Rheinmetall – mehr als nur Wehrtechnik für die Bundeswehr

Fundamentale Betrachtung

Die Rheinmetall AG ist ein in Düsseldorf am Rheinmetall-Platz 1 ansässiger, und 1889 gegründeter , Technologiekonzern, der Automobilhersteller beliefert und Rüstungsgüter (Wehrtechnik) herstellt. Zum 125-jährigen Jubiläum beschreibt er sich als „traditionsreicher Technologiekonzern mit wehrtechnischen Wurzeln“. Die Firma produzierte bereits in der Kaiserzeit Geschütze und Munition, doch heute ist man vor allem ein global agierender Anbieter für Sicherheit und Mobilität. Die Rheinmetall AG ist heute eine Holding, unter deren Dach vor allem die Aktivitäten des Konzerns in den Bereichen „Automotive“ und „Defence“ gebündelt werden. Module und Systeme für namhafte internationale Automobilhersteller werden produziert, aber auch erstrangige Produkte der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie (Wehrtechnik) für die Bundeswehr, NATO-Länder und weitere befreundete Staaten (wer zu letzteren zählt, kann sich schnell ändern, wie man am Beispiel Russland sehen kann – das Wehrübungszentrum für die russischen Streitkräfte durfte nach den Ereignissen in der Ukraine nicht mehr ausgeliefert werden). Die Rheinmetall AG ist in Deutschland mit 34 Standorten vertreten und beschäftigt allein hierzulande rund 10.500 Mitarbeiter (weltweit sollen es derzeit rund 25.000 sein). Ob in Australien, Brasilien, China, Kanada, Südafrika oder auch in den USA – Rheinmetall ist weltweit vertreten.

Im zivilen Geschäft dominieren Kolben, Zylindergehäuse und Gleitlager, Magnetventile und Pumpen das Produktspektrum. Im Automobilbereich sind besonders die Verbrauchsreduzierung und die Schadstoffkontrolle wichtige Technologietreiber. Im militärischen Geschäft werden Militär-LKWs, gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge, Waffenanlagen und Munition im Groß- und Mittelkaliber-Bereich, Turm-, Flugabwehr- und Schutzsysteme, aber auch Simulationstechnik, Soldatensysteme, Sensorik und Feuerleittechnik produziert – aber dies ist keine erschöpfende Auflistung der Spezialgebiete des Konzerns. Rheinmetall produziert zum Beispiel die 120-mm-Glattrohr-Kanone für den Panzer „Leopard 2“ und betreibt für die Bundeswehr das Gefechtsübungszentrum des Heeres in der Altmark/Sachsen-Anhalt. Dort werden jedes Jahr rund 15.000 Soldaten aus- und fortgebildet.

Warburg Research, Kepler Cheuvreux, Equinet, Hauck & Aufhäuser, DZ Bank, NordLB, Bankhaus Lampe, Commerzbank, Close Brothers Seydler, Deutsche Bank, Independent Research, HSBC, Berenberg Bank, Exane BNP, Citigroup, JPMorgan, S&P Capital IQ, UBS und die National-Bank haben 2014 Analysen zur Aktie der Rheinmetall AG angefertigt. Überwiegend rieten die Analysten, die Aktie zu kaufen (zehn Analysen mit dem Votum „kaufen“ beziehungsweise „overweight/buy“), sieben Analysten empfahlen das Halten des Papiers, zwei Analysten setzten die Aktie auf „sell“. Die Kurszielspanne reicht von 32,00 Euro (Close Brothers Seydler vom 08.08.2014) bis 62,00 Euro (Berenberg Bank vom 17.06.2014). Kumuliert man die Kursziele der 19 Analysen, so ergibt sich daraus ein durchschnittliches Kursziel in Höhe von 51,89 Euro. Potenzial für das Wertpapier wäre demnach vorhanden. Die Aktie ging am Freitag mit einem Kurs von 42,325 Euro aus dem Xetra-Handel. 39,6 Mio. Aktien sind im Umlauf. Der Markt bewertet die Rheinmetall AG folglich mit 1,68 Mrd. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2013 (bilanziert wird bei Rheinmetall zum 31.12. gemäß IFRS) wies der Konzern einen Umsatz in Höhe von 4,6 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit betrug 35,0 Mio. Euro, das Beteiligungsergebnis lag bei 27,00 Mio. Euro, das Zinsergebnis fällt mit -77,0 Mio. Euro etwa 15,0  Mio. Euro schlechter aus als im Jahr zuvor. Als Jahresüberschuss wurden folglich nur 29,0 Mio. Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies etwa 161 Mio. Euro weniger. Das Ergebnis je Aktie lag netto bei 0,75 Euro, die Ausschüttungssumme bei 15,3 Mio. Euro. Demnach zahlte Rheinmetall 0,40 Euro je Stammaktie. Das ist im Vergleich zur Dividende des Vorjahres 2012 von 1,80 Euro weniger als ein Viertel. 2013 beschäftige Rheinmetall laut Bilanz 21.081 Mitarbeiter. In der Bilanz für 2013 sind 445,0 Mio. Euro an liquiden Mitteln ausgewiesen, 1,2 Mrd. Euro an wirtschaftlichem Eigenkapital, 101,4 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital, Verbindlichkeiten in Höhe von 2,1 Mrd. Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 54,0 Mio. Euro. Die Bilanzsumme beträgt damit 4,9 Mrd. Euro. In den Bilanzprognosen für 2014 und 2015 werden Umsätze in Höhe von 4,69 Mrd. Euro und 5,00 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT soll 2014 206,90 Mio. Euro betragen, 2015 sollen es 322,21 Mio. sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2014 auf 2,72 Euro steigen und 2015 sogar bei 4,937 Euro liegen. Die Dividende könnte 2014 auf 1,00 Euro und 2015 auf 1,70 Euro je Anteilsschein angehoben werden. Der Cashflow je Aktie soll 2014 bei 7,1204 Euro und 2015 bei 9,9545 Euro liegen. Für 2014 könnte Rheinmetall eine Nettoverschuldung in Höhe von 147,15 Mio. Euro und für 2015 mit 89,40 Mio. Euro einen doch immens verringerten Nettoverschuldungsgrad ausweisen.

Die Aktie der Rheinmetall AG kostete in den letzten 52 Wochen maximal 58,09 Euro und im Tief 37,945 Euro. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei 47,28 Euro. Auf Sicht der letzten fünf Jahre entwickelte sich die Aktie der Rheinmetall AG mit einem Plus von nur 11,65 Prozent eher unterdurchschnittlich gegenüber dem restlichen Markt (Benchmark DAX).

Vorstandsvorsitzender (CEO) von Rheinmetall ist Armin Papperger, der das Amt seit 1. Januar 2013 innehat. Seit Ende 2010 waren keine Insiderkäufe und  verkäufe zu registrieren. Am 06.11.2014 berichtet der Konzern zum dritten Quartal.

Charttechnische Betrachtung

Im Fünf-Jahres-Rückblick der Aktie von Rheinmetall  hat sich der Wert kaum verändert. Das mehrfache Auf und Ab kennzeichnet eine klassische Seitwärtsphase. Das Ende 2010 erreichte Hoch bei rund 67,00 Euro und das nur zwölf Monate später folgende Tief bei rund 29,00 Euro ergeben eine recht hohe Schwankungsbreite. Der kurzfristigere Blick auf das aktuelle Jahr zeigt eine Abwärtsphase, welche von 59,00 Euro kommend kürzlich ihren Boden im Bereich um 38,00 Euro fand. Der Schlusskurs Ende der vergangenen Woche lag an der Unterstützung bei 42,00 Euro. Bedingt durch die erwähnte Seitwärtsphase bietet sich aus langfristiger Sicht kein sinnvoller Trendhandel an. Gerade aktuell scheint der Wert eher den Weg nach unten als nach oben zu suchen. Erst ein weiterer Anstieg und eine eventuelle Sequenz von steigenden Hochs und steigenden Tiefs könnten den Vorteil erneut auf die Long-Seite ziehen. Alles in allem lässt sich aus der Charttechnik nicht unbedingt das beste Terrain für vielversprechende Trades ableiten.

Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser nicht investiert.

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