MTU Aero Engines Aktie aktuell MTU Aero Engines dreht auf – was für ein Kraftakt

News: Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

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MTU Aero Engines
ISIN: DE000A0D9PT0
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur MTU Aero Engines Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Wochen geht es mit den Fluglinien an der Wall Street durch die Decke. Hiervor profitieren auch die Ausrüster und Zulieferer der Industrie. Bislang ist die positive Stimmung jedoch noch nicht über den grossen Teich geschwappt. Es dauerte ein wenige, doch jetzt scheint auch die MTU Aero Engines-Aktie vom allgemeinen Trend zu profitieren. Der Boden bei 186/187 EUR konnte gehalten werden. Dies war ungemein wichtig, da die Aktie Gefahr lief, in einen bärischen Trend überzugehen. Die Bullen haben demnach einen wichtigen Schritt forwärts gemacht und konnten nunmehr auch die Korrektur der letzten Wochen beenden. Mit dem Breakout über die Marke von 200 EUR hat die Aktie die Triebwerke gezündet.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur MTU Aero Engines Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Mit einem Plus von 5.9 Prozent war das Wertpapier im gestrigen Handel der Top-Gewinner im DAX. Nun müssen die Bullen dranbleiben und für Folgekäufe sorgen. Somit wäre sichergestellt, dass sich aus dem Kaufsignal auch eine nachhaltige Impulsbewegung nach oben bilden kann. Das nächste Kursziel steht bereits fest. Es handelt sich dabei um das Zwischenhoch von Januar, welches sich knapp unter der Marke von 221 EUR gebildet hatte. Danach wird sich entscheiden, ob der langfristige Aufwärtsimpuls fortgeführt werden kann. Theoretisch wäre sogar eine Rückkehr auf bis zu 280 EUR möglich. Vorerst wollen wir aber noch nicht den Tag vor dem Abend loben. Technisch sieht das Wertpapier jedenfalls äusserst interessant aus.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 24.02.2021 Kurs: 207.10 Kürzel: MTX | Online Broker LYNX


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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der MTU Aero Engines Aktie

Dass viele Anleger wegen der beeindruckenden Rallye des Aktienmarkts seit Anfang November zu hohe Erwartungen an die Ergebnisse der Unternehmen hegen, ist in den letzten Wochen schon öfter augenfällig geworden. Auch beim Kurs der MTU Aero Engines-Aktie kam es zu einem kräftigen Minus, obwohl die Bilanz völlig im Rahmen der Erwartungen lag.

Der Umsatz stieg 2020 um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 3,977 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) ebenso wie der Nettogewinn stiegen um 45 Prozent. Als Zeichen, dass das Gröbste vorbei ist, will MTU für 2020 eine Dividende von 1,25 Euro ausschütten, nachdem man die Dividende für 2019 vor einem Jahr aufgrund der unsicheren Lage zusammengestrichen hatte. Und zumindest für den Umsatz wagte der Triebwerkshersteller einen Ausblick, dieser soll 2021 in eine Range zwischen 4,2 und 4,6 Milliarden Euro steigen, also das 2019er-Niveau (4,62 Milliarden) wieder knapp erreichen.

Expertenmeinung: Das ist so schlecht nicht, vor allem, wenn man die Abhängigkeit von Airlines und Flugzeugbauern bedenkt, die von der Situation von Anfang an am härtesten getroffen wurden und sich auch nicht umgehend wieder auf vorherige Levels zurückkämpfen können. Trotzdem fiel die Aktie um knapp fünf Prozent – viele hatten also noch bessere Ergebnisse und/oder Prognosen erwartet.

Jetzt stellt sich die Frage, ob da noch Anschluss-Verkäufe nachkommen oder ob jetzt bereits ausgestiegen ist, wer von dieser Bilanz nicht angetan war. Würden erste Akteure heute schon wieder zugreifen, könnte die Aktie der Toppbildung, die durch das gestrige Minus unmittelbar vor der Vollendung steht, noch entkommen und wäre mit einem Anstieg über die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei aktuell 198 Euro erst einmal wieder über den Berg. Aber was, wenn nicht, wenn die Nackenlinie dieses Topps im Bereich 186,20/197,75 Euro gebrochen würde?

Dann wäre eine grössere Korrektur zwar wahrscheinlich. Aber der Chart zeigt, dass die Aktie in eine ganze Phalanx aus potenziellen Unterstützungen eintauchen würde. Am markantesten wäre da die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei aktuell 153 Euro. Und sie könnte durchaus auch erreicht werden, denn dieser Level entspräche ziemlich genau dem rechnerischen Kursziel des Topps, das läge bei 151,40 Euro. Sollte die MTU-Aktie diese mittelfristige Trendlinie tatsächlich testen, wäre der Kurs allemal gut korrigiert und damit für risikofreudige Trader die Möglichkeit gegeben, mit einem engen Stoppkurs knapp unterhalb dieser Trendlinie den Einstieg zu versuchen, sobald das Chartbild indiziert, dass diese Linie aktiv verteidigt wird.

Die Ende Oktober gemeldeten Ergebnisse des dritten Quartals waren schwach genug, um die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines in Richtung des unteren Endes einer monatelangen Seitwärtsrange rutschen zu lassen. Und die am 19. November ausgegebene Prognose der Umsatzerwartungen für das Jahr 2021 lockte keine Käufer hinter dem Ofen hervor. Zwischen diesen beiden Meldungen schoss die Aktie zwar um über 40 Prozent nach oben. Doch dass die Käufer danach bald ihre Arbeit einstellten, ist nicht unbedingt verwunderlich.

Immerhin sind weder der US-Wahlausgang noch die Meldungen über einsatzbereite Impfstoffe dazu angetan, die Lage für MTU Aero Engines entscheidend zu verändern. Die Airlines werden 2021 weiterhin nur mit sehr geringer Auslastung agieren können. Die Flugzeugbauer werden wenige Neuaufträge erhalten. Und damit haben auch Zulieferer wie MTU Aero Engines einen langen Weg zu gehen, bis Umsätze und Gewinne erreicht werden, wie man sie 2019 hatte einfahren können. Dieser immense Kurssprung basierte also auf einer sehr emotionalen Reaktion, nicht auf der Chance auf eine unmittelbare, deutliche Besserung der Lage.

Und damit wird das jetzt erreichte Kursniveau ein recht instabiles, das leicht das vorläufige Zwischenhoch für die Aktie darstellen kann. Zumal die Charttechnik ebenso andeutet, dass der Level, von dem aus die MTU-Aktie am Donnerstag nach unten drehte und 4,63 Prozent verlor, vorerst „oben“ sein könnte.

Expertenmeinung: Der deutsche Aktienmarkt insgesamt hat das Jahr 2021 gut begonnen, aber mit dem Schlusskurs des Donnerstags gehört MTU Aero Engines zu den Aktien, die von Käufen ausgeschlossen wurden. Das dürfte an der Kombination aus dem Wissen um diesen Vorgriff auf vorerst noch nicht greifbare, bessere Zeiten und erreichten Kurszielen liegen.

Da haben wir zum einen den mittelfristigen, im März 2020 etablierten Aufwärtstrendkanal. Dessen obere Begrenzung wurde Ende Dezember fast erreicht. Und als man am Donnerstag den Versuch unternahm, dieses letzte Zwischenhoch bei 221 Euro zu überwinden, kamen umgehend Abgaben auf, der Ausbruchsversuch wurde zum Bumerang.

Hinzu kommt, dass die Aktie bei 218 Euro den 61,8% Fibonacci Retracement-Level des Abwärtsschubs vom Februar/März erreicht hatte. Grundsätzlich sind Fibonacci-Retracements keine zwingenden Ankerpunkte für Richtungswechsel, aber wenn sie einigermassen markant sind und nahe an charttechnischen Widerständen oder Unterstützungen liegen, können sie durchaus Basis eines Richtungswechsels werden.

Da die Seitwärtsrange der vergangenen Wochen recht unscharf strukturiert ist, findet sich kein zwingender „Punkt X“, unter dem die Chance auf einen Ausbruch nach oben erst einmal vom Tisch wäre. Aber sollte MTU das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 201,50 Euro auf Schlusskursbasis unterbieten, wäre das ein weiterer Schritt in Richtung einer Korrektur, die auch in einen Test der unteren Begrenzung des Trendkanals bei akt. 150 Euro führen könnte.

Chart vom 21.01.2021, Kurs 208,00 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte September hatten wir das überaus vielversprechende technische Chartbild des deutschen Herstellers von Triebwerken für die Luftfahrt beschrieben. Allerdings fehlte den Bullen bislang die Durchschlagskraft und so konnten wichtige Widerstände nicht durchbrochen werden. Zusammen mit der im September eingeleiteten Korrektur im DAX ging es sogar eine Etage Richtung Süden. Der Boden, welcher zuletzt Anfang August in der Nähe von 130 EUR gebildet wurde, konnte aber erfolgreich gehalten werden. Nicht gerade unwichtig für den weiteren Verlauf der Aktie. In der vorigen Woche bildete sich zudem ein höheres Tief, welches auf erhöhtes Interesse der Anleger hinweist. Gelingt vielleicht von hier aus der Ausbruch nach oben?

Expertenmeinung: Über welches Level muss die Aktie steigen, um klare Kaufsignale auszulösen? Der Chart sagt uns, dass es das Niveau bei rund 160 EUR ist, welches gebrochen werden muss. Knapp darunter befindet sich das zuletzt gebildete Pivot-Hoch des Monats Oktober. Gleichzeitig befindet sich auch hier die nach unten gerichtete Widerstandslinie, welche bislang nicht gebrochen werden konnte. Ideal wären natürlich Schlusskurse über der magischen Marke, um nicht Gefahr zu laufen, einen vermeintlichen Fehlausbruch zu produzieren. Dies ist zuletzt Anfang September geschehen, als die Aktie bereits versuchte, einen mehrmonatigen Widerstand bei 163/164 EUR zu brechen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.10.2020 Kurs: 154.85 Kürzel: MTX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zusammen mit der gesamten Flugindustrie ist auch die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines in den letzten Monaten ordentlich unter die Räder gekommen. Nun stellt sich die Frage, wie es langfristig mit den Kursen weitergehen wird, denn nach dem Durchstarter im Mai war von weiteren nachhaltigen Aufwärtsbewegungen vorerst nichts mehr zu sehen. Eine Attacke der Bären Anfang August schlug allerdings auch fehl, was uns zumindest zeigt, dass das Interesse der Börsianer an der Aktie nach wie vor vorhanden ist. Mittlereile hat sich eine klare Widerstandslinie im Bereich bei 166 EUR ausgebildet, welche bislang nicht gebrochen werden konnte. Der Breakout-Versuch im Laufe der vorigen Woche schlug fehl und nun wird erneut eine kleinere Unterstützungslinie nach unten getestet. Noch bleibt der Trend also in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Der Kampf zwischen Bullen und Bären spitzt sich weiter zu und wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der kommenden Tage einen Bruch nach oben oder nach unten bekommen werden. Noch sind wir guter Dinge, denn die Kurse befinden sich knapp oberhalb der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50. Dies gibt den Bullen einen kleinen Vorteil. Doch um wirklich durchstarten zu können, bedarf es dringend Schlusskurse oberhalb der erwähnten Widerstandsebene. Dies könnte den Startschuss zu einer neuen Rallye mit sich bringen. Kurse unter 150 EUR hingegen würden die Bären wieder ins Spiel bringen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 10.09.2020 Kurs: 157.25 Kürzel: MTX | Online Broker LYNX

Bei der Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines versucht man sich derzeit mal wieder an einem Ausbruch nach oben. Was natürlich funktionieren kann, aber dass es beileibe nicht der erste ist und die Versuche, sich nach oben abzusetzen, seit Mitte Juni auf sukzessiv tieferen Levels enden, macht klar: Zum Selbstläufer würde der Kursanstieg wohl kaum. Und selbst wenn es gelingen würde, sich durch diese vielen kleinen Zwischenhochs hindurch zu beissen, was mit Schlusskursen über 168 Euro der Fall wäre: Im Bereich 188/190 Euro wartet mit dem Rallye-Hoch vom Juni und der 200-Tage-Linie ein massiver Kreuzwiderstand. Dass man an dem so leicht nicht vorbeikommen wird, sehen auch die Analysten so:

Deren höchstes Kursziel liegt derzeit bei 185 Euro. Und die meisten Experten haben ihre Ziele nach der Vorlage der Bilanz zum zweiten Quartal, die am 3. August auf den Tisch kam, aktualisiert. Dass es bis zu dieser Zone 188/190 Euro laufen könnte, wäre also für diejenigen, die die Situation für MTU Aero Engines positiv sehen, drin. Aber wer darauf setzt, dass diese Aktie zum seit Mitte März deutlich besser gelaufenen DAX aufholt, eine „Nachzügler-Rallye“ startet, sollte sich die Gesamtheit der Kursziele betrachten. Denn am durchschnittlichen Kursziel der Analysten bei momentan 139 Euro ist MTU bereits vorbei gelaufen. Das niedrigste Kursziel liegt bei 109 Euro. Und die Experten sind, was ihre Empfehlung für die Aktie angeht, gespalten: Die Mehrheit sieht die Aktie als „Halteposition“ an, was man in diesem Fall als Schulterzucken ansehen darf. Und die kleinen Gruppen, die derzeit für „Kaufen“ oder „Verkaufen“ plädieren, sind in etwa gleich gross. Und das zeigt die Krux auf, mit der man bei dieser Aktie konfrontiert wird: 

Expertenmeinung: Hier bullisch oder bärisch zu sein ist schlicht Ansichtssache, denn es hängt davon ab, mit welchem Zeithorizont man die Perspektiven des Unternehmens betrachtet. Mittel- und langfristig ist die Rückkehr zu alter Stärke natürlich wahrscheinlich. Aber kurzfristig nicht. MTU steht am Ende der Kette Airlines – Flugzeugbauer – Zulieferer. Den Airlines geht es schlecht, somit geht es den Flugzeugbauern noch schlechter. Wie also sollte es bei MTU möglich sein, schnell wieder stark steigende Umsätze und Gewinne zu erzielen? Dass der MTU-Vorstandschef im Zuge der Quartalsbilanz anmerkte, dass man davon ausgehe, dass das Geschäft mit Triebwerken für Mittel- und Langstreckenflugzeuge 2022 wieder anziehen wird, macht deutlich. Mit einer Blitz-Erholung rechnet man auch dort nicht.  

Dass es womöglich zuerst schlimmer wird, bevor es besser werden kann, ist die Sichtweise derjenigen Experten, die die Aktie mit „Verkaufen“ und einem Kursziel unterhalb des aktuellen Levels einstufen. Und wirklich unrealistisch ist ein Test des bisherigen Jahres-Verlaufstiefs bei 97,76 Euro nicht. Es kommt schlicht darauf an, ob genug Akteure bereit sind, die Möglichkeit, dass MTU in nächster Zeit in noch schwierigeres Fahrwasser gerät, auszublenden und mit mittel- und langfristigem Zeithorizont einzusteigen. Dann mehr als einen Anlauf an diesen Kreuzwiderstand 188/190 Euro zu erwarten, wäre verwegen, aber immerhin, das wäre ja zumindest etwas. Doch würde dieser „Weitblick“ durch zu negative Konjunkturdaten und/oder Statements des Unternehmens ausgehöhlt, wäre es keine Überraschung, würden viele erst einmal das Handtuch werfen, die derzeit bei 140 Euro verlaufende, bislang erfolgreich verteidigte Aufwärtstrendlinie brechen und den Weg in den Bereich um 100 Euro freigeben.

Chart vom 25.08.2020, Kurs 156,25 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX