Salesforce Aktie Prognose Elliott schnappt sich „Multi-Milliarden-Beteiligung“

News: Aktuelle Analyse der Salesforce Aktie

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Salesforce
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Zur Salesforce Aktie
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Salesforce hat mehr als die Hälfte an Wert verloren. Wer in dieser Zeit investiert war, für den war es sicherlich keine erfreuliche Entwicklung, aber im Verhältnis zu vielen anderen Aktien ist man sogar noch glimpflich davongekommen.

Viele hat es hart getroffen

Selbst nach der jüngsten Erholung lassen sich im S&P 500 noch etliche Aktien finden, die noch mehr an Wert verloren haben.

Dadurch hat sich so manch eine überbewertete Aktie in ein Schnäppchen verwandelt.

Sind die Presseberichte richtig, dürfte man bei Elliott Management zu dem Schluss gekommen sein, dass das bei Salesforce der Fall ist.
Demnach hat der aktivistische Investor mehrere Milliarden in das Unternehmen gesteckt („Activist investor Elliott Management said to have taken ‘multibillion-dollar’ stake“).

Die genaue Höhe der Beteiligung kennen wir noch nicht, doch selbst wenn es sich „nur“ um 2-3 Mrd. USD handelt, wäre das von substanzieller Natur.
Elliott Management dürfte aktuell rund 56 Mrd. USD an Vermögen verwalten und würde demnach einen bedeutenden Teil der ihnen anvertrauten Gelder in Salesforce stecken.

Das Investmenthaus ist dafür bekannt, Unternehmen umzukrempeln und Druck auf das Management auszuüben. In der Regel hat Elliott damit Erfolg, was meistens zu steigenden Kursen führt.
Daher wäre der Einstieg vermutlich eine gute Nachricht für die Aktionäre.

Aufwachen

Es dürfte jedenfalls dazu führen, dass die Führungsetage im Konzern ein wenig wachgerüttelt wird, das kann nicht schaden.
Etwas erzwingen kann Elliott Investment allerdings nicht, dafür wäre selbst eine Beteiligung von 2-3 Mrd. USD noch nicht ausreichend, denn Salesforce kommt aktuell auf einen Börsenwert von 146,4 Mrd. USD.

Bei Elliott ist man sich darüber natürlich vollkommen bewusst. Die Investmentgesellschaft dürfte also nicht eingestiegen sein, weil man grossartige Veränderungen durchsetzen möchte, sondern weil man grundsätzlich Potenzial sieht und die Bewertung passt.

Wir hatten bereits kürzlich darauf hingewiesen, dass die Gesamtsituation bei Salesforce aussichtsreich sein könnte:
Salesforce springt plötzlich an

So kompliziert ist das nicht

Unter dem Strich kann man die Situation recht einfach beschreiben. Salesforce ist der weltweit führende Anbieter von CRM-Systemen (Kundenbeziehungsmanagement).

Das Unternehmen hat einen starken Trackrecord und verzeichnet bis heute erhebliches Wachstum.
In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 5,30 auf 22,74 USD je Aktie gesteigert werden, der freie Cashflow legte von 0,99 auf 6,25 USD je Aktie zu.

Im laufenden Geschäftsjahr hatte man sich, wie so viele Unternehmen im Tech-Umfeld, mit den Planungen verschätzt.
Der Umsatz dürfte zwar um 14% zulegen, Gewinn und FCF dürften jedoch stagnieren.

Es dürfte nicht viel mehr als eine kleine Kurskorrektur notwendig sein, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.
Einige Quartale der Kostendisziplin und Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter könnten womöglich schon ausreichen.

Daher hat man in den letzten drei Quartalen auch nur etwa 2.000 neue Stellen geschaffen. In den drei Quartalen davor waren es viermal so viele.

Ausblick und Bewertung

Die wichtigste Erkenntnis ist womöglich, dass der zugrundeliegende Wachstumstrend bei Salesforce nie abgebrochen ist.

In den kommenden beiden Geschäftsjahren wird jeweils ein Umsatzwachstum von 10-14% erwartet.
Da man sich zum Ziel gesetzt hat, die Profitabilität wieder zu verbessern, scheinen die erwarteten FCF-Steigerungen von 19-21% p.a. machbar zu sein.

