Börsenblick

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Analyse:
Nemetschek: Braut sich hier was zusammen?

Nemetschek ist ein führender Softwareanbieter in den Bereichen Architektur, Bau und Engineering.
Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Innovationstreiber von Open BIM und 5D. Die digitalen 3D-Planungsmodelle, ergänzt durch die Dimensionen Zeit (4D) und Kosten (5D), decken somit die gesamte Wertschöpfungskette ab.
Das Geschäft wird mit entsprechenden Serviceangeboten abgerundet.

Würde ich gerne kaufen…

Das Unternehmen kann neben schönen Worten aber auch mit den entsprechenden Zahlen überzeugen. Seit 2010 legte der Umsatz von 150 auf 461 Mio. Euro zu.

Gleichzeitig hat sich die operative Marge deutlich verbessert und der Gewinn stieg von 0,16 auf 0,66 Euro je Aktie. Die Dividende wurde von 0,04 auf 0,25 Euro erhöht.

Das kann sich wirklich sehen lassen. Darüber hinaus ist das Geschäft nicht kapitalintensiv und generiert einen hohen freien Cashflow. Das Servicegeschäft rundet das Portfolio ab und führt zu planbaren und stetigen Einnahmen.

Nemetschek vereint also gleich eine ganze Reihe an Eigenschaften auf sich, die man sich als Investor wünscht.
Daher ist es auch kein Wunder, dass die Aktie ein langfristiger Outperformer ist.

… aber nur für den richtigen Preis

Doch auch bei Nemetschek wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz zwar um 16% zu, Gewinn und Cashflow stagnierten aber.
Der Aktie hat das keinen Abbruch getan, der Kurs hat sich seit Anfang 2018 nahezu verdoppelt.

An dieser Stelle darf und muss man die Frage stellen, ob das fundamental noch Sinn ergibt. Denn dadurch hat sich natürlich auch die Bewertung verdoppelt.
Selbstverständlich handelt es sich um ein sehr gutes Unternehmen, doch alles hat seinen Preis.

Nemetschek kommt derzeit auf ein KGV von 76 und ein KGVe von 56.

Derartige Bewertungen sind per Definition eine Wette auf anhaltend hohes Wachstum – und zwar über etliche Jahre hinweg.
Kommt es zwischenzeitlich zu irgendwelchen Problemen, zum Beispiel einer nachlassenden Entwicklung im Bausektor, kann es zu empfindlichen Kursverlusten kommen.

Wir haben das im Vorjahr erlebt, als die Aktie von 50 auf 30 Euro einbrach. Nur wenige Tage vor dem absoluten Hoch, hatten ich eindringlich gewarnt:
Nemetschek: Nebenwerte-Wahnsinn geht weiter, eine Warnung (nur noch Teaser verfügbar)

Darüber hinaus ist Nemetschek nicht erst seit heute ein gutes Unternehmen, die wesentlichen Charakteristiken haben sich nicht geändert – die Bewertung allerdings schon.

In den letzten zehn Jahren lag das KGV in 4 von 10 Fällen unter 20. Es muss nicht wieder so tief gehen, ich würde das sogar als unwahrscheinlich bezeichnen, doch auch ein Rückfall auf ein KGV von 30 entspräche nahezu einer Kurshalbierung.

Per Jahresschluss lag das KGV auch niemals bei 56 oder mehr, wie es im laufenden Geschäftsjahr der Fall wäre.
Wie man es dreht und wendet, die Bewertung ist zu hoch und das Kurspotenzial ausgereizt. Ein Kauf kann nicht empfohlen werden, Gewinnmitnahmen wären hingegen angebracht.

Charttechnik

Fällt Nemetschek unter 50 Euro, wäre der Aufwärtstrend durchbrochen und es käme zu einem Verkaufssignal. Die ersten Kursziele lägen in diesem Fall bei 46 und 42 Euro.

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Chart vom 31.07.2019 Kurs: 50,10 Kürzel: NEM - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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