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Aktienanalyse:
Delivery Hero: Dieser Kurssprung könnte ins Leere gehen

Drei Wochen tat sich bei der Aktie des Mahlzeiten-Liefer- und Vermittlungsdienstes Delivery Hero absolut gar nichts, dann machte sie am Donnerstag auf einmal einen Riesensatz nach oben. Auslöser war das vor Handelsbeginn veröffentlichte Ergebnis des ersten Quartals. Aber waren diese Zahlen auch ein wirklich gutes Argument für diesen Aufwärtsschub? Das ist zumindest diskutabel, denn das Zahlenwerk barg eigentlich keine echten Überraschungen.

Es ist zwar richtig, dass ein gegenüber dem ersten Quartal 2018 nahezu verdoppelter Umsatz wie ein gewaltiger Schritt nach vorne wirkt. Aber das lag keineswegs allzu weit außerhalb der eigenen Perspektive des Unternehmens. Was sich auch darin manifestiert, dass Delivery Hero die eigene Umsatzprognose nur minimal anhob, von einer Range zwischen 1,08 und 1,15 Milliarden Euro auf eine Spanne von 1,1 bis 1,2 Milliarden. Und die Gewinnprognose?

Die bleibt eine Verlustprognose, denn von einem Gewinn ist man noch ein gutes Stück entfernt. Auf Basis des EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) bleibt es unverändert bei der ursprünglichen Perspektive eines Verlustes zwischen 270 und 320 Millionen Euro.

Expertenmeinung: Damit sind diese Ergebnisse eigentlich kaum mehr als ein „wie erwartet“ und der Kurssprung vor allem charttechnisch induziert. Der Chart zeigt, was gemeint ist: Dadurch, dass sich durch das Seitwärts-Geschiebe der vorangegangenen Wochen bei 36,00/36,20 Euro eine auffällige Widerstandslinie etabliert hat, dürften schon moderat größere Kauforders ausgereicht haben, diese Hürde zu nehmen und dadurch Käufe rein charttechnisch orientierter Trader ausgelöst haben.

Das reichte bei dieser relativ marktengen Aktie, die 200-Tage-Linie (aktuell bei 37,86 Euro) zu überwinden und dadurch erneute Käufe auszulösen. Aber das Fundament ist nicht gerade massiv: Eine Bilanz, die besser klingt, als sie ist, kann sich als Kaufargument schnell verbrauchen. Und der Kurs trifft bereits in Kürze auf zwei markante Charthürden:

Auf das November-Hoch bei 39,64 Euro und auf die obere Begrenzung des Ende Dezember begründeten Aufwärtstrendkanals bei 40,30 Euro. Wer hier auf der Long-Seite dabei wäre, sollte sich daher gegen Rückschläge absichern, wofür sich ein Stoppkurs im Bereich knapp unter der 20-Tage-Linie anbieten würde, die sich mit aktuell 34,82 Euro der jetzt zur Unterstützung gewordenen Chartzone 36,00/36,20 Euro nähert.

Chart vom 25.04.2019, Kurs 39,31 Euro, Kürzel DHER | LYNX Aktienempfehlungen

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