Tatsächlich wäre das für Salesforce nicht ungewöhnlich, denn das entspräche etwas weniger als den Wachstumsraten der jüngeren Vergangenheit.

Entwickeln sich die Zahlen also fortan wieder so wie früher, wäre es durchaus ein plausibles Szenario, dass auch die Bewertung wieder auf dasselbe Niveau steigt.

Wir werden sehen, ob das der Fall ist, aber wenn sich die Lücke auch nur teilweise schliessen sollte, wäre erhebliches Potenzial vorhanden.
Denn im laufenden Geschäftsjahr dürfte Salesforce auf einen P/FCF von 24,4 kommen. Im neuen Geschäftsjahr, das nächste Woche beginnt, könnte der P/FCF auf 20,6 sinken.

In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 38,0 und in den fünf Jahren vor dem allgemeinen Aktienhype von 2020/2021 bei 40,4.

Elliott ist nicht allein

Elliott Management scheint mit seiner optimistischen Einschätzung der Lage auch nicht allein zu sein.
In den letzten Monaten sind etliche namhafte Investoren eingestiegen oder haben ihre Positionen aufgestockt.

Darunter beispielsweise Oakmark Select (Bill Nygren), der Salesforce mit über 4% gewichtet hat.
Chuck Akre hat einen ähnlichen Teil seines Fonds in den CRM-Spezialisten gesteckt.

RV Capital (Robert Vinall) gewichtet Salesforce sogar mit mehr als 20%. Das ist nicht nur bemerkenswert, weil es für eine starke Überzeugung spricht, sondern auch, weil RV in der Vergangenheit eine ausserordentliche Rendite eingefahren hat.
Die aktuellen Zahlen kennen nur seine Investoren, doch in den ersten zehn Jahren des Bestehens, also von 2008 bis 2018 lag die annualisierte Rendite wohl bei 18,5%.

Chart vom 23.01.2023 – Kurs: 151,25 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.01.2023 – Kurs: 151,25 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Die zentrale Unterstützungszone bei 121-126 USD hat abermals gehalten. Ausgehend von dieser Basis kommt es jetzt zu einer Erholung. Mit dem Ausbruch über 144 USD wurde ein Kaufsignal ausgelöst, welches den Weg in Richtung 160-166 USD freigemacht hat.

Gelingt ein Anstieg über 166 USD, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 140 USD, hätten die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

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Vorherige Analysen der Salesforce Aktie

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Für die Aktionäre von Salesforce war 2022 nicht gerade einfach. Kursverluste in dieser Grössenordnung gab es seit der Finanzkrise nicht mehr. Jetzt springt die Aktie plötzlich an.

Wer damals allerdings zugeschlagen hat, konnte sein Geld zwischenzeitlich mehr als verdreissigfachen und wäre selbst nach dem derzeitigen Crash noch 2.000% im Plus.
Irgendetwas muss man bei Salesforce also richtig gemacht haben.

Kurzfristig kommen Kurse spontan und zufällig zustande, oder beispielsweise aufgrund von technischen Gründen. Aber keine Aktie ist jemals über einen Zeitraum von 10, 15 oder 20 Jahren sukzessive und in diesem Umfang gestiegen, ohne dass nicht auch entsprechende geschäftliche Erfolge gefeiert wurden.

Bei Salesforce ist das Geheimnis des Erfolgs recht einfach erklärt. Salesforce hat ein Produkt, welches jedes Unternehmen ab einer gewissen Grösse benötigt und nutzt man die Systeme von Salesforce erst, ist ein Wechsel zur Konkurrenz nur noch schwer möglich.

Gleichzeitig baut der CRM-Konzern seine Angebotspalette stetig aus und wächst somit nicht nur durch die Gewinnung von Neukunden, sondern auch in erheblichem Mass dadurch, dass man das Geschäft mit den Bestandskunden immer weiter ausbaut.
Und je stärker und vielfältiger die Integration von Salesforce-Systemen bei den Kunden ist, desto schwieriger wird der Wechsel.

Es gibt viele Formen von Kundenbindung und jede ist wünschenswert. Dass Nutzer nicht oder nur unter grösstem Aufwand wechseln können, ist allerdings eine Extremform.

Was ist das Geheimnis?

Salesforce gilt als einer der Pioniere in Sachen Cloud Computing. Das auf Kundenbeziehungsmanagement (CRM) spezialisierte Unternehmen setzt seit der Gründung vor mehr als 20 Jahren auf die Cloud-Technologie.

Dadurch ist Salesforce zu einem der führenden Unternehmen der Branche aufgestiegen. Inzwischen ist man allerdings nicht nur im CRM-Segment aktiv, sondern erschliesst eine angrenzende Dienstleistung nach der anderen.
Darunter beispielsweise Enterprise-Resource-Planning (ERP), Marketing, Sales, Service, Commerce, App-Entwicklung, Datenanalyse, Big Data, Fern- und Teamarbeit (Slack) und vieles mehr.

Einige der wichtigsten Produkte von Salesforce sind:

Sales Cloud: Eine Lösung für Sales-Management und -Automatisierung, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Verkaufsprozesse zu optimieren und ihre Kunden besser zu verstehen.

Service Cloud: Eine Lösung für Kundenservice-Management, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Kunden auf allen Kanälen zu unterstützen und ihre Service-Prozesse zu automatisieren.

Am nächsten Produkt wird bereits gearbeitet

Marketing Cloud: Eine Lösung für Marketing-Automatisierung und -Analytik, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Marketing-Kampagnen zu planen, auszuführen und zu messen.

Commerce Cloud: Eine Lösung für E-Commerce, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Online-Verkäufe zu optimieren und ihre Kunden auf personalisierte Weise zu bedienen.

Community Cloud: Eine Lösung zur Schaffung von Online-Communitys, die es Unternehmen ermöglicht, die Zusammenarbeit und den Austausch von Kunden, Partnern und Mitarbeitern zu fördern.

Analytics: Eine künstliche Intelligenz-basierte Lösung für Datenanalytik, die es Unternehmen ermöglicht, tiefgreifende Einblicke in ihre Daten zu gewinnen und Entscheidungen auf der Grundlage von Daten zu treffen.

App Cloud: Eine Plattform für App-Entwicklung, die es Entwicklern ermöglicht, benutzerdefinierte Anwendungen auf der Salesforce-Plattform zu erstellen und zu implementieren.

Ausblick und Bewertung

Und das ist nur eine Übersicht der wichtigsten Produkte und Lösungen von Salesforce.
Wer sich einen groben Überblick über die zahllosen Produkte von Salesforce verschaffen will, wird hier fündig: https://www.salesforce.com/de/products/

In Summe hat das dazu geführt, dass der Umsatz in den zurückliegenden zehn Jahren von 3,05 auf 26,49 Mrd. USD gesteigert werden konnte.
Der FCF kletterte im selben Zeitraum von 0,99 auf 5,53 USD je Aktie. Der gemeldete Gewinn hat im Fall von Salesforce aufgrund des Geschäftsmodells keine wirkliche Aussagekraft.

Im laufenden Geschäftsjahr, welches im Januar endet, hat sich die positive Entwicklung wie gewohnt fortgesetzt. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 19% auf 21,23 Mrd. USD zu. Ohne negative Währungseffekte wäre das Wachstum sogar noch höher gewesen.
In Q3 kostete der starke Dollar das Unternehmen beispielsweise 5 Prozentpunkte Wachstum.

Der operative Cashflow soll in diesem Jahr um 16% steigen, der FCF um 14%.
In den kommenden beiden Jahren soll der FCF jeweils um 19-22% steigen.

Salesforce käme demnach im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr auf einen P/FCF von 23,7 und im anbrechenden auf einen P/FCF von 19,9.

Im Verhältnis zu dem anhaltend hohen Wachstum ist das wenig. In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 41,2.

Chart vom 10.01.2023 – Kurs: 146,40 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 10.01.2023 – Kurs: 146,40 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Die zentrale Unterstützungszone bei 121-126 USD hat abermals gehalten. Ausgehend von dieser Basis kommt es jetzt zu einer Erholung.
Mit dem Ausbruch über 144 USD wurde ein Kaufsignal ausgelöst, welches den Weg in Richtung 160-166 USD freigemacht hat.

