TeamViewer Aktie aktuell TeamViewer: Werbedeal mit Manchester die reine Geldverschwendung

News: Aktuelle Analyse der TeamViewer Aktie

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TeamViewer
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Zur TeamViewer Aktie

TeamViewer wird Haupt-Trikotsponsor von Manchester United. Geldverschwendung oder genialer Schachzug?

Trendthema

TeamViewer wird vor allem für die eine Fernwartung von Computern genutzt, sowie für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN.

Man braucht also nicht viel Fantasie, um das Unternehmen als Krisengewinner auszumachen.
Wie blind die Börse manchmal ist, hat der Corona-Crash im vergangenen Jahr gezeigt.

Gegen jede rationale Erwägung wurde die TeamViewer Aktie damals trotzdem abverkauft.

Wir hatten im März bei einem Kurs von 27 Euro darauf hingewiesen:
Alle ab ins Homeoffice: Teamviewer dürfte es freuen

Anschliessend verdoppelte sich der Kurs.

In der Analyse finden Sie umfangreiche Informationen und die Gründe für meine positive Einschätzung des Unternehmens.

Laufendes Geschäftsjahr

Vor wenigen Augenblicken wurde der Geschäftsbericht für 2020 vorgelegt. Demnach kletterte der Umsatz um 17% auf 455,6 Mio. Euro.
Das Ergebnis lag wie erwartet bei 0,51 Euro je Aktie, nach 0,52 Euro im Vorjahr.

Auf den ersten Blick ist das nicht sonderlich gut. Einige Kennzahlen sprechen allerdings eine andere Sprache.

Der operative Cashflow legte um 56% auf 224,5 Mio. Euro zu. Die Profitabilität steigt also stark überproportional.

Bei einer Net Retention Rate von 102% und massiv gestiegenen Billings dürfte sich das Wachstum fortsetzen.

Bewertung

Auf dieser Basis kommt TeamViewer auf ein KGV von 85. Ob das der richtige Massstab ist, ist allerdings fraglich.
Der gemeldete Gewinn scheint ein Understatement zu sein.

Tatsächlich hat man operativ deutlich mehr erwirtschaftet. Der P/FCF ist mit einem Wert von 44 weitaus niedriger, wenngleich auch das kein Schnäppchen darstellt.

Es zeigt allerdings, dass TeamViewer dazu in der Lage ist, die Expansion aus den laufenden Mitteln zu stemmen und profitabel zu wachsen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat man sogar Kredite in Höhe von 62,8 Mio. Euro zurückgezahlt.

Mehr Tempo

Für das angebrochene Geschäftsjahr stellt man einen Anstieg der Billings von 460 auf 595 Mio. Euro in Aussicht.
Teamviewer erwartet also eine deutliche Beschleunigung des Wachstums.
Da sich der Umsatz mit Geschäftskunden 2020 verdreifacht hat und die Retention Rate anhaltend hoch ist, scheint das machbar zu sein.

Dementsprechend dürfte es für die Aktie mittelfristig auch weiter aufwärtsgehen. Mit oder ohne Pandemie.
Haben Unternehmen erstmal mit der Nutzung begonnen, dürften sie mehrheitlich dabei bleiben. Durch Fernwartung & Co. lassen sich schlichtweg Zeit und Geld sparen.

Ist der Deal mit Manchester Geldverschwendung?

Nachdem die grundlegenden Dinge geklärt sind, kommen wir zum aktuell prägenden Thema, dem Werbedeal mit Manchester.

Bei Anlegern scheint die Sache bisher nicht gut anzukommen, der Kurs von TeamViewer ist nach Bekanntgabe spürbar unter Druck gekommen.

Das ist durchaus verständlich, schliesslich dürfte es eine ganze Stange Geld kosten, Haupt-Trikotsponsor von Manchester United zu sein.

Den Preis hat TeamViewer in der Pressemitteilung leider auch nicht bekannt gegeben. Unsicherheit mag die Börse nicht.
Man kann aber damit rechnen, dass diesem Thema zeitnah Abhilfe geschaffen wird.

Raison

Auf der anderen Seite hat der Vorstand sicher gute Gründe, diesen Schritt zu unternehmen.
Sie können diese Einschätzung teilen oder nicht. Die eigentliche Kernfrage ist, ob Sie dem Vorstand vertrauen.

