Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Zalando: Die Zahlen kommen näher, die nächste Enttäuschung auch?

Für den 28. Februar stehen die Ergebnisse des für den Onlinehändler Zalando mit Abstand wichtigsten Quartals an. Bis dahin pendeln die Anleger zwischen Hoffen und Bangen. Das dritte Quartal war fatal ausgefallen, hatte ein dickes Minus in der Bilanz hinterlassen. Aber was das Weihnachtsquartal anging, hatte Zalando am „Black Friday“ einen Umsatzrekord gemeldet. Und das grundsätzlich anfänglich schleppende Weihnachtsgeschäft soll ja im letzten Moment doch noch angezogen haben, hieß es seitens des Einzelhandels.

Dumm nur, dass der Einzelhandelsumsatz im Dezember deutschlandweit, wie unlängst gemeldet, 4,3 Prozent unter dem des Novembers und 2,1 Prozent unter dem vom Dezember 2017 lag. Bliebe also zu hoffen, dass das Zalando weniger betroffen hat und/oder der Rest Europas besser lief, immerhin agiert Zalando international. Doch es bleibt zudem die Frage, ob es gelungen ist, taugliche Gewinnmargen zu erwirtschaften.

Grundsätzlich lautet Zalandos Motto zwar, dass Wachstum erst einmal vor Gewinnerzielung geht. Aber wie lange die Anleger das mitmachen, ist die große Frage. Dass die Zahl derer steigt, die daran zweifeln, dass Zalando angesichts der gekappten Prognosen in allernächster Zeit die Kurve kriegt, ist mit Blick auf den im August begonnenen, heftigen Abwärtsimpuls, der den Kurs im zweiten Halbjahr zeitweise mehr als halbierte, unübersehbar.

Expertenmeinung: Bis 21 Euro ging es Ende Dezember bergab, doch wenige Wochen später kratze die Aktie plötzlich wieder an der 30 Euro-Marke. Hatte man womöglich übertrieben, gibt es Indizien, dass Zalando über Weihnachten doch tadellos verdient hat? Nein, bislang nicht – und das ist sogar ein wenig überraschend. Denn meistens hatte das Unternehmen vor dem regulären Bilanztermin vorläufige Zahlen präsentiert. Noch wäre zwar Zeit dafür, aber wenn, müssten sie umgehend kommen, denn der 28. Februar ist nicht mehr fern.

Auszuschließen wäre nicht, dass das kein allzu gutes Omen ist, aber das wird man erst wissen, wenn die konkreten Zahlen auf dem Tisch liegen. Es waren andere Gründe, die die Aktie kurzzeitig so steil höher trugen. Zum einen dürften angesichts des dramatischen Ausverkaufs der Monate zuvor viele Leerverkäufer ihre Gewinne mitgenommen haben. Und wer eine Leerverkaufs-Position schließen will, muss die Aktien kaufen, das zieht den Kurs höher.

Zum anderen hatte ein Start-Up-Gründer Zalando Anfang des Jahres als potenziellen Übernahmekandidaten bezeichnet. Das löste eine kurze spekulative Kaufwelle aus. Allerdings sehen wir, dass die Hälfte der Erholung bereits abverkauft wurde. Jetzt steht es pari zwischen Bullen und Bären. Angenommen, Zalando enttäuscht auch mit der Bilanz zum vierten Quartal, dürfte sofort das Ringen um die Supportzone 21,12 zu 22,80 Euro beginnen, welche die Aktie zur Jahreswende hatte verteidigen können und die die letzte Auffangzone vor dem kurz nach der Emission Ende 2014 markierten Rekordtief bei 17,01 Euro darstellt.

Überzeugt die Bilanz jedoch, wäre das letzte Zwischenhoch bei 30,59 Euro und die übergeordnete, im Herbst durchbrochene Aufwärtstrendlinie um 32 Euro das unmittelbare Ziel der Aktie. Eine hochspannende Konstellation, die aber, da man nicht absehen kann, wie diese so wichtige Quartalsbilanz ausfallen wird, nur etwas für risikofreudige Trader wäre.

Chart vom 11.02.2019, Kurs 26,09 Euro, Kürzel ZAL | LYNX Online Broker

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