GEA Group Aktie aktuell GEA Group: Da müssen sich die Bullen jetzt durchbeissen

News: Aktuelle Analyse der GEA Group Aktie

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GEA Group
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Zur GEA Group Aktie

Der Maschinenbauer hatte das Glück, bereits 2019 umfangreiche Kostensenkungsmassnahmen durchgeführt zu haben. Die gestern vorgelegte Bilanz fiel daher beeindruckend robust aus … und wäre imstande, die GEA Group-Aktie aus der momentanen Seitwärtsbewegung nach oben hinaus zu tragen.

Über die im Rahmen der Erwartungen ausgefallene Bilanz des vierten Quartals hinaus präsentierte die GEA Group am Donnerstag auch das Ergebnis des Gesamtjahres 2020. Der Umsatz ging um knapp fünf Prozent zurück, aber da 2019 von hohen Kosten für die Restrukturierung geprägt war, stand für 2020 nach einem Minus von 170 Millionen Euro im Vorjahr wieder ein Nettogewinn von 96,8 Millionen Euro zu Buche. Und dass die Restrukturierung Früchte trug, liess sich an der Vorsteuer-Marge erkennen, die von 9,8 Prozent auf 11,5 Prozent zulegte.

Auch mit einem Ausblick konnte die GEA Group dienen. Für 2021 erwartet der Maschinen- und Anlagebauer momentan eine leichte, nicht genauer bezifferte Umsatzsteigerung und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in einer Spanne zwischen 530 und 580 Millionen Euro. Das ist ein Zahlenwerk, mit dem man als Anleger durchaus zufrieden sein könnte. Aber reicht das auch, um den Kurs aus seiner Seitwärtsspanne nach oben hinaus zu katapultieren und den Aufwärtstrend damit wieder aufzunehmen?

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Expertenmeinung: Als „Aufhänger“ für eine Attacke des bullischen Lagers wäre diese Bilanz nebst der recht optimistischen Perspektive allemal geeignet. Dass die Reaktion auf die Daten am Donnerstag eher mässig ausfiel und aus charttechnischer Sicht noch nichts bewegt hat, dürfte zu einem Gutteil dem momentan nervösen Gesamtmarkt zu verdanken sein. Solange die Indizes an sich wackeln, bleiben viele Akteure erst einmal vorsichtig. Aber sollte sich die Unruhe am Aktienmarkt in den kommenden Tagen auflösen, dürften einige eine GEA Group auf ihrem Zettel potenzieller Einstiegskandidaten haben.

Chart vom 04.03.2021, Kurs 30,83 Euro, Kürzel G1A | Online Broker LYNX

Erst einmal müsste der Kurs aber aus dieser seit Monaten bestehenden Seitwärtsbewegung heraus. Zwei Charthürden gälte es zu meistern. Zum einen die Monatshochs vom September und Februar bei 32,10/32,15 Euro, darüber dann das 2020er Jahres-Verlaufshoch bei 33,70 Euro. Ginge die Aktie über diese Widerstände, wäre der Weg nach oben erst einmal frei.

Sicher ist ein solcher Befreiungsschlag auch mit dem Rückenwind dieser soliden Bilanz indes nicht einfach. Einem Ausbruch nach oben vorzugreifen, ist daher riskant. Solange die Unterstützungszone 27,40/27,70 Euro hält, bleibt die Ausbruchschance zwar aktuell. Aber würde man abwarten, bis sich die Bullen durch diese Widerstände hindurch gebissen haben, hätte man die Möglichkeit, deutlich engere Stoppkurse für einen Long-Einstieg zu platzieren, die dann knapp unter 32 Euro sinnvoll platziert wären.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der GEA Group Aktie

Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sieht die Branche derzeit in einer massiven Krise und bislang noch keine Wende. Das gilt indes nicht für alle Maschinen- und Anlagebauer. Der GEA Group geht es z.B. vergleichsweise gut, denn das Unternehmen hat sich auf den Anlagenbau vor allem für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie konzentriert. Und diese die Grundbedürfnisse abdeckende Branche ist von Pandemie und Rezession natürlich relativ moderat betroffen.

