Bayer Aktie aktuell Bayer: Der Aufwärtstrend ist Geschichte – Bären übernehmen das Ruder

Aktuelle Analyse der Bayer Aktie

In diesem Artikel

Bayer
ISIN: DE000BAY0017
Ticker: BAYN
Währung: EUR

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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Bayer Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis Ende Juni sah es rund um die Aktie des deutschen Chemie- und Pharmaunternehmens noch relativ positiv aus. Der Trend entwickelte sich sehr zufriedenstellend, doch wieder einmal kamen negative Nachrichten im Zusammenhang mit dem Glyphosat-Skandal in die Quere. Zwei grosse rote Abverkaufskerzen deuteten bereits klare Verkaufssignale und ein mögliches Ende der erfolgreichen Rallye an. Der Versuch, die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zu halten, scheiterte. In der vorigen Woche wurde dann auch noch der Boden bei rund 62.50 EUR nach unten durchbrochen. Die Bären machen sich wieder breit und der Aufwärtstrend ist mittlerweile Geschichte. Aktuell befindet sich Bayer in einer neutralen Verkaufsphase.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Bayer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Auch unserere bislang positive Haltung auf das Wertpapier müssen wir aktuell deutlich nach unten revidieren. Die Aktie zeigt relative Schwäche gegenüber dem DAX. Hier sahen wir in den letzten Wochen neue Hochs, während Bayer neue Tiefs generierte. Wenn die Bullen das Ruder noch einmal herumreissen wollen, dann müsste dringen ein Schlusskurs oberhalb der Marke von 65 EUR gelingen. Solange dies aber nicht geschieht, sehen wir vorerst kein Licht am Ende des Tunnels. Es droht sogar ein Abverkauf auf bis zu 55 EUR. Hier wurde das letzte wichtige Pivot-Tief im Mai gebildet.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 24.07.2020 Kurs: 60.69 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Bayer Aktie

Bayer ist einer der führenden Akteure in den Bereichen Pharma- und Chemie. Nach eigenem Verständnis ist man ein Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenz in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft.

Schrecken ohne Ende

Seit Bekanntgabe der Monsanto-Übernahme wurden bei Bayer rund 90 Mrd. Euro an Börsenwert vernichtet.
Der Zukauf hat sich als absolute Katastrophe herausgestellt. Das hat gleich mehrere Gründe.

Der Preis war ganz grundsätzlich zu hoch, selbst wenn es keinerlei rechtliche Probleme gegeben hätte.

Darüber hinaus war Monsanto für Bayer auch ein zu grosser Brocken. Man konnte die Übernahme nur unter schwersten Anstrengungen, einer Kapitalerhöhung, dem Verkauf von Unternehmensteilen und mit viel Fremdkapital stemmen.

Baumann wollte den Zukauf schon als er noch nicht CEO war, doch seine Vorgänger winkten ab.
Bei der Belegschaft und an der Börse kam der Deal ohnehin nie gut an, doch der Bayer -Chef Baumann setzte sich gegen allen Widerstand durch.

Inzwischen spricht er schon wieder von neuen Übernahmen. Es ist wirklich unverständlich, dass der Aufsichtsrat das alles noch hinnimmt.

Glyphosat Vergleich gescheitert?

Inzwischen lässt sich daran nichts mehr ändern. Bayer musste mehr als 12.000 Stellen streichen, die Tiermedizinsparte verkaufen und einen faktischen Komplettumbau vollziehen.

Die rechtlichen Probleme rund um Glyphosat sind deswegen aber nicht vom Tisch. Um das Thema endlich zu begraben, hatte Bayer eine Vergleichszahlung von bis zu 8 Mrd. USD vorgeschlagen.
Am Ende schien man sich auf 11 Mrd. USD geeinigt zu haben.

Das ist selbst für einen Grosskonzern wie Bayer keine Kleinigkeit. Man müsste den Gewinn von nahezu drei Jahren abführen.
Das entspricht rund einem Fünftel des Unternehmenswerts.

Seit einigen Stunden kursieren nun Gerüchte, dass selbst das den US-Gerichten nicht genug ist. Demnach hat ein Richter wohl Teile der Vereinbarung gekippt.