Realistisch betrachtet kann es nämlich niemand genau sagen, ob sich die Sache auszahlen wird. Wir kennen weder den Preis der Kooperation und noch viel weniger, in welchem Umfang sich der Werbedeal in den kommenden Jahren auf das Geschäft auswirken wird – es sei denn Sie sind Hellseher.

Manchester könnte aber genau der richtige Partner sein. Der Verein gilt als eher bodenständig und in den letzten Jahren hat sich der Markenwert von ManU trotz ausbleibender Erfolge sehr gut entwickelt.

Der Markenwert von ManU

Wer sich nicht mit Fussball beschäftigt mag es kaum glauben, aber inzwischen erzielt Manchester den dritthöchsten Umsatz aller europäischen Fussballvereine, direkt hinter FC Barcelona und Real Madrid und noch vor FC Bayern München und Paris Saint-Germain.

Die Kooperation dürfte jedenfalls dafür sorgen, dass TeamViewer in der breiten Öffentlichkeit ankommt.

Der Vorstand muss daher zu dem Schluss gekommen sein, dass der Nutzen die Kosten übersteigt.
Da TeamViewer auch nicht dafür bekannt ist, die Bilanz zu strapazieren oder unnötig mit Geld um sich zu werfen, halten sich meine Sorgen in Grenzen.

Solange sich das operative Geschäft gut entwickelt, bleibe ich daher bei meiner grundlegend positiven Einschätzung des Unternehmens.

Chart

Das bedeutet allerdings nicht, dass es kurzfristig noch eine Etage tiefer gehen könnte.

Aus technischer Sicht ist die Aktie angeschlagen und der Aufwärtstrend steht zur Disposition.
Wird er durchbrochen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass 33 Euro angesteuert werden.
Darunter wäre sogar der Weg in Richtung 31,50 oder 29 Euro frei.

Wenn die Aktie zwei Jahre später dann wieder bei 50 notiert, werden sich die meisten Anleger nicht mal mehr erinnern, warum TeamViewer abverkauft wurde.

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 35,61 Kürzel: TMV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.03.2021 Kurs: 35,61 Kürzel: TMV – Tageskerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der TeamViewer Aktie

Am Freitag zur Mittagszeit brach die TeamViewer-Aktie plötzlich wie vom Blitz getroffen ein. Das Chartbild sieht damit schlagartig kritisch aus. Was ist passiert … und was sollte man jetzt tun?

Eigentlich wirkte es im ersten Augenblick wie eine hocherfreuliche Nachricht: TeamViewer ist es gelungen, Haupt-Trikotsponsor des englischen Rennomierclubs Manchester United zu werden. Eine beeindruckende Chance, um auch europaweit ins Rampenlicht zu rücken. Dumm nur, dass TeamViewer dafür eben Geld aufwenden muss. Wie viel genau sich das Software-Unternehmen das kosten lässt, wurde zwar nicht mitgeteilt. Aber es dürfte grob ein Zehntel des Gewinns sein, den die Anleger und Analysten bis dahin in diesem Jahr von TeamViewer erwartet hatten.

Denn das Unternehmen revidierte im Zuge dieser Sponsoring-Meldung die Prognose für die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge (EBITDA = Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) deutlich. Im Zuge des am 9. Februar zusammen mit der 2020er-Bilanz vorgelegten Ausblicks hatte TeamViewer hier noch eine Marge zwischen 55 und 57 Prozent avisiert (2020: 57 Prozent) gelegen. Jetzt wurde die Prognose für die Marge auf 49 bis 51 Prozent gesenkt, also um sechs Prozentpunkte. Statt 55 bis 57 werden nur noch 49 bis 51 Cent pro umgesetzten Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen hängen bleiben, also zehn Prozent weniger.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur TeamViewer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das Problem, das die Anleger damit hatten, ist nachvollziehbar. Denn TeamViewer hatte bei der 2021er-Prognose einen Umsatzanstieg zwischen 15 und 18 Prozent prognostiziert. Bei einer damals noch gehaltenen bis nur marginal niedrigeren Marge hätte man mit einem EBITDA-Gewinnplus zwischen 11 und 18 Prozent rechnen können. Doch durch die gesenkte Marge reduziert sich die Perspektive auf eine Range zwischen 0 und 6 Prozent.

Das ist ernüchternd, denn obwohl das operative Ergebnis 2020 gestiegen war, lag der Nachsteuergewinn in dem für TeamViewer ja eigentlich idealen „Corona-Jahr“ 2020 nur auf dem Niveau von 2019. Und jetzt diese erneute Dämpfer – kein Wunder, dass die Aktie am Ende 12,37 Prozent verlor, am Tagestief sogar 18 Prozent im Minus notierte. Aber was die Akteure an diesem Freitag erst einmal nicht sehen wollten, ist die Chance, die sich aus einer derart prominenten Werbung ergibt. TeamViewer hat diesen Gewinnanstieg ja nicht durch ein schwaches Geschäft preisgegeben, das Unternehmen investiert damit in die Zukunft.

Daher wäre es womöglich voreilig, umgehend die Waffen zu stecken und zu verkaufen, zumal der Chart noch die Chance offeriert, dass die mittelfristige Aufwärtstrendlinie halten könnte und im Idealfall die Basis einer Bodenbildung mit anschliessendem Anstieg wird. Natürlich ist es kurzfristig negativ, dass der Kurs in dem Moment „abgeschossen“ wurde, in dem er den kurzfristigen Abwärtstrend hätte überwinden können. Aber dieser mittelfristige Aufwärtstrend wurde zum Handelsende einigermassen gehalten, daher könnte man der Aktie noch eine Chance geben. Erst, wenn das Freitags-Tagestief bei 35,40 Euro auf Schlusskursbasis fallen und damit die Trendlinie doch noch signifikant gebrochen würde, wäre das ein Signal dafür, dass die Anleger diese Korrektur der Gewinnerwartung erst einmal nicht verzeihen.

Chart vom 19.03.2021, Kurs 37,56 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatten wir den überaus vielversprechenden Chart der TeamViewer-Aktie Mitte Februar analysiert. Das Papier war kurz davor, den Widerstand bei 46 EUR zu brechen, um danach ein klares Kaufsignal zu generieren. Vorerst ist dieser Schritt auch absolut nach Regieplan aufgegangen, doch die Schwäche der Börsen im Laufe dieser Woche, haben der Aktie kurzfristig schwer zugesetzt. Die Kurse verloren überraschend rasch den Boden unter den Füssen, um den intakten Aufwärtstrendkanal nach unten zu testen. Der Weg von der oberen Bandbreite zur unteren konnte in nur zwei Handelstagen realisiert werden. Nach oben brauchte der Titel immerhin einen ganzen Monat. Somit ein überaus heftiger Rückschlag. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten. Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt.

Expertenmeinung: Dennoch müssen Anleger nun aufpassen, denn das Tief, welches zu Beginn der Woche getestet wurde, darf keinesfalls gebrochen werden. Sollte dies dennoch der Falls sein, wäre wohl auch der Aufwärtstrend dahin und das Papier könnte in eine Korrekturphase übergehen. Vorerst halten wir noch an unsere bullischen Haltung fest, doch bei Schlusskursen unter der Marke von 42 EUR wären die Bullen wohl geschlagen. Die weitere Bewegung wird nun grösstenteils auch von der Bewegung im DAX abhängen. Solange dieser nicht zu stark korrigiert, lebt die Hoffnung auf den Weiterbestand des positiven Trendverlaufs.


Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 25.02.2021 Kurs: 45.33 Kürzel: TMV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Endlich ist es soweit. Die TeamViewer-Aktie hat den Breakout aus der Anfang Februar beschriebenen umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation geschafft. Das Setup könnte kaum besser aussehen und die Bullen haben nun jede Menge Spielraum nach oben. Durch das frisch erzielte höhere Hoch geht auch der Trend von einer neutralen in eine bullische Phase über. Mögliche Kursziele werden wir in Kürze untersuchen. Wie immer wollen wir aber auch auf mögliche Gefahren hinweisen. Wichtig ist nun, dass das zuletzt gebildete Pivot-Tief bei 43.57 EUR nicht mehr nach unten verletzt wird, um einen möglichen Fehlausbruch zu verhindern. Dies wäre auch das kalkulierte Risiko auf Sicht der nächsten Handelstage.

Expertenmeinung: Nun kommen wir zu den möglichen Zielen. Dies ist keine exakte Wissenschaft und es geht hierbei auch nicht darum, auf den Cent genau eine Zielmarke zu finden. Diese Vorgehensweise in der Charttechnik soll lediglich aufzeigen, welches Potenzial eine gewisse Bewegung im Optimalfall aufweisen könnte. Die Spanne der SKS-Formation beträgt rund 13 EUR. In diesem Fall können wir also von einem theoretischen Anstieg der TeamViewer Aktie auf bis zu 59 EUR ausgehen. Gleichzeitig sollte hierbei aber auch die gesamte Situation betrachtet werden. Hierbei erkennen wir, dass es noch einen klaren Widerstand knapp unter der Marke von 55 EUR gibt. Hier wurde zuletzt ein wichtiges Pivot-Hoch im Sommer des vorigen Jahres gebildet. Darum senken wir das theoretische Kursziel etwas in Richtung 55 EUR. Unsere Bewertung bleibt natürlich auf der bullischen Seite, solange das erwähnte Pivot-Tief nicht nach unten gebrochen wird.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 16.02.2021 Kurs: 46.50 Kürzel: TMV | Online Broker LYNX

Es ist nicht gerade weit hergeholt, wenn man TeamViewer als Krisengewinner bezeichnet.
Sowohl der Aktienkurs als auch das Geschäft haben sich in den zurückliegenden Monaten erfreulich entwickelt. Nimmt die Aktie jetzt Anlauf in Richtung Allzeithoch?

Möglichkeiten

Durch die Cloud-Plattform von TeamViewer ist es möglich, von überall und jederzeit auf unterschiedliche Geräte zuzugreifen.

Über das weltweite Router-Netzwerk werden zum Beispiel PCs, Smartphones, Server, Windkraftanlagen, Roboter oder Landmaschinen miteinander verbunden.

Inzwischen hat TMV mehr als 500.000 Vertragskunden. Im letzten Jahr wurden über die Software des Unternehmens mehr als 300 Millionen Geräte angesteuert.

Es läuft

Das Geschäft brummte aber auch schon vor Corona. Fernzugriff und Fernwartung sind ein klares Zukunftsthema.

Es spart schlichtweg Zeit und Geld, wenn IT-Experten und Administratoren über das Internet Probleme an anderen Unternehmensstandorten lösen können. Das gilt umso mehr in Zeiten von Homeoffice.

Daher konnte das Unternehmen den Umsatz seit 2016 von 92 auf 390 Mio. Euro steigern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 gelang dann der Sprung in die Profitabilität.

Weitere Pluspunkte sammelt das Unternehmen damit, dass man dieses Wachstum weitgehend aus dem Cashflow finanzieren konnte. Auf Kapitalerhöhungen hat man verzichtet.

Quantensprung

Im laufenden Geschäftsjahr 2020 hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Die Zahl Abonnenten legte um 26% auf 584.000 zu.
Die Zahl der Grosskunden hat sich sogar verdreifacht.

Die Retention Rate lag bei 103%. Das bedeutet, dass man gewonnene Kunden dem Unternehmen treu bleiben und ihre Aufträge tendenziell sogar ausbauen.

Die Umsatzerlöse legten um 17% auf 455,6 Mio. Euro zu. Ein realistischeres Bild bieten die Billings, da eine umfassende Umstellung auf Abos stattgefunden hat.
Die Billings stiegen um 44% auf 460,3 Mio. Euro.

Das EBITDA kletterte um 44% auf 261,4 Mio. Euro und der freie Cashflow verdoppelte auf 165,4 Mio. Euro.

Ausblick

Für 2021 erwartet das Unternehmen ein Billings-Wachstum um 29 – 33% und einen Umsatz von knapp über 530 Mio. Euro.
Bis 2023 sollen die Marke von mehr als einer Milliarde an Billings überschritten werden.

Bei dem anhaltend hohen Wachstum stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich auch die Aktie entsprechend gut entwickelt.

Daher hatten wir frühzeitig auf die Aktie hingewiesen. Nach der letzten Analyse hat sich der Kurs im hoch verdoppelt:
Alle ab ins Homeoffice: Teamviewer dürfte es freuen

Chart

Aus technischer Sicht ist die Lage ebenfalls interessant. Die Aktie hat eine grössere Korrektur vollzogen, einen Boden ausgebildet und der Abwärtstrend wurde bereits überwunden.

Aus Sicht der Bullen fehlt nur noch ein Ausbruch über 46,40 Euro. Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über diese Marke, kommt es zu einem Kaufsignal mit Kurszielen bei 48,50 sowie 52,50 und 54,50 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 40 Euro, hätten die Bullen ihre Chance vertan.

Chart vom 12.02.2021 Kurs: 45,52 Kürzel: TMV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.02.2021 Kurs: 45,52 Kürzel: TMV – Tageskerzen

Umsatzanstieg und konstant hohe Gewinnmarge: zu wenig, um die Aktie zu halten? War das der Grund für das Minus der TeamViewer-Aktie?

Am Dienstagmorgen kam die 2020er-Bilanz nebst Ausblick auf 2021 … und die TeamViewer-Aktie beendete den Handelstag mit -4,3 Prozent. Da liegt ein schnelles Urteil nahe: Die Ergebnisse haben enttäuscht, die Anleger stimmten mit den Füssen ab und das Thema ist für die Bullen somit durch. Ist das wirklich so?

Für eine echte Enttäuschungsreaktion bei einer sehr volatilen Aktie wie TeamViewer war das Minus eigentlich zu klein. Und nicht nur das, die Ergebnisse waren nicht schlecht, sie lagen eben „nur“ im Rahmen der Prognosen. Der Umsatz war 2020 um knapp 17 Prozent gestiegen, marginal weniger als im Schnitt seitens der Analysten erwartet. Das EBITDA, d.h. der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, lag indes knapp über der Konsens-Prognose und war mit +43,5 Prozent überproportional zum Umsatz gestiegen. Und der Ausblick? Da rechnet TeamViewer mit einem Umsatzanstieg zwischen 15 und 18 Prozent bei konstant hoher Gewinnmarge, so dass der Gewinn, sofern die unternehmenseigene Prognose eintrifft, in der gleichen Grössenordnung zulegen sollte. Zu wenig, um die Aktie zu halten? War das der Grund für das Minus?

Expertenmeinung: Richtig ist, dass die Analysten für 2021 bislang eher mit einem Gewinnanstieg um 30 Prozent rechnen. Wobei das nicht aus der Welt ist, denn das, was TeamViewer da vorlegte, wirkte, als habe man das Gebot der kaufmännischen Vorsicht ernst genommen. Aber sollten die Experten diese Perspektive nicht zum Anlass nehmen, ihre Kursziele zu senken (was zumindest am Dienstag noch nicht zu beobachten war), würden wir hier ein bemerkenswertes Phänomen sehen:

Trotz des ja durchaus nicht zu verachtenden Wachstums, das bei vielen Aktien dazu führt, dass der Kurs den Analysten-Kurszielen weit davonläuft, notierte die TeamViewer-Aktie zum Handelsende unter dem niedrigsten von derzeit zwölf Kurszielen! Elf von zwölf Analysten sehen die Aktie derzeit als „Kauf“. Und die Spanne der Kursziele reicht hier von 45 bis 65 Euro, der Durchschnitt trifft sich hier zufällig im arithmetischen Mittel von 55 Euro … und die Aktie schloss bei 43,84 Euro.

Nun kommt es vor, dass die Anleger bullischen Analysten einfach nicht folgen mögen. Aber so etwas provoziert dennoch die Suche nach möglichen anderen Gründen für das gestrige Minus … und man wird da durchaus fündig: im Chart. Die Aktie hatte zunächst positiv auf die Bilanz reagiert und war im Plus gestartet. Doch damit landete der Kurs in der Widerstandszone 46,15/46,90 Euro. Das dürfte die Basis des letztendlichen Minus gewesen sein: Die Zahlen waren zwar gut, aber nicht gut genug um zu verhindern, dass die in dieser Widerstandszone einsetzenden Gewinnmitnahmen die Nachfrage überstiegen und die Aktie unter Druck setzten. Sollte es indes bei Gewinnmitnahmen bleiben, könnten die nächstliegenden Unterstützungen in Form der 20-Tage-Linie bei 43,05 Euro und der November-Aufwärtstrendlinie bei aktuell 41,85 Euro halten. Erst, wenn nicht nur Widerstände zu stark sind, sondern auch Unterstützungen fallen, wäre der Weg nach oben erst einmal verbaut und ein Rücksetzer in den Bereich 37/38 Euro die wahrscheinlichere Variante.

TeamViewer Aktie: Chart vom 09.02.2021, Kurs 43,84 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX