Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Wirecard: Und jetzt?

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.

Schlag auf Schlag

Es vergehen kaum ein paar Tage und Wirecard taucht erneut in den Schlagzeilen auf. Zuerst die Vorwürfe der FT, mögliche Unregelmäßigkeiten in Singapur, Kritik des WSJ und nun auch noch Probleme bei einer Tochter in Indien.

Wirecard entgegnete, dass die Vorwürfe in Indien „nicht neu sind und bereits mehrfach durch externe Prüfungen widerlegt wurden“.

Vorstandschef Braun sieht auch die Vorgänge in Singapur bereits als ausgeräumt an, man habe kein Fehlverhalten feststellen können.

Man kann den Aussagen Glauben schenken oder nicht. Fakt ist aber, dass im Zweifelsfall nur ein Bruchteil des Geschäfts betroffen wäre und dass die Aktie massiv abgestraft wurde.

Fakt ist auch, dass es in der Vergangenheit bereits mehrfach falsche Anschuldigungen und Short-Attacken gab.

Fakt ist auch, dass Goldman Sachs seine Beteiligung erheblich aufgestockt hat und nun mehr als 6,5% der Anteile hält.

Ein Schelm, wer böses denkt.

Fragen?

Warum hat die FT zum Thema Singapur drei quasi inhaltsgleiche Artikel veröffentlicht?

Welchen Nachrichtenwert hatte der Bericht der WSJ über die angeblich zu hohe Verschuldung von Wirecard?
Alle vorgebrachten Daten waren seit Monaten öffentlich und konnten von Jedermann im Quartalsbericht nachgelesen werden.

Darüber hinaus entging dem Autor die Tatsache, dass Wirecard in Wirklichkeit keine Nettoschulden hat.
Wurde es einfach nur übersehen oder doch vorsätzlich ignoriert?

Wie dem auch sei, man scheint sich auf Wirecard eingeschossen zu haben. Das öffentliche Interesse ist riesig und das haben die Medien natürlich erkannt. Gerne liefert man den passenden Artikel.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Worauf es aber wirklich ankommt, ist die geschäftliche Entwicklung und an dieser front gab es bisher keinerlei negative Meldungen.

Am 4. April werden die abschließenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt.
Es wird ein Gewinnsprung von 2,10 auf 3,06 Euro je Aktie erwartet, im Folgejahr könnten es dann 4,25 Euro werden.

Wirecard kommt also auf ein KGVe von 35,3. Im laufenden Kalenderjahr könnte der Wert dann auf 25,4 sinken.

In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 41. Im Verhältnis zum Gewinnwachstum erscheint die Aktie ebenfalls attraktiv.

Charttechnik

Wirecard ist auf die Unterstützung bei 103 Euro zurückgesetzt und scheint hier auf vermehrtes Interesse zu stoßen. Eine technische Erholung hätte Platz bis 110 Euro. Darüber käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 115 und 120 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 103 Euro, droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 100 und 95 Euro.

Chart vom 18.03.2019 Kurs: 107 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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