Darüber hinaus wären dadurch ohnehin nicht alle Verfahren beseitigt wurden, rund ein Viertel der Kläger will die Sache weiterhin ausfechten.
Sie hoffen auf noch mehr Geld, was auch sonst.

Das Thema wird Bayer also noch eine ganze Weile beschäftigen. Es wird also immer wieder Störfeuer für die Aktie geben, die dann unter Druck gerät.

Fundamentale Bewertung

Derzeit kommt Bayer auf einen Börsenwert von 65,8. Mrd. Euro. Eigenständig war man übrigens mal das doppelte Wert.

Hinzu kommen 35,9 Mrd. Euro an langfristigen Schulden zuzüglich der Rechtskosten in Milliardenhöhe.
Bezieht man all diese Verpflichtungen mit ein, kommt Bayer derzeit auf ein echtes KGV oder EV/FCF von 20-25, bezogen auf das Vorjahresergebnis.

Auf diesem Niveau überwiegen langfristig die Chancen, im historischen Kontext ist die Aktie aber auch nicht aussergewöhnlich niedrig bewertet.
Ausserdem sollte man mit wiederkehrenden Korrekturen rechnen. Als Anlege sollte man dementsprechend antizyklisch einsteigen.

Chart

Bayer bewegt sich in einem intakten Abwärtstrend, zeigt aber seit Monaten Stabilisierungstendenzen.
Durch die Übernahme von Monsanto wurde ein Jahrzehnt der guten Entwicklung zunichtegemacht.

Inzwischen notiert die Aktie aber an der zentralen Unterstützung. Für antizyklische Anleger ist die Supportzone bei 56 – 59 interessant, ebenso die Marken bei 52 und 45 Euro.
Darunter wäre theoretisch auch noch eine Korrekturausdehnung in Richtung 35 Euro möglich, derzeit scheint das aber eher unwahrscheinlich.

Prozyklische Kaufsignale würde sich hingegen über 72 und 78 Euro ergeben.

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Chart vom 07.07.2020 Kurs: 63,20 Kürzel: BAYN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während es derzeit gerade bei Wirecard ordentlich rund geht, scheinen sich die Negativnachrichten beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer langsam zu legen. Jüngsten Meldungen zufolge könnte ein möglicher Deal mit Glyphosat-Klägern im Raum stehen. Die Aktie selbst zeigt sich schon seit Wochen überaus positiv. Der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung gelang mit dem Breakout über die Marke von 62.50 EUR. Auch der anschliessende Pullback zurück zu diesem Niveau konnte von den Bullen perfekt gehalten werden. Kurz danach bildete sich unter der Marke von 70.00 EUR erneut ein Widerstand. Der Bruch desselbigen kündigte sich dann im Chart an. Die Kurse konsolidierten für einige Tage knapp darunter – ein überaus bullisches Zeichen. Nun ist der berühmte Knoten geplatzt und die Kurse geben wieder richtig Gas.

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Expertenmeinung: Das nächste mögliche Kursziel nach oben steht bereits fest. Es ist das Hoch von Januar/Februar dieses Jahres, welches sich bei 79.00 EUR befindet. Somit könnte der Kurs durchaus noch weitere 10 Prozent an Wert zulegen, bis es abermals etwas heikel werden könnte. Nach unten hin ist nun darauf zu achten, dass die Aktie möglichst das eroberte Terrain bei 70.00 EUR nicht mehr verletzt. Dies wäre als klares Fehlsignal zu werten und eine Korrektur wäre die mögliche Folge. Derzeit stehen alle Ampeln auf Grün und wir geben der Aktie positive Aussichten mit auf den Weg.

Aussicht: BULLISCH

Bayer Aktie Chart vom 23.06.2020 Kurs: 72.51 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Eine überraschend stark ausgefallene Analystenprognose. Ebenso dürfte es den Investoren gefallen haben, dass das Unternehmen zwar einräumte, dass mögliche Konsequenzen der Pandemie erst im weiteren Verlauf des Jahres eingrenzbar wären, man aber bis dahin an der ursprünglichen Guidance für das Gesamtjahr festhält. Ist Bayer also gegen die Folgen der Virus-Pandemie gefeit?

Es wirkt so, aber das muss kein Freibrief für die Rückkehr an die im Februar markierten Jahreshochs sein. Denn davon abgesehen, dass die positiven Nachrichten jetzt erst einmal auf dem Tisch liegen und die Akteure diese am Montag eingepreist haben, basiert das gute Abschneiden des Konzerns auch darauf, dass laut Bayer in den Bereichen Agrar und Pharma viele Vorkäufe vorgenommen wurden, die direkt mit den Beschränkungen durch die Pandemie zusammenhängen. Rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel wurden überdurchschnittlich geordert, was bedeutet:

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Expertenmeinung: Diese Vorkäufe können im laufenden Quartal fehlen und somit den Umsatz wieder drücken. Es ist daher gut denkbar, dass die Luft jetzt deutlich dünner wird, was das verbleibende Aufwärtspotenzial angeht, zumal es jetzt auch aus chart- und markttechnischer Sicht langsam enger wird. Der Chart zeigt, dass die Bayer-Aktie entlang einer im März etablierten kurzfristigen Aufwärtstrendlinie sauber immer höher läuft, jetzt aber ein aus markttechnischer Sicht (im Chart der Stochastik-Oszillator) überkaufter Zustand erreicht ist. Darüber hinaus nähert sich der Kurs der 200-Tage-Linie, die keine allzu leichte Hürde werden dürfte. Denn das bisherige Rallye-Plus ist gross genug, um jetzt so manchen vom Einstieg abzuhalten, andererseits aber Gewinnmitnahmen lukrativ erscheinen zu lassen. Zumal, wie eingangs erwähnt, die „good news“ jetzt auf dem Tisch liegen und weitere die Kurse ziehende positive Nachrichten kurzfristig eher nicht zu erwarten sein dürften.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es die Aktie nicht über den Widerstandsbereich aus der oberen Begrenzung des Anfang März entstandenen Abwärts-Gaps und der 200-Tage-Linie im Bereich 64/66 Euro schafft, ist daher nicht gerade klein. Sinnvoll wäre es daher, laufende Long-Trades konsequent knapp unterhalb der steilen, derzeit bei 59,40 Euro verlaufenden Aufwärtstrendlinie mit einem sukzessiv entlang des Anstiegs der Linie nachgezogenen Stop Loss abzusichern.

Bayer Aktie Chart vom 27.04.2020, Kurs 63,00 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX

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Eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet, mit deren Nackenlinie zugleich die 200-Tage-Linie überwunden, was will man mehr? Das ist ein bullischer Doppelschlag aus dem Lehrbuch. Der Haken dabei ist, dass sich das Pulver, das Anfang August diesen charttechnischen Befreiungsschlag zündete, mittlerweile als nass erwiesen hat. Was hiesse: Diese im Chartbild so stark daherkommende Wende könnte leicht zum Rohrkrepierer werden.

Basis dieses Ausbruchs war nämlich das Gerücht, Bayer habe hinsichtlich der anhängigen und anstehenden Prozesse auf Schadenersatz wegen der Gesundheitsfolgen der glyphosathaltigen Unkrautvernichter der Monsanto-Tochter ein Angebot auf einen Roundup-Vergleich in Höhe von acht Milliarden US-Dollar gemacht und gute Chancen, damit durchzukommen.

Das wäre zwar eine Menge Geld, aber damit wäre dieses Damoklesschwert dann eben auch weg. Immerhin haben die Anleger hier mit der permanenten Unsicherheit zu leben, wie viele dieser Prozesse wann durchgezogen werden und wie gross die Schadenersatzsummen jeweils ausfallen. Ein finanzielles Risiko für den Konzern, das sich in keiner Weise beziffern lässt, ist eine extreme Belastung, nicht zuletzt auch für den Aktienkurs. Daher war es kein Wunder, dass die Anleger auf diese Meldung euphorisch reagierten. Aber:

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Expertenmeinung: Dieses Gerücht wurde nicht bestätigt, im Gegenteil. Der von Bayer eingesetzte Mediator Kenneth Feinberg, der es wissen müsste, wenn solche Pläne und entsprechende Chancen auf deren Umsetzung existieren, bezeichnete das Gerücht über einen solchen Vergleich als pure Fiktion.

