ASML Aktie aktuell ASML Holding: Ist das eine Einstiegschance?

News: Aktuelle Analyse der ASML Aktie

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ASML
ISIN: NL0010273215
Ticker: ASML
Währung: EUR

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Zur ASML Aktie

Bei stark gelaufenen Technologieaktien runzeln viele Investoren derzeit die Stirn, wenn es um die Frage geht, ob man da noch einsteigen könnte. Überzogene Kauforgien wie bei Tesla haben der gesamten Branche momentan den Ruf eines Pulverfasses mit brennender Lunte verpasst. Und bei so mancher Aktie dürfte diese Einschätzung auch stimmen. Und man hätte Recht damit, würde man dann noch skeptisch eine Augenbraue heben, ginge es um einen konjunktursensiblen Zulieferer einer ohnehin sehr konjunktursensiblen Branche, wie es bei der ASML Holding der Fall ist, einem niederländischen Spezial-Anlagenbauer, der für die Halbleiterindustrie produziert. Doch diese Aktie ist weder eine „Mode-Aktie“ unerfahrener Anleger noch gehört sie in die Kategorie der völlig überteuerten Gipfelstürmer.

Das Unternehmen beeindruckte mit starken Ergebnissen im zweiten Quartal. Der Umsatz stieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Gewinn legte überproportional zu, auch dank einer starken Bruttomarge, die auf 48,2 Prozent gesteigert wurde. Der Auftragseingang lag zwar zwischen April und Juni mit 1,1 Milliarden Euro weit unter den 3,1 Milliarden des ersten Quartals. Aber das dürfte eine Konsequenz des europaweiten Stillstands über einen grossen Teil dieses zweiten Quartals gewesen sein. Dass die ASML Holding im Zuge der Bilanz eine Umsatzperspektive zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Euro für das laufende dritte Quartal ausgab und die Gesamtjahresprognose, die zu Jahresbeginn und damit vor der Corona-Krise ausgegeben wurde, aufrechterhielt, macht deutlich: Hier läuft es auch bei Gegenwind.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ASML Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis wäre auf Basis der durchschnittlichen Analysten-Gewinnschätzung mit ca. 41 nicht gerade billig, aber noch im Rahmen dessen, was man akzeptieren könnte, vor allem, wenn die Expertenprognosen sich als richtig erweisen würden, die im Schnitt mit einem Gewinnanstieg um 35 Prozent im kommenden Jahr rechnen. Was sich, das muss man indes immer betonen, jetzt aber noch in keiner Weise abschätzen lässt. Auch vom durchschnittlichen Experten-Kursziel her wäre der Einstieg eine Überlegung wert, denn das liegt derzeit um 340 Euro und somit noch ein gutes Stück über der aktuellen Notierung. Aber man sollte nie ohne einen genauen Blick auf das Chartbild urteilen.

Und da zeigt sich, dass man auf jeden Fall mit Vorsicht an die Sache herangehen muss. Denn momentan verteidigt die ASML-Aktie zwar eine entscheidende Unterstützungszone, konkret das alte Rekordhoch vom Februar bei 294,40 Euro und die 200-Tage-Linie bei aktuell 283 Euro. Aber das „bearish engulfing pattern“ vom vergangenen Donnerstag und das bärische Signal des Trendfolgeindikators MACD machen klar, dass die Aktie angeschlagen ist. Wer hier den Einstieg erwägt, sollte sich daher nicht zu sicher sein, dass der Kurs die Kurve nach oben kriegt. Und sollte die 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis fallen, könnten die oben genannten Argumente, die grundsätzlich für diese Aktie sprechen würden, schnell durch Leerverkäufe rein charttechnisch agierender Akteure überrollt werden. Ein Stoppkurs auf Schlusskursbasis unterhalb dieser 200-Tage-Linie wäre daher in jedem Fall sinnvoll, wollte man die derzeitige Konstellation zum Einstieg nutzen.

ASML Aktie: Chart vom 09.09.2020, Kurs 304,85 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der ASML Aktie

Die holländische ASML Holding ist der Weltmarktführer für Lithographiesystem-basierte Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Und obgleich die Chipindustrie äusserst konjunktursensibel ist und die Weltwirtschaft in eine heftige Rezession mit ungewissem Ende gerutscht ist, konnte ASML seinen Umsatz in den Monaten April bis Juni gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres deutlich steigern. Die am Mittwochmorgen vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals 2020 waren auf den ersten Blick grandios und eine Bestätigung für diejenigen, die diese Aktie in den vergangenen Wochen weit über das vor dem „Corona-Crash“ geltende Allzeithoch hinaus auf neue Rekorde getragen haben. Auf den zweiten Blick jedoch nicht.

Denn man darf nicht übersehen, dass Maschinen und Anlagen kein Retail-Geschäft sind. Diese Lithographie-Anlagen werden deutlich im Vorfeld geordert und nicht von der Stange gekauft. Wenn die ASML Holding im zweiten Quartal weit mehr umsetzte als im ersten Quartal und im zweiten Quartal 2019, bedeutet das nicht zwingend, dass das so weitergeht. Dazu müsste der Auftragseingang vergleichbar überzeugen. Und dass tat er, das war der erste Haken an dieser Bilanz, eben nicht. Im zweiten Quartal kamen Aufträge im Volumen von 1,1 Milliarden herein, im Vorquartal waren es noch 3,1 Milliarden gewesen. Das Auftragsbuch schmilzt also zusammen. Darüber hinaus, der zweite Haken, blieben der Umsatz und der Nettogewinn unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten. Und dass nicht nur die, sondern auch die Anleger mehr erwartet hatten, zeigte sich an der Reaktion der Aktie auf das Zahlenwerk:

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Expertenmeinung: Die ASML Holding war gegen einen am Mittwoch stark anziehenden Gesamtmarkt der grösste Verlierer im Euro Stoxx. Die Akteure erkannten also durchaus, dass die Zahlen zum zweiten Quartal ein Blick zurück waren, der keine Prognosekraft für die kommenden Quartale haben muss und machten erst einmal Kasse. Angesichts des vorangegangenen Sturmlaufs der Aktie dürfte das leichtgefallen sein, immerhin wurde das vorherige, im Februar markierte Rekordhoch davor um stattliche 20 Prozent überboten. Die Frage ist jetzt, ob es bei kurzen Gewinnmitnahmen bleibt oder aber der Kurs durch die unterbotenen Erwartungen deutlicher nach unten abdreht.

Entscheidend hierfür wären drei Unterstützungen, die, würden sie alle fallen, das Ende der Super-Hausse bedeuten würden. Die erste dieser drei Supportlinien ist die untere Begrenzung des April-Aufwärtstrendkanals und mit 327 Euro bereits recht nahe am aktuellen Kurs. Darunter würden als weitere Auffanglinien die 20-Tage-Linie bei 310 Euro und das vorherige Rekordhoch von 294,40 Euro warten. Wenn das auch noch durchbrochen würde, wäre die Aktie wieder auf Tuchfühlung mit einer keineswegs zwingend rosigen Zukunft und könnte dann allemal auch bis an die momentan bei 268 Euro verlaufende 200-Tage-Linie durchgereicht werden … ein Szenario, das man dann auf der Long-Seite zweifellos nicht mitmachen möchte.

ASML Holding Aktie Chart vom 15.07.2020, Kurs 330,85 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX

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ASML ist ein niederländischer Maschinenbauer und beliefert vor allem die Halbleiterindustrie.

Ganz einfach

Egal ob Hochleistungsrechner, autonomes Fahren, 5G, Künstliche Intelligenz, Biga Data, Gaming, Virtual Reality oder Medizintechnik: Überall setzt man auf sogenannte EUV Leiterplatten.

Genau hier kommt ASML ins Spiel. Hergestellt werden die Halbleiter zwar von einer ganzen Reihe von Anbietern wie Intel oder Samsung.
Die Lithographiesysteme für die Produktion dieser neuen Halbleiter-Generation fertigt einzig und allein ASML.

Bei dem niederländischen Konzern brummte das Geschäft auch in der Vergangenheit, man erkennt aber ganz klar eine Beschleunigung.

Die Zukunft

ASML hat eine zentrale Position in einer ganzen Reihe von Zukunftstechnologien eingenommen.
Die zuvor angesprochenen Themen sind in den letzten Jahren immer grösser geworden, das dürfte aber erst der Anfang sein.

Daher konnte ASML den Umsatz seit 2016 von 6,79 auf 11,82 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte von 3,64 auf 6,15 Euro je Aktie.

Der Kapitalbedarf ist für die Branche erstaunlich gering, der Cashflow stark, die Bilanz sauber.

Man konnte sich neben dem enormen Wachstum sogar noch Aktienrückkäufe und eine Dividende leisten. Das muss man erstmal nachmachen.

Stark bleibt stark

Ich habe es zwar schon oft geschrieben, aber es lohnt sich, es immer wieder zu erwähnen: Starke Unternehmen bleiben stark, die schwachen bleiben schwach oder sterben.

Das zeigt sich vor allem in Krisen. All die vermeintlich günstigen Unternehmen aus der Old Economy waren ein schlechtes Investment.
Internetbasierte Geschäftsmodelle, IT und ähnliches sind gefragt wie nie.

Das liegt nicht nur daran, dass Corona zu mehr Homeoffice und einer Verlagerung des Handels geführt hat. Es sind grundsätzlich die besseren Geschäftsmodelle: Wenig Kapitalbedarf, skalierbar, hochprofitabel.

ASML hat das mit den jüngsten Quartalszahlen wieder bewiesen. Der Umsatz kletterte auf Jahressicht um 29% auf 3,33 Mrd. Euro.
Das Ergebnis legte sogar um 58% auf 1,79 Euro je Aktie zu.

Für das kommende Quartal erwartet man einen Umsatz von 3,6-3,8 Mrd. Euro und eine anhaltend hohe Marge. Von Krise keine Spur.

Bisher wurde für das Gesamtjahr ein Gewinnsprung von 6,15 auf 7,06 Euro je Aktie erwartet. Das könnte noch zu wenig sein.

Mit Blick auf all diese Tatsachen, ist es kein Wunder, dass die Aktie notorisch hoch bewertet ist. In den letzten Jahren pendelte das KGV weitgehend zwischen 30 und 50. Aktuell befinden wir uns am oberen Ende dieser Spanne. Rücksetzer sind Kaufkurse.

Chart

Kunden von LYNX können die Aktie unter dem Ticker ASML sowohl an der NYSE in USD, aber auch an der Heimatbörse in Euro handeln. Der folgende Chart ist in Euro.

Die Aktie ist ein massiver Outperformer und notiert meist am Allzeithoch. Es ist aber auch klar ersichtlich, dass selbst ASML grössere Korrekturen vollzieht.

Für antizyklische Investoren wären zum Beispiel die Unterstützungen nahe 295 und 250 Euro interessant.

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Chart vom 15.07.2020 Kurs: 341 Kürzel: ASML - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Die ASML Holding ist ein niederländischer Maschinenbauer, der speziell die Halbleiterindustrie beliefert. Hier werden Hightech-Chip-Produktionsmaschinen gebaut, die sich ungebrochener Nachfrage erfreuen. Im Zuge der Bilanz zum dritten Quartal berichtete ASML von beeindruckend gestiegenen Auftragseingängen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro, zugleich gelang es, die Bruttomarge von ohnehin schon beeindruckenden 43,0 auf 43,7 Prozent zu steigern. Die Analysten erwarten zwar für das Gesamtjahr 2019 „nur“ einen gegenüber 2018 gehaltenen bis minimal höheren Gewinn. Aber wenn man bedenkt, wie schwierig das Jahr für viele Chiphersteller und Zulieferer der Branche war, ist das eine ausserordentlich starke Performance.

Eine Performance, die sich auch im Aktienkurs niederschlägt, der seit Ende 2018 um über 90 Prozent zugelegt und am Dienstag einen neuen Verlaufsrekord von 266,70 Euro erreicht hat. Die Aktie scheint wie auf Schienen zu laufen, hatte die Trendintensität im August noch einmal deutlich erhöht und einen steileren als den vorbestehenden Aufwärtstrend etabliert. Dadurch entstand ein Aufwärtstrendkanal, zu dessen oberer Begrenzung bei derzeit 272 Euro noch Luft wäre. Trotzdem sollte man langsam vorsichtig werden, aus zwei Gründen:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ASML Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: In den Jahren zuvor war die Aktie recht parallel zu den steigenden Gewinnen gelaufen. Dadurch bewegte sich das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer im Bereich zwischen 20 und 30, was angesichts des stetigen Wachstums nicht teuer war. Dadurch, dass die Gewinne in diesem jetzt endenden Jahr voraussichtlich aber nicht viel zulegen, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis derzeit um 45. Und das wäre nur zu rechtfertigen, wenn ASML das Wachstum in 2020 dynamisch wieder aufnehmen würde. Das hofft man, aber was das Jahr 2020 an Bedingungen für die Branche bringen wird, weiss in Wahrheit natürlich noch niemand.

Der zweite Punkt, weshalb man als Long investierter Trader vorsichtig werden sollte, ist der „Gravestone Doji“, den die Aktie am Dienstag ausgerechnet nach einer kräftigen Rallye und auf Rekordhoch ausbildete. Das zeigt, dass Marktteilnehmer noch unterhalb der oberen Begrenzung des Trendkanals beginnen, Gewinne mitzunehmen. Solange die Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des August-Trendkanals und der die Rallye begleitenden 50-Tage-Linie im Bereich von aktuell 242/243 Euro hält, wäre ein Rücksetzer noch kein Beinbruch. Würde dieser Support indes brechen, kann es schnell an die mittelfristig relevante Auffangzone aus der 200-Tage-Linie, dem Juni-Hoch und der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie im Bereich 202/211,50 Euro gehen. Daher wäre ein Stop Loss, knapp unter 242/243 Euro, der sukzessiv mit dem weiteren Ansteigen der 50-Tage-Linie und der August-Trendlinie nach oben nachgezogen wird, in jedem Fall zu überlegen.

ASML Holding Aktie: Chart vom 17.12.2019, Kurs 262,75 Euro, Kürzel ASML | LYNX Online Broker