Goldman Sachs Aktie aktuell Goldman Sachs: Jetzt oder nie – wird das Kaufsignal halten?

News: Aktuelle Analyse der Goldman Sachs Aktie

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Goldman Sachs
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Goldman Sachs Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits zu Beginn der Handelswoche hatten wir die Lage bei den US-Banken analysiert und mittlerweile haben die Big Player zur Wochenmitte ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert. Die Goldman Sachs-Aktie profitierte von den guten Ergebnissen und konnte die Seitwärtsbewegung der letzten Wochen nach oben durchbrechen. Schauen wir einmal genauer unter die Haube. Statt eines erwarteten Umsatzes in Höhe von 11,7 Milliarden USD brillierte der Konzern mit 19,3 Milliarden USD. Auch der Gewinn je Aktie lag deutlich höher. Statt den anvisierten 9,79 USD konnte das Unternehmen 18,60 USD je Aktie erwirtschaften. Eine überaus positive Überraschung, doch eines muss man hier auch sagen. Die Analysten lagen komplett falsch. Zumindest die Trader scheinen richtig zu liegen, denn der Kursanstieg der letzten Monate ist somit absolut gerechtfertigt.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Goldman Sachs Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Daumen bleiben also weiterhin nach oben gerichtet. Auch die Zahlen der anderen US-Banken waren nicht von schlechten Eltern. Der Banken Sektor-ETF XLF zeigt nach wie vor ein bullisches Bild und die Rallye geht vorerst weiter. Bei Goldman sollten Anleger vor allem auf die letzten Zwischentiefs knapp unter der Marke von 320 USD achten. Hier haben wir einen hervorragenden Support. Auch die 50-Tage-Linie zeigt unentwegt Richtung Norden und signalisiert positives Momentum. Alles in allem bleibt der bullische Tenor erhalten und somit auch unsere positive Bewertung auf die Bankenwelt.

Aussicht: BULLISCH

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Goldman Sachs Aktie

Bei Goldman Sachs sprudeln die Gewinne. Das Geldhaus meldet Milliardengewinne und die Aktie steht unmittelbar vor dem nächsten Kaufsignal.

Eine andere Hausnummer

Goldman Sachs gehört zu den weltweit führenden Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen.

Zeitweise musste man berechtigte Sorgen um den Bankensektor haben. Vor allem in Europa sind die Probleme auch keineswegs vom Tisch.
Der europäische Bankensektor ist seit Jahren ein Underperformer und durch Corona ist die Lage nicht besser geworden.

In den USA sieht das anders aus. Die dortigen Banken arbeiten in einem für sie besseren regulatorischen Umfeld. Die Margen sind ordentlich, man verdient richtig Geld.

Daher hatte ich mich in meiner letzten Analyse des vergangenen Jahres bereits positiv zum Sektor und JP Morgan geäussert:
JPMorgan reagiert sofort: 30 Milliarden für Aktienrückkäufe

Sollten Sie über ein Engagement bei Goldman Sachs nachdenken, würde ich Ihnen empfehlen, den verlinkten Artikel ebenfalls zu lesen.

Es läuft schon seit einiger Zeit

Doch gehen wir einen kleinen Schritt zurück. Im Endeffekt entwickeln sich die Geschäftszahlen von Goldman bereits seit Jahren erfreulich.

Seit 2016 konnte man die Erträge von 28,05 auf 33,29 Mrd. USD steigern. Der Nettogewinn kletterte von 7,40 auf 8,47 Mrd. USD.

Die Margen sind stattlich. Befeuert durch umfassenden Aktienrückkäufe konnte das Ergebnis sogar von 16,29 auf 21,03 USD je Aktie gesteigert werden.

Corona-Krise?

Derzeit befindet sich der gesamte Sektor im Aufwind. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es den US-Grossbanken sehr viel besser geht, als die meisten wohl angenommen hätten.

Die Geldhäuser haben durchweg überraschend gute Zahlen vorgelegt. Goldman Sachs meldete im abgelaufenen Quartal ein Nettoergebnis von 4,51 Mrd. USD (Link).

Das entspricht einem Gewinn von 12,08 USD je Aktie. Weit mehr als die erwarteten 7,00 USD. Der Umsatz übertraf mit 11,7 Mrd. die Analystenschätzungen von 9,70 Mrd. USD ebenfalls deutlich.

Im Gesamtjahr lag der Gewinn bei 24,74 USD je Aktie. Es hat nicht viel gefehlt, dann wäre es das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte gewesen.

Ausblick und Bewertung

Goldman Sachs kommt derzeit auf eine P/E von 12,2 und da man einen Gewinnsprung von etwas mehr als 20% erwartet auf eine forward P/E von 10,2.

Sollte das Ergebnis in diesem Umfang steigen, sind die Chancen sehr gut, dass auch die Aktie nachhaltig zulegt.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 13,9.

Obwohl sich der Kurs also bereits gut entwickelt hat, wäre noch reichlich Potenzial vorhanden.

Chart

Aus technischer Sicht könnte Goldman Sachs unmittelbar vor dem nächsten Kaufsignal stehen.
Über 305 und 310 USD dürften zunehmend prozyklisch agierende Trader einsteigen und extrapolierte Kursziele bei 330 und 340 USD ins Visier nehmen.

Chart vom 12.02.2021 Kurs: 302 Kürzel: GS – Tageskerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Totgesagte leben länger. So könnte man die Kursentwicklung der Finanzwerte im letzten halben Jahr und somit auch der Goldman Sach-Aktie zusammenfassen. Auch in Europa waren vor allem Bankenaktien bis zum Beginn der Impfstoff-Rallye im November teils massiv angeschlagen. Doch was sich hier zum Jahresende und vor allem im bisherigen Januar abspielte, ist schon wirklich beeindruckend. Was für ein Comeback der Finanzaktien. Der technische Breakout gelang der Aktie am 09. November, als der Widerstandsbereich bei 217 USD gebrochen werden konnte. Danach war die Aktie kaum noch zu halten und legte seither mehr als 43 Prozent an Wert zu. Wie von der Tarantel gestochen geht es seit Wochen nach oben und das ohne jegliche Pullbacks. Es wirkt fast so, als hätten wir es hier mit einem typischen Wachstumskonzern zu tun. Die Bullen kaufen, als ob es schon bald keine Aktien mehr gäbe.

Expertenmeinung: Dennoch warnen wir derzeit vor allzu grosser Euphorie, denn Bäume wachsen bekanntlich nicht in den Himmel und so ist es auch an den Börsen. Was steil nach oben geht, wird über kurz oder lang wieder von der natürlichen Erdanziehungskraft auf den Boden der Realität zurückgeholt. Der Trend ist zwar auf der bullischen Seite, doch die Kurse haben sich aktuell einfach zu weit von der 50-Tage-Linie entfernt. Somit wird der Titel anfällig für scharfe Korrekturen, welche jederzeit eintreten können. Käufe auf aktuellem Niveau wären demnach weniger empfehlenswert. Vielleicht bietet sich nach einer Korrektur eine bessere Einstiegsgelegenheit an. Vorläufig bleiben wir mit unserer Einstufung also eher auf der neutralen Ebene.

Aussicht: NEUTRAL

Wenn eine Aktie nach der bislang aktuellsten Quartalsbilanz (veröffentlicht am 14. Oktober) erst einmal zwei Wochen fällt, obgleich die Zahlen auf den ersten Blick grandios ausfielen, dann aber binnen zehn Wochen um über 50 Prozent zulegt, sucht man natürlich nach Nachrichten, die diesen Wandel ausgelöst haben. Und wird man da nicht fündig, gehen bei erfahrenen Tradern nicht eine, sondern gleich alle beide Augenbrauen nach oben. Vor allem, wenn das Momentum der Rallye zum Start ins neue Jahr noch deutlich zugenommen hat, wie bei der US-Investmentbank Goldman Sachs der Fall. Was geht da vor sich?

Es gibt keine neuen Unternehmensdaten. Die kommen erst nächste Woche, am 19. Januar. Und wenn man sich überlegt, dass Umsatz und Gewinn im dritten Quartal zwar weit über den Analystenprognosen lagen, beides im zweiten Quartal aber weit schlimmer ausfiel als prognostiziert, kann man zwar hoffen, dass der Schwung der wirtschaftlichen Erholung des Sommers bei Goldman Sachs auch für ein starkes viertes Quartal gesorgt hat. Aber wie lange würde das vorhalten, nachdem man im Dezember bereits sehen konnte, dass der Konjunktur-Karren schon wieder abwärts zu rollen beginnt? Eine Rallye von 190 US-Dollar Ende Oktober auf den gestrigen Schlussrekord von 293,93 US-Dollar … das wirkt völlig überzogen. Und ist es wohl auch.

Expertenmeinung: Das stärkste Jahr hatte Goldman Sachs 2018. Einige Analysten glauben, dass die Investmentbank im neuen Jahr an diese damaligen Gewinne anknüpfen wird. Aber ob es so kommt, ist völlig unvorhersehbar. Die Lage in den USA wird immer schwieriger. Und niemand, der einigermassen bei Verstand ist, kann glauben, dass Joe Biden all das, was die Wirtschaft drückt, am 20. Januar einfach mit einem Fingerschnipp beseitigen wird. Und dass Goldman Sachs international agiert, hilft ja auch nicht gerade viel, immerhin ist die Ausgangslage überall schwierig. Die Hoffnungen sind dagegen unübersehbar äusserst hoch.

Und in einer solchen Situation saust die Aktie einfach über das alte 2018er-Rekordoch bei 275 US-Dollar hinaus. Das passierte vergangenen Mittwoch unter dem Eindruck der beiden von den Demokraten gewonnenen Senatssitze aus Georgia. Aber es fällt auf, dass die Bullen vor vier Jahren bei Goldman Sachs eine gewaltige Kaufwelle lostraten, weil ein Präsident Trump ganz sicher perfekt für die US-Banken sein werde, die Aktie dann aber nur wenig über das damalige Hoch hinauskam. Vier Jahre später soll die Partei, die eigentlich schlecht für die Banken sein soll, sprich die Demokraten, perfekt für die US-Banken sein, weil Trump es dann eben doch nicht war? Anfang 2017 verhungerte eine 50-Prozent-Rallye. Und jetzt soll es nach 50 Prozent Kursplus weiter aufwärts gehen?

Natürlich hoffen die Bullen das. Aber die Aktie ist sogar auf Wochenbasis überkauft, wie unser Chart zeigt. Und es beschleicht einen schon der Verdacht, dass Goldman Sachs derzeit auch zu den Aktien im Dow Jones gehört, die man bei den „Angst-Käufen“ (siehe die heutige Analyse zum Dow Jones) bevorzugt einsammelt, weil die Bank zumindest nicht in der ersten Reihe der Unternehmen stünde, die bei einer Verschärfung der Lage im Land Probleme bekommen. Nur … in der zweiten Reihe fände man die Investmentbanken dann eben doch.

Würde diese Aktie deutlicher unter ihrem alten 2018er-Rekordhoch (275,31 US-Dollar) schliessen, wäre der Gedanke, sich hier von Long-Trades zu verabschieden, naheliegend.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die US-Banken stehen aktuell gerade vor einem wichtigen Scheideweg. In den Sektor-ETFs ist eine markante Dreiecksformation erkennbar, welche in den kommenden Tagen zu einem Breakout nach oben oder unten führen dürfte. Eine entscheidende Rolle hierbei dürfte das führende Finanzunternehmen Goldman Sachs spielen. Auch hier ist ein symmetrisches Dreieck erkennbar, welches sich gerade in der finalen Phase befindet. Der Ausbruch aus der Formation ist nur noch eine Frage von Tagen und es bleibt überaus spannend, wer hier das Ruder an sich reissen wird. Eine leicht bessere Chance haben die Bullen, nachdem sich die aktuelle Konsolidierung grösstenteils über den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 bildet. Dennoch bleibt abzuwarten, ob der Ausbruch nach oben gelingen mag.

Expertenmeinung: Es ist zu erwarten, dass sich nach dem Verlassen der Formation eine heftige Kursreaktion bilden wird. Kurse oberhalb der Marke von 213 USD würden frische Kaufsignal mit sich bringen. Ein Anstieg in Richtung der letzten Zwischenhochs von Juni und Juli wäre in Folge zu erwarten. Nach unten hin wären Schlusskurse unterhalb des Bereichs von 200 USD alles andere als positiv. Dies könnte wiederum zu einem Test der Tiefs von Mai und Juni führen. Vorerst sehen wir die Lage positiv und belassen unsere Aussichten auf Goldman Sachs auf der bullischen Seite. 

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Finanzwerte gehörten in den letzten Wochen und Monaten lediglich hier und da zum Speiseplan der Bullen. Es waren vor allem Technologiewerte, welche die Rallye an der Wall Street befeuerten. Dennoch gab es immer mal Phasen, wo auch dieser Sektor überzeugen konnte. Seit dem gestrigen Handel ist wieder etwas Schwung hineingekommen und Titel wie Bank of America, JPMorgan Chase oder auch Goldman Sachs konnten deutlich an Wert zulegen. Wir sahen eine recht breit angelegte Sektorrotation und in diesem Zuge einen möglichen Startschuss zu einer frischen Kaufwelle. Zuletzt bildete die Aktie von GS jeweils höhere Tiefs, welche auf leichten Kaufdruck schliessen lassen. Was jetzt noch fehlt, wären neue höhere Hochs, um wieder zurück in einen Aufwärtstrend zu gelangen.

Expertenmeinung: Alles in allem wirkt es fast so, als ob die Kurse nun erneut einen Anlauf in Richtung des eingezeichneten Widerstands machen dürften. Der Widerstandsbereich hat sich zuletzt bei 223 bis 225 USD gebildet und könnte vorerst das Kursziel der nächsten Handelstage werden. Danach könnte die Reise in Richtung Norden unter Umständen sogar weitergehen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Aktie wenn möglich nicht mehr unter die psychologisch wichtige Marke von 200 USD fällt. Dies wäre alles andere als hilfreich und könnte die Bären wieder auf den Plan rufen. Wir bleiben vorerst bullisch auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH