Aktienanalyse:
MTU Aero Engines: Wirklich schon mit einem Bein über der Klippe?

Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

Je stärker eine Aktie gelaufen ist, desto mehr Vorschusslorbeeren sind im Kurs enthalten. Mit der Aktie steigen die Erwartungen der Investoren. Und in solchen Fällen kann ein gutes Quartalsergebnis deutlichen Druck auslösen, weil in derartigen Situationen „gut“ einfach nicht gut genug ist. So geschehen am Freitag bei Triebwerksbauer MTU Aero Engines. Das Unternehmen legte am Morgen einen Umsatz für das dritte Quartal vor, der auf dem Level des Vorjahresquartals lag und damit ein halbes Prozent unter den Analystenerwartungen blieb. Der bereinigte Gewinn lag netto mit 130,7 Millionen Euro zwar über dem des dritten Quartals 2018 (125,8 Mio.), aber zweieinhalb Prozent unter der Durchschnittsprognose von 134 Millionen. Dass der Gewinn als EBIT (vor Steuern und Zinsen) mit 192,5 Millionen Euro über der Prognose lag (190 Mio.) und gute 10,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 174,3 Millionen, scheinen die Marktteilnehmer gar nicht erst wahrzunehmen.

Die Aktie sackte bis zu 4,4 Prozent durch, bevor erste Käufe den Kurs auffingen und sich der Verlust zum Ende des Handels auf 1,77 Prozent reduzierte. Doch so mancher sieht die bullische Karriere der Aktie bereits als beendet an. Zumal die letzten Wirecard und Covestro, keine erfreuliche Performance auswiesen, nachdem sie erst einmal im deutschen Leitindex notiert waren. Aber kann man wirklich schon den Daumen über dieser Aktie senken?

Expertenmeinung: Es ist zweifellos nicht ideal, dass die Aktie im September wieder in den zu Jahresbeginn etablierten Aufwärtstrendkanal zurückgefallen war. Und dass der Kurs mit der Reaktion auf das Quartalsergebnis aus einem absteigenden Dreieck nach unten ausbrach, ist ebenso negativ. Aber das beschränkt sich immer noch auf die kurzfristige Zeitebene. Die mittelfristig relevanten Unterstützungen wurden bislang noch nicht angegangen. Und womöglich werden sie das auch nicht. Denn eines kann MTU Aero Engines vorweisen, was viele der in diesen Tagen begehrten Aktien nicht haben: solide Bilanzzahlen.

Derzeit stürzen sich viele Akteure auf diejenigen Aktien, die in den letzten anderthalb Jahren stark gefallen sind und in einem Umfeld, in dem die Hoffnung um sich greift, dass vielleicht BrExit und Handelskrieg bald vom Tisch sind und das Wachstum daraufhin automatisch wieder durchstartet (was höchst gewagte Überlegungen sind), „billig“ wirken. In dem Augenblick, in dem deutlich würde, dass solche Hoffnungen bislang kein Fundament aufweisen, wären es Aktien wie MTU, die auf einmal „billig“ wirken, weil sie sich bislang erfolgreich gegen die Wachstumsschwäche stemmen konnten. Daher wäre es erst dann selbst für risikofreudige Akteure zu überlegen, hier auf der Short-Seite aktiv zu werden, wenn die Aktie unter 209 Euro schließt und damit neben dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal auch noch die 200-Tage-Linie durchbrochen hätte.

Chart vom 25.10.2019, Kurs 233,50 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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