Bechtle Aktie aktuell Bechtle: Wären jetzt Gewinnmitnahmen zu überlegen?

Aktuelle Analyse der Bechtle Aktie

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Bechtle
ISIN: DE0005158703
Ticker: BC8
Währung: EUR

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Zur Bechtle Aktie

Bechtle ist ein Anbieter von IT-Konzepten und –Lösungen für mittlere und grosse Unternehmen. Damit ist das Unternehmen in einem Bereich tätig, mit dem Privatanleger eher nichts zu tun haben. Aber die Karriere, welche die Aktie in den letzten Jahren hingelegt hat, dürfte dazu geführt haben, dass Bechtle mittlerweile nahezu jedem Investor bekannt ist, zumal die Aktie mit MDAX und TecDAX gleich in zwei Indizes notiert ist. In kaum mehr als sieben Jahren hat sich der Kurs verzehnfacht und damit die Benchmark-Indizes meilenweit geschlagen. Basis dieser Entwicklung ist eine über die Jahre hinweg konstant durchgehaltene Steigerung von Umsatz und Gewinn, die auf Basis der vorläufigen Ergebnisse, die das Unternehmen am Montag vorgelegt hatte, auch im Jahr 2019 fortgeführt wurde.

Laut dieser Meldung gelang Bechtle im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 24,3 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro, was die eigene Zielsetzung übertraf. Der Gewinn stieg, vor Steuern gerechnet (EBT), um 22 Prozent auf 236 Millionen Euro. Das war etwas mehr als seitens der Analysten im Durchschnitt erwartet, aber auch kein wirklich gewaltiges Überbieten der Prognosen. Auffällig war, dass der Gewinn etwas weniger deutlich zulegte als der Umsatz. Basis dessen war eine in 2019 mit 4,4 Prozent etwas unter Vorjahr (4,5 Prozent) ausgefallene Netto-Gewinnmarge. Das ist noch kein nennenswerter Rückgang, der eine negative Reaktion auf diese Zahlen hin hätte auslösen können. Die Frage ist indes:

Könnte der Kurssprung, den die Aktie auf dieses Zahlenwerk hin von Montag bis Mittwoch vollzog, nicht ein wenig überzogen sein und dazu führen, dass Gewinnmitnahmen einsetzen, die den Sturmlauf der Aktie vorerst beenden? In der Spitze legte der Kurs vom Tagestief des Montags zum Tageshoch des Mittwochs gut zwölf Prozent zu und notierte da gut 45 Prozent über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Als eine solche Distanz zum letzten Mal Ende Mai erreicht wurde, startete eine Korrekturphase. Kommt es diesmal auch so? Es wäre zumindest denkbar, dass die Luft nach oben jetzt dünn geworden ist.

Bechtle Aktie Chart auf Wochenbasis vom 05.02.2020, Kurs 144,20 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX

Immerhin wäre das Kurs/Gewinn-Verhältnis jetzt auf Basis der 2019er-Gewinne mit 35 nicht mehr im günstigen Bereich. Und die Aktie ist den Kurszielen der Analysten längst davongelaufen. Der Schnitt liegt da knapp über 100 Euro. Zwar sind viele dieser Kursziele schon älter und könnten in nächster Zeit angehoben werden. Aber die beiden Analysten (Bankhaus Metzler und DZ Bank), die nach der Vorlage der vorläufigen Zahlen ihre Kursziele angehoben hatten, markieren mit 154 und 130 Euro die höchsten Ziele von allen, wobei die 130 Euro der DZ Bank von der Aktie bereits überboten sind, weshalb man dort auch nur die Einstufung „Halten“ vergab.

Jetzt Teilgewinnmitnahmen ins Auge zu fassen wäre daher zumindest eine Überlegung wert, denn nur für kurzfristig orientierte Trader wäre mit dem Tagestief des Montags (129,30 Euro) eine nahe gelegene, taugliche Marke gegeben, unter welcher man einen Stop Loss für aggressive Long-Trades ansiedeln könnte. Mittel- und langfristig orientierte Investoren würden sich am mittelfristigen Aufwärtstrend (aktuell bei 100 Euro) und/oder an der 200-Tage-Linie (aktuell bei 104,75 Euro) orientieren. Und das sind Levels, die derart weit entfernt liegen, dass es allemal denkbar scheint, dass jetzt, nachdem die „good news“ auf dem Tisch liegen, auch einmal eine Korrektur ansteht, in welche hinein sich näher an diesen mittelfristigen Leitlinien wieder zurückkaufen liesse, was man jetzt erst einmal in Bares verwandelt.

Bechtle Aktie Chart auf Tagesbasis vom 05.02.2020, Kurs 144,20 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Bechtle Aktie

Als der IT-Dienstleister Bechtle am vergangenen Mittwoch seine Bilanz vorlegte, machte die Aktie einen gewaltigen Satz nach oben. Das bisherige, im Mai markierte Allzeithoch von 110,80 Euro wurde dabei überboten. Am Folgetag bestätigten Anschlusskäufe den Ausbruch. Und am Freitag dann kam es bei bereits wieder deutlich nachlassenden Umsätzen zu einem Doji. Noch hat dieser Doji keine allzu negative Aussagekraft. Dass den Käufern nach einem Kursanstieg von zehn Prozent in zwei Handelstagen kurzfristig ein wenig die Luft ausgeht, ist normal. Und der am gestrigen Montag folgende zweite Doji hat zwar die Option offen gelassen, dass sich ein besonders problematischer „Abendstern“ mit zwei Dojis bildet, der Bechtle in eine scharfe Korrektur schicken könnte, falls jetzt eine grössere, rote Kerze folgen sollte. Aber noch ist das ja nicht der Fall. Andererseits:

Die Aktie ist nicht gerade ein Schnäppchen mehr, was die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht. Wenn man das bisherige Ergebnis pro Aktie der ersten neun Monate 2019 sehr grosszügig auf das Gesamtjahr hochrechnet und dafür vier Euro annimmt, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis bei knapp 30. Was angemessen wäre, wenn man unterstellen dürfte, dass das in diesem Jahr tadellose, prozentuale Wachstum bei Umsatz und Gewinn wie mit dem Lineal gezogen auch in den kommenden Jahren weitergeht. Aber darf man das wirklich unterstellen?

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Expertenmeinung: Auf Basis der ersten neun Monate 2019 wuchs der Umsatz bei Bechtle um 27,2 Prozent, der Gewinn stieg um 28,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie liegt für diese neun Monate bei 2,64 Euro. Das ist stark, keine Frage. Und die Ergebnisse rein für das dritte Quartal übertrafen die durchschnittliche Prognose der Analysten, wenngleich nicht gerade deutlich. Aber eines wird den Anlegern natürlich früher oder später auffallen: Die Aktie hat seit Jahresanfang, gerechnet vom am 3. Januar bei 62,05 Euro markierten Tief, in der Spitze um gut 90 Prozent zugelegt, während der Gewinn momentan eine Wachstumsrate von 28 Prozent ausweist. Die Aktie ist somit in den vergangenen Monaten deutlich „teurer“ geworden.

Bechtle ist somit recht heiss gelaufen, zugleich zeigt auch der Stochastik-Oszillator auf Tagesbasis ein klar überhitztes Niveau. Ein Rücksetzer wäre somit nicht überraschend. Um den abzuwenden, müsste das Lager der Bullen umgehend zusehen, die dezente Warnung in Form dieses Doji zu neutralisieren, indem das am Freitag erreichte Rekord-Verlaufshoch von 118,90 Euro zügig überboten wird. Gelingt das, kann der Kurs, getrieben alleine durch das derzeit hohe Momentum, durchaus noch ein Stück weiterlaufen. Aber kommt es zu einer Korrektur, gilt es, den Unterstützungsbereich zwischen 107,00 und 110,90 Euro im Auge zu behalten. Der muss halten, ansonsten wäre es wahrscheinlich, dass die Bechtle-Aktie zügig ihren mittelfristigen Aufwärtstrend, verstärkt durch die 200-Tage-Linie, im Bereich 92/93 Euro testet. Aggressiv Long agierende Trader sollten daher erwägen, sich knapp unter 107,00/110,90 Euro mit einem Stop Loss abzusichern.

Chart vom 18.11.2019, Kurs 117,50 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des IT-Systemhauses Bechtle hob im gestrigen Handel richtig ab und erreichte auf Schlusskursbasis ein neues Allzeithoch. Was für eine Galavorstellung! Die Bechtle Aktie lieferte schon in den letzten Wochen zahlreiche Einladungen zum Kauf, denn der Trendwechsel nach oben war klar und deutlich im Chart zu erkennen. Begonnen hat die Reise nach oben mit höheren Tiefs und höheren Hochs im September und Oktober. Hier fanden sich auch zahlreiche überaus interessante Konsolidierungen, welche regelrecht zum Kauf einluden. Auch auf die zuletzt überaus attraktive Breakout-Möglichkeit Ende Oktober hatten wir im Börsenblick von LYNX bereits im Vorfeld hingewiesen. Wer dieses Kaufsignal nutzte, blickt nun nach wenigen Tagen bereits auf ein sattes Plus im Portfolio. Hier haben eindeutig die Bullen das Sagen.

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Expertenmeinung: Der Grund für den erneuten Kursschub waren überaus positive Quartalsergebnisse des Konzerns, welche am Mittwoch präsentiert wurden. Sowohl der Umsatz, als auch der Gewinn des Unternehmens konnte die Markterwartungen übertreffen. Das Wachstum sei im letzten Quartal sogar noch besser gewesen, als bislang geschätzt. Alles in allem treffen hier zwei Komponenten aufeinander. Zum einen starke Fundamentaldaten und zum anderen ein absolut überzeugendes Chartbild. Auch wenn die Aktie derzeit ein wenig überkauft und ein Einstieg auf aktuellem Niveau vielleicht keine so gute Idee ist, gehen wir langfristig von weiter steigenden Kursen aus. Für Neueinsteiger gilt es auf die ein oder andere Zwischenkorrektur zu warten.

Aussicht: BULLISCH

Bechtle Aktie Chart vom 13.11.2019 Kurs: 113.50 Kürzel: BC8 | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das deutsche IT-Unternehmen blickt auf ein bislang recht volatiles Aktienjahr zurück. So schön die Rallye von Januar bis Juni 2019 verlief, so volatil zeigte sich das Wertpapier in den folgenden Monaten. Nahezu 50 Prozent des gesamten Anstieges wurden bis Ende August wieder verspielt. Dann erst bildeten sich erste Tendenzen einer möglichen Bodenbildung. Das erste höhere Tief und das erste höhere Hoch im September zeigten bereits an, dass die Talfahrt ihr mögliches Ende finden würde. Seither geht es mit den Kursen wieder stetig nach oben. Aktuell konsolidiert die Aktie gerade über den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50. Des Weiteren bildet sich im Chart gerade ein bullischer Wimpel, welcher kurz davorsteht, gebrochen zu werden. Alles in allem ein überzeugendes und positives Gesamtbild.

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Expertenmeinung: Der Chartverlauf ist bullisch und somit geht auch unsere Aussicht auf die bullische Seite. Sollte die Aktie den kurzfristigen Widerstand bei 98 EUR durchbrechen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Anstiege auf die Hochs von Sommer dieses Jahres wären in Folge nicht unwahrscheinlich. Spannend wird es für Aktionäre wieder am 13. November 2019, wenn das Unternehmen seine Zahlen zum dritten Quartal präsentieren wird. Hierauf sollte unbedingt geachtet werden. Bis dahin sollten die Bullen weiter das Zepter in der Hand haben.

Aussicht: BULLISCH

Bechtle Chart vom 30.10.2019 Kurs: 97.25 Kürzel: BC8 | LYNX Online-Broker

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Als wir vor drei Wochen einen Blick auf die Aktie des IT-Spezialisten Bechtle geworfen hatten, rieten wir zu einer konsequent engen Absicherung aggressiver Long-Trades, weil zwar die „Story“ bei dieser Aktie stimmt, der im Januar begonnene, Anfang Mai massiv intensivierte Kursanstieg die Aktie aber für scharfe Rücksetzer anfällig machen würde. Der angeratene „Fallschirm“ erwies sich, wie der Chart heute zeigt, als nötig, denn mit zwei kräftigen Verkaufsimpulsen sieht das Chartbild jetzt deutlich unerfreulicher aus und würde sogar eine mittelfristig relevante Trendwende nach unten in den Bereich des Möglichen rücken.

Es war bereits auffällig, dass die Bechtle-Aktie am Tag der Dividendenzahlung kräftig unter Druck geriet. An diesem 29. Mai schloss die Aktie auf einmal fast zehn Euro unter dem Vortages-Schlusskurs. Das wäre bei einer äusserst hohen Dividende dem üblichen, dadurch entstehenden Abschlag im Kurs zuzurechnen gewesen. Aber nicht, wenn die Dividende wie im Fall Bechtle gerade einmal einen Euro betrug. Und es sollte nicht der letzte Abverkauf gewesen sein. Zwei Wochen lang wurde dieser Abriss des Kurses mühsam wieder aufgeholt, dann kam der nächste Abverkauf. Und diesmal gab es dafür einen greifbaren Anlass:

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Expertenmeinung: Der Vorstandschef von Bechtle erklärte am vergangenen Freitag in einem Interview, dass das Umsatzwachstum im Jahr 2019 nur im einstelligen Bereich liegen werde. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wachstum zwischen 15 und 20 Prozent gerechnet. Das war eine herbe Überraschung, zumal sich die Frage stellt, was „einstellig“ denn konkret sein wird, denn würde Bechtle mit knapp zehn Prozent rechnen, hätte man das anders, eher mit „bei knapp zehn Prozent“, formuliert.

Die Aktie sackte dadurch zum zweiten Mal in kurzer Zeit durch und unterbot das Ende Mai markierte Zwischentief. Erneut wurde in den vergangenen Tagen versucht, den Schaden zu beheben, aber es könnte durchaus sein, dass das bullische Lager sich da eine Sisyphos-Arbeit aufgehalst hat, weil der Kurs trotzdem nicht wieder an die alten Hochs anknüpfen kann. Denn die Aktie war zwar im Vorfeld der Korrektur nicht überteuert, aber auch nicht billig. Und gerechtfertigt wurde das bis dahin mit einem relativ ansehnlichen Wachstum.

Sich dem Versuch anzuschliessen, den Sisyphos-Felsen bzw. den Kurs wieder zum Gipfel zu schieben, könnte daher schiefgehen. Im Gegenzug sieht die bärische Seite interessant aus. Sollte die Aktie, die am 14. Juni nur intraday kurz unterbotene Unterstützungszone um 90 Euro erneut und dann auf Schlusskursbasis brechen, wäre das für risikofreudige Trader schon ein erstes Signal, um sich einen Short-Trade zu überlegen.

Chart vom 19.06.2019, Kurs 96,90 Euro, Kürzel BC8 | LYNX Aktienempfehlungen

Wenn man sich diesen Chart so ansieht, fühlt man sich an die Super-Haussen der TecDAX-Kollegen Wirecard und Nemetschek in 2017 und 2018 erinnert. Man darf zwar mutmassen, dass es irgendwann auch bei der Aktie des IT-Dienstleisters Bechtle zu einem Abverkauf der Super-Hausse kommt, wie es Nemetschek und Wirecard wiederfahren war. Aber im Moment gibt es noch keine Indizien dafür, dass jemand, der meint, Short dagegenhalten zu müssen, nicht auf die Nase fliegt. Denn hier passt es nicht nur aus charttechnischer Sicht, auch das Wachstum des Unternehmens ist ohne Fehl und Tadel. Am 10. Mai hatte Bechtle überzeugende Ergebnisse für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Der Umsatz stieg um satte 30 Prozent, der Gewinn, als Erwartungen der Analysten recht deutlich übertroffen. Zwar legt man sich bei Bechtle nicht auf konkrete Prognosen für das laufende Jahr fest (was für ein vernünftiges Management spricht), sondern spricht etwas vage von einem „deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus“. Aber angesichts der Tatsache, dass es Bechtle seit Jahren gelingt, Umsatz und Gewinn kontinuierlich zu steigern, sollte man diese vorsichtige Aussage nicht als unternehmenseigene Skepsis sehen. Aber ist diese seit Januar laufende Hausse nicht völlig überzogen?

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Expertenmeinung: In der Tat hat die Aktie seit Anfang Januar, als der Kurs kurz bei 62 Euro aufsetzte, über 75 Prozent zugelegt, eine solche Rallye provoziert Gewinnmitnahmen. Und wenn dann nicht genug Akteure die Hand aufhalten, kann eine solche Aktie rasant nach unten durchgereicht werden. Aber sie ist, was das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht, nicht teuer. Je nachdem, ob man 20 oder 30 Prozent Gewinnzuwachs für 2019 ansetzt, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis zwischen 25 und 28. Das ist in Relation zu diesem kontinuierlichen Wachstum angemessen. Aber auch, wenn nichts dagegen spricht, bei diesem Sturmlauf mitzuhalten, es wäre unbedingt ratsam, den Fallschirm nicht zu vergessen, denn wie gesagt, wenn eine Korrektur einsetzt, kann es bei weniger umsatzstarken Aktien wie Bechtle auch mal schnell gehen. Sie sehen im Chart, dass der Kurs mit dem Ausbruch über die vormaligen Rekordhochs um 90 Euro deutlich an Dynamik gewonnen hat. Zusammen mit der Januar-Aufwärtstrendlinie bildet der Bereich um 90 Euro jetzt eine mittelfristige Schlüsselzone. Aber dieses Level ist durch die Intensivierung der Rallye schon weit vom aktuellen Kurs entfernt, so dass sich Trader, die aggressivere Long-Positionen halten, überlegen sollten, ihren Stoppkurs eher in den Bereich knapp unter 100 Euro zu legen, wo die 20-Tage-Linie für die kurzfristige Zeitebene als Leitstrahl dient.

Chart vom 28.05.2019, Kurs 110,60 Euro, Kürzel BC8