Dementsprechend stabil sah das Ergebnis des zweiten Quartals aus: Der Umsatz lag nur gut sechs Prozent unter dem des Vorjahresquartals, der Auftragseingang lag um zehn Prozent niedriger. Das EBITDA, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, konnte sogar um beeindruckende 26 Prozent gesteigert werden. Und trotzdem wird es, wenn man sich einen längerfristigen Chart der GEA Group-Aktie ansieht, langsam eng für die Bullen, denn:

Expertenmeinung: Die beeindruckende Rallye, welche die Aktie zwischen März und Juli immens höher trieb, holte nicht nur auf, was das Papier durch den „Corona-Crash“ verloren hatte. Die Aktie lief deutlich über das vorherige Jahreshoch hinaus und stiess in Regionen vor, die der Kurs im Frühling und Herbst 2018 gesehen hatte. Seither war das Geschehen bei GEA jedoch von Margendruck geprägt: Die Umsätze legten zu, der Gewinn hingegen nicht. Die deutlich gestiegenen Gewinne, die in der Bilanz zum zweiten Quartal ausgewiesen wurden, erwecken zwar den Eindruck, dass diese Phase jetzt vorbei sein könnte. Aber in einem Umfeld wie diesem dürfte das eine ambitionierte Hoffnung sein, zumal die GEA-Unternehmensführung im Zuge der Bilanz betonte, dass das laufende zweite Halbjahr herausfordernd bleiben würde.

Damit dürfte sich das Überwinden dieser massiven Widerstandszone zwischen 30,20 und 34,80 Euro, die Sie im Chart auf Wochenbasis sehen, schwierig gestalten, zumal die Analysten für die GEA Group nicht allzu optimistisch sind. Nur vier von 24 die Aktie beobachtenden Experten haben derzeit ein „Kaufen“-Rating, das durchschnittliche Kursziel um 27,80 Euro ist klar überboten. Bereits vor vier Wochen war die Aktie wieder an das untere Ende dieser Widerstandszone gerutscht. In jeder Woche versuchten die Käufer, den Kurs wieder in diese Zone hinein zu tragen, jedes Mal schloss die GEA Group zum Freitagabend aber am unteren Ende der Wochen-Handelsspanne. Sollte sich dieses Bild in der neuen Woche nicht ändern, wäre ein Test der 200-Tage-Linie um 26,70 Euro als nächstgelegene Unterstützung ein auf Sicht der kommenden Wochen recht realistisches Szenario.

Chart vom 28.08.2020, Kurs 29,73 Euro, Kürzel G1A | Online Broker LYNX

Die deutschen Maschinenbauer haben es derzeit nicht leicht. Die Branche hat durch die Unsicherheiten, die von Handelskrieg und BrExit ausgehen, mit Absatz-, vor allem aber mit Margenproblemen zu kämpfen. Da sind gute Nachrichten gerne gesehen, vor allem, wenn man damit nicht gerechnet hat. Der vor allem die Nahrungsmittelindustrie beliefernde Spezialmaschinen- und Anlagenbauer GEA Group hatte solche „good news“ am Freitagmorgen zu bieten: GEA konnte für das dritte Quartal immerhin mit einem über dem des Vorjahresquartals liegenden Umsatz glänzen. Auch der Auftragseingang legte leicht zu, ebenso der operative Gewinn auf EBIT-Basis (93,6 Millionen nach 92,4 Millionen Euro im Vorjahr). Zugleich rechnet die GEA Group jetzt für das Gesamtjahr mit einem Umsatz auf dem 2018er-Nivau. Zuvor wurde da ein „moderater Rückgang“ gesehen. Gut? Zumindest ein Lichtblick. Und die Erwartungen der Analysten wurden durch diese Zahlen leicht überboten. Aber ist das schon die Basis für eine mittelfristige Wende der Aktie? Expertenmeinung: Das ist zumindest fraglich. Den meisten Marktteilnehmern dürfte klar sein, dass bereits das Jahr 2018 deutlich schwächere Ergebnisse brachte. Daher zeigen diese Quartalszahlen keine Rückkehr zu alter Profitabilität, sie deuten nur an, dass der Abstieg bei Marge und Gewinn womöglich ein Ende haben, eine Stabilisierung die Basis einer Wende werden könnte. Aber das muss nicht sein. Würde der Handelskrieg USA/EU abgeblasen, würde der BrExit doch noch mit einer für beide Seiten positiven Einigung gelingen, könnten Unternehmen wie die GEA Group einen grossen Schub an zuletzt aufgeschobenen Aufträgen sehen und dann auch wieder bessere Preise durchsetzen. Aber das ist eine Hoffnung, noch keine Tatsache. Solange man sich in Sachen Ertragswende nur auf ein „vielleicht“ stützen kann, wäre Vorsicht angezeigt. Denn würde es anders kommen, wäre der Weg nach oben verbaut. Die Phalanx an mittelfristigen, bis ins Jahr 2014 zurück reichenden Widerstandslinien zwischen 30,36 und 34,80 Euro ist massiv. Und in wenigen Wochen werden sich die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, in dem sich die Aktie seit Februar nach oben tastet, und die übergeordnete, aus dem Jahr 2016 stammende Aufwärtstrendlinie im Bereich um 29 Euro zu einem Kreuzwiderstand vereinen und damit dieser vorgenannten Zone aus zahlreichen Wendemarken noch vorgelagert sein. Bis in diesen Bereich um 29 Euro weiter anzuziehen, wäre der Aktie zwar zuzutrauen. Aber mit Blick auf die jederzeit für einen erneuten Test gute untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals bei 22,50 Euro wäre das Chance/Risiko-Verhältnis derzeit nicht ideal. GEA Group Aktie: Chart vom 25.10.2019, Kurs 27,69 Euro, Kürzel G1A | LYNX Online Broker

Einerseits machte die Aktie des Anlagenbauers GEA Group am Dienstag mit +6,07 Prozent den grössten Sprung von allen Aktien im MDAX. Andererseits schloss die GEA Group Aktie deutlich unter ihrem Tageshoch. Das sicher nicht zufällig genau auf Höhe der 200-Tage-Linie lag. Den Kurssprung hatte die am Morgen vorgelegte Bilanz des zweiten Quartals ausgelöst. GEA hat zwar bei einem Umsatzanstieg von 1,7 Prozent zum Vorjahresquartal 22 Prozent weniger verdient (gemessen als EBITDA, d.h. als Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen). Nicht gut, denn das reflektiert den sukzessiv wachsenden Druck auf den Maschinenbausektor, der sich in sinkenden Gewinnmargen äussert. Aber es war ein Ergebnis, dass wenigstens ein wenig besser ausfiel als das, was die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Das Argument „es hätte schlimmer kommen können“ ist immer ein tauglicher Auslöser für einen Kurssprung, wenn eine Aktie in den Wochen zuvor markant an Boden verloren hat, weil man genau mit diesem „Schlimmeren“ rechnete bzw., was die Leerverkäufer angeht, darauf gewettet hat. Aber ist diese Bilanz auch ein taugliches Fundament, um zu konstatieren, dass das Gröbste überstanden und ein Boden gefunden ist? Expertenmeinung: Das sollte man zumindest mit einem Fragezeichen versehen. Die Tatsache, dass der Anstieg der GEA Group Aktie ausgerechnet am nächstgelegenen und zugleich mittelfristig relevanten Widerstand in Form der 200-Tage-Linie bei aktuell 23,76 Euro gestoppt und der Kurs erst einmal abgewiesen wurde, unterstreicht, dass das einige Akteure ebenso sehen. Immerhin war diese Bilanz ein Blick zurück. Die GEA Group bestätigte zwar ihre jüngsten Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr. Aber die Rahmenbedingungen sind und bleiben kritisch, von einer Aufhellung ist bislang nichts zu sehen. Hinzu kommt, dass die Themen Handelsstreit USA/EU und der BrExit bislang nur in Form wachsender Vorsicht der Kunden existieren und sich die Zurückhaltung von dieser Seite noch deutlich steigern kann. Der gestrige Kurssprung ist daher einer „auf Bewährung“, wobei es angesichts des Chartbildes nicht ausreichen würde, die gestern nicht genommene 200-Tage-Linie zu überwinden. Wenn die Aktie die markante Widerstandszone 26,09/26,30 Euro bezwungen hätte, wären hier in der Tat taugliche Long-Signale generiert. Aber bis dorthin ist der Weg momentan noch weiter als bis zu einem Bruch des Juli-Tiefs bei 21,16 Euro, der den Weg nach unten umgehend wieder freigeben würde. Noch ist diese Aktie den Klauen der Bären also nicht entrissen und Short-Trading-Chancen nicht vom Tisch! Chart vom 06.08.2019, Kurs 22,88 Euro, Kürzel G1A | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen