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Aktienanalyse:
Deutz implodiert: Was ist da los?

Deutz ist ein unabhängiger Hersteller von Dieselmotoren.
Die Produktpalette reicht von Motoren mit einer Leistung von 19 bis 620 KW für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen.

Ist die Autobranche ein Problem?

Das Hauptgeschäft entfällt auf den Bereich Baumaschinen, der im Vorjahr für rund 30% des Umsatzes verantwortlich war. Darauf folgen Service (rund 21%), Material Handling (rund 18%), Landtechnik (rund 15%) und stationäre Anlagen (rund 10%).

Auf das Segment Automotive entfallen weniger als 5% des Konzerngeschäfts und hierbei handelt es sich weitgehend um LkW-Motoren und nicht um PkW.

Die Probleme in der Autobranche spielen also keine Rolle. Dieselmotoren sind dennoch ein stark zyklisches Gut. In Krisen ist die Nachfrage für Baumaschinen & Co. natürlich rückläufig.

Interview führt zu Kurssturz

Genau dieser Umstand belastet aktuell die Aktie, denn die Wirtschaft kühlt sich ab.

Bereits im ersten Quartal war der Auftragseingang rückläufig. In einem Interview deutet CEO Hiller gestern an, dass sich diese Entwicklung fortgesetzt hat.

Die Nachfrage nach Motoren kühle sich demnach ab und man habe den Höhepunkt wohl überschritten.

Durch das gute Auftragspolster sei die Guidance für 2019 aber nicht in Gefahr. Die Prognose wurde also bestätigt.

Kursverluste von mehr als 20% rechtfertigt das aus meiner Sicht nicht. Dazu hat sicherlich auch die charttechnische Konstellation beigetragen.

Doppeltop

Deutz ist in den letzten Wochen mehrfach am Widerstand bei 8,90 Euro gescheitert und hat ein Doppeltop ausgebildet.

Dieser Umstand belastet das Chartbild nachhaltig. Gelingt eine Rückkehr über 7,00 Euro, wäre nach den massiven Kursverlusten eine Erholung in Richtung 7,40 durchaus möglich. Eventuell sind sogar 7,80 Euro drin. Anschließend dürfte es weiter abwärts gehen.

Unterhalb von 7,00 Euro wäre Platz in Richtung 6,25 und 6,00 Euro. Fällt die Aktie unter 6,00 Euro, droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 5,60 oder 5,00 Euro.

Fundamentale Betrachtung

Daraus ergibt sich natürlich die Frage, ab wann man sich auf die Lauer legen sollte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um 20,3% auf 1,78 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis kletterte von 0,27 auf 0,58 Euro je Aktie.

Im ersten Quartal wurde ein Umsatz von 452,8 Mio. Euro erzielt, was einem Plus von 9% entspricht. Das Ergebnis legte von 0,15 auf 0,17 Euro je Aktie zu.

Für das Gesamtjahr wurde bisher ein Gewinn von 0,74 Euro je Aktie erwartet. Die Prognose wurde zwar bestätigt, der nachlassende Auftragseingang könnte sich dennoch auf die Margen auswirken.

Man sollte also eher mit einer konservativen Schätzung von 0,60 Euro je Aktie rechnen.
In diesem Szenario käme Deutz bei einem Kurs von 6,00 Euro auf ein KGVe von 10 und bei einem Kurs von 5,00 Euro auf ein KGVe von 8,3.

In der Vergangenheit hat der Markt dem Unternehmen fast durchweg höhere Bewertungen zugestanden. Zeichnet sich an den genannten Marken zwischen 5 und 6 Euro also ein Boden ab, wäre ein Kauf auch fundamental vertretbar.

Vorausgesetzt natürlich, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingen bis dahin nicht weiter verschlechtern.

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Chart vom 09.07.2019 Kurs: 6,90 Kürzel: DEZ - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.07.2019 Kurs: 6,90 Kürzel: DEZ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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