Daraufhin kam die Aktie, die am 9.8. zunächst wie eine Rakete nach oben geschossen war, deutlich vom damaligen Tageshoch von 70,04 Euro zurück. Aber das Interessante ist: Der zuvor überbotene Kreuzwiderstand aus der Nackenlinie der Trendwendeformation und der 200-Tage-Linie konnte der Kurs verteidigen, lief dann über diesem jetzt als Unterstützung fungierenden Bereich um 62 Euro einige Tage seitwärts und zog dann erneut an.

Charttechnisch ein perfekter, den Ausbruch bestätigender Pullback. Aber eben einer, dem der ursprüngliche Auslöser abhandengekommen ist. Jetzt notiert die Bayer-Aktie vor allem auf Basis der Hoffnung höher, dass es diesen Vergleich vielleicht doch und zeitnah geben könnte. Ein dünnes Ruhekissen, daher wäre es unbedingt zu überlegen, Long-Trades konsequent unter dem Level dieses letzten Rücksetzers abzusichern, was einen Stopp-Level in der Region 61/61,50 Euro nahelegen würde.

Chart vom 29.08.2019, Kurs 67,64 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker Aktienempfehlungen

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Bayer ist einer der führenden Akteure in den Bereichen Pharma- und Chemie. Nach eigenem Verständnis ist man ein Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenz in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft.

Ist der Spuk vorbei?

Seit der Übernahme von Monsanto und den damit einhergehenden Problemen, ist die Aktie von Bayer massiv unter die Räder gekommen.

Vor einigen Wochen hatten wir uns der Aktie erneut angenommen und die Gesamtsituation wie folgt beschrieben:

Die Bewertung ist attraktiv, auf dem aktuellen Niveau überwiegen die Chancen und die Risiken scheinen begrenzt zu sein.

Seit Bekanntgabe der Monsanto-Übernahme wurden bei Bayer rund 90 Mrd. Euro an Börsenwert vernichtet, das erschien mir übertrieben.
So gross wird der Schaden am Ende nicht sein.

Das grösste Problem war nach meiner Ansicht das anhaltende mediale Störfeuer. Man musste damit rechnen, dass bei jeder negativen Meldung zu einem der laufenden Prozesse auch die Aktie unter Druck kommt

Ist das der grosse Durchbruch?

Das könnte sich jetzt nachhaltig ändern, denn Medienberichten zufolge hat Bayer eine Vergleichszahlung von bis zu 8 Mrd. USD vorgeschlagen, um die 18.000 in den USA laufenden Klagen beizulegen.
Selbst wenn es am Ende 10 Mrd. USD werden, ist es wahrscheinlich der richtige Schritt, um das Thema endlich abzuschliessen.

Das mediale Störfeuer könnte dementsprechend ein Ende finden.
Die Erleichterung bei den Aktionären ist also absolut nachvollziehbar.

Daher komme ich zu der Rechnung aus der letzten Analyse zurück:

Bayer war vor der Übernahme rund 120 Mrd. Euro Wert. Aktuell liegt der Börsenwert inklusive Schulden bei rund 95 Mrd. Euro.
Selbst wenn man Monsanto als wertlos einstuft und weitere 10 Mrd. an Kosten für die in den USA laufenden Prozesse ansetzt, ist noch Luft.

Um diese Lücke zu schliessen, müsste die Bayer -Aktie auf 80 Euro steigen.

Charttechnik

Bayer hat massive Kursverluste verbucht und ist von 140 auf 52 Euro eingebrochen. Jetzt hat die Aktie aber am unteren Ende des Trendkanals gedreht und ist impulsiv gestartet.

Die Kursgewinne der letzten Tage sind zwar enorm, doch im langfristigen Chartbild ist noch viel passiert.
Über 69 und 73 Euro kommt es jeweils zu Kaufsignalen. Die nächsten Kursziele lägen dann bei 77 sowie 80 und 86 Euro.

Die antizyklische Kaufzone beginnt bei 63 Euro.

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Chart vom 09.08.2019 Kurs: 67,46 Kürzel: BAYN - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.08.2019 Kurs: 67,46 Kürzel: BAYN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker