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Aktienanalyse:
Wirecard: Das lief jetzt aber gar nicht gut!

Aktuelle Analyse der Wirecard Aktie

Am Donnerstagabend lagen die Aktienmärkte noch am Boden. Dass die Geldspritze der US-Notenbank von bislang historisch einmaligem Ausmaß zuerst für einen Kurssprung, dann aber für einen umso heftigeren Abverkauf sorgte, entmutigte auch noch die letzten, die hofften, der Spuk sei bald vorbei. Doch am Freitagmorgen schossen die Notierungen erneut nach oben, ein zweiter Anlauf wurde unternommen, die Kurve zu kriegen. Das galt auch für den DAX, wobei eine Aktie ganz besonders herausragte: Wirecard. Die Aktie startete am Freitagmorgen sagenhafte 28 Prozent im Plus bei 110 Euro. Am Donnerstagabend hatte der Kurs mit 85,86 Euro noch knapp unter dem Verlaufstief des Kurseinbruchs von Anfang Februar 2019 geschlossen. Der Grund für diese massiven Käufe:

Wirecard meldete vor Handelsbeginn, dass die Sonderprüfung zu den Bilanz-Vorwürfen, die von den Wirtschaftsprüfern der KPMG vorgenommen wurde, weitestgehend abgeschlossen sei und es keinen Korrekturbedarf der Bilanzen 2016, 2017 und 2018 gebe. Bis auf einen Teilbereich, bei dem sich die Prüfung noch bis zum 22. April erstrecken werde, sah man sich bei Wirecard von den 2019 erhobenen Vorwürfen entlastet. Eine Nachricht, die elektrisierte, schließlich war die Aktie vor allem deswegen seit gut einem Jahr mit angezogener Handbremse unterwegs und vermochte nicht ansatzweise mit dem DAX mitzuhalten, obgleich Umsatz und Gewinn weiterhin beeindruckend stiegen. Doch dieser Tag, der mit Jubel begann, endete in Sack und Asche, nur noch 4,47 Prozent blieben als Kursgewinn übrig.

Expertenmeinung: Dabei war es keineswegs die Nachrichtenlage in Bezug auf das Unternehmen selbst, was dazu führte, dass am Handelsende nur noch wenig von der morgendlichen Herrlichkeit übrig blieb. Es war der Gesamtmarkt, dessen morgendliche Erholung sang- und klanglos Richtung Abend abverkauft wurden, nachdem man sah, dass die äußerst höher startenden US-Börsen weiterhin gefährlich volatil waren. Dadurch wurde Wirecard zum bevorzugten Ziel derer, die Positionen abbauen oder sogar auf diesem Level noch Short gehen wollten, denn hier waren die Gewinne zum Handelsstart besonders dick. Ist damit die Chance auf die Stabilisierung, womöglich gar einer Aufwärtswende, vom Tisch?

Nicht unbedingt. Immerhin kann Wirecard nach diesem Absturz Hand in Hand mit dem Gesamtmarkt vom Kurs/Gewinn-Verhältnis nicht mehr als „teuer“ angesehen werden, wie das z.B. noch 2018 der Fall war. Und der Bereich der elektronischen Bezahlsysteme steht eher nicht in der ersten Reihe, wenn es um Beeinträchtigungen durch Virus-Epidemie und Handelskrieg ginge. Da könnte also allemal noch ein zweiter Versuch der Bullen kommen, das Ruder herumzureißen. Wichtig wäre nur, das Tief der Vorwoche nicht zu unterschreiten. Das lag bei 83,22 Euro und damit im Bereich der Unterstützungszone der Jahrestiefs 2018 (84,10 Euro) und 2019 (86,00 Euro). Das wäre eine gute Basis für das bullische Lager, zumindest für eine kräftige Gegenbewegung nach oben. Aber Vorsicht, am Aktienmarkt ist die Long-Seite derzeit in allen Aktien ein heißes Eisen, auch hier. Erst, wenn Wirecard wenigstens wieder über der 200-Tage-Linie schließt, wäre die Aktie wieder in bullischem Terrain. Und die liegt derzeit bei 133 Euro … das ist also noch ein weiter Weg.

Wirecard Aktie Chart vom 13.03.2020, Kurs 89,70 Euro, Kürzel WDI | Online Broker LYNX

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