Gelingt ein Anstieg über 166 USD, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 140 USD, hätten die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

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Salesforce ist am Ende. Schaut man sich den Chart an, könnte man es zumindest meinen. Die Kursreaktion auf die jüngsten Quartalszahlen stimmen auch nicht hoffnungsvoll.
Geht da jemals wieder was?

Noch Hoffnung?

Die Mehrheit der Anleger dürfte bei Salesforce inzwischen die Hoffnung aufgegeben haben. Die Aktie ist im laufenden Bärenmarkt massiv unter die Räder gekommen und will einfach nicht steigen.

In Wahrheit hat das aber wenig mit der geschäftlichen Entwicklung zu tun, zumindest ist das meine Einschätzung der Lage.
Die Schwäche hat andere Ursachen:
Die Bewertung ist im allgemeinen Aktien-Hype von 2020/2021 auf ein nicht nachhaltiges Niveau gestiegen.

Am Hoch war die Bewertung rund 50% höher als am Hochpunkt der vorangegangenen Jahre. Was hoch fliegt, fällt tief.
Inzwischen hat sich die Lage komplett umgekehrt. Der P/FCF liegt nur noch bei 24,2 und somit unter dem Niveau des 2020er-Tiefs und weit unter den Durchschnittswerten der Vergangenheit, denn in den fünf Jahren vor 2021, lag der P/FCF durchschnittlich bei 41.

Also entweder hat sich Salesforce in recht kurzer Zeit vollkommen zum Schlechteren gewandelt, oder die Bewertung ist attraktiv.
Die Mehrheit der Anleger scheint offensichtlich die erstgenannte Meinung zu vertreten.

Es ist dasselbe Spiel wie immer: Solange eine Aktie noch nicht läuft, will sie keiner haben.
So paradox wie es sich anhört, aber die Masse steigt eben erst ein, wenn die Kurse bereits gestiegen sind.

Zahlen, bitte!

Schaut man sich die Geschäftszahlen an, fragt man sich, wo das Problem liegen soll. Der Kurs von Salesforce befindet sich seit dem Jahreswechsel in Abwärtsgang, seitdem wurden aber durchweg die Erwartungen übertroffen.

Das war auch am 30. November wieder der Fall. Der Gewinn lag in Q3 mit 1,40 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,20 USD. Der Umsatz übertraf mit 7,84 Mrd. die Analystenschätzungen von 7,80 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 14% und einem Gewinnsprung um 10%.
Jedoch sollte man beachten, dass die Kennzahlen massiv durch negative Währungseffekte belastet wurden. Beim Wachstum kostete das ganz 5 Prozentpunkte.

Die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, welches bis Ende Januar läuft, wurde von 4,71 – 4,73 auf 4,92 – 4,94 USD je Aktie erhöht.

Doch selbstverständlich lässt sich auch ein Haar in der Suppe finden. Im letzten Quartal dürfte das Umsatzwachstum wohl unter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben.

Es stellt sich nur die Frage, was wichtiger ist: Mehr Umsatz oder mehr Gewinn in Q4? Ich tendiere zum Gewinn, aber das kann man natürlich auch anders sehen.

Alphatiere

Weitere Irritationen kamen von personeller Seite. Co-CEO Taylor ist überraschend zurückgetreten.
Damit ist die Idee von einer Doppelspitze bei Salesforce zum zweiten Mal zu Bruch gegangen. Vielleicht sollte man sich von diesem Modell dauerhaft verabschieden. Neben dem Firmengründer und jetzt wieder alleinigem CEO Benioff scheint kein zweites Alphatierchen koexistieren zu können.

Wie dem auch sei. Salesforce stellt für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg des Cashflows um 16% in Aussicht.
Die bisherigen Konsensschätzungen beim FCF sehen ein Plus von 14% auf 6,20 USD je Aktie vor.

Salesforce kommt demnach auf einen zu erwartenden P/FCF von 23,7. Darf man den Prognosen Glauben schenken, könnte dieser Wert im kommenden Geschäftsjahr bereits auf 19,7 sinken.

Chart vom 02.12.2022 – Kurs: 146,24 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.12.2022 – Kurs: 146,24 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Unterdessen arbeitet Salesforce munter an einem Boden. Wir werden sehen, ob die obere Aufwärtstrendlinie sowie die Unterstützungszone bei 140-145 USD halten wird.

Sollte das nicht gelingen, ist ein Rückfall in Richtung 120 – 125 USD wahrscheinlich. Auf diesem Niveau dürfte wieder vermehrtes Interesse aufkommen.

Tiefere Kurse scheinen aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich zu sein und würden eine nachhaltige Verschlechterung der geschäftlichen Dynamik voraussetzen.

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Selbst bei Salesforce läuft es nicht mehr rund. Der Software-Gigant musste die Prognose senken. Schlechte Vorzeichen für den Sektor oder die ganze Wirtschaft?

Harte Landung

Salesforce ist auf geschäftlicher Ebene eigentlich ein Dauerläufer, doch jetzt muss selbst der CRM-Spezialist zurückrudern.
Für das laufende Geschäftsjahr stellt man nur noch einen Umsatz von 30,9 – 31,0 Mrd. USD in Aussicht, bisher war man von 31,7 – 31,8 Mrd. USD ausgegangen.

Beim Gewinn senkte man die Prognose von 4,74 – 4,76 auf 4,71 – 4,73 USD je Aktie.

Es läuft also nicht ganz so gut, wie man bisher erwartet hatte, aber auch nicht gerade katastrophal schlecht.
So liess sich auch die Kursreaktion am Donnerstag deuten. Zunächst verkauften wohl viele Anleger, da die Prognose gekappt wurde, im Tagesverlauf wurde aber wohl der Mehrheit bewusst, dass die Sache halb so wild war.

Unter dem Strich bedeutet die neue Prognose nämlich, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um nahezu 17% steigen wird, wenngleich der Gewinn auch stagniert.

Cash ist King

Wer sich näher mit Salesforce und/oder den Buchhaltungspraktiken in den USA beschäftigt, dem ist ohnehin bewusst, wie gering die Aussagekraft des gemeldeten Gewinns bei dem vorliegenden Geschäftsmodell ist.

Auch wenn man das nicht weiss, ist man immer gut beraten, im Zuge einer Unternehmensanalyse die Cashflow-Statements zu untersuchen.
Mitunter erlebt man Überraschungen, im positiven, wie auch im negativen Sinn.

Daher bewegt sich die Aktie von Salesforce seit dem Börsengang vor fast 20 Jahren auch Hand in Hand mit dem freien Cashflow.
Der dürfte im laufenden Geschäftsjahr um 16% auf 6,28 USD je Aktie steigen.

Salesforce kommt demnach auf einen erwarteten P/FCF von 27,7. Bei zu erwartenden Wachstumsraten von 16-23% p.a., sowohl in diesem als auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren, ist das absolut vertretbar.
Daher lag der P/FCF in den letzten fünf Jahren auch durchschnittlich bei 41,2.

So schlimm ist das nicht

Abgesehen von all diesen Überlegungen, dürften auch die Details der vorgelegten Quartalszahlen die Gemüter beruhigt haben.

Das Wachstum ist nicht nur anhaltend hoch, die „Probleme“ sind auch nicht hausgemacht.
Ursächlich für die gesenkte Prognose sind negative Währungseffekte. Darauf hat keiner einen Einfluss, vielleicht abgesehen von den Notenbanken.

Im abgelaufenen Quartal wurde das Wachstum dadurch beispielsweise von 26 auf 22% gemindert, im Gesamtjahr dürfte der Umsatzanstieg dadurch von 20 auf 17% gedämpft werden.

Man kann es sich heute vielleicht nicht vorstellen, aber dereinst könnte der Dollar auch wieder abwerten, so wie es auch schon früher geschehen ist, was Umsatz, Gewinn und Cashflow dann in umgekehrter Manier befeuern wird.
Unter dem Strich ist es nur wichtig, zu erkennen, dass diese externen Faktoren langfristig keine Rolle spielen.

Der zugrundeliegende Wachstumstrend von Salesforce ist also ungebrochen. Ein mögliches Investment-Case ist intakt.

Mega Buyback oder dunkle Wolken?

Daher ist es nur folgerichtig, dass Salesforce die aktuelle Lage nutzt, um das erste Aktienrückkauf-Programm der Firmengeschichte zu beschliessen.

Und da man bei dem CRM-Spezialisten nicht kleckert, sondern klotzt, hat man dafür gleich 10 Mrd. USD bereitgestellt.
Bei einem Börsenwert von derzeit 177,0 Mrd. USD ist das nicht gerade unerheblich.
Leisten kann man es sich, denn Salesforce hat rund 13,5 Mrd. USD an Barmitteln in der Hinterhand.

Doch kommen wir abschliessend noch zu der anfangs gestellten Frage zurück, ob die schwachen Geschäftszahlen von Salesforce ein Vorbote für den Software-Sektor oder die Wirtschaft insgesamt sind.

Das muss man mit Blick auf die vorliegenden Daten verneinen. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Wirtschaft nicht in erheblichen Schwierigkeiten steckt, aber zumindest bei Salesforce läuft das Geschäft noch recht gut.

Chart vom 26.08.2022 – Kurs: 172,50 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 26.08.2022 – Kurs: 172,50 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt und es zeigen sich bereits seit mehreren Monaten Bodenbildungstendenzen.
Ausgehend von dieser Basis könnte es jederzeit wieder zu einem Anstieg in Richtung 186 oder 193 USD kommen.

Über 194 USD käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 200 sowie 208 und 219 USD.

Für antizyklische Anleger wäre der Bereich zwischen 166 und dem Aufwärtstrend interessant.

Fällt die Aktie jedoch unter 154 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario muss mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Salesforce ist einer der weltweit führenden Anbieter von CRM-Systemen, das Geschäft läuft blendend.
Die Aktie kam in den letzten Monaten trotzdem massiv unter Druck. Bringen die Quartalszahlen endlich die Wende?

Überflieger

Salesforce gilt als einer der Pioniere in Sachen Cloud Computing. Das auf Kundenbeziehungsmanagement (CRM) spezialisierte Unternehmen setzt seit der Gründung vor mehr als 20 Jahren auf die Cloud-Technologie.

Dadurch ist Salesforce zu einem der führenden Unternehmen der Branche aufgestiegen.
Inzwischen ist man allerdings nicht nur im CRM-Segment aktiv, sondern erschliesst eine angrenzende Dienstleistung nach der anderen.
Darunter beispielsweise Datenanalyse, Big Data, Fern- und Teamarbeit (Slack) und vieles mehr.

Mehr als nur Worte

Das hört sich natürlich gut an, die Zahlen sehen aber noch besser aus.

Salesforce konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 3,05 auf 26,49 Mrd. USD steigern.
Der freie Cashflow hat sich von 557 Mio. auf 5,28 Mrd. USD nahezu verzehnfacht.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit immer wieder positiv zur Aktie geäussert, zuletzt hier:
Salesforce: Toxische Aktien, Crashs, Pleiten, Pech und Pannen.

Zitat:
Schaut man sich nur die Zahlen an, würde man nicht auf die Idee kommen, dass die Kurse von Salesforce gerade im Sinkflug sind. Weder der Trackrecord, die aktuelle Geschäftsentwicklung noch der Ausblick geben Grund zur Sorge.

Ich dem Artikel wird auch der kaum vorhandene Gewinn thematisiert.

So wie immer

Im laufenden Geschäftsjahr scheint sich die positive Entwicklung fortzusetzen. Im ersten Quartal legte der Umsatz um 24% auf 7,41 Mrd. USD zu.

Der Gewinn lag mit 0,98 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,92 USD.

Der freie Cashflow konnte um 14% auf 3,50 Mrd. USD gesteigert werden.

Für das zweite Quartal stellt man einen Umsatz von 7,69 – 7,70 Mrd. USD in Aussicht, für das Gesamtjahr hat man die Umsatzprognose von 32,0 – 32,1 auf 31,7 – 31,8 Mrd. USD gesenkt.

Im Gegenzug erwartet man eine höhere Profitabilität als bisher angenommen.

Bei Salesforce läuft es im Endeffekt wie immer: Blendend.
Ausserdem weiss man zuvor schon, was man bekommt, denn das Geschäft von Salesforce besteht weitestgehend aus langlaufenden Verträgen und wiederkehrenden Umsätzen.

Das ist einer der Gründe, die das Unternehmen so attraktiv machen.

Die schwache Konjunktur scheint Salesforce dem Vorstand zufolge ebenfalls nicht zu schaden.
(„So far not seeing any material impacts from the broader economic environment.“)

Die Nachfrage sei ungebrochen hoch, da Unternehmen auch in Zeiten von erhöhter Inflation versuchen, ihre Effizienz zu steigern und moderne Workflows zu etablieren.

Chart vom 01.06.2022 - Kurs: 175 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.06.2022 – Kurs: 175 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Die Aktie legte daraufhin nachbörslich um 9% auf 175 USD zu, obwohl die Zahlen wenig Überraschungen geliefert haben.

Die Chance, dass eine Bodenbildung gelungen ist, ist dadurch deutlich gestiegen. Über 175 USD wäre jetzt der Weg in Richtung 194 – 200 USD frei.

Fällt Salesforce hingegen abermals unter 166 USD, könnte sich die Bodenbildung noch ziehen.

Eintrüben würde sich das Chartbild allerdings erst mit einem nachhaltigen Einbruch unter 154 USD.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Derzeit halten sich die meisten Anleger mit Käufen zurück, es geht die Angst um. Das gilt vor allem bei unprofitablen Wachstumswerten.
Die Aktien aus diesem Bereich werden inzwischen als toxisch wahrgenommen.

Toxisch

Ursächlich dafür sind gleich mehrere Faktoren. Einerseits sind Aktien wie Salesfoce nach dem Crash 2020 komplette durch die Decke gegangen und waren überbewertet. Korrekturpotenzial war also ohnehin vorhanden.

Hinzu kam, dass die einstigen Krisengewinner durch eine Sektor-Rotation hin zu defensiven Werten abgestossen wurden.

Die konjunkturellen Sorgen belasteten die Kurse zusätzlich, vor allem die gestiegene Inflation.
Denn viele Anleger und Fonds nutzen Discounted-Cashflow-Modell zur Bewertung von Unternehmen.

Steigt die Inflation, muss mit einem höheren Zinssatz abdiskontiert werden. Dadurch ändert sich die Bewertung von Unternehmen erheblich, vor allemm, wenn die Gewinne in weiter Ferne liegen.

Ein weiterer, aus meiner Sicht bedeutender Faktor, ist die Anlegerbasis. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen den brachialen Rallyes bei Aktien wie Shopify, Square (Block) oder beispielsweise PayPal.

Sieht alles ähnlich aus

Die Kursmuster ähneln sich so stark, weil sie dieselbe Ursache haben. Die vielen Börsianer, die 2020 und 2021 neu an die Börse gekommen sind, haben diese Aktien im grossen Stil gekauft.
Das Problem ist, dass die Mehrheit nicht zu Beginn der Rallye gekauft hat, sondern nachdem die Kurse bereits erheblich gestiegen waren.

Dieselben Anleger geben jetzt nach und nach auf und werfen das Handtuch. Ich hatte das in früheren Artikeln bereits mehrfach als Ausblutungsphase beschrieben.
Genau das erleben wir heute wieder.

Diese Ausblutung läuft in der Regel so lange, bis entweder die kompletten Rallyegewinne wieder abgegeben sind oder die Bewertung wieder auf ein Niveau sinkt, welches vor der Rallye normal war.

Das hat nichts miteinander zu tun

Kurzfristig geht es eben nur um Angebot und Nachfrage, nur das bewegt die Kurse. Langfristig sind es nur Zahlen.

Früher oder später werden Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen sein, weil Investoren zuschlagen und die vielen Kleinanleger, die auf immensen Kursverlusten sitzen, die Position einfach abgeschrieben haben.
Dass ist dann die Basis für die nächste Rallye.

Denn an der Qualität der Unternehmen hat sich wenig geändert und es wird wohl wenige Anleger geben, die behaupten würden, dass es keine Argumente gibt, die für Shopify, Square, PayPal oder Salesforce sprechen.

Salesforce: Endlich der Boden?

Schaut man sich nur die Zahlen an, würde man nicht auf die Idee kommen, dass die Kurse von Salesforce gerade im Sinkflug sind.
Weder der Trackrecord, die aktuelle Geschäftsentwicklung noch der Ausblick geben Grund zur Sorge.

Salesforce ist nach wie vor der führende Anbieter von CRM-Systemen und ein Überflieger.
In der letzten Dekade hat Salesforce den Umsatz von 3,05 auf 26,49 Mrd. USD nahezu verzehnfacht.

Das Unternehmen hat zwar über weite Strecken keinen nennenswerten Gewinn gemeldet, doch wie soll es auch anders sein. Eine derartige Expansion zu finanzieren, kostet natürlich Geld.

Salesforce hat also schlichtweg alles reinvestiert, was verdient wurde. Das Wichtige in solchen Situationen, ist zu erkennen, ob das Bestandsgeschäft profitabel ist oder nicht.

Das war bei Salesforce bereits vor zehn Jahren der Fall. Seitdem hat sich der freie Cashflow von 557 Mio. auf 5,28 Mrd. USD ebenfalls nahezu verzehnfacht.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Daher ist es auch kein Wunder, dass die Aktie ein langfristiger Outperformer ist. Und was machen wir als antizyklische Investoren, wenn Outperformer abstürzen? Wir sondieren die Lage.

Die Zahlen zum Schlussquartal von Salesforce, welches bis Ende Januar läuft, wurden am 1. März vorgelegt.
Interessanterweise ist die Aktie seitdem um 20% gefallen. Jedoch nicht als Reaktion auf die Quartalszahlen, sondern mehr oder minder grundlos. Salesforce ist also dem allgemeinen Druck erlegen.

Denn die Geschäftszahlen hatten Anfang März zu leicht steigenden Kursen geführt.

Der Gewinn lag mit 0,84 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,74 USD. Der Umsatz übertraf mit 7,33 Mrd. die Analystenschätzungen von 7,24 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht konnte der Umsatz um 26% gesteigert werden und der operative Cashflow legte um 25% zu.
Da kann man nicht meckern.

Wie bereits angesprochen, kamen die Kurse, gemeinsam mit dem Nasdaq, in den Wochen danach trotzdem unter Druck.

Ausblick und Bewertung

Besonders interessant ist an dieser Stelle mal wieder das Verhalten der Analysten. Mit den sinkenden Kursen wurden auch die Kursziele gesenkt.

Achtung, nochmal: Die Kursziele wurden nicht nach Veröffentlichung der Zahlen gesenkt, sondern nachdem und weil der Kurs gesunken war.

Am 3. Mai kappte beispielsweise Wedbush ohne jeglichen Anlass das Kursziel von 275 auf 225 USD.

An den Geschäftszahlen und dem Ausblick von Saleforce ändert das glücklicherweise aber nichts.
Auch nicht an der Tatsache, dass man gemeinsam mit den Quartalszahlen Anfang März auch noch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht hat.

Salesforce stellt nunmehr einen Umsatz von 32,0 – 32,1 Mrd. USD in Aussicht, bisher war man von 31,7 – 31,8 Mrd. USD ausgegangen.
Die operative Marge soll von 18,7 auf 20% steigen.

Zusammenfassend erwartet Salesforce also einen Umsatzsprung um 20% und beim Cashflow noch mehr.

Derzeit kommt der CRM-Spezialist auf einen P/FCF von 31,9 und einen forward P/FCF von 24,9.
Im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten von mehr als 20% ist das absolut vertretbar.
In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 41, im Hoch bei 58 und im Tief bei 30.

Chart vom 11.05.2022 - Kurs: 167 Kürzel: CRM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 11.05.2022 – Kurs: 167 Kürzel: CRM – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist die Aktie übergeordnet klar bullisch. Der mehrjährige Aufwärtstrend ist intakt, steht inzwischen aber zur Disposition. An der Unterstützung bei 166 USD muss es zu einer Richtungsentscheidung kommen.

Kann der Aufwärtstrend gehalten werden, kann es jederzeit zu einer Erholung in Richtung 195 USD kommen, darüber würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Fällt die Aktie jedoch nachhaltig unter 166 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden.