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Analyse:
Euro/US-Dollar: Der feste Euro kann sich zum Problem entwickeln

Vor fünf Handelstagen brach der Euro zum US-Dollar aus seinem fast zwei Jahre alten Abwärtstrendkanal nach oben aus und überwand dabei zugleich die 200-Tage-Linie. Damit wäre der Weg, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, grundsätzlich bis an das bisherige, in den Wirren des März erreichte Jahres-Verlaufshoch von 1,1495 US-Dollar pro Euro frei. Und das wäre für die Perspektive der Eurozone-Wirtschaft ganz und gar nicht gut. Vor allem, wenn auch diese 1,1495 US-Dollar überboten würden.

Denn damit wird der Euro zum US-Dollar teurer. Das heißt: Die Euro-Exporteure haben bei Verkäufen in den USA weniger Rendite, die Exporte von US-Firmen nach Europa bringen im Gegenzug mehr ein. Natürlich ist die Binnenwirtschaft der Eurozone für die großen Euro-Firmen der wichtigste Markt. Aber eine US-Konkurrenz, die ob des billigeren US-Dollars ggf. billiger anbieten kann und schwächere Renditen beim Export in die USA können schon wehtun. Und sollte die EZB heute nicht mit neuen, überzeugenden Maßnahmen überraschen, kann der Anstieg des Euro weitergehen. Denn diese Euro-Stärke rührt auch daher, dass man derzeit den USA mehr Hemmungslosigkeit beim Gelddrucken und auf dem Weg zu Negativzinsen zutraut als der EU.

Expertenmeinung: Bislang hat die für die Eurozone ungünstige Rallye des Euro DAX & Co. nicht gebremst. Was sich indes ändern kann, wenn sich dieser Anstieg verstetigt, womöglich über das bisherige Jahreshoch führt. Zwar wurde auch der kurzzeitige, aber rasante Ausflug des Euro im März wieder abgefangen. Aber nachdem das Währungspaar danach an der unteren Begrenzung des Abwärtstrendkanals wieder nach oben gedreht hat, dürften die am Devisenmarkt das Geschehen dominierenden kurzfristigen Trader die Long-Seite konsequent verfolgen.

Solange Euro/US-Dollar nicht wieder mit Schlusskursen unter 1,10 US-Dollar in den Abwärtstrendkanal zurückfällt und dadurch zugleich unter die diesen Kanal auf der Oberseite verstärkende 200-Tage-Linie rutscht, ist die Euro Long-Seite die vielversprechendere Option. Zumal die USA den bullischen Akteuren derzeit keinen Anlass geben dürften, diese Ausrichtung zu ändern, denn dort nimmt man diese US-Dollar-Schwäche zum wirtschaftlichen Konkurrenten Eurozone als wichtige Stütze wahr. Man darf gespannt sein, ob und wann man am hiesigen Aktienmarkt umsetzt, dass der Vorteil der US-Unternehmen der Nachteil derer in der Eurozone ist.

EUR/USD Chart vom 03.06.2020, Kurs 1,1236 US-Dollar, Kürzel EUR.USD | Online Broker LYNX

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