Infineon Aktie Prognose Infineon: Befreien sich die Bullen aus der „Bull Flag“?

News: Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

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Infineon
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In einem schwierigen Umfeld gelang Infineon im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Rekordgewinn. Die Anleger reagierten begeistert, zumal das Unternehmen auch für das am 1.10. begonnene, neue Geschäftsjahr den Daumen hebt. Aber jetzt müssten die Käufer umgehend nachlegen!

Behalten die Analysten Recht, wird der Chiphersteller den 2021/2022 erzielten Rekordgewinn von 1,65 Euro pro Aktie im angelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 noch steigern. Rückenwind bekommt dieser Optimismus von Infineon selbst, wo man auf weiter steigende Umsätze und starke Margen setzt. Und käme es so, wäre die Aktie auf dem derzeitigen Level noch nicht teuer bewertet. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 16,6 für die 2022/2023er-Gewinnschätzung von 1,84 Euro pro Aktie ginge allemal in Ordnung. Wenn es denn so kommt.

Um die zuletzt erreichte Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen (EBIT-Marge) von 20 Prozent halten zu können, muss die Nachfrage weiterhin sehr stark sein. Nach dem immensen, weltweiten Chip-Mangel in den Jahren 2021 und 2022 wird sich diese Nachfrage grundsätzlich zwar beruhigen. Aber da ist entscheidend, ob man sein Angebot dorthin orientieren kann, wo auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld noch Wachstum zu finden ist. Infineon sieht sich dahingehend gerüstet. Allerdings war im Zuge der Ausgabe der neuen Prognosen Mitte November auch der Satz zu lesen: „Mit Blick auf die anhaltenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten ist hohe Wachsamkeit in den kommenden Quartalen geboten.“

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Infineon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Ob Infineon gezwungen sein wird, auf negative Entwicklungen zu reagieren und wie erfolgreich man damit dann wäre, es ist natürlich nicht vorhersehbar. Was den Bullen aber zum Vorteil gereicht, solange der Trend der Aktie nach oben weist. Denn dann liesse sich der Optimismus alleine durch die steigenden Kurse bis zum Beweis des Gegenteils aufrechterhalten. Dazu müsste man sich aber jetzt zügig aus der Konsolidierung nach oben lösen, die sich in den letzten zwei Wochen über der Supportzone 29,50/30,00 Euro und unter der Widerstandslinie bei 33,27 Euro gebildet hat. Der Schwung muss erhalten bleiben, denn ein Bruch der Zone 29,50/30,00 Euro würde die Zweifel wiederbeleben.

Das dürfte ein entscheidender Grund gewesen sein, warum die Infineon-Aktie am Mittwoch in einem insgesamt unentschlossen wirkenden Gesamtmarkt ganz vorne bei den DAX-Gewinnern zu finden war. Jetzt hilft nur die Flucht nach vorne, um über 33,27 Euro zu laufen und dadurch dann erst einmal freie Bahn in Richtung der nächsten Widerstandszone 37,27/37,55 Euro zu bekommen. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt für Infineon bei 41,40 Euro und damit im Bereich des im Januar markierten Jahreshochs, das dürfte die Käufer motivieren. Aber Motivation braucht Nahrung … und die gibt es eben erst nach einem Ausbruch über diese Hürde bei 33,27 Euro!

Infineon-Aktie: Chart vom 30.11.2022, Kurs 31,52 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Infineon Aktie

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Die Ergebnisse zum letzten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 sowie der Ausblick hoben die Infineon-Aktie am Montag an die Spitze der DAX-Gewinnerliste. Ist noch Luft nach oben? Ja, vorausgesetzt, genug Trader glauben, dass der Chiphersteller der Rezession trotzt.

Das bei Infineon immer am 30. September endende Geschäftsjahr lief hervorragend. Während manch anderer Halbleiter-Hersteller zu kämpfen hatte und Anlegerhoffnungen enttäuschte, steigerte Infineon den Umsatz um 29 Prozent, die Gewinnmarge von 18,7 auf 23,8 Prozent und den Gewinn folglich überproportional um 63 Prozent.

Wenn man dann sieht, dass die Aktie zu Jahresbeginn noch bei gut 40 Euro notierte und jetzt mit der kräftigen Reaktion auf die Bilanz gerade erst die 30 Euro-Marke zurückerobert hat, könnte man unterstellen, dass man auf diesen Zug noch problemlos aufspringen kann. Auch, wenn es sich bei den Hochs vom vergangenen Herbst um Rekordkurse handelt, wenn man mal die Phase vor dem sogenannten „Dot.Com-Crash“ des Jahres 20000 ausnimmt. Immerhin hat Infineon damit im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Rekordgewinn eingefahren. Und wenn sich der Ausblick bestätigt, der mit der Bilanz mitgeliefert wurde, würde dieser Gewinn im jetzt begonnenen Geschäftsjahr 2022/2023 weiter steigen.

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist der Gedanke, dass da noch Luft nach oben wäre, richtig. Zumal die Aktie derzeit mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 17 auf Basis des 2022/2023er-Ausblicks relativ günstig bewertet wäre. Allerdings sollte man, wollte man hier Long bleiben, sprich die kurzfristig aufgelaufenen, kräftigen Gewinne nicht mitnehmen, zukaufen oder sogar noch neu einsteigen, immer im Hinterkopf haben: Prognosen haben sich oft als ziemlich unzuverlässige Ratgeber erwiesen.

Und immerhin ist die Inflation entgegen der Hoffnung vieler nicht besiegt, eine Rezession nicht vom Tisch und damit das Umfeld für Chip-Aktien eigentlich alles, nur nicht ideal. Sie gehören zu denen, die in Rezessionen normalerweise dramatischen Margen-Druck erleben und deren Aktien dann wie ein defekter Fahrstuhl fallen. Infineon machte da früher keine Ausnahme. Will man also Long bleiben oder gehen, muss man darauf setzen, dass es diesmal anders kommt. Wobei man sich eher schwertun würde, dafür Argumente zu finden, daher:

Rein aus chart- und markttechnischer Sicht hätte die Aktie durchaus noch Luft nach oben. Mit dem gestrigen Anstieg wurde ein Doppeltief vollendet, dessen rechnerisches Kurspotenzial in die Region 37/38 Euro reichen würde. Und zumindest auf Wochenbasis, das zeigt unser Chart, wäre Infineon noch nicht überkauft, so dass es denkbar wäre, dass der Kurs die jetzt kurz vor der Überwindung stehende Widerstandszone 29,70/31,60 Euro bezwingt und erst einmal an die nächste Hürde bei 33,26 Euro weiter läuft. Aber wie gesagt: Dazu müssten genug Trader an diese rosige Zukunft in einem keineswegs rosigen Umfeld glauben. Sollte die Aktie unter 29,70 Euro schliessen und damit die aktuelle Widerstandszone nach unten verlassen, wäre unbedingt zu überlegen, die Beine in die Hand zu nehmen!

Infineon-Aktie: Chart vom 14.11.2022, Kurs 31,50 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Wochen waren gerade für Technologieaktien kein Honigschlecken. An den Börsen ging es steil nach unten und zahlreiche Werte kamen im Rahmen der dritten Abverkaufs-Welle erneut unter die Räder. Auch die Infineon-Aktie konnte sich dem bärischen Treiben nicht entziehen und verlor wichtiges Terrain.

Im Rahmen des Abverkaufs gab es jedoch auch positive Signale. So beispielsweise das zuletzt gebildete Tief, welches deutlich höher lag, als das Pivot-Tief von Anfang Juli. In der gleichen Zeit bildete der DAX ein tieferes Tief. Dies ist ein Zeichen von Relativer Stärke, wenngleich dies nur ein schwacher Trost für Anleger ist. Dennoch ein positives Signal, welches nicht zu unterschätzen ist, denn Grossanleger scheinen sich auf aktuellem Niveau nicht mehr im Übermass von ihren Positionen trennen zu wollen und das ist gut so. Allein die letzten beiden Handelstage habe gezeigt, dass mit Infineon jederzeit zu rechnen ist.

Expertenmeinung: Im gestrigen Handel wurde der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal bestätigt. Das technische Kaufsignal wird aber bereits heute auf den ersten wichtigen Widerstand treffen. Dieser befindet sich bei 26.14 EUR.

Danach wäre der Weg in Richtung der letzten Zwischenhochs möglich. Hierbei blicken wir auf den Bereich zwischen 29.50 und 30.00 EUR. Vorerst ist das Pflänzchen einer möglichen Erholung noch schwach und verletzlich aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan. Das Tief der vorigen Woche jetzt aber nicht mehr gebrochen werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.10.2022 Kurs: 25.485 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Erstmals in diesem Jahr konnten Technologieaktien nachhaltig steigen. Vor allem Chiphersteller profitierten dieser Tage enorm von der positiven Stimmung, denn es war gerade diese Branche, welche im letzten Halbjahr ordentlich unter die Räder kam.

Auch die Infineon-Aktie musste 2022 ordentlich Federn lassen, profitierte zuletzt aber ebenfalls vom bullischen Tenor. Die Kurse konnten sich wieder positiv in Szene setzen und zwei schöne Impulswellen starten. Angekommen am Pivot-Hoch von Ende Mai haben sich einige Anleger entschlossen, ihre Schäfchen vorerst ins Trockene zu bringen. Die Kurse befinden sich seit Anfang der Woche wieder im Rückwärtsgang.  

Expertenmeinung: Wichtig war in den letzten Wochen vor allem die Rückeroberung des Bereichs bei 25 EUR. Hier hat sich von März bis Mai ein solider Support gebildet, welcher im Juni nach unten gebrochen wurde. Die Bären hatten hierdurch leichtes Spiel. Da diese Barriere wieder zurückerobert wurde, ist das Halten dieser umso wichtiger.

Gleichzeitig sehen wir, dass sich hier auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 befinden. Wenn die Bullen also die Aufwärtsbewegung weiter aufrecht erhalten wollen, dann sollte Infineon exakt hier wieder beginnen, Stärke zu zeigen. Gleichzeitig könnte ein Wendepunkt auf diesem Niveau eine neue Kaufgelegenheit darstellen. Nun wird sich zeigen, wie stark diese Rallye wirklich ist.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.08.2022 Kurs: 26.13 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX
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Bis Ende 2021 lief die Infineon-Aktie auf sagenhafte Levels, weil der Chipmangel den Eindruck erweckte, die Chiphersteller könnten ihre Gewinne nahezu unbegrenzt steigern. Dann folgte der grosse Einbruch. Doch jetzt greift die Aktie erneut nach den Sternen: Geht das gut?

Am Mittwoch kamen Quartalsergebnisse von Infineon – und fielen überzeugend aus. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent, der Gewinn operativ knapp elf, nach Steuern um zehn Prozent. Was bedeutet, dass die gestiegenen Kosten durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden können. Allerdings: Die Ende letzten Jahres erwartete Umsatzexplosion ist das ja nicht gerade. Wie auch, immerhin arbeiten fast alle Chiphersteller längst unter Volllast. Und neue Produktionsanlagen kann man nicht in wenigen Monaten aus dem Boden stampfen.

Dementsprechend klein fiel die Anhebung der Umsatzprognose für das am 30.9. endende Gesamt-Geschäftsjahr aus: Infineon rechnet jetzt mit 14,0 statt wie zuvor 13,5 Milliarden Euro Umsatz, wobei ein Drittel der Anhebung aus Währungsvorteilen durch den gestiegenen US-Dollar resultiert. Dass die Anleger diese Zahlen insgesamt trotzdem positiv sahen, ist zwar verständlich, nicht zuletzt durch die wiedererweckte Goldgräberstimmung des Gesamtmarkts, die besonders emotional ausfällt, weil sie gegen die Rahmenbedingungen läuft. Aber wie weit kann das die Aktie noch tragen?

Expertenmeinung: Diese Frage stellt sich vor allem deshalb, weil man im Vorfeld ja durchaus nicht den Kopf eingezogen und Schlimmes seitens der Bilanz befürchtet hatte. Sie sehen im Chart, dass die Infineon-Aktie schon seit vier Wochen kräftig zulegt, dabei eine kleine, umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet und eine massive Widerstandszone bezwungen hat. All das passierte vor der Bilanzvorlage – und schon da war der Kurs aus markttechnischer Sicht überkauft.

Jetzt ist die Aktie mit dem Rückendwind dieser Bilanz bereits dorthin vorgedrungen, wo man im Vorfeld das Kursziel dieser in der Spitze über 40 Prozent ausmachenden Rallye verortet hätte: an der Widerstandszone im Bereich 29/30 Euro, die, und das ist wie wichtigere Hürde, momentan durch die übergeordnete, im November 2021 begonnene Abwärtstrendlinie verstärkt wird.

Momentan kochen die Emotionen hoch. Wer gehofft und gebangt hatte, der Aktienmarkt möge doch einfach wieder schnell nach oben laufen und eigene Verluste damit „reparieren“, sieht jetzt eine Chance, massiv zuzukaufen. Das ist zwar nüchtern betrachtet mindestens waghalsig, aber solche Phasen können … müssen nie … eine ziemliche Zeit vorhalten. Wenn der Gesamtmarkt weiter zulegt, kann auch Infineon die nächste Stufe zünden und diese Zone 29/30 Euro überwinden. Aber dass die Aktie gestern bei Erreichen dieses Bereichs auf Abgaben traf und damit klar unter Tageshoch schloss, sollte klar machen:

Es wäre sinnvoll einzukalkulieren, dass sich diese weit gelaufene Aufwärtsbewegung, die auf gute, aber nicht umwerfende Bilanzzahlen traf, jetzt erschöpft haben könnte. Sollte der Kurs die jetzt wieder als Support fungierende Zone 25,20/26,15 Euro durchbrechen und damit mehr zeigen als einen Rücksetzer, wäre es wahrscheinlich, dass die Rallye vorbei ist und sich das Bären-Lager Infineon wieder vorknöpfen wird.

Infineon-Aktie: Chart vom 04.08.2022, Kurs 28,53 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn des Jahres haben wir die Kursziele auf den deutschen Halbleiterkonzern nach unten revidiert. Die anvisierten Bereiche von 30 bis 32 EUR konnten längst erreicht werden und bislang lief der Titel nach Regieplan. Nach dem Absturz scheint sich die Infineon-Aktie mittlerweile etwas stabilisiert zu haben. Das im März erreichte Tief bei 25.68 EUR wurde im Mai abermals getestet und die Bullen zeigten reges Interesse. Doch der ganz grosse Trendbruch ist noch nicht erfolgt, denn der Widerstand knapp oberhalb der Ebene von 29 EUR konnte bislang noch nicht überwunden werden. Hier wird sich wohl der weitere Trend entscheiden.    

Expertenmeinung: Ein Breakout nach oben würde nicht nur frische Kaufsignale mit sich bringen. Gleichzeitig würde auch der bärische Gesamttrend in eine neutrale Kaufphase übergeleitet werden. Ob dies gelingen wird, ist jedoch fraglich. Gleichzeitig müssen Anleger auch mit der Gefahr leben, dass die erwähnte Unterstützung ein weiteres Mal getestet werden könnte. Eine weitere Berührung würde wiederum die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs nach unten erhöhen. Die kommenden Tage werden ungemein wichtig und werden über den weiteren Verlauf der Aktie entscheiden.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 19.05.2022 Kurs 27.72 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX