Grenke Aktie Prognose Grenke packt den Hammer aus

News: Aktuelle Analyse der Grenke Aktie

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Grenke
ISIN: DE000A161N30
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Zur Grenke Aktie

Kehrt Grenke endlich zur Normalität zurück? Der Gewinn soll sich bis 2024 verdoppeln. Aber was, wenn an den Vorwürfen doch was dran ist?

Warum eigentlich immer hier?

Grenke ist eine von vielen Aktien im deutschsprachigen Raum, welche in den letzten Jahren von Shortsellern attackiert wurde.
Warum es ausgerechnet ständig Unternehmen in unseren Gefilden trifft, sollte offensichtlich sein.

Es liegt sicher nicht daran, dass es hier besonders viele Fälle von Betrug gibt, sondern weil den Anlegern die Wirecard-Katastrophe in den Knochen steckt. Werden in Deutschland Vorwürfe der Unredlichkeit angebracht, fällt das auf fruchtbaren Boden.

Die Aktien stürzen massiv ab und die Shortseller verdienen sich eine goldene Nase. Und nur darum geht es.
Wenn jemand wirklich glaubt, dass diese Shortseller weisse Ritter sind, die nur Missstände aufdecken möchten, der lebt in der Traumwelt, in der wohl auch Feen und Einhörner existieren.
Es geht ums Geld. Punkt.

Aber vielleicht ist ja trotzdem was dran. Womöglich hat man Grenke nicht nur ausgesucht, weil man in Deutschland ansässig ist und sich das Geschäft mit rund einer Million laufenden Leasingverträgen als optimales Angriffsziel für Vorwürfe eignet.

Was für ein Glück

Denn es ist doch vollkommen klar, niemand kann aus der Ferne, auch nicht mit Einblick in die Bücher oder unbegrenzt Zeit hundertprozentig alles durchleuchten. Dazu ist die Zahl der Leasingverträge viel zu gross, die Komplexität des Konzerns ebenfalls.

Zum Glück muss man das an der Börse aber auch nicht. Uns reicht eine einfache Chance-Risiko-Abwägung.
Entweder die Shortseller haben recht, dann ist die Aktie womöglich wertlos. Diesem Szenario muss man dann eine gewisse Wahrscheinlichkeit beimessen.

Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, muss man konstatieren, dass sich nahezu alle Short-Attacken am Ende als heisse Luft herausgestellt haben.
Wie hoch man die Wahrscheinlichkeit eines Total-Betruges einschätzt, muss jeder selbst entscheiden, am Ende ist es fast egal ob man 10% oder 50% wählt.

Nehmen wir als 50% Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die Aktie 0 Wert ist. Wir haben es scheinbar mit Schrödingers Katze zu tun.

1:1

Sind die Vorwürfe der Shortseller hingegen unwahr, könnte die Aktie das dreifache Wert sein, schliesslich notierte Grenke zuvor auf diesem Niveau.
Plötzlich wird aus einer 1:1-Situation ein Chance-Risiko-Verhältnis von 3:1.

Wenn man die Wahrscheinlichkeit eines Betrugs bei unter 50% ansetzt, wird das Chance-Risiko-Verhältnis noch deutlich besser.

Man sollte sich an dieser Stelle vielleicht vergegenwärtigen, dass Grenke seitdem von einer Armee von Wirtschaftsprüfern belagert wird und sich zentrale Vorwürfe gegen Grenke inzwischen als blosse Behauptungen herausgestellt haben.

Am schwersten wiegt hier sicherlich, dass die Leerverkäufer Grenke Bilanzfälschung unterstellt hatten und dass ein Grossteil der von Grenke ausgewiesenen liquiden Mittel von rund einer Milliarde Euro nicht existieren würden.

Vertrauen Sie der Bundesbank?

Grenke konnte aber nachweisen, dass rund 850 Mio. Euro der angeblich nichtexistierenden Mittel als Bundesbankguthaben vorlagen.

Gleichzeitig scheint es auch zu einer Erholung des Geschäfts zu kommen, die Belastungen durch Corona scheinen auszuklingen.

Daher stellt Grenke für das laufende Geschäftsjahr einen Nachsteuergewinn von 75-85 Mio. Euro in Aussicht.
Bis 2024 sollen es 144 Mio. Euro werden.

Aktuell liegt der Börsenwert von Grenke bei 1,37 Mrd. Euro. Kehrt die Aktie wieder auf alte Bewertungsniveaus zurück, wäre ausreichend Luft vorhanden.

Unterstellt man ein KGV von 20, müsste der Börsenwert von 2,88 Mrd. Euro steigen und sich mehr als verdoppeln.
Vor dem Short-Angriff lag das KGV sogar regelmässig bei 30.

Chart vom 18.03.2022 Kurs: 29,60 Kürzel: GLJ - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.03.2022 Kurs: 29,60 Kürzel: GLJ – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht mehren sich die Zeichen einer Bodenbildung. Im Endeffekt läuft die Aktie seit Monaten weitgehend seitwärts, mit leichten Abwärtstendenzen.

Gelingt ein Wochenschluss über 30 Euro, käme es zu einem Kaufsignal mit einem Kursziel bei 35-36 Euro.

Kommt es zu einem Ausbruch über die obere Abwärtstrendlinie, welche aktuell bei rund 36 Euro verläuft, hellt sich das Chartbild zunehmend auf.
Das gilt für Kurse von über 40 Euro umso mehr.

Fällt Grenke hingegen wieder unter 25 Euro, muss ein erneuter Rückfall zur Unterseite des Abwärtstrendkanals eingeplant werden.

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Vorherige Analysen der Grenke Aktie

Ist etwas dran, an den Vorwürfen der Short-Seller? Das kann wohl niemand mit absoluter Sicherheit sagen.

Das erfreuliche ist, dass wir das an der Börse auch gar nicht müssen. Am Ende geht es vor allem um eine Abwägung zwischen Chance und Risiko.

Die sieht in diesem Fall recht einfach aus. Grenke war vor dem Short-Angriff ein massiver Outperformer und notierte kurz zuvor bei über 100 Euro.
Heute stehen wir bei 32 Euro.

Entweder haben die Leerverkäufer mit ihren Anschuldigungen recht, dann könnte die Aktie im schlimmsten Fall wertlos sein.
Wobei dieses Worst-Case-Szenario eher unwahrscheinlich erscheint.

Es hat sich schliesslich bereits gezeigt, dass einige Vorwürfe komplett aus der Luft gegriffen waren. Am schwersten wiegt hier sicherlich, dass die Leerverkäufer Grenke Bilanzfälschung unterstellt hatten und dass ein Grossteil der von Grenke ausgewiesenen liquiden Mittel von rund einer Milliarde Euro nicht existieren würden.

Grenke konnte aber nachweisen, dass rund 850 Mio. Euro der angeblich nichtexistierenden Mittel als Bundesbankguthaben vorlagen.

Die nachgewiesenen Mängel im Konzernabschluss 2019 sind im Vergleich dazu eher Peanuts. Demnach wurden einige Franchisegesellschaften nicht als Tochterunternehmen in den Abschluss einbezogen sowie Leasingforderungen und Firmenwerte zu hoch ausgewiesen.

Hierbei handelt es sich um Vorgänge, die man zurecht kritisieren kann und muss. Es ist aber eine ganz andere Geschichte, als wenn Grenke vorgegeben hätte eine Milliarde an liquiden Mitteln zu besitzen nichts da wäre.

Das eine ist eine Verfehlung, das andere wäre der Untergang gewesen.

Risk/Reward

Wie dem auch sei. Kommen wir zurück zum Chance-Risiko-Verhältnis. Hätten die Leerverkäufer recht gehabt, wäre die Grenke Aktie womöglich wertlos gewesen. Die schwerwiegendsten Vorwürfe scheinen aber vom Tisch zu sein.

Im Gegensatz zum Jahresabschluss 2019, erteilte KPMG für 2020 ein uneingeschränktes Testat.
Grenke scheint nachgebessert zu haben und sich jetzt wieder „ordentlich“ zu verhalten.

Die Chance, dass es jetzt noch zu „Enthüllungen“ kommen wird, die Grenke zu Fall bringen, scheinen eher gering zu sein.

Verflüchtigt sich die Angst der Anleger mit der Zeit, könnte die Aktie unterdessen das mehrfache Wert sein. Selbst wenn man beiden Szenarien dieselbe Wahrscheinlichkeit beimisst, ist das Chance-Risiko-Verhältnis nicht schlecht, wenngleich Grenke sicherlich nicht für alle Anleger geeignet ist. Es wäre trotz all dem gesagten trotzdem möglich, dass das dicke Ende noch kommt.

Man sollte aber auch bedenken, dass es offensichtliche Gründe gibt, warum die Herren Leerverkäufer vornehmliche Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum attackieren.
Der Grund dafür ist sicherlich nicht, dass es bei uns besonders viele Fälle von Bilanzfälschung gibt, sondern weil die Angriffe hierzulande besonders grosse Wirkung entfalten.

Chart vom 05.01.2022 Kurs: 32,00 Kürzel: GLJ - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 05.01.2022 Kurs: 32,00 Kürzel: GLJ – Wochenkerzen

Der grosse Abgabedruck scheint aber verflogen zu sein. Grenke wird seit Monaten am Support bei 30 Euro akkumuliert. Ein derartiger Kursverlauf erscheint sehr unwahrscheinlich, sollten hier nicht grössere Adressen die Hände aufhalten.

Fällt die Aktie unter 30 Euro, haben die Bullen ihre Chance vertan. Solange das nicht der Fall ist, besteht jederzeit die Chance auf einen erneuten Angriff auf 35 sowie 38 oder sogar 41 Euro.

Gelingt ein Wochenschluss über 41,50 Euro, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Was wäre, wenn?

So wie wir der Möglichkeit eines Komplett-Absturzes ihren Raum eingeräumt haben, sollten wir auch positiveren Szenarien Raum geben.

Was könnte Grenke wert sein, wenn sich die Geschichte fortan im Sand verläuft und keine aufsehenerregenden Probleme gefunden werden?
Das ist natürlich immer Ansichtssache. Im Fall von Grenke ist darüber hinaus die Vergleichbarkeit der Zahlen recht schwierig, da allerlei Faktoren mit hineinspielen.

Einerseits hat man die Erlöse aus den Leasingverträgen mit Kunden, dann Erlöse aus dem Verkauf von Leasingobjekten, die Erträge im Finanzierungsgeschäft und vieles mehr.
Grosse Beachtung wird darüber hinaus dem Neugeschäft geschenkt.

Das ist auch einer der Gründe, warum man vermuten könnte, dass gerade Grenke Ziel von Leerverkäufern wurde. Das Geschäft ist schwer zu verstehen und unmöglich zu durchleuchten.
Es ist schliesslich unmöglich 997.000 laufende Leasingverträge zu evaluieren.

Das Geschäftsjahr 2020 war durch Corona durchaus schwierig, das muss man klar sagen. Unter dem Strich war der Gewinn mit 1,86 Euro je Aktie aber ordentlich.

Zuletzt zeichnet sich aber eine Erholung ab, vor allem das Schlussquartal 2021 scheint besser als erwartet zu sein, wenngleich man nach wie vor unter dem Halbleitermangel leidet.

Für das kalendarisch bereits abgeschlossene Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 1,90 Euro je Aktie erwartet.
Perspektivisch dürfte der Gewinn aber wieder an und über das Vorkrisenniveau steigen.

Es ist schwer vorstellbar, dass Grenke bei einem Ergebnis von 2,50 oder 3,00 Euro noch immer bei einem Kurs von 32,00 Euro notieren wird.

Schliesslich wurde Grenke in den letzten fünf Jahren durchschnittlich für ein KGV von 26,9 gehandelt. Selbst jetzt liegt das KGV noch bei 16,0.