Börsenblick

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Aktienanalyse:
Schaeffler: Das war es dann für die „Kaffeetasse“

Die Aktie der Schaeffler AG gehörte zu denen, die bereits im Januar 2018 jäh aus einer vorherigen, monatelangen Hoffnungsrallye auf den harten Boden der Realität zurückgeholt wurden. Das Unternehmen ist vor allem Zulieferer der Automobilindustrie. Dass die auch ohne die „besondere Beobachtung“ durch den US-Präsidenten im Verlauf des Jahres 2018 unter Druck geriet, verschärfte das Problem, mit dem sich Schaeffler bereits seit 2017 herumschlug, deutlich: die Gewinnmarge.

Im Geschäftsjahr 2017 lag die noch bei guten 11,3 Prozent, 2018 fiel sie, wie gestern im Zuge der Veröffentlichung der 2018er-Bilanz gemeldet wurde, auf 9,7 Prozent. Das hatte man indes gewusst, auch dass der Umsatz 2018 zwar leicht gestiegen war, der Gewinn aber nicht zuletzt wegen der schrumpfenden Marge zurückging. Was gestern indes neu war, war die Prognose für 2019. Und die fiel ernüchternd aus: Der Umsatz soll nur zwischen einem und drei Prozent zulegen, für die Gewinnmarge (auf EBIT-Basis, also operativ gerechnet) sieht Schaeffler eine Spanne zwischen acht und neun Prozent, also erneut weniger als im Vorjahr. Und eines wurde den Anlegern klar:

Expertenmeinung: Mögliche Effekte von US-Strafzöllen gegen die europäische Automobilbranche (über die ja weiterhin nicht entschieden ist) und eines ungeregelten BrExit können da noch nicht enthalten sein. Und schon jetzt bemüht man sich, mit einem Stellenabbau dagegenzuhalten. 900 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden. Nicht viele angesichts der gut 90.000 Mitarbeiter insgesamt. Aber es geht gezielt um den Automobilbereich, man hat dort also in der Tat Druck.

Und wenn vorgenannte Faktoren noch hinzukommen, wird es noch ungemütlicher, daher nahmen nicht wenige Anleger am Mittwoch die Beine in die Hand und verkauften. Die Aktie hatte gerade die entscheidende Nackenlinie einer „Kaffeetasse“ erreicht, einem „Rounding Bottom“ mit einem „Henkel“, d.h. einem kurzen, den Boden des „Rounding Bottom“ nicht mehr erreichenden Rücksetzer, der erneut an den „Rand“ der Kaffeetasse führte. Das hätte eine perfekte Trendwendeformation nach oben sein können, wäre die Aktie unter dem Druck dieser Prognose nicht genau dort nach unten weggerutscht.

Der Kurs konnte sich zwar zum Handelsende vom Tagestief (7,11 Euro) lösen, aber bis zu einem klaren Kaufsignal durch den Ausbruch über den Rand der Kaffeetasse bei 8,42 Euro und die knapp darüber, bei 8,60 Euro, verlaufende mittelfristige Abwärtstrendlinie ist es jetzt auf einmal ein weiter Weg. Die auf der Unterseite entscheidende Unterstützung in Form des bisherigen Rekordtiefs der Aktie, Mitte Dezember bei 6,96 Euro ausgebildet, liegt näher … und könnte in Kürze getestet werden, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Umfeld für Schaeffler zeitnah aufhellt, ist derzeit alles andere als hoch.

Chart vom 06.03.2019, Kurs 7,53 Euro, Kürzel SHA | Aktienempfehlungen

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