. Inzwischen ist der Kurs von über 220 auf unter 140 USD gesunken.
Es ist das typische Auf und Ab der Börse.

Grunde dafür wird man genug finden, wenn man möchte. Beispielsweise das schwache vierte Quartal und die steigenden Rohstoffpreise.
Als Investor sollten uns einzelne Quartale aber nicht interessieren, es kommt auf das Grosse und Ganze an.
Und die gestiegenen Rohstoffpreise wird man ohnehin an die Endkunden weitergeben.

Dementsprechend positiv ist der Ausblick. Im laufenden und den kommenden beiden Geschäftsjahren werden jährliche Gewinnsteigerungen von 8-11% erwartet.

Im Verhältnis dazu ist eine P/E von 12,4 und eine forward P/E von 11,5 wenig. In den letzten fünf Jahren lag das Multiple im Durchschnitt bei 18,4.
Günstiger war die Aktie in dieser Zeit nur während des Corona-Crashs.

Daher ist es nur folgerichtig, dass der Vorstand Anfang März umfassende Aktienrückkäufe mit einem Volumen von 2,0 Mrd. USD beschlossen hat.
Derzeit würde das ausreichen, um nahezu jede elfte Aktie einzuziehen.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es sich um einen Dividendenaristokraten handelt und die Dividendenrendite bei 2,28% liegt.
Mit weiteren Erhöhungen der Ausschüttung kann also gerechnet werden.

Chart vom 25.03.2022 Kurs: 138,74 Kürzel: SWK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.03.2022 Kurs: 138,74 Kürzel: SWK – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht wird es jetzt spannend. SWK ist an den mehrjährigen Aufwärtstrend und den Support bei 138 USD zurückgekehrt. Hier muss eine Richtungsentscheidung erfolgen.

Kann der Aufwärtstrend verteidigt werden, stehen die Chancen für eine Bodenbildung gut.
Ein kurzes Einknicken in Richtung 128 USD würde das übergeordnet bullische Chartbild nicht zerstören. Erst wenn die Aktie nachhaltig unter diese Marke fällt, sieht es für die Bullen schlecht aus.

Gelingt ein Anstieg über 154 USD, hellt sich Chartbild wieder deutlich auf.