Nagarro Aktie Prognose Nagarro: Dieser Risikoabschlag könnte hartnäckig werden

News: Aktuelle Analyse der Nagarro Aktie

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Nagarro
ISIN: DE000A3H2200
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Wenn Jahres-Prognosen wie bei Nagarro scheibchenweise gesenkt werden, sagen sich viele: Da kommt sicher noch eine weitere Scheibe. Das erzeugt eine ständige Unsicherheit … und die ist ganz und gar nicht gut für die Aufwärtsperspektiven einer Aktie.

Nagarro, ein im TecDAX notierter Spezialist für „Digital Engineering“, legte am Montag ein Quartalsergebnis vor, das gegenüber dem Vorjahreszeitraum schwach ausfiel. Zwar stieg der Umsatz leicht von 210 auf 226,8 Millionen Euro, aber ob operativ oder netto, der Gewinn fiel kräftig. Netto kamen im zweiten Quartal 19,5 Millionen zusammen, im Vorjahr waren im zweiten Quartal noch 31,1 Millionen erreicht worden. Steigender Umsatz, sinkende Gewinne … die Ursache ist klar: Die Gewinnmarge kam deutlich unter Druck.

Zwar fanden sich in den Halbjahreszahlen Formulierungen wie Wachstumsdynamik und Expansion. Aber man las da auch von „Zurückhaltung in einigen Kundenprojekten“. Und letzten Endes interessiert den Investor mehr, was unter dem Strich herauskommt als die Art und Weise, wie man das kommuniziert. Und es war nicht nur der gedrückte Gewinn, der unerfreut zur Kenntnis genommen wurde, sondern auch der Umstand, dass Nagarro erneut die Gesamtjahresprognose senkte.

Das war bereits am 12. Mai erstmals nötig geworden. Da wurde die Umsatzprognose von zuvor 1,02 auf 0,94 Milliarden Euro zurückgenommen. Jetzt wurde dieser Ausblick erneut, auf 0,915 Milliarden, gekappt. Was zwar immer noch eine moderate Dimension wäre. Aber diesmal sägte man auch an der im Mai unverändert gebliebenen Prognose für die EBITDA-Gewinnmarge (d.h. Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Die senkte Nagarro von bislang 15 auf jetzt 13 Prozent. Und dies in Kombination mit einem geringeren Gewinn, das ist schon ein Wort. Genug für ein derart kräftiges Minus von 6,87 Prozent bei einer ohnehin schon im Abwärtstrend befindlichen Aktie?

Expertenmeinung: Das wäre mit einem Querblick auf die Bewertung der Aktie auf Basis der derzeitigen 2023er-Gewinnschätzung nicht zwingend, denn das Kurs/Gewinn-Verhältnis läge mit um die 17 ungewöhnlich niedrig. Aber die Marktteilnehmer mögen es eben ganz und gar nicht, wenn man einerseits von Dynamik und Wachstum spricht und andererseits nicht nur der Gewinn sinkt, sondern auch noch scheibchenweise der Ausblick gesenkt wird. Die niedrige Bewertung repräsentiert einen Risikoabschlag, der sich aus dieser Gemengelage ergibt. Und auch, wenn man behaupten könnte, dass da gestern gleich die nächste Prognosesenkung vorweggenommen wurde, die kommen könnte, aber nicht kommen muss:

Der Weg nach oben ist für solche Aktien steinig, denn Misstrauen, wenn es erst einmal aufgekommen ist, kann sehr hartnäckig sein. Hier also im Vertrauen darauf, dass die günstig wirkende Bewertung und der ja trotz alledem zum Vorjahr höher erwartete Umsatz die Aktie schon wieder aufwärts drehen werden, einfach die Hand aufzuhalten, kann leicht schiefgehen.

Erst, wenn nicht nur die gestern am Ende nur knapp unterbotene untere Begrenzung der seit der Mai-Prognosesenkung geltenden Handelsspanne bei 76,35/77,45 Euro zurückerobert wurde, sondern eben diese Handelsspanne insgesamt mit Schlusskursen über 92 Euro glaubhaft überwunden ist, könnte man hier über eine vorsichtige Positionierung auf der Long-Seite nachdenken. Solange das nicht der Fall ist, bliebe die Unterseite bei dieser Aktie “weich”.

Nagarro Aktie: Chart vom 14.08.2023, Kurs 75,20 Euro, Kürzel: NA9 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nagarro Aktie: Chart vom 14.08.2023, Kurs 75,20 Euro, Kürzel: NA9 | Quelle: TWS

Quellenangaben:
Halbjahres-Finanzbericht, 14.08.2023:
https://www.nagarro.com/hubfs/Investors/InvestorDocuments/Nagarro%20SE_half-yearly%20financial%20report%202023_DE_Secured.pdf

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