Analyse:
Euro/US-Dollar: Reicht das wirklich für die Euro-Wende?

Eigentlich ist ein harter BrExit ja gar nicht ausgeschlossen. Die anstehende Wahl in Großbritannien wird dahingehend zur Wundertüte. Und erst, wenn die geöffnet ist, würde absehbar, was denn wirklich passieren könnte. Trotzdem tun die Anleger so, als sei diese Büchse der Pandora wieder geschlossen, ohne dass es Folgen geben wird. Wobei der BrExit an sich ja schon nicht gerade unproblematisch ist, auch mit EU-Vertrag. Aber das schert derzeit niemanden. Also verhielten sich die Marktteilnehmer, als sei die Sache, die noch immer in der Schwebe ist, gutgegangen. Was dazu führte, dass der DAX trotz rezessivem Umfeld Richtung Allzeithoch läuft und der Euro zum US-Dollar wieder an Boden gutmacht. Denn bleibt der harte BrExit aus, so die Überlegung, muss die EZB nicht so massiv auf die Zinsen drücken, wird die Wirtschaft der Eurozone nicht so wacklig und damit für ausländische Investoren unattraktiv, als würden EU und Briten das Tischtuch ohne Deal zerschneiden.

Aber reicht das „Auspreisen“ des harten BrExit für eine echte Aufwärtswende des Euro zum Greenback? Im Augenblick verharrt das Währungspaar noch unterhalb der dafür entscheidenden, mittelfristigen Charthürden. Und das basiert nicht zuletzt darauf, dass es am Forex-Markt ja immer zwei Seiten gibt, die es zu betrachten gilt.

Expertenmeinung: Und hinsichtlich des US-Dollars ist man derzeit unsicher, ob der wirklich so deutlich an Boden verlieren könnte, dass es zu einem doppelten Antrieb für eine massive Wende der Euro/US-Dollar-Relation kommen würde. Immerhin hat die US-Notenbank in ihrer letzten Sitzung vergangene Woche angedeutet, mit den Leitzinssenkungen erst einmal zu pausieren und abzuwarten, wie sich der Effekt der bisherigen Maßnahmen darstellt. Das spricht gegen einen allzu schwachen US-Dollar. Und noch sind viele davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft von den großen Wirtschaftsräumen noch am stärksten ist und bleiben wird. Was hieße: Internationale Investoren würden bevorzugt weiter im US-Dollar-Raum investieren, in Aktien wie Anleihen gleichermaßen.

Dies und das als begrenzt erwartete Zinssenkungspotenzial in den USA stützen den US-Dollar derzeit und verhindern, dass die markante Widerstandszone, die sich Euro/US-Dollar aktuell im Bereich 1,1185/1,1200 US-Dollar in Form der 200-Tage-Linie und der mittelfristigen Abwärtstrendlinie in den Weg stellt, überwunden wird. Anders wäre das, wenn sich die Sichtweise der Devisentrader bezüglich der US-Perspektiven spürbar verschlechtert, indem z.B. die Wahrscheinlichkeit auf ein Platzen des US-/China-Deals steigt, die US-Konjunkturdaten noch schwächer werden oder die US-Regierung ins Wanken gerät. Bis dahin bleibt der Trend von Euro/US-Dollar aber abwärts gerichtet und die große Wende des Euro nach oben nur eine Möglichkeit, auf die zu setzen erst bei Closings klar über 1,1200 US-Dollar pro Euro mit einem tauglichen Chance/Risiko-Verhältnis versehen wäre.

Euro / Dollar Chart vom 05.11.2019, Kurs 1,1065 US-Dollar, Kürzel EUR.USD | Online Broker LYNX

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