Autodesk Aktie Prognose Autodesk: Jetzt wird es sich entscheiden

News: Aktuelle Analyse der Autodesk Aktie

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Autodesk hat Erwartungen übertroffen und die Prognose erhöht. Ist das der Beginn einer neuen Rallye, oder bekommt man nochmal eine antizyklische Einstiegsgelegenheit?

Autodesk Aktie: Chart vom 22.11.2023, Kurs: 207,44 - Kürzel: ADSK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Autodesk Aktie: Chart vom 22.11.2023, Kurs: 207,44 – Kürzel: ADSK | Quelle: TWS


Mit jedem Tag, an dem der langfristige Aufwärtstrend nicht unterschritten wird, steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen Ausbruch zur Oberseite.
Können die kurzfristigen Abwärtstrends überwunden werden, wäre der Weg in Richtung 225 und 230-235 USD frei.

Über 235 USD würde sich das Chartbild erheblich aufhellen.

Sollte der Ausbruch scheitern, könnte es zuvor zu einem Rücksetzer in Richtung 200 USD kommen.
Knapp darunter verläuft der langfristige Aufwärtstrend. In diesem Bereich dürfte das Interesse durch antizyklische Investoren besonders gross sein.

Sollte die Aktie den Aufwärtstrend per Wochenschluss durchbrechen, wäre das aus Sicht der Bullen ein herber Schlag.

In etlichen Branchen führend

Autodesk ist ein weltweit führender Anbieter von Software für CAD und Computeranimation. Die computergestützten 3D-Design Programme kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz.
Beispielsweise in den Bereichen Architektur, Gebäudetechnik, Hoch- und Tiefbau, Automotive, Transportwesen, Mechanik, Maschinenbau, Medien und Unterhaltung sowie Versorgung, Medizintechnik und Telekommunikation.

Mit den Softwarelösungen von Autodesk lassen sich digitale Modelle und Abläufe von Projekten zeichnen und konstruieren und dadurch visualisieren, simulieren und analysieren. So lassen sich Pläne, Ideen und Konzepte am PC vor der Umsetzung virtuell erstellen, planen, testen und optimieren.

Die Anwendungsfelder der Autodesk-Produkte sind äusserst vielfältig, hier finden Sie eine Übersicht (Link).

Überzeugende Entwicklung

In den zurückliegenden fünf Jahren konnte Autodesk den Umsatz von 2,57 auf 5,01 Mrd. USD nahezu verdoppeln.
Gleichzeitig hat sich die FCF-Marge von 12 % auf 40 % massiv verbessert.

Der freie Cashflow konnte in dieser Zeit von 1,42 auf 9,32 USD je Aktie gesteigert werden.

Gleichzeitig wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 219 auf 216 Millionen leicht reduziert. Autodesk hat gerade erst damit begonnen, dieses Mittel zu nutzen. In Zukunft ist mit Buybacks in deutlich grösserem Umfang zu rechnen.

Daher ist Autodesk auch ein langfristiger Outperformer und könnte jetzt, nachdem die Aktie eine längere Schwächephase hinter sich hat, wieder interessant sein.

Gehen den Bären die Argumente aus?

Denn die Gründe für die enttäuschende Kursentwicklung haben sich weitgehend aufgelöst.
Ursächlich dafür war ein überbordender Optimismus, der sich in einem P/FCF von mehr als 70 widergespiegelt hat.

Inzwischen ist der P/FCF, obwohl der FCF der durch Sondereffekte stark negativ belastet wird, auf 34 gesunken.
Autodesk hat eine Umstellung der Vertragspraktiken vollzogen, zukünftig bietet man keine mehrjährigen und rabattierten Verträge mehr an.

Dadurch sind das Auftragsvolumen und der FCF wie erwartet unter Druck gekommen.
Wenn man einen einjährigen Vertrag abschliesst, ist das Auftragsvolumen natürlich geringer als bei einem zwei- oder dreijährigen Vertrag.

Das spiegelt sich dann auch eins zu eins im FCF wider, denn Autodesk fliesst dadurch im ersten Moment weniger Geld zu. Langfristig führt die neue Strategie aber zu einer steigenden Profitabilität.

Im letzten Artikel hatten wir dieses Thema im Detail analysiert:
Autodesk war mal unglaublich teuer. Jetzt nicht mehr

Ausblick und Bewertung

In naher Zukunft werden alle Verträge umgestellt sein und es setzt eine Normalisierung ein.
Daher wird in den kommenden beiden Geschäftsjahren auch ein sprunghafter Anstieg des freien Cashflows erwartet, derzeit liegen die Konsensschätzungen bei einem Plus von 28-34 % pro Jahr.

Vielleicht ist sogar noch mehr drin. Autodesk hat die Erwartungen im Jahresverlauf durchweg geschlagen und drei Quartale hintereinander die Prognose erhöht, zuletzt am 21. November.

Doch man findet auch Kritikpunkte, wenn man möchte. Die Billings und der Cashflow waren im letzten Quartal schwach.
Obendrein gibt Autodesk weiterhin grosse Summen für Aktienoptionen aus (Stock-Based-Compensation). Dadurch verwässert man die Aktienbasis, was man wiederum durch Buybacks kompensieren muss.

Wer setzt sich am Ende durch?

Vorerst scheinen sich die Anleger auf diese negativen Punkte zu konzentrieren, denn aktuell notiert die Aktie vorbörslich 4,70 % im Minus bei 207,44 USD.

Zeitweise legte der Kurs nach den Quartalszahlen aber auch zu und das nicht grundlos, denn die guten Nachrichten überwiegen klar.

Der Gewinn lag in Q3 mit 2,07 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,98 USD. Der Umsatz übertraf mit 1,41 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,38 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 10 % und einem Gewinnsprung um 22 %.

Dem CEO zufolge waren die allgemeinen Marktbedingungen und die zugrunde liegende Dynamik des Geschäfts ähnlich wie in den letzten Quartalen.

Vor diesem Hintergrund hat man Umsatzprognose von 5,41 – 5,46 auf 5,45 – 5,47 Mrd. USD erhöht und der Gewinn soll auf 7,43 – 7,49 statt 7,30 – 7,49 USD je Aktie steigen.
Beim FCF stellt man 1,20 – 1,26 Mrd. USD in Aussicht, bisher waren es 1,17 – 1,25 Mrd. USD.

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Vorherige Analysen der Autodesk Aktie

Autodesk ist meilenweit von den Hochs entfernt, obwohl man zwischenzeitlich einen Gewinnsprung hingelegt hat. Sollte man jetzt zuschlagen?

Grenzenlose Anwendungsbereiche: Von Architektur bis Medizintechnik

Autodesk ist ein weltweit führender Anbieter von Software für CAD und Computeranimation. Die computergestützten 3D-Design Programme kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz.
Beispielsweise in den Bereichen Architektur, Gebäudetechnik, Hoch- und Tiefbau, Automotive, Transportwesen, Mechanik, Maschinenbau, Medien und Unterhaltung sowie Versorgung, Medizintechnik und Telekommunikation.

Mit den Softwarelösungen von Autodesk lassen sich digitale Modelle und Abläufe von Projekten zeichnen und konstruieren und dadurch visualisieren, simulieren und analysieren. So lassen sich Pläne, Ideen und Konzepte am PC vor der Umsetzung virtuell erstellen, planen, testen und optimieren.

Das hört sich gut an und man kann sich leicht vorstellen, wie vielfältig die Anwendungsfelder dieser Anwendungen sind.
Hier finden Sie eine Übersicht aller Produkte (Link).

Das hat sich nachhaltig geändert

Im Rückblick kann man es sich kaum vorstellen, aber Autodesk hatte lange Zeit Probleme, auch wirklich Geld zu verdienen. Vor 2019 war die geschäftliche Entwicklung über Jahre hinweg schlecht, anders lässt es sich nicht ausdrücken.
Der Umsatz stagnierte und man schrieb rote Zahlen.

Seitdem hat sich die Lage aber auf allen Ebenen verbessert. Was dereinst immer wieder versprochen und nicht erfüllt wurde, ist am Ende doch noch gelungen.

In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Umsatz 2,58 auf 5,01 Mrd. USD gesteigert werden.
Die operative Marge hat sich in dieser Zeit von nahe null auf fast 20% verbessert.

Gleichzeitig wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 220 auf 216 Millionen Stück leicht reduziert.
Der Gewinn kletterte von 1,01 auf 6,63 USD je Aktie und dementsprechend kannte der Kurs über weite Strecken auch nur eine Richtung.

Ein bisschen zu viel Optimismus

Zeitweise kannte der Enthusiasmus kaum Grenzen, am Hoch kletterte die P/E auf über 70.

Wer länger an der Börse aktiv ist, kennt zahllose ähnliche Geschichte. Läuft es bei einem Unternehmen gut, steigen die Kurse schneller als die Fundamentaldaten es rechtfertigen würden.
Mit der Zeit wird die Bewertung immer höher, bis es dann plötzlich zum Knall kommt.

Bei Autodesk war es letztes Jahr so weit. Das Geschäft lief zwar gut und der Gewinn ist um 31% auf 6,63 USD je Aktie gestiegen, der Kurs halbierte sich trotzdem.
Die Euphorie ist verflogen und seitdem nicht mehr zurückgekehrt.

Dadurch ist die P/E auf knapp unter 30 gesunken. Zuletzt war die Aktie Anfang 2014 günstiger.

Sollte die Erfolgsgeschichte von Autodesk nicht zu Ende sein, könnte es sich um eine Gelegenheit handeln. Und danach sieht es aus.

Schwieriges Fahrwasser

Derzeit sind die Rahmenbedingungen schwierig, die meisten Unternehmen sind in Erwartung einer neuen Wirtschaftskrise im Sparmodus.
Kürzt man Ausgaben, fängt man in der Regel bei externen Kostenpunkten wie Autodesk an.

Autodesk ist es dennoch gelungen, den Umsatz im ersten Quartal um 8% auf 1,27 Mrd. USD zu steigern, der Gewinn legte ebenfalls um 8% auf 1,55 USD je Aktie zu.

Das ist nicht grandios, mit Blick auf die Rahmenbedingungen jedoch solide und knapp über den Erwartungen.
Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt, die Gewinnerwartungen wurden von 6,98 – 7,32 auf 7,07 – 7,41 USD je Aktie erhöht.

Autodesk scheint zunehmend optimistisch zu werden und im Jahresverlauf eine Belebung des Geschäfts zu erwarten.
Darauf deuten auch das Deferred revenue sowie die Remaining performance obligations (RPO) hin.

Warnsignale

Als Deferred Revenue bezeichnet man Zahlungen, die man von seinen Kunden im Voraus erhalten hat, bevor die entsprechende Leistung erbracht wurde. Dieser Wert kletterte zuletzt um 20% auf 4,48 Mrd. USD.

Remaining Performance Obligations ist der Wert der erwarteten zukünftigen Umsatzerlöse aus bestehenden Verträgen oder Abonnements, welcher zuletzt um 15% auf 5,39 Mrd. USD gesteigert werden konnte.

Bei der Analyse sind jedoch auch zwei Problempunkte aufgetaucht. Der freie Cashflow sowie die Billings sollen in diesem Jahr sinken.
Im Normalfall wären das ernstzunehmende Warnsignale. Die Recherche hat jedoch ergeben, dass das darauf zurückzuführen ist, dass Autodesk zukünftig weitgehend auf rabattierte mehrjährige Verträge verzichtet.

Dadurch sinken kurzfristig die Einnahmen und der Wert der Aufträge, perspektivisch sollte man dadurch aber höhere Margen erzielen können.
In Anbetracht dieser Änderungen ist es umso erstaunlicher, dass Deferred Revenue und RPO deutlich gestiegen sind.

Autodesk Aktie: Chart vom 11.08.2023, Kurs: 208 - Kürzel: ADSK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Autodesk Aktie: Chart vom 11.08.2023, Kurs: 208 – Kürzel: ADSK | Quelle: TWS

Die Aktie ist übergeordnet klar bullisch, die charttechnischen Hürden auf der Oberseite sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Zwischen 215 und 235 USD reihen sich die Widerstände regelrecht auf.

Ein erstes positives Zeichen würde sich mit einem Wochenschlusskurs über 215 USD ergeben. Bei 220 USD verläuft jedoch bereits der mittelfristige Abwärtstrend und bei 225-235 liegen die jeweiligen Hochs der letzten Monate.
Darüber wäre der Weg in Richtung 250 USD frei.

Für die Bullen wird es nicht einfach, diese Hürden zu überwinden. In der Regel werden solche Bastionen mit einer schnellen und impulsiven Bewegung genommen, meistens nach starken Quartalszahlen und Prognose-Erhöhungen.

Am 23. August werden die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht, dann werden wir sehen, ob sich die gute Entwicklung fortgesetzt hat und ob es für einen Ausbruch reicht.

Fällt die Aktie hingegen unter 190 USD, muss mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden. Mögliche Anlaufstellen auf der Unterseite liegen bei 185 sowie 175 und 166 USD.